Nicholas Evans Die wir am meisten lieben

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Inhaltsangabe zu „Die wir am meisten lieben“ von Nicholas Evans

Der Autor vom „Pferdeflüsterer“ ist zurück! England 1959: Es gibt wenig Liebe im Leben des achtjährigen Tommy; seine Helden sind die Cowboys in den Westernserien, doch er selbst ist ein schüchterner Junge. Sein einziger Lichtblick ist seine Schwester Diane, die versucht, in Hollywood ihr Glück als Schauspielerin zu machen. Als Tommy in ein Internat kommt, in dem die Devise herrscht „Immer tapfer sein“, wird er von allen anderen gehänselt und gequält. Diane rettet ihn und nimmt ihn mit nach Hollywood – doch dann kommt es zu einer Katastrophe, die Tommys Leben für immer verändert. Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Journalist und Dokumentarfilmer. Das Geheimnis seiner Vergangenheit trägt er immer noch mit sich herum. Bis plötzlich sein Sohn, den er kaum kennt, in Schwierigkeiten gerät. Man wirft Danny vor, im Irak an einem Massaker an Zivilisten beteiligt zu sein. Tom begreift, dass er eine Familie hat – und dass er eine alte Schuld begleichen muss. Ein Roman über Liebe, Schuld und die Erkenntnis, dass man die Vergangenheit manchmal doch ändern kann.

Ein wunderbarer Roman, den ich sicherlich noch öfter lesen werde, um die Sprachgewalt richtig auszukosten.

— gst

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  • Die wir am meisten lieben

    Die wir am meisten lieben

    buchjunkie

    02. June 2017 um 15:34

    England 1959:Im Leben des achtjährigen Tommy gibt es,wenig Liebe. Er sieht gerne  Westernserien und die Cowboys sind seine Helden. Doch selbst ist er ein schüchterner und ruhiger Junge.Sein einziger Lichtblick ist seine ältere Schwester Diane, die versucht, in Hollywood eine Schauspielkarriere zu starten.Als Tommy in ein Internat kommt, beginnt für ihn eine schlimme Zeit. Er wird dort gequält und gehänselt, von Mitschülern genauso wie von Lehrern.Diane, die inzwischen mit einem berühmten Cowboydarsteller liiert ist, holt ihn da raus und nimmt ihn mit nach Hollywood.Dort verlebt er zunächst eine sehr glückliche Zeit. Doch dann kommt es zu einer Katastrophe, die Tommys Leben für immer verändert.Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Journalist und Dokumentarfilmer. Doch das Geheimnis seiner Vergangenheit trägt er immer noch mit sich herum. Bis plötzlich sein Sohn ,der sich ihm entfremdet hat, in Schwiergkeiten gerät. Man wirft Danny vor , im Irak als Soldat ein Massaker an Zivilisten verursacht zu haben.Tom weiss, er muss handeln  Und seinen Sohn unterstützen und ihm helfen. Und letztlich das große Geheimnis seines Lebens mit ihm teilen Das ist ein ruhiger, gefühlvoller, aber durchaus auch spannender Roman. Im Prolog begleitet der Leser den jungen Tommy in die Todeszelle eines Gefängnisses, wo er seine Mutter das letzte Mal besuchen kann.Da war mein Interesse geweckt und die Frage, warum seine Mutter verurteilt wurde und aus welchem Grund wird erst am Ende geklärt. Und dann ist doch alles anders ,als es zuerst erscheint.Die Kapitel wechseln ab zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was aber nur dadurch zu erkennen ist, dass es entweder Tommy oder Tom ist, von dem man liest.In der Mitte hatte das Buch einige Längen, doch das Durchhalten hat sich gelohnt. Das Ende ist überraschend, spannend und gut konstruiert.Mir hat  der Roman recht gut gefallen, doch er war ein wenig zu ruhig für meinen Geschmack.Es ist ein Roman über Liebe , Schuld und einem großen Geheimniss!

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    • 9
  • Die Vielfalt des Lebens

    Die wir am meisten lieben

    gst

    04. July 2013 um 16:57

    Schon im ersten Kapitel erfährt der Leser einen Teil von Tommys Geheimnis: Er ist dreizehn, als seine Mutter wegen Mordes hingerichtet werden soll. Im Rückblick wird Toms Leben aufgerollt und seine Gegenwart beleuchtet. Er ist geschieden und sein Sohn Danny hat sich von ihm abgewandt. Das schmerzt Tom sehr. Als Danny vor dem Militärgericht erscheinen soll, weil er im Krieg Zivilpersonen erschossen hat, nähern sich die beiden wieder an. Nach und nach erfährt man Toms Geschichte. Nicholas Evans hat sie sehr liebevoll und nachvollziehbar beschrieben. Ein wunderbarer Roman, den ich sicherlich noch öfter lesen werde, um die Sprachgewalt richtig auskosten zu können. 

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Tanzmaus

    13. September 2012 um 21:34

    Der achtjährige Tommy verlebt eine sehr unglückliche und lieblose Kindheit. Seine Welt besteht hauptsächlich aus Westernhelden und deren Serien, die er regelrecht verschlingt. Einzig seine große Schwester Diane bringt im viel Liebe entgegen. Leider arbeitet sie als Schauspielerin und versucht in Hollywood Fuß zu fassen. Daher beschränken sich die Besuche auf die Wochenenden. Als Tommy schließlich in ein Internat gesteckt wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er wird gemoppt, gequält und bittet schließlich seine Schwester um Hilfe. Diese Hilfe kommt, jedoch anders, als er zunächst dachte ... In einer zweiten Zeitschiene trifft der Leser Tom vierzig Jahre später wieder. Er ist mittlerweile ein anerkannter Journalist und Dokumentarfilmer. Seine Ehe ist gescheitert und zu seinem einzigen Sohn Danny hat er kaum noch Kontakt. Doch dann gerät Danny in Schwierigkeiten. Tom begreift, dass er vor seiner Vergangenheit nicht davonlaufen kann, wenn er in der Gegenwart seine Familie retten will. Und so fängt er an zu kämpfen ... Das Buch wird in zwei verschiedenen Zeitschienen erzählt. In der ersten ist Tommy ein achtjähriger Junge, in der zweiten ein erwachsener Mann - vierzig Jahre später. Leider ist es im Buch nicht immer gleich ersichtlich, wann ein Kapitel spielt. Als Leser bekommt man es erst beim Lesen selbst heraus oder wenn der Hauptprotagonist benannt wird. Da ist die Unterscheidung wieder einfach: Tommy - als Junge, Tom - als Mann. Aber wenn Diane im Vordergrund steht, muss man wieder rätseln. Diese Ungewissheiten zu Beginn eines jeden Kapitels bremsen den Lesefluss und ich hätte mir doch zumindest einen kleinen Hinweis über dem Text gewünscht, in welchem Jahr das folgende Kapitel spielt. Von Nicolas Evans war es mein erster Roman und ich war angenehm überrascht von dem guten Schreibstil. Einige Fehler finden sich zwar (manchmal wird die Hündin von Tom als Männchen bezeichnet), aber ich habe diese auf Übersetzungsfehler geschoben. Von der Logik und den Handlungen ist die Geschichte rund und nachvollziehbar. Leider bleiben die Protagonisten sehr blass. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, um gerade Tom besser einschätzen zu können. Trotzdem war es ein sehr interessanter und spannender Roman, den ich gerne gelesen und dessen Ende mich sehr berührt hat. Fazit: Ein spannender Roman, der den Leser berührt und zum Nachdenken anregt.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    amicus

    07. August 2012 um 23:15

    Ein Buch wie aus der guten alten Zeit, in der dem Leser nichts gezeigt, dafür viel vorgekaut und berichtet wurde. Es ist schwierig, bei diesem Text mit zu gehen, vom Mitfühlen ganz zu schweigen. Verwirrend fand ich, wie ungelenk die einzelnen Phasen des Lebens zusammengehackt wurden, beinahe wie in einem Werbetrailer aus den achtzigern. Insgesamt eine oberflächliche Lektüre, zwar ganz flott geschrieben, aber da hat wohl jemand zu viel auf einmal gewollt und letztlich doch nur an der obersten Schicht gekratzt. Wie bei einem Schlager, in dem von großen Gefühlen und Echtheit die Rede ist, der aber doch nur Abgedroschenes serviert. Schade, denn ich hatte mir mehr davon versprochen.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    bücherelfe

    Wenn Nicholas Evans ein neues Buch auf den Markt bringt, werde ich sehr hellhörig. Nun ja, schliesslich hat er „der Pferdeflüsterer“ geschrieben. Wer jetzt beim Pferdeflüsterer vor allem an Robert Redford im Galopp denkt, sei daran erinnert, dass Romanvorlagen meist um Längen besser sind, als deren Verfilmung. Aber nun zu seinem neuesten Werk. Und wieder zeigt Nicholas Evans, dass er wunderbar schreiben kann. Auch wenn die Geschichte, die er uns auftischt, nicht so ganz zu überzeugen vermag. Im Elternhaus des 8jährigen Tom geht es eher kühl zu. Nur seine erwachsene Schwester Diane gibt ihm so etwas wie Nestwärme. Aber sie kann dem elterlichen Entscheid, ihn in ein Internat zu schicken, vorerst nichts entgegenhalten. Sobald ihre beruflichen Erfolge es zulassen, holt sie ihren zutiefst unglücklichen Bruder aber zu sich nach Hollywood. Alles könnte sich nun zum Besseren wenden. Nicholas Evans erzählt in vielen Zeitsprüngen über das Leben des kleinen Tommy beziehungsweise des grossen Tom. Viele heftige Themen werden in dem nur 366 Seiten umfassenden Roman aufgegriffen: Gescheiterte Beziehungen, Familiengeheimnisse, Mobbing unter Kindern, Todesstrafe, Krieg. Diese Fülle an Themen gepaart mit den ständigen Zeitsprüngen bewirken, dass das Gelesene mich nicht wirklich berührt. Was seltsamerweise dem Lesegenuss nicht wirklich Abbruch tut. Denn unterhaltsam ist „die wir am meisten lieben“ dennoch. Denn Nicholas Evans kann eben schreiben. Und so werde ich weiterhin die Augen offen halten um auch das nächste Werk von ihm nicht zu verpassen. Fazit: Solide Unterhaltung ohne Tiefgang.

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    • 3
  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Monika58097

    22. April 2012 um 17:57

    Die Hauptperson ist Tommy, ein unglücklicher Junge, der noch ins Bett macht und der von seinen vermeintlichen Eltern ins Internat gesteckt wird, wo er eine schreckliche Zeit verbringen muss. Sein einziger Lichtblick ist seine Schwester Diane, die ein angehender Hollywoodstar ist. Sie „befreit“ Tommy letztendlich auch aus dem Internat und nimmt ihn zu sich. Die einzelnen Kapitel erzählen abwechselnd vom kleinen schüchternen Tommy und dann wieder lernen den inzwischen erwachsenen Tom kennen, der Dokumentarfilmer geworden ist. Tom, der geschieden ist und einen Sohn hat, den er kaum kennt. Wir tauchen in Toms Vergangenheit ein, lernen Diane besser kennen, die Welt rund ums gnadenlose Filmgeschäft in Hollywood. Es tritt ein Ereignis ein, dass Tommys komplette bisherige Welt verändern wird und das ihn ein Leben lang begleiten wird. Dann gerät sein Sohn Danny in Schwierigkeiten. Er soll als Soldat im Irak an einem Massaker an Zivilisten beteiligt gewesen sein. Tom will seinem Sohn unbedingt helfen. Nach den zumeist negativen Kritiken, die ich gelesen habe, war der Roman eine positive Überraschung für mich. Ein Roman, flüssig und anschaulich geschrieben. Ein Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    leserattebremen

    09. April 2012 um 13:17

    Es ist 1959 als Tommy von seinen Eltern in England aufs Internat geschickt wird. Er hasst es dort, wird von den anderen Jungs gemobbt und die Lehrer schlagen erst zu und fragen dann, was passiert ist. Zur gleichen Zeit beginnt seine Schwester eine Karriere als Schauspielerin und bekommt die Chance nach Hollywood zu gehen und nimmt Tommy kurz entschlossen mit. Jahre später gerät Tommys Sohn selbst in Schwierigkeiten und er muss sich die Frage stellen, inwieweit er überhaupt ein guter Vater für seinen Sohn sein kann, wer er seine eigene Familiengeschichte verschweigt und zu vergessen versucht. Die Idee von Nicholas Evans an sich ist gut, die Geschichte bietet eine Menge erzählerischer Möglichkeiten. Immer abwechselnd zwischen der 50er Jahren und der Gegenwart erzählt er von Tommy Lebensgeschichte, den Menschen mit denen er zu tun hatte und die ihn beeinflusst haben. Die ganze Zeit ist klar, dass irgendetwas schreckliches passiert ist, was er bisher niemandem erzählt hat. Dass sein Sohn als Soldat im Irak Menschen erschossen haben soll, hilflose Zivilisten, macht auch ihn völlig hilflos. Leider kratzt der Autor die ganze Zeit nur an der Oberfläche der Persönlichkeiten und entwickelt die Geschichte nicht richtig tiefgehend. Viele Dinge bleiben offen zurück und oder wirken belanglos und passen nicht richtig zur Geschichte. Da ergeht er sich erst ausgiebig in Andeutungen über eine mögliche Beziehung zu einer jüngeren Frau, die plötzlich völlig aus der Geschichte verschwindet. Am Anfang spielt es eine große Rolle, dass er Alkoholiker war, irgendwann verschwindet dieser für seine Persönlichkeit zunächst noch so wichtige Aspekt völlig in der Versenkung. Der Roman lässt sich gut lesen, man bleibt als Leser aber mit vielen offenen Fragen zurück und man fragt sich, was das eigentlich jetzt alles sollte, warum das Leben von Tommy erzählt wurde. Im Großen und Ganzen erscheint die Geschichte einfach nicht ausgereift, um als Roman zu funktionieren.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Zabou1964

    02. April 2012 um 23:34

    Endlich gibt es neuen Lesestoff für die Fans von Nicholas Evans. Da musste ich natürlich auch sofort zugreifen. Ich kann sagen: Er hat es nicht verlernt. Mich konnte er auch mit seinem neuesten Werk wieder fesseln und berühren. Tommy ist acht Jahre alt, lebt Ende der 50er Jahre in England und schwärmt für Westernserien und Cowboys. Sein Problem ist, dass er nachts ins Bett macht. Trotzdem beschließen seine Eltern, ihn in ein Internat zu schicken. Dort erwarten ihn brutale Lehrer und grausame Mitschüler. Er wird gehänselt und verspottet wegen seiner Bettnässerei. Seine Schwester Diane, die gerade nach Hollywood gegangen ist, um eine Schauspielkarriere zu starten, holt ihn aus dem Internat und nimmt ihn mit in die Traumfabrik. Tommy genießt sein neues Leben, findet Freunde und auch das Bettnässen hört schlagartig auf. Doch sein neues Glück soll nicht ewig halten. In einem zweiten Erzählstrang berichtet der Autor vom Leben des erwachsenen Tom. Er ist geschieden und Vater eines Sohnes, der gegen Toms Willen Soldat wurde. Dieser Disput entzweit Vater und Sohn. Jahrelang herrscht Schweigen zwischen ihnen. Als Danny im Irak auf Zivilisten schießt und ihm der Prozess gemacht wird, steht Tom zu ihm und erkennt endlich, dass er vor seiner eigenen Vergangenheit nicht davonlaufen kann. Zuerst haben mich die ziemlich abrupten Wechsel der Erzählebenen verwirrt. Ich konnte keinen Bezug zu den Figuren aufbauen, sie ließen mich kalt. Insbesondere Tommys Flucht in seine Fantasiewelt des Westerns habe ich als sehr störend empfunden. Ich verstehe sehr wohl, was der Autor damit ausdrücken will, finde es aber zu intensiv beschrieben. Erst als Tommy und Diane in Hollywood angekommen waren, konnte ich den Jungen ins Herz schließen und Dianes Handeln nachvollziehen. Der Autor schildert sehr gefühlvoll die Entwicklung des kleinen verängstigten Tommy zu einem Teenager, der immer selbstbewusster wird, weil er sich geliebt fühlt. Zum Ende hin wurde das Buch so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch Pferdeliebhaber kommen wieder auf ihre Kosten, als Tommy sich mit dem Stuntman und Pferdezüchter Cal anfreundet, der ihm das Reiten beibringt. Fazit: Von einigen Schwächen am Anfang abgesehen, hat mich dieser Roman gut unterhalten und berührt. Ich hoffe, auf ein neues Buch des Autors müssen wir nicht wieder fünf Jahre warten.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Penelope1

    29. February 2012 um 20:22

    Der schüchterne, 8-jährige Tommy liebt Western über alles, besonders seinen Cowboy-Helden Flint McCullough - und seine Schwester Diane, die gerade dabei ist, ihre Schauspielkarriere in Hollywood aufzubauen. Seine Eltern liebt er auch, allerdings schicken diese ihn in ein Internat, in dem er es wahrlich nicht leicht hat. Seine Mitschüler sind gnadenlos, hänseln ihn, und auch von den Lehrern erfährt er keinerlei Unterstützung, jeder Ungehorsam wird sofort streng bestraft. Als Diane ihn aus dem Internat abholt, um ihn mit nach Hollywood zu nehmen, scheint sein Leben endlich eine glückliche Wendung zu nehmen. Doch was sich zunächst als großes Glück herausstellt, zeigt nach und nach ein ganz anderes Gesicht und entwickelt sich zu einer Tragödie. 40 Jahre später trifft der Leser wieder auf Tommy, aus dem nun Tom geworden, ein Journalist und Dokumentarfilmer, der in Amerika lebt und selbst Vater eine Sohnes ist. Doch seine geheimnisvolle Vergangenheit scheint ihn nie aus den Fängen gelassen zu haben, wie eine gescheiterte Ehe und ein Sohn, zu dem er keinen Kontakt mehr hat, deutlich zeigen. Und als ob dies alles noch nicht genug sei, wird sein Sohn Danny beschuldigt, im Irakkrieg Zivilisten ermordet zu haben. Tom sieht eine Chance, sich mit seinem Sohn und mit seiner Vergangenheit auszusöhnen. Doch ob ihm dies gelingt, ist mehr als fraglich... ** Ein Roman um Gefühle, Schuld, Ängste, Vergebung und Liebe. Der Leser begleitet Tommy durch sein Leben, zunächst in sein Elternhaus, später ins Internat. Er leidet mit dem kleinen Jungen, der scheinbar lieblos abgeschoben wird und der sich nun dem Spott und den Schikanen von Mitschülern und Lehrern stellen muss. Sehr eindrucksvoll sind diese Schilderungen, sodass man mit dem kleinen Jungen fühlt, ihn nur zu gerne beschützen möchte... Es folgt ein abrupter Schnitt und der Leser trifft plötzlich auf Tom als 40-jährigen Mann. Aus gegebenem Anlass - der Anklage gegen seinen Sohn Dan- hält Tom einen Rückblick auf seine Vergangenheit und macht sich selbst klar, wie sein Leben nach dem Internat verlaufen ist und was alles schiefgelaufen ist - dadurch nimmt auch der Leser Anteil daran. Die verschiedenen Perspektiven führen in das Leben von Tom's Schwester Diane, ihren Eltern, aber auch in die Ansichten und Ziele ihres Mannes und geben dem Leser dadurch die Möglichkeit, Toms Lebensgeschichte zu vervollständigen und sein Geheimnis aufzudecken, das sein Leben so schwerwiegend verändert hat. Die Schilderungen über sein Leben in Hollywood bei seiner Schwester Diane, die dort ihre Karriere aufbaut, sind sehr ausführlich und teilweise recht langatmig, sodass sie fast schon vom eigentlichen Geschehen ablenken. Auch waren einige Verhaltensweisen für mich nicht wirklich nachvollziehbar, wodurch der Roman für mich etwas an Glaubwürdigkeit verlor. Insgesamt ist die Geschichte rührend, bleibt dabei jedoch meist an der Oberfläche, ohne wirklich intensiv auf die tiefergehende Problematik einzugehen. Etwas weniger Seiten Hollywood zugunsten der Gefühle hätten hier mehr bewirkt. Ich fühlte mich gut unterhalten, besonders bangte ich natürlich mit dem Protagonisten Tom, der bereits als Tommy das Herz des Lesers erobert. Genau richtig für einige unterhaltsame Lesestunden rund um das Thema Schuld, Geheimnisse, Beziehungen und Familie.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Callso

    18. February 2012 um 21:56

    Ein Buch vollgestopft mit viel Gefühl und noch mehr Inhalt. Liebe, Krieg, Kindheit und Hollywood – vielfältiger und vielschichtiger kann ein Roman wohl kaum sein. Vom gehänselten Bettnässer im Internat, von intensiver Schwester-und Mutterliebe, vom Tod übers Gefängnis bis hin zur Liebe zu Indianern und zur Natur, zwischendrin gibt es Stippvisiten in Alkoholsucht und einem abscheulichen Kriegsverbrechen. Das Buch hat nix, was nicht vorkommt! Das Buch liest sich rasant, ist spannend und absolut gefühlsecht, aber bisweilen eben auch ein wenig überladen. Hier und da kommen die Klischees ein wenig zu viel zum Vorschein, auch das nimmermüde gut-gegen-böse-Gespenst wird häufig ausgereizt. Genug der kritischen Untertöne. Nicholas Evans schreibt wohl dosiert und sorgt mit seinen Zeitsprüngen für zusätzliche Spannung. Eine sehr intensive Familiengeschichte, die sowohl „old school“ als auch modern wirkt. Ein gelungener Spagat und ein sehr feiner Schmöker…

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Fantasie_und_Träumerei

    06. February 2012 um 11:31

    KLAPPENTEXT: England 1959: Es gibt wenig Liebe im Leben des achtjährigen Tommy; seine Helden sind die Cowboys in den Westernserien, doch er selbst ist ein schüchterner Junge. Sein einziger Lichtblick ist seine Schwester Diane, die versucht, in Hollywood ihr Glück als Schauspielerin zu machen. Als Tommy in ein Internat kommt, in dem die Devise herrscht „Immer tapfer sein“, wird er von allen anderen gehänselt und gequält. Diane rettet ihn und nimmt ihn mit nach Hollywood – doch dann kommt es zu einer Katastrophe, die Tommys Leben für immer verändert. Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Journalist und Dokumentarfilmer. Das Geheimnis seiner Vergangenheit trägt er immer noch mit sich herum. Bis plötzlich sein Sohn, den er kaum kennt, in Schwierigkeiten gerät. Man wirft Danny vor, im Irak an einem Massaker an Zivilisten beteiligt zu sein. Tom begreift, dass er eine Familie hat – und dass er eine alte Schuld begleichen muss. ZUM AUTOR: (Quelle: Aufbau Verlag) Nicholas Evans wuchs in Worcestershire, England auf. Er studierte Rechtswissenschaften an der Oxford University und arbeitete als Journalist. Von 1982 an schrieb er fürs Fernsehen und Kino. 1993 traf er einen Schmied, der ihm von einem Pferdeflüsterer erzählte. Evans begann an seinem ersten Roman zu arbeiten, der in 36 Sprachen übersetzt und ein Megabestseller wurde. Verfilmt wurde das Buch mit Robert Redford. Auf seinen neuen Roman musste das Publikum über fünf Jahre warten, weil er wegen einer schweren Pilzvergiftung zwei Jahre lang jeden Tag zur Dialyse musste. Im Aufbau Verlag liegen seine Romane „Die wir am meisten lieben“, „Der Pferdeflüsterer“ und „Im Kreis des Wolfs“ vor. EIGENE MEINUNG: Egal um welche Themen sich seine Romane drehen, Nicholas Evans ist und bleibt ein Könner. Wieder einmal ist es ihm gelungen ein Buch zu veröffentlichen, dass den Leser mit einer Geschichte, die so oder so ähnlich passiert sein könnte, in seinen Bann zieht. Tom ist Journalist und Dokumentarfilmer. Eigentlich sind seine Werke gar nicht so schlecht. Er selbst sieht das jedoch ein wenig anders. Immer noch plagt ihn mangelndes Selbstbewusstsein. Schon von Kindesbeinen an geht es ihm so. Schon seit damals, als er fast jede Nacht ins Bett gemacht hat. Man gab sich große Mühe ihm das abzugewöhnen, doch nichts gelang. Um ihm ein gutes Leben zu ermöglichen, schickten ihn seine Eltern auf ein Internat. Ohne die geringste Ahnung davon zu haben, was dort mit Bettnässern geschieht. Und so litt Tom so lange unter den Gräueltaten seiner Mitschüler und sadistischen Lehrer bis seine Schwester Diane, die ihn über alles liebt, dort heraus holte. Zu Hause erwartet ihn ein Geheimnis, dass seine Familie schon lange mit sich herum trägt und dass sein Leben von Grund auf verändert... Der Knackpunkt der Geschichte beginnt jedoch viel später. Nach seiner Zeit im Internat. Er besucht seine Mutter, die in der Todeszelle sitzt, ein letztes Mal, bevor sie ihren letzten Gang antritt: in die Gaskammer. Von da an erfahren wir verschiedene Stationen aus Toms Leben. Zeitsprünge, die mich anfangs etwas verwirrt haben. Je mehr man aber in die Geschichte hinein kommt, desto einfacher wird es diesen in der Zeit wechselnden Kapiteln zu folgen. Nicholas Evans hat dies ganz bewusst getan und baut dadurch ganz geschickt Spannung auf. Eigentlich ahnte ich auch recht früh, warum seine Mutter im Gefängnis sitzt. Durch gekonntes aufbauen einer Spannungskurve ist es Nicholas Evans allerdings gelungen mich nicht nur am Ball zu halten, sondern mich dazu zu verführen immer mehr aus Toms Leben zu erfahren. Teilweise ist es wie ein Rückblick, dann spielt es wieder in der Gegenwart. Der Auslöser für Toms Rückschau ist der Prozess gegen seinen Sohn Danny, der angeklagt wird im Kriegseinsatz Frauen und Kinder erschossen zu haben. Danny und Tom kennen sich eigentlich kaum, haben eher ein gestörtes Verhältnis. Alle Beziehungen die Tom jemals geführt hat, egal welcher Natur, sind ihm nicht gelungen, denn er trägt eine Schuld in sich, die ihm niemand nehmen kann und die nun auch irgendwie in Dannys Leben eine Rolle spielt. Nach und nach beginnt Tom diese Schuld aufzuarbeiten. Nicholas Evans hat so schön gesagt: „Es ist ein Buch über die Fehlbarkeit von Helden.“ Damit hat er in erster Linie Recht, wirft aber auch einige Fragen auf: Darf sich ein Held Fehltritte leisten? Wieder steht auch die Frage der Schuld im Vordergrund: Wie passiert es, dass ein Held plötzlich keiner mehr ist und wer trägt Schuld daran? Und vor allem: was macht einen Helden aus? Toms Helden sind Cowboys aus Western. Regelmäßig schaut er diese im Fernsehen an, seine ganze Kindheit wird davon geprägt. Doch bald muss er die bittere Erfahrung machen, dass Helden oft nicht die sind, die es zu sein scheinen, aber auch, dass manch unscheinbare Person plötzlich heldenhafte Taten vollbringen kann … Der Buchumschlag von „Die wir am meisten lieben“ trifft leider nicht so meinen Geschmack. Die UK Ausgabe, die einen Jungen zeigt, der als Cowboy verkleidet ist, gefällt mir da schon viel besser. Allerdings finde ich den deutschen Titel sehr viel passender als den Originaltitel „the brave“, denn wer Tom am Herzen liegt und was er dafür zu tun bereit ist und vor allem, was er dafür tun muss, ist neben der Schuldfrage eine der großen Themen in Toms Leben. FAZIT: Wieder einmal ist es Nicholas Evans gelungen mich mit einem seiner Romane zu überzeugen (gut, dass „Im Kreis des Wolfs“ schon auf dem To-Read Stapel liegt). Mit seiner Schreibe hat er mich in einen Bann aus Spannung und berührenden Momenten gezogen. Ich bin froh zu diesem Buch gegriffen zu haben, das mir ein paar bewegende Gänsehautmomente und nachdenkliche Lesestunden bereitet hat.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    AennA

    27. January 2012 um 17:04

    Der kleine Tommy hat eine schwere Kindheit. Er wächst bei Eltern auf, denen es schwer fällt, ihre Gefühle zu zeigen. Seine über alles geliebte Schwester Diane, die Schauspielerin werden will, sieht er nur an den Wochenenden. Schließlich muss er auch noch in ein Internat, wo er dem Spott seiner Mitschüler und den Schlägen mancher Lehrer ausgesetzt ist. Als Diane in Hollywood Karriere macht und ihn dorthin mitnimmt, beginnt für Tommy ein neues Leben. Doch sein Glück hält nicht lange an... Noch als Erwachsener hängt ihm seine leidvolle Vergangenheit nach. Jetzt, 40 Jahre später, ist er selbst Vater eines Sohnes. Als dieser in Schwierigkeiten gerät, muss sich Tom seiner Verantwortung und den bösen Geistern seiner Kindheit stellen... "Die wir am meisten lieben" ist genau der richtige Titel für dieses Buch. Es erzählt eine Familiengeschichte, beschreibt ein Drama und handelt doch von einer unermesslichen Liebe... Nicholas Evans , der Autor des Weltbestsellers "Der Pferdeflüsterer", erzählt uns die Geschichte des kleinen Tommy in den 60er Jahren. Sehr einfühlsam und anrührend gewährt er uns Einblicke in Tommys Welt, legt dessen Gedanken und Gefühle frei, lässt seine Leser eins werden mit dem kleinen Jungen, für den Cowboys und Western das Allergrößte sind. Parallel dazu offenbart Evans uns die Geschehnisse um den erwachsenen Tom in der Gegenwart. Er beschreibt einen Mann, der gezeichnet von seiner Vergangenheit ist, die er einst mit übermäßigem Alkoholkonsum zu bewältigen versuchte. Als Folge davon muss er auf eine gescheiterte Ehe zurückblicken und nicht zuletzt auf das gestörte Verhältnis zu seinem eigenen Sohn Danny. Nicholas Evans beschreibt seinen Protagonisten mit allen Facetten, manchmal möchte man gar nicht glauben, dass dieser Tom auch der kleine Tommy aus dem letzten Kapitel ist... Nichtsdestotrotz ist mir auch der große Tom sympathisch, denn Evans gibt ihm viel Herz! Die anderen Charaktere, wie beispielsweise Diane oder auch ihr späterer Ehemann Ray, werden ebenfalls hervorragend beschrieben. Ich habe sie förmlich vor mir gesehen, so wie sich auch die gesamte Handlung vor meinem inneren Auge abgespielt hat. Ich las zwei Geschichten, und jede für sich war so fesselnd erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Trotzdem Evans Stil eher ruhig ist, vermag der Autor den Leser in seinen Bann zu ziehen. Immer wieder hat er eine Überraschung für uns parat... Sehr geschickt passt er die Ereignisse beider Erzählstränge aneinander an, lässt sie parallel zueinander ihrem jeweiligen Höhepunkt zustreben. Ich strebte mit und konnte nicht abwarten, das Ende zu erfahren. Letztendlich präsentiert Evans eine absolut perfekt konstruierte Geschichte, für die ich den Autor nur bewundern kann. Und sie hat mein Herz berührt....

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2012 um 20:41

    Meine Meinung Nach 5 Jahren dürfen wir wieder ein neues Buch des Bestsellerautors lesen. Gewartet haben wir alle und nun schauen wir mal, ob es sich auch gelohnt hat. Am einfachsten ist es hier mit dem Prolog anzufangen. Denn dieser leitet alles ein und bildet das Zentrum der gesamten Geschichte. Um diesen gelungenen Start dreht sich das gesamte Buch. Man kann auch annehmen, das es die Mitte der Geschichte erzählt. Denn davor geschieht das, was Tom sein Leben lang prägt und beschäftigt und danach geschieht das, was man erwarten sollte. Er verarbeitet und stellt sich seiner Vergangenheit. Und so gestaltet sich das gesamte Buch. Wir dürfen eintauchen in die Vergangenheit des kleinen Tom und seiner Kindheit und im Wechsel den erwachsenen Tom, der sich dem Vorkommnissen durch das Schicksal seines Sohnes stellen muss. Tommy, so genannt in seiner Kindheit, wächst eher sonderbar auf. Nicht nur das hohe Alter seiner Eltern, die Liebe seiner großen Schwester, das Internat sondern auch seine Vorlieben und Schwächen, die nicht immer auf Toleranz stoßen. Der Autor zeigt uns auch ein gesundes Bild der Zeit, die Ende der 50ziger in England herrschten. Die Moral und schulischen Lernmethoden waren doch sehr anders, als man es heute hat. Der Autor schafft es, dir einen Überblick zu verschaffen, ohne zuviel aufzutragen. Das gefällt mir. Dann erleben wir einen erwachsenen Tom, der in den USA lebt. Geschieden mit einem erwachsenen Sohn und einen überstandenen Alkoholproblem. Sein Sohn, Soldat im Irakkrieg, steht aufgrund einer Fehlentscheidung vor Gericht und soll verurteilt werden. Tom möchte ihm helfen und versucht sich ihm wieder anzunähern und ihm ein Vater zu sein. Die Geschichte seines Sohnes war irgendwie nur Vorwand. Tom erinnert sich und versucht nur das richtige zu machen. Im Ganzen gelingt es ihm auch und schafft es sich seinem Sohn anzuvertrauen. Er setzt sich nach Jahrzehnten mit dem Tod seiner Mutter auseinander. Die Rückblenden gelingen ihm gut. Erst versucht man den Zusammenhang zu suchen. Was hat seine Vergangenheit mit der Geschichte seines Sohnes zu tun? Gibt es Paralellen und wo findet man sie? Ich habe aufgehört zu suchen. Nicht weil es unmöglich war, Vergleiche aufzubauen, sondern, weil man den Sinn des Buches vergisst bei der Suche. Tom muss sich den Taten stellen und erkennt, wie sehr sein Sohn ihn braucht. Auch wenn es nicht wirklich um das gleiche geht, sind es Ängste, die bewältigt werden müssen. Nicolas Evans hat einen wirklich tollen Schreibstil, der sich gut lesen lässt, man wird nicht überschwemmt mit Fakten aus der Zeit. Es gibt ein paar schöne Nebendetails, die man auch nicht vergisst und dies sich auch gut durch das Buch ziehen. Am Anfang stört der Wechsel von den Lebensabschnitten der Figur Tom Bedford, aber man vergisst es schnell und taucht in eine schöne Geschichte ein. Manchmal fehlt mir ein wenig Tiefe in den Gefühlen. Zudem fehlte mir des öfteren dazu auch ein paar mehr Worte im richtigen Moment. Die Figuren sind alle sehr unterschiedlich gezeichnet und auch nicht langweilig. Dennoch fehlt auch hier die Wichtigkeit der Hauptperson Tom. Sie verwischt zu oft mit anderen Personen und das finde ich etwas schade. Das Ende sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Auch wenn das Buch ein toller Schmöker ist und mit einem tollen Tee bestens zu geniessen ist, fehlt hier die Konsequenz der Taten. Ich möchte nicht sagen, das sie hier nötig wären, da es in dem Buch wohl nicht um Konsequenzen geht, aber dennoch wird einfach nur ein Schlussstrich gezogen und schwups ... Ende. Im Großen und ganzen finde ich das Buch dennoch gelungen. Es geht um Gefühle, Ängste, Beziehungen und Lebensweisen. Ich kann es jedem empfehlen, der für die trüben Tage was sucht. Der Schreibstil überzeugt und wenn man weiter als in die Geschichte schaut, findet man vielleicht auch die Gedanken des Autors. Ich gebe dem Buch vier Sterne. "Das Buch überzeugt durch seinen Schreibstil des Erfolgautors. Die Geschichte sucht und findet." Vielen Dank dem Aufabu Verlag und natürlich Blog dein Buch

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    baronessa

    13. January 2012 um 14:30

    „Ein Junge folgt dem Wärter durch die Gänge im Gefängnis. Ein letzter Besuch bei seiner Mutter steht an. Und doch finden beide nicht die richtigen Worte, um ihre Gefühle auszudrücken. Sie zittert, als sie ihren Jungen ein letztes Mal an sich drückt. Er konnte ihr jedoch nicht in die Augen sehen und ging wortlos.„ So fängt die Geschichte in diesem Buch an. Sie wechselt jeweils von der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Es ist die Geschichte eines Jungen und auch eines Mannes, eines Lebens, das aus Lügen und doch aus Liebe besteht. Das Leben hätte so schön werden können, wenn … Wie immer im Leben läuft nicht alles glatt und es wäre sicherlich alles anders gekommen, wenn man zu seinen Fehlern gestanden hätte. Tommy wird von seinen Eltern in ein Internat geschickt. Er hasst es und will unbedingt zurück. Seiner großen Schwester gesteht er immer wieder seinen Kummer. Sein einziger Lichtblick ist und bleibt sein Rückzug zu seinem Westernhelden. Seine Träume helfen ihm über die schlimmste Zeit im Internat. Er ahnt nicht, dass das Leben noch viel schlimmer werden kann. Und kein Westernheld kann ihm dabei helfen. Erst als sein Sohn wegen Mordes vor dem Kriegsgericht erscheinen soll, kommen diese Erinnerungen wieder hoch. Erinnerungen, die er lieber in der Dunkelheit lassen wollte. Sein Sohn Danny hatte dennoch Glück und wurde freigesprochen. Fazit: Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn die Vergangenheit holt einen immer ein. Und was soll man über eine Mutter erzählen, die sogar ihr Leben für ihr Kind gibt? Verantwortung übernehmen, lernt man in dieser Geschichte nicht. z. B. Seite 340: „Ich war schuldig.“ – dies erzählte Danny seinem Vater, als er freigesprochen war. Hätte er dies zugegeben, wäre sein Leben beendet gewesen. Aber wer will schon freiwillig sterben. Hollywood lässt grüßen, denn die Geschichte ist dafür geschrieben - Familiengeheimnisse, Internat, Filmgeschäft, Todeszelle, Irakkrieg, Liebe. Die Geschichte kann zwar leider nicht mit dem Pferdeflüsterer mithalten, aber trotzdem kann man das Buch gut lesen. Das richtige Buch im Winter. Also einkuscheln auf der Couch und lesen.

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  • Rezension zu "Die wir am meisten lieben" von Nicholas Evans

    Die wir am meisten lieben

    Liebeslenchen

    12. January 2012 um 09:16

    [“Er würde es für immer bereuen, dass er an diesem Tag nicht liebevoller zu ihr gewesen war. Er hatte gehofft, dass sie es verstehen würde. Dass er nicht auf sie wütend war, sondern auf sich. Auf seine eigene Ohnmacht. Wütend darauf, dass er sie verlor und nicht mit ihr sterben konnte. Es war nicht fair.” (Zitat Seite 11)] Zum Inhalt England 1959 Im Leben des achtjährigen Tommy Bedford gibt es wenig Liebe. Seine Eltern schicken ihn auf ein Internat, welches die Hölle auf Erden ist. Tommy wird von Lehrern und Mitschülern gehänselt und verprügelt. Nur ein einziger Mensch gibt ihm Liebe und Halt, seine sechzehn Jahre ältere Schwester Diane. Doch ein Geheimnis lastet schwer auf sie … Vierzig Jahre später ist Tom ein anerkannter Dokumentarfilmer und lebt in Amerika. Der Alkohol und die Schatten der Vergangenheit haben seine Ehe zerstört. Als sein einziger Sohn Danny, zu deam er keinen Kontakt hat, in ernsthafte Schwierigkeiten gerät, ist die Zeit gekommen sich endlich mit den Geheimnissen der Vergangenheit auseinanderzusetzen… Meine Meinung Fünf Jahre mussten die Fans von Nicholas Evans, der mit seinem gefühlvollen Roman „Der Pferdeflüsterer“ Weltruhm erlangte, auf sein neues Werk „Die wir am meisten lieben“ warten. Doch hat sich das Warten gelohnt? Der Prolog beginnt vielversprechend, denn der Leser erlebt eine Situation mit, die wirklich tieftraurig und ergreifend ist. Ein, dem Leser unbekannter, Junge verabschiedet sich von seiner Mutter, die in der Todeszelle auf die Vollstreckung des Urteils wartet. Er wirft ihr vor einen Fehler gemacht zu haben und findet kein liebes letztes Wort für sie. Was meint dieser Junge damit? Was hat sie getan? Danach beginnt die Geschichte des kleinen Jungen Tommy, der in seiner Kindheit kaum Liebe erfährt und versucht die wenigen Glücksmomente seines Lebens für immer festzuhalten. Er ist ein sonderbarer Junge, der in seiner eigenen Welt zu leben scheint. Gleichzeitig erzählt Nicholas Evans das gegenwärtige Leben des erwachsenen Tom Bedford, der nach Alkoholproblemen und einer gescheiterten Ehe um das Leben seines Sohnes Danny bangt. Diese ständigen Zeitsprünge haben mich anfangs sehr verwirrt und sind nicht als solche direkt zu erkennen, einzig das in der Vergangenheit von Tommy und in der Gegenwart von Tom die Rede ist. In der Gegenwart kämpft Tom um die Zuneigung und das Leben seines Sohnes, der als Soldat im Irakkrieg einen schweren Fehler begangen hat und jetzt vor Gericht zu Tode verurteilt werden könnte. Sicherlich ist es ein schwieriges und ein sehr aktuelles Thema, doch während des Lesens haben mich diese Passagen ehr gelangweilt. Irgendwie habe ich die Geschichte um den Sohn Danny als Nebensache betrachtet. Die Vergangenheit und die Frage, warum die Mutter aus dem Prolog in der Todeszelle saß, haben mir viel mehr interessiert. Nicholas Evans porträtiert in dieser Geschichte viel zerstörte Leben und auch wenn er einen tollen und angenehmen Schreibstil hat, fehlt es seinem Buch an Tiefe und Gefühl. Es hat mich zwar emotional ein wenig aufgerüttelt, aber die Geschichte des Tom Bedford konnte mich nicht wirklich fesseln oder berühren. Das Ende hat mir leider auch nicht zugesagt, es ist meiner Meinung nach viel zu glatt. Fazit Meiner Meinung nach kann Nicholas Evans mit seinem neuen Roman „Die wir am meisten lieben“ nicht an den Erfolg des „Pferdeflüsterers“ anknüpfen. Die Idee des Buches ist zwar gut, doch es fehlt dieser Geschichte an Gefühl und Tiefe.

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