Nick Hornby High Fidelity

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Inhaltsangabe zu „High Fidelity“ von Nick Hornby

Was macht der 35jährige Rob Fleming, Besitzer eines kurz vor der Pleite stehenden Plattenladens, als er von seiner Freundin verlassen wird? Er darf endlich wieder ungestört in der eigenen Wohnung rauchen, er überlegt, wie wohl sein nächster One-Night-Stand aussieht, und sortiert erst einmal seine Plattensammlung. Kurz: Er genießt die Rückkehr ins 'Königreich der Singles'. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer. High Fidelity 'zu lesen ist, wie einer guten Single zuzuhören. Du weißt, es ist von der ersten Minute an wunderschön, und sobald es vorbei ist, willst du es von vorn anhören.' Guardian 'Nick Hornbys Roman über wackelige Beziehungskisten und seelentröstende Songs ist längst schon Kult.' Brigitte

Mein Lieblingsbuch von Nick Hornby !

— FrauPi
FrauPi

Ohne Zweifel mein Lieblingsbuch! Hornby beschreibt die Gefühlswelt des Protagonisten mitreißend, direkt und authentisch. Einfach genial!

— Christian_Woehl
Christian_Woehl

Ein echter Kultroman.

— frigomann
frigomann

ABGEBROCHEN nach ca. 100 Seiten Leider überhaupt nicht meins. Ich finde es ziemlich langweilig und habe keine Lust mehr, weiterzulesen...

— Enni
Enni

Ironisch, unterhaltsam und auch was für Musikliebhaber: Robs vergeigtes (Liebes)Leben ist mittlerweile ein moderner Klassiker.

— letusreadsomebooks
letusreadsomebooks

Eine gute Geschichte mit schrägen Charakteren. Gelungen.

— BecameInsane
BecameInsane

Erwachsenwerden? Och nö, laß ma!

— Holden
Holden

schaut den Film liebe Leser - spart Zeit, macht mehr Bock

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein echter Hornby für (Musik) Liebhaber

— Callso
Callso

Ohne diesen Roman hätte es circa 38463 andere Romane nicht gegeben.

— judithholo
judithholo

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  • Ein moderner Klassiker der Pop-Literatur

    High Fidelity
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    02. January 2016 um 19:17

    Rob ist Mitte dreißig, Besitzer eines Plattenladens, der mehr schlecht als recht läuft, und seine Freundin Laura hat ihm gerade den Laufpass gegeben. Während Rob versucht damit zurechtzukommen, sortiert er seine immense Schallplattensammlung neu und erstellt eine Liste mit den Top 5 der erinnerungswürdigsten Trennungen. Laura ist natürlich nicht dabei, denn so wichtig war sie ihm gar nicht. Denkt er, bis er bemerkt, dass er damit eventuell doch nicht so richtig liegt. Wer Nick Hornbys Romane kennt und mag, weiß, worauf er sich mit High Fidelity einlässt. Der Schreibstil ist locker und leicht zugänglich, das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite humorvoll, selbst wenn die Situation für Rob gerade nicht so rosig ausschaut. Der Humor ist definitiv eher britisch, nicht zum Schreien komisch, aber zum Schmunzeln und mit ganz viel wunderbar platzierter Ironie. Handlungstechnisch geschieht nicht übermäßig viel. Es ist vielmehr ein Buch über Gefühle, Erinnerungen und natürlich Musik. Wem Benjamin von Stuckrad-Barres Soloalbum gefiel, kann mit High Fidelity quasi nichts falsch machen. Rob ist einer der wenigen Hauptcharaktere/Erzähler in der Literatur, die man gleichzeitig hasst und liebt. Meistens freunde ich mich mit den Protagonisten an, im schlimmsten Fall sind sie mir egal. Rob hat mich allerdings mit sehr ambivalenten Gefühlen zurückgelassen. Ich mochte seine Ironie, besonders seine Selbstironie und die Tatsache, dass er immer selbst genau weiß, dass er ganz schön viel vergeigt hat. Dank seines Humors sammelt er viele Sympathiepunkte und das ist gut so, denn eigentlich ist er ein ziemliches Arschloch (das kann man wirklich nicht anders sagen). Dieses Arschloch-sein ist aber gar keine böse Absicht. Rob repräsentiert die damalige Lad Culture der 1990er in Großbritannien – junge Männer zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig, die ein wenig sexistisch waren und deren größte Angst es war, durch eine Beziehung, Hochzeit oder gar Kinder ihrer Freiheit beraubt zu werden. Das ist vielleicht gar nicht so veraltet, wie man zuerst denkt – die sogenannte Generation Y ist heutzutage ja ähnlich bindungsunwillig. Neben Rob sind vor allem seine zwei Mitarbeiter im Shop – Dick und Barry – besonders gut gelungen: Zwei total unterschiedliche und auf ihre eigene Art verrückte Quälgeister, die Rob das Leben noch schwerer machen, als es ohnehin schon ist. Nick Hornbys High Fidelity ist mittlerweile ein moderner Klassiker der Pop-Literatur. Mit viel Humor und Ironie erzählt er von Robs verbocktem Liebesleben und dessen größten Leidenschaft – der Musik. Ein schöner und unterhaltsamer Roman, den man trotz fehlender Spannung und Action schnell verschlingen kann.

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  • Medienwechsel

    High Fidelity
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. September 2015 um 17:05

    das Buch ist überbewertet von Schwachmaten, die wirklich einmal im Jahr ihre Platten- und CD-Sammlung von Alphabet auf Genre umstellen. Ah, ein Buch über mich, da versteht mich einer, ich bin nicht allein. Klar bist du allein, du Haubentaucher - du bist so allein, dass du Platten sortierst. Wer nicht so fertig ist, soll sich grade machen und den Film schauen - Nicht 2 Stunden investiert und fertig, Bock auf einen Plattenladen bekommt man dann auch wieder - und da gibt es ja irgendwo immer einen - mal stöbern, am besten in so einem unsortierten Stapel.

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  • Plattensammler, Liebhaber und freundlicher Chaot

    High Fidelity
    Callso

    Callso

    07. April 2015 um 17:45

    Das Buch ist aus meiner Sicht differenziert zu bewerten. Nick Hornby hat eine so lässige und beherzte Wortwahl, die einfach Spass macht. Er trifft so häufig den richtigen Ton, kann Gefühle, Beziehungsebenen, Emotionen und vor allen Dingen den Zeitgeist ganz wundervoll in Worte kleiden. Da gibt es wenige Autoren, die ohne jeden Kitsch, ohne Blatt vor dem Mund und ohne Hemmungen den Menschen aus der Mittelschicht so wunderbar auf das Butterbrot schielen. Auch das gelingt ihm auf vorzügliche Weise in diesem Buch. Aber von der Story bei High Fidelity war ich indes arg enttäuscht. Da geht es ein wenig um die Liebe, um die richtige Beziehung, aber viel mehr ereignet sich nicht. Der Protagonist hat einen schlecht laufenden Plattenladen in London. Kaum ist die langjährige Beziehung beendet, wartet die nächste Geliebte. Doch dann folgt die Rolle rückwarts. Das Buch ist sicherlich ein Fest für Musikliebhaber, weil immer wieder neue Lieblingssongs auftauchen. Als normaler Roman taugt das Werk indes nur bedingt...

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  • Was lest Ihr?

    SusanneUlrikeMariaAlbrecht

    SusanneUlrikeMariaAlbrecht

    Schlagt Euer Buch auf ...



    Nehmt Eure aktuelle Lektüre.

    Schlagt Seite 100 auf.

    Wie lautet der 3. Satz auf dieser Seite?


    Ist doch immer wieder spannend ...



    "Ich habe mich wohl in ihm gefühlt, und
    jetzt kommt ihr und erzählt mir, daß ich
    mich in einem Saustall wohl gefühlt habe."
    (Aus "Das geheime Brot" von JOHANNES MARIO SIMMEL)

    • 18
  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    winter-chill

    winter-chill

    06. October 2013 um 23:09

    Eigentlich mag ich die Bücher von Nick Hornby sehr gerne – weil er es wie kein anderer versteht mit viel Witz, Ironie und Charme über alltägliches zu erzählen. „High Fidelity“ – auch wenn mittlerweile als Kultbuch gehypt – hat mir allerdings nicht so zugesagt. In „High Fidelity“ wird die Geschichte von Rob erzählt, einem etwas nerdigen Musikliebhaber und Plattenladenbesitzer Mitte 30, der jüngst von seiner Freundin verlassen worden ist. Er versucht nun mit der Situation fertig zu werden und arbeitet im Zuge dessen auch seine vergangenen Beziehungsgeschichten auf. Im Grunde geht es in dem Roman um das Paarungsverhalten von Männern beziehungsweise um Beziehungskisten aus Männersicht. Anfangs fand ich das noch ganz unterhaltsam und auch interessant. Mit der Zeit fand ich die Geschichte aber zunehmend anstrengend und auch irgendwie belanglos. Der ironische Witz, den man von Hornby-Büchern sonst gewohnt ist, fehlt ein bisschen und ist nicht so ausgereift. Viele Stellen sind sehr langatmig und meist werden auch nur irgendwelche Bands und Musikalben aufgezählt. Ganz schlimm fand ich aber die Hauptfigur Rob. Der hat mich zum Teil echt genervt, wie er sich da in seinem Selbstmitleid suhlt, verbittert durch die Welt rennt und sich selbst für Dinge bedauert, die er selbst so verursacht hat. Irgendwie kann ich nicht ganz verstehen, was an dem Buch so toll sein soll. Die anderen Bücher von Hornby, die ich bisher gelesen habe, sind um Längen besser.

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  • Beziehungsunfähiger Musikjunkie versucht zu retten was noch zu retten ist

    High Fidelity
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. July 2013 um 07:11

    Rob ist 35 Jahre alt und seit neuestem wieder Single. Laura hat ihn verlassen und vergnügt sich jetzt mit dem überaus potenten Nachbarn. Auch egal, so hat Rob wenigstens genug Zeit endlich mal seine Plattensammlung neu zu sortieren. Denn Musik ist Robs Leben, besitzt er doch einen eigenen Plattenladen und beschäftigt sich sowieso den ganzen Tag mit nichts anderem. Aber nicht nur seiner Musiksammlung sondern auch seinem Liebesleben nimmt er sich bald an und zieht Résumé wie viele Beziehungen er in seinem Leben eigentlich schon verkorkst hat. Dabei beginnt er sich zu fragen ob es vielleicht mal an der Zeit wäre etwas nicht einfach in den Sand zu setzen, sondern darum zu kämpfen. Ich liebe Musik. Folglich hat mir dieses Buch ganz gut gefallen, auch wenn es nicht ganz meine Zeit und meinen Musikgeschmack getroffen hat. Rob ist ein cooler Typ der alles andere als perfekt ist, was ihn aber sehr sympatisch macht. Es gibt keine großen Überraschungen oder Höhepunkte, aber High Fidelity ist vom Anfang bis zum Ende ein solides Lesevergnügen.

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  • EIn kleiner Snack für Zwischendurch

    High Fidelity
    Linda-Odd

    Linda-Odd

    27. May 2013 um 17:00

    Ein "Klassiker" für zwischendurch. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive des männlichen Hauptdarstellers. Der Schreibstil ist 1A und lässt sich sehr flüssig lesen. Zu der Story: eigentlich ist es ein Fanboy Buch. Der Typ könnte ich in einem anderen Leben sein. Er interessiert sich für viele Sachen wie Kunst, Musik, Filme etc. Leider wird man da in unserer Gesellschaft schnell als "Nerd" abgestempelt, was für mich jedoch kein Problem darstellt. Man kann diese Geschichte gut für sich selbst als Zukunftsblick nehmen, denn seit Anfang der 90er hat sich in der Gesellschaft nicht viel getan. Man bekommt nach der Lektüre einen Vorgeschmack, wie man sein Fangirl-Life weiterführen kann oder auch nicht. Lustig zu lesen und deswegen gebe ich es gerne weiter.

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  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    BadPageTurner

    BadPageTurner

    13. November 2012 um 22:03

    Das nenn ich Leben! Immer am Limit (kein Geld), Musik (Plattenladen als Hobby), Frauen (Träume)

  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    Powderfinger

    Powderfinger

    22. September 2012 um 23:13

    Endlich ein Buch, in dem man sich als leidenschaftlicher Musikfan und Sammelfreak wiederfinden kann. Ähnlich wie bei Fever Pitch merkt man sofort, dass der Autor hier nicht zuletzt seine eigenen Leidenschaften beschreibt. Und das locker, ironisch und äußerst stilsicher. Ähnlich wie bei Nick Hornbys anderen Büchern nervt gegen Ende jedoch sein Drang, die Hauptfigur unbedingt erwachsen und vernünftig werden zu lassen. Wenn ich mich recht erinnere, ist Hornby ursprünglich Lehrer gewesen, was diese etwas onkelhaften Enden seiner Romane vielleicht erklären würde. Insgesamt aber ein angenehmes und reueloses Lesevergnügen, auch wenn ich persönlich die Musik der 60er erheblich cooler finde als die der 80er.

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  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    any572

    any572

    23. July 2012 um 01:14

    Wer gerne Musik hört....
    Wer gerne Platten kauft......
    Wer gerne in Erinnerungen (der 80er Jahre) schwelgt.....
    ist mit diesem Buch recht gut beraten.

  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    Holden

    Holden

    Ein Buch von Rockfans für Rockfans, so ziemlich das beste über Plattenfans und Plattenläden, sehr zu empfehlen.

    • 4
    Holden

    Holden

    16. May 2012 um 16:23
  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    awogfli

    awogfli

    12. March 2012 um 08:55

    Kaum einer kann einen Roman so genial eröffnen wie Nick Hornby. Der Leser wird gleich mit dem ersten Satz mitten in die Geschichte geworfen, schaut sich kurz um, kennt sich gleich aus und fühlt sich wohl. Das ist eine wunderbare Gabe, die der Autor hat. In High Fidelity geht es um einen Musikliebhaber, der in einer ausgewachsenen quarterlife-crisis steckt (sofern es das überhaupt gibt, denn für eine midlife-crisis ist er noch zu jung). Rob hat es mit 35 Jahren zu nichts gebracht, weder beziehungstechnisch noch beruflich, er ist nach der highschool in der Entwicklung irgendwie steckengeblieben, hat einen Plattenladen, kleidet sich noch immer so wie mit 18 und seine Freundin hat ihn gerade verlassen. In weinerlicher Manier versucht er zu ergründen, ab wann und wo sein Leben schiefgelaufen ist und welches der Mädchen, die ihm das Herz gebrochen haben, für seine Misere verantwortlich ist. Die Fehler bei sich selbst zu suchen, fällt ihm gar nicht ein, alle eigenen Verfehlungen in diesen Beziehungen werden vergraben und weggeschoben. Rob ist ein richtiges weinerliches selbstmitleidiges Arschloch, das sich in seiner eigenen Welt auch noch als Opfer anderer hochstilisiert. Sprachlich gut und humorvoll wird die Entwicklung von Rob geschildert, der irgendwann im Laufe des Romans dann doch noch auf eine linkische Art erwachsen wird und zumindest ein paar Erkenntnisse hat. Für mich als Frau ist die genaue Analyse dieser männliche Psyche zwar sehr interessant, aber ich kann den Kerl aufs Verrecken nicht leiden, da er mich sehr an ein paar solche Mehlwürmer, Suderanten, Versager erinnert, die anscheinend immer zu kurz gekommen sind, andere ständig für ihr Versagen verantwortlich machen und in ihrer Schwäche über andere Personen (hauptsächlich Frauen) hinwegtrampeln, ohne sich umzudrehen. Den Punkt Abzug gibt es vor allem deshalb, weil mir die Anspielungen auf Musiker und bestimmte Lieder im Roman wirklich zuviel sind. Wenn man kein ausgewiesener Spezialist auf diesem Gebiet ist, kann man nur die Hälfte der Hinweise auf Stimmungen und Analogien verstehen. Fazit sehr lesenswert - meiner Meinung nach aber fast mehr ein Männerbuch.

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  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    Nicki81

    Nicki81

    17. January 2012 um 16:01

    „Top 5 Trennungen, die wirklich weh getan haben.“ Rob sitzt vor dem Scherbenhaufen seiner Beziehung. Gerade hat sich Laura von ihm getrennt und er schaut zurück auf sein Leben und seine bisher gescheiterten Beziehungen. Eigentlich hat er nichts Besonderes erreicht in seinem Leben. Er war eine Zeit lang DJ und nach Schließung des Clubs hat er seinen eigenen Plattenladen eröffnet, der nicht besonders gut läuft. Sein Leben besteht aus der Musik, seiner Plattensammlung und Listen, jede Menge Listen. Freunde hat er nicht - nicht im eigentlichen Sinn. Denn seine Freunde sind nur Menschen, „deren Telefonnummer er nicht verloren hat.“ High Fidelity ist ein ruhiger Roman, der die leichten Töne erklingen lässt, die auch Robs Leben vermittelt. Eine Geschichte über einen durchschnittlichen Typen, mit durchschnittlichem Aussehen ohne besondere Begabung. Eine Geschichte über einen Mann, der auf der Suche ist nach Antworten und sich dabei auf den Weg macht, sich selbst zu finden. Eigentlich wie jemand, der jedem von uns in irgendeiner Weise schon einmal begegnet ist. Und manchmal verleitet es schon, ihn tröstend in den Arm nehmen zu wollen. Im nächsten Moment möchte man ihn einfach nur schütteln. Rob erzählt so wunderbar sarkastisch seine Geschichte, dass es eine Freude ist, ihm zu lauschen, verständnisvoll zu nicken oder vor Empörung aufzuschreien, um ihm den richtigen oder wenigstens einen anderen Weg zu zeigen. Ein wunderbares Buch über die Menschlichkeit, Musik und den Abgrund, der sich auftut, wenn eine Beziehung plötzlich in die Brüche geht. Trotz oder gerade wegen dieser leisen Klänge ertönen Hornbys Worte für mich in einem Orchester der Zufriedenheit.

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  • Frage zu "Zwei an einem Tag" von David Nicholls

    Zwei an einem Tag
    Papillion

    Papillion

    Hallo! Ich wollte mal fragen, ob mir jemand von euch tolle schöne Romane oder Dramen empfehlen kann, die nicht so kitschig sind, aber dennoch romantisch :)
    Ich habe hier schon mehrfach gelesen, dass "Zwei an einem Tag" toll sein soll. Würdet ihr mir das oder auch andere empfehlen? :)

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  • Rezension zu "High Fidelity" von Nick Hornby

    High Fidelity
    serpent

    serpent

    20. August 2011 um 10:58

    Rob wurde sitzen gelassen. Schon wieder. Wenn er sein Leben Revue passieren lässt, kommt es ihm so vor, als würde er immer sitzen gelassen werden. Seit seiner Jugend scheinen sich alle Frauen gegen ihn verschworen zu haben und lieber mit einem anderen Typen durch zu brennen, als bei ihm zu bleiben. Und so beginnt er sich zu fragen, ob die geballte Mittelmäßigkeit, die er in sich vereint, vielleicht doch nicht so ganz das Wahre ist. Er fragt sich, was da eigentlich immer schief läuft. Auf einer sehr musikalischen und etwas chaotischen Odyssee begibt er sich deshalb in seine Vergangenheit und versucht zu rekonstruieren, welche Eckpfeiler in seinem Beziehungsleben dafür gesorgt haben, dass er nun, Mitte Dreißig, wieder einmal alleine in seiner Wohnung sitzt, noch immer in dem kleinen Schallplattenladen arbeitet und ihm nichts anderes bleibt, als seine gigantische Schallplattensammlung neu zu ordnen. Ach ja, und irgendwo dazwischen möchte er auch Laura wieder für sich erobern. „High Fidelity“ ist ein heiteres, schräges Buch darüber, wie Männer erwachsen werden. Wie der Protagonist einen Tiefschlag nach dem anderen durchlebt und sich mit Hilfe einer Menge Musik und einer Reise in die Vergangenheit endlich darüber klar wird, was seine Zukunft noch für ihn bereit hält. Rob hält sich selber für extrem mittelmäßig. Er sieht nicht schlecht aus, aber auch nicht besonders toll. Er liest ab und zu, schaut Filme und geht ins Kino aber ein Experte ist er auf keinem der Gebiete. Wo er allerdings ein echter Experte ist, ist die Musik. Zunächst war es nur ein Hobby, dann hat er in einem Club als DJ gearbeitet und irgendwie ist er dann in seinem eigenen, kleinen Plattenladen gelandet, der mehr schlecht als recht läuft und wo seine beiden Mitarbeiter Dick und Barry ihm eigentlich einfach nur auf die Nerven gehen. Wenn man so liest, wie er sein Leben beschreibt, scheint er auf Sparflamme zu laufen. Hat nie zu Ende studiert, hat keine großen Ambitionen mehr und fristet sein Dasein einfach nur so ab – wenn auch mit einem guten Soundtrack im Hintergrund. Und wessen Schuld ist das? Robs Meinung nach die seiner Exfreundinnen, die ihm das Leben so richtig versaut haben. So lesen wir gleich auf den ersten Seiten die Liste derjenigen, die ihm am Schlimmsten zugesetzt haben: Alison Ashworth, Penny Hardwick, Jackie Allen, Charlie Nicholson und Sarah Kendrew. Seine jüngste Ex, Laura, steht nicht auf der Liste. Denn gerade genießt er noch seine neu errungen Freiheit. Immerhin kann er jetzt in der Wohnung rauchen wann er möchte, kann treffen, wen er möchte und immer wieder bei neuen Bekanntschaften das aufregende Gefühl der ersten Dates verspüren. Aber wirklich zufrieden ist er auch nicht, denn ansonsten würde er nicht alles daran setzten Laura wieder zurück zu bekommen. Dafür geht auch schon mal unkonventionelle Wege und stolpert zwischen Vergangenheitsrekonstruktion, Gegenwartsaffären und Ambitionen als Stalker so durch sein Leben. Mir hat dabei gut gefallen, wie ehrlich und ungeschönt Nick Hornby uns Leser in die Psyche seines Protagonisten schauen lässt. Bisweilen saß ich vor dem Buch, musste den Kopf schütteln, dabei etwas grinsen und habe doch nur gedacht: „typisch Mann!“. Denn Rob ist tatsächlich genau so, wie wir Frauen uns einen etwas verwirrten Mann Mitte Dreißig vorstellen. Zumindest einen, der noch nicht so genau weiß wo er eigentlich einmal hin will und was er noch so vom Leben erwarten kann. Und irgendwie ist dieses Bild auch wunderbar übertragbar auf so ziemlich alle Männer jeden Alters. Sex oder doch Liebe? Freiheit oder Beziehung? Marvin Gaye oder doch lieber Aretha Franklin? Manchmal tut es sogar etwas weh die Geschichte zu lesen. Denn frau möchte Rob in manchen Situationen am liebsten packen und durchschütteln, damit er sich mal zusammenreißt und eine klare Linie in sein Leben bringt. Umso irritierter war ich von Laura, der omnipräsenten jüngsten Ex. Warum will er sich eigentlich nicht an sie binden? Sie scheint ziemlich perfekt zu sein und auch wenn er darauf herumreitet, dass sie ihn hat sitzen lassen, muss ihm dennoch klar sein was er an ihr hatte – ansonsten würde er nicht zehn mal am Tag bei ihr anrufen. Das ist es dann auch, was mich an dem Buch etwas genervt hat. Vielleicht, weil ich mich einfach nicht in die männliche Psyche versetzen kann, oder weil Rob einfach wirklich etwas schwierig ist. Denn er jammert viel. Sehr viel. Alle sind so ungerecht zu ihm, er hat so wenig Selbstbewusstsein, er sitzt in seinem Plattenladen fest, und sowieso und überhaupt. Wären nicht die ganzen gemeinen Exfreundinnen gewesen, wäre er jetzt sicher nicht so verkorkst. Das wird auch nicht schlagartig besser, als er endlich beginnt über seine Vergangenheit nachzudenken. Denn was uns Lesern dann schon schnell klar ist, muss er sich erst mühevoll erarbeiten und versaut kurz vorm Ende beinahe noch einmal alles. Ebenfalls etwas schwierig fand ich die ganzen Anspielungen und Vergleiche auf diverse Musiker und ihre Stücke. Vermutlich muss man selber ein kleiner Musiksnob (oder zumindest -nerd) sein, um „High Fidelity“ in vollen Zügen genießen zu können, denn mir persönlich haben Vergleiche mit Chuck Berry, Marvin Gaye und Aretha Franklin nur ein unwissendes Schulterzucken abgerungen. Kenn ich nämlich alle nicht und habe absolut null Ahnung was für Musik die so gemacht haben. Natürlich versteht man die Geschichte auch ohne dieses Wissen aber ich komme nicht umhin das Gefühl zu haben, dass es mit einer gewissen Musikkenntnis doch noch einmal etwas Schöner gewesen wäre. Insgesamt ist „High Fidelity“ auf jeden Fall ein nettes Buch, das sich einmal mit der männlichen Seite in Beziehungen auseinander setzt und wunderbar erfrischend davon berichtet, wie man(n) erwachsen wird. Diese Impressionen, die man dort erhält, scheinen ein ums andere Mal tatsächlich genau ins Schwarze zu treffen und sind dadurch wirklich interessant. Vom Hocker gehauen hat mich das Buch allerdings nicht, da Rob mir viel zu wehleidig und anstrengend war. Man muss schon eine gehörige Portion Geduld mitbringen, wenn man ihn auf seinem Weg begleiten möchte. Und ja, vielleicht schadet ein guter Soundtrack im Hintergrund auch nicht.

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