Nic Pizzolatto Galveston

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Inhaltsangabe zu „Galveston“ von Nic Pizzolatto

New Orleans 1987: Das Leben des Syndikat-Killers Roy Cady nimmt eine abrupte Wendung, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird und sein Boss ihn wegen einer Eifersuchtsgeschichte umlegen lassen will. Nur knapp kann er dem Anschlag entgehen und dabei sogar ein junges Mädchen retten. Zusammen mit dessen kleiner Schwester fliehen sie an die texanische Küste und stranden in einem heruntergekommenen Motel in Galveston. Doch schnell sind ihnen Syndikat und Polizei auf den Fersen und Cady muss sich entscheiden, ob er sich allein in Sicherheit bringen oder zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung übernehmen will.

Ungekürzte Lesung mit Walter Kreye
6 CDs Laufzeit ca. 480 min

Spannend, melancholisch, hart. Super!

— Gruenente

Super Sprecher! - Guter Einstieg ins Genre "Noir-Krimi"

— iich_

Habe auf jeden Fall mehr erwartet vom Hörspiel!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

"Galveston" ist ein Gangster-Roman, bei dem, trotz rauer, klarer Worte und Taten, nur eine feine, unterschwellige Spannung aufkommt.

— Pounce

Weniger ein Krimi als eine Gangsterballade in typischer Südstaatenmanier, vorgetragen von einem kongenialen Walter Kreye.

— Xirxe

Kein spannender Krimi, nüchtern erzählt und geschrieben, trotzdem blutig und emotional.

— missmistersland

Ein Krimi? - Sorry, ich hatte viel mehr erwartet...

— Lesemaus_im_Schafspelz
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  • Wie lange noch

    Galveston

    walli007

    16. December 2016 um 13:44

    Der Auftragsaufräumer Roy Cady bekommt die Diagnose Lungenkrebs. Eigentlich könnte ihm also alles egal sein. Trotzdem will er nicht gerade jetzt sterben als ihm sein Boss, weil Roy angeblich ein Auge auf dessen Freundin geworfen haben soll, ein Falle stellen lässt. Letztlich überlebt Roy das Massaker und mit ihm eine junge Frau, die den Fallenstellern auf anderen Wegen zu Diensten sein sollte. Die beiden entfernen sich vom Ort des Geschehens. Roy weiß nicht warum, aber er erzählt von seiner Krankheit und Rocky macht den Vorschlag, sie könnten doch zusammen bleiben. Nicht, weil er sie braucht, aber vielleicht könnte er sie mal brauchen. Gewöhnt allein unterwegs zu sein, ist Roy unsicher, wie er sich zu diesem Vorschlag stellen soll. Als Rocky ihn überredet, ihre kleine Schwester abzuholen, möchte er allerdings am liebsten abhauen. Besonders zu Beginn überzeugt dieser Roman wegen seines ungewöhnlichen Ansatzes. Natürlich, denkt man, kann ein Verbrecher nicht sympathisch sein, aber so eine Diagnose ist auch für so einen nicht einfach zu verarbeiten. Und dann kommt so ein Mädchen daher, die fast wie eine Rettung erscheint vor der Aussicht, alleine sterben zu müssen. Wie lange hat er noch? Lohnt es sich überhaupt, sie auf die Bekanntschaft mit Rocky einzulassen. Oder soll er sie lieber gleich alleine lassen, schließlich wird er bald nicht mehr da sein. Die Gespräche Roys mit der jugendlich frischen Rocky, die ihn aufrütteln und seine eingefahrenen Gedanken durcheinander bringen, haben etwas Spezielles, welches einen großen Teil des Reizes des Buches ausmacht. Auch wie Rocky ihm die kleine Tiffany unterjubelt, ist mit Witz und Verve dargestellt. Je weiter allerdings die Handlung voranschreitet, desto mehr verliert sich dies und die Story wird zum einen ernster aber auch lückenhafter. Irgendwie bekommt man den Eindruck, dass Roy sich bei seinem Ritt auf der Rasierklinge geschnitten hat. Zwar ist er schließlich schon ein anderer Mensch geworden, dennoch wirkt er unvollendet. Vorgetragen wird dieses sehr gute Hörbuch von Walter Kreye, der die handelnden Personen mit seiner wandelbaren und sonoren Stimme zum Leben erweckt.

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  • Ein Killer wird zahm

    Galveston

    Gruenente

    02. October 2015 um 14:01

    Roy Cady ist der Mann fürs Grobe. Er ist Killer.Nachdem sein Chef sich seine Freundin geangelt hat will er Roy loswerden und lock ihn in eine Falle. Doch Roy schafft es sich und die junge Prostituierte Rocky zu retten. Sie verlassen New Orleans gemeinsam Richtung Galveston. Ein Ort, in dem Roy mal eine schöne Zeit erlebt hat. Ausserdem hat Roy Krebs und will nur noch ein paar angenehme Monate verbringen. Er versucht sein Leben zu regeln, wird sentimental. Die Umwelt lässt ihn aber nicht in Ruhe. Mit Rocky und dem kleinen Mädchen das sie unterwegs noch einladen, hat er auch nur Ärger am Hals, Immer, wenn etwas einigermassen gut läuft, kommt eine dramatische Änderung. Viele jahre später, Roy hat den Krebs besiegt, holt ihn die Vergangenheit erneut ein. Sehr melancholisch, ahbe ich plötzlich Verständnis für einen Mann aufgerbacht, der mir vom Character und der beschreibung her eingetlich total unsympathisch ist. Doch ein Blick hinter Roys Fassade lohnt sich!

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  • Leserunde zu "Galveston" von Nic Pizzolatto

    Galveston

    DER AUDIO VERLAG

    Der erste Roman »Galveston« von Nic Pizzolatto, dem Erfolsautor von »True Detektive«, gelesen von Walter Kreye, kommt jetzt frisch in die Läden! Roy Cady hatte einen schlimmen Tag – zuerst wird bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert und dann will ihn auch noch sein Boss umlegen lassen. Bei einem Anschlag auf ihn, rettet er nicht nur sich, sondern auch einen Teenager, mit der er sich fortan auf der Flucht befindet … Zum Inhalt: New Orleans 1987: Das Leben des Syndikat-Killers Roy Cady nimmt eine abrupte Wendung, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird und sein Boss ihn wegen einer Eifersuchtsgeschichte umlegen lassen will. Nur knapp kann er dem Anschlag entgehen und dabei sogar ein junges Mädchen retten. Zusammen mit dessen kleiner Schwester fliehen sie an die texanische Küste und stranden in einem heruntergekommenen Motel in Galveston. Doch schnell sind ihnen Syndikat und Polizei auf den Fersen und Cady muss sich entscheiden, ob er sich allein in Sicherheit bringen oder zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung übernehmen will. Hier geht es zur Hörprobe: Für die neue Hör-Runde verlosen wir unter allen Teilnehmern acht Hörbücher zum Erscheinungstermin! Wenn ihr den Inhalt lieber lesen wollt, dann schaut mal bei der Lese-Runde von Metrolit vorbei – sie verlosen unter allen Teilnehmern acht Bücher! Was ihr dafür tun müsst? Antwortet kreativ auf unsere Frage: Stell dir vor man ist dir aus irgendwelchen Gründen auf den Fersen und du musst fliehen – wohin flüchtest du uns wie stellst du es an, dass du nicht geschnappt wirst? Schreibt hier eure kreativen Beiträge bis einschließlich Dienstag, 26.08.2014. Die glücklichen Gewinner werden dann direkt am 27.08.2014 von unserer Glücksfee gezogen und benachrichtigt. Die Gewinner sind gebeten, im Anschluss an die Hör-Runde ihre Rezensionen hier bei lovelybooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Vielen Dank! Bei Fragen stehen wir euch selbstverständlich wie immer gerne zur Verfügung :). Liebe Grüße, euer DAV-Team

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    • 122
  • "Noir-Krimi" mit tollem Sprecher

    Galveston

    iich_

    02. January 2015 um 11:44

    Roy wird von seiner Freundin verlassen, er erhält die Diagnose Lungenkrebs und zu allem Übel will ihn auch noch sein Chef töten lassen. Gemeinsam mit der jungen Rocky flieht Roy, doch gelingt es ihm sein Leben wieder in die richtigen Bahnen zu leiten? Bei „Galveston“ handelt es sich um einen „Noir-Krimi“, dessen Genre mir bisher weder bekannt war, noch habe ich daraus auch nichts gelesen und gehört. Man begleitet Roy und Rocky auf ihrem Road-Trip in die Sicherheit. Von Zeit zu Zeit hat man das Gefühl, dass die Geschichte still steht, doch es kommen immer wieder unerwartete Wendungen auf. Die Geschichte lebt von ihren Figuren, welche wirklich fabelhaft ausgearbeitet sind und zwei Antihelden wurden so für mich zu Helden. Der Sprecher des Hörbuchs Walter Kreye war für die Geschichte, die Roy uns erzählt, einfach eine hervorragende Wahl, seine rauchige Stimme hat mir einige Autofahrten verkürzt. Alles in allem hatte „Galveston“ einige Längen, was für mich der Sprecher mit seiner Stimme wieder wettgemacht hat und so war das Hörbuch für mich ein positiver Einstieg in das Genre des „Noir-Krimi“.

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  • Hatte mir leider sehr viel mehr vorgestellt

    Galveston

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2014 um 14:29

    Inhalt: New Orleans 1987: Das Leben des Syndikat-Killers Roy Cady nimmt eine abrupte Wendung, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird und sein Boss ihn wegen einer Eifersuchtsgeschichte umlegen lassen will. Nur knapp kann er dem Anschlag entgehen und dabei sogar ein junges Mädchen retten. Zusammen mit dessen kleiner Schwester fliehen sie an die texanische Küste und stranden in einem heruntergekommenen Motel in Galveston. Doch schnell sind ihnen Syndikat und Polizei auf den Fersen und Cady muss sich entscheiden, ob er sich allein in Sicherheit bringen oder zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung übernehmen will. Mein Fazit: Im ersten Moment hört sich der Inhalt sehr spannend an und man beginnt Vorstellungen dazu zu entwickeln. Leider wurden meine Erwartungen wiedererwartet nicht erfüllt. Mir fiel es sehr schwer einen Zugang in der Geschichte zu finden. Denn unter einen Krimi verstehe ich mehr, als dass, was mir geboten wurde. Mit jeder CD erfährt man mehr aus dem Leben von Roy und Rocky, einem Mädchen, dass Roy gerettet hat. Beide haben gemeinsame, dass ihre Vergangenheiten nicht sehr rosig waren und beiden nun vor Aufgaben stehen, welche sie eigentlich nicht alleine bewältigen können. Mir fiel es sehr schwer, mir die letzte CD anzuhören, da sich bis zu dieser die ganze Geschichte nur hingezogen hat, ohne das etwas wirklich spannendes passierte. Zum Glück passierte in der letzten CD etwas mehr Action, wofür ich auch ganz dankbar war. Endlich kommen verschiedene Emotionen rüber und Roy entwickelt sich zum endgültigen Helden. Dennoch habe ich mehr Spannung und Action erwartet vom Hörbuch. Man hätte sehr viel mehr daraus machen können. Auf jeden Fall. Da mir die rauchige und tiefe Stimme des Erzählers Walter Kreye so gut gefallen hat und zum Schluss noch Fahrt in die Geschichte aufkam, vergebe ich wenigstens noch 3 von 5 möglichen Sternen.

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  • Galveston

    Galveston

    Blaustern

    23. October 2014 um 16:12

    Roy Cady ist seit langen Zeiten ein Syndikat-Gangster. Dann dreht sich sein Leben plötzlich, als er von seinem Arzt erfährt, dass er Lungenkrebs im Endstadium hat. Noch dazu vermutet er, dass ihn sein Chef aufgrund Eifersucht bei seinem nächsten Auftrag umbringen lassen will. Doch Roy gelingt die Flucht, wobei er sogar noch Rocky, einem jungen Mädel, das Leben rettet. Zusammen mit ihrer kleinen Schwester, die sie nicht zurücklassen will, begeben sie sich an die mexikanische Küste nach Galveston in ein altes Motel, und Roy fühlt sich für die beiden schon bald immer mehr verantwortlich. Am Anfang geht es zwar durchaus rabiat und blutig zur Sache, und der Krimi, als den das Hörbuch bezeichnet wird, beginnt spannend. Doch bald beginnt die Handlung dahinzuplätschern, und es passiert nicht mehr so viel. Action und Verfolgungsjagden oder Ermittlungsarbeiten gibt es hier nicht, so würde ich es auch eher als einen Gangster-Roman bezeichnen, denn Roy erzählt hier seine Lebensgeschichte, beginnend mit dem Tag, als er von seiner tödlichen Krankheit erfährt. Immer wieder gibt es Rückblicke in seine Vergangenheit, die alles andere als rosig war, ebenso Rockys, was dann doch wieder sehr interessant ist und die Neugier auf mehr Inhalte weckt. Die leise Spannung nimmt man unbewusst wahr. Am Ende jedoch gibt es einen runden und sehr emotionalen Abschluss, den man so nicht erwartet hat und der wirklich sehr gut gelungen ist. Walter Kreye mit seiner tiefen Stimme trägt die Geschichte besonnen dar und passt einfach perfekt dazu.

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  • Für mich leider enttäuschend mau

    Galveston

    Lesemaus_im_Schafspelz

    Roy Cadys Leben nimmt eine Wendung, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird und er – der Killer – nun selbst zum Gejagten wird, da es sein Boss auf ihn abgesehen hat. Auf der Flucht gelingt es ihm sogar noch, das Leben eines jungen Mädchens zu retten, das er mit an die Küste, nach Galveston, nimmt, wo sie in einem billigen Motel unterkommen. Doch bald schon ist ihm nicht nur die Polizei auf den Fersen… Was sich spannend anhört, entpuppte sich für mich leider als eher maue Unterhaltung. Ich hatte das Vergnügen, in die Hörbuchversion hineinhören zu dürfen, war auf Walter Kreye als Sprecher wieder sehr gespannt, da ich von ihm bisher immer Gutes anhören durfte. Doch hier fand ich ihn etwas fad, schmucklos, fast schon langweilig. Vermutlich ist dies gewollt, damit es zur Handlung passt, daher nehme ich es so zur Kenntnis. Es fiel mit schwer, einen Zugang zu der Story zu finden, die als „Krimi“ gekennzeichnet war, dies in meinen Augen aber nicht so wirklich ist. Man erfährt nach und nach Teile aus Roys Leben und dem von Rocky, dem Mädchen, das er gerettet hat. Beide verbindet, dass die es nicht leicht hatten bisher und sie nun, jeder für sich, vor schier unlösbaren Aufgaben stehen. Hier fand ich die Schilderungen, ihre Verbindung zueinander, auch ganz nett. Aber letztlich hat sich bei mir nie wirklich Spannung aufgebaut, so dass ich fast schon froh war, als ich die letzte CD einlegen konnte und wusste, nun kommt es bald zum Schluss, entweder mit noch interessanten Auflösungen oder eben auch ohne. Es gab überraschenderweise noch etwas mehr Aktion, ein bisschen was von unterschiedlichen Emotionen, der Antiheld Roy erhebt sich zu wahrer Größe, was ich sehr angenehm fand. Dennoch bin ich insgesamt nicht überzeugt von der story, hatte einfach mehr erwartet, vor allem mehr Spannung. Da mir jedoch der Schluss und insgesamt auch Walter Kreye recht gut gefallen haben, komme ich noch auf 2,5 Sterne, die ich aber auf Grund des nicht so tollen Gesamteindrucks leider abrunden muss.

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    • 5
  • Ruhiger Gangster-Roman mit unterschwelliger Spannung

    Galveston

    Pounce

    "Die Tür war geschlossen, deshalb setzte ich mich an die Bar und bestellte ein Bier. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich bald sterben würde, änderte meine Bestellung und verlangte einen Johnny Walker Blue." - "Galveston" von Nic Pizzolatto, gelesen von Walter Kreye, erschien bei "Der Audio Verlag" als ungekürzte Lesung auf 6 CDs. Roy Cady ist ein vierzigjähriger Syndikat-Gangster und Schuldeneintreiber, der auf eine lange Karriere in diesem Milieu zurückblicken kann. Eines morgens wird ihm von seinem Arzt Lungenkrebs diagnostiziert, doch er hat niemanden mit dem er über sein Leiden reden kann. Doch die schlechten nachrichten reißen nicht ab. Er vermutet, dass ihn sein Boss wegen einer Eifersuchtsgeschichte noch am selben Tag umlegen lassen will. Aufgrund dieser Vorahnung kann er noch knapp einem Hinterhalt  entkommen und rettet dabei sogar noch einem jungen Mädchen namens Rocky das Leben. Er begibt sich mit ihr und ihrer kleinen Schwester auf die Flucht an die texanische Küste. Er versucht in einem schäbigen Motel in Galveston unterzutauchen, jedoch entwickelt er mit der Zeit ein gewisses Verantwortungsgefühl für die beiden Mädchen. Soll er sich allein in Sicherheit bringen oder den beiden Mädchen helfen, deren Vergangenheit ebenso trostlos und grausam war wie seine eigene? In "Galveston" erzählt Roy Cady seine Lebensgeschichte. Dabei setzt er am Wendepunkt seines Lebens an, was für ihn der Tag seiner Krebsdiagnose ist. Immer wieder erinnert sich Roy dabei an seine jüngeren Jahre. Doch schnell wird klar, dass Roy diese Geschichte Jahre später erzählt, als alter, gebrechlicher Mann. Diese Zeitsprünge sind interessant und schüren die Neugier darauf zu erfahren, wie es dazu kam, dass Roy doch noch so viele Jahre leben konnte und was aus Rocky und ihrer Schwester wurde. Im Verlauf der Geschichte wird immer klarer, dass die Erzählung in sich sehr ruhig ist und nur eine unterschwellige Spannung aufgebaut wird. Die Verbindungen zwischen Rocky und Roy werden immer stärker, je mehr aus der Vergangenheit der beiden erfährt. Trotz rauer, klarer Worte und düsteren Erzählungen, plätschert die Geschichte nur so vor sich hin, ohne dass der Hörer wirklich "dabei" ist. Einzuordnen ist diese Geschichte unter "Roman noir" oder als "Gangster-Roman". Ein typischer Kriminalroman ist es jedoch nicht, da es keine Ermittlungen beinhaltet und wir fast ausschließlich über die Lebensgeschichte des Antihelden erfahren. Das Ende wartet schließlich mit einem interessanten, actionreichen Showdown auf und schlägt zudem gekonnt eine emotionale Brücke zum Anfang der Geschichte. Dennoch kann der gelungene Schluss nicht darüber hinweg täuschen, dass dem Roman auf langer Strecke schlicht die Spannung fehlte. Walter Kreye hat die perfekte "Thriller-Stimme" - rauchig, tief, aber dabei sehr angenehm im Vortrag. Ab und zu wirkt er etwas nüchtern und eindimensional, was allerdings auch durch die Erzählform bedingt sein kann. Vor allem die Dialoge hätten etwas emotionaler und facettenreicher gelesen werden können, aber leider gab diese monotone Geschichte auch diesbezüglich nicht viel her. "Galveston" ist ein Gangster-Roman, bei dem, trotz rauer, klarer Worte und Taten, nur eine feine, unterschwellige Spannung aufkommt und somit nicht gänzlich überzeugen kann.

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    • 2
  • Galveston

    Galveston

    flower

    18. September 2014 um 08:29

    Ich durfte das Hörbuch des Romans Galveston hören und da ich die Serie "True Detektives" toll finde, hatte mich mich auf einen spannenden flotten Krimi eingestellt und gefreut. Das Hörbuch begann auch durchaus spannend und mit ein paar Toten. Auch die Ausgangssituation des schwer erkrankten Auftragskillers fand ich ansprechend und erinnerte mich an vergangene John-Wayne-Zeiten. Walter Kreye liest ruhig und unaufgeregt, was ich eigentlich als angenehm empfand. Jetzt kommt mein großes ABER. Schon recht bald habe ich mich sehr gelangweilt, denn es passiert kaum etwas in dieser Geschichte. Weder kam eine große Krimihandlung noch sonstige Action. Und was ich anfangs als durchaus passend fand, kehrte sich dann ins Gegenteil und Walter Kreyes ruhige Art schläferte mich ständig ein und ich quälte mich so durch das Hörbuch. Am Schluss kommt es nochmals zu einer Art Showdown und dann wird noch die Geschichte eines kleines Mädchens fertig erzählt, welches für den Mann in seiner Krankheit eine wichtige Rolle gespielt hat. Der Autor rundet also die Erzählung durchaus sinnvoll zu einem runden Ende ab. Aber da er mich dazwischen bereits als begeisterten Hörer verloren hatte, konnte mich der Ausgang dieses Romans auch nicht mehr wirklich überzeugen. Leider nur 2 Sterne - hab noch nie so wenig vergeben. Vielleicht hätte es mir als buch einen Hauch besser gefallen. Der Erzählstil ist anspruchsvoll. Aber ansonsten war es gar nicht mein Fall. :-( Leider.  

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  • Es ist zwar kein Krimi, aber trotzdem gut

    Galveston

    Xirxe

    16. September 2014 um 12:47

    Roy Cady hat gerade keinen guten Lauf. Erst erklärt ihm der Arzt, dass er Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium habe; dann erteilt ihm sein Boss einen Auftrag, allerdings mit der Absicht ihn dabei umbringen zu lassen. Doch der Plan geht schief und Cody gelingt es zu flüchten. Mit dabei ist die junge Rocky, der er das Leben rettete sowie einige brisante Unterlagen, die seinen nunmehr Exboss derbe Schwierigkeiten machen könnten. Auf ihrer Flucht nehmen sie noch (gegen den Willen Roys) Rockys kleine Schwester Tiffany mit und mieten sich in Galveston an der texanischen Küste in einem schäbigen Motel ein. Angekündigt wird diese Geschichte als Krimi bzw. Krimi Noir. Doch wer nun einen spannenden Reißer mit actionreichen Verfolgungsjagden oder ähnlichem erwartet, wird wohl enttäuscht sein. Sieht man von der Rahmenhandlung ab, einem überaus blutigen und gewalttätigen Beginn und (Fast)Ende, kann man das Ganze wohl eher als Introspektion eines Gangsters bezeichnen, der angesichts seines nahestehenden Todes eine Art Bilanz seines Lebens zieht, die nicht gerade berauschend ausfällt. Doch bevor er resigniert den Whiskyflaschen verfällt, entdeckt er eine weitere Seite an sich: Gegen seinen Willen beginnt er, sich für Rocky und ihre kleine Schwester verantwortlich zu fühlen... Auch wenn die üblichen Action- bzw. Spannungselemente fehlen, mich hat diese Ich-Erzählung des Syndikat-Killers Roy Cady in seinen Bann gezogen, nicht zuletzt auch aufgrund der genialen Lesung Walter Kreyes. Seine leicht raue Stimme und sein lakonischer Tonfall geben die Person Roys überzeugend wieder - nichts wirkte aufgesetzt oder gekünstelt. Eine gute Geschichte in typischer Südstaatenmanier mit einem ebenso guten Vorleser!

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  • Nüchterner Gangster-Roman

    Galveston

    missmistersland

    16. September 2014 um 08:48

    Inhalt: New Orleans 1987: Das Leben des Syndikat-Killers Roy Cady nimmt eine abrupte Wendung, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wird und sein Boss ihn wegen einer Eifersuchtsgeschichte umlegen lassen will... Meine Meinung: Walter Kreye ist der perfekte Leser für dieses Buch, mit seiner rauchigen tiefen Stimme. Es ist eine Art Gangster-Krimi, welcher von zwei Wochen im Leben von Roy erzählt. Die Figuren sind toll ausgearbeitet und man kann der Story von Anfang bis Ende folgen. Die Art der Roman/Krimi geschrieben ist schön bildlich, und ohne zu viele sinnlose Details. Besonders das Ende ist großartig und nicht unbegingt so zu erwarten. Man darf keinen spannenden Krimi oder eine rasante Verfolgung oder ähnliches erwarten. Dieser Roman/Krimi ist nüchtern und doch blutig und emotional. Ein tolles Buch, wenn man weiß was einen erwartet, welches ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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