Nicholas Christopher

 3.9 Sterne bei 76 Bewertungen
Autor von Eine Reise zu den Sternen, Das verlorene Bestiarium und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nicholas Christopher

Sortieren:
Buchformat:
Nicholas ChristopherEine Reise zu den Sternen
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Eine Reise zu den Sternen
Eine Reise zu den Sternen
 (33)
Erschienen am 22.04.2016
Nicholas ChristopherDas verlorene Bestiarium
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das verlorene Bestiarium
Das verlorene Bestiarium
 (20)
Erschienen am 01.03.2011
Nicholas ChristopherFranklin Flyer
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Franklin Flyer
Franklin Flyer
 (15)
Erschienen am 01.06.2006
Nicholas ChristopherTiger Rag
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tiger Rag
Tiger Rag
 (4)
Erschienen am 01.06.2014
Nicholas ChristopherDer Liebe Zaubermacht.
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Liebe Zaubermacht.
Nicholas ChristopherTiger Rag
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tiger Rag
Tiger Rag
 (0)
Erschienen am 19.02.2016
Nicholas ChristopherSomewhere in the Night
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Somewhere in the Night
Somewhere in the Night
 (2)
Erschienen am 05.05.2006
Nicholas Christopher5 Degrees & Other Poems
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
5 Degrees & Other Poems
5 Degrees & Other Poems
 (0)
Erschienen am 01.01.1995

Neue Rezensionen zu Nicholas Christopher

Neu
StefanBommelis avatar

Rezension zu "Eine Reise zu den Sternen" von Nicholas Christopher

Ein grossartiger Roman - voller Fantasie und emotionaler Wucht.
StefanBommelivor einem Jahr

Christopher erzählt auf feine, atmosphärische Weise eine in sich mäandrierende Geschichte mit zwei Ich-Erzählern, die sich beständig abwechseln. Sterne sind quasi das Motto und der Autor verpackt es auf nie platte Weise in immer neue Analogien. Es gibt grosse Gefühle, aber nie wird es kitschig - mir ist bis heute nicht ganz klar, wie das geht. Eigentlich ist es ein fantastischer Roman, aber die fantastischen Element sind so fein in eine vermeintliche Realität eingearbeitet, dass der Schleier zum Magischen nie zerreisst (aber in gewissen Momenen steht man plötzlich auf der magischen Seite, ohne es zu merken). Es ist also ein Buch, dass ans Herz wächst und man kann es ohne weiteres mehrmals lesen, da es nicht vom Plot lebt (der übrigens auch gelungen ist), sondern von den Wegen und Begegnungen der Protagonisten.

Kommentieren0
4
Teilen
WolffRumps avatar

Rezension zu "Franklin Flyer" von Nicholas Christopher

Ein sprachlich und inhaltlich anspruchsvoller Abenteuerroman
WolffRumpvor 5 Jahren

Autor:
Nicholas Christopher ist ein bedeutender amerikanischer Lyriker, der mittlerweile auch als Romanautor Erfolge feiert. Er ist als Professor an der Columbia University in New York tätig.

Genre:
Gehobener Abenteuerroman.

Umfang:
Ca. 400 Seiten (Print).

Inhalt:
Franklin Flyer wird 1907 in einem entgleisenden Zug geboren. Sein Leben bleibt abenteuerlich. 1929, am Tag des New Yorker Börsencrashs kündigt er seinen Job, um die Welt zu bereisen. 1930 überlebt er nur knapp ein Schiffsunglück in der Antarktis, dabei gelingt es ihm, den Schiffskater Archie zu retten, der ihn auf seinen weiteren Abenteuern begleiten wird. Während einer Expedition in Südamerika lernt er einige Männer kennen, die auf der Suche nach dem seltenen Metall Zilium sind. Franklin begleitet sie als Dolmetscher. Zurück in den USA tritt Franklin einen Job als Zeichner in einem Comic Verlag an, um seine wahre Leidenschaft, das Erfinden, zu finanzieren. Einige seiner Erfindungen, z. B. eine Farbmischmaschine, werden große kommerzielle Erfolge, die Franklin bereits in jungen Jahren zu einem reichen Mann machen. Franklin kauft den Comic-Verlag von seinem Gründer, dem deutschstämmigen Otto Zuhl und baut ihn zu einem führenden Medienkonzern aus. Zuhl unterstützt die aufkommenden Nationalsozialisten in Deutschland durch seine Kontakte in den USA. In seinem Umfeld agieren auch die Männer, die Franklin bereits aus Argentinien kennt. Es stellt sich heraus, dass sie Zilium nach Deutschland einführen wollen, weil es sich als wichtig für die Waffenherstellung herausgestellt hat. Franklin meldet seine Beobachtungen den amerikanischen Behörden, die daraufhin Kontakt zu ihm aufnehmen. Franklin erklärt sich bereit, seine internationalen Kontakte in den Dienst des US-Geheimdienstes zu stellen. Später nimmt er aktiv an konspirativen Einsätzen im Ausland teil, die ihn nach Ausbruch des II. Weltkrieges wiederholt in große Gefahr bringen. Die Nazis fassen ihn schließlich im faschistischen Bruderland Italien, aber er kann ihnen entkommen.

Parallel zu seinen zahlreichen Abenteuern treten im Laufe der Jahre mehrere Frauen in Franklins Leben, die ihn auf unterschiedliche Weise unterstützen. Mit einer seiner Liebschaften hat er ein gemeinsames Kind, das er aus dem besetzten Frankreich retten kann.

Als Franklin seine Abenteuer überstanden hat, bittet er einen Mitarbeiter seines Verlages die Fotos der wichtigsten Frauen in seinem Leben zu einem einzigen Bild zusammenzusetzen. Dieses Bild entspricht einer Fotografie, die Franklin 1929, am Anfang seiner Abenteuer, in einem leerstehenden Büro gefunden hatte. Offenbar waren alle seine Gefährtinnen Inkarnationen der Frau auf diesem Bild. Franklin hatte diese mysteriöse Fremde lange Zeit gesucht, aber nie gefunden.

Im Jahr 2007, Franklin ist mittlerweile 100 Jahre alt, besucht er noch einmal das alte Bürogebaude, in dem er 1929 das Foto fand.

Perspektive:
Fast durchgängig personale Perspektive des Protagonisten. Es gibt einige wenige auktoriale ‚Ausflüge’ des Autors.

Erzählzeit:
Vergangenheit.

Setting:
Der Leser begleitet den Protagonisten auf seinen weltweiten Einsätzen, die ihn in die Antarktis (unfreiwillig), nach Südamerika, in unterschiedliche europäische Länder und wieder zurück nach New York führen.

Die Settings werden im Spiegel ihrer Zeit beleuchtet. Insbesondere das unter der Herrschaft der Nazis erstarrte Europa korrespondiert bildlich mit der emotionalen Befindlichkeit der Figuren.

Struktur und Spannungsbogen:
Auch wenn die Abenteuer, die Franklin erlebt, willkürlich und zT auch konstruiert aneinander gereiht werden, verfügt der Roman über mehrere durchgehende und miteinander verwobene Fäden.

Zu einen ist dies die politische Gemengelage, die immer wieder scheinbar lose Sub-Stories zusammenfügt. Der in Europa, Südamerika (Argentinien) und selbst in vielen Bereichen der US-amerikanischen Gesellschaft aufblühende Faschismus ist die zentrale antagonistische Kraft, die den Protagonisten immer wieder zu Handlungen zwingt, die ihn in Gefahr bringen. Die Sorge um Franklin Flyer und seine idR weiblichen Unterstützer sorgt für die notwendige Spannung, die den Leser trotz der vielen Sub-Stories ‚in der Spur’ hält.

Eine weitere Konstante sind die bereits genannten Frauen, die immer wieder verschwinden, um kurze Zeit später in einer neuen Figur und in einem neuen Abenteuer wieder aufzutauchen. Sie sind verknüpft mit dem altägyptischen Mystizismus, der Franklin in unterschiedlicher Weise während seiner Abenteuer begegnet.

Der Autor hat seinen Roman als Framestory angelegt, die in einem scheinbar nebensächlichen Ereignis im Jahre 1929 seinen Anfang nimmt und mit dem gleichen Ereignis 2007 wieder abschließt. Franklins wegfliegender Hut ist das auslösende Ereignis, das ihn zum Foto der mysteriösen Fremden führt und das die Handlung auch wieder beschließt. Der Hut taucht in den Abenteuern immer wieder auf. Auch auf dem ausgesprochen gelungenen Cover der gebundenen Ausgabe ist er drucktechnisch hervorgehoben und springt sofort ins Auge.

Natürlich läuft ein Abenteuerroman dieser Art schnell Gefahr, unrealistisch und überzogen zu wirken, was sich negativ auf das Spannungsmoment auswirken würde. Der Autor umschifft diese Klippe geschickt, indem er immer wieder verbürgte geschichtliche Ereignisse und reale Figuren in den Plot integriert. Immer, wenn die Geschichte in Richtung abstrakter Fantastik abhebt, holt ein solcher wiedererkennbarer Plot-Anker den Leser in die Realität zurück.

Charaktere:
Der Protagonist ist sehr originell angelegt und wird intensiv ausgeleuchtet. Ein weltreisender Erfinder und Comiczeichner, der (um mit James Bond zu sprechen) auszieht, die Welt zu retten, dürfte in der Romanlandschaft einzigartig sein. Die Neugierde auf die Entwicklung des Protagonisten macht einen Gutteil des Lesereizes aus.

Franklin Flyer findet sein Alter Ego in seiner Katze Archie, die zum einen menschliche Züge hat, die aber auch mystische Charakteristika aufweist. Nicht umsonst kommt der Katze in der ägyptischen Mythologie eine besondere Rolle zu. Immer wieder wird auch auf die neun Leben der Katze Bezug genommen. Die Katze ist der einzige dauerhafte Lebenspartner des Protagonisten. Sie ist neben Franklin der Sympathieträger des Romans.

Die Frauen in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen als (Teilzeit-)Partnerinnen Franklins sind sehr ausgefallen angelegt. Auch hier tauchen immer wieder Bezüge zur ägyptischen Mythologie auf.

Unter den antagonistischen Figuren sticht Otto Zuhl heraus, in dessen Umfeld weitere antagonistische Kräfte auftauchen, die Franklin herausfordern.

Aufgrund der Vielzahl der Nebenfiguren bleibt nicht aus, dass einige zu blass wirken und über wenig Empathiepotenzial verfügen. Dies ist mE einer der gewichtigeren Kritikpunkte an der Story. Eine zentrale Partnerin hätte der Figur des Protagonisten zwischenmenschliche Potenziale eröffnet (auch Konfliktpotenziale) und Raum für zusätzliche Spannungsmomente geschaffen (z.B.: Prot. hat Angst um die Partnerin und stürzt sich in unabsehbare Risiken, um sie zu retten). So ist Franklin, bis auf wenige Ausnahmen, nur für sich selbst verantwortlich. Der Autor hat aus diesem Grund vermutlich auch Franklins ihm zuvor unbekannte Tochter in die Geschichte aufgenommen. Sie bleibt jedoch zu blass und taucht zu spät im Plot auf, um den o. g. Mangel ausgleichen zu können. Andererseits ist gerade die Wandelbarkeit der Frau eines der Grundmotive der Story, so dass man dem Autor kaum den Vorwurf machen kann, zu viele Partnerinnen Franklins in den Plot zu integrieren.

Sprache/Duktus:
Der Autor bewegt sich am oberen Ende der bei Abenteuerromanen üblichen sprachlichen Qualität. Er kann sich durchaus mit Green oder le Carré messen, aber er schießt auch nicht über das Ziel hinaus, eine Gefahr, die bei jemandem, der 1994 als bester amerikanischer Lyriker geehrt wurde, durchaus gegeben wäre.

Fazit:
Franklin Flyer ist ein sprachlich und inhaltlich anspruchsvoller Abenteuerroman, der von der Fantasiebegabung des Autors lebt. Dass es Nicholas Christopher gelingt, seine ausgefallenen Ideen und Sub-Stories zudem in ein historisch sensibel ausgeleuchtetes Setting zu verweben, macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Der Gefahr des inhaltlichen Overkills (u. a. Abenteuer, Technik, Mystizismus, Zeitgeschichte) erliegt der Autor nur in einzelnen Passagen. Allein dies zeugt von seiner schriftstellerischen Begabung. Kleinere Defizite sehe ich im Bereich des Empathiepotenzials der Figuren. Absolut empfehlenswert.

Kommentieren0
1
Teilen
dingsbaers avatar

Rezension zu "Eine Reise zu den Sternen" von Nicholas Christopher

Rezension zu "Eine Reise zu den Sternen" von Nicholas Christopher
dingsbaervor 6 Jahren

Loren ist 10 Jahre alt, als Alma; seine Stieftante sich alleine um ihn kümmern muss, weil alle anderen gestorben sind. Bei einem Planetariums-Besuch in New York, wird Loren entführt. Schnell erfährt er von wem und warum: Sein richtiger und steinreicher Onkel Samax hat von seiner Existenz erfahren und möchte dem Jungen ein besseres Leben bieten, als jenes, welches er bei Alma erwarten kann. Samax und Loren, der ab sofort Enzo heißt, schreiben Alma einen Brief, der sie aber nie erreichen wird. Beide wissen nicht, das es 15 Jahre dauern wird, bis sich ihre Wege wieder treffen.
Enzo lebt nun in dem großen Hotel seines Onkels in der Nähe von Las Vegas. Dort erhält er eine umfassende Ausbildung, worauf sein Onkel sehr viel Wert legt.
Alma hingegen ist total verzweifelt, weil sie Loren nicht finden kann und gibt sich selbst die Schuld an seinem Verschwinden. Sie ändert ihren Namen auf Mala, was "schlecht" bedeutet und beginnt ein unstetes Leben, welches sie u.A. als freiwillige Krankenschwester in den Vietnamkrieg führt. Dort lernt sie ihre große Liebe Geza Cassiel. Als sie auch in verliert, reist sie durch die Welt, lernt die Schattenseiten des Lebens aber auch wahre Freundschaft kennen.
Da das Buch immer wieder zwischen Enzo und Mala hin- und herspringt, erfahren wir viel vom Leben der beiden. Überwiegend spielen die Astronomie und die Arachnologie eine große Rolle. Wir erfahren aber auch durch den großen Sammler Samax viele interessante Sachen.

Die Geschichte von Enzo und Mala ist eine große Verknüpfung von Zufällen oder sollte man sagen, vom Schicksal? Es geht um Legenden und Aberglaube und tiefe Emotionen wie Liebe, Trauer und Hass. Am Ende finden die vielen Fäden der Geschichte, die der Autor geschickt gesponnen hat, zusammen.

Ich finde das Buch sehr interessant, auch weil man einiges lernt. Hier wurde sehr gut recherchiert. Aber manchmal zieht sich die Geschichte in die Länge oder wird etwas unrealistisch. Aber trotzdem bereue ich es nicht, dieses Buch gelesen zu haben.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 112 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks