Nichola Reilly Herrscher der Gezeiten

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Inhaltsangabe zu „Herrscher der Gezeiten“ von Nichola Reilly

Wer diesen Roman gelesen hat, wird das Meer mit anderen Augen sehen … Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund. Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

Eine spannende Geschichte, das abrupte Ende hat mich allerdings enttäuscht.

— Buchharmonien
Buchharmonien

Puh. Tendenz nach unten. Man war das schlecht. Ich mag nicht mal darüber reden.

— lovelylifeofanna
lovelylifeofanna

Hatte etwas gebraucht in die Geschichte einzutauchen. Ab der Mitte wurde es aber dann immer spannender, Aufjedenfall eine Leseempfehlung.

— Buecherhase94
Buecherhase94

Hat mich leider sehr enttäuscht.

— Tintenfaden
Tintenfaden

So spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es innerhalb weniger Tage bereits komplett gelesen hatte!

— Avalee
Avalee

Tolle Grundeidee und gelungene Atmosphäre, allerdings einige Längen im Mittelteil, die sich für mich zu sehr hinzogen..

— krissysch
krissysch

Eine spannenden Grundidee, eine sympathische Hauptfigur, ein fesselnder Anfang, ein fesselndes Ende - aber leider keine fesselnde Mitte.

— Dahlia_von_Dohlenburg
Dahlia_von_Dohlenburg

...war ganz gut, allerdings wünsche ich mir eine Fortsetzung :)

— Mella_Nie
Mella_Nie

etwas zäher Beginn, aber spannender Schluß - mausert sich ganz schön im Laufe des Buches!

— KleinerVampir
KleinerVampir

Die Ideen und Ansätze der Autorin sind gut, nur in der Umsetzung liegen hier größere Schwächen.

— Kati87
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  • Gelungener Ansatz, der noch ausbaufähig ist

    Herrscher der Gezeiten
    tintenblau

    tintenblau

    22. July 2017 um 20:04

    Herrscher der Gezeiten von Nichola Reilly Obwohl dieses Buch schon so lange erschienen ist, habe ich es erst jetzt gelesen und ich dachte, es würde sich gut für meine erste Rezension machen (puh, bin ganz aufgeregt deswegen). Cover + Gestaltung Ich finde das Cover sehr schön, es hat etwas Magisches, was Lust auf das Buch macht. Trotzdem ist es nicht ganz passend, da während ich das Buch gelesen hatte, mir die Protagonistin Coe sehr viel anders vorgestellt habe und das Mädchen auf dem Buch ihr in meiner Vorstellung nur begrenzt ähnlich sah. Aufbau Ich fand es etwas schwierig in das Buch und dessen Welt einzusteigen, da meiner Meinung nach alles etwas zu ungenau beschrieben war und ich mir deswegen viel selbst „dazudenken“ musste. Nach einer kurzen Weile konnte ich das Buch jedoch sehr gut lesen. Der Mittelteil war mir persönlich etwas zu langatmig, da interessante Teile der Story nur angerissen wurden. Das Ende hingegen war jedoch wieder etwas spannender und konnte mich dann mehr fesseln. Der Schreibstil der Autorin ist klar und flüssig, leicht verständlich und einfach, weshalb man trotz der langatmigen Stellen, das Buch relativ schnell lesen konnte. Charaktere Die Protagonistin Coe war mir zu Anfang etwas unsympathisch, da sie so ein „schwacher“ Charakter war, was sich jedoch später im Buch gelegt hat, weil ich ihre Geschichte dann besser nachvollziehen konnte. Sie macht in dem relativ kurzen Buch eine große Wandlung durch und lernt für sich selbst und die Dinge, die ihr wichtig sind einzustehen, obwohl zu Anfang des Buches alles sehr aussichtslos erscheint. Das hat mir sehr gefallen. Coes Freund Tiam und seine Beweggründe konnte ich zu Anfang gar nicht einschätzen, er kam mir sehr oberflächlich vor, wie die restlichen Bewohner der Insel auch. Im weiteren Verlauf des Buches konnte sich mein Eindruck jedoch nicht bestätigen, worüber ich auch ganz froh bin. Ein weiterer Charakter ist die kleine Fern, welche ich von Anfang an sehr süß fand und die auch bei mir ein Gefühl hinterlassen hat als ob ich sie beschützen müsste. Prinzessin Star muss ich ehrlich sagen, fand ich das ganze Buch über wirklich oberflächlich und sehr unsympathisch und das hat sich auch zum Ende des Buches hin nicht geändert. Finn war ein sehr interessanter Charakter, bei dem ich zugeben muss, dass er mich zu Anfang auch ein wenig hinters Licht führen konnte, obwohl ich nicht sicher war, was ich von ihm zu erwarten hatte. Deswegen war ich von diesem Charakter wohl am meisten überrascht. Insgesamt sind die Charaktere gut beschrieben, wenn auch teilweise etwas oberflächlich, da es manchmal schwer fällt, sich in sie hineinzuversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Meinung Mir hat das Buch im Großen und Ganzen relativ gut gefallen und es ist ein netter Roman für zwischendurch. Obwohl ich zu Anfang Schwierigkeiten mit einzelnen Charakteren und dem Einstieg hatte (wie schon beschrieben), hat mir die Entwicklung der Story sehr gut gefallen. Ich finde die Grundidee dieser Dystopie über eine überflutete Welt und die letzten lebenden Menschen sehr interessant und bin etwas enttäuscht, dass die Autorin die Story nicht etwas ausgeweitet hat. Denn einige Handlungsstränge oder Nebengeschichten werden nur kurz erklärt und nicht weiter ausgeführt. Ich finde das sehr schade, denn diese Story hat sehr viel Potenzial und man könnte noch sehr viel besser in diese Welt eintauchen, wenn sie etwas genauer beschrieben wäre. Ich empfehle das Buch jedem, der Interesse an Dystopien hat und wer etwas zum Lesen für zwischendurch sucht. Denn trotz des guten Ansatzes der Story, ist es leider auch nicht mehr als das – ein guter Ansatz, der meiner Meinung nach sehr viel ausführlicher hätte sein können, um die Leser vollständig in seinen Bann ziehen zu können. Fazit Ich vergebe für das Buch 3,5 von 5 Sternen. Die Grundidee der Autorin hat sehr viel Potenzial, welches sie meiner Meinung nach nicht richtig genutzt hat, da die Story an einigen Stellen viel ausbaufähiger gewesen wäre. Mit den Charakteren musste ich mich zunächst anfreunden, die aber zunehmend interessanter wurden. Trotz allem ist es ein schönes Buch für zwischendurch und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Ich bin gespannt, ob es irgendwann noch einen zweiten Teil geben wird.

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  • Fesselnd und beeindruckend!

    Herrscher der Gezeiten
    Avalee

    Avalee

    10. December 2015 um 23:50

    Das Cover finde ich wunderschön und war sicherlich auch ein Grund, weshalb ich dieses Buch gekauft habe. Die Story wird aus der Sicht eines Mädchens erzählt, das zwischen Monarchie und Volk steht, das sich zwischen Liebe und Überleben entscheiden muss und das nur eine Hand hat, um ihr Leben zu meistern. Die Flut ist dabei eine ständige Bedrohung, denn mit jeder einzelnen wird die kleine Insel auf der die letzten Menschen leben völlig mit Wasser überschwemmt. Darum flüchten sich die Menschen jedes Mal für diese Zeit auf eine erhöhte Plattform. Aber das ist nicht alles. Denn in den Wellen wartet eine weitere Bedrohung … Meiner Meinung nach ein rundum gelungener Roman. Ich fand die Story so spannend, dass ich sie innerhalb weniger Tage bereits komplett gelesen hatte. Nur das Ende fand ich etwas enttäuschend, aber da ich dann festgestellt habe, dass Herrscher der Gezeiten nur der erste Teil einer Trilogie ist, konnte ich meine erste Meinung zurücknehmen. Denn dafür war das Ende doch sehr gut gelungen und macht neugierig auf die nächsten Teile. Ich hoffe, sie lassen nicht allzu lange auf sich warten.

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  • Sehr langatmig

    Herrscher der Gezeiten
    Starlet

    Starlet

    05. November 2015 um 10:25

    Lange habe ich dieses Buch nun schon zu Hause und nachdem ich nun noch einmal begonnen habe, es ab der ersten Seite zu lesen, habe ich es nun endlich komplett gelesen. Ihr merkt schon, es war ein Buch, das mir nicht leicht gefallen ist. Dabei ist der Anfang recht solide. Die Welt versinkt in den Fluten, jeden Tag wird ein Stück mehr von dem Sand der Insel abgetragen und somit wird die Insel immer kleiner. Stück für Stück. Diese kleine Welt hat einen König, der in einem Schloss wohnt und während den Fluten mit seiner Tochter im Turm ist. Die restliche Inselbevölkerung muss während der Fluten auf eine enge Plattform, damit sie überleben können. Alles ist dennoch geregelt, von den Plätzen auf der Plattform bis zu den Aufgaben, die jeder Bewohner hat. Coe kommt sich selbst ziemlich unnütz vor. Sie muss das Toilettenhaus reinigen und verrichtet eher niedrige Arbeit. Heimlich schwärmt sie für ihren besten Freund Tiam. Jeder ist sich auf dieser Insel selbst am nächsten. Coe ist alleine, ihr Vater ist vermutlich gestorben, ihre Mutter kennt sie nicht. Tiam möchte Coe beschützen, er sorgt dafür, dass Coe in den Palast kommt. Bis zum Schluss konnte ich leider keine Bindung zu den Charakteren aufbauen. Coe ist meistens zurückhaltend, sie ist mir noch am meisten ans Herz gewachsen. Tiam habe ich immer wieder in Frage gestellt, oftmals war es mir nicht bewusst, auf welcher Seite er nun eigentlich steht und dadurch konnte ich keine emotionale Bindung aufbauen. Leider hatte ich während dem Lesen auch immer wieder das Gefühl, dass ich viele Charaktere nicht einschätzen kann. Und auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Vor allem der Mittelteil war sehr langatmig. Das Ende war überraschend und spannend, leider auch sehr offen. Ich bin grundsätzlich kein Fan von offenen Enden, aber hier waren viel zu viele Dinge offen. Gerade als ich dachte, dass das Buch noch eine Wendung macht und interessant wird, war es vorbei. Schade, dass es sich hier um einen Einzelband handelt. FAZIT: Insgesamt leider sehr langatmig und zu viele Fragen, die offen bleiben. Wenige spannende Momente konnten mich leider nicht komplett vom Buch überzeugen.

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  • Leider nur so lala

    Herrscher der Gezeiten
    BeckyHH

    BeckyHH

    31. October 2015 um 14:58

    Die Dystopie „Herrscher der Gezeiten“ von Nichola Reilly konnte mich leider nur mäßig überzeugen. In einer Welt, in der man täglich Angst vor dem Tod haben muss, kämpft sich die Hauptprotagonistin durch. Und nicht dass das schlimm genug wäre, nein, sie muss andauern das Mobbing der Bewohner ertragen, denen sie es nie recht machen kann. Diese Inakzeptanz war für mich unbegreiflich und ging mir nach einer Weile schon etwas auf den Keks muss ich sagen. Das war etwas, dass ich nicht verstehen konnte aufgrund der immer weiter sinkenden Anzahl von Menschen.   Coe ist wirklich eine taffe Hauptprotagonistin. Man kann sie einfach nicht mit anderen Heldinnen vergleichen und ich mochte sie von Anfang an. Sie arbeitet hart und dass sie mit nur einer Hand ihr Leben meistert habe ich ganz schnell vergessen. Tiam, der männliche Hauptprotagonist, ist total vernarrt in Coe. Doch zwischendurch zweifelte ich ein bisschen, denn er machte eine Entwicklung durch, die ich zunächst nicht verstanden habe.   Der Einstieg in das Buch fiel mir recht schwer, denn diese einzigartige Welt ist so umfangreich beschrieben, dass es nicht ganz leicht war mit der Informationsflut Schritt zu halten. Geschrieben wurde immer aus der Sicht von Coe, was mir gut gefallen hat. Weitere Sichtweisen wären einfach zu viel gewesen. Leider hat mir aber das Ende überhaupt nicht gefallen. Es war so offen und ich musste dreimal blättern, um mich davon zu überzeugen, dass nicht noch ein paar Kapitel fehlen.   Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir das Mobbing, die Kämpfe nach Anerkennung und das Ende nicht gefallen haben. Überzeugt haben mich aber definitiv der Schreibstil der Autorin und die Fantasie mit der diese Welt erschaffen wurde. Aber wie sage ich immer? Es ist alles Geschmackssache! Copyright © 2015 by beckysworldofbooks.de

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  • ZU viele Längen im Mittelteil

    Herrscher der Gezeiten
    krissysch

    krissysch

    18. September 2015 um 23:32

    Nachdem die Welt, wie wir sie kennen, fast komplett überflutet wurde, kämpft ein kleines Volk Überlebender auf einer kleinen Insel ums Überleben. Während der König dieses Volkes mit seiner Tochter ein recht angenehmes Leben in einem Gebäude mit hohem Turm zu führen scheint, müssen die restlichen Inselbewohner täglich um ihr Leben bangen. Denn mit jeder Flut wird die ganze Insel komplett überschwemmt - bis auf den kleinen Turm und ein Plateau, auf dem in dieser Zeit die Bewohner Schutz suchen. Eine dieser Bewohnerinnen ist Coe, die eine Außenseiterin in ihrem Volk ist. Durch einen Unfall hat sie als Kind eine Hand verloren und ist für die Inselbewohner damit eher eine Last. Einzig Tiam, mit dem sie bereits seit klein auf befreundet ist, hält zu ihr, sodass es ihr nicht so viel ausmacht, die niederen Arbeiten übernehmen zu müssen. Doch dann wird sie plötzlich von der Tochter des Königs, Prinzessin Star, als Zofe auserwählt und darf fortan in deren Haus leben. Dort stellt sie schnell fest, dass die Königsfamilie viel besser lebt, als es den Anschein hat, und einige Geheimnisse vor den Inselbewohnern zu haben scheint.. Ich persönlich mag ja dieses Überflutungsthema momentan total gerne, da es gar nicht so weit hergeholt ist und wirklich Realität werden könnte. Daher hat mich das Thema des Buches direkt angesprochen. Der Erzählstil hat mir ebenfalls gut gefallen, der Einstieg in die Geschichte war einfach und glaubhaft dargestellt. Über die Hintergründe, warum die Menschen gerade auf dieser Insel  leben und wie es zu all dem gekommen ist, erfährt man im Lauf der Geschichte mehr. Und diese waren für mich glaubhaft dargestellt, was mir sehr gut gefallen hat, denn dabei ist die Handlung sehr realistisch geblieben. Lediglich gegen Ende hin kam es mir dann etwas unglaubwürdiger vor, was ich aber nicht allzu schlimm fand. Coe als Protagonistin hat mir ebenfalls gut gefallen, obwohl sie nicht nur zu ihren Mitmenschen, sondern auch zum Leser eine gewisse Distanz wahrt. Dies passt aber hervorragend zu ihrer Art und auch dem Leben, das die Inselbewohner führen-  denn sie alle kämpfen ums Überleben und sind es gewohnt, anderen gegenüber Abstand zu halten. Tiam hingegen, Coes bester und einziger Freund, der ihr sehr viel bedeutet, war für mich ein bisschen zu nett. Es war sehr süß, wie er ständig versucht hat Coe zu helfen und zu unterstützen aber ich hatte auch das Gefühl, dass er es allen recht machen wollte und nur Gutes tun wollte. An sich ja nicht schlecht, aber in einer solchen Gesellschaft fand ich diese Handlungen etwas zu unglaubwürdig. Sehr gut gefallen hat mir auch die Idee mit der Plattform, auf der sich alle während der Flut verstecken. Durch diese kam eine sehr gelungene, düstere und gefährliche Grundstimmung auf - denn obwohl die Plattform eigentlich vor der Flut retten soll, so ist es dort trotzdem nicht sicher, denn immer wieder reißen Wellen oder gefährliche Fische Personen herunter, die zu nah am Rand stehen oder marode Teile brechen ab. Dadurch wurde die ausweglose Situation, in der sich Coe, Tiam und die anderen befinden, noch einmal deutlicher und die Geschichte gewann sehr viel an Atmosphäre. Durch das Leben auf der Insel entstand auch eine stetige Unruhe - die Angst, bei der Flut nicht rechtzeitig auf der Plattform zu sein war deutlich spürbar. Der Anfang war sehr ereignisreich und spannend, sodass mir das Buch direkt gefallen hat. Auch gegen Ende überschlugen sich wieder die Ereignisse. Im Mittelteil hingegen gab es jedoch einige Längen, in denen Coe nur auf der Insel umherzustreifen scheint, nicht so recht weiß, was sie tun soll und sich die Geschichte unnötig in die Länge zieht. Es passiert hier einfach zu wenig, besonders im Gegensatz zum aktiven Anfang und Ende des Buches, sodass die drei Teile nicht so recht zusammenpassen wollten. Insgesamt fehlte mir zwischendurch etwas die Spannung, was ich sehr schade fand, denn Idee und Atmosphäre waren so super, dass ein klasse Buch daraus hätte werden können. So war es leider nur mittelmäßig, aber dennoch nicht schlecht.

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  • Sonne, Meer und Dystopie..DER Sommertipp

    Herrscher der Gezeiten
    Athene

    Athene

    04. August 2015 um 08:17

    INHALT: Die Erde ist überflutet, nur Wenige kämpfen Tag ein Tag aus ums Überleben. Die schwer gezeichnete Coe ist in ihren Reihen eine Randfigur und muss erniedrigende Arbeiten erledigen, um einen sicheren Platz auf der Plattform zu haben, die bei jeder Flut umspült wird. Sie träumt von einem besseren und trockenerem Leben und bewundert ihren Freund Tiam, der mutig und stark durchs Leben schreitet. Eines Tages erfährt die Inselgemeinschaft, dass der Herrscher der Insel im Sterben liegt und die Nachfolge unsicher ist. Coe und Tiam werden ins königliche Schloss geladen und erfahren von einem Geheimnis, das alles ändern kann. Haben sie genug Zeit, bevor die Flut alles mit sich reißt? FAZIT: Auf der Leipziger Buchmesse 2015 fiel mir dieses Buch sofort in die Hände und es war klar. Ich muss es lesen. Denn ich liebe das Meer. Also las ich dieses Buch während ich auf einer Liege am Meer lag und die Sonne....dieses Buch passt zu jedem Strandurlaub und ist auch etwas für Daheimgebliebene, denn die dystopischen Schilderungen der Autorin sind wunderbar gelungen. Ob diese Zukunft irgendwann Realität wird? Coe und Tiam haben auf jeden Fall einen sehr aufregenden Alltag, so dass ich das Buch von Anfang an als sehr spannend empfunden habe. Durch ihre Behinderung ist Coe eine Außenseiterin der Gruppe und erträgt stoisch ihr Schicksal ohne zu verbittern. Dies macht sie als Heldin der Handlung sehr sympathisch. Doch auch die übrigen Figuren sind geschickt angelegt, denn der Leser muss mit Coe zusammen erleben und erfahren, wer gut oder böse ist. Denn die Zivilisation wie wir sie heute kennen, gibt es nicht mehr. Hier zählt das blanke Überleben. Coe kann beim Lesen eines alten Märchenbuches zum Beispiel manche Dinge wie Tanzen gar nicht nachvollziehen, da es in ihrer Welt reiner Luxus wäre. Auch sind die Voraussetzung durch die Überflutung dafür nur im Palast gegeben. Weitere Einblicke in lang vergessenes Wissen erhält sie durch ein Tagebuch, dass in der Zeit entstand, in der die Flut kam. Dadurch bekommt der Leser einen guten Einblick in die Dystopie ohne durch lange Schilderungen gelangweilt zu werden. Das Ende ist für mich ein wenig offen, so dass ich mich frage, ob es eine Fortsetzung geben könnte. (Bislang gibt es auch im Englischen nur dieses eine Buch.) Daher 4,5 von 5 Punkten! http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2015/07/nichola-reilly-herrscher-der-gezeiten.html

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  • "Herrscher der Gezeiten"

    Herrscher der Gezeiten
    Dahlia_von_Dohlenburg

    Dahlia_von_Dohlenburg

    18. June 2015 um 17:13

    Klappentext Wer diesen Roman gelesen hat, wird das Meer mit anderen Augen sehen ... Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund. Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...Wie es mir gefallen hat Das Leben auf der Insel Tides ist trostlos und jeden Tag bei Flut sehen die verbliebenen knapp 500 Bewohner dem Tod wieder ins Gesicht, wenn sie sich eng aneinander gepfercht auf der lebensrettenden Plattform drängen. Mit jeder Generation haben die Bewohner mehr und mehr vergessen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Niemand vertraut einem anderen - Freundschaft und Liebe sind vergessene Konzepte. Man kämpft nur noch um sein eigenes Überleben, während der Platz auf der lebensrettenden Platform immer kleiner wird. "Herrscher der Gezeiten" wird von Coe aus der ersten Person Präsens erzählt, was der Geschichte etwas unmittelbares gab. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm zu lesen, manchmal sehr schön bildhaft. Coe ist die Außenseiterin in dieser Welt - nicht nur hat sie als einzige schwarze Haare und rosa-farbene Augen, als kleines Mädchen hat sie zudem eine Hand verloren, als sie von Kritzlern - fischartigen Monstern - attackiert wurde. Eine Behinderung, die sie für diese Welt zu einer Last macht. Sie hat dadurch ein geringes Selbstbewusstsein und findet sich selbst hässlich und nutzlos, wächst aber im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Denn eine Eigenschaft zeichnet sie besonders aus: Trotz alle Schikanen, die sie durchstehen muss, hat sie sich das Mitgefühl bewahrt. Das verdankt sie vor allem ihrem Vater Buck, der ihr von der alten Zeit erzählt hat und ihr lesen und schreiben beibrachte, so dass sie die letzten beiden Zeugnisse dieser Welt verstehen konnte: ein Märchenbuch und die Tagebücher ihrer Vorfahren. So ist sie die letzte, die noch weiß, was Liebe ist oder jemanden zu küssen. Zumindest glaubt sie, die Einzige zu sein. Seit Coe sich erinnern kann, ist sie in Tiam verliebt, der auf der Plattform neben ihr steht und als eine Art Klassenclown immer wieder versucht, die betrübte Stimmung auf der Insel aufzumuntern. Die Liebesgeschichte zwischen Tiam und Coe steht aus verschiedenen Gründen unter keinem guten Stern. Es ist schwer sich jemanden in einer Welt anzunähern in der es keine Liebe mehr gibt. Und da Coe sehr geringes Selbstwertgefühl hat, kann sie sich nicht vorstellen, dass Tiam ausgerechnet sie haben wollen könnte. Vor allem gibt es auch bildhübsche Konkurrenz. Das sind Klischees, die einem in Liebesromanen gerade für junges Publikum häufig begegnen und mich sehr oft furchtbar stört. Gerade weil die Hauptfigur in den meisten Fällen einfach eine Schönheit ist, was alle sehen, außer sie selbst. Bei Coe konnte es mich jedoch überzeugen, da sie zwar im Endeffekt auch hübsch ist, aber durch ihre Außenseiterrolle und ihre Behinderung ist es verständlich, dass sie das nicht so sehen kann. Und was die Konkurrenz angeht ... nun ja, in Anbetracht, wie nervtötend ich Star fand, schwer vorstellbar, dass sie ernsthafte Konkurrenz ist. Aber da sie die Prinzessin der Insel ist und gleichzeitig sehr schön, wo Coe sich schon immer hässlich gefühlt hat, ist es auch nachvollziehbar, dass sie auf den Gedanken kommt, Tiam könnte Star ihr vorziehen. Wo ich schon Star angesprochen habe, möchte ich hier gleich auf die Nebenfiguren zu sprechen kommen. In einer Welt, in der die Hauptfigur nicht weiß, wie es ist, jemandem zu vertrauen, ist es schwierig abzuschätzen, inwieweit sie mit ihren Einschätzungen der Charaktere richtig liegt und das hat sie in gewisser Weise zu einem unzuverlässigen Erzähler gemacht. Tiam war mir anfangs sehr sympathisch, legte aber auch hin und wieder ein eher arrogantes Verhalten an den Tag und dann wurde ich lange Zeit nicht mehr wirklich schlau aus ihm. Dass er sich auch so schwer tat, mit Coe einfach Klartext zu reden, selbst als die Situation brenzlig wurde, machte es für mich noch schwieriger, ihn einzuschätzen. Und Rückblickend machte es auch wenig Sinn, da es ab einem bestimmten Punkt keinen realistischen Grund mehr gab, Coe die Wahrheit vorzuenthalten - außer um künstlich Konflikte aufzubauen. Die eben erwähnte Star fand ich irgendwann einfach nur noch nervig - viel zu arrogant und weltfremd behandelte sie Coe und alle anderen von oben herab. Immer, wenn sie auftauchte, konnte ich nur mit Coe über ihr Verhalten die Augen rollen. Von den Nebenfiguren war mit Fern am sympathischsten, das jüngste Mädchen auf der Insel, das ein bisschen wie eine kleine Schwester für Coe ist und bei der ich ausnahmsweise einmal nicht andauernd die Motivation und widersprüchliches Verhalten hinterfragen musste. Zwar löste sich das bei den anderen zum Ende auch einigermaßen auf, warum sie so handelten wie sie handelten, aber frustrierend war es manchmal dennoch. Die Haupthandlung der Geschichte beginnt erst spannend, als die Welt eingeführt wird, dann verläuft es sich aber hin und wieder, da auch die Flut ein zielstrebiges Handeln einschränkte - gleichzeitig ist die Flut aber auch ein Element, dass zu hochgradig spannenden Szenen führen kann. Dennoch zog sich der Mittelteil ein bisschen. Aber gegen Ende, wenn sich langsam die Rätsel entwirren und die Situation drängender wird, legt es noch einmal sehr an Spannung zu und kann einige überraschende Wendungen bieten. Als ich das Buch gelesen habe, ging ich aus irgendeinem Grund von einem Einzelband aus, sodass mich das Ende erst sehr enttäuscht hatte - aber da es sich doch um einen Reihenauftakt handelt, tröstet das ein bisschen darüber hinweg und erklärt, warum es viele offene Fragen gab und unabgeschlossene Handlungsstränge. Wäre das wirklich das Ende, dann wären es zu viele gewesen, aber so bin ich gespannt auf die Fortsetzung.Fazit Coe war eine sehr sympathische Hauptfigur, mit der ich gerade zu Beginn sehr mitgefiebert habe. Leider hatte das Buch aber einige Längen in der Mitte, einige unlogischen Stellen im Weltenbau und die Nebencharaktere hätten besser ausgearbeitet sein können. Aber die Grundidee war sehr spannend, der Schreibstil überzeigend und die Erzählung konnte mich zu Beginn und Ende sehr fesseln. Aber leider nicht ausreichend dazwischen.

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  • Herrscher der Gezeiten

    Herrscher der Gezeiten
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    Buchinhalt: In der Zukunft Die Erde ist vom Meer überschwemmt, der Ozean wimmelt von gefährlichen Kreaturen. Die letzten Überlebenden leben auf einer kleinen Insel, regiert vom Königshaus Wallow und bei jeder Flut dem Tod nahe. Denn kommt diese, müssen die Menschen auf einer kleinen Plattform stehend Schutz suchen, alles andere ist überflutet. Coe ist eine davon, ein Mädchen, das niederste Tätigkeiten ausüben und sich täglich gegen Schikanen wehren muß. Ihr einziger Freund: Tiam. Dann stirbt der König und plötzlich steht Coes Welt Kopf. Gibt es doch noch ein Refugium für die Menschen? Coe deckt nach und nach eine Wahrheit auf, die schlimmer ist, als jegliche Vorstellungskraft….   Persönlicher Eindruck: Dystopien mit gänzlich überfluteter Welt gibt es mehrere, aber diese hier ist besonders düster. Die Vorstellung, sich alle paar Stunden stehend inmitten einer Menschenmasse auf einer kleinen Plattform im Ozean zu retten versuchen, treibt einem kalte Schauer über den Rücken. Coe als Protagonistin wirkt trotz ihrer Verletzung und ihrem schweren Stand innerhalb der Gruppe tough und lässt sich nicht unterkriegen. Sie ist die einzige, die Lesen kann und schon mehrfach den Kritzlern, gefährlichen Fischen und den größten Feinden der Überlebenden, entkommen ist. Mit Tiam, der bei der „Formation“ neben ihr steht und mit Fern, einem kleinen Mädchen, verbindet sie mehr, obwohl sie immer wieder betont, dass man sich besser mit keinem anfreunden sollte – dafür leben andere eventuell zu kurz. Die Beschreibung des Settings ist auch ohne Karte der Insel gut nachvollziehbar, wobei ich nicht wirklich festmachen konnte, wie weit das Schloss / der Turm und die Plattform auseinander liegen. Einmal hat man den Eindruck, man muß ein ganzes Stück laufen, dann wiederum scheint alles in nächster Nähe zu sein. Wie auch immer, die Grundstimmung ist beklemmend und düster. Als mit dem Tod des Herrschers plötzlich Star als zweite weibliche Hauptfigur auftritt und Coe eine Konkurrentin um Tiams Gunst bekommt, wir des spannend. Die Meuterei, die nach dem Wegbrechen der Führungsfigur ausbricht, lenkt die Geschichte in eine packende Richtung, in der man mehr über die Ursachen der Überflutung und über das „Königshaus“ erfährt. Schließlich sieht man sich mit einer Wahrheit konfrontiert, die erschreckender nicht sein kann – ein absoluter Höhepunkt im sich steigernden Spannungsbogen. Was ich schade fand, ist der Schluß. Er wirkt im Vergleich zum Rest hoppla-hopp und überstürzt, hier hätte ich mir mehr Tiefe und Erklärung gewünscht. Im Grunde geht es mehr als offen aus, so dass man als Leser sich den Rest einfach denken und seine eigene Fantasie spielen lassen muß. Schade, aber das wirkt, als wollte man jetzt schnell fertig sein. Alles in allem eine spannende Dystopie /Utopie, mit und spannenden Aha-Effekten, am Schluß geizt sie aber etwas mit Handlung.  

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    • 3
  • Sehr gelungene Dystopie

    Herrscher der Gezeiten
    126sternchen

    126sternchen

    04. May 2015 um 20:02

    Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist klar und flüssig. Orte sind sehr genau und authentisch beschrieben, so dass ich mir beim Lesen gerade den Ort des Hauptgeschehens sehr gut vorstellen konnte. Auch die Emotionen der einzelnen Charaktere kommen sehr datailgetreu rüber und machen es dem Leser möglich sich in die Personen hinein zu versetzen. Fazit: Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und erzählt die Geschichte aus der Sicht von der Hauptprotagonistin Coe. Ich persönlich bin ein großer Fan dieser Erzählperspektive und war dadurch sehr schnell in der Geschichte. Sehr gelungen finde ich den Einstieg in das Buch. Man fängt an zu lesen und weiß nicht wirklich worauf das Ganze hinausläuft. Wichtig finde ich immer, das wenn man ein Buch beginnt, der Leser zu Beginn mit Fragen dasteht, die den Leser so neugierig machen, das man einfach weiterlesen muss. Dieses hat Nichola Reilly wirklich sehr gut umgesetzt und ich war so gefesselt von dem Beginn der Geschichte, das ich mehr wissen wollte. Coe ist die Hauptprotagonistin des Buches. Sie hat Handicap, mit dem sie versucht ihr Leben gut zu meistern. Ich finde, dieses schafft sie auch wirklich sehr gut und es macht sie auf eine gewisse Weise auch sehr sympathisch, da sie trotzdem versucht anderen zu helfen, obwohl es ihr nicht immer leicht fällt und sie dadurch oft an ihre Grenzen stößt. Tiam ist neben Coe der zweite Hauptprotagonist. Mit ihm hatte ich eine ganze Zeit so meine Schwierigkeiten, da ich nicht wirklich schlau aus ihm geworden bin. Oft habe ich mich gefragt, wo steht er und was will er bezwecken. Doch zum Ende hin machte vieles einen Sinn und irgendwie ist auch er mir ans Herz gewachsen und ich habe mit ihm mitgefiebert. Doch auch wenn es hauptsächlich um Coe und Tiam geht, hatte ich oft das Gefühl, dass die Beiden nur oberflächlich beschrieben wurden. Hier hätte ich mir noch mehr Einzelheiten gewünscht. Trotzdem waren sie für mich ein Teil der Geschichte. Der Schluss hat mir leider gar nicht gefallen. Dies liegt aber nicht daran das es ein schlechtes Ende war, sondern es war einfach zu plötzlich und ein kleiner Cliffhanger. Es hinterlässt mich nicht nur mit vielen Fragen sondern auch mit dem Gefühl, das irgendetwas fehlt. Aber es soll ja eine Fortsetzung geben... Trotzdem finde ich es immer schade, wenn ein Buch einer Reihe mich mit einem Gefühl zurücklässt, dass ich irgendwie kein ganzes Buch gelesen habe... Auch wenn es ein Reihenbuch ist, finde ich, sollte jeder Band irgendwie ein Ende haben, das mich zwar neugierig auf den nächsten Teil macht, aber auch auf eine gewisse Weise ein kleines abgerundetes Ende hat. Ich hoffe aber, dass sich dann mit der Fortsetzung gewisse Handlungen zusammenfügen und mir die Fragen beantworten, mit denen mich die Autorin nun zurück lässt. Trotzdem ist Herrscher der Gezeiten für mich ein Lesemuss für jeden Dystopie Fan. Es hat eine gute Mischung aus Fantasy und Dystopie mit den typische Merkmalen der Düsterheit und Bedrohung. Das Buch konnte mich schon sehr überzeugen, aber aufgrund des plötzlichen Endes und des Cliffhangers muss ich leider einen Punkt abziehen und es gibt von mir hier gute 4 von 5 Federn.

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  • Herrscher der Gezeiten – neuartig, beängstigend und spannend!

    Herrscher der Gezeiten
    herminefan

    herminefan

    25. April 2015 um 13:46

    Meinung: Herrscher der Gezeiten – neuartig, beängstigend und spannend! Der Klappentext hat mich hier sofort angesprochen, denn es hörte sich nach einer neuen Idee an. Und die Idee war wirklich neuartig und interessant, denn hier wird eine Welt geschaffen, in der die Erde überflutetet ist und die Menschen täglich um ihr Überleben kämpfen müssen, vor allem, wenn die Flut kommt. Nur die Königsfamilie hat es gut, denn sie sind sicher vor der Flut geschützt und haben genug zu Essen. Doch dann kommt Coe dahinter, dass die Familie ein Geheimnis gehütet hat, dass sie alle retten könnte. Die Welt, die die Autorin hier beschreibt, ist wirklich beängstigend, wie die Menschen unter diesen Umständen überhaupt noch leben konnten, ist mir ein Rätsel. Zwar ist hier nicht eine absolut grausame Regierung an der Macht, aber wirklich gütig ist der König auch nicht. Nur wer stark genug ist überlebt hier, denn desto so wichtiger die Menschen für die Gesellschaft sind, desto weiter kommen sie in die Mitte der Plattform, auf die sich die Menschen flüchten, wenn die Flut kommt. Wer außen ist, muss jedes Mal damit rechnen, mitgerissen zu werden oder von den gefährlichen Fischen im Wasser aufgespießt zu werden. Vor allem Coe geht es wirklich dreckig und mir tat sie unglaublich leid. Ich mochte sie eigentlich ganz gerne, sie ist mutig und möchte nicht aufgeben und in einer Welt, in denen die Menschen nur noch auf sich achten, hilft sie trotzdem zum Beispiel einem kleinen Mädchen. Leider hat sie sich immer unterschätzt, sie ist recht clever, kann sogar lesen, doch sie sieht sich nie als starke Persönlichkeit. Dafür findet sie die Prinzessin umso toller, die ich überhaupt nicht ausstehen konnte. Diese war unglaublich arrogant und hat sich kein Deut um andere geschert und nachher fand ich sie einfach nur noch irre, als alles den Bach herunter ging und sie nur an ihr Hochzeitskleid denken konnte. Tiam war ziemlich undurchschaubar, er war zwar immer nett und will das Beste für die Menschen, aber wirklich zeigen konnte er das nicht und auch die anderen glauben ihm nicht, nur Coe. Er war mir nicht unsympathisch und ich konnte schon verstehen, wieso Coe ihn so mochte. Die Handlung war zwar nicht voller Action, aber irgendwie doch durchgehend recht spannend, weil die Realität dort einfach so grausam war und die Autorin auch einen entsprechend Schreibstil hat, der das betonte. Fazit:  Insgesamt hat mir „Herrscher der Gezeiten“ gut gefallen, die Idee war sehr interessant und irgendwie beängstigend real. Ich bin mal gespannt, ob es noch einen weiteren Teil geben wird. Von mir gibt es 4,5 Sterne!

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  • Herrscher der Gezeiten

    Herrscher der Gezeiten
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    24. April 2015 um 19:25

    Mein Leeeindruck subjektiv aber spoilerfrei Zuerst muss ich sagen dass ich den Titel und auch das Cover irgendwie irreführend finde, denn ich hätte ohne den Klappentext eine Romantic- Urban- Fantasy- Geschichte erwartet. Die englische Ausgabe wirkt dagegen authentischer. Erzählt wird aus der Sicht von Coe in der ICH- Perspektive der Schreibstil liest sich zu Beginn zeitweise etwas eigenartig, obwohl ich bis zum Schluss nicht sagen konnte an was das liegt. Am besten gönnt man sich da eine Leseprobe. Coe ist eine doch gewöhnungsbedürftige, einzigartige und sicher keine 08/15 Hauptprotagonistin, das fand ich aber mal erfrischend anders. Die Nebencharaktere ausser Fern blieben mir jedoch zu blass und mit der lieben Prinzessin konnte ich so gar nichts anfangen! Die sich anbahnende Liebesbeziehung hingegen war zwar ganz süss, aber auch immer wieder verwirrend. Die ganze Atmosphäre ist eher düster, kühl irgendwie schon fast lieblos und hoffnungslos und man wird direkt in die Geschichte hineingeworfen. Erst nach und nach erhält man häppchenweise seine Informationen, teilweise dauerte mir dies aber fast zu lange. Auch muss ich gestehen dass ich mir trotz den doch informativen Beschreibungen diese " Insel" ihre Begebenheiten und das Geschehen nur sehr schlecht vorstellen konnte. Ebenso empfand ich einige Handlungen als nicht ganz nachvollziehbar oder logisch. Das Buch beginnt eher gemächlich und erst so ab der Hälft nimmt es endlich an Fahrt auf wurde spannend und es kommt zu vielen überraschenden Wendungen und Enthüllungen, die ich so nicht alle erwartet hätte. Das Ende ist sehr offen und hinterlässt bei mir trotz einigen Erklärungen dennoch immer noch viele Fragen! Alles in allem eine interessante, jedoch auch etwas eigenwillige Mischung aus Endzeit, Dystopie und einem leichten Touch Fantasy, die sicher nicht jeden Lesegeschmack treffen wird. Mir persönlich hat das Buch aber doch recht gut gefallen, vor allem auch deshalb, weil es doch aus dem Einheitsbrei heraussticht ;) Ich bin etwas zwiegespalten und vergebe schlussendlich 3,5 Sterne

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  • Dystopie & Fantasy

    Herrscher der Gezeiten
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    16. April 2015 um 17:26

    Inhalt: Die Erde ist überflutet. Lediglich eine kleine Insel ist noch vorhanden. Tide – hier leben der König und seine Tochter, Prinzessin Star im Schloss und derzeit noch weitere 496 Menschen. Das ganze Leben dreht sich um die Gezeiten. Denn während der Flut wird auch Tide komplett überschwemmt. Der König und seine Tochter leben ihm Schlossturm hoch oben, aber die restlichen Menschen müssen vor jeder Flut auf einer kleinen Plattform in der Mitte der Insel ums Überleben kämpfen. Schafft man es nicht auf die Plattform, ist das das Todesurteil. Aber auch auf der Plattform ist es nicht ungefährlich, denn jeder hat einen zugewiesenen Platz und die äußeren Plätze sind gefährlich, denn fällt man herunter oder wird von einer anrauschenden Welle herunter gespült, ist das das Todesurteil. Und das passiert leider oft. Während den Ebbezeiten, versuchen die Menschen zu überleben, sich Nahrung zu verschaffen, die durch die letzte Flut entstandenen Schäden zu beseitigen und vielleicht sogar ein wenig zu schlafen. Einer von diesen 496 Menschen ist Coe. Noch ist sie ein Teenager und darf in der Mitte der Plattform stehen, dennoch ist sie anders. Sie hat einen Kritzler-Angriff überlebt und dabei eine Hand verloren. Außerdem unterscheidet sich ihr Aussehen auch sonst von den anderen Bewohnern. Keiner mag sie – nur der gutaussehende und überall beliebte Tiam. Aber auch seine Beliebtheit schwindet dahin. Meine Meinung: Ich bin ein wenig zweigeteilt bei diesem Buch. Auf der einen Seite ist es eine völlig neue Geschichte, die ich so noch nie gelesen habe. Eine Geschichte voller Geheimnisse, die zum Teil gelüftet werden, zum Teil aber auch nicht. Eine Geschichte, die in der Zukunft spielt und bei dem Gedanken, dass auch nur ein Bruchteil davon Realität werden könnte, kann man sich nur wünschen, das nicht erleben zu müssen. Es gibt unvorstellbares, wie z.B., dass die 496 Bewohner von Tide alles vergessen haben, was in unserer heutigen Welt zu den Grundlagen gehört, wie z.B. Lesen und Schreiben. Auf der anderen Seite klingt es logisch, denn vom Lesen und Schreiben wird man nicht satt. Und überleben ist nun mal das wichtigste und gleichzeitig das schwierigste auf der Insel. Da kann ich sogar ein wenig nachvollziehen, dass keine Freundschaften geschlossen werden und Gefühle tabu sind, denn jeder weiß: es kann nicht von Dauer sein. Also besser nichts investieren. Dann ist da Coe. Keine typische Protagonistin und trotzdem mochte ich sie. Zuerst hatte ich wahrscheinlich ein wenig Mitleid mit ihr, aber dann hat sie mir zunehmend besser gefallen. Denn sie gibt nicht auf und wächst über sich selbst hinaus. Aus Tiam bin ich nicht so wirklich schlau geworden, bis ganz am Ende. Dann hat er mich aber doch noch von sich überzeugen können. Insgesamt ist es aber wohl ein Buch, in dem negative Stimmungen überwiegen, viele tödliche Gefahren, Missgunst und Gefühlskälte. Dennoch war ich nie versucht, nicht weiterzulesen. Im Gegenteil – also muss es doch irgendwie gut sein. Eben anders und neu. Allerdings war ich von dem Schluss dann so gar nicht überzeugt. Da dachte ich: “Wie? Das war’s jetzt? Kann doch nicht sein.” Ich bin davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Einzelband handelt. Der Schluss lässt aber noch viele Fragen offen und auf der Homepage der Autorin konnte ich dann erfahren, dass ein Folgeband geplant ist. Mein Fazit: Eine Mischung zwischen Dystopie und Fantasy mit neuen Ideen. Aber auch wenig düster. Wer nach Humor und Gefühl sucht, ist mit diesem Buch sicher nicht gut beraten. Aber wer es gerne mal etwas bedrohlicher mag ohne dass es sich dabei um einen Thriller handelt, dem wird es sicher gefallen. Meine Wertung: 3,5 von 5 Herzen aufgerundet auf 4

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  • Ein gelungener Auftakt

    Herrscher der Gezeiten
    dieDoreen

    dieDoreen

    In ferner Zukunft ist die Erde überflutet und die wenig Überlebenden fristen ein trostloses Dasein auf einer kleinen Insel. Ihr Leben ist bestimmt von Entbehrungen und ihr Tagesrhythmus wird von den Gezeiten beeinflusst. Von Tag zu Tag werden sie weniger, denn viele fallen dem Meer zum Opfer. Coe hat sich damit abgefunden, dass sie in dieser Welt nicht erwünscht ist und versucht ihr jämmerliches Dasein mit Fassung zu tragen, bis sie ins Schloss der über die Insel herrschenden Familie eingeladen wird. Diese verbirgt ein Geheimnis welches Coes ganze Welt verändern wird. "Herrscher der Gezeiten" bietet den Auftakt zu einer Reihe und ist wie ich finde sehr gut gelungen. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ich hatte das Buch in einem Rutsch schnell durch. Das die Story abwechslungsreich und spannend war, sind die Seiten nur so dahin geflogen. Die Autorin erschafft mit Coe eine Heldin die auch mit einem großen Handicap Heldentaten vollbringt und lernt, dass der Glaube an sich selbst Berge versetzen kann. Dabei ist sie mir sehr ans Herz gewachsen, denn bei all dem Elend welches Coe widerfährt möchte man sie einfach nur umarmen und ihr den Weg aus dieser trostlosen und düsteren Welt zeigen. Auch die weiteren Charakter sind der Autorin sehr gut gelungen und bei vielen zeigt sich erst auf den zweiten Blick das wahre Wesen. Mir hat als Leser gefallen, dass man bei der Einschätzung der Protagonisten nicht zu schnell urteilen sollte, denn die Geschichte hält einige Überraschungen bereit. Die Story wird komplett aus der Sicht von Coe in der ICH Perspektive erzählt und wie sie erfährt man als Leser erst nach und nach was es mit dem Geheimnis auf sich hat. Es werden auch nicht alle Fragen in diesem Teil beantwortet und wie Coe hat man am Ende noch viele weitere im Kopf. Hinzu kommt auch der fiese Cliffhanger zum Schuss. Ich hoffe, dass möglichst bald der 2. Teil heraus kommt, denn die Spannung ist mit dem letzten Kapitel noch mal um einiges gestiegen. "Herrscher der Gezeiten" liest sich sehr vielversprechend und zeigt dem Leser eine dystopische Welt auf, die einem Albtraum gleicht, mit Charakteren die dieses Buch zu etwas besonderen machen.

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    • 3
  • Herrscher der Gezeiten

    Herrscher der Gezeiten
    Traumfeder

    Traumfeder

    17. March 2015 um 17:07

    Inhalt Die Welt ist dem Untergang geweiht. Langsam aber sicher verschlingt das Meer jedes Stückchen Land. Den letzten Überlebenden ist nur noch eine Insel geblieben, doch selbst sie ist bei Flut gefährdet, weshalb sich alle auf eine Plattform zurück ziehen müssen. Die 15 jährige Coe kennt den alltäglichen Überlebenskampf, ihren Körper zieren viele Narben und eine Hand hat sie bereits eingebüßt. Man behandelt sie abwertend, einzig der ewig gut gelaunte Tiam und die kleine Fern sind gut zu ihr. Heimlich fühlt sie sich zu Tiam hingezogen, doch Liebe kann in solchen Zeiten äußerst gefährlich sein. Eines Tages wird Coe überraschend ins Schloss eingeladen, soll sie doch die neue Hofdame von Prinzessin Star werden. Im Schloss werden sie und Tiam auf ein Geheimnis aufmerksam, eines, das alles verändern könnte. Meine Meinung Vor Jahren hat der Meeresspiegel zu steigen begonnen. Als immer mehr Land unter den Fluten verschwand, wurde für die auserwählten Menschen ein Ort geschaffen, auf dem sie überleben sollen. Mit der Zeit verschwand immer mehr Land, bis nur noch eine Insel übrig bleibt, doch selbst dort gibt es bei Flut nur Sicherheit auf der Plattform oder im Schloss. Jeder Tag ist ein Kampf. Jeder Verbliebener hat eine Aufgabe, denn nur jemand, der der Gemeinschaft hilft, bekommt seinen Anteil. Während die Menschen auf der Plattform immer mehr in Gefahr schweben, scheint es der Herrscherfamilie im Schloss ziemlich gut zu gehen. Corvina "Coe" ist 15 und hat damit das Vorrecht im Inneren der Plattform stehen zu dürfen. Sie weiß, dass fast alle sie verachten und für unnütz halten, weshalb sie wohl mit 16 an dem Rand gestellt werden wird. Da ihr Körper verstümmelt ist, muss sie die erniedrigendsten Aufgaben übernehmen um überhaupt überleben zu können. Was niemand von ihnen zu ahnen scheint, ist das Coe zu den klügsten und gebildetsten Überlebenden gehört. Sie ist die Einzige, die noch Lesen kann und ein Buch besitzt, welches wohl einer Vorfahrin gehörte. Es überrascht alle, als Coe plötzlich berufen wird als Hofdame der Prinzessin zu arbeiten, was ihren Standort auf der Plattform verbessert. Als sie jedoch den Grund dafür erfährt, ist sie verletzt. Doch während ihrer Zeit dort, erfährt sie Dinge, die alles verändern könnten. Tiam ist, ebenso wie Coe, 15 Jahre alt. Er sieht gut aus und ist überaus beliebt. Da er stark ist und für alle Aufgaben geeignet, ist ihm eine gute Position auf der Plattform sicher. Derzeit steht er direkt neben Coe und ist einer der wenigen Menschen, die nett zu ihr sind. Er liebt ihre Geschichten, die Tatsache das sie klug ist, weshalb er versucht sie zu beschützen und sie aufzuheitern. Tiam will die Menschen beschützen, ihnen eine Chance bieten, doch nicht alle nehmen es so auf. Sie sehen in ihm einen Chaoten, der niemals eine wichtige Rolle einnehmen könnte. Die knapp 500 Menschen auf der Plattform werden von einem König und dessen Tochter auf dem Schloss hinaus beherrscht. Während die Bewohner der Plattform täglich um das Überleben kämpfen, kaum etwas zu Essen haben und dauernd von Kritzlern (das sind seltsame Fische) angegriffen werden, leben die Menschen im Schloss dagegen im Saus und Braus. Sie haben reichlich Nahrung, immer saubere Kleidung und ausreichend Platz. Da ist es doch kein Wunder, dass eine Rebellion unausweichlich ist. Nichola Reilly hat das Setting interessant gewählt. Die Atmosphäre ist angespannt, die Menschen wissen, dass der Tod jeden Tag kommen könnte. Zuneigung, Liebe oder auch Fürsorge, gehören zu den Dingen, die unnütz geworden sind bzw. zu denen, die sich die Menschen nicht mehr leisten können. Sie sorgen sich nicht länger um einander. Jeder hat seine Aufgabe, nur so halten sie noch ein wenig zusammen. In Prinzessin Star wurde wahrlich eine äußerst verzogene Göre personalisiert. Sie denkt nur an sich, was mit den anderen ist, ist ihr egal. Zu oft wurde sie als "Geschenk der Götter" bezeichnet, irgendwann fing sie wohl an daran zu glauben. Star ist eingebildet, hält sich für etwas besseres, und würde nie darauf kommen, dass etwas nicht zu ihrem Besten gemacht wird. Eigentlich ist sie ja klug, nur denkt sie scheinbar nicht all zu oft nach. Die Entwicklungen zum Ende hin, lassen sich als Chaos am Besten umschreiben. Es passiert so viel, die Aggression kommt durch, aber auch der Schritt in eine Zukunft wird aufgezeichnet. Manches bleibt ungewiss, denn vieles wird hinter sich gelassen. Es hat sich so viel Spannung aufgebaut, dass man am liebsten sofort wissen will, was noch kommen wird. Fazit Eine Welt, beinahe vollständig vom Wasser verschlungen, die letzten Überlebenden kämpfen sich von Tag zu Tag durch. Es gibt einen Ausweg, eine Hoffnung auf ein neues Leben, doch dieses wird versteckt und geheim gehalten. Als kluges und mutiges Mädchen, begibt sich Coe auf eine Suche um die zu retten, die ihr am Herzen liegen. Sie ahnt nicht, dass die letzten Tage das Fass zum Überkochen gebracht haben und die Menschen nach Veränderung schreien. Spannend und fesselnd geschrieben, dass man einfach nicht mit dem Lesen aufhören kann.

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  • Zum Ende hin deutlich besser.

    Herrscher der Gezeiten
    Kati87

    Kati87

    16. March 2015 um 09:49

    Inhalt: Die Welt in der Corvina lebt ist gefährlich, die Menschen müssen sich vor den Gezeiten schützen, denn im Wasser lauern große Gefahren. Corvina hat einen schwierigen Stand in ihrer Gemeinschaft, die sich nach dem Überfluten der Welt gebildet hat. Nachdem ihr Vater ausgesandt wurde um nach weiteren Inseln zu suchen und nicht mehr zurück gekehrt ist, hat sie bis auf ihren Kindheitsfreund Tiam und dem letzten kleinen Mädchen in der Gemeinschaft niemanden mehr, der mit ihr ein freundliches Wort wechselt.Eines Tages wird sie in den Palast bestellt und was da auf sie wartet, hätte sie sich noch nicht mal in ihren Träumen vorgestellt. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir gefallen. Es gab keine größeren Probleme beim Lesen und ich hatte das Buch auch recht schnell durch. Geschieben ist es aus Sicht von Coe. Meinung: Der Einstieg ist nicht grade leicht. Hier wartet eine Flut an Informationen, bei denen ich manchmal Probleme hatte den Zusammenhang zu finden. Die Ideen der Autorin waren aber durchaus interessant. Mal kurz noch was zum Cover, ich war ja echt angetan von dem Deutschen und fand das englische Cover ziemlich unschön... nach dem Lesen muss ich jedoch gestehen, dass das Englische doch besser passt. :)Corvina, einfach Coe genannt, ist keine typische Heldin. Sie ist vom Leben gezeichnet, mit Narben und nur noch einer Hand. Am Anfang des Buches wirkt sie sehr verstört auf mich, sie tat mir leid. Aber ich sehe zum Ende hin bei ihr eine deutliche Entwicklung und das hat mir sehr gefallen.Tiam war mir wie so viele Charaktere in dem Buch lange ein Rätsel. Ich wusste lange Zeit nicht zu wem er nun steht und dachte mehrfach, dass er Coe hintergeht. Seine Beziehung zu Coe kam mir anfangs sehr unwirklich vor und hier kamen erst später wirklich Gefühle rüber.Die Nebencharaktere waren vom Ausbau her ganz okay. Besonders drei stechen hier hervor. Einmal Fern, ein junges Mädchen, welches man recht schnell ins Herz schließt, durch seine liebenswürdige Art. Prinzessin Star, die eine Verbindung aufweißt, die mich nicht sehr überraschen konnte. Und Finn, der sehr manipulativ ist und zugegeben, auch mich kurz hinters Licht führen konnte.Die Monster in dem Buch, Kritzler genannt, fand ich aufgrund ihres Namens nicht so schaurig wie ich vielleicht sollte. :) Da waren die Ratten die einem über den Weg liefen schon schlimmer. Die Gewölbe unter dem Schloss haben bei mir für die größte Spannung gesorgt, den Aufenthalt dort fand ich extrem gut.In diesem Buch ist vieles nicht wie es scheint. Pausenlos stellt man sich die Frage, wem man eigentlich vertrauen kann? Es gibt hier eine Menge Intrigen und den Kampf ums Überleben. Die Ideen der Autorin sind durchaus gewagt und werden nicht jedem gefallen. Aber es lohnt sich dem Buch eine Chance zu geben und ich hab das Gefühl, dass sich Band zwei steigern könnte, denn Band eins wurde zum Ende hin besser. Fazit: Die Ideen und Ansätze der Autorin sind gut, nur in der Umsetzung liegen hier größere Schwächen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen!

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