Nick Harkaway Die gelöschte Welt

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Inhaltsangabe zu „Die gelöschte Welt“ von Nick Harkaway

Die »Große Löschung« hat alle Informationen auf der Welt vernichtet. Die Zivilisation ist beinahe vollständig zerstört. Die Überlebenden scharen sich um die Jorgmund Pipeline, ein gigantisches Röhrensystem, das einen lebenswichtigen Stoff verbreitet. Doch jetzt steht die Pipeline in Flammen. Gonzo Lubitsch, Problemlöser für alle Fälle, wird engagiert, um das Feuer zu löschen. Hinter dem Brand und der Pipeline steckt jedoch weit mehr, als Gonzo ahnen kann. Sein Auftrag führt ihn in die Vergangenheit der zerstörten Welt, in apokalyptische Kriege und Zeiten der Liebe und des Verlusts, zu Politikern, Piraten und ins dunkle Herz der geheimnisvollen Jorgmund Company Nick Harkaways Debüt ist definitiv das ungewöhnlichste Abenteuer unserer Zeit.

Manchmal verzettelt sich der Autor, verliert sich in Nebensächlichkeiten, aber ansonsten spannend, und es gibt absolut geniale Momente!

— DavidFalk
DavidFalk

Zum Niederknien. Erzählfreude, gepaart mit überschäumender Phantasie und Können, skurrile Charaktere und dreiste Story ;) Great!

— thursdaynext
thursdaynext

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  • Das Leben des Gonzo Lubitsch

    Die gelöschte Welt
    thursdaynext

    thursdaynext

    24. May 2016 um 15:21

    Die Gelöschte Welt ist ein in zweifachem Sinne phantastischer Roman, der sich in keine Schublade zwängen lässt. Harkaway spielt souverän mit den Genres Dystopie, Familienroman, Entwicklungsgeschichte und Science Fiction. Erschafft eine phantastische Welt in der realen. Entlarvt die Trivialität des Bösen und singt das Hohelied der Liebe, in welcher Form auch immer sie sich manifestiert. So ist es nicht verwunderlich, dass er mit seinem Erstling „The Gone-Away World“ – wie der Originaltitel lautet – 2009 für den Locus Award in der Kategorie Erstlingsroman und den British Science Fiction Association Award in der Kategorie Roman nominiert wurde. Der Name Nick Harkaway ist ein Pseudonym, der vierte Sohn des Bestsellerautors John le Carré, der in Cambridge Philosophie, Soziologie und Politik studierte, liebt Geschichten, wie er auf seiner Website verrät und das merkt man seinen vor bester Erzähllaune sprühenden, grandiosen Romanen an. Wer ebenfalls Geschichten liebt, besonders wenn sie handwerklich so raffiniert und ausgefeilt sind wie jene Harkaways und großes Kopfkino schätzt, wird von der Gelöschten Welt begeistert sein. „Der Goldene Schwarm“ war bereits ein Lesehighlight 2015 für mich und in seinem Debüt erinnert Harkaway, auch wenn die Geschichte völlig anders ist, von der Erzählweise und der genüßlichen Ignoranz sämtlicher Genregrenzen her an David Mitchells Knochenuhren , die zu lesen ich unlängst das Vergnügen hatte. Die Geschichte beginnt nach der  – von einer Handvoll begabter Vollpfosten ausgelösten – Fast Apokalypse. Gonzo Lubitschs namenloser Freund erzählt sie. Dabei springt er von der Gegenwart in die Vergangenheit, schildert ihr erstes Kennenlernen, die gemeinsam verbrachte Kindheit und Jugend dieser beiden sich so trefflich ergänzenden bestfriends. Nach etlichen Seiten war ich ein wenig irritiert, denn seltsamerweise hat Gonzo Lubitschs Freund keinen Namen. Dem ist so, ein Kunstgriff des Autors, der erst viel später in der Erzählung logisch nachvollziehbar wird. Die Figuren – darunter ein skurril verschmitzter Zenmeister der Kampfkunst und eine Schulleiterin, die nicht unbedingt so ist wie sie zu sein scheint – und die mit ihnen verknüpften losen Fäden greifen ineinander wie ein perfekt gerichtetes Uhrwerk. Alles ist miteinander verknüpft, jeder Zeitsprung und Szenenwechsel, jeder Nebencharakter, der in der Familiengeschichte zum Vorschein kommt und alles ist verwoben mit den immerwährenden Fragen nach Moral und wie wir unsere Welt gestalten wollen. Die epische Schlacht zwischen Gut und Böse darf natürlich auch nicht fehlen und charmanterweise lässt Harkaway ausreichend Raum für Grautöne. So ist das „Zeugs“ –   jene Substanz, die nach der Löschung entstand und die Welt mit bizarren menschlichen Alptraumkreaturen bevölkert und damit kontaminierte Menschen in Kreaturen verwandelt die von den Normalos bekämpft werden – durchaus zwiespältig zu betrachten, wie Gonzo Lubitschs Freund feststellen muss, als es darum geht jene Kontaminierten oder mit Irrealität infizierten auszulöschen. Der Autor lässt seinen Erzähler sinnieren und lädt den Leser  dazu ein. Auch seine Art, den Neoliberalismus köstlich humorvoll und kritisch zu durchleuchten, lädt ein zum philosophieren und permanent (aber niemals penetrant ) lässt er ein Feuerwerk herrlicher Gedanken und Metaphern auf den Leser los. „Wüsten sind wie nahezu kahlköpfige Männer, die sich die Haare schneiden lassen. Der Unterschied ist von innen betrachtet entscheidend, aber für alle anderen ist es nach wie vor eine staubige Steppe, in der höchstens ein paar Büsche wachsen.“ So vergnüglich, rasant und detailreich sich die Geschichte der gelöschten Welt liest, es ist keine Geschichte für Leser, die gerne sofort auf den Punkt kommen. Ungeduld ist, wie auch Meister Wu meint,  ein Hemmnis auf dem Weg zur Erleuchtung. Meine Empfehlung richtet sich an Leser, die temporeiche Action (Kampfkunst) Skurrilität, Witz, Phantasie und womöglich die Schriftsteller John Irving und David Mitchell gerne mögen und bevorzugt ein wenig jenseits der Wirklichkeit in die Realität eintauchen. An Liebhaber von Abenteuerromanen mit Realitätsbezug, wie der Kampfausbilder Ronnie Cheung: „Das Automobil“, sagt Ronnie. „Eine Keule von mehreren tausend Kilo Gewicht, die sich nicht selten mit mehr als fünfzig Stundenkilometern bewegt. Gefährlich in unberufenen Händen, was ja auf die meisten Fahrer zutrifft, und verdammt tödlich, wenn man es als Waffe einzustezen weiß.“     Von mir einen Dodo Award für dieses außergewöhnliche Buchschätzchen und die Hoffnung, dass Nick Harkaway fleißig weiterere Romane dieser Qualität absondert.

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  • Rezension zu "Die gelöschte Welt" von Nick Harkaway

    Die gelöschte Welt
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    14. December 2011 um 08:53

    Grandiose Gedanken, schwindelerregender philosophischer Ansatz aber leider auch sehr viel Kriegsdrama und Taktik. Dass ich, die ich vor Kriegsbeschreibungen und dergleichen extrem zurückschrecke, hier dennoch 4 Sterne vergebe, spricht für das Gesamtkunstwerk. Dies ist kein Buch, dass man in einer 2-Tages-Session verschlingen sollte. Ich habe sehr lang gebraucht, bis ich dieses Werk bezwungen hatte. In den Schlachten und in einigen - bewusst vom Autor so angelegten - verwirrenden Passagen hat mich der Text verloren. Doch ich war neugierig und es hat sich gelohnt. Schöner Stil, guter Plot, virtuose Logik. - Für Freunde von Utopien, Dystopien und Co. eine unbedingte Leseempfehlung. *** In geheimen Kriegslaboren wurde eine Bombe entwickelt, die Information von Materie trennt. Doch - oh Wunder - so sauber und endgültig wie gedacht, ist diese Waffe nicht. Nach dem ersten Schlag stellt sich heraus: Die geistlose Materie - das "Zeug" - richtet eine verheerende und nicht mehr aufzuhaltende Kettenreaktionen des Grauens an... Der Leser begleitet eine Freelancer-Soldatentruppe auf einem Sondereinsatz und rutscht in ständigen Rückblenden in das Leben des Erzählers. Wie wurde er, was er ist? Kindheit, Ausbildung, Freunde, Liebe, Krieg - all das entfaltet sich komplex und doch mitreißend. Und für alle Schlussfolgerungen der postapokalyptischen Welt gilt (wie immer): Lesen, verinnerlichen, Horizont erweitern.

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  • Rezension zu "Die gelöschte Welt" von Nick Harkaway

    Die gelöschte Welt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2010 um 14:17

    Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Irgendwas hat irgendwo begonnen und große Teile der Welt einfach "gelöscht". Und wäre das nicht schon schlimm genug scheinen sich Mutanten und anderes Gesocks über die ganze Rest-Welt verbreitet zu haben. Nur zwei Bastionen der Menschheit bestehen noch: Das FOX, eine mysteriöse Substanz, die durch einen Leitung rund um den Globus vertreilt wird und lebensfreundlichen Raum herstellen kann sowie das Duo um den namenlosen Erzähler und seinen Bruder Gonzo Lubitsch, einen knallharten Supermann. Als eines Tages eine Explosion die FOX-Leitung zum lecken bringt, ist es glasklar, das Gonzo Lubitsch aufbricht um den Schaden zu bereinigen... ...genaugenommen erstmal nicht. Der Autor Nick Harkaway lässt sich Zeit. In ausufernden Sprachkapriolen katapultiert er den Leser zunächst einmal für vierhundert teils zähe Seiten in die Vergangenheit, wo wir nicht nur jedes schmutzige Detail aus dem absurden Leben der Gebrüder Lubitsch erfahren, sondern auch, was es mit der großen Löschung und dem Fox auf sich hat. Harkaway vergeudet hierbei wirklich kein Talent - seine Satzkonstruktionen sind kreativ, seine Beschreibungen äußerst phantasievoll und die Story um Ninjas, Söldnereliteeinheiten, verrückte Wissenschaftler und Ma Lubitschs Kochkünste äußerst lustig und bizarr. Dennoch hätte ich in ermangelung einer "echten" Handlung das Buch beinahe weggelegt. Das wäre ein Fehler gewesen. Wie sich die weitere Story entfaltet ist zwar nicht minder merkwürdig und abgedreht wie das restliche Buch, jedoch macht so langsam Sinn, warum die eigentliche Handlung so lange aufgebaut werden musste - inklusive einem großartigen, wenngleich nicht unbedingt neuem Twist, damit einhergehenden Emotionen und einem Finale in dem einige Überraschungen und freudige Wiedersehen mit anderen Charakteren den Leser erwartet. Aufgrund von kreativer Sprachgewalt (die teilweise auch mal etwas zu absurd und nervend sein kann - aber selten) und das Gespür des Autors für Abseitiges mag man gespannt darauf sein, was von Harkaway in Zukunft noch erwartet werden kann.

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