Nick Alexander

 3.8 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Die Frau des Fotografen, Der andere Sohn und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Nick Alexander

Nick AlexanderDie Frau des Fotografen
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Die Frau des Fotografen
Die Frau des Fotografen
 (5)
Erschienen am 08.11.2016
Nick AlexanderDer andere Sohn
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Der andere Sohn
Der andere Sohn
 (4)
Erschienen am 12.12.2017
Nick AlexanderThe French House
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The French House
The French House
 (0)
Erschienen am 01.04.2013
Nick AlexanderThe Case of the Missing Boyfriend
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The Case of the Missing Boyfriend
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 (0)
Erschienen am 01.02.2013
Nick AlexanderThe half life of Hannah
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The half life of Hannah
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 (0)
Erschienen am 14.01.2014

Neue Rezensionen zu Nick Alexander

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buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Der andere Sohn" von Nick Alexander

Familiendrama
buecherwurm1310vor 9 Monaten

Alice ist seit vielen Jahren mit Ken verheiratet. Die beiden haben zwei Söhne, die inzwischen ihr eigenes Leben haben. Für Alice stand immer die Familie im Vordergrund. Dafür hat sie den aggressiven Ken ertragen und sich alles immer schön geredet. Doch nun hat ihre Freundin Dottie ihren Mann verlassen und fühlt sich sehr wohl dabei. Das bringt Alice zum Nachdenken. Sie stellt sich vor, wie es wäre, wenn sie Ken verlassen würde, um gleich wieder einen gedanklichen Rückzieher zu machen. Aber wenn Gedanken erst einmal da sind… Dann beschließt Alice, ihren Sohn in Südfrankreich zu besuchen.

Dies war mein erstes Buch von Nick Alexander, aber der einfühlsame Schreibstil hat mich gleich eingenommen.

Die Charaktere sind alle sehr gut und authentisch beschrieben, so dass man sich die Personen gut vorstellen kann.

Als Alice Ken kennenlernte, hat er sich von seiner besten Seite gezeigt und sie hat sich blenden lassen. Doch kaum war das Eheversprechen gegeben, wurde klar was Ken für ein Mensch war, nämlich bestimmend, jähzornig und schlagfertig. Darunter haben Alice und die Söhne gelitten. Alice hat Kens Anweisungen befolgt, seine Launen und Schläge ertragen und ihn entschuldigt. Sie hat nach außen eine heile Welt präsentiert und geglaubt, dass sie eine glückliche Familie sind. Ich konnte mit Alice fühlen, denn ihr Leben ist einfach nur deprimierend; nachvollziehen konnte ich ihr Verhalten nicht.

Aber das alles hatte auch Auswirkungen auf ihre Söhne, die immer schon sehr unterschiedlich waren. Tim ist mit einer Russin verheiratet und Vater von zwei kleinen Jungen. Er ist beruflich sehr erfolgreich. Obwohl es ihnen an nichts mangelt, wirkt seine Frau Natalja ziemlich unzufrieden. Sie weiß auch genau, wo sie ansetzen muss, um ihren Mann zu manipulieren. Mir war sie daher nicht sympathisch.

Matt, der andere Sohn, hat ein Leben gewählt, das seine Eltern nicht verstehen und nicht akzeptieren.

Es braucht seine Zeit, bis Alice sich im Klaren ist, was sie selbst will und sie macht sich auf zu Matt nach Frankreich. Erst hier begreift sie, was ihr Sohn für ein Mensch ist und lernt auch die positiven Seiten des Lebens kennen.

Dieser Roman macht einen nachdenklich. Es ist ein düsteres Bild einer Familie das hier dargestellt ist. Aber es zeigt, dass es nie zu spät ist, einen neuen Weg einzuschlagen.

Ein berührender Roman.

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gaby2707s avatar

Rezension zu "Der andere Sohn" von Nick Alexander

Eine Frau sucht ihren Weg
gaby2707vor 9 Monaten

Dottie, die letzte und beste Freundin von Alice hat ihren Mann verlassen und ist in ihrer selbst gewählten Einsamkeit sehr glücklich. Auf der Fahrt zur Beerdigung eines alten Freundes und Arbeitskollegen von Ken macht sich Alice Gedanken über 50 Jahren Gleichgültigkeit, unsinnige Wutausbrüche, Schlägen und geistige Einsamkeit in ihrer Ehe. Was zu Beginn ihrer Bekanntschaft früher funkelnd und verlockend aussah, wirkt heute kalt, verstaubt und abgenutzt. Mutosigkeit tropft aus jeder Zeile. Alice ist erschöpft, ausgelaugt und zutiefst deprimiert. Bis sie beschließt, ihren Sohn Matt in Südfrankreich zu besuchen.

Durch die Erzählung der Geschichte in der Gegenwart bin ich noch näher an Alices Seite und noch tiefer im Geschehen drin. Alice ist eine Frau, deren Verhalten für mich nur schwer nachvollziehbar ist. Seit Jahren von ihrem Mann gedemütigt und geschlagen, verteidigt sie ihn immer wieder, sieht die Schuld meist bei sich selbst. Findet aber endlich den Mut Ken, erstmal für eine kurze Zeit, zu verlassen und ihren Sohn Matt, den sie sehr selten sieht, in Aix-en-Provence zu besuchen. Mir hat hier besonders die feinfühlige Art sehr gut gefallen, mit der Nick Alexander bzw. der Übersetzer Alex Wolf Alice in ihrem Kummer und ihrer Negativität beschreibt. Sehr schön finde ich die Entwicklung, die sie hier mitmacht.

Ich lerne Alice´ ganze Familie kennen. Aber besonders Natalja, die russische Frau von Tim kommt anfangs mit ihren Gefühlen und unergründlichen Launen, meistens schlechten, in einem sehr negativen Bild daher. Sie hat es in meinen Augen geschafft, dass die Söhne Alex und Boris genau so unzufrieden sind wie sie. Grund dafür sehe ich, und wenn Nat darüber nachdenkt selbst auch so gar keinen. Das Handwerk der Manipulation beherrscht sie hervorragend. Ich mochte sie nicht. Bis Alice auf der Flucht vor ihrem Mann bei ihrem Sohn bzw. ihrer Schwiegertochter Schutz sucht. Da kommt aufeinmal eine ganz andere Nat zum Vorschein. Lebendige, echte und vielschichtige Protagonisten bringen in die oft düstere Geschichte richtig Farbe.

Überhaupt leben die Personen mit denen ich es in England zutun habe irgendwie zwei Leben, haben sich eine Fassade aufgebaut. Ganz anders die Menschen in Südfrankreich. Sie sind offen und herzlich und bemüht, dass Alice endlich positive Seiten an ihrem Leben entdeckt.

Kein einfacher Familienroman, eher die Bewältigung von Lebensfragen. Ich habe meine Zeit gebraucht um mich auf das Buch, auf Fragen, die auch ich mir gestellt habe, und seine Menschen einlassen zu können. Aber ich habe es nicht bereut dran geblieben zu sein. Ein Roman, der die Hoffnung vermittelt, dass es nie zu spät ist, etwas an seinem Leben zu ändern.

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Die Frau des Fotografen" von Nick Alexander

Lebensgeschichte von Barbara, Hausfrau der 60er/ 70er-Jahre und Frau des Fotografen: etwas langatmig
schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren

"Die Frau des Fotografen" handelt auf zwei Zeitebenen.

Zunächst wird der Leser in das Jahr 1943 versetzt, in welchem er die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Barbara in London erlebt, die zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind ist.
Mit 19 Jahren lernt sie den charmanten Tony kennen und verliebt sich in ihn. Aufgrund der unzureichenden Aufklärung zur damaligen Zeit wird sie viel zu früh schwanger und für Tony gibt es keine andere Möglichkeit, als Barbara zu heiraten. Der kleine Junge kommt tragischerweise als missgebildete Totgeburt zur Welt und in den Jahren danach erleidet Barbara zahlreiche Fehlgeburten bis 1963 endlich Wunschkind Jonathan gesund zur Welt kommt. Barbara vergöttert ihren Sohn, vor allem weil ihr Mann Tony als Kurierfahrer und späterer freiberuflicher Fotograf viel unterwegs ist.
1969 wird Sophie geboren, die in die Fußstapfen ihres Vaters tritt und ein Talent für die Fotografie entwickelt und mit den modernen Kameras schon als Kind besser umgehen kann, als ihr Vater.

Die Vergangenheit wechselt sich mit Kapitel der Gegenwart in den Jahren 2012 bis 2013 ab, als Sophie beschließt, eine Retrospektive ihres Vaters zu veranstalten, der vor über 20 Jahren gestorben ist und im Jahr 2012 80 Jahre alt geworden wäre. Ihre Mutter reagiert auf dieses Vorhaben sehr zurückhaltend, vor allem als sie erfährt, dass Sophies neuer Freund Brett sie unterstützt, der Journalist ist. Sophie, die ihre Mutter schon immer als ihr gegenüber sehr distanziert empfunden hat, ist auch bereit die Ausstellung ohne Hilfe von Barbara oder Jonathan zu organisieren.

Der Roman erstreckt sich über einen langen Zeitraum und ist stellenweise etwas langatmig. Als aber ab zwei Dritteln des Romans die Zusammenhänge von Gegenwart und Vergangenheit klarer werden und auch der Romantitel eine ganz eigene Bedeutung erhält, konnten mich die Schicksale der beiden Frauen, die wenig sympathisch erscheinen, fesseln.

Barbara ist eine Frau, die die klassische Rolle der Hausfrau der 60er- und 70er-Jahre verkörpert und sich für einen Mann, der sie emotional so schlecht behandelt, selbstlos zurücknimmt und Dinge toleriert, die undenkbar sind. Warum sie sich so oft als dumm und lachhaft hat abstempeln lassen und sich nicht spätestens als die beiden Kinder erwachsen waren von dem gefeierten Fotografen mit fragwürdigem Talent trennte, blieb schleierhaft.

Sophie, deren Charakter deutlich weniger Raum in dem Roman einnimmt, scheint auch wenig Glück mit Männern zu haben und ist um den arroganten Journalisten mit befremdlichen Sexfantasien nicht zu beneiden. Auf mich machte sie einen naiven und nicht ihrem Alter entsprechend reifen Eindruck.

"Die Frau des Fotografen" ist ein Roman über eine Frau, die man von ihrer Kindheit bis ins hohe Alter mit knapp 80 Jahren begleitet. Wer sich für eine solche Zeitgeschichte und auch für die Entwicklung der Fotografie interessiert, wird sich gut unterhalten fühlen. Mir hätte ein verstärkter Fokus auf Barbara genügt, konnte ich mit dem etwas einfältigen, egoistischen Papakind Sophie und der Handlung der Gegenwart bis auf den wirklich sehr aufschlussreichen und interessanten Schluss nur wenig anfangen.

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