Nick Harkaway

 4,1 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Der goldene Schwarm, Die gelöschte Welt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nick Harkaway

Nick Harkaway, 1972 in Cornwall geboren, studierte Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft und hat bereits als Drehbuchautor, Blogger und Werbetexter gearbeitet. "Der goldene Schwarm" wurde ebenso wie Harkaways Debüt "Die gelöschte Welt" von der Presse gefeiert und vielfach ausgezeichnet (2012 Oxfam Emerging Writer Prize im Rahmen des Hay Festivals, Shortlist für den Arthur C. Clarke Award und den LA Times Book Prize). Der zweifache Vater lebt mit seiner Familie in London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nick Harkaway

Cover des Buches Der goldene Schwarm (ISBN: 9783813505344)

Der goldene Schwarm

 (18)
Erschienen am 10.03.2014
Cover des Buches Die gelöschte Welt (ISBN: 9783492267045)

Die gelöschte Welt

 (18)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Tigerman (ISBN: 9783813506709)

Tigerman

 (7)
Erschienen am 17.08.2015
Cover des Buches Ständiger Wettbewerb (ISBN: 9783864257643)

Ständiger Wettbewerb

 (3)
Erschienen am 28.12.2015
Cover des Buches Tigerman (ISBN: 9783641160678)

Tigerman

 (1)
Erschienen am 17.08.2015
Cover des Buches The Gone-Away World (ISBN: 9780307389077)

The Gone-Away World

 (2)
Erschienen am 11.08.2009
Cover des Buches Angelmaker (ISBN: 9780099538097)

Angelmaker

 (0)
Erschienen am 07.02.2013

Neue Rezensionen zu Nick Harkaway

Cover des Buches Die gelöschte Welt (ISBN: 9783492267045)
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Rezension zu "Die gelöschte Welt" von Nick Harkaway

Die Kunst der lockenden Halbwahrheiten auf Klappentexten
TheSaintvor 2 Jahren

Der Erstlingsroman des Autors (* 1972 als Nicholas Cornwell und vierter Sohn des Schriftstellers John le Carré geboren) sorgte für viel Beachtung bei seinem Erscheinen und zog mich, nachdem ich seinen zweiten Roman "Angelmaker" ("Der goldene Schwarm" - auch hier rezensiert) verschlungen hatte, daher an... 

War der zweite Roman überbordend und virtuos geschrieben und bot eine fantastische Geschichte an - was konnte dann hier laut des Klappentextes des "Piper"-Verlags schon schiefgehen? So stürzte ich mich in großer Erwartung auf das 729 Seiten dicke Werk... Nun hab ich das Buch zugeschlagen und was blieb?

In virtuoser Art und Weise erzählt uns Harkaway eine durchaus interessante Geschichte über die Folgen eines Krieges in einem asiatischen Gebirgsstaat namens Addeh Katir. Dort kommen während des Konflikts sogenannte "Löschbomben" zum Einsatz, die aller Materie die Informationen entziehen und somit den Feind verschwinden lassen. Die informationslose Materie versucht sich aber wieder zu festigen und nimmt jegliche Anregung auf und schafft damit sich stets ändernde Realitäten... dadurch werden große Teile der Welt instabil, verändern sich stets oder verschwinden gar.

Der Roman beginnt in der "Bar ohne Namen", in welcher sich die mächtige Jorgmund Company - die es nach dem Krieg durch den Einsatz des mysteriösen FOX schaffte, die Informationen der Materie zu stabilisieren - nach Ausbruch eines nicht mehr kontrollierbaren Brandes eines das FOX transportierenden Rohres an das Team rund um Gonzo Lubitsch wendet. Die Truppe macht sich auf den Weg und wird dorthin von einer Welle jener nach Informationen gierenden Materie überschüttet...

Und der Leser mit ausufernden bis weit in die Kindheit der handelnden Figuren zurückreichenden Geschichten! Die Biografien sind originell und überschäumend durch das wunderbare Talent des Autors und seinem sehr angenehmen leisen Sinn für Humor erzählt... doch die Vorstellungskraft von Harkaway droht die Geschichte durch dieses Gewicht der eigenen Übersteigerung zu erdrücken. In der Weitschweifigkeit finden sich Witz, Liebe, Horror, Freundschaft, Wahnsinn und die Sinnlosigkeit aller Kriege.

Der "Piper"-Verlag verkauft das Buch als "fesselndes Epos" des Sci-Fi-Genres... erzählt von der Vergangenheit einer zerstörten Welt, von Piraten, Politikern und dem Herz der geheimnisvollen Jorgmund Company. Man geht mit falschen Erwartungen an den Roman und die Opulenz  in den Verästelungen der Geschichte lässt an John Irving denken... Doch die Schicksale rund um Gonzo Lubitsch und dem namenlosen Ich-Erzähler lenken ab, langweilen... und offenbaren am Schluß doch die Notwendigkeit. Der Autor wie auch der deutsche Verlag wissen mit Lügen schlußendlich doch auf die Wahrheit hinzudeuten... wenn man als Leser einen langen Atem hat.

Ein ganz hervorragender Autor. Sein Schreibstil und seine Art des Humors sind purer Lesegenuss... doch mit diesem Roman konnte er mich nur bis zum Ende des zweiten Kapitels fesseln.

Kommentare: 15
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Cover des Buches Der goldene Schwarm (ISBN: 9783813505344)
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Rezension zu "Der goldene Schwarm" von Nick Harkaway

Summ,summ,summ... Bienchen summ herum! Apis mechanica
TheSaintvor 3 Jahren

Joseph Joshua Spork - "Joe Spork" oder "Crazy Joe" - ist ein mittelloser Londoner Uhrmacher, der ein stilles und stressfreies Leben führt und sich keineswegs bemüßigt fühlt, in die Fußstapfen seines berüchtigten kriminellen Vaters Mathew "Tommy Gun" Spork zu treten.
Er lebt in einem feuchten Gebäude in einem unbekannten Teil von London und handelt nebenbei auch mit Antiquitäten und Raritäten. Sein bester Freund William "Billy" Friend, dessen Geschäftspraktiken keineswegs astrein sind, vermittelt Joe immer mal wieder diese oder jene Spezialität... wie eines Tages auch im Auftrage einer älteren Dame ein einem Buch ähnelndes Uhrwerk...
Joe setzt dank seiner handwerklichen Fähigkeiten nicht nur das Uhrwerk wieder in Gang, sondern auch eine Weltuntergangsmaschine, an der nicht nur die Regierungen der Welt, sondern auch sinistre Kultisten und ein asiatischer Diktator ein brennendes Interesse haben.

Nicholas Cornwell aka Nick Harkaway ist einer der Söhne des berühmten Schriftstellers John le Carré und liefert mit seinem zweiten Roman eine grandiose fantastische Mischung von Spionageroman, Abenteuergeschichte und Gangsterkomödie ab. In seinen Zeitsprüngen zwischen dem durch Joe Spork ausgelösten Chaos im London der heutigen Tage und den Jugendtagen der mysteriösen alten Dame in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mischen sich furiose Steampunk-Elemente und spannende Geschehnisse unter Wasser und in einem asiatischen Zwergstaat.

Die Geschichte erzählt straff und abwechslungsreich, wie zwei grundverschiedene Leben aufgrund einer - in den 1950er Jahren einem Bienenkorb ähneld gebauten - wieder in Gang gesetzten Maschine aufeinander prallen: Der gesetzestreue und sein gemütliches Leben schätzende Joe Spork trifft nach der brutalen Ermordung seines besten Freundes Billy auf die sich langweilende  über 90jährige Edith "Edie" Banister... die Billy mit der Reparatur des Uhrwerks beauftragt hatte und die in jungen Jahren eine Meisterspionin und Spezialagentin war.
Damals in den Nachkriegsjahren hatte der asiatische Diktator Shem Shem Tsien die Französin Esther Francoise "Frankie" Fossoyeur mit dem Bau einer Weltuntergangsmaschine beauftragt... und die Regierung Ihrer Majestät Edie Banister mit der Vernichtung derselben.
Die Arbeit der beiden Frauen bringt sie zusammen und zarte Liebesbande entstehen, deren familiäre Verwicklungen bis ins Heute wirken und in einem explosiven Finale ihre Auflösung finden.

Ein stimmiger Roman aus einem Guß voller liebenwürdiger und auch schräger Charaktere erzählt von dem Wettlauf mit der Zeit: Denn die aktivierte Bienenkorbmaschine sendet mechanische Bienen in die Welt hinaus, die als Vollendung ihrer Programmierung nicht nur das Ende unserer Welt, sondern auch eine Neujustierung des Universums einleiten sollen...
Eine klare Leseempfehlung für Freunde des Britisch-Schrägen sowie des Steampunk!

Kommentare: 3
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Cover des Buches Ständiger Wettbewerb (ISBN: 9783864257643)
PMelittaMs avatar

Rezension zu "Ständiger Wettbewerb" von Nick Harkaway

Sehr gelungene Doctor-Who-Kurzgeschichte
PMelittaMvor 4 Jahren

Der zehnte Doctor ist ohne Begleitung unterwegs, als die TARDIS auf eine temporale Mine trifft, ein Überbleibsel aus dem Zeitkrieg, das es eigentlich im gesamten Universum nicht mehr geben dürfte.

Die Kurzgeschichte aus der Doctor-Who-Zeitreisen-Reihe wurde von Nick Harkaway geschrieben, einem Autor von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte, von dem ich nun aber unbedingt mehr lesen möchte. Er hat die Person des zehnten Doctors wunderbar eingefangen und erzählt mit viel Humor eine skurrile, spannende und verrückte Geschichte, eben typisch Doctor Who. Sehr gut gefallen hat mir, dass ein Charakter, den man aus einem der Serien-Specials kennt, hier eine gewisse Rolle spielt.

Die Kurzgeschichte fängt den Doctor und sein Universum wunderbar ein, ist sehr unterhaltsam und sollte jedem Fan des Doctors gefallen, daher verdiente 5 Sterne.

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