Niccolò Ammaniti

 4 Sterne bei 157 Bewertungen
Autor von Du und Ich, Wie es Gott gefällt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Niccolò Ammaniti

Bücher, die zu Filmen werden: Der 1966 in Rom geborene Niccolò Ammaniti hat ein Händchen für spannende Bestseller, die auch eine Kinoleinwand füllen können. Unter anderem sind seine bekanntestesten Bücher „Ich habe keine Angst“ (in Deutschland 2003 erschienen) sowie „Du und ich“ (2012 bei Piper) von den italienischen Meisterregisseuren Gabriele Salvatores und Bernardo Bertolucci verfilmt worden. Ammaniti wirkte als Drehbuchautor auch bei den Verfilmungen mit. Niccolò Ammaniti bietet bisweilen beklemmende, unsentimentale Einblicke in Erfahrungen und Verstrickungen seiner meist jungen Protagonisten. Die Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsenwerden spielt für Ammanitis erzählerisches Schaffen eine große Rolle. Die Romane des neben Umberto Eco erfolgreichsten zeitgenössischen italienischen Schriftstellers wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt. 2018 konnte er gemeinsam mit Francesco Munzi und Lucio Pellegrini bei Sky TV eine eigene Fernsehserie unter dem Titel „Il Miracolo“ („Das Wunder“) realisieren, für die er als Co-Autor und als Co-Regisseur verantwortlich ist. Er zeichnet und hat die Moderatorenrolle übernommen. Bereits 2001 erhielt Niccolò Ammaniti als bis dahin jüngster Autor den italienischen Literaturpreis Premio Viareggio, 2007 folgte der Premio Strega. Der Schriftsteller lebt auch heute in seiner Geburtsstadt Rom.

Neue Bücher

Anna

 (26)
Erscheint am 27.09.2019 als Taschenbuch bei Eisele Verlag.

Alle Bücher von Niccolò Ammaniti

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Du und Ich

Du und Ich

 (49)
Erschienen am 11.06.2013
Wie es Gott gefällt

Wie es Gott gefällt

 (27)
Erschienen am 12.08.2008
Anna

Anna

 (26)
Erscheint am 27.09.2019
Die Herren des Hügels

Die Herren des Hügels

 (11)
Erschienen am 31.03.2003
Fort von hier

Fort von hier

 (6)
Erschienen am 01.11.2008
Die letzte Nacht

Die letzte Nacht

 (4)
Erschienen am 01.05.2010
Lasst die Spiele beginnen

Lasst die Spiele beginnen

 (1)
Erschienen am 16.02.2015
Du und Ich

Du und Ich

 (2)
Erschienen am 12.03.2012

Neue Rezensionen zu Niccolò Ammaniti

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Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Anna von Niccolò Ammaniti
stella_readsvor 3 Monaten

>>| Meinung |<<

Niccolo Ammaniti entführt seine Leser mit seinem Werk „Anna“ in ein schonungslos erzähltes Endzeitszenario, welches ich nur schwer mit einer endgültigen Bewertung beurteilen kann. Ein Virus, genannt „Die Rote“, hat sich innerhalb kürzester Zeit von Belgien über den gesamten Kontinenten verbreitet und die Bevölkerung rasant dezimiert. 
Bis auf die Kinder!  Denn aus einem nicht restlos geklärten Grund, der mit dem Fehlen pubertärer Hormone zusammenhängt, bleiben Kinder bis zu einem Alter von ca. 14 Jahren immun. Und eben diese Kinder schlagen sich nun in kleinen Grüppchen oder organisierten Banden durch ein Sizilien, wie wir es uns heutzutage nicht vorstellen möchten: Eine trostlose und endlose Weite, deren Umwelt auf das Minimalste reduziert wurde. Es gibt kein Storm, kein sauberes Wasser, von genießbaren Lebensmittel ganz zu Schweigen und schon gar keine Erwachsenen, die sie auf das Leben da draußen hätten vorbereiten können. Und in dieser apokalyptischen Welt, wo hinter jeder Ecke Gefahr und Tod lauert, begleiten wir die Hauptprotagonistin Anna (13 Jahre, sie ist sich dessen aber nicht ganz sicher) und ihren jüngeren Bruder Astor (6 Jahre). Nach dem Tod der Mutter tauscht Anna ihre Kindheit gegen Verantwortung und gibt alles dafür, Astor vor den Schrecken der Außenwelt zu bewahren. Sie ist eine kleine, starke Persönlichkeit, die sich mit der Zeit mit Ihrer Rolle als Kämpferin abgefunden hat und für die, die sie liebt, alles auf eine Karte setzt. Probleme des Alltags oder Konflikte mit anderen Kindern und tierischen Lebewesen löst sie trotz ihres Alters klug und unbeirrt. Doch Anna weiß, dass die Geschwister nicht mehr ewig in dem alten Haus ihrer Mutter bleiben können und sich auf den Weg zum Festland machen müssen: Denn dort soll es noch „die Großen“ geben. Diejenigen, die das Virus überlebt haben. Und auch, wenn es für sie keine Hoffnung mehr zu geben scheint möchte sie doch wenigstens Astor die Chance auf ein langes Leben ohne Seuche ermöglichen.  Auch wenn eine Situation aussichtslos erscheint oder man an sich selbst zweifelt bringt so etwas auch immer eine kleinen Lichtblick mit: Die Menschen oder Lebewesen, die diesen Weg mit einem gemeinsam bestreiten.  Pietro, ein Junge, den Anna auf Ihrem Weg kennen lernt, finde ich unglaublich sympathisch und zeigt Anna die Welt aus einer weniger ernsten und besorgten Perspektive. Er ist die Person, die in meinen Augen die Geschichte lesenswert macht. Und dann haben wir natürlich noch Coccolone. Der treue, streunende Gefährte auf vier Pfoten, welchem Ammaniti sogar eine kleine Biografie geschrieben hat, um ihn besser zu verstehen (bei sowas hat man mich ja sofort am Haken xD). Das Ende hat mich leider maßlos enttäuscht. Hier wird dem Leser viel Spielraum für eigene Spekulationen gelassen. Der eine mag so etwas, ich gehöre leider zu der Kategorie, die, wenn es keine Fortsetzung der Geschichte gibt, einen Abschluss braucht. Und den habe ich hier leider nicht bekommen und mich mit einigen Fragen zurück gelassen.

 

>>| Fazit |<<

Im Großen und Ganzen ist das Buch gut und interessant geschrieben, wobei ich auf Grund der vielen düsteren und verstörenden Ereignisse es nicht unter die klassischen Jugendbücher einordnen würde. Meine persönliche Empfehlung gilt deswegen für Erwachsenen und Jugendliche ab 16 Jahren.  Auch wenn ich von der Handlung der Geschichte gut unterhalten wurde, hat es mich persönlich allerdings nicht so abgeholt und berührt, wie ich es mir zu Beginn gewünscht habe. Es gab zwar einige Geschehnisse, die mich regelrecht mitgerissen haben, dann aber waren auf der anderen Seite diese extrem langen Passagen, wo es sich schier unendlich in die Längen gezogen hat. Ich hätte mir mehr Abenteuer, mehr Spannung gewünscht und dafür weniger Umgebungsbeschreibungen, die sich ständig wiederholen. Zu Beginn des Buches finde ich sowas überaus wichtig, irgendwann aber kommt der Punkt, an dem ich mir einfach die Welt vor meinem geistigen Auge aufgebaut habe und dann fange ich an, eben diese Sachen einfach zu überlesen. Mir bleibt an dieser Stelle nur zu sagen: Wer gerne Dystopien liest sollte auf jeden Fall mal einen Blick in die Leseprobe werfen und sich sein eigenes Bild machen. 
Und allein wegen Coccolone und Pietro sollte man diesem Buch mehr Aufmerksamkeit schenken :-).

>>| Lieblingszitat |<<
"Am Ende kommt's nicht darauf an, wie lang du lebst, sondern wie du lebst. 
Wenn du ein gutes Leben führst, wenn du alles auskostest, dann ist ein kurzes Leben so viel wert wie ein langes."
Pietro, S. 253

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Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Meine Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti
Belladonnavor 4 Monaten

Beschreibung

Auf Sizilien ist ein Virus ausgebrochen dem alle Erwachsenen zum Opfer fielen. Als Anna ihre Eltern verlor war sie gerade einmal dreizehn Jahre alt, ihr kleiner Bruder Astor war vier. Seither sind vier Jahre vergangen, Wasser und Lebensmittel werden langsam knapp und es gibt keine Elektrizität mehr. Größere Brände haben das blühende Land in eine ausgedörrte Landschaft verwandelt. Anna muss immer weitere Strecken auf sich nehmen um ihren Bruder und sich selbst versorgen zu können. Doch die Gewissheit, dass sie bald den Schutz ihres Häuschens mitten im Wald verlassen müssen drängt sich unwillkürlich in den Vordergrund.

Meine Meinung

Der dystopische Roman “Anna” ist mein erster Roman von Niccolò Ammaniti und seine Schreibkunst hat mich von der ersten Seite an begeistert. In einem nüchternen und minimalistischen Stil zeichnet der Autor ein Endzeitszenario ohne Erwachsene. In seiner Geschichte übergibt er das Schicksal Siziliens in die Hände der Kinder und in die Hände von Mutter Natur.

Ungeschönt, faszinierend und erschreckend zugleich schildert Ammaniti die Entwicklungen der jungen Kinder. Dieser Lesestoff ist absolut nichts für schwache Nerven. Sobald die Kinder erwachsen werden fallen auch diese dem Virus zum Opfer und sterben. Zurück bleiben nur die Allerjüngsten, die weder eine normale Welt kennen noch mit Vorbildern aufwachsen die ihre Moralvorstellungen prägen.

Durch das gekonnte Spiel mit Urängsten webt der Autor eine dichte Atmosphäre der ich mich nicht entziehen konnte. Der Alltag der Kinder besteht aus einem harten Überlebenskampf in einer Umwelt die auf das grundsätzliche zurückgeworfen wurde, was unvermeidlich die Frage aufdrängt: Woraus schöpfen die Kinder und Jugendlichen ihren (Über)Lebenswillen. Ammaniti liefert als Antwort darauf eine bunte Mischung aus Legenden und Mythen die ihren Ausgangspunkt in der Fantasie der jungen Menschen finden.

Einige der Kinder glauben so zum Beispiel an eine kleine Riesin die bereits am Virus Erkrankten retten kann, andere Kinder wiederum sind der festen Überzeugung das ein bestimmtes paar Markenturnschuhe den Weg aus dieser wahr gewordenen Hölle darstellen.

Der Geschichte wird aus der Perspektive der Titelheldin “Anna” erzählt, die nach dem Verlust ihrer Eltern für ihren kleinen Bruder Astor verantwortlich ist und durch die harten Lebensumstände sich zu einer Überlebenskünstlerin entwickelt die schonungslos über die Zustände und ihr Leben berichtet. Besonders gut hat mir die durchweg bedingungslose Liebe Annas zu ihrem Bruder gefallen und die Tatsache, dass sie Trotz der ausweglosen Situation und der verrohlichten Umgangsformen noch dazu fähig ist Freundschaftsbande zu knüpfen.

Sprachlich hat mir die Geschichte von Niccolò Ammaniti ausgezeichnet gut gefallen und ich hätte sicherlich noch ein paar hundert Seiten mehr von “Anna” vertragen. Das Ende ist offen gehalten und bietet Raum für die eigenen Gedanken – doch in diesem Fall hätte ich mir einen ausgereifteren Abschluss gewünscht.

Fazit

Eine Endzeitstory der anderen Art. Verstörend, berührend und absolut sprachgewaltig.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.03.2019

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Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Spannend, düster und erschreckend realistisch
AnnieHallvor 8 Monaten

Anna ist ein Roman von Niccoló Ammaniti und 2018 im Eisele Verlag erschienen.

Die dreizehnjährige Anna lebt mit ihrem kleinen Bruder in einem Haus im Wald, vier Jahre ist es her, dass ein Virus alle Erwachsenen tötete. Mittlerweile gibt es keine Elektrizität mehr, die Wasser- und Lebensmittelvorräte gehen zu Neige und Anna läuft die Zeit davon, denn mit Beginn der Pubertät könnte das Virus auch bei ihr ausbrechen....

Anna erzählt die düstere und fesselnde Geschichte zweier Geschwister, die in einer trostlosen und gefahrvollen Welt auf sich alleine gestellt sind und einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Eine spannende Dystopie mit einer starken Protagonistin, die nie den Lebensmut verliert. Das Endzeitszenario wirkt erschreckend realistisch, in einer Welt ohne Erwachsene kämpfen die Kinder ums Überleben, sind schutzlos, handeln instinktiv, verwahrlosen und verrohen zunehmen. Anna und ihr Bruder haben sich in ihrem Haus ein Stückchen Heimat bewahrt, angeleitet von den Notizen ihrer Mutter, doch die Angst sitzt ihnen im Nacken und angetrieben von der Hoffnung auf Heilung und dem Drang ihren Bruder zu beschützen, verlässt Anna den sicheren Ort und begibt sich auf eine ungewisse Reise.

Ein spannender und verstörender Roman mit durchaus hoffnungsvollen Momenten, die den Überlebenskampf erträglicher machen.

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Gespräche aus der Community

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Ich lasse hier mein Exemplar auf Wunsch wandern.

Inhaltsangabe:
Lorenzo weiß selbst nicht, warum er behauptet hat, dass er mit einer Clique in die Skiferien fährt. Nun kann er nicht mehr zurück, seine Mutter freut sich viel zu sehr, dass er endlich Freunde gefunden hat. Also besorgt er sich einen Fernseher, Bücher, Computerspiele, ein paar Vorräte und Selbstbräunungslotion und versteckt sich am ersten Ferientag im Keller des Hauses. Alles läuft nach Plan, bis seine Halbschwester Olivia in seinem Verschlag auftaucht, auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen und
nach ein bisschen Bargeld für den nächsten Schuss … Anrührend, komisch und tragisch zugleich – eine kurze Geschichte vom Erwachsenwerden.

Regeln:
Leider geht ja bekanntlich nichts ohne Regeln und ich hänge an meinen Büchern sehr.
Ich setze voraus, dass man mit Büchern ordentlich umgeht, sie nicht beschmutzt oder sonst wie beschädigt.
Ihr habt 2 Wochen Zeit, das Buch zu lesen. Sollte es länger dauern, einfach kurz Bescheid geben.
Wenn es bei euch angekommen ist bitte kurz Bescheid geben, genauso, wenn ihr es weiterschickt
Wenn ihr das Buch fertig gelesen habt, fragt ihr denjenigen, der nach euch in der Liste steht, nach seiner Adresse und schickt das Buch an ihn weiter.
Sollte das Buch verschwinden, müssen sich Empfänger und Absender um einen Ersatz kümmern.
Das Buch wird mit Schutzumschlag verschickt, der gehört für mich zum Buch dazu und da ist dann ein wenig mehr Vorsicht geboten.

Teilnehmer:
---Buch ist am 8.10 auf die Reise gegangen---
01)
Marakkaram---12.10.--16.10.
02)
LibriHolly---23.10.---27.10.
03)
kleineanna---3.11.---07.11.
04)
Moni-Que---13.11---26.11.
05) chatty68---30.11
06) justitia---27.12---20.01
07)
Bücherwurm 31.01---11.02
08)
Rilana---19.02
09)
kleinerstern übersprungen
10) gamaschi

11) DieBerta----28.3
12) michaela_sanders---12.4---16.04
13) Eulenmail----19.04
14) Biene2004---13.05
15) Zauberzeichen---7.6
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Niccolò Ammaniti wurde am 25. September 1966 in Rom (Italien) geboren.

Niccolò Ammaniti im Netz:

Community-Statistik

in 228 Bibliotheken

auf 22 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

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