Nicholas Meyer

 3,9 Sterne bei 32 Bewertungen

Alle Bücher von Nicholas Meyer

Cover des Buches Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud (ISBN: 9783732555291)

Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud

 (12)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Sherlock Holmes und das Phantom der Oper (ISBN: 9783732555314)

Sherlock Holmes und das Phantom der Oper

 (6)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Sherlock Holmes und die Theatermorde (ISBN: 9783732555307)

Sherlock Holmes und die Theatermorde

 (4)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Der Mann des Schreckens (ISBN: 9783547766417)

Der Mann des Schreckens

 (4)
Erschienen am 01.07.1989
Cover des Buches Schwarze Orchidee (ISBN: 9783426006474)

Schwarze Orchidee

 (1)
Erschienen am 01.07.1983
Cover des Buches Eine Frau sieht rot (ISBN: 9783502514855)

Eine Frau sieht rot

 (1)
Erschienen am 01.12.1996
Cover des Buches The West End Horror (ISBN: 0393311538)

The West End Horror

 (1)
Erschienen am 01.06.1994

Neue Rezensionen zu Nicholas Meyer

Cover des Buches Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud (ISBN: 9783404136483)H

Rezension zu "Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud" von Nicholas Meyer

Rezension zu "Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud" von Nicholas Meyer
hanniballvor 9 Jahren

Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt. Da lese ich doch lieber die Originale. Allerdings muss ich schon zugeben, dass die Erzählung gut gemacht ist, den Ton ganz gut trifft und die Geschichte an sich auch ganz interessant,

Aber alles halt nur so "ganz gut", nicht wirklich mitreißend. Aber durchaus lesbar.

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Cover des Buches Sherlock Holmes und das Phantom der Oper (ISBN: 9783404135967)Stefan83s avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes und das Phantom der Oper" von Nicholas Meyer

Sherlock Holmes jagt ein Phantom
Stefan83vor 10 Jahren

Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall leider nicht, denn Nicholas Meyers dritter Roman um den größten Meisterdetektiv der Welt kommt nicht an die Qualität der zwei bereits veröffentlichten Bände "Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud" und "Sherlock Holmes und die Theatermorde" heran. Über den Grund mag man spekulieren. Möglicherweise war es ein Mangel an Ideen, der vielleicht auch eine Erklärung dafür ist, warum dieses Werk erst Mitte der 90er Jahre folgte, während die ersteren zwei in den Siebzigern erschienen.

Erneut versucht Nicholas Meyer seinem Buch den Schein von Authentizität zu verleihen, in dem er im wieder ausführlich geratenen Vorwort erklärt, wie er an diese verlorenen Manuskripte von John Watson gelangt ist. Diesmal stammen die Notizen jedoch nur zum Teil aus der Feder des engsten Freundes von Holmes, da sich die Geschichte in der Zeit der "großen Lücke" abspielt. Sherlock Holmes wird nach seinem Fall bei den Reichenbachfällen für tot gehalten und geht inkognito unter dem Namen Sigerson auf eine Reise, welche ihn schließlich auch nach Paris verschlägt. Sein dort erlebtes Abenteuer erzählt der große Detektiv aus seiner Sicht, weshalb dieses Pastiche ungewöhnlicherweise auch in der Ich-Form daherkommt.

Die beschriebenen Ereignisse finden im September des Jahres 1891 statt. Sherlock Holmes ist nach einem kurzen Aufenthalt in Milan den Reizen der Stadt Paris und besonders den Klängen der Pariser Opera verfallen. Er bewirbt sich als Geiger im Orchester des Dirigenten Leroux, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen und wird prompt eingestellt. Doch schon nach einigen Tagen an der Oper regt sich sein Sinn für Gefahr. Ein Unbekannter, den alle nur den Geist nennen, treibt in den Gängen sein Unwesen und erpresst von den leitenden Direktoren die Ausführung seiner Wünsche. Holmes beobachtet von seinem Orchestergraben aus die mysteriösen Vorkommnisse und ist umso erstaunter als er einiges Tages auf der Bühne Irene Adler erblickt. Diese bittet ihn um Hilfe für ihre Freundin, die Sängerin Daaé, welche unter dem Einfluss des Geistes zu stehen und in damit in großer Gefahr zu schweben scheint.

"Sherlock Holmes und das Phantom der Oper" orientiert sich, die kurze Inhaltsangabe deutet es ja bereits an, an Leroux' Romanvorlage "Das Phantom der Oper", ist meiner Meinung nach stilistisch aber sogar noch besser. Meyer fängt erneut das Flair der Zeit perfekt ein und schafft es durchgehend ein gewisses Maß an Spannung zu erhalten, das zum Weiterblättern zwingt. Wie Holmes tappt der Leser lange Zeit im Dunkeln, bezüglich der Identität des Phantoms. Was jedoch eigentlich in ersterem Fall nicht sein dürfte, denn der große Detektiv ist diesmal erstaunlich begriffsstutzig und weicht damit arg von der Figur Arthur Conan Doyles ab. Auch die Ich-Form erschwert etwas den Zugang und verhindert, dass es sich wie eine Originalgeschichte liest.

Inhaltlich ist dem Buch jedoch nichts vorzuwerfen und aufgrund der Tatsache, dass Meyer erneut gut recherchiert hat, könnte die Geschichte durchaus in den Kanon gehören. (Zumindest eher als das gleichzeitig spielende "Sherlock Holmes und das Mandala des Dalai Lama").

Insgesamt ist "Sherlock Holmes und das Phantom der Oper" ein gutes, aber wenig spektakuläres Pastiche, das ein gewisses Maß an Interesse an der Oper-Thematik voraussetzt und welches die Holmes-Puristen allein aufgrund der ungewöhnlichen Erzählweise wohl ablehnen werden.

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Cover des Buches Sherlock Holmes und die Theatermorde (ISBN: 9783404137039)Stefan83s avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes und die Theatermorde" von Nicholas Meyer

Wenn der Vorhang fällt ...
Stefan83vor 10 Jahren

Dr. Watson hat genau vier längere Romane und sechsundfünfzig Kurzgeschichten über seinen Freund, den großen Detektiv Sherlock Holmes, niedergeschrieben und im "Strand Magazine" veröffentlicht. Stimmt nicht.

Das zumindest behauptet der amerikanische Autor Nicholas Meyer, der bereits mit der Wiederentdeckung des Werks "Sherlock Holmes und der Fall Sigmund Freud" auf sich aufmerksam gemacht hat. Nach dem großen Erfolg dieser Nacherzählung, die auch schnell ihren Weg auf die Leinwand gefunden hat, (In Deutschland unter dem Titel "Kein Koks für Sherlock Holmes") kann sich Meyer vor Briefen nicht retten, in denen von weiteren Funden verlorener Manuskripte berichtet wird. Der Großteil davon kann als nicht authentisch oder schlichte Fälschung abgetan werden. Eines aber, dass sich lange Zeit im Besitz von Holmes' Großonkel Horace Vernet befunden hat, scheint eindeutig aus Watsons Feder zu stammen.

Ursprünglich sollte die Geschichte aufgrund ihres brisanten Inhalts nie veröffentlicht werden, doch die Geldnot der Urahnin Vernets, in deren Besitz sich das stark vom Zahn der Zeit zerstörte Werk befindet, lässt ihr keine andere Wahl. Meyer nimmt sich der Geschichte hat, rekonstruiert mithilfe von Wissenschaftlern der UCLA die zuvor nicht mehr lesbaren Zeilen und gibt es in den Druck. "Sherlock Holmes und die Theatermorde" ist entstanden.

Die Geschichte spielt im März des Jahres 1895, dem kältesten Winter, den Holmes und Watson je erlebt haben. Eine grausame Reihe von Morden erschüttert das Westend und insbesondere die dort ansässige Theaterszene. Bernard Shaw, Theaterkritiker und Nörgler vom Dienst, will den Tod seines Konkurrenten Jonathan McCarthy aufgeklärt sehen, den man mit einem Stich unterhalb des Herzens ins Jenseits geschickt hat. Holmes' Interesse am Fall ist geweckt und gemeinsam mit dem treuen Watson nimmt er die Ermittlungen auf. Und an Verdächtigen scheint es diesmal nicht zu mangeln. Fast ein jeder Beteiligter hat ein Motiv und besonders der geheimnisvolle Bram Stoker scheint verdächtig. Als mit der Theaterschauspielerin Miss Rutland eine weitere Leiche gefunden wird, spitzen sich die Ereignisse zu.

Nicholas Meyer schafft es, wie schon im oben genannten Vorgänger, wieder einmal durchaus brillant, dieser Nacherzählung einen von Beginn an authentischen Klang zu verleihen. Derart penibel genau schildert er die Wiederentdeckung des Buchs, das man beinahe selbst glaubt, einen Watson hätte es wirklich gegeben und Doyle wäre tatsächlich nur der unbeteiligte Herausgeber gewesen. Den Ton des Letzteren trifft Meyer ebenfalls wieder haargenau, wenngleich die Figur Holmes diesmal leider etwas blass bleibt. Die sonst von ihm gewohnte Unnahbarkeit fehlt ebenso wie das immer von ihm vermittelte Gefühl, er kenne bereits die Lösung. In "Sherlock Holmes und die Theatermorde" tappt der große Detektiv, übrigens ebenso wie der Leser, lange Zeit im Dunkeln. Das wäre insofern nicht störend, wäre da nicht der überaus zähe Beginn des Buches, in dem sich die "Prominenten" wie Oscar Wilde und Bram Stoker die Klinke in die Hand geben. Hier will Meyer eindeutig zuviel. Das spannend-beklemmende Ende und die Gänsehaut-Auflösung entschädigen allerdings für vieles.

Insgesamt ist "Sherlock Holmes und die Theatermorde" ein gutes, kurzweiliges Pastiche, das die Klasse des Vorgängers aber bei weitem nicht erreicht und über viele Seiten zu träg daherkommt. Für Holmes-Anhänger eine klare Empfehlung. Alle anderen sollten lieber mit den Werken Doyles vorlieb nehmen.

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