Dear Martin

von Nic Stone 
4,6 Sterne bei19 Bewertungen
Dear Martin
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Schonungslos offen, ehrlich und herzzerreißend - dieses Buch muss man gelesen haben!

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Inhaltsangabe zu "Dear Martin"

"Absolut unglaublich, ehrlich und herzzerreißend!"
Angie Thomas, Autorin von 'The Hate U Give'
Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale – doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017.
Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne — und weiße – Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499218330
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:24.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Ianocvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Kurz, direkt und effektiv.
    Aus der Komfortzone rauskommen

    Als Antwort auf The Hate U Give erfuhr besonders die amerikanische  Buchszene eine Geburtenwelle von Jugendbüchern, die sich mit der #blacklifesmatter-Bewegung auseinandersetzen. Dear Martin ist eines der Kinder dieser Welle und ein stolzes noch dazu.

    Diese Geschichte handelt von Justyce, einem fleißigen Schüler in seinem letzten Jahr, der sich direkt auf dem Weg zu Yale hinaufarbeitet. Aber das macht für den Polizisten, der ihn ohne Rechtfertigung festnimmt, keinen Unterschied. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Justyce mit direktem Rassismus konfrontiert - oder vielleicht hat er bisher auch einfach nie hingesehen und hingehört. Denn nun bemerkt er, wie die Vorurteile fest in seinem Alltag verankert sind und in den verschiedensten Weisen zum Ausdruck kommen. Er sucht Hilfe in seinem Vorbild Martin Luther King, dem er Briefe schreibt, um seine Gedanken eine Heimat zu geben. Dann kommt der Tag, an dem er und sein Freund angeschossen werden - und Justyce fragt sich, ob Veränderung überhaupt möglich ist.

    Diese Geschichte kann man in einem Durch lesen, nicht nur aufgrund ihrer Kürze, sondern auch wegen dem Format. Neben den Briefen an Martin Luther King, gibt es neben der primären Erzählung auch Reporte, Skripten und Artikel. Die Autorin hält sich auch nicht viel mit ausschweifender Prosa auf, sondern überzeugt von ihrem Standpunkt mittels dem Gebrauch einfacher Worte. Gerade für Jugendliche bietet Dear Martin einen leicht zugänglichen Berührungspunkt zu einer schweren Thematik. Justyce ist ein guter Junge, der neben seinem Ziel eine Elite-Uni zu besuchen, sich mit ganz typischen Herausforderungen eines Teenagersleben konfrontiert sieht. (Vor allem die Herausforderung "Mädchen")
    Ich finde, er ist eine wunderbare Stimme der Jugendbuchszene, von denen es gern mehr geben könnte/dürfte/sollte.

    Ich möchte dieses Buch wirklich nicht mit THUG vergleichen, da die beiden sich vor allem vom Stil her voneinander grundlegend unterscheiden. Doch sie haben dieselbe Thematik und auch wenn sie sich in ihrer Botschaft nicht wiederholen, so ergänzen sie sich wunderbar miteinander. Während in THUG eine weibliche schwarze Jugendliche Zeuge einer rassistischen Ungerechtigkeit wird, haben wir es in Dear Martin mit einem schwarzen Jungen zu tun, der (buchstäblich) in der direkten Schusslinie von Xenophobie steht. Man erhält dadurch einen Einblick auf die sozialen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die einerseits subtil (Rassismus ist Rassimus, ganz gleich wem er gilt), anderseits doch unübersehbar sind. Es gibt auch ein besseres Verständnis der schwarzen Bevölkerung und dem Alltag, dem sie zum Teil ausgesetzt sind.

    Mein einziger Kritikpunkt ist nicht wirklich einer - er erinnert mich an mein Problem mit dem Buch "Moxie" von Jennifer Mathieu - den er ist sicher der Tatsache verschuldet, dass ich aus der "Altersgruppe" rausfalle, die dieses Buch anvisiert. Obwohl das Thema an sich universell und für jeden wichtig ist, so fand ich die Darstellung doch manchmal "unglaubwürdig", vor allem die Art und Weise, wie die Mitschüler Justyce' den Rassismus zum Ausdruck bringen. Ich glaube, es sind eher die internalisierten Phänomene, die die Realität widerspiegeln, möchte aber nicht anmaßen, zu behaupten, das Buch würde keine Wahrheit erzählen.

    Vielleicht ist es einfach eine Wahrheit, mit der ich nicht vertraut bin, weswegen sie mir so weit erscheint, aber sie muss wohl stimmen und ich weiß nicht wie es anderen dabei geht, aber ich fühle mich hilflos mit dieser Erkenntnis. Genau wie Justyce sich viel zu oft gefühlt hat in diesem Buch; jedes Mal, wenn er sein Vorbild fragte, was er tun soll, was er tun kann und was er tun muss. Es tut mir leid, dass wir noch heute Geschichten wie diese rausbringen und sagen müssen: Das! Das ist wichtig und aktuell, lest es! Das unsere Gesellschaft noch im Jahrhundert der sogennanten "Moderne" die Fragen nach Menschen und Rechte, Ethik und Moral, was richtig und falsch ist, nicht beantworten kann. Ich habe bei THUG viele Rezensionen gesehen, die meinen, dass das Buch für die Amerikaner bedeutsam sein mag, doch Deutschland braucht nicht an seine Werte erinnert zu werden. Ich möchte nicht für die Deutschen reden, da ich Österreicher bin, aber ich kann sagen, dass Werte flexibel sind und es ein Leichtes ist, sie zu einem Instrument zu funktionalisieren. Vielleicht nicht unbedingt die #blacklifesmatter-Bewegung, aber eine Rassismusdebatte existiert auch hier in unserem fortgeschrittenen Europa. Und das sagt schon alles: Sie existiert heißt, es gibt keine Eingung darüber, das der Mensch Mensch ist und demnach als solcher behandelt werden soll.

    Wir können nicht alle Luther Kings sein, aber wir können das tun: Unsere Umgebung betrachten und bei jeder noch so kleinen Unebenmäßigkeit, diese ebnen. Rassismus und Diskriminierung zeigen sich in den kleinsten Dingen - wenn man gewillt ist zuzuhören und hinzusehen. Änderung ist möglich, aber nur wenn man bereit ist, sie zu bewirken. Und es ist diese Frage, die sich auch unser Held in dieser Geschichte oft stellt: Lieber ein komfortables und doch ungerechtes Leben - oder soll ich laut werden, auffallen, mich wehren?
    Alles in allem ein Buch, dass ich mit Sicherheit weiterempfehlen werde, vor allem jüngeren Lesern!

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    Lales avatar
    Lalevor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Schonungslos offen, ehrlich und herzzerreißend - dieses Buch muss man gelesen haben!
    Einfach nur toll!

    Inhalt:

    Justyce McAllister ist einer der Jahrgangsbesten an seiner Schule, die er als Vollstipendiat besucht. Er hat eine Freundin, ist Captain des Debattierclubs und Anwärter auf eine Studienplatz in Yale.
    Und trotzdem ist er anders. Justyce ist schwarz und kommt aus einer ärmlichen Gegend. 

    Als es plötzlich zu einem unfairen Vorfall kommt, bei dem Justyce festgenommen wird, obwohl er lediglich helfen wollte, beginnt er zu versuchen, dem alltäglichen Rassismus entgegenzuwirken. Sein großer Vorbild, Martin Luther King jr., an den Justyce Briefe schreibt, scheint ihm
    jedoch auch nicht mehr weiter raten zu können, als ein erneutes Unglück geschieht...


    Meine Meinung:

    Schonungslos offen, ehrlich und herzzerreißend - dieses Buch muss  man gelesen haben!

    Der 17-jährige Justyce ist ein echter Vorzeigeschüler. Nicht nur, dass er einer der Jahrgangsbesten ist, er bestreitet auch gemeinsam mit seiner Debattierpartnerin Sarah-Jane erfolgreich Debattierwettkämpfe.l
    Doch nach einem verhängnisvollen Abend ist alles anders. Eigentlich wollte Justyce nur seiner betrunkenen Exfreubdib helfen, ins Auto zu steigen, da wird er auch schon festgenommen. Weil er schwarz ist. Nach Verhören, unzähligen Zeugensaussagen kommt er zwar wieder frei, aber für Justyce ist seit diesem erlebnis alles anders.
    Er ist nun aufmerksamer und realisiert, wie „normal“ der alltägliche Rassismus ist. Doch das will er sich nicht mehr gefallen lassen und beschließt dem entgegenzuwirken, so wie sein großes Vorbild Martin Luther King je...

    Dieses Buch hat mich in seiner Aufmachung sofort angesprochen und auch den Klappentext finde ich sehr neugierig machend. Und ich würde nicht enttäuscht, dieses Buch zu lesen, ist wahrhaftig kein Fehler!

    Mir ist es als Leser gut gelungen, in die Geschichte hineinzukommen, ich habe ziemlich schnell eine Vorstellung von Justyce und seinem Leben bekommen. Er selbst wurde als glaubwürdiger Jugendlicher dargestellt, einerseits voller Hoffnung etwas verändern zu können und andererseits mit einer gewaltigen Portion Skepsis und Verzweiflung, da er mit viele Rückschläge einstecken muss. 

    Die Art Aufbau des Buches war mal etwas anderes und finde ich dazu gut passend, größtenteils wird der Handlungsverlauf der Geschichte beschrieben, dazwischen sind Briefe von Justyce an Martin Luther King jr. und - das Besondere - die Dialoge sind als eine Art Theaterskript verfasst wurden. Natürlich kann man es einerseits als ein Durcheinander betrachten, aber ich finde es sehr ansprechend und zu dieser Geschichte passend, da es im Grunde genommen genau darum geht.

    Der „normale“ Handlungsverlauf berichtet über die Ereignisse und Situationen, die Justyce erlebt und mit denen er zurecht kommen muss. In den Briefen, besonders dort, offenbart er an Martin adressiert, dem Leser seine Gedanken und Gefühle, seine Hoffnung, genauso deine Verzweiflung finden darin Platz. Die Dialogartigen Unterhaltungen, meist in dem Unterrichtsfach, wo diskutiert wird, sind die Versuche, erste Veränderungen und Meinungsäußerungen zu bewirken.

    Den Schreibstil fand ich somit klasse, es war alles gut verständlich, aber trotzdem glaubwürdig dargestellt. Teilweise, besonders in den Dialogen, würde auch Jugendsprache verwendet, die die Authentizität verstärkten. Aufgrund der Ereignisse und der immerwährende Frage, was als nächstes passiert, ist durchweg Spannung gegeben. 

    Das große Thema der Geschichte ist vor allem die Diskriminierubg sowie der Rassismus, aber ebenso wie Hoffnung und Ohnmacht das alltägliche Leben begleiten, in dem verzweifelten Versuch etwas zu verändern. 
    Im Laufe der Handlung ist eine deutliche Entwicklung der Figuren zu bemerken, allen voran Justyce. Mich  hat die Geschichte tief berührt, mich erschauern und mitfühlen lassen - ein wahres Kunststück. Zudem bringt dieses Buch viele, vielleicht oftmals auch gern ignorierte Themen ans Licht, die es aber wert sind - von denen es sogar notwendig ist - dass sie gehört werden.


    Fazit:
    Ein überaus gelungenes und atemraubendes Buch über die Geschichte eines schwarzen Jugendlichen und seinen Alltag. Die Geschichte offenbart realistische Tatsachen, sowie die "normalen" Gefühle etwas bewirken zu wollen, in einer ganz besonderen Weise.

    Ich kann dieses Buch euch nur ans Herz legen und würde es ab einem Alter von 16 Jahren empfehlen.

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    Buecherratte_Svetlanas avatar
    Buecherratte_Svetlanavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein super wichtiges Buch! Absolut lesenswert mit wichtiger Botschaft!
    Dear Martin

    Dieses Buch durfte ich vorablesen und erhielt das Manuskript von der Rowohlt Vertreterin bei einem Besuch in unserer Buchhandlung.

    Zunächst war ich skeptisch, aber als ich die Geschichte begann, war ich emotional total involviert.

    An Martin Luther schreibt Justyce Briefe, um seine Probleme zu verarbeiten. Und von denen gibt es dort wo er lebt viele, denn er ist schwarz. In den USA muss er sich alltäglich mit Rassismus und Fremdenhass auseinandersetzen.

    Spoiler
    Justyce ist ein guter Junge, lässt sich nie etwas zu schulden kommen. Er mag Sarah-Jane und hat Pläne für die Zukunft, aber sein Leben wird eines Tages komplett auf den Kopf gestellt, als sein bester Kumpel Manny aus dem Leben gerissen wird.

    Justyce ist mit Manny im Auto unterwegs. Die Musik ist laut. Sie genießen ihr junges Leben.
    Ein weißer Mann im Nebenauto fühlt sich belästigt und beginnt zu pöbeln. Er beleidigt die Jungen. Manny platzt der Kragen. Er pflaumt zurück und dreht die Musik lauter. Der Mann im anderen Auto zieht eine Waffe und schießt...

    Diese Stelle hat mich am meisten getroffen. Ich war unfassbar schockiert. Traurig. Wütend!
    Schwarz und Weiß. Warum unterteilt man die Menschen? Mensch ist Mensch. Alle haben Gefühle. Alle haben ein Leben. Wir sprechen nicht immer dieselbe Sprache und sehen nicht alle gleich aus, aber das tut doch nichts zur Sache!! Es darf keinen Rassimus mehr geben, aber es ist LEIDER noch immer ein Thema! Vorallem in den USA und das führt und Nic Stone vor Augen.
    Auf berührende Weise schildert sie das Verbrechen und Justyce Umgang damit.
    Zu diesen dramatischen Vorfall kommt hinzu, dass er auch in seiner Liebe nicht auf Anhieb das Glück findet, denn Sarah ist weiß, er schwarz. Justyce muss leiden, findet aber sein Glück.

    Der Schreibstil hat mich in seinen Bann gezogen. Die Seiten flogen dahin.
    Das Cover ist schlicht, hat aber auch keinen weiteren Schnickschnack nötig. Es ist wie die Geschichte auf den Punkt gebracht.

    Fazit: Ein mustread!! Diese Story muss gelesen werden! Mensch ist Mensch!!!

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    GirlBehindBookss avatar
    GirlBehindBooksvor 3 Monaten
    Enorm wichtiges Buch, dass man gelesen haben sollte

    Dear Martin ist schon seit einer ganzen Weile auf meiner Wunschliste gewesen und ich habe nur gutes über das Buch gehört, weswegen meine Erwartungen ganz schön angestiegen sind. Gerade, weil das Buch ein extrem wichtiges Thema behandelt. Aber da es ein Own Voices Buch ist, habe ich mir wenig Sorgen gemacht, dass es meinen Erwartungen nicht gerecht wird. 

    Der Einstieg in die Handlung viel mir sehr einfach und man wird als Leser eiskalt in die Handlung geworfen und bekommt ein Bild davon, wie es in den USA zugeht. Wir lernen Justyce kennen und erleben, wie er von der Polizei verhaftet wird, obwohl er nur seiner Freundin helfen wollte. Als weiße Person kann man gar nicht komplett verstehen oder nachvollziehen, mit welchen Ängsten BPoC leben, aber schon der Anfang des Buches hat es geschafft, dass man einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt bekommt. 
    Was ich toll fand, ist, dass sich das Buch nicht nur komplett um Justiyces Verhaftung dreht, sondern um weitere Probleme. Da Justyce auf eine Schule geht, auf der fast nur Weiße sind, muss er auch mit dem alltäglichen Rassismus kämpfen, den viele vielleicht gar nicht als Rassismus wahrnehmen. Besonders in Diskussionen kommt dieser Rassismus hervor und einige der Charaktere haben mich so wütend gemacht, weil sie so einen Stuss von sich gegeben haben, aber für das Buch war genau das nötig und hat es so realistisch gemacht. Außerdem helfen die Diskussionen in dem Buch auch gut dabei, dass man selber anfängt, über seine eigenen Handlungen/Ansichten zu reflektieren und gegebenenfalls zu überdenken. 

    Die Briefe an Martin Luther King Jr. ziehen sich durch das ganze Buch und durch die Briefe kriegt man einen weiteren Einblick in Justyce Kopf. Gerade in Justyce Leben ist dies sein Ventil, um seine Gefühle rauszulassen und sein Versuch, die Welt und den Rassismus besser zu verstehen und mit diesem umzugehen.

    Leider gab es auch eine Sache, die ich nicht ganz so toll fand und das war der Schreibstil. Er lies sich sehr leicht lesen, aber ich mochte die Art und Weise, wie die Dialoge geschrieben worden sind, nicht. Es war zum Teil so geschrieben, wie man es aus Theaterstücken kennt. Bei den Diskussionen hat es zwar Sinn ergeben und hat diese auch sehr flüssig zu lesen gemacht, aber gleichzeitig hat es den Leser auch aus der Gedankenwelt des Protagonisten ausgeschlossen und man konnte in keinster Weise verstehen, wie Justyce sich in diesen Momenten gefühlt hat. Zwischendrin im Laufe der Handlung wurde dieser Stil der Dialoge ebenfalls angewendet, aber das hat meiner Meinung gar nicht gepasst, besonders wenn im nächsten Moment wieder zur gängigen Art und Weise gesprungen worden ist. 


    Fazit

    Dear Martin kriegt eine klare Leseempfehlung von mir. Das Buch behandelt wichtige Themen, die bis heute noch relevant sind und (leider) auch noch eine Weile lang relevant sein werden. Das Buch ist unterhaltsam, gleichzeitig aber auch schockierend und lässt einen permanent über das Gelesene nachdenken und sein eigenes Verhalten reflektieren. Das Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

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    Emmy29s avatar
    Emmy29vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Autorin geht gut mit Rassismus um und es werden einem ein ums andere Mal die Augen geöffnet. Super Hauptprotagonist. 5 Sterne!
    Eine spannende und aufklärende Geschichte rund um Rassismus

    Justyce McAllister ist einer der besten in seiner Klasse und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale. Doch dann wird er ohne Grund verhaftet – weil er schwarz ist. Er lebt im Jahr 2017 in der USA. So beginnt er ein Projekt, in dem er Martin Luther King Briefe schreibt und gegen den Rassismus kämpft.  

    Bereits als ich den Klappentext gelesen habe, war ich voller Erwartungen. Ich habe noch kein Buch in dieser Richtung gelesen und somit war ich sehr neugierig. Zwei bekannte Autoren haben dieses Buch auch schon gelesen; John Green und Angie Thomas. 

    Kommen wir zuerst zum Cover. Es ist sehr schön gestaltet. Die Schrift und der abgebildete  Junge verlaufen schön in einander. Die Sätze von John Green und Angie Thomas müssen meiner Meinung nach nicht unbedingt auf dem Cover zu sehen sein, aber es stört mich auch nicht besonders. 
    Das Buch wird in Kapiteln aus der Sicht von Justyce und den Briefen, die er an Martin Luther King schreibt, aufgebaut. Dabei erscheinen diese immer recht unregelmäßig und meistens hinter einem emotionalen Ereignis. 
    Der Schreibstil von Nic Stone lässt sich leicht lesen und passt sehr zum Protagonisten. Denn er ist jugendlich und geht trotzdem sehr ernst mit der Situation um. 

    Den Hauptprotagonisten Justyce McAllister mochte ich auf Anhieb, denn er ist ein sehr ruhiger Charakter, der aber trotzdem das Bedürfnis verspürt. etwas gegen diese Rassenteilung zu machen. Man begleitet ihn durch verschiedene Situationen, auf die er meiner Meinung nach verständlich reagiert und ihn somit auch sympathisch macht. Er durchgeht auch eine kleine Charakterentwicklung, die ich gerne mochte, wobei ihn auch sein kleines Projekt hingebracht hat. Neben guten Momenten gibt es aber auch etliche traurige Momente und Schicksalsschläge. 

    Neben Justyce gibt es dann auch noch seinen besten Freund Manny, den ich sehr mochte, was besonders an seiner lustigen Art lag. Auch einen anderen Charakter lernt man kennen. Es ist Sarah-Jane, welche hier meistens als SJ bezeichnet wird. Sie ist eine gute Freundin von Justyce und wirft oft Sätze in den Raum, die einen sehr zum Nahdenken anregen und ich konnte diese zu hundert Prozent unterstützen.

    Kommen wir nun zur Handlung. Man merkt schon, dass ich regelrecht begeistert bin von dieser Geschichte. Die Autorin hat es geschafft mit simplen Alltagssituationen zu beschreiben, wie erschreckend real noch der Rassismus vorhanden ist. Und dieses Buch spielt im Jahre 2017. Man lernt Personen kennen, die der ganzen Feindlichkeit gegen Menschen mit einer anderen Hautfarbe nicht in die Augen sehen wollen und einfach ignorieren, aber auch Charaktere, die sowohl positives, als auch negatives vollbringen. Neben dem Hauptthema "Rassismus" kommt auch die Liebe nicht zu kurz, was alles erstaunlicherweise auf knapp 250 Seiten gepasst hat. Die ganze Handlung erstreckt sich über ein Jahr. Bereits der Anfang hat mich gefesselt und an Spannung hat es definitiv nicht gefehlt! Die Briefe an Martin Luther King sind ziemlich wie ein Tagebucheintrag aufgebaut und er schreibt sich die Seele vom Leib. Auch wirkt es, als würde er zu einem alten Freund schreiben, den er sehr respektiert.
    Mich hat diese realistische Geschichte sehr berührt und auch Emotionen geweckt, wie Trauer, Freude oder Wut.  

    Fazit: Es ist ein realistisches Buch, welches gut mit dem heutigen Rassismus umgeht und auch viele Emotionen weckt. Von mir gibt es glatte 5 von 5 Sternen und ich kann es nur jedem empfehlen!

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    Schnudls avatar
    Schnudlvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur herzzerreißend, dass es in der heutigen Welt wirklich noch Ungerechtigkeit gibt, zwischen Schwarz und Weiß.
    Ungerechtigkeit zwischen Schwarz und Weiß.

    Auf "Dear Martin" bin ich in der Buchhandlung gestoßen, nachdem ich gelesen habe, dass die Autorin von "The Hate U Give" mit auf dem Cover steht. Denn von ihrem Buch war ich echt begeistert und somit musste ich auch dieses Buch lesen. 

    In "Dear Martin" geht es um einen Schwarzen Bürger, der versucht nicht in das Klischee rein zu passen. Er will was aus sich machen, besucht eine sehr gute Schule (mit vielen Weißen) und will nach der Schule nach Yale aufs College. Er hat mit Gewalt oder auch Drogen nichts am Hut. Und doch muss er merken, dass es immer noch Ungerechtigkeit zwischen Schwarz und Weiß gibt und bekommt es am eigenen Leib zu spüren. Und die Leser auch. 

    Wenn man bedenkt, dass das Buch im Jahr 2017 spielt und wir nur ein Jahr später leben, ist es wirklich sehr erschreckend, dass es heute noch diese Situationen wie Rassismus gibt. Dass Menschen so unterschiedlich behandelt werden, nur weil sie "anders" aussehen oder sind, ist für mich unfassbar. Wir müssten schon längst in einer Gesellschaft leben, die jeden toleriert, sei es Schwarz oder Weiß, schwul oder lesbisch usw. 

    Eine wirklich herzzerreißende Geschichte mit Höhen und Tiefen und einem Jungen, der versucht sich nicht unterzukriegen. Regt sehr zum nachdenken an und ich hoffe, dass viele dieses Buch lesen werden und viele ihre Meinung gegenüber Anderen ändern werden. Denn so kann es in der Welt nicht weiter gehen. 

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    goldenbookworldvor 4 Monaten
    Unglaublich berührend

    Vielen lieben Dank an Rowohlt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

    Als erstes möchte ich erstmal mit euch teilen wieso ich dieses Buch auf jeden Fall lesen wollte. Der Grund ist einfach der, das mich das Thema Rassismus aufgrund der Hautfarbe irgendwie bewegt und mitnimmt. Ich möchte dieses Thema einfach ansprechen. Oft ist es einem bewusst, aber man nimmt es so hin. Und genau dies darf eben nicht so sein.

    Und weil mich das Thema so bewegt, möchte ich auch nicht so viel zum Cover schreiben, denn ihr seht alle, dass es einfach nur schön ist.

    Das Buch spielt 2017 in der USA und mir persönlich war gar nicht bewusst, dass das Thema dort noch so extrem auftritt. In der Gegend, in der ich wohne, ist mir Rassismus noch nicht so krass begegne. Man hört zwar ab und zu mal etwas darüber, aber so wirklich wahrnehmen tun wir es dann doch nicht. Über das Thema zu lesen, ist aber nochmal etwas komplett anderes.

    Starten tut das Buch direkt mitten im Geschehen und trotzdem ist man von dem Buch komplett gefesselt und ich muss wirklich sagen, dass ich mich so gefühlt habe als wäre ich Justyce und erlebe diese Sachen. Und dafür habe ich großen Respekt vor der Autorin. Man sieht alles aus der Sicht einer anderen Person, die es alles andere als Leicht im Leben hat und trotzdem meistert diese Person ihr Leben.

    Justyce schreibt Briefe an Martin und diese sind ebenfalls wiedergegeben. Aber genau diese Briefe zeigen seine Verzweifelung, die einem im sonstigen Text nicht so starknahe gebracht wird.

    Eigentlich kann ich auch nicht viel zu dem Inhalt und dem ganzen Rest einer normalen Rezension sagen, weil mich dieses Buch einfach mitgenommen und fasziniert hat. Und trotzdem schreibe ich hier, weil ich es euch ans Herz legen möchte dieses Buch zu lesen. Es geht um ein Thema, das immer existieren wird, aber eigentlich nicht mal existieren sollte -meiner Meinung nach. Letztendlich sind wir alle Menschen und es ist einfach blöd, wenn man lesen muss, dass es Menschen gibt, die darunter leiden. Und Justyce ist das beste Beispiel dafür. Er wurde in Amerika geboren, geht auf eine gute Schule, kriegt gute Noten und trotzdem eine Behandlung, die er nicht verdient hat, weil er nichts für sein Aussehn kann. Mir kam es auch so vor als wenn es in den USA echt extrem ist und ich wollte einfach nicht glauben, dass es die Wirklichkeit ist. Polizisten erschießen einfach so dunkelhäutige. Ich denke dieses Buch ist einfach bewegend, weil es einem eben doch näher bringt, was man zu lässt. Es sind viele Beispiele eingebaut bei denen man merkt, dass diese Trennung auf Grund von etwas, das wir nicht beeinflussen können, einfach zu extrem ist und wie sehr die Beteiligten darunter leiden.

    Für mich gibt es zu diesem Buch einfach nur ein paar Worte: Berührend. Kritisch. Genial.

    Was soll ich da nich groß zu sagen?!

    Außer: natürlich gibt es dafür fünf von fünf Teetassen.

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    Janaaas avatar
    Janaaavor 4 Monaten
    #againstracism

    Inhalt:
    Justyce McAllister ist einer der Besten seiner Klasse, Captain des Debattierclubs und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale – doch all das interessiert den Polizisten, der Justyce die Handschellen umlegt, nur wenig. Der Grund für seine Verhaftung: Justyce ist schwarz. Und er lebt in den USA im Jahr 2017.
    Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne ― und weiße – Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.


    Meine Meinung:
    Heute habe ich Mal ein etwas anderes Buch für Euch. Es handelt sich hierbei nicht um einen Liebesroman, einen Horror oder einen Thriller. „Dear Martin“ von Nic Stone behandelt ein aktuelles Problem in den USA: Rassismus.
    Justyce ist ein sehr engagierter Schüler, er ist einer der Besten an der Schule und hat ein Studienplatz in der Elite-Universität in Yale. Doch eins unterscheidet ihn von seinen Mitschülern: seine Hautfarbe. Er ist dunkelhäutig und gerät daher in Konflikt mit anderen Menschen. Ohne ihn zu kennen, wird er als „Krimineller“ abgestempelt und die Rechte gelten für ihn in nur einem eingeschränkten Maße.
    Justyce will das alles nicht wahrhaben und versucht sich so gut wie möglich einzubringen – positiven Eindruck zu hinterlassen, doch das alles bringt ihm nichts. In seinen Briefen an Martin Luther King Jr. erzählt er von seinen Erlebnissen in dieser Hinsicht und bewundert ihn für seine großen Taten damals. Jusytce möchte Gerechtigkeit, doch aufgrund seiner Hautfarbe wird ihm das mehr oder weniger verwehrt. Die Briefe sind in einer Art Tagebuch-Form geschrieben. Es war sehr interessant die Gedanken eines „Betroffenen“ zu lesen, allerdings war ich auch fassungslos von den ganzen Geschehnissen.
    Die Liebe und wahre Freundschaft(en) kommen in der Lebensgeschichte des jungen Justyce auch nicht zu kurz. Der hauptsächliche Mittelpunkt ist aber eben der Rassismus in seiner Heimat. Die Autorin öffnet ihren Leser die Augen und bringt einem zum Nachdenken. Ich war Hin und wieder richtig schockiert und musste es verarbeiten, dass so etwas tatsächlich passiert. Klar, man hört immer wieder in den Nachrichten von solchen Fällen. Es wird allerdings nie ein großes Thema daraus gemacht - so als wäre es nicht weiter wichtig. Dass das im 21. Jahrhundert noch passiert, darf einfach nicht sein! Auch das mit dem Waffengesetz dort finde ich überhaupt nicht akzeptabel. Man erfährt wirklich sehr viel über das Leben der Menschen in den USA und überlegt sich lieber zweimal, ob man dahin möchte oder nicht.
    Alle im Buch genannten Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt – nicht nur Jusytce und sein bester Freund Manny. Auch die Mutter von Jusytce, die Polizisten und andere „Freunde“. Die Handlung erstreckt sich in einem Zeitraum von ca. 1 Jahr. Und in diesem Jahr passiert wirklich sehr viel. Darauf möchte ich jetzt aber nicht weiter eingehen, da ich sonst Gefahr laufe zu Spoilern.
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, man kann das Buch ohne Schwierigkeiten lesen. „Dear Martin“ wird aus der Sicht von Justyce – einem Teenager erzählt und ermöglicht den Lesern einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des jungen und dunkelhäutigen Mannes. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern die Handlung wurde während der gesamten 256 Seiten spannend gehalten. Schon der Anfang beginnt mit einem Höhepunkt.
    Ich bin immer noch ein wenig bestürzt von der gesamten Situation. Ihr MÜSST dieses Buch einfach lesen. Auch wenn es sich hierbei (soweit ich weiß) um keine wahre Geschichte handelt, weiß man einfach, dass das alles tatsächlich passiert. Es ist sehr wichtig, dass man sich mit dieser Problematik auseinandersetzt und hoffentlich wird es irgendwann Gerechtigkeit für alle geben...

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    L
    louise_books_vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch handelt von einem dunkelhäutigen Jungen, der mit Vorurteilen und dem rassistischen Äußerungen zu leben hat. Ein sehr schönes Buch.
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    Schattenkaempferins avatar
    Schattenkaempferinvor 22 Tagen

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    Schmerzhaft aktuell und tief bewegend - dies ist der Roman, den die nächste Generation lesen sollte.

    Nic Stone ist eine großartige neue Stimme, die unbedingt gehört werden muss.

    Bildgewaltig und stark.

    Das einfühlsame Porträt eines Jugendlichen, der mit der herrschenden gesellschaftlichen Ungerechtigkeit abrechnet.

    Stones Roman wirft einen schonungslosen, ehrlichen und tiefen Blick auf Amerikas Rassismus von heute.

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