Nick Cave Der Tod des Bunny Munro

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Inhaltsangabe zu „Der Tod des Bunny Munro“ von Nick Cave

Bunny Munro verkauft einsamen Frauen Kosmetikartikel und den Traum vom Glück. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau tut er das einzig Sinnvolle, das ihm einfällt: Er packt seinen Sohn ins Auto und fährt einfach los. Während Bunny Senior also seinem Job nachgeht und vor eifersüchtigen Ehemännern flieht, sitzt Bunny Junior im Auto und versucht, dem Geist seiner Mutter zu glauben, dass alles gut wird. Doch als Bunny seinen alten Vater aufsucht, die Boshaftigkeit in Person, hat seine Stunde scheinbar geschlagen Elegant, wütend und hochkomisch: Blixa Bargeld gibt dem Text den passenden Ton zwischen schönster Melancholie und brillantem Witz. 6 CD, Gekürzte Lesung

Deprimierend, vulgär und voller schwarzem Zynismus

— hurenkind

Mein Ma findet Blixa Bargeld schon seit Ewigkeiten geil! Jetzt weiß ich auch warum - muss wohl an der Stimme liegen. Sehr cool gelesen!

— Miringa_83

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  • Rezension zu "Der Tod des Bunny Munro" von Nick Cave

    Der Tod des Bunny Munro

    nordfriese

    27. February 2011 um 16:00

    Blixa Bargeld liest und es hört sich gut an! Allerdings am Anfang recht turbulent - viele Obszönitäten, Vulgarismen und Unflätismen. Man kann nur hoffen, dass es aufhört, und es hört nicht auf. Auf vielen Strassenkilometern hört Bunny Munroe - der Vertreter, der Schönheitsprodukte verkauft - nicht auf, anderen Frauen - seien sie noch so hässlich - nachzustellen. Schliesslich erhängt sich die Ehefrau, und er muss sich um den kleinen kümmern, der leider nicht zurechnungsfähiger scheint als ein misslungener Vater. Eine Geschichte, die durch die kraftvollen Bilder und kraftvolle Sprache eine besondere Spannung erzeugt. Am Ende war es doch ein gutes Buch.

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  • Rezension zu "Der Tod des Bunny Munro" von Nick Cave

    Der Tod des Bunny Munro

    zimmer

    18. January 2010 um 15:49

    Bunny Munro ist verklärter Weiberheld, der zwar als Vertreter von Kosmetikartikeln den undankbarsten Job der Welt hat, der aber perfekte Chancen für Seitensprünge liefert. Diese Liederlichkeit von Bunny ist allerdings auch der Grund, warum seine Frau Selbstmord begeht, und neben etlichen Anschuldigungen auch deren herzigen, neun Jahre alten Sohn Bunny jr. zurücklässt. Bunnys Welt aus Sex und noch mehr Sex bricht völlig zusammen, und er beschließt zu seiner alten Form zu finden, in dem er wieder auf Vertreterroute geht. Mit seinem Sohn in Schlepptau, der ja von ihm lernen soll. Um eines gleich klar zu machen: Die Inhaltsangabe klingt nach einer umfangreichen Betrachtung von ernsten Themen, und ja, diese Selbstläuterung von Bunny Munro wird man auch erleben, allerdings nicht auf die Art und Weise, die der Leser vielleicht erwartet. Bunny ist nämlich vor allem eines: Derb, frech und ein absolut niveauloser, schwanzgesteuerter Chauvinist. Und diese Haltung merkt man in jeder einzelnen Zeile des Buches. Das kann am Anfang durchaus das Leseerlebnis etwas schmälern, und mich würde zu gerne interessieren, was Frauen von Munros Gedankengängen halten. Wenn man allerdings das erste Sechstel des Buches durch hat, und sich an den eigenwilligen Ausdruck gewohnt hat, hat man mit Bunnys unmöglicher Art und seinem Hang, in jeder Frau einen potentiellen Beischlafpartner zu sehen durchaus seine Freude. Politisch total unkorrekt, aber immerhin eine "Typisch Bunny"-Freude. Und das spricht auch für das Buch. Bunny Munro ist trotz seiner Unmöglichkeit ein Charakter, zu dem man schnell Zugang findet. Vielleicht auch deshalb, weil er wirklich ALLE schlechten Eigenschaften vereint, von denen man selbst vielleicht einen Bruchteil besitzt. Dadurch entsteht das absolut klischeefreie Porträt des Protagonisten ziemlich schnell und sicher, und jede kommende Aktion erwartet man genau so von ihm. Bis er sich immer mehr und mehr bewusst wird, dass er seine verstorbene Frau vermisst. In Bunnys Welt, die seine Arbeitskollegen und Freunde auf die gleiche Art teilen, steht nur ein Pfeiler der Normalität: Bunny jr., der clevere, in seine Enzyklopädie vertiefte Sohn. Er allein bewahrt einen gewissen Grad an Niveau und hält seinen Vater für den genialsten Mann der Welt. Und es ist beeindruckend, wie Bunny versucht, dieses Bild vor seinem Sohn zu wahren. Bis zum psychedelisch-philosophischen Ende, das mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, entpuppt sich Nick Caves Buch als spaßiges und herrlich-derbes Roadmovie mit Comiccharakter. Wer sämtlichen Anstand über Bord wirft wird seinen Spaß haben, alle anderen werden schon nach dem ersten Kapitel aufgeben. Das Hörbuch wird übrigens von Blixta Bargeld gelesen, Nick Caves ehemaligem Gitarristen bei den Back Seeds und Frontmann der Einstürzenden Neubauten. Und die Performance seiner Kratzstimme macht das ganze zu einem absoluten Hörgenuss. Allein ein paar Nick Cave Tracks als gelegentliche Musikuntermalung hätten noch gefehlt.

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