Nicholas Blake , Cecil Day Lewis Was zu beweisen ist

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Inhaltsangabe zu „Was zu beweisen ist“ von Nicholas Blake

Mord in der Schule. Pech für den verdächtigen Lehrer Michael Evans, dass sein Alibi ausgerechnet seine Geliebte, die Frau des Direktors, ist...

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  • Der Beginn einer klassischen Detektivreihe

    Was zu beweisen ist

    TheRavenking

    07. August 2015 um 17:28

    Zum Inhalt: Mord in der Schule. Nicht nur der Lehrer Michael Evans steht unter Tatverdacht. Doch da Evans der geheime Liebhaber der Frau des Direktors ist, steckt er in der Zwickmühle: Um die Spuren, die zu seiner Liebschaft führen und ihn seinen Job kosten könnten, zu verwischen, bringt er sein Alibi in Gefahr. Nigel Strangeways ermittelt wie immer mit psychologischem Scharfblick. Er hat einen Verdacht, doch fehlen die Beweise, um diesen zu erhärten. Es kommt zu einem zweiten Toten, bevor Nigel Strangeways versuchen kann, den Täter in die Ecke zu treiben. Wenn man der Anekdote glaubt, war es ein undichtes Dach das Cecil Day-Lewis‘ Karriere als Krimiautor verschuldete. Der frischverheiratete Poet brauchte etwas Lukrativeres als Gedichte, um die Handwerkerkosten zu bezahlen und so kam ihm die Idee, einen Detektivroman zu verfassen. So wurde sein literarischer Ermittler Nigel Strangeways geboren. Das Vorbild für diesen soll der Dichter W. H. Auden gewesen sein. Ein Freund Blakes‘, dessen schrulliges Wesen wohl gut zu einem Detektiv passte. Bevor Nicholas Blake Kriminalautor und später Hofdichter der Königin wurde, leitete er mehrere Schulanstalten. Das fiktive Internat Sudeley Hall, Ort der Handlung wurde sicherlich von existierenden Erziehungsanstalten inspiriert. Ein Schüler wird tot aufgefunden, gerade an dem Ort, wo der Lehrer Michael Evans ein Stelldichein mit Hero (Ja diesen seltsamen Frauennamen gab es offenbar nicht nur in der antiken Mythologie.), der Frau des Direktors verabredet hatte. Durch weitere unglückliche Umstände wird er sogleich zum Hauptverdächtigen. Was für ein Glück, dass Evans einen Freund hat, der Detektiv ist. Nigel Strangeways kommt und ermittelt. Er hat keinen Assistenten, kleidet sich auch nicht auffallend, aber zumindest besitzt er einige Eigenarten: Strangeways trinkt Unmengen von Tee, schläft am Liebsten in dicke Decken eingemummt und gibt sich Mühe angemessene britische Exzentrik zu verbreiten. In späteren Büchern wurde er dann immer durchschnittlicher und ja, leider auch langweiliger.  Strangeways hat überall Zugang. Weil er nicht zur Polizei gehört, zeigen sich die Leute ihm gegenüber offener. Er redet mit den Lehrern und gewinnt auch das Vertrauen der Schüler für sich. Seine Ermittlungsmethoden sind unorthodox: Er mischt sich unters Volk und sammelt Informationen. Zeigt Interesse an den Menschen. Was sie nicht wissen ist, dass er ein „menschliches Mikroskop“ ist, das die Leute aus einer wissenschaftlichen Neugier heraus beobachtet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass er frei von Mitgefühl wäre, ganz im Gegenteil: „Armer Teufel. Keiner von uns hat auch nur die geringste Ahnung, wie qualvoll es ist, von allen Menschen verachtet und zurückgestoßen zu werden. Es ist wie ein Krebsgeschwür in der Seele. Und dann der Wahnsinn. Das Gefühl, dass da ein Schleier ist, dünner als Luft, stabiler als Eisen, zwischen einem selbst und den Mitmenschen. Die Schreie aus dem Abgrund, und man weiß, dass einem niemand antworten wird, dass man lebendig begraben ist.“ – wird er am Ende über den Täter sagen, nachdem er natürlich die Dinge zur Zufriedenheit aller aufgedeckt hat. Und die letzten Worte sind auch sehr charmant und very english: „Ich weiß gar nicht wie wir Ihnen jemals genug danken können“, -sagte Hero mit sanfter Stimme. „Eine neue Kanne Tee wäre schon mal ein guter Anfang.“   Agatha Christie soll Nicholas Blakes Romane sehr geschätzt haben. Und für Leser, die Christie mögen, ist auch Blake eine klare Empfehlung. Eine kleine Kuriosität am Rande: Vor einigen Jahren erwarb ein britischer TV-Sender die Rechte an den Strangeways-Romanen und plante eine Fernsehserie. Für die Hauptrolle wollte man keinen geringeren als Daniel Day-Lewis gewinnen, der somit den von seinem Vater geschaffenen Detektiv verkörpert hätte. Leider wurde daraus nichts. 

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