Nick Stone Todesritual

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Inhaltsangabe zu „Todesritual“ von Nick Stone

Grausame Todesfälle, dunkle Magie und ein Geheimbund auf Kuba – Max Mingus ermittelt

Der ehemalige Detective Max Mingus arbeitet inzwischen als Privatermittler. Er ist verbittert und desillusioniert, denn alle Fälle, die an ihn herangetragen werden, sind schmierige Ehescheidungen. Bis zu dem Tag, an dem sein ehemaliger Chef auf brutale Weise ermordet wird. Max findet Beweise, dass eine frühere Aktivistin der „Black Power“-Bewegung ein sehr starkes Mordmotiv hatte – jedoch ist diese seit Jahren auf Kuba untergetaucht. Und so begibt sich Max in eine gefährliche Welt der dunklen Magie, des Verrats und des Todes ...

Nicht so gut Wie "Voodoo" aber noch sehr lesenswert.

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    Todesritual

    Stefan83

    28. October 2012 um 15:32

    Wenn „Endlich“ das erste Wort ist, welches einem nach Zuklappen des Buches durch den Kopf geht, spricht das eigentlich nie für die Qualität des soeben Gelesenen. Und auch „Todesritual“, der dritte Roman um den Privatermittler Max Mingus, macht da keine Ausnahme. Nach dem überaus gelungenen „Voodoo“ und dem diabolisch-düsteren „Der Totenmeister“ fällt Nick Stones neuestes Werk in allen Belangen erheblich ab. Über die gesamte Distanz von fast 580 Seiten wirkt es beinahe so, als hätte man da einen lustlosen Autoren mühsam zum Schreiben prügeln müssen, derart fad und dröge plätschert der Plot dahin, den diesmal selbst die bildreichen Landschaftsschreibungen vom Inselstaat Kuba nicht retten können. Mingus, der in den 80ern als Cop Miamis Schattenwelt mit skrupelloser, harter Hand aufgeräumt und dabei selbst vor Beweisfälschung, Mord und Zeugeneinschüchterung nicht Halt gemacht hat, ist ein alter, gebrochener Mann geworden. Sein in „Voodoo“ erworbenes Drogengeld ist dahin, seine Frau tot, der Lebensmut verschwunden. Und fast scheint es so, als wäre es seinem Schöpfer ähnlich ergangen. Wie sonst lässt sich diese fehlende Dramatik, diese gänzliche Abwesenheit vom Tempo oder gar einem Spannungsbogen anders erklären? Anfangs noch wohlwollend, bald zunehmend gelangweilt und irgendwann nur noch genervt folgt man Mingus' „Ermittlungen“ auf Castros Kuba, das Stone zwar plastisch zum Leben erwecken weiß, welches aber der schläfrig im ersten Gang dahin schlummernden Handlung auch keine höheren Drehzahlen geben kann. Unglaublich wie man hier eine einstmals interessante Persönlichkeit wie Max Mingus, dessen düstere Vergangenheit soviel Potenzial für eine große Geschichte geboten hätte (James Lee Burke macht es vor), auf solch leichtfertige Weise „verbrennt“ und der bis hierhin so aussichtsreichen Reihe jeglichen Reiz nimmt. Habe ich noch zuvor über das anders gestaltete Cover von „Todesritual“ bei Goldmann die Nase gerümpft, bin ich nun beinahe froh, dass man eine Zugehörigkeit zu den beiden Vorgängern nicht gleich optisch erkennen kann, die sowohl stilistisch als auch inhaltlich in einer ganz anderen Liga spielen und deren passende Vorlage Stone schlichtweg ungenutzt lässt. Was bleibt ist ein Private-Eye-Thriller, der zwar in Gerüst und Aufbau noch an z.B. „Voodoo“ erinnert, nie aber diese beklemmende Atmosphäre erzeugen kann, welche mich damals dazu gebracht hat, hastig über die Schulter zu gucken und die Seiten schneller zu blättern. Das Mitfiebern, mitleiden, mithoffen - es findet hier schlicht nicht statt. Die Figuren, ihre Ängst und Träume, sie berühren nicht. Und an diesem Punkt, dieser mangelnden Intensität, scheitert „Todesritual“. Nick Stones Geschichte über den verbitterten, desillusionierten Ermittler hebelt sich selbst aus, weil dem Leser das Schicksal des Helden genauso egal ist, wie der letztliche Ausgang seiner Reise. Wie diese dann endet, passt zum Gesamtbild des Romans. Nick Stone greift tief in die Mottenkiste, um das Finale mit künstlicher Dramatik zu würzen und setzt dem ideenlosen Gesamtbild das Krönchen auf. Weitere Fortsetzungen sind nicht ausgeschlossen. Es bleibt zu hoffen, dass Stone wieder zurück in die Spur findet und sich auf seine alten Stärken besinnt. Ansonsten sehe ich auch hier die Gefahr, dass Max Mingus im Mainstream-Allerlei versumpfen wird. Ein Schicksal, dass diese so facettenreiche Figur, deren Weg ich zuvor so gern mitverfolgt habe, nicht verdient hätte. Insgesamt ist „Todesritual“ für mich schon jetzt eine der großen Enttäuschungen des Jahres 2012. Kein handwerklich schlechter Roman, aber ein graues, sich müde dahinschleppendes Werk ohne Höhen, das man sich angesichts der so großen, besseren Konkurrenz in diesem Genre einfach mal sparen kann.

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