Nic Stone

 4,5 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor von Dear Martin und Dear Martin.

Lebenslauf von Nic Stone

Nic Stone ist die New-York-Times-Bestsellerautorin von »Dear Martin«, »Odd One Out«, »JackPot« und »Clean Getaway«. Sie wuchs in einem Vorort von Atlanta auf.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nic Stone

Cover des Buches Dear Martin (ISBN: 9783499218330)

Dear Martin

 (61)
Erschienen am 24.04.2018
Cover des Buches Dear Martin (ISBN: 9781101939499)

Dear Martin

 (8)
Erschienen am 17.10.2017

Neue Rezensionen zu Nic Stone

Cover des Buches Dear Martin (ISBN: 9781101939499)Paperboats avatar

Rezension zu "Dear Martin" von Nic Stone

When racial inequality hits...
Paperboatvor 2 Monaten

Justyce McAllister is a smart young man, bound for an Ivy League college the following year. He gets good grades, is the captain of the debate team and he likes to hang with his best friend Manny. Only he is not very fond of Manny's other friends who often like to argue that racial inequality isn't a real thing. Even if Manny wouldn't admit it Justyce knows his friend struggles with some comments, because he himself does too. But both of them know that by handling racial comments a certain way they get branded as either too agressive  or too sensitive.


After a party Justyce wanted to make sure his drunken ex girlfriend doesn't get into her car to drive home from by herself he. That night Justyce ends up in handcuffs. Released with an apology, Justyce of course knows it could've been much worse. After his experience with the police he starts a journal, writing to Martin Luther King in hope to find some answers - since he studied the teachings of Dr King he thought this kind of coping a good idea. But then the worst case happens as he watches Manny gets killed by a cop in his car while they were listening to music the cop decided is too much ghetto-like.


A colleague of mine recommended Nic Stone's 'Dear Martin' to me after we talked about Angie Thomas' 'The Hate U Give'. It's one of those very vital and powerful books that I wanted to read to remind myself about the unfair privileges which come with my white skin colour and of which I am often not aware of. I find it important to recognise the struggles that others have in this world. I hope that reading about these struggles and these inequalities, I become more aware of the things (starting with my behaviour and language) that have to change. I mean you gotta start somewhere right?

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Cover des Buches Dear Martin (ISBN: 9783499218330)momos_bookplanets avatar

Rezension zu "Dear Martin" von Nic Stone

Eine herzzerreißende Geschichte!
momos_bookplanetvor 5 Monaten

Dear Martin von Nic Stone

John Green hat dieses Buch als Kraftvoll, Herzzerreißend und absolut Lesenswert beschrieben. Ich kann diesem nur zustimmen. Ich weiß nicht was ich noch hinzufügen soll. Ich habe es zum Teil mit offenem Mund gelesen. An manchen Stellen wurde ich so sauer, dass ich fast meinen E-Rader zerstört hätte. Ich habe mit dem Buch gesprochen und meine Frau hat mich schon komisch angeschaut. Manche Stellen sind mir nur zu schlicht rüber gekommen, aber ansonsten.. ihr solltet es lesen. Es geht um Polizeigewalt, um Rassismus, um Freundschaft und um die Liebe. Um Justice, um Manny und um Sarah-Jane. Lasst euch selber von diesem Buch überwältigen. 4/5 Sterne!

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Cover des Buches Dear Martin (ISBN: 9783499218330)LiveReadLoves avatar

Rezension zu "Dear Martin" von Nic Stone

Großartig!
LiveReadLovevor 9 Monaten

Rezension vom 07. Juli 2020


INHALT

Justyce McAllister geht auf eine privilegierte High School, die ihm die beste Ausbildung ermöglicht. Er steht kurz vor seinem Abschluss, hat bereits die Zusage für Yale erhalten und freut sich auf seine wunderbare Zukunft. Als er eines abends seiner betrunkenen, Weißen,  Freundin helfen möchte, wird Justyce grundlos verhaftet. Sein einziges Verbrechen scheint zu sein, dass er Schwarz ist, denn der Polizist will seine Erklärungen nicht hören und nur mit einer Anwältin gelingt es, ihn wieder frei zu bekommen. Zum ersten Mal erlebt Justyce auf diese Weise Rassismus und für ihn ist es wie eine Art Erwachen. Er startet ein kleines Projekt für sich selbst und schreibt Briefe an Martin Luther King. Er möchte wie er werden. Den Kampf kämpfen aber keine Gewalt anwenden..


Durch die Black Lives Matter Bewegung und den vielen Buchempfehlungen, die aus dem #BlackBooksMatter hervorgingen, bin ich auf „Dear Martin“ aufmerksam geworden. Das Buch ist bereits 2018 erschienen und ich hatte zuvor noch nichts davon gehört. Sehr schade, denn diese Geschichte hat mein Herz erreicht.

Justyce ist ein 17-jähriger Jugendlicher wie alle. Er trifft sich mit seinen Freunden, hat eine On-Off-Beziehung mit einer schönen Mitschülerin, bereitet sich gewissenhaft auf seinen Abschluss vor, ist im Debattierclub, zockt gerne. Er ist freundlich, hilfsbereit und ist glücklich. Bis diese eine Nacht, ihm die Augen öffnet. Für Justyce war sein Schwarz-Sein nie ein Problem. Er ließ all die versteckten Rassismen seiner Mitschüler*innen einfach an sich abprallen. Doch dann wird er verhaftet, weil er seiner Ex-Freundin helfen möchte, die betrunken Auto fahren will. Der Polizist hört ihm nicht zu, ist grob, laut und gefährlich. Es ist ihm egal, dass Justyce auf eine renommierte High School geht. Es ist ihm egal, dass Justyce nur helfen wollte und sich nie etwas zuschulden hat kommen lassen. Er sieht nur Justyce Hautfarbe und lässt die Handschellen klicken. Der 17-jährige ist erschüttert und empfindet diese Verhaftung als eine Art Erwachen. Plötzlich erkennt er wie rassistisch sein Umfeld wirklich ist. Wie unsensibel seine Mitschüler*innen sind. Wie wenig sie seine Situation nachvollziehen wollen, denn als in seinem Debattierclub die Thematik Rassismus aufkommt, gehen alle Weißen Teilnehmer*innen in eine Abwehrhaltung. Sie alle nehmen Justyce oder Manny, seinen einzigen Schwarzen Freund, als Beispiel, dass sie ja auf keinen Fall Rassisten sein könnten. Schließlich haben sie ja einen Schwarzen Freund. Doch so einfach ist das nicht und es wird realistisch dargestellt, dass „White Fragility“ keine Erfindung ist. Sie ist da und sie lässt sich genau in solchen Situationen sehr leicht darstellen. Denn White Fragility ist genau das: weiße Menschen möchten sich nicht mit ihrer rassistischen Sozialisation und den gesellschaftlichen Privilegien ihrer Hautfarbe auseinandersetzen, sie wollen das alles nicht hören, weil sie sich nicht damit auseinandersetzen möchten.

Genau das erlebt Justyce und ist schockiert. Schockiert von seinen sogenannten Freunden. Schockiert von sich selbst, dass er so lange blind durch die Welt lief. Und vor allem schockiert von der Welt an sich. Wie konnte er so lange nicht sehen, was für alle klar auf der Hand lag? Er würde immer härter kämpfen müssen, um dorthin zu gelangen, wo seine weißen Freunde längst sind. Er würde immer mehr tun müssen, um sich die Anerkennung zu verdienen, die seine weißen Freunde immer schon bekommen. Er würde sehr viel öfter von der Polizei angehalten werden und genau das würde jedes Mal gefährlich werden. Für ihn und sein Leben.
Mit all diesen Gedanken setzt sich der 17-jährige auseinander. Er schreibt Briefe an Martin Luther King, der für ihn zu einer Art Vorbild wird. Justyce möchte selbst einen ähnlich Weg beschreiten. Er will gegen Rassismus kämpfen aber keine Gewalt anwenden. Er möchte einen ruhigen Weg finden, seine Mitschüler*innen für das Thema sensibilisieren. Doch ihm fehlt das „wie“. Wie soll er seine Situation klar machen? Wie soll er seinen Schmerz klar machen? Sie wollen ihn nicht hören. Niemand will ihn hören.

Während des Lesens der Geschichte habe ich mehrmals geweint, weil ich nicht wusste, wie ich mit diesem Schmerz, den Justyce erleiden muss, zurecht kommen soll. Es steht mir eigentlich nicht zu, darüber Tränen zu vergießen, denn ich lebe ein privilegiertes Leben als weiße Deutsche, die mit ihrem blonden Haar und den hellen Augen niemals Rassismus erfahren wird. Doch ich möchte mich besser verhalten. Ich möchte besser sein, als die Mitschüler*innen eines 17-jährigen, die ihm nicht zuhören und weiter ihre Rassismen reproduzieren. Ich will lernen, mein Verhalten und Denken zu ändern. Und dieses Buch zu lesen war ein weiterer schmerzvoller Schritt, der erneut die Ungerechtigkeit dieser Situation auf schreckliche Weise darstellt. Es lässt sich nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, doch auch hier gibt es Polizeigewalt gegen Schwarze. Auch hier wird Rassismus betrieben, denn Schwarze Menschen werden so viel öfter von der Polizei angehalten, durchsucht oder nach ihren Ausweispapieren gefragt. In Amerika spielt der Waffeneinsatz allerdings noch eine größere Rolle, denn dort wird sehr viel schneller geschossen als bei uns.

„Dear Martin“ ist unfassbar gut geschrieben. Es ist beeindruckend wie Nic Stone auf diesen wenigen Seiten ein Gefühl vermittelt, das ich kaum in Worte fassen kann. In einem Wimpernschlag wird das Leben von Justyce verändert, um direkt danach erneut erschüttert zu werden. Die zweite Situation möchte ich nicht näher benennen, da es ein enormer Spoiler wäre, doch das hat mich völlig fertig gemacht. Und doch bildet es die Realität ab. Nic Stone hält nichts zurück. Sie schreit uns weißen Menschen die Wahrheit förmlich ins Gesicht. Sie ruft uns zu, dass wir endlich etwas ändern müssen, um all dieses Leid zu stoppen. Nur, wenn wir unsere Privilegien überdenken, unser Handeln verändern, nur so, können wir helfen. Und wir müssen.

FAZIT

Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite schmerzhaft und das macht es umso wichtiger. Es bildet die Realität ab. Es zeigt, was tagtäglich geschieht und dass wir es in der Hand haben, etwas an der Situation zu ändern. Wir müssen nicht nur dann für Schwarze Menschen kämpfen, wenn es schicklich ist, sondern immer. Jeden Tag. Immer wieder. Es wird sich nichts ändern, wenn wir leise sind. Wir müssen uns weiterbilden, zuhören, lernen und mit unserer veränderten Denkweise immer mehr weiße Menschen dazu bringen, wie wir zu werden. Antirassistisch. „Dear Martin“ zeigt, wie unabdingbar es ist, dass wir endlich etwas tun. Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen, denn es hat mich von Anfang bis Ende mitgenommen. Es kann helfen ein letzter Anstoß zu sein, um sich endlich der eigenen Privilegien bewusst zu werden. Es kann helfen sich klar zu werden, dass etwas getan werden muss. Und das finde ich großartig.




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