Nick McDonell Der dritte Bruder

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Inhaltsangabe zu „Der dritte Bruder“ von Nick McDonell

»Wie kann es sein, dass jemand in diesem Alter so berührend schreiben kann?« taz. Nach dem furiosen Erfolg von »Zwölf«, das sich allein in Deutschland über 250.000 Mal verkaufte, erscheint der zweite Roman des heute 22-jährigen Autors. Mike hat Glück: Seine Eltern besitzen ein Ferienhaus in Long Island, berühmte Freunde gehen ein und aus, ihm wurde die beste Schulbildung zuteil, und sein älterer Bruder Lyle beschützte ihn, wenn ihre Eltern mal wieder stritten. Im Jahr 2001 macht Mike ein Volontariat bei einer Zeitung in Hongkong, von wo aus er nach Bangkok geschickt wird, um dort über die Backpacker-Szene zu schreiben und um einen Journalisten zu finden, der untergetaucht ist. Bangkok fasziniert ihn – trotz der Exzesse und der Gewalt, die ihm begegnen. Doch als ihn die Nachricht vom Tod seiner Eltern erreicht, fährt Mike zurück in die USA, um seinem Bruder beizustehen, der Wahnvorstellungen hat und glaubt, dass an allem ein dritter Bruder schuld sei. Dann passiert der amerikanische Alptraum, und während das World Trade Center brennt, begibt sich Mike auf die Suche nach Lyle, der gleich neben den Twin Towers wohnt, um ihn zu retten. »McDonell, der im Alter von 17 mit seinem Roman ›Zwölf‹ Furore machte, hat ein überzeugendes und von Herzen kommendes zweites Buch geschrieben. Fesselnd, mit unauslöschlichen Szenen und einem Helden, um den man sich sorgt.« Kirkus Review »Der Autor benutzt Sprache mit einer minimalistischen und eleganten Präzision. Er schreibt meisterhaft über die genaue Dynamik von sozialer Klasse, Einsamkeit und spirituellem Verfall und ist ein genauer Beobachter sowohl des mörderischen Sparring als auch der Konflikte, die subtil genug sind, um keine Narben zu hinterlassen.« The New York Times »Gedrosselt wie ein guter Film … und doch mitreißend.« Boston Phoenix
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  • Rezension zu "Der dritte Bruder" von Nick McDonell

    Der dritte Bruder

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:10

    Nick McDonell hat bewiesen, dass er kein “One-Hit-Wonder” ist. Der dritte Bruder ist eine außergewöhnliche Geschichte über die Bedeutung von Familie und über die Tragödien des Lebens.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/06/der-dritte-bruder-buch/

  • Rezension zu "Der dritte Bruder" von Nick McDonell

    Der dritte Bruder

    lovely_ann

    06. March 2011 um 14:00

    Der Ich-erzähler Mike ist ein verwöhnter Sohn reicher Eltern, mit Haus auf Long Island, behütet aufgewachsen mit seinem Bruder Lyle. Beste Schulbildung, gute Beziehungen und eine nach Außen intakte Familie. Mit seinem Praktikum in Hong Kong bei einem Freund seines Vaters entzieht sich Mike nur scheinbar dem familiären Korsett und auch ein Ausflug nach Bangkok wirft ihn immer wieder in die alten Beziehungen seines Vaters zurück. Eine familiäre Katastrophe ruft ihn nach New York zurück. Die familiäre Idylle ist vollends zerstört. Mike kümmert sich um seinen Bruder Lyle. Und als am 11. September die Flugzeuge ins World Trade Center einschlagen macht er sich auf nach Downtown zu seinem Bruder der in der Nachbarschaft wohnt. Soweit die Handlung... Es war schon schwer eine Inhaltsangabe zu schreiben, so vollgestopft mit ausbaufähigen Stories, so überladen ist das Buch. Und das ist meiner Meinung nach das Problem. Ich frage mich immer noch, welche Geschichte der Autor erzählen wollte: die, des übersättigen Wohlstandsjünglings, der sich unter all den Gleichgesinnten im exotischen Bangkok tummelt, auf der Suche nach dem nächsten Rausch, dem nächsten Kick, dem nächsten Abgrund? Oder die der nach außen intakten, angesehenen, wohlständigen Familie mit Landsitz auf Long Island, die aber innerlich total verfault und morsch ist? Oder die Verzweiflung des 11. September, die für viele ein dramatischer Höhepunkt war? Und das sind noch lange nicht alle Geschichten, die der Autor anfängt, umspannt und auch wieder fallen lässt. Und das alles auf gerade mal knapp 270 Seiten. Mir sind es zu viele Stricke und irgendwie bleibt der schale Nachgeschmack, daß die Beiläufigkeit, in der der 11. September abgehandelt wird, auch dem nicht gerecht werden kann. Gefallen hat mir die klare Sprache, gefallen hat mir die Familiengeschichte und die kurzen, knappen Kapitel mit vielen Zeitwechseln, die die Geschichte sehr dynamisch macht. Ansonsten ist, glaube ich, mein Fazit: weniger wäre mehr gewesen - und hätte dem Buch genutzt. Schade!

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  • Rezension zu "Der dritte Bruder" von Nick McDonell

    Der dritte Bruder

    Holden

    30. November 2010 um 15:52

    McDonnells Zweitwerk, schwächer als "Zwölf", aber immer noch sehr gut (soll der "Spiegel" doch schreiben, was er will).

  • Rezension zu "Der dritte Bruder" von Nick McDonell

    Der dritte Bruder

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2010 um 13:18

    Hmm, ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll, und ich weiß auch überhaupt nicht so recht, was ich über das Buch sagen soll. Hauptperson des Buches ist Mike. Es gibt mehrere Zeitebenen. Im ersten Teil ist der junge Erwachsene Mike in Bangkok, wo er eine Backpacker-Reportage über junge Drogen-Touristen schreiben soll. In Rückblenden erfährt der Leser über Mikes Vergangenheit, über die wohlhabende, aber doch zerrüttete Familie von Mike. Der zweite Teil, etwa ein Jahr später, spielt in New York City. Mike ist am 11. September 2001 auf dem Weg nach Süd-Manhatten, um seinen Bruder zu suchen. Im kurzen dritten Teil setzt sich Mike mit den Verlusten in seinem Leben auseinander. Dieser dritte Teil ist als Ich-Erzählung geschrieben. Dass mich der Roman total gelangweilt hat, kann ich eigentlich nicht sagen. Es war schon teilweise unterhaltsam. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, es gäbe kaum Handlung, der Text würde mir nicht viel sagen, oder aber vielleicht habe ich auch einfach die entscheidende Aussage nicht mitbekommen. Irgendwie ganz nett, aber trotzdem nicht mein Fall!

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  • Rezension zu "Der dritte Bruder" von Nick McDonell

    Der dritte Bruder

    Saari

    17. July 2008 um 23:45

    Kennt ihr das auch? Man klappt ein Buch zu, denkt darüber nach - was hat mir gefallen, was nicht - und dann recherchiert man noch ein wenig im Internet, einfach um zu sehen, was andere darüber dachten - und dann stellt man vielleicht fest, dass es von der Kritik verrissen wurde und man liest sich durch, was den Rezensenten missfiel - und dann kommt es einem manchmal sogar ganz richtig vor, was da kritisiert wurde - und man hat plötzlich einen ganz anderen Blick und ändert seine Meinung. Genauso erging es mir bei Der dritte Bruder. Fairerweise sei zu erwähnen, dass es mich schon anfangs nicht direkt umgehauen hat - es schleppte sich dahin und alles hatte einen Hauch von Ödnis und ich fragte mich, wohin das Ganze noch führen sollte. Dann wurde es mit einem Mal spannend und sehr poetisch und ich las und las und las und fieberte mit, war erschüttert und gebannt - so lange, bis sich in den letzten Zügen des Romans Mitleid einstellte, Mitleid mit dem traurigen Helden Mike, der seine Eltern und seinen Bruder verlor und nun einsam durch sein Leben trottet. Trotz der kleinen "Defizite", die ich in diesem Roman zu erkennen glaubte, blieb es immer noch ein Buch, das mich beeindruckt hat und ich musste mich nicht über vergeudete Lesezeit beschweren. Und dann machte ich den Fehler (oder war es Glück?), im Internet nachzulesen. Gleich, ob amerikanisch oder deutsch, fast alle verrissen diesen Roman. Jedoch gab es Unterschiede. Während die Deutschen sich über "übergoßen Symbolgehalt" und "Plastiktütenpoesie" erbosten, ist den meisten zuwider, dass Nick McDonell als Rahmenhandlung für den zweiten Teil dieses Romans den 11.September 2001 und das damit verbundene Unglück wählte - laut Kritikern allerdings völlig nutzlos und nur als Showeffekt. Und was soll ich sagen - sie haben Recht. Leider. Und alle haben auch Recht damit, wenn sie davon sprechen, dass dieser Roman zu viele Geschichten auf einmal erzählen will und diese dann oft auch klischeebeladen sind. Hiermit will ich jedoch keinem davon abraten, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Jeder sollte immer selbst für sich entscheiden, was ihm gefällt und was nicht - das sollte ich vielleicht auch mir zu Herzen nehmen und beim nächsten Mal darauf verzichten, nach dem Lesen eines Buches noch unzählige Kritiken und Rezensionen zu lesen, die mir dann im Nachhinein meinen Blick trüben und mich beeinflussen.

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