Niall Ferguson Der Niedergang des Westens

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Inhaltsangabe zu „Der Niedergang des Westens“ von Niall Ferguson

Der Niedergang des Westens wird seit langem vorausgesagt. Doch heute sind die Symptome dieses Niedergangs nicht mehr zu übersehen: nachlassendes Wachstum, explodierende Staatsschulden, zunehmende Ungleichheit, alternde Bevölkerungen, auseinanderbrechende Sozialgefüge. Aber was genau läuft falsch? Die Antwort sieht Niall Ferguson im Verfall jener vier Säulen, auf denen einst die Weltherrschaft des Westens ruhte: repräsentative Demokratie, freie Marktwirtschaft, Rechtsstaat, Zivilgesellschaft. In seinem klugen, hochaktuellen Buch beschreibt er diesen Verfall und beschwört die westlichen Gesellschaften, sich auf die Kraft dieser vier Säulen zu besinnen.

Denn während der Westen verfällt, betreiben einst diktatorische Regime Asiens und der Dritten Welt unter dem Druck der Globalisierung den Ausbau rechtsstaatlicher Strukturen, öffnen ihre Märkte und bewegen sich auf eine Zivilgesellschaft nach westlichem Muster zu. Will der Westen in der neuen globalen Machtverteilung weiterhin erfolgreich mitspielen, muss er, so Ferguson, dem Niedergang der Institutionen, die ihn mächtig, reich und frei gemacht haben, entgegenwirken und sie wieder zu effizienten Trägern westlicher Macht ausbauen.

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    Der Niedergang des Westens

    michael_lehmann-pape

    01. July 2013 um 11:32

      Nach „Der Westen und der Rest der Welt“, Fergusons letztem, vielfach gelesenem Buch, macht sich der Professor für Neuere Geschichte in Harvard nun auf, das zu verteidigen, zu erhalten, wieder herzustellen, was ihm an Lebensweise, Werten, stabiler Gesellschaftsform und auch persönlicher Lebensprägung wichtig und wert ist. Und er tut dies, in dem er sachlich-nüchtern, quasi mit dem Seziermesser, jene Entwicklungen benennt und in ihren historischen Kontext stellt, die dieses „westliche Erfolgsmodell“, im letzten Jahrzehnt mit spürbar zunehmender Geschwindigkeit, gefährden.   Und konstatiert durchweg, dass einerseits der „freie Westen“ in seinen Institutionen, in seiner Finanzwirtschaft, in seiner politischen und wirtschaftlichen Stärk zunehmend rasanter verfällt und nur durch immer mehr Schulden überhaupt in der Lage ist, das Bild gewohnter „Normalität“ aufrecht zu erhalten, während gleichzeitig profitorientierte „Mächte“ mehr und mehr die Gesellschaft spalten, die Institutionen zum eigenen Nutzen aushöhlen und damit die Gegenwart, vor allem aber die Zukunft gefährden. Andererseits konstatiert Ferguson kühl im Blick auf ehemals „rückständige“ und „diktatorische“ Gesellschaften, wie diese nicht nur ökonomisch aufholen, sondern ebenso ihre Gesellschaftsmodelle entwickeln hin zu vielfach jenen Werten hin, die „den Westen“ einst stark gemacht haben.   Ein Argument gerade für die ökonomische und gesellschaftliche Stärke dieser Werte in den Augen Fergusons. Kaum mit ansehen mag er, so scheint es bei der Lektüre, wie sich einerseits die konstruktiven Kräfte „alter westlicher Werte“ aufs Neue an anderem Orte erweisen, während dieselben im Westen selbst mehr und mehr aus dem Blick geraten. Nicht nur im Blick auf die immense Verschuldung (und deren stetige Zunahme“ für spätere Generationen. Nicht nur im Blick auf die scheinbare Ohnmacht politisch Handelnder, die sich im starren Festhalten an altbekannten Instrumenten und Methoden alleine noch festmachen. Sondern auch in der Aufkündigung der „Partnerschaft der Generationen“ und der auf Gemeinsamkeit orientierten Lebensform an sich.   Dabei verbleibt Ferguson durchaus sachlich in seiner Sprache und seinen Argumenten. Er stellt keinen reinen „Unterganspropheten“ dar, sondern kann seine kritischen Betrachtungen jederzeit fundiert unterfüttern. Eher kann man ihn verstehen als einen „Mahner in der Wüste“   Ein fundiertes Programm „zurück“ nun bietet Ferguson allerdings ebenfalls nicht an, außer es sei im Sinne einer „Rückbesinnung“ und einer Stärkung der degenerierten und dem Stillstand entgegen treibenden Institutionen. Demokratie, Freiheit der Lebensweise, Solidarität, Partnerschaft innerhalb aller Institutionen der Gesellschaft und ebenfalls der Generationenproduktive Ideenentwicklungen und, bei all dem wesentlich, ein Eingrenzen, beschränken jener Kräfte, die das Wertgefüge aushöhlen. Für (wieder) konstruktiven Wettbewerb statt „Feudalherrschaft“, für (wieder) allgemeine Rechtsstaatlichkeit und für Ideen und Wissenschaftlichkeit. Gegen Lobbyismus und eine lähmende, ausufernde Bürokratie Um nur einige jener „Institutionen“ zu benennen, die Ferguson meint.   Inhaltlich findet sich in diesem Buch wenig anderes als im Vorgängerbuch, nur dass Ferguson seinen historischen Befund pointiert  und konzentriert sammelt und in die Leitfrage einrahmt, was genau zur beobachtbaren „Verschiebung der Kräfte“ geführt hat. Zudem ist die Mahnung zwar deutlich zu hören, ein „konstruktiver Weg zurück“ aber auch in diesem Werk nur schwer ablesbar.   Alles in allem ein prägnante, aufrüttelnde „Bestandsaufnahme“ einer mehr und mehr festgefahrenen westlichen Gesellschaft, in der die politischen Kräfte mit entweder falschen oder zu kurz greifenden Mitteln versuchen, „Bestandswahrung“ zu betreiben, statt „Befreiungsschläge“ „back to the roots“ zu wagen.

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  • Ein Abgesang auf unsere weltliche Kultur ?

    Der Niedergang des Westens

    WinfriedStanzick

    23. May 2013 um 11:37

      Ein Abgesang auf unsere weltliche Kultur ? Ein Nachruf auf eine Zivilisation, die mit ihren demokratischen Errungenschaften und ihrem wirtschaftlichen Erfolg sich lange als der Nabel der Welt definierte und sich nun aber schon seit längerer Zeit von BRIC,- Tiger- und anderen Staaten überholt sieht ?   So könnte man den Titel und den Untertitel des hier vorliegenden neuen  Buches des Finanz- und Wirtschaftshistorikers Niall Ferguson, der in Harvard und Oxford lehrt, verstehen.  Und tatsächlich geht Ferguson, der als einer der profiliertesten Historiker der Gegenwart gilt, in seinen hier abgedruckten Vorträgen, die auf den Reith Lectures von BBC Radio 4 beruhen, die er 2012 in Englang gehalten hat auf diese Fragen ein. Die Form der Vorträge unterstützt die Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit seiner Ausführungen.   Darin beschreibt er nicht nur die für jeden offensichtlichen Symptome des Niedergangs des Westens wie nachlassendes Wachstum, exorbitante Staatsschulden, von denen niemand glaubt, dass sie noch jemals in den Griff geraten, immer mehr alte Menschen bei sinkenden Geburtenraten und Gesellschaften, die mit ihrem Sozialgefüge immer brüchiger werden. Keine guten Aussichten. Ferguson geht den Ursachen dieser Entwicklung nach und kommt immer wieder darauf, dass der Westen (für sind das im Wesentlichen die USA und Großbritannien- eine Schwäche seines Ansatzes) zugelassen hat, dass vier Säulen, auf denen er seine Weltherrschaft aufbaute und auf denen sie lange unangefochten ruhte, immer mehr verfallen, ohne dass dies zur Kenntnis genommen oder gar etwas dagegen unternommen würde seitens der Entscheidungsträger in  Wirtschaft, Politik und Kultur. Für ihn sind es die repräsentative Demokratie, die freie Marktwirtschaft, der Rechtsstaat und eine funktionierenden Zivilgesellschaft, die lange die Überlegenheit der westlichen Kultur ausmachten. Ohne Not habe man zugelassen, dass diese Säulen ausgehöhlt wurden, lächerlich gemacht und vernachlässigt.   Etwas schwach nimmt sich angesichts dieser schonungslosen Analyse die Hoffnung aus, die er dennoch ausspricht: wenn die westlichen Gesellschaften, so ist Ferguson überzeugt, sich wieder besinnen auf die Kraft und die Bedeutung dieser vier Säulen, dann könnten sie in einer globalisierten Welt den anderen Kräften etwas entgegensetzen und so ihr Überleben sichern. Man wird allerdings den Eindruck nicht los, als glaube er selbst nicht so recht daran.

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