Nick Cave Und die Eselin sah den Engel

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Inhaltsangabe zu „Und die Eselin sah den Engel“ von Nick Cave

Der Rockmusiker Nick Cave hatte mit seinem ersten Roman die Leser sofort auf seiner Seite: Die Geschichte des Mörders und Selbstmörders Euchrid Eucrow, der, Produkt mehrerer Generationen von Inzucht und Alkoholmißbrauch, in einem gottverlassenen, vom Zuckerrohr und einer bigotten Sekte beherrschten Südstaatenkaff aufwächst, wurde zu einem Kultbuch.

Bedrückender und verstörender als alles, was Nick Cave jemals zustande gebracht hat...

— loveisfriendship

Genial! Anfänglich hatte ich das dem Rockstar gar nicht zugetraut.

— nerdfilms

ich habs gern gelesen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • As i lay dying...

    Und die Eselin sah den Engel

    The iron butterfly

    21. July 2015 um 17:43

    Euchrid Eucrow wird zusammen mit seinem Zwillingsbruder auf dem Rücksitz eines alten verrotteten Chevy gewaltsam geboren. Seine Mutter dämmert nämlich im Suff durch den konstanten Konsum ihres selbstgebrannten „White Jesus“ vor sich hin und bringt daher nicht die Konzentration für die Geburt ihrer Kinder auf. Pa Euchrid ergreift auf seine sadistisch veranlagte Art die Initiave. Als die beiden Neugeborenen dann vor ihm auf Zeitungspapier ausgebreitet da liegen, ist die Vorstellung zwei Kinder zu haben wohl genauso grausig für ihn, wie der Anblick von Euchrid, der verwachsen und mißgebildet neben seinem wohlgestalteten Bruder liegt. Euchrids Bruder stirbt jedoch bereits kurz nach der Geburt und hier beweist der kleine Wurm Euchrid bereits seinen unbändigen Überlebenswillen, denn alle Entbehrung an Wärme, Zuneigung oder Muttermilch kann ihn nicht aus dem Dasein verdrängen. Sein Leben wird eine einzige quälende Mühsal werden, denn die Bewohner des abgelegenen Tales in den amerikanischen Südstaaten tendieren zwar zu religiösen Verblendungen, jedoch nicht zu Nächstenliebe oder Mitgefühl. Von seinen Eltern ganz zu schweigen. Seine Mutter erträgt ihr Dasein ausschließlich im wüsten Suff, sein Vater nur wenn er mit seinen selbstgebauten Fallen Tiere einfangen und auf sadistische Weise in einem Tank qualvoll verenden sehen kann. Euchrid selbst ist stumm, intelligent und schizophren anmutend und erinnert nicht alleine dadurch an Figuren, wie Grenouille aus Süßkinds „Das Parfüm“ oder Quasimodo, den Glöckner von Notre-Dame aus Victor Hugo’s Klassiker „Notre-Dame de Paris“. Missgestaltet, missverstanden, verachtet. Die Andersartigkeit schreckt die Bürger des Tales nicht nur ab, sie fordert sie in Euchrids Fall regelrecht dazu auf, ihn zu jagen und alles was ihm wichtig ist zu zerstören. So beobachtet er nicht nur verachtenswerte Taten im Tal, sondern muss sie auch selbst erdulden. Dies und sein von Inzucht, Verwahrlosung und Alkoholmissbrauch geformtes Elternhaus lassen Euchrid zu einem Monster mutieren. Nick Cave schreibt sich in einer an William Faulkners „As I lay dying“ erinnernden Szenerie zwar durch Gewalt- und Moralexzesse, die nicht für die breite Leserschaft geeignet sind, aber sein Protagonist hat durchaus eine menschliche Seite, die jedoch Zuneigung und Liebe nicht einordnen kann, da sie nie selbst erfahren wurde. Euchrids Objekt der Begierde ist die Hure Cosey Mo und später deren engelsgleiche Tochter Beth, die vom Lavendelduft begleitet in seine verwahrloste Seele eindringen und ihm in seinen Träumen und Visionen engelsgleich begegnen. Auf sprachlich hohem Niveau beleben die unterschiedlichen Erzählperspektiven und Zeitsprünge die Geschichte zusätzlich, erleichtern jedoch auch durch Euchrids zahlreiche Visionen nicht immer die Realitätsfindung. Als Euchrid zum Ende den Leser selbst anspricht, gilt es ein Fazit zu ziehen. Welche Rolle spielt denn der Leser? Ist er ebenfalls Scherge im Dienste der Intoleranz und Andersartigkeit oder ist er trotz all der grotesken Widerwärtigkeiten noch fähig Mitgefühl für eine Figur wie Euchrid zu empfinden? Nur mit Vorsicht zu lesen!

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  • Bedrückender und verstörender als alles, was Nick Cave jemals zustande gebracht hat

    Und die Eselin sah den Engel

    loveisfriendship

    29. November 2013 um 16:49

    Bedrückender und verstörender als alles, was Nick Cave jemals zustande gebracht hat Dieses Buch würde ich nicht uneingeschränkt empfehlen, es ist auf keinen Fall für jedermann geeignet und schon gar nicht für nebenbei. Auf Nick Cave muss man sich grundsätzlich immer einlassen. Das gilt für seine Musik und auch für seine literarischen Machenschaften. Sein erster Roman Und die Eselin sah den Engel, 1989 erschienen, stellt alles Vorangegangene nochmals in den Schatten. Denn es ist wirr, durchgeknallt, erschreckend, depressiv, düster, brutal, abscheulich, hart, trist und mehr als heftig. Fesselnd und eindringlich wird die Geschichte von dem stummen Euchrid erzählt, der sich für Gottes Sohn hält und in einem Sektendorf lebt. Die Mutter alkoholkrank, der Vater Sadist, wächst Euchrid ohne Halt auf, von allen geächtet, gepeinigt, verfolgt und gehasst. Es werden viele heftige und verstörende Themen und kranke Fantasien behandelt und es kommt zu grausamen und grotesken Szenen, die mich haben schaudern lassen. Bevor ihr Und die Eselin sah den Engel lest, solltet ihr wissen, dass es keine leichte Kost ist und wer von sich weiß, dass er eher zartbesaitet ist und über eine ausgeprägte Vorstellungskraft verfügt, der sollte die Finger von diesem Roman lassen, denn glücklich würde er nicht damit. Cave hat es jedoch nicht nötig, bei den Gewaltdarstellungen übermäßig ins Detail zu gehen, er bedient sich schlichter Sätze, die dennoch alle Grausamkeit ausdrücken, ohne sie auszuschmücken. Gekonnt passiert der Autor den schmalen Grat zwischen Ekel und Faszination, zwischen Aushaltbarem und Unaushaltbarem. Keine Frage, das Buch ist extrem brutal, doch Cave lässt es nie zu brutal werden. Er hält den Leser auf Distanz, indem er die Gewalt nicht auskostet. Aufgefallen ist mir auch der Erzählstil. Es gibt viele Perspektiven- und Ortswechsel und Zeitsprünge. Neugeborene und Krähen können bei Cave denken und haben einen klaren Blick auf die Welt. Besonders ins Geschehen gezogen wird der Leser dadurch, dass Euchrid die Leser teilweise direkt anspricht und wichtige Fragen aufwirft. Doch vollends überzeugt hat mich die Sprache, der sich Cave bedient. Er ist ein Meister der Worte. Diese unglaublich lebendige und bildhafte Sprache erzeugt eine derart greifbare Atmosphäre des trüben Sektendorfes, so etwas habe ich noch nie erlebt. Die Sprache ist ein reiner Genuss. Auch wenn mir das Buch stellenweise zu düster und heftig war, diese Sprache entschädigt alles. Einige Bücher lohnt es sich schon allein wegen der grandiosen Sprache zu lesen. Fazit: Am liebsten würde ich dem Roman Und die Eselin sah den Engel keine Wertung geben, da ich mir teilweise unklar darüber bin, was ich von dem Inhalt und von einigen Charakteren halten soll. Ich werde das Buch ein zweites Mal lesen, um die volle Tiefe des Inhalts und den religiösen Bezug begreifen zu können. Das Einzige, was ich momentan sicher weiß, ist, dass Nick Cave sprachgewaltig ist und mit solch einer Könnerschaft schreibt, dass es fast schon beängstigend ist. Und dies allein verdient schon 5 Sterne. "Wisst ihr, manchmal erinnert mich Gott an jenen missverstandenen Riesen mit dem goldenen Herzen, der ohne alle Freunde einsam hinter einem Berg wohnt, der von allen, die in seinem Schatten leben, gefürchtet und gemieden wird, der aber, von niemandem bemerkt, große gütige Werke tut - zum Beispiel einer Prinzessin eine Regenwolke aus dem Weg pustet. Aber die Leute können nur seine schlechte Seite sehen, wenn er, von Enttäuschung und Trauer überwältigt, ein paar Städte zertrampelt. Doch wenn die Leute nur mal damit aufhörten und seine gute Seite sähen, wenn sie ihn ermunterten und seine Freunde würden, wenn sie ihn bäten, bei ihnen in der Stadt zu leben, dann wäre er nicht mehr enttäuscht und traurig und hätte keinen Grund mehr, ihnen Schaden zuzufügen. Aber, o nein, das würden sie nie. Haben es nicht einmal versucht. Oder habt ihr es versucht?"

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:16

    Nick Cave hat mit Und die Eselin sah den Engel ein kleines, grausames Meisterwerk geschaffen, dass aber definitiv nur gefestigten Personen mit einem starken Magen empfohlen werden kann.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/06/und-die-eselin-sah-den-engel-buch/

  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    Abraxandria

    14. July 2011 um 16:20

    Dieser Roman von Nick Cave ist ein ziemlich durchgeknalltes Buch. Für Nick Cave Fans, die seine alten Songtexte lieben, ist es bestimmt interessant zu lesen. Ich mag seine Songs und gerne die alten, fertigen. Aber das Buch war mir eine Spur zu düster und zu abgedreht. Er zeigt hier auch seine ganz eigene Ansicht von Religion, manchmal etwas fanatisch und übersteigert. Fazit: Nichts für zarte Gemüter! Eher was für Fans.

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    HolyWater

    09. November 2010 um 17:03

    Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen und war sofort Feuer und Flamme für die Welt, die Nick Cave in diesem Buch "aufmacht". Es ist bizarr, witzig, gefühlvoll - all das was Cave auch als Musiker ausmacht. Manche Menschen werden sich schwer tun mit Und die Eselin sah den Engel, aber Cave ist eben kein Mainstream und darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man das Buch zur Kasse trägt ;-)

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    TheRavenking

    10. September 2010 um 16:48

    Ein extrem deprimierendes Buch. Stilistisch zwar sehr interessant, Nick Caves Bildsprache ist überwältigend, aber mangels Spannung wirkt das Werk nach einer Weile recht zäh und ist inhaltlich dermaßen düster und pessimistisch, dass ich Mühe hatte bis zum Ende durchzuhalten.

  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    Hipster

    05. July 2010 um 11:02

    Ganz schön harter Tobak den Nick Cave in seinem Erstling auf die Menschheit loslässt. Euchrid Eucrow ist das Resultat Generationen-übergreifender Inzucht und jahrelangem Alkoholkonsum. Gefangen in seiner eignen Welt, Missverstanden von seinem Umfeld und Ausgestoßen aus der Gemeinde, lebt er in einem von einer Sekte geführten Sudstaatenkaff. Hass, Aggression, Mord, Lust, das alles muss er täglich über sich ergehen lassen. Bis irgendwann die Bombe platzt. Wie schon erwähnt, ist dieses Buch hart. Das Buch hat eine depressive Grundstimmung. Sei es die Geburt Euchrids in ser er sich schon wünscht seinem toten Bruder folgen zu können über den Hass den er täglich vom Dorf entgegen gewórfen bekommt bis hin zum finalen Selbstmord und den Weg dahin. Es kommt selten so etwas wie Freude auf. Wenn Freude aufkommt wird sie Euchrid sehr schnell wieder genommen. Was an und für sich auch mal schön ist. In diesem Buch gibt es keine Liebe. In dem Buch gibt es auch kaum Gefühle (jedenfalls richtig interpretierte). Nick Cave hat ein so düsteres Werk abgeliefert, davon kann sich so mancher Autor etwas abschneiden. Das Buch hat einen starken Realismus. Weiß man was in solchen Dörfern heut zu Tage noch ab geht? Die Bildsprache ist sehr opulent, auch die generelle Wortwahl, die im kompletten Gegensatz zu Euchrids Erscheinung steht. Denn abgesehen wenn er von seiner Mutter erzählt, wird er nicht ausfallend und sehr metaphorisch . Trotzdem und das ist was mich so ein wnig gestört hat. Er wechselt mir innerhalb der Erzählung zu oft den Erzähler. Das nimmt am Anfang stark den Lesefluss. Aber das ist auch das einzige was ich zu bemängeln habe. Einen Daumen nach oben!

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    Daywalker

    22. December 2009 um 15:53

    Inhalt: “Der Tod ist das Pflaster auf dem Schmerz des Lebens – Das ist meine Botschaft an die Welt.“ Diesen Satz sagt, beziehungsweise denkt der stumme Euchrid Eucrow, Produkt mehrerer Generationen von Inzucht und Alkoholmissbrauch, gegen Ende dieses bedrückenden Werkes von Nick Cave, dem berühmten Rockmusiker. Allein dieser Satz lässt erahnen, dass “Und die Eselin sah den Engel“ (im Original heisst das Buch übrigens “And the Ass Saw the Angel“) keine leichte Kost ist. Ganz im Gegenteil. Doch was hätte man von Cave auch anderes erwartet. Unverblümt erzählt er die traurige Geschichte von Euchrid, wie dieser immer wieder von seiner trunksüchtigen Mutter geschlagen wird, von seinen teils sehr bizarren Fetischen, von seiner Liebe zu einer Hurre und wie er sich tagtäglich mit dem Tod auseinandersetzen muss. Bis die Situation in dem von einer Sekte beherrschten Südstaatenkaff, in dem er lebt, eskaliert. Meine Meinung: Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Buch mit Freude gelesen habe. Ich weiss nicht, ob überhaupt jemand behaupten kann, so ein Buch mit Freude gelesen zu haben. Für mich persönlich war es sicher eine lohnende Leseerfahrung. Auch wenn das Buch teilweise nicht ganz einfach zu lesen ist, was wohl unter anderem auch daran liegt, dass Cave es damals unter Drogeneinfluss geschrieben hat. Wirklich geschadet hat das dem Buch allerdings nicht. Denn die Sprache ist stellenweise echt genial. Insbesondere an den biblischen Stellen. Denn ob man es glaubt oder nicht, “Und die Eselin sah den Engel“ ist ein überraschend religiöses Werk. Schade nur, dass die Handlung alles in allem etwas dünn ausgefallen ist und erst gegen Ende so richtig spannend wird. Deshalb gibt es von mir leider nicht die volle Punktzahl. Fazit: Zarte Gemüter sollten auf alle Fälle besser die Finger von dem Buch lassen. Denn “Und die Eselin sah den Engel“ ist stellenweise wirklich erschreckend brutal. An der hohen sprachlichen Qualität dieses gelungenen Werks, ändert das aber glücklicherweise nichts.

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    TheSaint

    23. July 2009 um 13:17

    Das Buch spiegelt die dunkle Ader Nick Cave's perfekt wider, die schon so herrlich in seinen Musiktexten zum Ausdruck gelangt. Die morbide, nach Eiterbeulen stinkende Geschichte des stummen Eucrid Eucrow. In unglaublich tollen Sätzen und berauschenden Formulierungen jagt Cave den Leser durch ein inzestverseuchtes Tal bis hin zu einem tollen Schluß. Keine leichte Kost - aber hypnotisierend!

  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    freitaggibtsfisch

    20. July 2009 um 21:25

    "Ohne Vorwarnung ins Leben befördert, ausgestoßen aus der schnapsgetränkten geronnen Milch der Schwangerschaft - ach, diese trauliche Höhle, in der wir so lange schwammen! - und jetzt vom Trauma der Geburt erschüttert hier alleingelassen, hatte ich, wie ihr euch wohl denken könnt, eine peinlich unvollkommene Vorstellung von jenem allerletzten Rätsel. Ich mein, woher hätt ich wissen sollen, wie verflucht tot ein Toter wirklich ist? [...] - und nun klopfte ich mit einem larvengroßen Knöchel eine Botschaft, wobei ich einen Kode aus pochen und Klopfen und Pausen benutzte, den mein Bruder und ich uns ausgedacht hatten, als wir noch im murmelnden Schnurren des Mutterleibes schwammen. Vergiß - Deinen - Bruder - Nicht - Antworte" euchrid eucrow, produkt von mehreren jahren inzucht wächst in einem südstaaten kaff auf welches von einer bigotten sekte beherrscht wird. stumm und verkrüppelt ist er den launen seiner rumhurenden mutter und seines alkoholkranken und schwachsinnigen vaters ausgesetzt. dieses buch erzählt die geschichte wie euchrid die gemeinde in die knie zwingt und zum mörder und selbstmörder wird. es geht um körperausscheidungen, mord, quälereien jeglicher, erdenklicher art, und inzucht. ein ekliges, ergreifendes, monströses und verstörendes buch. bilder- und sprachgewaltig in seiner traurigkeit. ein großartiges buch.

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  • Rezension zu "Und die Eselin sah den Engel" von Nick Cave

    Und die Eselin sah den Engel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. June 2009 um 00:41

    Ein wirklich sehr hartes und deftiges Buch - kann man kaum beschreiben. Sicher ist nur: nichts für zarte Gemüter. Dieses Buch ist stellenweise so eklig und abstoßend, dass man es nicht weiterlesen möchte - und dennoch hat es seinen Reiz, die gewisse Faszination am Grauen. Stellenweise fragte ich mich wirklich, unter welchen Drogen Nick Cave gerade stand. Was jedoch nicht heißen soll, dass es grundsätzlich schlecht oder unlesbar ist - sprachlich gesehen - Hut ab, toll gewoben, geniale deutsche Übersetzung, sozusagen ein Wörterrausch. Gewöhnungsbedürftig und interessant.

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