Nicholas Lake

 3 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Nummer Drei, Nummer 3 und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nicholas Lake

Cover des Buches Nummer Drei (ISBN:9783492703062)

Nummer Drei

 (13)
Erschienen am 17.09.2013
Cover des Buches Nummer Drei: Thriller (ISBN:9783492963930)

Nummer Drei: Thriller

 (0)
Erschienen am 17.09.2013
Cover des Buches Nummer 3 (ISBN:9783492982153)

Nummer 3

 (0)
Erschienen am 11.05.2015

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Rezension zu "Nummer Drei" von Nicholas Lake

Eine Segelfahrt mit Folgen...
lenasbuecherweltvor 5 Jahren

Amy bricht mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter zu einer langen Segelfahrt auf.
Amy ist alles andere als begeistert, auf dem Schiff ist es ihr zu langweilig.
Doch dann wird das Schiff von Somalischen Piraten entführt.
Amy und ihre Eltern sind nun in der Gewalt der Piraten und tragen nicht mehr ihre Namen, sondern Nummern.
Und als sich Amy in ihren Bewacher Farouz verliebt, droht einer Katastrophe der nächsten...

Amy ist 17, reich und verwöhnt. Seit ihre Mutter sich wegen schweren Depressionen umgebracht hat, rebelliert Amy gegen alle. Sie raucht, trinkt Alkohol und widersetzt sich jeder Regel.
Ihr Vater will dem ein Ende setzen und beschließt auf Reise mit einer Yacht zu gehen.
Amy hat keine Wahl und muss mitkommen, doch begeistert ist sie nicht.

Äußerlich wirkt Amy hart, doch schnell merkt man ihren verletzlichen Kern und das macht sie zu einem sympathischen Hautcharakter. 
"Nummer 3" ist für mich kein Thriller, die Handlungen waren nicht immer spannend und es wurde mehr wert auf die Gedanken der Charaktere gelegt.

Amy hat in ihren jungen Jahren viel erlebt und für sie war es oft nicht einfach, doch während der Geschichte verändert sich ihr Charakter. Sie lernt loszulassen und mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen.

In Rückblenden erfährt man von Amys früherem Leben und dem Tod ihrer Mutter.

Amys Vater begegnet den Piraten möglichst kalt und die ganze Entführung läuft professionell. Schnell stellen die Piraten, die sich "Küstenwache" nennt, klar, dass sie niemanden verletzten wollen. Die Familie ist lediglich ihr Schlüssel zu Lösegeld.

Die Geisel dürfen sich nun nicht mehr frei auf dem Schiff bewegen und schlafen alle in einem Raum.

Amy kommt auf der kleinen Yacht Farouz näher, und entdeckt in ihm einen Freund.
Farouz lässt Amy seine Kultur entdecken und oft sitzen sie nachts unter dem Sternenhimmel.

Farouz erzählt Amy von seinem Zuhause, dem Bürgerkrieg und der Armut und schnell wird klar, dass die Piraten nicht schlecht sind, so wie wir nicht automatisch gut sind.
Amy und Farouz vertrauen sich gegenseitig ihre Geheimnisse an und Amy fängt an, Gefühle für Farouz zu entwickeln.

"Nummer 3"war für mich ein überraschendes Buch. Ich habe einen Thriller erwartet, doch in dem Buch wurde mehr Wert auf die inneren Gefühle gelegt. Das Buch hat mich überrascht, und zwar positiv, lediglich von der Liebesgeschichte zwischen Amy und Farouz war ich nicht immer überzeugt, sie war für mich ein wenig zu klischeehaft.


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Rezension zu "Nummer Drei" von Nicholas Lake

Wie man ein Buch auf den letzten 100 Seiten so richtig gegen die Wand fährt.
Jetztkochtsievor 6 Jahren

Grundsätzlich wurde ich hier wirklich gut unterhalten. Das war spannend und gut überlegt, zumindest die ersten beiden Drittel und dann fährt der Autor dieses Buch sowas von gegen die Wand, daß ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus kam.
Einen verklärteren und dümmeren Blick auf die Piraterie kann ich mir nur schwer vorstellen, die Taten werden verharmlost, die erschossenen Menschen nur sekundenlang betrauert. Diese dumme Göre führt sich auf, daß ich sie am liebsten geschüttelt hätte und all das ist völlig in Ordnung.
Nein ist es nicht.
Ja, die Menschen in den Küstengebieten Afrikas haben unter sehr schlimmen Umständen zu leiden, ja sie sind arm, aber diese verklärte Vorstellung mit dem "Piraten" durchzubrennen, sich in ihn zu verlieben und dann an nichts anderes mehr zu denken, als daran, wie schön die Sterne waren, während man gefangen auf einer Yacht war, fast vergewaltigt wurde und Menschen den Tod fanden, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Mir entzieht sich hier völlig die Absicht des Autors.
Ganz ehrlich, sowas als Jugendbuch auf den Markt zu schmeißen ist schockierend.
Kurz reflektiert die Protagonistin dies auch, wirft sogar den Begriff "Stockhausen-Syndrom oder wie das heißt" in den Raum und verliert sich dann wieder in den mädchenhaften Schwärmereien. Für mich eindeutig zu viel. Ich habe das Buch beendet, weil ich immer noch darauf hoffte, daß hier eine Wendung kommt, die mich wieder milde stimmt, die meine Zustimmung erhält, leider wurde ich enttäuscht und mein Entsetzen über diese hanebüchene Handlung wurde immer größer. Letztlich erreichte ich mit schreckgeweiteten Augen die letzte Seite und fragte mich ernsthaft, wie man ein Buch, das so gut und so spannend beginnt, auf den letzten 100 Seiten so versauen kann.
Ging gar nicht, wirklich nicht, mag sein, daß romantische 16jährige daran Freude haben, mit denen sollte man dann aber unbedingt ein Gespräch über ihre verklärte Weltsicht führen...

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Rezension zu "Nummer Drei" von Nicholas Lake

Verklärung der Piraterie
anushkavor 6 Jahren

Amy ist in ihrer rebellischen Phase. Sie hat mehrere Piercings im Gesicht und wegen absichtlichen Fehlverhaltens wird sie von den Abschlussprüfungen ausgeschlossen. Hinzu kommt ein Tochter-Vater-Schwiegermutter-Konflikt und unverarbeitete Trauer. Also entschließt sich Amys Vater, der vielbeschäftigte Banker, für eine mehrmonatige Auszeit auf hoher See. Vor Somalia gerät die Yacht dabei in die Hände von Piraten. Ab sofort haben die Geiseln keine Namen mehr, sondern nur noch Nummern. Das geforderte Lösegeld beträgt mehrere Millionen. Wird der Besitzer das Geld aufbringen? Und wird die Freilassung nach Plan verlaufen? Und was entwickelt sich da langsam zwischen Amy und dem jungen Piraten Farouz?

Als Protagonistin ist mir Amy gehörig auf die Nerven gegangen. Nun gut, ich bin altersmäßig nicht mehr in der Zielgruppe und auch Amys Alter ist bei mir schon eine Weile her. Aber  dass sich ein Mädchen mit 18 derart naiv und verklärt verhält, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Auch der Prozess des Abrutschens in das Stockholm-Syndrom ist für mich nicht glaubhaft dargestellt. Amy ist eigentlich von Anfang an von Farouz fasziniert, obwohl immer wieder Situationen entstehen, in denen seine Loyalitäten mehr als  deutlich werden. Letztlich entpuppen sich aber die meisten der Piraten dann doch immer wieder als edle Ganoven, die das alles nur aus reiner Not und ohne jegliche Schädigungsabsichten tun. Amy, in ihrer Herkunft sehr reich, weiß natürlich nichts vom Elend in der dritten Welt und staunt ein ums andere Mal, wie es doch in Afrika so zugeht. Na gut, vielleicht wissen das wirklich nicht alle Jugendlichen, die dieses Buch lesen und könnten dabei noch etwas lernen. Aber Amy dürfte dafür nicht so viel Identifikationspotential bieten, denn wenige Leser der Zielgruppe dürften solch ein reiches Umfeld haben. Und da ich nun schon einmal "na gut" geschrieben habe, hier gleich mein nächster Kritikpunkt: ich finde die Übersetzung nicht sonderlich gelungen. Amy sagt in den unpassendsten Momenten und Situationen "Oh, na gut" (im Original "oh, okay"?), dass ich mich gefragt habe, was das eigentlich soll. Außerdem flucht sie immer mit "Jesus", was im Englischen ja gängig sein mag, es im Deutschen so aber nicht ist und irgendwie fehl am Platz wirkt bzw. auch anstößig für eventuell gläubige Leser.

Insgesamt wirkte mir die Thematik der modernen Piraterie zu verklärt und die Piraten zu gutmütig, was mir zeigt, dass das Thema eventuell nicht für ein Jugendbuch geeignet ist oder hier eben nicht gelungen umgesetzt werden konnte. Wenn man das echte Weltgeschehen verfolgt, entsteht doch ein ziemlich anderer Eindruck von (somalischen) Piraten. Letztlich scheint die Botschaft herüberzukommen, dass die Piraten irgendwie im Recht sind und Amys Vater ist derart umsympathisch gezeichnet, dass es ihm schon fast wieder recht geschieht. Auch die Angst in den brenzligen Situationen konnte dieses Buch für mich nicht gut transportieren. Schließlich geht es hier um Leben oder einen grausamen Tod.

Ich bin letztlich enttäuscht von diesem Buch, auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt und meine Erwachsenenansprüche vielleicht etwas fehl am Platz sind. Aber dieses Buch hatte meiner Meinung nach sehr damit zu kämpfen, ein wichtiges und sehr ernstes Thema  für die Zielgruppe passend aufzubereiten. Und hat dabei leider versagt.

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