Nick Hornby Juliet, Naked

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Inhaltsangabe zu „Juliet, Naked“ von Nick Hornby

'Juliet, Naked‹ ist so gut, so lustig und so schräg wie seine Vorgänger ›High Fidelity‹ oder ›About a Boy‹.' Brigitte
Nick Hornby tut das, was er am besten kann: Er schreibt über Musik und die Liebe und die Überraschungen, die das Leben für alle bereithält.
Tucker Crowe, ehemaliger Rockstar und Ikone einer kleinen Schar glühender Anhänger, lebt zurückgezogen in einer amerikanischen Kleinstadt. Seinetwegen stellt Annie im weit entfernten England ihre Beziehung zu Duncan in Frage … Tucker Crowe, der 1986 kurz vor einem Gig spurlos verschwand, kann kaum glauben, was er im Internet alles über sich lesen muss. Dort tauschen seine glühendsten Fans Informationen aus, nachdem sie alle Stätten seines Schaffens besucht haben, sie lesen seine Songtexte rückwärts und tun noch manch andere merkwürdige Dinge, um Hinweise auf seine Person und seinen Aufenthaltsort zu erhalten. Zu dieser leicht verblendeten Community gehört auch Duncan, der mit seiner Freundin Annie an der englischen Ostküste lebt. Annie hat sich nach 15 Jahren einigermaßen an seinen Spleen gewöhnt und lässt ihn gewähren, doch als dann plötzlich, welch eine Sensation!, ein neues Album von Crowe auf den Markt kommt, stellt sie eigenständig eine Kritik des neuen Albums ins Netz. Duncan ist entsetzt. Für ihn ist das der Beweis, wie ignorant Annie ist. Tucker Crowe himself wiederum fühlt sich zum ersten Mal verstanden, und er nimmt Kontakt zu Annie auf. Von der englischen Ostküste nach Amerika und wieder zurück führt diese Geschichte, in der zwei einsame Menschen ihr altes Leben satthaben und vor einem Neuanfang stehen.

Eines meiner Lieblingsbücher von Hornby.

— Turandotti

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    winter-chill

    17. August 2012 um 11:27

    Juliet, Naked ist viel. Ein Beziehungsroman, eine Geschichte über Erwachsene, die ihr Leben satt haben und sogar glauben, es vertan zu haben. Aber auch eine Geschichte über Leidenschaften, unerfüllte Träume und einen Neuanfang. Hornby setzt die Themen so brillant um, wie kaum ein anderer Autor. Er erzählt spritzig und leicht, mit wahnsinnig viel Witz und Charme und treibt dabei die Handlung zum Teil fast ins Absurde. Während das Buch allerdings wirklich grandios los geht, fällt es zur Mitte hin ein wenig ab – vor allem wegen ein paar zu vielen langen Seelenstrips und Beziehungsmonologen. Trotz allem ein gutes Buch, vor allem, weil man mehr als einmal das Gefühl hat, dass Hornby einen versteht.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Breumel

    22. June 2012 um 15:47

    Diese Buch ist eine Liebesgeschichte, aber nicht kitschig-romatisch, sondern augenzwinkernd-humorvoll! Ein Roman für Menschen jenseits der 30, die mal wieder bei einem netten Buch abschalten wollen. Nicht so anspruchsvoll wie 'A Long Way Down', aber das richtige Buch für laue Sommerabende. Komik entsteht vor allem durch das Absurde der Situationen, dass fängt schon im ersten Kapitel an, in dem ein Klo besichtigt wird und Annie sich fragt, ob sie jetzt allen Ernstes ihren Freund neben diesem Klo (des letzten dokumentierten Aufenthaltorts des untergetauchten Musikers Tocker) fotografieren soll (sie soll...). Die Entwicklung mag vorhersehbar sein, aber die Figuren sind liebenswert und ihren Weg zu verfolgen macht (mir) einfach Freude. Eines dieser Bücher, die man bedenkenlos einer Freundin in die Hand drücken kann, welche was Neues zu lesen sucht. Prima auch als 'Hornby für Einsteiger'!

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Bizz

    10. September 2011 um 16:53

    Frei nach dem Motto: Lese niemals den Erstling eines Autoren. Und wenn es geht schon gar nicht von einem, der als Gott verschrieen ist, habe ich mir also Juliet, Naked vom Krabbeltisch gezogen. Eine ausführliche Inhaltsangabe gab es bereits. Mr. Hornby dichtet seinen Figuren ein Leben in ihrem Kopf an. Wenn nur ein realer Mensch, so viel denken würde, wäre die Menschheit ausgestorben. Im ersten Teil des Buches findet kaum Interaktion statt, Hornby zeichnet nur die Gedankenströme seiner Figuren auf. Etwas, dass dem Leser ein etwas schwerfälliges Lesevergnügen beschert. In anderen Fällen, hätte ich das Buch aus der Hand gelegt und als Fehlkauf tituliert. Aber meine Mühen wurden dahingehend belohnt, dass sich Herr Hornby dazu entschließt, doch noch so etwas wie Handlung einzuflechten. Und damit kommt das Talent dieses Ausnahme-Schriftstellers zum tragen. Dass er am Schluss noch eine nette Lösung für alle parat hält, die zwar auch irgendwie zu erwarten war, aber immerhin noch amüsant und nachzuvollziehen, macht das Buch noch einen Tacken besser.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    AnnaChi

    07. August 2011 um 18:00

    Reicht das Buch auch nicht ganz an "About a boy" oder "A long way down" (meine Lieblings-Hornbys) heran, so ist es doch ein Muss für alle Hornby-Fans, Rockmusik-Liebhaber und Freunde feinsinnigen englischen Humors. Besonders gut gelungen ist der melancholische Grundzug der beiden Hauptfiguren und der Schluss, von dem ich hier nichts verrate.

  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Kerry

    07. August 2011 um 16:11

    Annie macht mit ihrem Freund Duncan eine Tour durch Amerika, doch nicht irgendeine Tour, es ist eine Tucker-Crowe-Pilgertour, denn Duncan ist ein glühender Anhänger dieses amerikanischen Singer-Songwriters aus den 80er-Jahren. Seit 15 Jahren muss sich Annie damit abfinden, dass Tucker Crowe zu ihrem Leben gehört, denn ohne Tucker Crowe kein Duncan. Zurück im beschaulichen Küstenort Gooleness in England hat der Alltag die beiden bald wieder eingeholt. Duncan unterrichtet wieder an der Universität und Annie arbeitet wieder als Kuratorin im örtlichen Heimat-Museum. Dann entschließt sich Annie die während ihres Urlaubes angefallene Post zu öffnen und entdeckt eine CD. Es ist eine neue Version des Albums Juliet und heißt Juliet, Naked. Mit Juliet hatte Tucker Crowe in den 80ern seinen größten Erfolg, bevor er sich 1986 schlagartig aus dem Geschäft zurückzog. Als Duncan nach Hause kommt und feststellen muss, dass Annie seine CD (als Erste!) hört, ist er außer sich. Er nimmt sich das Album und sperrt sich in sein Arbeitszimmer ein, um die Musik in Ruhe auf sich wirken zu lassen - und er ist begeistert. Als er Annie im Nachhinein zu ihrer Meinung des Albums fragt und sie ihm mitteilt, dass es ihr überhaupt nicht gefällt, ist er schockiert, denn für ihn ist es förmlich die Erfüllung. Kurze Zeit später stellt er eine euphorische Rezension zu dem Album ein. Annie hingegen setzt sich ebenfalls in schriftlicher Form mit dem Album auseinander; auch ihre Rezension wird später in das gleiche Forum online gestellt. Die Meinungen in diesem Forum sind gespalten, die einen mögen die neue Version, die anderen nicht. Einige Tage nach ihrer Rezension erhält Annie eine E-Mail von Tucker Crowe, der ihre Rezension gelesen hat und dieser nur voll und ganz zustimmen kann. Nach und nach entwickelt sich ein gegenseitiger E-Mail-Verkehr zwischen den Beiden. Duncan hingegen ist förmlich am Boden zerstört, dass er und Annie so unterschiedlicher Meinung sind. Wenn sie nicht einmal die Musik gemeinsam haben, was verbindet sie dann seit 15 Jahren? Als eine neue Kollegin an der Universität anfängt, beginnt Duncan mit ihr eine Affäre ... Bei diesem Roman handelt es sich um die Geschichte zweier Menschen, die schon lange mit ihrem Leben unzufrieden sind und nach und nach beginnen, sich ein neues, eigenständiges Leben aufzubauen. Sprachlich ist das Buch einfach gehalten, es ließ sich schnell und flüssig lesen, jedoch konnte ich mich mit keiner Figur dieses Buches anfreunden, in meinen Augen fehlte ihnen einfach die Tiefe.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. July 2011 um 21:34

    lets Rock again… Hornby kehrt zu seinen Lieblings-Themen zurück: Musik & Beziehungen!. In diesem Fall ergänzt um 'Eltern-sein' und den Irrungen & Wirrungen des Musik-Fan-Universums. Annie und Duncan, ein Paar in einer nordenglischen Kleinstatd, nähern sich der Midlife-Crisis. Annie trauert verpassten Chancen nach (Heirat, Kinder, Sex), während ihr Freund Duncan einem verschollenen Rock-Star (Tucker Crow) nachstellt. Ausgerechnet dieser Ex-Rocker führt die Beiden in die Krise... Nach 'Slam' haben die Hauptpersonen etwa wieder Hornby's Alter und Probleme erreicht. Nebenebei tobt er sich über Internet-Blogger, Fan-Interpretationen, Erziehung, Nord-England und Musiker-Karierren an sich aus. Auch wenn es (wieder) nicht an seine größten Veröffentlichungen (High Fidelity, About a boy und Fever Pitch) heranreicht, bleiben seine Bücher immer noch große Vergnügen.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    -Moony-

    20. May 2011 um 14:47

    Ein mittelaltes Paar aus einem englischen Nest führt eine eher weniger befriedigende Beziehung,sie fühlt die biologische Uhr immer lauter,und er geht völlig auf in seiner Bewunderung für einen amerikanischen Songwriter aus den achtzigern namens Tucker Crowe,der vor langer Zeit untergetaucht ist. Seit der Erfindung des Internets findet jedes Interesse auch Gleichgesinnte,so ist er hauptsächlich damit beschäftigt,mit Gleichgesinnten alles über Tucker Crowes Leben besser zu wissen und den wildesten Gerüchten Glauben zu schenken. Als er ein altes Demotape mit Crowes Rohfassungen seines einzigen Achtungserfolge findet,lobt er es im Netz in den Himmel. Annie,seine Lebensabschnittsgefährtin findet diese Lobhudelei so überzogen,dass sie auch eine Kritik schreibt,wohlwollend aber objektiv. Und der echte Tucker(der seine Fans für abgedrehte Spinner hält)antwortet ihr.Dies führt natürlich zu einigen Komplikationen. Nick Hornby ist älter geworden,seine Protagonisten sind keine jungen Männer mehr sondern befinden sich in der Lebensmitte. Über die zwanghafte Beschäftigung mit Musik kann er so gut schreiben wie kein anderer.Was mich ein bisschen nachdenkllich stimmt,ist dass weder Fan noch der Musiker ein halbwegs befriedigendes Erwachsenenleben führen.Eigentlich sind es 50jährige die die innere Reife von Teenagern haben.Man könnte fast meinen eine ganze Generation weigert sich mit Händen und Füssen erwachsen zu werden.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Peersonne

    15. May 2011 um 22:59

    Nick Hornby wiederholt erneut sein Erfolgskonzept: Ein katastrophales Beziehungsleben führt zur Midlife Crisis und klärt sich durch pointierte Dialoge, interessante Musikbezüge und moralisch aufbauende und doch nicht zu platt wirkende Reflektionen schließlich doch mehr oder weniger auf. Das enthält einige interessante Reflektionen zur Rocksubkultur, musikalischer Überinterpretation und dem heutzutage obligatorischen Seitenblick zum Internet und liest sich dank seines gewohnten Schreibstils auch sehr nett. Wer bereits mehrere Hornby-Bücher kennt, entdeckt aber auch wenig mehr als grundsolide moderne Belletristik für Zwischendurch. Wer Hornby noch nicht gelesen hat, greift als Musikliebhaber dann doch lieber zu "High Fidelity" oder für Beziehungsgeschichten zu "About a boy."

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Keksisbaby

    23. March 2011 um 20:50

    Duncan ist glühender Anhänger des Musikers Tucker Crowe. Der seine Karriere praktisch über Nacht vor vierundzwanzig Jahren an den Nagel gehangen hat und den eine kleine Fangemeinde gottähnlich anbetet. Sie nennen sich Crowologen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, jeden auch noch so versteckten Sinn in den Liedern des letzten Tucker Albums „Juliet“ herauszulesen und jeden auch noch so kleinen Aspekts seines Lebens zu beleuchten. Als die Rohversion der Songs zu einem neuen Album zusammengestellt wird, herrscht große Aufregung innerhalb der Community. Nur Annie, Duncans Freundin, kann sich der Euphorie die diese Version hervorruft nicht anschließen und veröffentlicht eine eigene, wenig schmeichelhafte Kritik auf der Internetfanseite. Der häuslich gewordene Altrocker fühlt sich zum ersten Mal verstanden und beginnt regen E-Mail-Kontakt zu Annie. Sie debattieren über verschwendete Lebenszeit, ihre kaputten Beziehungen und dem unglamourösen Alltag und als Tucker überraschend nach London kommt, hegt Annie die Hoffnung dass sich daraus vielleicht doch etwas mehr als entwickeln könnte, als eine Freundschaft. Für mich ist dieses Buch eine feinfühlige Geschichte über Menschen die meinen, Jahre ihres Lebens verschwendet zu haben, die dann aber jemandem begegnen, der ihnen vor Augen führt, das es auch eine andere Sichtweise auf die Dinge gibt. Kunst liegt halt immer auch im Auge des Betrachters und was dem einen Kunst heißt, für den anderen Krempel sein kann. Nick Hornby gelingt es schräge Charaktere zum Leben zu erwecken, in denen man sich aber auch ein Stück weit widerfindet. Er lässt sie Situationen durchleben, die sie scheinbar emotional unberührt zurücklassen und doch vollzieht sich in ihnen ein Erkenntnisprozess, eine Wandlung die nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich ist. Die Liebesgeschichte um Annie und Tucker kommt ohne Kitsch und Happy End aus. Sie gewinnt dadurch sogar an Glaubhaftigkeit. Gerade weil der bekehrte Musiker eben nicht von seiner Muse geküsst zu neuen Höhenflügen ansetzt und mit seiner Angebeteten in den Sonnenuntergang entschwindet. Es geht um die Frage, was man mit seinem Leben anfängt und ob man nicht doch Dinge die man bereut, aus einer anderen Perspektive betrachten sollte. Am meisten mochte ich den unverwechselbaren britischen Charme und Humor mit dem Nick Hornby alle seine Geschichten bereichert, aber die sind nicht unbedingt jedermanns Fall.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    BlurOasis

    29. January 2011 um 21:49

    Ein wirklich schönes Buch,nach dem ich wirklich Lust hatte,Tucker Crowes Musik zu hören.
    Aber der gute Nick hat hier kein Buch über einen alternden Möchtegern-Bob Dylan geschrieben,sondern einen Roman über das Leben in Beziehungen,welches er hier unvergleichlich gut beschreibt.

  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    wolkenbruch

    19. December 2010 um 11:47

    "Juliet, Naked" ist nach "About a Boy" der zweite Roman, den ich von Nick Hornby lese und hat mir an sich gut gefallen. Der Roman spielt zwischen den USA und der britischen Ostküste und beschreibt das Kennenlernen zweier Personen, die über irgendwie absurde Umstände zueinander finden. So streift Hornby zahlreiche Motive und Probleme, mit denen sich ein Jeder heute herumschlägt: Trennungsängste und Einsamkeit, Eltern-Kind-Beziehungen, die Endlichkeit des Lebens und die Angst, weniger aus seinem Leben zu machen als einem lieb ist. Der Roman liest sich sehr flüssig und zieht den Leser in einen Sog, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Weiterempfehlen würde ich es eigentlich jedem, bevorzugt aber Liebhabern der Pop- und Rockmusik aus den 70er und 80er Jahren. Bei der Bewertung fehlt dem Roman leider noch das gewisse Etwas, das ihn von anderen durchschnittlich guten Büchern abhebt, daher: 4 von 5 Sternchen.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    TA_Wegberg

    02. December 2010 um 15:10

    Nick Hornby, wie man ihn kennt und liebt! Eine witzige Geschichte, umwerfend plastisch beschriebene Figuren mit all ihren Ecken und Kanten, menschliche Schwächen, kleine Lügen, viel Musik und Popkultur. Wunderbar! Man spürt genau, wie sehr Hornby seine Protagonisten liebt, und diese Liebe überträgt sich auf den Leser.

  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    libri

    14. October 2010 um 13:45

    Ein Buch das mich absolut überzeugt hat. Thema, Geschichte, Ideen, Sprache. Das Buch hatte sicherlich einige witzige Ideen - die Pilgerfahrt, die Gespräche mit Cat, der kleine Jackson ... - handelte aber überwiegend über Sinn und Zweck von Beziehungen, Erfolgen und Stillstand. Mir hat gerade die Situation von Annie sehr gut gefallen und konnte mich vielen Gedankengängen zurückfinden. Für mich persönlich der beste Hornby !

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    zimmer

    23. September 2010 um 11:10

    Der Enddreißiger Duncan ist zugleich das Beste und Schlimmste, was der Musikindustrie passieren kann: Superfan. Er kennt jedes Detail, jedes Gerücht, jede Theorie und kann auf jedweder, illegaler Liveaufnahme die feinen Nuancen in der Stimmung seines Idols Tucker Crowe bestimmen. Man könnte sagen, er kennt Tucker Crowe besser, als dieser sich selbst. Noch schlimmer: In Zeiten der digitalen Meinungsverbreitung hat Duncan weitere „Crowologen“ gefunden, mit denen er sich austauschen und fachsimpeln kann. Hauptleidende ist Annie, Tuckers Beinahe-Frau. Die beiden führen mehr oder weniger eine Zweckbeziehung, die allerdings trotz all der gesellschaftlichen Sicherheit ihren Reiz verloren hat. Sollte sie jemals welchen besessen haben. Nun, zumindest findet Annie das Crowe-Album „Juliet“ erstaunlich. Als die Plattenfirma auf die glorreiche Idee kommt, die ursprünglichen Demoaufnahmen unter dem Titel „Juliet, Naked“ zu veröffentlichen (die Beatles lassen grüßen), wird die schon brüchige Verbindung Duncan-Annie schwer auf die Probe gestellt: Wie kann ein solches Meisterwerk (laut Duncan) denn so gar nicht bei Annie ankommen? Und wie erdreistet sie sich, in Duncans Webforum direkt nach seiner Lobeshymne einen derartigen Verriss zu schreiben? Ein Verriss, der vor allem einer Person äußerst gut gefällt: Tucker Crowe selbst, der sich daraufhin per E-Mail bei ihr bedankt und der Fanwelt seit über 20 Jahren Abstinenz sein erstes Lebenszeichen gibt. Schon auf den ersten Seiten lässt Nick Hornby wieder sein unglaubliches Wissen über die Musikindustrie und die Fanwelt auf höchstironische Art und Weise spielen. Wenn er im legendären „High Fidelity“ noch eine eindrucksvolle Einsicht in die Welt des Plattensammlers gegeben hat, versucht er nun in „Juliet, Naked“ die Leute zur charakterisieren, die nicht nur massig Platten besitze, sondern vor allem von einer bestimmten Platte eine Menge. Man kann ja nie genug Variationen seiner Lieblingsscheibe haben. Ich gestehe, ich gehöre dazu: Die 120 Led Zeppelin Tonträger in meinem Schrank unterscheiden sich auch oft nur im Detail, aber hey, auf dieses Detail kommt es immerhin an. Und wenn ich bei „One Night in Paris“ nicht sofort an einen Hobbyschmuddelstreifen mit der Hilton Tochter denke, sondern eher an ein äußerst gelungenen Zep-Mitschnitt aus dem französischen Radio Anno 1971, wer kann es mir verdenken? Hornby nimmt also die ganze Welt der Superfans aufs Korn, nicht böse-bissig, sondern verständnisvoll und mit britischer Nonchalance auf eine Art „Das ist halt so“. Dabei werden vor allem auch die Möglichkeiten, die es seit dem Einzug des Internets gibt nicht ausgelassen, und so mancher Onlinerezensent könnte sich vielleicht den einen oder anderen Gedankenstoß aus dem Roman holen. Von Rezensionsportalen wie „Amazon“ ganz zu schweigen. Doch wie immer bei Nick Hornby bietet dieses Umfeld nur den Rahmen, um fein gezeichnete Charaktere und deren Alltagsschwierigkeiten und Beziehungsprobleme genauer zu beleuchten. Hat er bei „About a boy“ und „High Fidelity“ noch von den großen Jungs gesprochen, die ihre Mühe mit dem Erwachsenwerden hatten, zeigt er hier vor allem Leute, die im Erwachsensein allesamt gescheitert sind. Was bringen gesellschaftliche Formen und Pflichten, wenn man am Ende ohne Antrieb, Motivation und Liebe auskommen muss. Gerade Tucker Crowe ist nicht nur wunderbares Beispiel für dieses Los, sondern auch gleichzeitig Katalysator für die Erkenntnis bei Annie und Duncan zugleich, und das jeweils auf seine eigene Art. Und wie sollte es auch anders sein, wo die Erwachsenen scheitern, haben die Kids bei Hornby ganz klar die Nase vorn: Tuckers Sohn Jackson ist nicht nur clever und goldig, sondern hat auch die nötige Weitsicht, die der Protagonistentruppe fehlt. Der aktuelle Hornby liefert alles, was ich von einem seiner Bücher erwarte: Pointierte und humorvolle Betrachtungen der Popkultur, auch als Zeitdokument, sowie tiefgehende Psychogramme der Allerweltspersonen, die mit ihrem Leben und ihren Beziehungen auf Kriegsfuß stehen. Zum Lachen und zum Lernen. „High Fidelity“ hat mich in den letzten zehn Jahren begleitet, gut möglich, dass „Juliet, Naked“ das in den kommenden zehn machen wird.

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  • Rezension zu "Juliet, Naked" von Nick Hornby

    Juliet, Naked

    Kathrin.Ri

    Annie und ihr Freund Duncan reisen in die USA, um den Spuren von Duncans großen Idol, dem seit viel Jahren untergetauchten Rockstar Tucker Crowe, zu Folgen. Schnell ist die Reise auch, zur Freude von Annie, vorbei und sie haben ein Päcken von Crowes Plattenfirma in der Post. Dieses beinhaltet eine Bootleg-Cd des Albums "Juliet", Tuckers größten Erfolg. Als Duncan eine Besprechung des bisher unveröffentlichten Albums "Juliet, naked" in ein Forum stellt und hoch lobt, tut Annie es ihm gleich und schreibt ebenfalls eine Rezension, die jedoch schlecht ausfällt. Prompt hat bekommt sie eine eMail von einem Mann, der, wie sich hinterher herausstellt, Tucker Crowe selbst ist. Die Wege des Pärchens trennen sich und Annie führt weiterhin eine eMail-Bekanntschaft mit Tucker. Als dieser ihm auf einmal anbietet, sie in England zu besuchen, gerät alles um sie herum ins Wanken und eine amüsante (Liebes-)Geschichte nimmt ihren lauf. Dieser Teil von N. Hornby ist nun mein mittlerweile fünfter im Regal. Gekauft wurde er, weil auf der Rückseite versichert wird, dass dieser genau so toll sei wie "About a Boy" oder "High Fidelity". Da ich diese beiden Bücher liebe, musste "Juliet, naked" mir gehören.. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Story hat absolute alltaugstauglichkeit und man kann sich gut solch ein Pärchen, wie Annie und Duncan es sind, in der Nachbarschaft vorstellen. Hornby schreibt mit viel Wortwitz (Zitat S. 261, Tucker: "Wäre dieses Gespräch ein Prophet, dann wäre es einer dieser schaurigen Typen aus dem alten Testament, nicht das liebe Jesulein, das milde Lamm Gottes") und vor allem, lässt sich das Geschriebene sehr flüssig lesen. Hin und wieder musste ich mir wirklich das Lachen vergleichen, da manche Situationen einfach zu gut dargestellt werden. Man kann sich gut in Annie hineinversetzen, die mit Duncan einiges durchgemacht haben muss und dadruch wohl etwas abgestumpft ist. Duncan wiederum ist der absolute Tucker Crowe-Fan und man weiß ja sicherlich noch aus der Jugendzeit, okay, Duncan ist glaube ende dreißig, wie es ist, wenn man einen Star verehrt. Tucker ist auf der einen Seite der liebevolle Vater seines Sohnes Jackson, und auf der anderen Seite der Ex-Rockstar, dem die Vergangenheit so ziemliich nach hängt und fertig macht. Verdammt herzzerreißend ist wohl auch sein Sohn Jackson, dem man schon allein vom Lesen ständig in die Wange knuffen will, weil er einfach so kindlich naiv ist. Hornby hat mich wieder mal mit seinem Stil überzeugt und bleibt auf jeden Fall in der Hitlist meiner Lieblingsautoren.

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    • 2

    zimmer

    23. September 2010 um 10:59
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