Niamh Greene Coco und das Geheimnis des Glücks

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Inhaltsangabe zu „Coco und das Geheimnis des Glücks“ von Niamh Greene

Seit sie denken kann, hat Coco Swan sich für ihren Vornamen geschämt. Bei einem solchen Namen, davon ist die Zweiunddreißigjährige überzeugt, erwartet man Schönheit und Glamour. Eben eine Frau wie Coco Chanel und keine durchschnittlich aussehende Antiquitätenhändlerin aus einer durchschnittlichen Kleinstadt. Als allerdings in einem ersteigerten Schränkchen eine alte Chanel-Handtasche auftaucht, wird Cocos Leben völlig auf den Kopf gestellt. Denn ein vergilbter Brief im Seitenfach der Tasche entpuppt sich für Coco mit einem Mal als Schlüssel zum Glück.

Eine wunderbare, warmherzige Geschichte, genau das Richtige für einen verregneten Nachmittag

— Martinchen
Martinchen

Eine mal etwas andere "Detektiv"-Geschichte. Warmherzig und lieb. Hat mich positiv überrascht!

— talisha
talisha

Eine Reise in die Vergangenheit einer Handtasche und deren Besitzerin

— moni_ka2511
moni_ka2511

Ein herrlich erfrischender Roman

— RosaEmma
RosaEmma

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  • unterhaltsame Familiengeschichte

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    Aleena

    Aleena

    22. May 2016 um 07:36

    Coco hat ihre Mutter im Alter von 13 Jahren verloren. Sie liebte Coco Chanel und daher kam auch der Name zustande. Nun ist Coco eine erwachsene Frau und führt das Antiquitätenladen ihrer Familie weiter. Nebenbei muss sie für den Laden auch neue Dinge ersteigern. Sie scheint ein glückliches Händchen zu haben, als ihr in einer der ersteigerten Kisten eine echte Chanel Tasche in die Hände fällt. Nachdem auch feststeht, dass diese auf jeden Fall echt ist, möchte sie gern mehr über den alten Besitzer der Tasche wissen. In einem Geheimfach in der Tasche entdeckt sie einen alten Liebesbrief und ihre Neugier ist geweckt. Jetzt muss sie die Besitzerin doch ausfindig machen, ein Grund dass der Brief in die richtigen Hände gelangt, hat sie ja nun. Ich hab irgendwie gedacht, dass es ein lustiger Frauenroman sein könnte, so mit Liebe und Pleiten, Pech und Pannen. Darauf hatte ich auch voll Lust. Schnell stellte ich fest, dass dem hier so nicht war. Es ist eine nette und adrette Familiengeschichte mit ein wenig Historie. Ich bin jetzt kein Fan von Chanel und zum Glück muss ich mich auch nicht weiter mit der Marke in diesem Buch befassen, da dies nur am Rande relevant ist. Coco ist eine junge Frau die den Richtigen irgendwie auch nicht gefunden hat, ziemlich zurückgezogen ihrer Arbeit nachgeht und eigentlich auch sehr entspannt lebt. Da gibt es keinen bösen Ex und es ist auch kein neuer der drauf wartet jemals zuschlagen zu können. Alles dreht sich um das herausfinden, wem die Handtasche gehört hat und wie der Brief in die richtigen Hände gelangt. Ok das war’s. Zwischendrin gab es immer wieder Abschnitte die einfach richtig schön zu lesen sind. Was wirklich Weltbewegendes hab ich aber leider nicht finden können. Alles in allem kann man es lesen, es lässt einen aber nicht sehr viel Raum großartiges und weltbewegendes in der Geschichte wiederzufinden. Irgendwas fehlt halt immer. 3 von 5 Buchsternchen

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  • Eine süße Geschichte, die aber einfach keinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    Alina88

    Alina88

    20. November 2015 um 13:17

    Angezogen wurde ich durch dieses wunderschöne Cover. Da ich im Moment sehr auf den Vintagestil stehe, hatte ich sofort Lust in diesen kleinen Schmökerladen einzutreten und heraus zufinden, was er für mich bereithält. So startete ich also mit dem Lesen, merkte aber bald, dass ich etwas anderes von diesem Buch erwartet habe...Und so hatte zu Anfang ein wenig Schwierigkeiten überhaupt in das Buch rein zukommen, denn es konnte einfach nicht mein Interesse wecken. Ich wurde wirklich nur sehr langsam damit warm. Coco findet durch Zufall in einer ersteigerten Rumpelkiste eine Original Chanel Handtasche und begibt sich auf die Suche nach dem Besitzer. Dabei findet sie nicht nur die Besitzerin und ihre Geschichte dahinter, sondern noch viel mehr... Die erste Frage die ich mir selbst wirklich gestellt habe ist, ob man wirklich so viel Wirbel um eine Handtasche machen muss? Ich meine mir ist schon bewusst, dass es eine Original Handtasche von Chanel ist, aber nüchtern betrachtet ist es nur eine Handtasche. Und muss man dann auch noch unbedingt los ziehen und sich auf die Suche nachdem Besitzer machen?! Kann man sich nicht einfach tierisch über diese Tasche freuen und sie behalten oder teuer verkaufen? Aber so läuft das in einem Buch ja nicht...natürlich muss Coco wieder mehr in diesen Zufall interpretieren, eine Parallele zu ihrem Namen und ihrer verstorbenen Mutter ziehen und es sich zur Aufgabe machen heraus zufinden wieso diese teure Tasche in einer Rumpelkiste gelandet ist. Vielleicht kam ich deshalb nicht so gut in das Buch rein, weil ich das irgendwie nicht richtig nach vollziehen konnte. Coco ist also von Stadt zu Stadt gefahren und hat versucht die Besitzerin ausfindig zu machen um ihr diese Tasche zurück zugeben. Dabei lernt sie viele neue tolle Menschen kennen und verliebt sich sogar. Im Großen und Ganzen ist es wirklich eine süße Geschichte und ich mag das Ende sehr gerne. Aber was mich inhaltlich sehr gestört hat ist, dass im Laufe der Geschichte keine richtige Verbindung mehr zwischen Coco und ihrer verstorbenen Mutter hergestellt wurde. Dabei war am Anfang doch die Rede von einem verlorenen Brief und ich hätte mir sehr wirklich gewünscht, dass Coco noch über Zufall irgendwie an diesen Brief gerät. Mich hätte auch interessiert wie die Familie generell von dem Tod der Mutter erfahren hat und wie sich dann alles entwickelt hat. Auch der Schreibstil konnte mich einfach nicht überzeugen, ich hatte kaum Momente in denen ich einen Drang hatte weiter zulesen. Das fand ich doch sehr schade. Mein Fazit: Eine süße Geschichte, die ich aber nicht wirklich weiter empfehlen kann, da sie einfach keinen bleiben Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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  • Dem Geheimnis einer Handtasche auf der Spur - Wunderschön und unaufgeregt

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    talisha

    talisha

    28. October 2015 um 13:21

    Eigentlich hätte ich ja andere Bücher lesen wollen, doch irgendwas sprach mich an diesem Buch auf meiner Skoobe-Merkliste an und so zog ich es meinen SUB vor. Was Nettes ohne Ansprüche für Zwischendurch, war mein hauptsächlicher Gedanke. Und dann hat mich dieser "nette", kleine, unscheinbare Roman sowas von positiv überrascht:  Die 32jährige Coco wurde von ihrer Grossmutter aufgezogen und lebt immer noch mit ihr zusammen. Ihnen gehört ein Antiquitätengeschäft im irischen Dronmore. Coco liebt ihren Beruf und geht ganz in ihm auf. Das einzige was sie nicht mag, ist ihr Namen, denn fast jeder spricht sie darauf an, "Coco - wie Coco Chanel"? Ja, denn ihre Mutter, die vor fast 20 Jahren an einem Verkehrsunfall starb, war ein grosser Fan von der Modeschöpferin. Als Coco in einem Waschtisch eine echte Chanel-Handtasche inklusive einem darin versteckte Liebesbrief entdeckt, ist Coco so fasziniert davon, dass sie die Tasche samt Brief der rechtmässigen Besitzerin zurückgeben will. Die romantisch veranlagte und an Zeichen glaubende Coco denkt, dass ihre Mutter ihr durch die Tasche etwas mitteilen möchte - denn sie versprach ihr eines Tages genau so eine Tasche zu kaufen. Und auch wenn es kein Zeichen sein sollte, die Tasche möchte sie auf jeden Fall zurückgeben. Und so beginnt eine aufregende Reise durchs Leben einiger mit der Handtasche in Verbindung stehender Personen. Doch Coco muss sich auch mit ihrem direkten Umfeld auseinandersetzen. Dass Grossmutter Ruth in ihrem Alter und nach dem Tode von Ruths Ehemann wieder ein Liebesleben hat, muss Coco erst verarbeiten. Und Anna, Ruths ewig motzende Schwester, ist so schwierig, dass sie am besten nichts davon erfährt. Und wie kann Coco ihrer besten Freundin Cat helfen, die mit ihrem ältesten Sohn Mark Probleme hat?  Diese wundervolle Geschichte mit ihren authentisch wirkenden Charakteren überzeugt durch ihre Warmherzigkeit. Passieren tut viel, und dennoch ist der Roman unaufgeregt. So kommt zwar eine klitzekleine Liebesgeschichte darin vor, doch die ist so gekonnt in die Rahmenhandlung gesetzt, dass sie glücklicherweise nicht zum Hauptthema wird. Hauptthema bleibt das Rätsel um die Herkunft der Tasche. Und natürlich das "Glück", das im Titel vorkommt. Glück wird hier vor allem mit Zufriedenheit übersetzt: zufrieden sein mit dem was man hat und nicht immer noch mehr oder möglichst Ausgefallenes zu wollen.  Fazit: Die etwas andere Detektivgeschichte. Es ist ein Roman mit "Jö, herzig"-Faktor, der ohne Kitsch auskommt, dafür mit einigen Prisen Glücksstaub für das Wohlbefinden der Protagonisten am Schluss sorgt. Beeindruckte 5 Punkte.  

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  • lockerer Schreibstil, lebendige Dialoge, eine Portion Spannung und das nötige Maß an Gefühl

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    moni_ka2511

    moni_ka2511

    06. September 2015 um 19:43

    Meine Meinung   Das Buch beginnt mit Geschehnissen aus dem Jahr 1993. Coco’s Mutter schreibt einen Brief an Ihre Tochter, der die Empfängerin leider nie erreichen wird, weil die Schreiberin des Briefes bei einem Unfall ums Leben kommt, als sie diesen zur Post bringen will. Das folgende Kapitel spielt in der Gegenwart und ab hier wird die Geschichte aus Coco’s Sicht erzählt. In der Ich-Form beschreibt Coco Ihre Welt und bringt die verschiedenen Charactere dem Leser näher. Jeder Protagonist aus dem Buch ist sehr authentisch. Coco ist Antiquitätenhändlerin und führt gemeinsam mit ihrer Großmutter einen kleinen Antiquitätenladen in Irland. Auf der Suche nach neuen Stücken für ihren Laden, ersteigert sie bei einer Auktion einen alten Waschtisch zusammen mit einer Kiste voller Flohmarktgegenstände. Als sie die Kiste durchsieht, kann sie es kaum glauben – sie entdeckt eine originale Coco Chanel Handtasche. Eine Chanel 2.55 aus dem Jahr 1955. Cocos Mutter wollte immer, dass Coco eine Chanel-Handtasche besitzt… Als Coco im Seitenfach der Tasche einen Brief findet, sieht sie das alles als ein Zeichen und macht sich auf die Suche nach der Absenderin des Briefes. Vielleicht sollte die Handtasche ja gar nicht verkauft werden, und die Besitzerin ist auf der Suche nach ihr? Coco macht sich auf die Reise in die Vergangenheit der Chanel-Handtasche und deren Besitzerin. Immer wieder gerät sie mit ihren Recherchen in Sackgassen, gibt aber nicht auf. Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und macht Spaß. Trotz der teilweise etwas malancholischen Stimmung, versteht es die Autorin den Leser immer wieder zum Lächeln zu bewegen. Die Dialoge sind sehr unterhaltsam und Cocos „Reise“ wird zunehmend spannender. Auch wenn die Ereignisse teilweise vorhersehbar sind, hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Fazit Eine schöne Idee wurde hier sehr gut umgesetzt. Ein lockerer Schreibstil, lebendige Dialoge, eine Portion Spannung und das nötige Maß an Gefühl machen Coco & das Geheimnis des Glücks lesenswert. Teilweise sind die Ereignisse zwar vorhersehbar, manchmal befindet sich der Leser mit seinen Vermutungen aber auf dem Holzweg. Coco’s Handlungen waren für mich  – gerade gegen Ende – nicht immer nachvollziehbar, trotzdem hat das Buch einen ganz besonderen Charme und bietet unterhaltsame Lesestunden. Dafür gibt es entzückende 4 Sterne.

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  • Eine wunderschöne Geschichte -ein Geheimnis und viel Hoffnung.

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    21. August 2015 um 10:47

    Paris im November 1993 schreibt Sarah Swan einen Brief an ihre dreizehnjährige Tochter Coco. Sarah ist Antiquitätenhändlerin und derzeit in Frankreich auf der Suche nach neuen Schätzen für das Geschäft in Dunmore, Irland. Doch leider erreicht der Brief  nie seinen Empfänger, denn die Absenderin verunglückt tödlich in der Hauptstadt Frankreichs. S. 16 Die arme mademoiselle habe keine Change gehabt. Er glaubte, sie habe etwas in der Hand gehalten, einen Brief vielleicht, er sei jedoch nicht sicher, denn der eiskalte Wind habe das Papier auf Nimmerwiedersehen davongetragen. Fast zwanzig Jahre später geht die Handlung weiter. Inzwischen führt Coco das Geschäft und auch Großmutter Rose, die sie groß gezogen hat, ist ebenfalls nicht wegzudenken. Die Liebe zu Antiquitäten hat auch Coco im Blut. Einzig ihr Vorname ist für sie immer noch ein Störfaktor, denn sie hatte nichts gemeinsam mit der bekannten Modeschöpferin. Doch sie ist vernarrt in deren Sachen. Als sie eines Tage auf einer Auktion einen alten Waschtisch kauft, stellt sich später heraus, dass dieser einen wahren Schatz enthielt. Eine Coco-Chanel-Tasche der ersten Stunde, die Chanel 2.55. In dieser befindet sich in einem Geheimfach ein scheinbarer Liebesbrief von 1956. Als dies wirkt wie ein Magnet auf Coco. Teils zögerlich dann aber doch begibt sie sich auf Spurensuche. Nicht ganz einfach, denn sie muss wie so oft ihren eigenen Schatten überspringen. Ihre Suche gestaltet sich nicht ganz einfach, bis ihr das Glück auf die Sprünge hilft. Cocos Geschichte wie auch als Charaktere hat mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin schafft es den Leser durchgehend an das Buch zu fesseln. Ich konnte das Buch nur ungern beiseite legen, weil immer eine gewisse Spannung in der Luft lag. Oder war es Magie, Vorherbestimmung, den selbst die eigentliche Besitzerin der Tasche gespürt hatte? Konnte es sein, dass diese Tasche von Coco gefunden wurde? Die Gestaltung des Covers ist gut gewählt, farblich harmonisch. Es ist mir förmlich ins Auge "gesprungen". Ebenso der Klappentext, er verrät nicht zu viel, macht aber neugierig.

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  • Der Zauber von Chanel

    Coco und das Geheimnis des Glücks
    RosaEmma

    RosaEmma

    04. August 2015 um 18:35

    Dieses Buch von Niamh Greene, das ich euch heute vorstellen möchte, ist eine wunderbar beschwingte, witzige und zuweilen auch melancholische Lektüre. Der erfrischende Schreibstil der Autorin hat mich sofort gepackt, ich konnte den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Coco und das Geheimnis des Glücks zählt zu den Büchern, die den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt nehmen und ihn dann glücklich und berührt wieder absetzen. Diese originelle Geschichte mit ihren einzigartigen Charakteren, die die Autorin so gelungen porträtiert hat, werde ich bestimmt nochmals lesen, auch wenn ich den Plot bereits kenne. Sie offenbart viele Wahrheiten, die die Zeit überdauern und alle Generationen ansprechen. Dieses zauberhafte Buch ist ein Muss - nicht nur für Chanel-Fans. Eine Irin namens Coco Die 32-jährige Coco Swan betreibt gemeinsam mit ihrer Großmutter Ruth einen Antiquitätenladen im irischen Dronmore. Als ihr Freund Tom beschließt nach Neuseeland auszuwandern, folgt sie ihm nicht, sondern beendet zum Erstaunen aller die Beziehung und zieht zurück in ihre kleine Wohnung über dem Geschäft. Coco ist ein Phänomen, wenn es um Antiquitäten geht. Sie erkennt auf Antikmärkten und Auktionen blitzschnell die wertvollsten Stücke und weiß, wie man verhandelt. Ihr Wissen hat sie vor allem von ihrer Oma, denn ihre Mutter Sarah, Freigeist und Weltenbummlerin, starb bei einem Unfall, als Coco nicht mal 13 Jahre alt war. Ihre Mutter liebte Paris und benannte ihre Tochter nach ihrem berühmten Vorbild, Coco Chanel. Doch damit hat sie ihr keinen Gefallen getan, denn Coco findet ihren Namen fürchterlich, weil er ihres Erachtens Erwartungen weckt, die sie nicht erfüllen kann. Sie ist weder hübsch noch mondän, und mit Mode hat sie schon gar nichts am Hut. In Jeans, T-Shirt und abgewetzten Stiefeln gibt sie viel lieber Kurse zur Do-it-yourself-Verschönerung von Antiquitäten. Ein kostbarer Fund und eine alte Liebesbotschaft Eines Tages ersteigert sie auf einer Auktion einen antiken Waschtisch zusammen mit einigen dazugehörigen Krimskrams-Kisten. In einer dieser Kisten findet sie eine alte Chanel-Handtasche, die Coco zunächst für eine Fälschung hält. Als sich jedoch herausstellt, dass sie echt und dazu noch einer der ersten Prototypen ihrer Art ist, fühlt sich Coco seltsam berührt und muss ständig an ihre Mutter denken, die ihr versprach, ihr einmal eine solche Tasche zu kaufen. Beim Durchstöbern ihres kostbaren Fundes findet sie einen vergilbten Liebesbrief. Coco ist daraufhin mehr als entschlossen, die Tasche ihrer ursprünglichen Besitzerin zurückzugeben. Doch die Suche gestaltet sich äußerst schwierig. Wo soll sie anfangen? Warum wirft eine Frau eine so wertvolle Chanel-Handtasche einfach weg? Cocos Welt steht plötzlich völlig auf dem Kopf, aber sie gefällt sich in der Rolle der Detektivin und stellt zu ihrem Erstaunen fest, wie kreativ sie sein kann. Aber dann muss sie zu ihrer großen Enttäuschung erfahren, dass die Tasche einer alten, sehr reichen Dame, Tatty Moynihan, gehörte, die kürzlich verstorben ist. Damit könnte Coco es gut sein lassen und die Tasche einfach behalten, wenn da nicht der wunderschöne Liebesbrief wäre, der ihr so ans Herz geht. Und so macht sie sich auf die scheinbar aussichtslose Suche nach dem namenlosen Absender des Briefes, die sie nicht nur nach Paris, die Stadt ihrer Namensgeberin führt, sondern auch viele Überraschungen bereithält, von denen sie nie zu träumen gewagt hätte... Eine außergewöhnliche Geschichte mit liebenswert skurrilen Charakteren Neben der wirklich originellen Geschichte mit einigen unerwarteten Wendungen haben mich vor allem die Charaktere begeistert. Die am besten gelungene Figur ist meines Erachtens Cocos coole 70-jährige Oma Ruth, die sich nach dem Tod ihres Mannes Toy Boy Karl, den städtischen Metzger, zugelegt hat. Immer stilsicher und ungemein lebendig, steht sie im krassen Gegensatz zur scheuen, introvertierten Coco, die sich am wohlsten in ihrer kleinen Antiquitätenwelt fühlt und sich nicht traut zu leben. Ein besonders skurriler, aber nicht minder liebenswerter Charakter ist Ruths biestige Schwester Anna, die immer noch Schwarz trägt, obwohl ihr Mann schon jahrelang tot ist und der Ruths Lebensfreude ein Dorn im Auge ist. Auch Cocos beste Freundin, die attraktive, stets topmodische Cat, die dem altbackenen Hotel ihres Vaters gegen seinen Willen neues Leben einhauchen möchte und mit der Erziehung ihres pubertierenden Sorgenkindes Mark an ihre Grenzen gelangt, ist eine Klasse für sich. Während meiner Lektüre habe ich ständig gedacht, dass man dieses Buch unbedingt verfilmen müsste, denn es ist wirklich spritzig und sehr unterhaltsam.

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