Nicholas Thomas

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

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Um die Welt mit James Cook

Um die Welt mit James Cook

 (3)
Erschienen am 01.09.2018

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aus-erlesens avatar

Rezension zu "Um die Welt mit James Cook" von Nicholas Thomas

Drei Weltreisen, ein Buch, vielfache Freude
aus-erlesenvor einem Monat

Zweieinhalb Jahrhunderte ist es her, dass der Pazifik aus seinem schwarzen Loch der Unwissenheit ans Tageslicht befördert wurde. Und dieses erhellende Ereignis ist mit einem Namen verbunden: James Cook. Dreimal um(k)reiste er die Welt auf den Weltmeeren und machte dabei Weltgeschichte. Darunter hat er es einfach nicht gemacht! Weltklasse! 
Das kann man auch von diesem Buch behaupten, Weltklasse. Es sind vor allem die Tagebuchaufzeichnungen von über einem Jahrzehnt aus der Feder dieses Seemanns, der doch über einen außerordentlichen Spürsinn für den Leser verfügte. Von Friedrich Gerstäcker über Karl May bis zu Mark Twain haben wohl viele von James Cook ihm mindestens eine Lehrstunde in Sachen Abenteuer erhalten. 
Und erst die Reiseziele! Hawaii, Osterinseln, Dusky Bay – das konnte man alles gar nicht in Reisebüros oder sonstwo buchen. Das gab es offiziell gar nicht! Die Routen waren auch noch nicht bekannt. Das musste er sich alles selbst erarbeiten. Ach was ein Abenteurerleben! 
Der Untertitel „Die illustrierten Entdeckungsfahrten“ trifft den Kern des Buches. Doch wer das Buch an irgendeiner Stelle aufschlägt, überschlägt sich alsbald vor Freude! Intensive Farben. Kernige Details. Ausdrucksstarke Ein- und Ausblicke. Die Illustrationen unterstreichen die eingehenden Texte James Cooks und beflügeln die Phantasie. Und als Brückenschlag in die Gegenwart – und wohl auch, weil niemand an Bord einen Malkasten zur Hand hatte, und weil man nicht von Bord ging, als die Antarktis umrundet wurde – preisverdächtige Fotos von den Orten, die Cook entdeckte.
Der Anthropologe und Historiker Nicholas Thomas muss bei der Arbeit an diesem Buch aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen sein. Die Texte an sich regen in jedem das kindliche Entdeckergen an und die Bilder verstärken dieses Gefühl um ein Vielfaches. Bücher stehen im Regal, werden ab und an herausgeholt, zeigen dem Betrachter nur ihren Rücken. Für dieses Buch könnte man ein ganzes Fach ausräumen, um tagein tagaus die volle Pracht zu präsentieren. 

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Sikals avatar

Rezension zu "Um die Welt mit James Cook" von Nicholas Thomas

Sehr hochwertig und ansprechend
Sikalvor einem Monat

 

Dieses hochwertige und ansprechende Sachbuch über die Reisen von James Cook ist sehr einladend. Man schmökert gerne darin, liest mal hier und dann wieder einen anderen Absatz da oder einen hervorgehobenen Block und fühlt sich zurückversetzt ins 18. Jahrhundert.

 

Es werden die drei Reisen von James Cook großzügig geschildert, ergänzt durch Ausschnitte aus Original-Tagebüchern Cooks und vielen vielen Bildern, Skizzen und Karten. Das Buch ist gut strukturiert aufgebaut und gliedert sich wie folgt:

 

Die Reise der Endeavour (1768 - 1771)
Die Reise der Resolution und der Adventure (1772 – 1775)
Die Reise der Resolution und der Discovery (1776 – 1780)

 

Teilweise liest sich der Text wie eine Erzählung, dann wieder wie ein Tagebuch. Immer finden sich ergänzend die Koordinaten der jeweiligen Standorte oder welche Besonderheiten wahrgenommen wurden (beispielsweise fliegende Fische oder bestimmte Vogelarten). Ebenso werden zahlreiche naturgeschichtliche Illustrationen gezeigt, die mich sehr beeindruckt haben.

 

Dass diese Forschungsreisen besondere Herausforderungen darstellten, versteht sich von selbst. Es wird gut beschrieben, womit die Entdecker zu kämpfen hatten – nicht nur die technischen Voraussetzungen waren nicht mal ansatzweise mit den heutigen zu vergleichen. Auch teilweise die Probleme mit der Mannschaft waren nicht von der Hand zu weisen. Die kulturellen oder auch landschaftlichen Entdeckungen werden mit einer Detailverliebtheit beschrieben, dass man meinte dort zu sein.

 

Am Schluss findet sich noch ein Querschnitt der Endeavour, so bekommt man einen guten Eindruck, welche Winkel und Ecken so ein Forschungsschiff verborgen hatte.

 

Ich finde, das Buch ist ein tolles Geschenk für interessierte Entdecker oder solche, die es noch werden wollen. Gerne vergebe ich 5 Sterne für dieses tolle Sachbuch.

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Um die Welt mit James Cook" von Nicholas Thomas

Wundervoll gestaltetes Sachbuch über die drei Reisen von James Cook
Buchraettinvor 2 Monaten

Das erste Durchblättern des wirklich hochwertig erscheinenden Buches hat mich begeistert. Es ist ein wundervoll illustriertes Sachbuch über die 3 Reisen von James Cook und der Leser wird eingeladen auf eine abenteuerliche Zeitreise.
Schon der Einband des Buches begeistert mit einer tollen Gestaltung und das Aufblättern des Buches bietet dem Leser ein Porträt von James Cook.
Das Inhaltsverzeichnis, das nun anschließt, gibt dem Leser einen Überblick über die Themen im Buch. Es gliedert sich in die 3 Reisen von Cook.
Reise 1, die den Zeitraum von 1768- 1771 umfasst beschreibt seine Reise mit der Endeavour. Reise 2 umfasst den Zeitraum von 1772- 1775 und die Reisen mit der Resolution und die Adventure. Reise 3 ist die Reise der Resolution und der Discovery im Zeitraum 1776 – 1780.
Mir hat die Einführung in das Buch sehr gut gefallen. Sie bietet einen Überblick über die verschiedenen Reisen und geht auch ein wenig auf den Lebenslauf von James Cook ein.
Nun beginnen die Reisen. Es sind auch Textauszüge aus Cooks original Tagebuch, die sich im ersten Abschnitt finden. Der Stil ist knapp, sachlich, beschreibt das Wetter, Proviant, den Wind und auch Seemeilen. Ergänzt wird der Text immer wieder mit Fotos, Gemäldeabbildungen, Abbildungen von Zeichnungen, die der Zeichner Alexander Buchan damals erstellt hat. Das hat mir besonders gut gefallen. Diese Mischung aus historischen Dokumenten, die vielen graphischen Abbildungen, die den Leser wirklich ein Eintauchen ermöglichen.
In Kapitel 2 schreibt der Schriftsteller John Hawkesworth die Geschichte von Byrons, Wallis und Cooks erster Reise. Das erfährt der Leser in einem kleinen Abschnitt zu Beginn. Ich mochte hier diesen Stil sehr gern. Es ist anschaulich, detailliert und lebendig, wie er es geschafft hat, die Erlebnisse einzufangen und es liest sich wie ein Reisebericht. Eine Reise an der der Leser so teilhaben kann. Auch hier findet man Fotos von Dingen, die sie damals sammelten von den Eingeborenen. Abbildungen der Personen, die teilnahmen, aber auch alte Landkarten, Dokumente und Zeichnungen von Begegnungen. Es wurde in Ich -Form erzählt und ich konnte so als Leser wunderbar eintauchen in die Vergangenheit.
Dieser Abschnitt hat mir am besten gefallen, auch vom Erzählstil her.
Bei der zweiten Reise fand ich Beschreibung von Rapanui spannend- die Osterinsel und ihre Figuren, die Fotos, die ich heute noch sehen kann.
Interessant fand ich das Detail, dass die Statuen damals schon bekannt waren, aber Cook sie als Erster beschrieben hat. Gut gefallen haben mir auch die Zeichnungen der Menschen.
Im Anhang des Buches findet man einen Bildnachweis, Register und noch einen unten Querschnitt von Cooks Endeavour. Ich hätte mir noch ein Literaturverzeichnis gewünscht. Der Autor des Buches (Quelle Klappentext) Nicholas Thomas ist Anthropologe und Historiker und seit 2006 Direktor für Archäologie und Anthropologie in Cambridge.

Es ist ein ganz tolles Sachbuch- voller Fotos, Landschaften, Menschen, Kulturen und Gegenständen.
Für Sachbuchliebhaber, Reiseberichtleser, historisch Interessierte. Für alle, die unter Fernweh leiden, die gern spannende und lebendige historische Sachbücher lesen, die wirklich auch visuell ein Kunstwerk darstellen.

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