Nicholas Thomas

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Nicholas Thomas ist Anthropologe und Historiker. Seit 2006 ist er Direktor des Museums für Archäologie und Anthropologie der Universität Cambridge. Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt er sich mit der Geschichte und den Menschen des pazifischen Raums.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nicholas Thomas

Cover des Buches Um die Welt mit James Cook (ISBN: 9783806237894)

Um die Welt mit James Cook

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Erschienen am 26.09.2018

Neue Rezensionen zu Nicholas Thomas

Cover des Buches Um die Welt mit James Cook (ISBN: 9783806237894)
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Rezension zu "Um die Welt mit James Cook" von Nicholas Thomas

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Drei Weltreisen, ein Buch, vielfache Freude

Zweieinhalb Jahrhunderte ist es her, dass der Pazifik aus seinem schwarzen Loch der Unwissenheit ans Tageslicht befördert wurde. Und dieses erhellende Ereignis ist mit einem Namen verbunden: James Cook. Dreimal um(k)reiste er die Welt auf den Weltmeeren und machte dabei Weltgeschichte. Darunter hat er es einfach nicht gemacht! Weltklasse! 
Das kann man auch von diesem Buch behaupten, Weltklasse. Es sind vor allem die Tagebuchaufzeichnungen von über einem Jahrzehnt aus der Feder dieses Seemanns, der doch über einen außerordentlichen Spürsinn für den Leser verfügte. Von Friedrich Gerstäcker über Karl May bis zu Mark Twain haben wohl viele von James Cook ihm mindestens eine Lehrstunde in Sachen Abenteuer erhalten. 
Und erst die Reiseziele! Hawaii, Osterinseln, Dusky Bay – das konnte man alles gar nicht in Reisebüros oder sonstwo buchen. Das gab es offiziell gar nicht! Die Routen waren auch noch nicht bekannt. Das musste er sich alles selbst erarbeiten. Ach was ein Abenteurerleben! 
Der Untertitel „Die illustrierten Entdeckungsfahrten“ trifft den Kern des Buches. Doch wer das Buch an irgendeiner Stelle aufschlägt, überschlägt sich alsbald vor Freude! Intensive Farben. Kernige Details. Ausdrucksstarke Ein- und Ausblicke. Die Illustrationen unterstreichen die eingehenden Texte James Cooks und beflügeln die Phantasie. Und als Brückenschlag in die Gegenwart – und wohl auch, weil niemand an Bord einen Malkasten zur Hand hatte, und weil man nicht von Bord ging, als die Antarktis umrundet wurde – preisverdächtige Fotos von den Orten, die Cook entdeckte.
Der Anthropologe und Historiker Nicholas Thomas muss bei der Arbeit an diesem Buch aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen sein. Die Texte an sich regen in jedem das kindliche Entdeckergen an und die Bilder verstärken dieses Gefühl um ein Vielfaches. Bücher stehen im Regal, werden ab und an herausgeholt, zeigen dem Betrachter nur ihren Rücken. Für dieses Buch könnte man ein ganzes Fach ausräumen, um tagein tagaus die volle Pracht zu präsentieren. 

Cover des Buches Um die Welt mit James Cook (ISBN: 9783806237894)
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Rezension zu "Um die Welt mit James Cook" von Nicholas Thomas

Sikal
Sehr hochwertig und ansprechend

 

Dieses hochwertige und ansprechende Sachbuch über die Reisen von James Cook ist sehr einladend. Man schmökert gerne darin, liest mal hier und dann wieder einen anderen Absatz da oder einen hervorgehobenen Block und fühlt sich zurückversetzt ins 18. Jahrhundert.

 

Es werden die drei Reisen von James Cook großzügig geschildert, ergänzt durch Ausschnitte aus Original-Tagebüchern Cooks und vielen vielen Bildern, Skizzen und Karten. Das Buch ist gut strukturiert aufgebaut und gliedert sich wie folgt:

 

Die Reise der Endeavour (1768 - 1771)
Die Reise der Resolution und der Adventure (1772 – 1775)
Die Reise der Resolution und der Discovery (1776 – 1780)

 

Teilweise liest sich der Text wie eine Erzählung, dann wieder wie ein Tagebuch. Immer finden sich ergänzend die Koordinaten der jeweiligen Standorte oder welche Besonderheiten wahrgenommen wurden (beispielsweise fliegende Fische oder bestimmte Vogelarten). Ebenso werden zahlreiche naturgeschichtliche Illustrationen gezeigt, die mich sehr beeindruckt haben.

 

Dass diese Forschungsreisen besondere Herausforderungen darstellten, versteht sich von selbst. Es wird gut beschrieben, womit die Entdecker zu kämpfen hatten – nicht nur die technischen Voraussetzungen waren nicht mal ansatzweise mit den heutigen zu vergleichen. Auch teilweise die Probleme mit der Mannschaft waren nicht von der Hand zu weisen. Die kulturellen oder auch landschaftlichen Entdeckungen werden mit einer Detailverliebtheit beschrieben, dass man meinte dort zu sein.

 

Am Schluss findet sich noch ein Querschnitt der Endeavour, so bekommt man einen guten Eindruck, welche Winkel und Ecken so ein Forschungsschiff verborgen hatte.

 

Ich finde, das Buch ist ein tolles Geschenk für interessierte Entdecker oder solche, die es noch werden wollen. Gerne vergebe ich 5 Sterne für dieses tolle Sachbuch.

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