Niccolò Ammaniti

 4 Sterne bei 162 Bewertungen
Autor von Du und Ich, Anna und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Niccolò Ammaniti

Bücher, die zu Filmen werden: Der 1966 in Rom geborene Niccolò Ammaniti hat ein Händchen für spannende Bestseller, die auch eine Kinoleinwand füllen können. Unter anderem sind seine bekanntestesten Bücher „Ich habe keine Angst“ (in Deutschland 2003 erschienen) sowie „Du und ich“ (2012 bei Piper) von den italienischen Meisterregisseuren Gabriele Salvatores und Bernardo Bertolucci verfilmt worden. Ammaniti wirkte als Drehbuchautor auch bei den Verfilmungen mit. Niccolò Ammaniti bietet bisweilen beklemmende, unsentimentale Einblicke in Erfahrungen und Verstrickungen seiner meist jungen Protagonisten. Die Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsenwerden spielt für Ammanitis erzählerisches Schaffen eine große Rolle. Die Romane des neben Umberto Eco erfolgreichsten zeitgenössischen italienischen Schriftstellers wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt. 2018 konnte er gemeinsam mit Francesco Munzi und Lucio Pellegrini bei Sky TV eine eigene Fernsehserie unter dem Titel „Il Miracolo“ („Das Wunder“) realisieren, für die er als Co-Autor und als Co-Regisseur verantwortlich ist. Er zeichnet und hat die Moderatorenrolle übernommen. Bereits 2001 erhielt Niccolò Ammaniti als bis dahin jüngster Autor den italienischen Literaturpreis Premio Viareggio, 2007 folgte der Premio Strega. Der Schriftsteller lebt auch heute in seiner Geburtsstadt Rom.

Alle Bücher von Niccolò Ammaniti

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Buchformat:
Cover des Buches Du und Ich9783492302968

Du und Ich

 (49)
Erschienen am 11.06.2013
Cover des Buches Anna9783961610655

Anna

 (30)
Erschienen am 27.09.2019
Cover des Buches Wie es Gott gefällt9783100008268

Wie es Gott gefällt

 (27)
Erschienen am 12.08.2008
Cover des Buches Die Herren des Hügels9783570006283

Die Herren des Hügels

 (11)
Erschienen am 31.03.2003
Cover des Buches Fort von hier9783596177592

Fort von hier

 (6)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches Die letzte Nacht9783596177608

Die letzte Nacht

 (4)
Erschienen am 01.05.2010
Cover des Buches Lasst die Spiele beginnen9783492306430

Lasst die Spiele beginnen

 (1)
Erschienen am 16.02.2015
Cover des Buches Du und Ich9783844905908

Du und Ich

 (2)
Erschienen am 12.03.2012

Neue Rezensionen zu Niccolò Ammaniti

Neu

Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Kinder der Postapokalypse
Orishavor 6 Monaten

Anna lebt mit ihrem kleinen Bruder im postapokalyptischen Sizilien. Die Erwachsenen sind tot - dahingerafft von einem Virus. Fortan müssen die Kinder dieser Welt alleine leben und für sich sorgen. So eben auch Anna. Als ihr Bruder verschwindet, macht sie sich auf die Suche, findet neue Verbündete und trifft eine Entscheidung - für ihre Zukunft.


Ammaniti's "Anna" ist ein zugegeben sehr ruhiges, dystopisches Werk, über zwei Geschwister auf Sizilien. Wir begleiten ihren Weg, ihren Alltag, ihre Mühen und ihre Sorgen in einer Welt, wo die Erwachsenen nicht mehr sind und Kinder die Verantwortung für sich selbst übernehmen müssen. 


Doch so richtig greift diese Konzept nicht. Die Spannung bleibt gleichbleibend bisweilen sogar aus, auch wenn Ammaniti versucht einen (Spannungs-)Bogen zu schlagen, der aber eben nicht zündet. Zwar wird der Hintergrund aller Protagonisten offenbart, aber der Zugang zu den innersten Gedanken Annas und ihres Bruders bleibt dem Leser verborgen. Vielleicht bei dem kleinen Bruder noch verständlich (denn er kennt kaum eine andere Welt), doch Anna - 13jährig - sollte die Geschehnisse irgendwie verdauen - doch sie ist vielmehr nur anwesend. Diese Stumpfheit kann wiederum als solche gemeint sein - dann tritt sie für mich aber wiederum nicht deutlich genug zu Tage.


So bleibt "Anna" leider ein fades dystopisches Buch, das durchaus Potential für mehr gehabt hätte. Zum einen spielt die Handlung endlich einmal nicht in den USA oder Großbritannien (wie gefühlt alle anderen Dystopien der letzten Jahrzehnte). Und es wird eben die Geschichte der Kinder erzählt. Auch das Ammaniti einen Hund als Protagonisten einbaut - der sogar seine eigene Hintergrundgeschichte erhält, ist ein großer Pluspunkt. 


Fazit: Ein Buch, das viel Potential hatte, aber hinter den Erwartungen zurück bleibt. Nett zu lesen, aber sicherlich kein unbedingten Muss.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Wer mal Netflix auf Papier möchte ...
Lindelorevor 7 Monaten

Dieses Buch habe ich mehr zufällig als bewusst im vollen Regal des Eisele Verlags auf der Frankfurter Buchmesse entdeckt. Vom Cover angezogen und mit dem vagen Gedanken im Hinterkopf, dass ich die Branchenpresse darüber habe berichten sehen, musste ich es mit nach Hause nehmen und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Definitiv mein Messehighlight.

Der Roman begleitet das Mädchen Anna bei seinem schier aussichtslosen und dennoch tapferen Kampf ums Überleben, nachdem ein unheilbarer Virus über die Welt gekommen und alle Erwachsenen dahingerafft hat. Dabei begegnet sie guten Seelen, herzzereissenden Schicksalen und schaurig schockierenden Zuständen von anderen Überlebenden. Immer dabei, ihr kleiner Bruder, der ihr den Willen durchzuhalten gibt. Mich als große Schwester hat die pragmatische und dennoch liebevolle Anna gepackt. Ammaniti schreibt zwar nicht allzu detailliert über das eigentliche Gefühlsleben seiner Charaktere und dennoch musste ich auf jeder Seite förmlich nach Luft schnappen. Vielleicht gerade deshalb. Spannend bis zum Schluss. Man merkt, dass der Mann vom Film kommt, also wer statt auf den Bildschirm lieber aufs Papier schauen möchte: das ist euer Buch.

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S

Rezension zu "Anna" von Niccolò Ammaniti

Anna von Niccolò Ammaniti
stella_readsvor einem Jahr

>>| Meinung |<<

Niccolo Ammaniti entführt seine Leser mit seinem Werk „Anna“ in ein schonungslos erzähltes Endzeitszenario, welches ich nur schwer mit einer endgültigen Bewertung beurteilen kann. Ein Virus, genannt „Die Rote“, hat sich innerhalb kürzester Zeit von Belgien über den gesamten Kontinenten verbreitet und die Bevölkerung rasant dezimiert. 
Bis auf die Kinder! 
Denn aus einem nicht restlos geklärten Grund, der mit dem Fehlen pubertärer Hormone zusammenhängt, bleiben Kinder bis zu einem Alter von ca. 14 Jahren immun. Und eben diese Kinder schlagen sich nun in kleinen Grüppchen oder organisierten Banden durch ein Sizilien, wie wir es uns heutzutage nicht vorstellen möchten: Eine trostlose und endlose Weite, deren Umwelt auf das Minimalste reduziert wurde. Es gibt kein Storm, kein sauberes Wasser, von genießbaren Lebensmittel ganz zu Schweigen und schon gar keine Erwachsenen, die sie auf das Leben da draußen hätten vorbereiten können. Und in dieser apokalyptischen Welt, wo hinter jeder Ecke Gefahr und Tod lauert, begleiten wir die Hauptprotagonistin Anna (13 Jahre, sie ist sich dessen aber nicht ganz sicher) und ihren jüngeren Bruder Astor (6 Jahre). Nach dem Tod der Mutter tauscht Anna ihre Kindheit gegen Verantwortung und gibt alles dafür, Astor vor den Schrecken der Außenwelt zu bewahren. Sie ist eine kleine, starke Persönlichkeit, die sich mit der Zeit mit Ihrer Rolle als Kämpferin abgefunden hat und für die, die sie liebt, alles auf eine Karte setzt. Probleme des Alltags oder Konflikte mit anderen Kindern und tierischen Lebewesen löst sie trotz ihres Alters klug und unbeirrt. Doch Anna weiß, dass die Geschwister nicht mehr ewig in dem alten Haus ihrer Mutter bleiben können und sich auf den Weg zum Festland machen müssen: Denn dort soll es noch „die Großen“ geben. Diejenigen, die das Virus überlebt haben. Und auch, wenn es für sie keine Hoffnung mehr zu geben scheint möchte sie doch wenigstens Astor die Chance auf ein langes Leben ohne Seuche ermöglichen.  Auch wenn eine Situation aussichtslos erscheint oder man an sich selbst zweifelt bringt so etwas auch immer eine kleinen Lichtblick mit: Die Menschen oder Lebewesen, die diesen Weg mit einem gemeinsam bestreiten.  Pietro, ein Junge, den Anna auf Ihrem Weg kennen lernt, finde ich unglaublich sympathisch und zeigt Anna die Welt aus einer weniger ernsten und besorgten Perspektive. Er ist die Person, die in meinen Augen die Geschichte lesenswert macht. Und dann haben wir natürlich noch Coccolone. Der treue, streunende Gefährte auf vier Pfoten, welchem Ammaniti sogar eine kleine Biografie geschrieben hat, um ihn besser zu verstehen (bei sowas hat man mich ja sofort am Haken xD). Das Ende hat mich leider maßlos enttäuscht. Hier wird dem Leser viel Spielraum für eigene Spekulationen gelassen. Der eine mag so etwas, ich gehöre leider zu der Kategorie, die, wenn es keine Fortsetzung der Geschichte gibt, einen Abschluss braucht. Und den habe ich hier leider nicht bekommen und mich mit einigen Fragen zurück gelassen.

 

>>| Fazit |<<

Im Großen und Ganzen ist das Buch gut und interessant geschrieben, wobei ich auf Grund der vielen düsteren und verstörenden Ereignisse es nicht unter die klassischen Jugendbücher einordnen würde. Meine persönliche Empfehlung gilt deswegen für Erwachsenen und Jugendliche ab 16 Jahren.  Auch wenn ich von der Handlung der Geschichte gut unterhalten wurde, hat es mich persönlich allerdings nicht so abgeholt und berührt, wie ich es mir zu Beginn gewünscht habe. Es gab zwar einige Geschehnisse, die mich regelrecht mitgerissen haben, dann aber waren auf der anderen Seite diese extrem langen Passagen, wo es sich schier unendlich in die Längen gezogen hat. Ich hätte mir mehr Abenteuer, mehr Spannung gewünscht und dafür weniger Umgebungsbeschreibungen, die sich ständig wiederholen. Zu Beginn des Buches finde ich sowas überaus wichtig, irgendwann aber kommt der Punkt, an dem ich mir einfach die Welt vor meinem geistigen Auge aufgebaut habe und dann fange ich an, eben diese Sachen einfach zu überlesen. Mir bleibt an dieser Stelle nur zu sagen: Wer gerne Dystopien liest sollte auf jeden Fall mal einen Blick in die Leseprobe werfen und sich sein eigenes Bild machen. 
Und allein wegen Coccolone und Pietro sollte man diesem Buch mehr Aufmerksamkeit schenken :-).

>>| Lieblingszitat |<<
"Am Ende kommt's nicht darauf an, wie lang du lebst, sondern wie du lebst. 
Wenn du ein gutes Leben führst, wenn du alles auskostest, dann ist ein kurzes Leben so viel wert wie ein langes."
Pietro, S. 253

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Gespräche aus der Community

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Ich lasse hier mein Exemplar auf Wunsch wandern.

Inhaltsangabe:
Lorenzo weiß selbst nicht, warum er behauptet hat, dass er mit einer Clique in die Skiferien fährt. Nun kann er nicht mehr zurück, seine Mutter freut sich viel zu sehr, dass er endlich Freunde gefunden hat. Also besorgt er sich einen Fernseher, Bücher, Computerspiele, ein paar Vorräte und Selbstbräunungslotion und versteckt sich am ersten Ferientag im Keller des Hauses. Alles läuft nach Plan, bis seine Halbschwester Olivia in seinem Verschlag auftaucht, auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen und
nach ein bisschen Bargeld für den nächsten Schuss … Anrührend, komisch und tragisch zugleich – eine kurze Geschichte vom Erwachsenwerden.

Regeln:
Leider geht ja bekanntlich nichts ohne Regeln und ich hänge an meinen Büchern sehr.
Ich setze voraus, dass man mit Büchern ordentlich umgeht, sie nicht beschmutzt oder sonst wie beschädigt.
Ihr habt 2 Wochen Zeit, das Buch zu lesen. Sollte es länger dauern, einfach kurz Bescheid geben.
Wenn es bei euch angekommen ist bitte kurz Bescheid geben, genauso, wenn ihr es weiterschickt
Wenn ihr das Buch fertig gelesen habt, fragt ihr denjenigen, der nach euch in der Liste steht, nach seiner Adresse und schickt das Buch an ihn weiter.
Sollte das Buch verschwinden, müssen sich Empfänger und Absender um einen Ersatz kümmern.
Das Buch wird mit Schutzumschlag verschickt, der gehört für mich zum Buch dazu und da ist dann ein wenig mehr Vorsicht geboten.

Teilnehmer:
---Buch ist am 8.10 auf die Reise gegangen---
01)
Marakkaram---12.10.--16.10.
02)
LibriHolly---23.10.---27.10.
03)
kleineanna---3.11.---07.11.
04)
Moni-Que---13.11---26.11.
05) chatty68---30.11
06) justitia---27.12---20.01
07)
Bücherwurm 31.01---11.02
08)
Rilana---19.02
09)
kleinerstern übersprungen
10) gamaschi

11) DieBerta----28.3
12) michaela_sanders---12.4---16.04
13) Eulenmail----19.04
14) Biene2004---13.05
15) Zauberzeichen---7.6
95 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Niccolò Ammaniti wurde am 25. September 1966 in Rom (Italien) geboren.

Niccolò Ammaniti im Netz:

Community-Statistik

in 235 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

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