Nick Hornby

 3.8 Sterne bei 6.836 Bewertungen
Autor von A Long Way Down, About a Boy und weiteren Büchern.
Autorenbild von Nick Hornby (©)

Lebenslauf von Nick Hornby

Der britische Kultautor schlechthin: Nick Hornby wurde 1957 in Redhill, Großbritannien, geboren. Aufgewachsen ist er in Maidenhead. Hornby ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in London. Nach seinem Anglistik-Studium in Cambridge arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Obwohl er bereits erste Stücke während seines Studiums verfasste, widmete sich Hornby erst 1992 hauptberuflich dem Schreiben. Mit einer Sammlung kritischer Essays über amerikanische Autoren mit dem Titel „Contemporary American Fiction“ (1992) trat er in das Licht der Öffentlichkeit. Den Durchbruch schaffte Nick Hornby 1995 mit „High Fidelity“: Ein ergreifender und zugleich witziger Roman über einen Mittdreißiger, der erfolglos einen Plattenladen betreibt und die Trennung von seiner Freundin zu verarbeiten hat. Viele seiner Werke drehen sich um neurotische Helden und Themen wie Musik, Bücher oder Sport. Mit „About a Boy“ (1998) und „A long Way Down“ (2005) schafft es der britische Kultautor, die teils tragischen Schicksale der Protagonisten mit einer Prise schwarzem Humor zu würzen. Alle drei Bücher wurden darüber hinaus erfolgreich für das Kino verfilmt wie auch der autobiografische Roman „Fever Pitch“ (1992). Er handelt von Nicks Liebe zum Fußball und dem Verein FC Arsenal. Neben seinen Romanen schreibt er auch über Literatur und Musik. Hornby gehört zu den wichtigsten aktuellen Vertretern der Popkultur bzw. -literatur. Außerdem ist er ein gefragter Drehbuchautor. Bereits zweimal war er für den Oscar nominiert: 2010 für das Skript zum Film „An Education“ und 2016 für sein Drehbuch zum Streifen „Brooklyn“. An „Der große Trip - Wild“ (2014) mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle wirkte Hornby ebenfalls als Drehbuchautor mit. Der Brite ist Mitbegründer der Organisation TreeHouse, die sich um eine bessere Schulbildung für autistische Kinder einsetzt.

Neue Bücher

About a boy

Neu erschienen am 25.05.2020 als Taschenbuch bei Spaß am Lesen.

Alle Bücher von Nick Hornby

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Cover des Buches A Long Way Down9783426615362

A Long Way Down

 (2.383)
Erschienen am 19.12.2013
Cover des Buches About a Boy9783462043075

About a Boy

 (684)
Erschienen am 14.03.2011
Cover des Buches High Fidelity9783426612705

High Fidelity

 (647)
Erschienen am 18.05.1999
Cover des Buches Slam9783462049923

Slam

 (422)
Erschienen am 08.09.2016
Cover des Buches How to be Good9783462049947

How to be Good

 (322)
Erschienen am 08.09.2016
Cover des Buches Juliet, Naked9783462042450

Juliet, Naked

 (219)
Erschienen am 19.08.2010
Cover des Buches Fever Pitch9783462308846

Fever Pitch

 (171)
Erschienen am 13.11.2014
Cover des Buches Miss Blackpool9783462049077

Miss Blackpool

 (93)
Erschienen am 12.05.2016

Neue Rezensionen zu Nick Hornby

Neu

Rezension zu "Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst" von Nick Hornby

Amüsante Ehetherapie in Babyschritten
awogflivor 12 Tagen

Mit dieser sehr dialoglastigen Geschichte, die schon fast ein Theaterstück darstellt, habe ich zwar wieder einmal etwas völlig anderes bekommen, als ich bei der Bestellung vermutet hätte, aber diesmal hat die unerwartete alternative Ausführung sogar mehr Charme als meine ursprünglichen Vorstellungen. Das Paartherapie-Drama hat mir sehr gut gefallen, wenngleich ich, so wie immer, Probleme mit dem Ende eines jeden Buchs von Nick Hornby habe, da der Autor ein gar so schlechter Finisher ist– wenn ich ihn nicht sogar für einen der schlechtesten im Literaturbetrieb halte.

Tom und Louise machen also Paartherapie und das Innovative dabei ist, dass der Autor nicht in den Sitzungen Mäuschen spielt, und diese beschreibt – so wie ich erwartet hätte – sondern nur immer das thematisiert wird, was die beiden Ehepartner vor der Therapie in einer Bar gegenüber besprechen, in der sie sich immer ungefähr eine halbe Stunde – beziehungsweise eigentlich einen Drink lang – davor treffen. Das ist insofern auf mehreren Ebenen charmant, da auch schon Reaktionen auf die letzte Sitzung in die Handlung eingeflochten werden, die beiden auch vor dem Leser ein Mindestmaß an Vertraulichkeit genießen und nur das breitgewalzt wird, was sie voreinander ansprechen, beziehungsweise bearbeiten und weiterentwickeln möchten. Was in der Sitzung war, bleibt in der Sitzung, es sei denn, es wird erörtert.

Damit bekommt die Leserschaft nicht das direkte Drama mit – inklusive der direkten Verletzungen und der Verletzlichkeiten, sondern eine zeitversetzte Reflexion darauf: teilweise Aktionen und Reaktionen, wenn sich die Gemüter schon ein bisschen abgekühlt haben und sich sogar vielleicht beim einen oder anderen etwas selbständig weiterentwickelt hat, manchmal ein völlig belangloser Nebenkriegsschauplatz, auf den ein schwelender Konflikt ziemlich grotesk und wundervoll witzig übertragen wird, aber auch oft ein noch intensiveres Drama und ein eskalierender Streit, weil das Problem der letzten Woche nachträglich noch in der Seele gebrodelt hat und in der einsamen Betrachtung noch mehr hochgekocht ist.

Im Gegensatz zur mangelnden Sorgfalt beim Finish kann kaum jemand eine Geschichte so gut starten wie Hornby. Die Leserschaft wird gleich in die Szene vor der ersten Sitzung geworfen und auf sehr humorvolle Weise mit dem Vorgeplänkel, beziehungsweise mit der Ausgangsproblemstellung konfrontiert: Sie hat ihn betrogen und er will eigentlich keine Therapie machen. Die Dialoge sind trotz des traurigen Themas für einen Außenstehenden extrem witzig konzipiert. Viele, die länger verheiratet sind, kennen bei einiger Selbstreflexion manche Szenen und das Palaver aus eigener Erfahrung nur zu gut. So à la Jedermann und -frau würden es witzig finden, es sei denn, sie sind mittendrin und betroffen. Als Louise und Tom sich am Ende der ersten Szene von der Bar gegenüber dann zum Therapietermin aufmachen und sie klingelt, gibt er Fersengeld und läuft davon – was für eine Eröffnung!

Der männliche Protagonist Tom ist übrigens ganz tiefgründig und aus männlicher Sicht vielleicht ein bisschen respektlos als Mehlwurm konzipiert. So ein passiv-aggressiver Typ, der sich sehr gerne wimmernd und lamentierend in der Opferrolle gegenüber seiner beruflich erfolgreichen Frau eingerichtet hat, sich darin suhlt, zur Dramaqueen mutiert und aus der unterlegenen Position ganz schöne Tiefschläge verteilt. Ein bisschen erinnert er mich an Rob aus High fidelity, aber Tom ist etwas lernfähiger als Rob. Auch Louise ist gut entgegen dem typischen weiblichen Rollenklischee gezeichnet: sehr pragmatisch, so schonungslos ehrlich, dass ihr manchmal nicht auffällt, dass sie auch ganz schön respektlos und verletzend ist, eine Macherin, die Probleme erkennt und dann auf ihre Weise manchmal viel zu schnell mit schlechten Aktionen und Lösungen reagiert, anstatt darüber zu reden.

Bei all den witzigen Dialogen und auf Nebenschauplätze verlegten Gefechten kommt so nach und nach sehr realistisch und konsistent beschrieben etwas Schwung in die Beziehung. Das Paar analysiert den Grund des Betrugs, das Sexproblem und einige andere Baustellen ebenso.

Tja, das Finish ist eben schon, wie gesagt, sehr oft wie bei Hornby abrupt und nicht wirklich in irgendeine Richtung interpretierbar – er lässt quasi die Tastatur fallen. Sitzung 10 fällt aus, weil sich die beiden in der Bar besaufen, und die Therapie absagen. Dabei ist noch viel zu wenig aufgearbeitet und weiterentwickelt, als dass die Ehe meiner Meinung nach weiter funktionieren könnte. Sie kommen überein, dass sie in einer permanenten Ehekrise stecken und sich nicht jahrelang zur Therapie begeben wollen. Da hilft eine zarte Hoffnung und ein „Ich liebe Dich“ von Tom im vorletzten Satz, das Louise als nicht ernstgemeint interpretiert, auch nichts. Versteht mich nicht falsch, Eheprobleme, die sich zur Never-Ending-Story auswachsen, auf siebenhundert Seiten auszuwalzen, ist ebenso weder spannend noch zielführend, aber diese Geschichte ist zu kurz und die beiden sind so weit entfernt von austherapiert oder einem konstruktiven Lösungsansatz, dass ich mir ernsthaft Sorgen mache. Das wird nix!

Fazit: Szenen einer Ehe pointiert und sehr amüsant präsentiert, die Figuren mit ihren Problemen sehr liebevoll und tief konzipiert, das macht Spaß und ist auch lehrreich für alle Paarbeziehungen, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Leider verpufft sowohl die Entwicklung der Ehe als auch das Finale ins komplette Nirvana. 20 Sitzungen wären da mindestens notwendig gewesen – sag nicht nur ich, sondern auch der Verband der Psychotherapeuten  .

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Rezension zu "Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst" von Nick Hornby

Die Scherben einer Ehe
TochterAlicevor einem Monat

breitet Autor Nick Hornby hier vor seinen Lesern aus. Aber vielleicht sind es welche, die man noch kitten kann, denn hier werden Szenen einer Ehe unmittelbar vor der wöchentlichen Paartherapie beschrieben. Sie finden - wie könnte es in England anders sein - in einem Pub bei Bier und Wein statt. Und sie sollen - ach, um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so recht, was dieses Buch soll!

Ich habe schon viel von Hornby gelesen und fand weniges richtig toll, manches mittelprächtig und das meiste ganz amüsant. Und dieses hier? Das war das Erste, das ich einfach stinklangweilig fand. Es war gottseidank so kurz, dass ich es schnell überstanden hatte, aber das war für mich ein Paradeexemplar für ein Thema, ein Werk, für das dem Autor so wirklich gar nichts eingefallen ist. Natürlich merkt man auch hier, dass Hornby mit Worten umgehen kann, aber ein Gewinn war dieses Büchlein wirklich in keinster Weise und an keiner Stelle für mich.

Also an dieser Stelle von mir keine Empfehlung, sondern eine Warnung: wenn Sie es sich mit Hornby nicht verscherzen wollen, machen Sie um dieses  Buch besser einen Bogen. Und zwar einen gewaltigen.

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Rezension zu "Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst" von Nick Hornby

Paartherapie im Pub
Karschtlvor einem Monat

Der Untertitel ist etwas irreführend, denn der Leser wohnt in keinem der 10 Kapitel einer Sitzung bei der Eheberaterin bei. Stattdessen beobachtet er Tom und Louise, wie sich sich vor jedem Termin im Pub auf der anderen Straßenseite treffen und einen Schlagabtausch liefern. Tatsächlich besteht das Buch fast komplett aus Dialogen und wirkt damit wie ein Drehbuch oder Theaterstück.


Als solches würde es wohl auch gut funktionieren, und die Körpersprache der beiden Akteure wäre auf jeden Fall eine hilfreiche Ergänzung. In der vorliegenden Form hat mir jedenfalls was gefehlt, um auch nach dem 5. Kapitel immer noch großes Interesse an der Geschichte zu haben. Es plätschert so eher vor sich hin. Dabei haben sich die beiden wirklich viel zu sagen! Ich glaube, in der Realität würde kein Paar in einer ähnlichen Situation so viel miteinander reden, oder höchstens auf Small Talk ausweichen. Tom und Louise liefern sich teilweise aber einen richtigen Schlagabtausch. Nur so wirklich spannend ist es dennoch nicht gewesen.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches About a Boyundefined
Leserunden machen Spaß!
Eins der Bücher, das ich bei der Aktion "Lesefreunde" zum Welttag des Buches geschenkt gekriegt habe, ist "About a Boy" von Nick Hornby.
Bei meinen LovelyBooks-Spaziergängen ist mir aufgefallen, dass dieses Buch in vielen Bibliotheken vertreten ist.
Von mabuerle animiert starte ich hier eine Leserunde zu diesem Buch!

Wir könnten gegen Ende Mai/Anfang Juni anfangen!

Wer hat Lust mitzumachen?
Ich würde mich freuen, zusammen mit Euch, dieses Buch lesen zu können!


258 Beiträge
Cover des Buches Juliet, Nakedundefined

Exklusive Verlosung zu "Juliet, Naked"

Mit  "Juliet, Naked" erscheint ab dem 28. März 2019 die Romanverfilmung des britischen Bestseller-Autors Nick Hornby auf DVD und Blu-ray. Eine humorvolle romantische Komödie über gute Musik, gutes und schlechtes Timing, Zufälle und die Macht des Schicksals.  

Gemeinsam mit Prokino verlosen wir zum Heimkinostart 10 "Juliet, Naked"-Pakete inklusive Buch und Film (wahlweise auf DVD oder Blu-ray).

###YOUTUBE-ID=5HPekmGcGL8###


Bewerbt euch bis einschließlich 27. März 2019 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:

Mit wem würdet ihr euch einen gemütlichen Filmeabend machen und "Juliet, Naked" gucken?

Bitte gebt an, ob ihr eine DVD oder eine Blu-ray möchtet! 
Ich bin gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen!

Mehr Infos zum Film: 
Tucker Crowe: Der Name des geheimnisvollen Rockstars ist das Einzige, was in der leidenschaftslosen Beziehung von Annie (Rose Byrne) und Duncan (Chris O'Dowd) noch für Zündstoff sorgt. 20 Jahre ist es her, dass der gefeierte Musiker (Ethan Hawke) seine letzte Platte veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem fanatischen Tucker Crowe-Fan Duncan verreißt Annie dessen neues Album Juliet, Naked in einem Online-Forum – und bekommt plötzlich Post von Tucker Crowe höchstpersönlich …  
246 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Kuhni77vor einem Jahr
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner
Cover des Buches Juliet, Nakedundefined

Exklusive Verlosung zur Preview-Woche von "Juliet, Naked"

Mit "Juliet, Naked" kommt in wenigen Tagen die Romanverfilmung des britischen Bestseller-Autors Nick Hornby in die Kinos. Eine humorvolle romantische Komödie über gute Musik, gutes und schlechtes Timing, Zufälle und die Macht des Schicksals. 

Bereits vorab habt ihr die Möglichkeit den Film innerhalb der exklusiven Preview-Woche vom 08. bis 14. November 2018 zu sehen!

Wir verlosen gemeinsam mit Prokino 30x2   Kinokarten für "Juliet, Naked".

###YOUTUBE-ID=5HPekmGcGL8###


Ihr möchtet "Juliet, Naked" vor allen anderen im Kino sehen?

Dann bewerbt euch bis einschließlich 04. November 2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns, warum ihr den Film gerne sehen möchtet!

Zusätzlich zu den Kinokarten dürfen sich 3 Gewinner auch noch über die Buchausgabe zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby freuen! 

Mehr Infos zum Film:
Tucker Crowe: Der Name des geheimnisvollen Rockstars ist das Einzige, was in der leidenschaftslosen Beziehung von Annie (Rose Byrne) und Duncan (Chris O'Dowd) noch für Zündstoff sorgt. 20 Jahre ist es her, dass der gefeierte Musiker (Ethan Hawke) seine letzte Platte veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem fanatischen Tucker Crowe-Fan Duncan verreißt Annie dessen neues Album Juliet, Naked in einem Online-Forum – und bekommt plötzlich Post von Tucker Crowe höchstpersönlich … 

170 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Nick Hornby wurde am 17. April 1957 in Redhill (Großbritannien) geboren.

Nick Hornby im Netz:

Community-Statistik

in 6.139 Bibliotheken

auf 318 Wunschlisten

von 129 Lesern aktuell gelesen

von 208 Lesern gefolgt

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