Nicholas D. Kristof , Sheryl WuDunn Die Hälfte des Himmels

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Inhaltsangabe zu „Die Hälfte des Himmels“ von Nicholas D. Kristof

Lena wird gleich nach ihrer Geburt adoptiert. Früh zeigen sich die ersten Zeichen einer geistigen Behinderung. Doch ihre Mutter will sie nicht wahrhaben. Jahrelang täuscht sie sich selbst. Bis Lena in die Schule kommt. Erst als ihre Mutter lernt, die Behinderung zu akzeptieren, wird das gemeinsame Leben leichter und unbeschwerter. Lena ist ein vitales Kind, das ganz aus seinen Gefühlen lebt. Doch mit der Pubertät setzen bei ihr psychotische Schübe ein, die die Familie an die äußersten Grenzen ihrer Belastbarkeit führen. Gleichzeitig wird die Bindung zwischen Mutter und Tochter immer enger. Die folgenden Jahre sind geprägt von den aufreibenden Bemühungen, einen Ort zu schaffen, an dem Lena leben kann. Und von den Schwierigkeiten ihrer Mutter, sich von der Tochter zu trennen. Dieses Buch erzählt von einem Menschen, der von einem „normalen“ Leben ausgeschlossen ist.

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  • Rezension zu "Die Hälfte des Himmels" von Nicholas D. Kristof

    Die Hälfte des Himmels
    Clari

    Clari

    10. September 2010 um 11:22

    Sklavenleben und Unterdrückung; eine Reportage Beginnt man mit der Lektüre dieses Buches, empfindet man sehr bald eine unsägliche Wut; Wut auf Regime und Menschen, die mit ungeahnter Grausamkeit Frauen zu einer Ware und zu Sexsklaven machen. Man wusste es ja schon irgendwie, aber mit dieser Detailgenauigkeit und den beschriebenen Methoden war man bisher denn doch nicht vertraut. Der Bericht beginnt in Indien, setzt sich über Malaysia, Kambodscha und weitere Länder in Asien und Afrika fort und findet praktisch nirgends ein Ende. Der ferne Osten ist der Hexenkessel, in dem es Männer besonders bunt treiben. Junge Mädchen möchten sich in Hotels als Tellerwäscherinnen verdingen und landen in den Händen brutaler Menschenräuber. Diese nehmen ihnen alles weg; Kleider, Geld, das sie ja meistens gar nicht besitzen, und den Pass. Nun sind sie praktisch nicht mehr handlungsfähig, denn zudem werden sie eingesperrt, zur Willfährigkeit geprügelt und mit dem Tode bedroht. Einzelne sehr junge Mädchen ab 10 Jahren werden erst so lange eingesperrt, bis man sie den Freudenfängern als besonders delikate Beute vor die Füße wirft. Das Elend dieser verlassenen und ausgebeuteten Geschöpfe ist unbeschreiblich. Erfreuliche Lichtblicke bieten alleine die Erfolge von einigen wenigen Betroffenen, die mutig und trickreich dem Sklaventum entrinnen können und sich dem Kampf gegen die Unterdrückung und gegen die Ausbeutung der Frauen verpflichten. Der Prozess beginnt und endet mit Bildung! Zu den Fakten ihres Berichts über die Unterdrückung und Erniedrigung von Frauen in der dritten Welt haben die beiden Autoren Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn gründliche recherchiert und einschlägige Daten und Zahlen zusammengetragen. Statistiken belegen die außerordentliche Dimension von Menschenrechtsverletzungen, und Hilfsorganisationen werden in großer Zahl mit ihrem Wirken, ihren Erfolgen und Misserfolgen beschrieben. Mit zahlreichen so eindrucksvollen wie erschreckenden Beispielen bekommen die Zahlen ein Gesicht. Unvorstellbar sind die Todesfälle durch Verletzungen, Krankheiten und Fehlgeburten. Anhand von Fotos lässt sich die Grausamkeit der misshandelten Mädchen und Frauen nachvollziehen. Das Zusammenwirken von Armut, Korruption, Drogenhandel, Bestechung und mangelnder Hilfsbereitschaft seitens der öffentlichen Organe wie Polizei und Regierungsvertretern ist eklatant. Die größte Hilfe kommt von den Betroffenen selber, wenn sie denn die Kraft und die Möglichkeit zum Ausstieg gefunden haben. Hier bilden Frauenhilfsorganisationen die angemessenen Anlaufstellen, um Hilfesuchende zu unterstützen. Mit ihrem Buch rütteln die Autoren auf und appellieren an die Welt, diesem Unwesen ein Ende zu bereiten. Viel mehr noch ist zu tun, als man gemeinhin annimmt. Die beiden Journalisten Kristof / WuDunn sind Pulitzerpreisträger und erreichen mit ihrem Report die Herzen der Menschen. Man fühlt sich animiert, mitzuhelfen.

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