Nicholson Baker

 3.5 Sterne bei 141 Bewertungen
Autor von Vox, Haus der Löcher und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nicholson Baker

Der US-amerikanische Schriftsteller, Romancier und Essayist Nicholson Baker wurde 1957 in Rochester/New York, geboren. Er studierte u.a. an der Eastman School of Music und lebt heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in South Berwick, Maine. 1997 erhielt er den Madison Freedom of Information Award. Zuletzt sind Bakers Werke "Der Anthologist" und "Das Haus der Löcher", ein Erotikroman erschienen. Im Winter 2015 erscheint sein aktueller Roman "Das Regenmobil".

Alle Bücher von Nicholson Baker

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Buchformat:
Cover des Buches Vox (ISBN: 9783644000148)

Vox

 (41)
Erschienen am 22.01.2019
Cover des Buches Haus der Löcher (ISBN: 9783499257155)

Haus der Löcher

 (33)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Die Fermate (ISBN: 9783644030312)

Die Fermate

 (23)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Eine Schachtel Streichhölzer (ISBN: 9783499239755)

Eine Schachtel Streichhölzer

 (14)
Erschienen am 01.06.2005
Cover des Buches Checkpoint (ISBN: 9783688110872)

Checkpoint

 (8)
Erschienen am 22.06.2018
Cover des Buches Der Anthologist (ISBN: 9783499256189)

Der Anthologist

 (4)
Erschienen am 01.10.2011
Cover des Buches Norys Storys (ISBN: 9783644032019)

Norys Storys

 (5)
Erschienen am 02.01.2014
Cover des Buches Rolltreppe (ISBN: 9783644032118)

Rolltreppe

 (3)
Erschienen am 02.01.2014

Neue Rezensionen zu Nicholson Baker

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Rezension zu "Der Anthologist" von Nicholson Baker

Eine Ode an die Poesie
kingofmusicvor 6 Monaten

„Die Natur steckt überhaupt voller Reime.“ (S. 83)


Beim Blick auf das Originalcover (mir liegt die gelungenere Ausgabe der Büchergilde Gutenberg vor) von „Der Anthologist“ von Nicholson Baker, wird die geneigte Leserschaft einen verwunderten Blick aufsetzen und sich fragen „Was hat eine Pflaume mit Poesie zu tun?“ Nun, Paul Chowder, seines Zeichens Protagonist und Ich-Erzähler nennt so 

„…ein Gedicht, das sich nicht reimt: eine Pflaume. Wir, die wir unsere nichtreimenden Pflaumen verfassen und vorlegen, sind keine Poeten, wir sind Pflaumen. Oder Pflaumer.“ (S. 77)


Paul Chowder ist ein relativ erfolgloser Lyriker, der gerade von seiner Freundin verlassen wurde und eine Einleitung zu einer neuen Anthologie schreiben soll. Das will ihm nicht so recht gelingen. Er „unterrichtet“ die Leser*innen lieber über die Betonung von Gedichten, erklärt uns seine Abneigung gegen Haikus…Währenddessen lässt er uns teilhaben an seinen Gedanken, seinen Sorgen, seinen kleineren Unfällen im Haushalt - aber auch von den kleinen Freuden des Lebens, die er immer (oder vielfach) im Lesen von Gedichten findet.


Dass er dabei nicht „aus seiner Haut“ (der des Poeten) kann, mag die Leserschaft an Sätzen wie

„Jeder Einsilber ist ein dickes, kantiges Stück Butter, das zerlassen und in den Teekuchen der Zeile gebacken wird.“ (S. 197) 

erkennen.


Das Ganze ist nicht sonderlich spektakulär, verliert sich auch an der ein oder anderen Stelle in Geschwafel sprich ins Theoretische, weckt aber die Lust auf die großen Poeten wie T. S. Eliot, Edgar Allen Poe, John Keats und wie sie alle heißen. Eine Übersicht der zitierten und verwendeten Gedichte findet sich im Anhang.


Ob Paul Chowder seine Einleitung schreibt, ob er seine Freundin zurück bekommt – nun, all das verrate ich an dieser Stelle nicht.


Nach einigen Büchern mit viel Mord und Totschlag war es in jedem Fall eine gelungene Abwechslung, bei der ich des Öfteren herzlich grinsen und lachen musste, weswegen ich gute 4* und eine Leseempfehlung ausspreche.


©kingofmusic

Kommentare: 7
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T

Rezension zu "Haus der Löcher" von Nicholson Baker

Schade fürs Geld
TJsMUMvor 4 Jahren

Selten habe ich so einen Schrott gelesen. Auf das Buch bin ich gekommen, da es eine nahmhafte deutsche Moderatorin in ihrer nahmhafteren, traditionsreichen Talkshow am Freitag Abend mehrfach angepriesen hat und als durchaus literarisch wertvoll beschrieb. Während des Sendung konnte ich keine Ironie in ihrer Stimme erkennen. Den Titel kann man sich leicht merken, daher wurde es bestellt. Der Sinn des Buches erschließt sich einem nicht wirklich, tatsächlich hat es in entferntem Maße mit einer "Alice im Wunderland-Story" zu tun, bei der die Darsteller in eine andere Welt "gesogen" werden, doch finden sie sich im Haus der Löcher wieder, geht es zwar um Sex als vorherrschendes Thema, auch um das Finden der großen Liebe (eine Dame findet nur einen Arm und will den Mann dazu finden!"). Trotzdem wird der Unsinn mit jeder Seite größer. Skurril wäre noch untertrieben, aber im negativen Sinn, zudem ist es schlecht geschrieben und oder übersetzt. Zwischen den einzelnen Schauplätzen wird recht schnell hin und her gesprungen, dass auch hier nicht alles nachvollziehbar ist. Schaffe es auch nicht das Buch fertig zu lesen, da der Unsinn immer größer wird. Falls jemand auf eine sich einstellende Erregung beim Lesen hofft, so kommt diese wenn dann nur, durch das Aufregen darüber, für so einen Schrott Geld ausgegeben zu haben.

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Rezension zu "Die Fermate" von Nicholson Baker

Eine zwiespältige Superkraft...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Über eine zwiespältige Superkraft verfügt der "Held" dieses Romans: er kann mittels verschiedener Auslöser (Berührung seiner Brille, Aufschreiben einer komplizierten mathematischen Formel, Klicken seines Kugelschreibers) - das Universum anhalten.
Eine Fähigkeit, in der Pubertät entdeckt, deren Nutzungsmöglichkeiten natürlich sehr vielfältig wären: alle Bewegung wird "eingefroren", die Zeit steht still - für alle Menschen außer ihm. Die absolute Freiheit, alles Mögliche zu tun bis zum dem Moment, zu dem er entscheidet, die "Fermate" wieder zu beenden.
Er nutzt diese Gabe (fast) ausschließlich zu sexuellen Zwecken: er zieht Frauen aus, betrachtet und berührt sie, bringt sie in erotische Situationen, "verführt" sie durch ausgefeilte Arrangements, die er durch wiederholte kurzzeitige "Pausen" herbeiführt (auch wenn sie schließlich nicht immer wirklich so gut funktionieren, wie er es sich vorher - ausführlich - in seiner Fantasie ausmalt), "benutzt" sie zu sexuellen Handlungen. Das Erstaunliche dabei ist, dass er es so tut, dass es - zumindest in seiner Wahrnehmung - nicht einem Missbrauch, einer Vergewaltigung gleicht.
Eine Gratwanderung, die wohl auch das Hauptthema des Buches ist: Wenn die Absicht, mit der er etwas tut, nicht "bösartig" ist, wenn das "Opfer" keine Gewalt erfährt, keine Angst und keine Bloßstellung, ist sein Verhalten dann moralisch zu rechtfertigen?? Da es niemanden gibt, mit dem er das im wirklichen Leben diskutieren kann, bleibt das Urteil wohl dem Leser vorbehalten.
Interessante philosophische Gedankenspiele. Und Erotische dazu, solange man sich bei dieser Gratwanderung darauf einlassen kann.

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Zusätzliche Informationen

Nicholson Baker wurde am 06. Januar 1957 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 202 Bibliotheken

auf 21 Wunschzettel

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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