Nicholas Blake

 3.4 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Ende des Kapitels, Ein glühend Messer und weiteren Büchern.

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Ein glühend Messer

Ein glühend Messer

 (5)
Erschienen am 26.05.2012
Ende des Kapitels

Ende des Kapitels

 (6)
Erschienen am 01.01.1998
Was zu beweisen ist

Was zu beweisen ist

 (4)
Erschienen am 01.01.1999
Ein Engel soll sterben

Ein Engel soll sterben

 (1)
Erschienen am 01.01.1966
Scotland Yard reist mit

Scotland Yard reist mit

 (1)
Erschienen am 01.01.1960
Mein Verbrechen

Mein Verbrechen

 (2)
Erschienen am 01.10.1997
Das Biest

Das Biest

 (2)
Erschienen am 01.11.1990

Neue Rezensionen zu Nicholas Blake

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Was zu beweisen ist" von Nicholas Blake

Der Beginn einer klassischen Detektivreihe
TheRavenkingvor 3 Jahren


Zum Inhalt: Mord in der Schule. Nicht nur der Lehrer Michael Evans steht unter Tatverdacht. Doch da Evans der geheime Liebhaber der Frau des Direktors ist, steckt er in der Zwickmühle: Um die Spuren, die zu seiner Liebschaft führen und ihn seinen Job kosten könnten, zu verwischen, bringt er sein Alibi in Gefahr. Nigel Strangeways ermittelt wie immer mit psychologischem Scharfblick. Er hat einen Verdacht, doch fehlen die Beweise, um diesen zu erhärten. Es kommt zu einem zweiten Toten, bevor Nigel Strangeways versuchen kann, den Täter in die Ecke zu treiben.

Wenn man der Anekdote glaubt, war es ein undichtes Dach das Cecil Day-Lewis‘ Karriere als Krimiautor verschuldete. Der frischverheiratete Poet brauchte etwas Lukrativeres als Gedichte, um die Handwerkerkosten zu bezahlen und so kam ihm die Idee, einen Detektivroman zu verfassen.


So wurde sein literarischer Ermittler Nigel Strangeways geboren. Das Vorbild für diesen soll der Dichter W. H. Auden gewesen sein. Ein Freund Blakes‘, dessen schrulliges Wesen wohl gut zu einem Detektiv passte.

Bevor Nicholas Blake Kriminalautor und später Hofdichter der Königin wurde, leitete er mehrere Schulanstalten. Das fiktive Internat Sudeley Hall, Ort der Handlung wurde sicherlich von existierenden Erziehungsanstalten inspiriert.


Ein Schüler wird tot aufgefunden, gerade an dem Ort, wo der Lehrer Michael Evans ein Stelldichein mit Hero (Ja diesen seltsamen Frauennamen gab es offenbar nicht nur in der antiken Mythologie.), der Frau des Direktors verabredet hatte. Durch weitere unglückliche Umstände wird er sogleich zum Hauptverdächtigen.

Was für ein Glück, dass Evans einen Freund hat, der Detektiv ist.
Nigel Strangeways kommt und ermittelt. Er hat keinen Assistenten, kleidet sich auch nicht auffallend, aber zumindest besitzt er einige Eigenarten:
Strangeways trinkt Unmengen von Tee, schläft am Liebsten in dicke Decken eingemummt und gibt sich Mühe angemessene britische Exzentrik zu verbreiten. In späteren Büchern wurde er dann immer durchschnittlicher und ja, leider auch langweiliger. 


Strangeways hat überall Zugang. Weil er nicht zur Polizei gehört, zeigen sich die Leute ihm gegenüber offener. Er redet mit den Lehrern und gewinnt auch das Vertrauen der Schüler für sich. Seine Ermittlungsmethoden sind unorthodox: Er mischt sich unters Volk und sammelt Informationen. Zeigt Interesse an den Menschen. Was sie nicht wissen ist, dass er ein „menschliches Mikroskop“ ist, das die Leute aus einer wissenschaftlichen Neugier heraus beobachtet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass er frei von Mitgefühl wäre, ganz im Gegenteil:

„Armer Teufel. Keiner von uns hat auch nur die geringste Ahnung, wie qualvoll es ist, von allen Menschen verachtet und zurückgestoßen zu werden. Es ist wie ein Krebsgeschwür in der Seele. Und dann der Wahnsinn. Das Gefühl, dass da ein Schleier ist, dünner als Luft, stabiler als Eisen, zwischen einem selbst und den Mitmenschen. Die Schreie aus dem Abgrund, und man weiß, dass einem niemand antworten wird, dass man lebendig begraben ist.“ – wird er am Ende über den Täter sagen, nachdem er natürlich die Dinge zur Zufriedenheit aller aufgedeckt hat. Und die letzten Worte sind auch sehr charmant und very english:


„Ich weiß gar nicht wie wir Ihnen jemals genug danken können“, -sagte Hero mit sanfter Stimme.
„Eine neue Kanne Tee wäre schon mal ein guter Anfang.“

 

Agatha Christie soll Nicholas Blakes Romane sehr geschätzt haben. Und für Leser, die Christie mögen, ist auch Blake eine klare Empfehlung.


Eine kleine Kuriosität am Rande: Vor einigen Jahren erwarb ein britischer TV-Sender die Rechte an den Strangeways-Romanen und plante eine Fernsehserie. Für die Hauptrolle wollte man keinen geringeren als Daniel Day-Lewis gewinnen, der somit den von seinem Vater geschaffenen Detektiv verkörpert hätte. Leider wurde daraus nichts. 




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elisabethjulianefriedericas avatar

Rezension zu "Ein glühend Messer" von Nicholas Blake

Klassischer englischer Kriminalroman : raffiniert und spannend
elisabethjulianefriedericavor 5 Jahren

Der Autor:

Der Autor: Hinter dem Pseudonym Nicholas Blake verbirgt sich Cecil Day-Lewis  (*27. 4.1904 in Ballintubbert (Irland);+ 22. 5.1972 in London), der zu den bedeutendsten englischen Lyrikern seiner Zeit zählte und gar 1968 ins Amt des Hofdichters (Poet Laureate) berufen wurde..
Cecil Day-Lewis ist der Vater des Schauspielers Daniel Day-Lewis. 


Zum Inhalt:

Ein vermeintlich harmloser Kurzurlaub am Meer mit seiner Geliebten Laura , da begegnet verheirateten Schriftsteller Ned Stowe nämlich begegnet er dem skrupellosen Charles Hammer, der Neds Nöte durchschaut und eine perfekte Lösung vorschlägt: Zwi Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, nämlich die Beseitigung von Neds neurotischer Ehefrau und den Mord an einem Onkel, der Charles Hammers Karriere im Wege steht. Scheinbar brillant, aber der Mordplan mit vertauschten Opfern hat Folgen, mit denen die beiden in ihrem Pakt nicht im entferntesten gerechnet hätten.


Der Roman ähnelt zu Beginn unbeabsichtigt der Erzählung von Patricia Highsmiths “ Zwei Fremde im Zug “ (Der Autor geht im dem Roman vorangestelltem Postskriptum darauf ein )

Ein spannender psychologischer Kriminalroman, klassisch englisch, der mich von Beginn an gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Leseempfehlung für alle, die klassische englische Krimis lieben .Wäre auch ein sehr guter Stoff für eine Verfilmung !




Kommentare: 1
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Antika18s avatar

Rezension zu "Ein glühend Messer" von Nicholas Blake

Ein glühend Messer
Antika18vor 5 Jahren

Ein glühend Messer

Was als unbeschwerter Kurzurlaub am Meer mit der jungen Geliebten Laura gedacht war, endet für den verheirateten Schriftsteller Ned Stowe in einem Alptraum. Eines Abend nämlich begegnet er dem skrupellosen Charles Hammer, der Neds Nöte durchschauft und eine perfekte Lösung vorschlägt: einen Pakt zur Beseitigung von Neds neurotischer Ehefrau und zum Mord an einem Onkel, der Hammers beruflicher Karriere im Wege steht. Der Mordplan mit vertauschten Opfern scheint brillant, doch mit dem, was sich tatsächlich daraus entwickelt, hätten beide Beteiligten nicht im entferntesten gerechnet.

Zwei Männer planen den perfekten Doppelmord, den jeder für den anderen begehen soll. Der Plan gelingt, jedoch mit dramatischen Folgen.

Dieser Kriminalroman ist nicht der “ typische “ Krimi, indem der Täter von der Polizei verfolgt und gestellt wird,  sondern hier legt der Autor seinen Schwerpunkt  auf das Emotionale der Personen und der Taten. Schonungslos, dramatisch und ungetrübt werden die sozialen Aspekte dieser Morde - Schuldgefühle, Sühne, Verbitterung, Angst, Sentimentalität, Misstrauen und Gewissensbisse - offen zur Schau gestellt. Und somit ist auch das Ende eher untypisch, aber doch sehr gelungen.

Auch wenn man beim Lesen anfangs meint, diese Geschichte schon zu kennen ( sie ähnelt zu Beginn sehr der Erzählung von Patricia Highsmiths “ Zwei Fremde im Zug “ ), sollte man sich davon nicht beirren lassen. Bereits  nach kurzer Zeit lassen sich nämlich die unterschiedlichen Handlungsstränge erkennen.

Fazit: Ein Krimi auf psychologischer Basis - Sehr empfehlenswert!

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Gespräche aus der Community

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E
Liebe Freunde hochklassiger Kriminal-Literatur,

was könnte besser zum einsetzenden Herbst passen, als die Lektüre eines raffinierten Krimis aus dem Mutterland des Schmuddelwetters, zugleich die Hochburg der literarischen Mordtaten?

Wir verlosen zwei Exemplare von Ein glühend Messer, ein Klassiker des britischen Kriminalromans von Nicholas Blake.

Dass es sich bei dieser morbiden und abgründigen Geschichte in vielerlei Hinsicht um ein besonderes Buch handelt, beweisen folgende Umstände:
  • Nicholas Blake gehört zu den Klassikern des Genres
  • Im Elsinor Verlag ist Ein glühend Messer erstmals in deutscher Sprache erschienen
  • Das Motiv des vertauschten Mordes brachte Autor Nicholas Blake Plagiatsvorwürfe seitens seiner prominenten Kollegin Patricia Highsmith ein

Der Autor: Hinter dem Pseudonym Nicholas Blake verbirgt sich kein Geringerer als Cecil Day-Lewis  (*27. 4.1904 in Ballintubbert (Irland);+ 22. 5.1972 in London), der zu den bedeutendsten englischen Lyrikern seiner Zeit zählte und gar 1968 ins Amt des Hofdichters (Poet Laureate) berufen wurde. Unter Pseudonym ging der große Dichter seiner Leidenschaft für das Verbrechen und die menschlichen Abgründe nach.
Cecil Day-Lewis ist der Vater des Schauspielers Daniel Day-Lewis.


Wir verlosen unter allen Teilnehmern zwei Exemplare dieses besonderen Stücks englischer Kriminalliteratur und würden uns freuen, wenn Sie in Form einer Rezension oder einer Bewertung ihrem Lesevergnügen Ausdruck verleihen würden. Als unabhängiger Kleinverlag sind für uns persönliche Empfehlungen und die "Mundpropaganda" überzeugter Leser unersetzlich.

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