Nicholas Blake

 3.4 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Ende des Kapitels, Ein glühend Messer und weiteren Büchern.

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Ein glühend Messer

Ein glühend Messer

 (5)
Erschienen am 26.05.2012
Ende des Kapitels

Ende des Kapitels

 (6)
Erschienen am 01.01.1998
Was zu beweisen ist

Was zu beweisen ist

 (4)
Erschienen am 01.01.1999
Ein Engel soll sterben

Ein Engel soll sterben

 (1)
Erschienen am 01.01.1966
Scotland Yard reist mit

Scotland Yard reist mit

 (1)
Erschienen am 01.01.1960
Der Morgen nach dem Tod

Der Morgen nach dem Tod

 (3)
Erschienen am 01.05.1991
Mein Verbrechen

Mein Verbrechen

 (2)
Erschienen am 01.10.1997

Neue Rezensionen zu Nicholas Blake

Neu

Rezension zu "The Case of the Abominable Snowman (English Edition)" von Nicholas Blake

Ein Schneemann als Vorbote des Bösen
TheRavenkingvor 4 Tagen

Der Beginn dieses Romans ist außergewöhnlich: Da finden zwei spielende Kinder mitten im tiefen englischen Winter einen Toten in einem Schneemann. Eine Szene häuslicher Idylle verwandelt sich urplötzlich in einen gruseligen Alptraum.

Im Anschluss daran springt die Handlung mehrere Wochen zurück und erzählt, wer die verstorbene Person ist und wie es dazu kam, dass für einen Leichnam ein solch ungewöhnliches Versteck gewählt wurde.

Lange vor Jo Nesbos „Der Schneemann“ versuchte sich der britisch/irische Autor Nicholas Blake daran, den putzigen winterlichen Schneegestalten etwas Furchteinflößendes abzugewinnen.

Der Privatedetektiv Nigel Strangeways wird von einer älteren Dame darum gebeten, sich mit den seltsamen Vorkommnissen in ihrer Nachbarschaft zu beschäftigen. Dort befindet sich ein altes Spukhaus, in welchem nun erneut etwas Böses zum Leben erwacht sein soll. Das seltsame Verhalten einer Katze deutet darauf hin, die durch irgendetwas erschreckt wurde. Als wenig später eine junge Frau im Haus ums Leben kommt, zunächst scheint es so, als hätte sie sich durch eigene Hand getötet, deutet alles darauf hin, dass tatsächlich etwas Unheilvolles zum Leben erwacht ist.

„Der Tote im Schneemann“ beginnt so, wie man es sich von einem klassischen britischen Rätselkrimi wünscht: Phantasievoll, spannend, atmosphärisch dicht, und ein klein wenig irreal und verschroben. Aber anstatt kontinuierlich so weiterzumachen, verschenkt Nicholas Blake das gigantische Potenzial dieses originellen Auftakts. Die leichten übernatürlichen Elemente, welche anfangs noch angedeutet werden, lösen sich sehr bald vollständig auf und man bekommt einen ziemlich langatmigen und geschwätzigen Krimi, dessen Mittelteil mit endlosen Befragungen der Verdächtigen die Geduld des Lesers strapaziert.

Manchmal frage ich mich, wieso überhaupt irgendjemand Nigel Strangeways um Hilfe bitten sollte, verfügt der Herr doch nicht unbedingt über eine sonderlich rasche Auffassungsgabe. Meistens gelingt es mir als Leser den Fall schneller zu lösen. Weil Strangeways einen Onkel bei Scotland Yard hat, darf er sich auch diesmal in die Ermittlungen einmischen, seine Theorien und Spekulationen drehen sich dabei lange Zeit im Kreis, bis es ihm schließlich gelingt die relativ maue Auflösung zu präsentieren. Keine Frage: Es gibt wesentlich bessere Blake-Romane als diesen.

 

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Rezension zu "Was zu beweisen ist" von Nicholas Blake

Der Beginn einer klassischen Detektivreihe
TheRavenkingvor 4 Jahren


Zum Inhalt: Mord in der Schule. Nicht nur der Lehrer Michael Evans steht unter Tatverdacht. Doch da Evans der geheime Liebhaber der Frau des Direktors ist, steckt er in der Zwickmühle: Um die Spuren, die zu seiner Liebschaft führen und ihn seinen Job kosten könnten, zu verwischen, bringt er sein Alibi in Gefahr. Nigel Strangeways ermittelt wie immer mit psychologischem Scharfblick. Er hat einen Verdacht, doch fehlen die Beweise, um diesen zu erhärten. Es kommt zu einem zweiten Toten, bevor Nigel Strangeways versuchen kann, den Täter in die Ecke zu treiben.

Wenn man der Anekdote glaubt, war es ein undichtes Dach das Cecil Day-Lewis‘ Karriere als Krimiautor verschuldete. Der frischverheiratete Poet brauchte etwas Lukrativeres als Gedichte, um die Handwerkerkosten zu bezahlen und so kam ihm die Idee, einen Detektivroman zu verfassen.


So wurde sein literarischer Ermittler Nigel Strangeways geboren. Das Vorbild für diesen soll der Dichter W. H. Auden gewesen sein. Ein Freund Blakes‘, dessen schrulliges Wesen wohl gut zu einem Detektiv passte.

Bevor Nicholas Blake Kriminalautor und später Hofdichter der Königin wurde, leitete er mehrere Schulanstalten. Das fiktive Internat Sudeley Hall, Ort der Handlung wurde sicherlich von existierenden Erziehungsanstalten inspiriert.


Ein Schüler wird tot aufgefunden, gerade an dem Ort, wo der Lehrer Michael Evans ein Stelldichein mit Hero (Ja diesen seltsamen Frauennamen gab es offenbar nicht nur in der antiken Mythologie.), der Frau des Direktors verabredet hatte. Durch weitere unglückliche Umstände wird er sogleich zum Hauptverdächtigen.

Was für ein Glück, dass Evans einen Freund hat, der Detektiv ist.
Nigel Strangeways kommt und ermittelt. Er hat keinen Assistenten, kleidet sich auch nicht auffallend, aber zumindest besitzt er einige Eigenarten:
Strangeways trinkt Unmengen von Tee, schläft am Liebsten in dicke Decken eingemummt und gibt sich Mühe angemessene britische Exzentrik zu verbreiten. In späteren Büchern wurde er dann immer durchschnittlicher und ja, leider auch langweiliger. 


Strangeways hat überall Zugang. Weil er nicht zur Polizei gehört, zeigen sich die Leute ihm gegenüber offener. Er redet mit den Lehrern und gewinnt auch das Vertrauen der Schüler für sich. Seine Ermittlungsmethoden sind unorthodox: Er mischt sich unters Volk und sammelt Informationen. Zeigt Interesse an den Menschen. Was sie nicht wissen ist, dass er ein „menschliches Mikroskop“ ist, das die Leute aus einer wissenschaftlichen Neugier heraus beobachtet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass er frei von Mitgefühl wäre, ganz im Gegenteil:

„Armer Teufel. Keiner von uns hat auch nur die geringste Ahnung, wie qualvoll es ist, von allen Menschen verachtet und zurückgestoßen zu werden. Es ist wie ein Krebsgeschwür in der Seele. Und dann der Wahnsinn. Das Gefühl, dass da ein Schleier ist, dünner als Luft, stabiler als Eisen, zwischen einem selbst und den Mitmenschen. Die Schreie aus dem Abgrund, und man weiß, dass einem niemand antworten wird, dass man lebendig begraben ist.“ – wird er am Ende über den Täter sagen, nachdem er natürlich die Dinge zur Zufriedenheit aller aufgedeckt hat. Und die letzten Worte sind auch sehr charmant und very english:


„Ich weiß gar nicht wie wir Ihnen jemals genug danken können“, -sagte Hero mit sanfter Stimme.
„Eine neue Kanne Tee wäre schon mal ein guter Anfang.“

 

Agatha Christie soll Nicholas Blakes Romane sehr geschätzt haben. Und für Leser, die Christie mögen, ist auch Blake eine klare Empfehlung.


Eine kleine Kuriosität am Rande: Vor einigen Jahren erwarb ein britischer TV-Sender die Rechte an den Strangeways-Romanen und plante eine Fernsehserie. Für die Hauptrolle wollte man keinen geringeren als Daniel Day-Lewis gewinnen, der somit den von seinem Vater geschaffenen Detektiv verkörpert hätte. Leider wurde daraus nichts. 




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Rezension zu "Ein glühend Messer" von Nicholas Blake

Klassischer englischer Kriminalroman : raffiniert und spannend
elisabethjulianefriedericavor 5 Jahren

Der Autor:

Der Autor: Hinter dem Pseudonym Nicholas Blake verbirgt sich Cecil Day-Lewis  (*27. 4.1904 in Ballintubbert (Irland);+ 22. 5.1972 in London), der zu den bedeutendsten englischen Lyrikern seiner Zeit zählte und gar 1968 ins Amt des Hofdichters (Poet Laureate) berufen wurde..
Cecil Day-Lewis ist der Vater des Schauspielers Daniel Day-Lewis. 


Zum Inhalt:

Ein vermeintlich harmloser Kurzurlaub am Meer mit seiner Geliebten Laura , da begegnet verheirateten Schriftsteller Ned Stowe nämlich begegnet er dem skrupellosen Charles Hammer, der Neds Nöte durchschaut und eine perfekte Lösung vorschlägt: Zwi Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, nämlich die Beseitigung von Neds neurotischer Ehefrau und den Mord an einem Onkel, der Charles Hammers Karriere im Wege steht. Scheinbar brillant, aber der Mordplan mit vertauschten Opfern hat Folgen, mit denen die beiden in ihrem Pakt nicht im entferntesten gerechnet hätten.


Der Roman ähnelt zu Beginn unbeabsichtigt der Erzählung von Patricia Highsmiths “ Zwei Fremde im Zug “ (Der Autor geht im dem Roman vorangestelltem Postskriptum darauf ein )

Ein spannender psychologischer Kriminalroman, klassisch englisch, der mich von Beginn an gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Leseempfehlung für alle, die klassische englische Krimis lieben .Wäre auch ein sehr guter Stoff für eine Verfilmung !




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Neu
E
Liebe Freunde hochklassiger Kriminal-Literatur,

was könnte besser zum einsetzenden Herbst passen, als die Lektüre eines raffinierten Krimis aus dem Mutterland des Schmuddelwetters, zugleich die Hochburg der literarischen Mordtaten?

Wir verlosen zwei Exemplare von Ein glühend Messer, ein Klassiker des britischen Kriminalromans von Nicholas Blake.

Dass es sich bei dieser morbiden und abgründigen Geschichte in vielerlei Hinsicht um ein besonderes Buch handelt, beweisen folgende Umstände:
  • Nicholas Blake gehört zu den Klassikern des Genres
  • Im Elsinor Verlag ist Ein glühend Messer erstmals in deutscher Sprache erschienen
  • Das Motiv des vertauschten Mordes brachte Autor Nicholas Blake Plagiatsvorwürfe seitens seiner prominenten Kollegin Patricia Highsmith ein

Der Autor: Hinter dem Pseudonym Nicholas Blake verbirgt sich kein Geringerer als Cecil Day-Lewis  (*27. 4.1904 in Ballintubbert (Irland);+ 22. 5.1972 in London), der zu den bedeutendsten englischen Lyrikern seiner Zeit zählte und gar 1968 ins Amt des Hofdichters (Poet Laureate) berufen wurde. Unter Pseudonym ging der große Dichter seiner Leidenschaft für das Verbrechen und die menschlichen Abgründe nach.
Cecil Day-Lewis ist der Vater des Schauspielers Daniel Day-Lewis.


Wir verlosen unter allen Teilnehmern zwei Exemplare dieses besonderen Stücks englischer Kriminalliteratur und würden uns freuen, wenn Sie in Form einer Rezension oder einer Bewertung ihrem Lesevergnügen Ausdruck verleihen würden. Als unabhängiger Kleinverlag sind für uns persönliche Empfehlungen und die "Mundpropaganda" überzeugter Leser unersetzlich.

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