Nick Stone Voodoo

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Inhaltsangabe zu „Voodoo“ von Nick Stone

Schwarze Magie und verschwundene Kinder vor der Kulisse des geheimnisvollen Haiti

Es ist ein Auftrag, den Privatdetektiv Max Mingus nicht ablehnen kann: Zehn Millionen Dollar bietet ihm der Milliardär Allain Carver, wenn Max dessen Sohn findet. Von dem kleinen Charlie fehlt seit über drei Jahren jede Spur, und er ist nicht das einzige Kind, das auf Haiti verschwunden ist. In dem Land des Voodoo und der schwarzen Magie kursieren zahllose Geschichten über die mythische Figur des Mr. Clarinet, der seit dem 18. Jahrhundert Kinder auf der Insel stehlen soll. Doch die Wahrheit ist weit schockierender als die Legende – und die Gefahr zu kennen, heißt nicht, dass man den Morgen erleben wird …

Als bester Thriller des Jahres mit dem Steel Dagger ausgezeichnet.

Sehr spannender Thriller über einen ex Polizisten der einen vermissten Jungen aufspüren soll. Klasse geschrieben, Gänsehaut pur.

— funny1

Beeindruckend. Trotz des großen Umfangs in wenigen Tagen verschlungen.

— inverted_repeat

Trotz der vielen Seiten hatte ich das Gefühl, dass kaum etwas passiert ist...langatmig, durchschnittlich

— tinkervanny

Voodoofeeling in Haiti ;)

— Pat82

...spannender und sehr fesselnder amerikanischer Thriller!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Interessanter Thriller, der durch den Voodoo-Hintergrund einen mystischen Touch bekommt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Den Anfang des Buches fand ich jetzt nicht soooo toll. Aber so langsam nimmt es Fahrt auf. Super :) Ich bin gespannt.

— sabrinacremer

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  • Ein Buch mit einigen Längen und viel ungenutztem Potential..

    Voodoo

    Meiky

    09. May 2016 um 13:23

    Mit Voodoo habe ich mal wieder ein ziemlich altes Buch von meinem SuB befreit. Ich hatte mir ein spannendes Buch mit wildem Voodoo-Zauber gewünscht, aber leider ein Buch mit viel Längen erhalten.  Der Autor hat sich viel Zeit genommen, um in die Geschichte und die Eigenheiten des Hauptcharakters einzuführen. Max wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und erhält einen spannenden Auftrag. Als Ex-Polizist und ehemaliger Detektiv hat Max nicht nur Erfahrungen, sondern auch einige Beziehungen. Diese kommen ihm zu Gute, als er nach Haiti gerufen wird, um ein schon lange verschwundenen kleinen Jungen zu suchen. Hierbei kommt er mit den verschiedenen Machtstrukturen von Haiti und dem Voodoo in Kontakt. Letzteres kam mir in der Geschichte leider viel zu kurz. Ich hätte mir viel mehr Informationen zum Voodoo und auch mehr mysteriöse Gegebenheiten gewünscht. Dafür hat der Autor manchmal 30 Seiten am Stück die Umgebung beschrieben, was mir persönlich viel zu lang war. Gegen Ende des Buches wurde es zwar ziemlich spannend, aber die Lösung des Falls lief mir viel zu rund. Da waren plötzlich Erkenntnis, die für mich nicht nachvollziehbar waren, oder Verdächtige, die plötzlich alles auspacken. Dafür hat mir der Spielort Haiti wirklich gut gefallen. Die Einblicke in die Slums und da Leben dort waren sehr interessant. Der Schreibstil des Autors war für mich anfangs sehr anstrengend und ich bin nur schwer reingekommen. Irgendwann habe ich mich aber daran gewöhnt. Leider gab es auch immer wieder uninteressante Passagen und Längen, die nicht gerade zum Weiterlesen motiviert haben. Insgesamt hatte das Buch auf jeden Fall Potential, dass leider nicht genutzt wurde.

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  • Voodoo

    Voodoo

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. August 2014 um 16:00

    Auszug: „Eines sollte ich noch erwähnen”, sagte Carver zum Schluss. „Die Aufgabe ist nicht ganz ungefährlich. Sagen wir eher – sehr gefährlich.” „Soll heißen?”, fragte Max. „Ihre Vorgänger sind … Es ist nicht gut für sie gelaufen.” „Sie sind tot?” Carver schwieg einen Augenblick. Sein Gesicht war fahl geworden. „NEIN. NICHT TOT, VIEL SCHLIMMER.” Diese kurze Passage steht für das ganze Buch, das als bester Thriller des Jahres 2006 mit dem Steel Dagger ausgezeichnet wurde. Spannung bis zum Umfallen.

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  • Ich war sehr positiv überrascht ....

    Voodoo

    marion_gallus

    Max Mingus hat seinen Polizeijob bereits vor Jahren aufgegeben. Er hat danach als sehr erfolgreicher Privatermittler gearbeitet. Seine Erfolgsquote war phänomenal. Doch dann hat Max etwas getan, dass ihn für einige Jahre ins Gefängnis gebracht hat. Während er dort einsaß hat er das wichtigste in seinem Leben verloren. Seine Frau Sandra starb bei einem Autounfall, alle Pläne für nach seiner Entlassung waren dahin. Die Liebe seines Lebens … fort. Bereits während der letzten Zeit im Gefängnis versucht ein haitianischer Milliardär namens Allain Carver Max für einen Auftrag zu gewinnen. Er schreibt regelmäßig Briefe ins Gefängnis, die Max ignoriert. Carver ruft ihn an, Max legt sofort auf. Doch der reiche Ausländer gibt nicht auf. Als Max nach seiner Entlassung zunächst in ein Hotel geht, weil er es nicht ertragen kann, schon nach Hause zu gehen, wo nichts außer Erinnerungen auf ihn wartet, erhält er erneut einen Anruf von Allain Carver. Und diesesmal hört Max ihn an. Carver erzählt im, dass sein 2-jähriger Sohn Charlie vor zwei Jahren verschwand. Er bietet Max Mingus eine Unsumme an Dollars an, wenn er den Auftrag übernimmt, seinen Sohn aufzuspüren. Nach einiger Bedenkzeit nimmt Max Mingus den Auftrag an. In erster Linie nicht wegen des Geldes, eher um eine Aufgabe zu haben. Die Sache hat jedoch einen Haken: bereits zwei Ermittler vor Max haben versucht, den Jungen zu finden. Der eine ist spurlos verschwunden, der andere lebt zwar noch, ist aber nicht mehr ganz er selbst. Trotzdem fliegt Max Mingus nach Haiti, einem Land, in dem es Voodoo und schwarze Magie gibt und wo die Legende des Ton Ton Clarinette umgeht: seit etwa 200 Jahren soll er Kinder stehlen. Auf Haiti angekommen, lernt Max den Patriarchen des Carver Imperiums kennen. Gustav Carver, ein Mann mit einer sehr starken, dominanten Ausstrahlung, vor der selbst der Sohn Allain klein wirkt. Max bekommt das Gästehaus der Carvers für seinen Aufenthalt zur Verfügung gestellt und beginnt seine Suche nach dem verschwundenen kleinen Erben des Carver Imperiums. Dabei stößt Max auf viele dunkle, verzwickte Geheimnisse, begibt sich in Gefahrensituationen, lässt sich jedoch durch nichts abschrecken. Was hat er schon zu verlieren …. *** Der Roman wurde mich von einer Kollegin empfohlen, die selbst gerne Thriller liest. Sie sagte mir, dass ich das Buch unbedingt lesen soll, weil es mir garantiert gefalle. Ich war mehr als positiv überrascht, auch wenn mich ihre Informationen zum Buch schon angesprochen haben und der Klappentext mich danach noch neugieriger gemacht hat. Dennoch hatte ich so eine gute, sehr geschickt ausgeklügelte Geschichte nicht erwartet. Fange ich mit dem Protagonisten Max Mingus an: ein Ex-Bulle, total normal, traurig über den Verlust seiner Frau, kein Macho, kein Draufgänger, kein Witzereisser, kein arroganter und geschniegelter Kerl, sondern einfach nur ein stinknormaler Typ, der früher hervorragende Arbeit geleistet hat, bis er den letzten Fall etwas zu „emotional“ zu Ende gebracht hat. Er war mir von Anfang an sympathisch. Die weiteren Figuren der Handlung sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet. Ich kann nicht auf einzelne Personen eingehen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Jedoch sind die Entwicklungen der jeweiligen Charaktere gut umgesetzt und für den Leser sind einige Überraschungen vorhanden. Eine Szene, grausam und brutal geschrieben, ist so gut erklärt, dass sie für mich als Leserin absolut nachvollziehbar war. Hier hat der Autor dem Charakter wirklich gute Worte in den Mund gelegt. Der Schreibstil ist nicht sonderlich gehoben, jedoch sehr bildhaft und die Sprache ist nicht zu umgangssprachlich. Der Autor schafft es innerhalb der gesamten Handlung eine besondere ruhige, angenehme Stimmung zu schaffen und diese auch zu halten. Die Spannung ist durchweg gegeben, es britzelt auch in dramatischen Momenten, jedoch wechselt die Handlung nie ins reißerische. Auch die krasseren Szenen, die innerhalb der Handlung sehr wohl vorkommen, lassen die ruhige Stimmung nicht schwinden. Der Titel „Voodoo“ lässt vermuten, dass der Roman überwiegend von diesen Ritualen und schwarzer oder dunkler Magie handelt. Ich hatte an etwas wie den Film „Angel Heart“ gedacht. Dem ist aber überhaupt nicht so. Sicher werden diese Bereiche innerhalb der Handlung gestriffen jedoch sind sie eher nebensächlich und ergänzend für die Geschichte interessant. Es werden also weder ständig Hühner geköpft oder deren Klauen genutzt. Auch das Ende des Romans hat mich überzeugt und mir gut gefallen, es gab sogar noch eine kleine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte, die aber richtig gut war. Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen spannenden, fesselnden, gut aufgebauten Thriller, der trotz der Dramatik und stellenweisen Heftigkeit durchgehend eine angenehme und ruhige Stimmung beibehält. Der Spannungsbogen ist gut durchdacht und hält sich die gesamte Geschichte hindurch; die Charaktere sind gut ausgearbeitet, glaubhaft und lebensecht dargestellt. Hier gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung. © Buchwelten 2013

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    • 2

    Arun

    19. July 2014 um 19:36
  • Viel Spannung, relativ wenig Vodoo

    Voodoo

    Virginy

    Max war früher Privatdetektiv, davor Polizist, doch dann geschah etwas, das sein Leben veränderte. Die Tochter von Freunden wurde entführt und er ermittelte. Nach 1 1/2 Jahren fand er die Leiche, die kleine wurde brutal gequält und Max wollte nur noch eins, Rache. Für den dreifachen Mord landete er für einige Jahre im Knast, in dieser Zeit verunglückte auch noch seine geliebte Frau tödlich. Kurzum, Max hat nichts mehr zu verlieren und so nimmt er nach seiner Entlassung und einigem Zögern doch den Job an, den Allain Carter ihm anbietet, zumal die Bezahlung überdurchschnittlich gut ist. Die Carters sind eine der einflußreichsten Familien auf Haiti, vor 2 Jahren verschwand ihr damals 3-jähriger Sohn. Man geht von Entführung aus oder von Mord, denn Kinderseelen sind wertvoll für Vodoo. Was auch immer, Max soll herausfinden, was mit Charlie passiert ist und kann dann als reicher Mann zurück nach Hause fliegen. Oder eben nicht, denn seinen Vorgängern ist es nicht besonders gut ergangen, 2 sind tot, und der 3., ein Detektiv der massig Geld scheffelte und den er schon immer verachtete, haust inzwischen in einem heruntergekommenem Wohnwagen und trägt Erwachsenenwindeln. Alles in allem also keine besonders verlockenden Aussichten... Ich bin zufällig in der Bibliothek auf das Buch gestoßen und hatte dem Titel nach eigentlich etwas eher mystisches erwartet. Ja, es gibt Vodoo in dem Buch, aber darum geht es nicht vordergründig. Eher darum, was Geld und die Gier nach Geld aus Menschen machen kann, das die auf den ersten Blick Guten eben nicht die Guten sein müssen und man sogar mit einem Drogenbaron so etwas wie Sympathie empfinden kann, so ging es mir zumindest. Wer vor hat, irgendwann mal eine Reise nach Haiti zu unternehmen, sollte besser die Finger davon lassen, mich jedenfalls zieht es nach den Beschreibungen nicht dahin^^ Für alle anderen, unbedingt lesen...

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    • 2

    Arun

    11. July 2014 um 18:48
  • guter Plot

    Voodoo

    blueberry7

    25. October 2013 um 15:14

    Guter Plot in einer gefährlichen haitianischen Umgebung............

  • Eine liebevolle Zusammenfassung einer Hölle auf Erden

    Voodoo

    simonfun

    13. May 2013 um 21:27

    Das Buch wurde bisher hinreichend und gut rezensiert. Ich fand die Geschichte faszinierend, komplex und Klebstoff produzierend. Ich konnte das Buch selten einfach so aus der Hand legen. Wie auch immer - lesenswert!

  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    samea

    03. October 2012 um 20:37

    Spannendes Buch mit einem etwas irreführendem Titel. Wer bei dem Krimi Voodoo ein Buch mit dem Schwerpunkt auf die Praxis des Voodoo erwartet, wird schwer enttäuscht werden. Dieser Ritus ist im Buch eher ein Randphänomen. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Krimi auf dem exotisch-mystischen Hintergrund Haitis. Sozialpolitisch kritische Fragen werden in diesem Buch durchaus angesprochen, ohne dass es schulmeisternd wirkt oder der Spannung schadet. Obwohl es um Kindesentführung geht, weicht dieser Roman wohltuhend vom allgemeinem Strickmuster dieses Genres ab. Es gibt immer wieder interessante und unerwartete Wendungen. Besonders gut haben mir die ausgefeilten, jedoch nicht langatmigen Darstellungen der einzelnen Charaktere gefallen. Ein spannendes, manchmal brutales Buch, dass sich sehr gut lesen lässt und mich gefesselt hat. Eine absolute Leseempfehlung und ein Autor, von dem ich gerne mehr lesen möchte.

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  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    Buecher-Wahn-Sinn

    27. August 2012 um 15:09

    Als Max Mingus aus dem Gefängnis entlassen wird, hat er nichts mehr wofür sich das Leben lohnt. Seine Frau ist während seines Gefängnisaufenthalts gestorben. Der ehemalige Polizist und Privatdetektiv kann die gewohnte Umgebung seines Eigenheims nicht ertragen und zieht es vor, sich in einem Hotel niederzulassen. Mit Hilfe eines Auftrags, in dem er das Verschwinden eines Kindes einer der einflussreichsten Familien Haitis aufklären soll, gelingt es ihm sich vorübergehend seiner Vergangenheit zu entziehen. Für mich hat diese Geschichten Höhen und Tiefen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass es gar kein Ende nimmt. Die aufgebaute Spannung ebbte teilweise durch etwas langatmige Passagen deutlich wieder ab, um dann kurzzeitig wieder anzusteigen. Beeindruckt war ich allerdings davon, wie der Autor mit den liebevollen Seiten der "bösen Jungs" gespielt hat und dem Leser diese Charaktere dadurch näher gebracht hat.

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  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    lipophil

    08. August 2012 um 22:46

    In Haiti verschwinden Kinder spurlos. Man weiß nur, wer daran beteiligt ist: Ton ton Clarinette. Laut einer alten Sage soll er der Clarinettenspieler einer Armeetruppe gewesen sein, der bei der grausamen Tötung seiner Truppe durch den Gegner weiter spielen musste. Trotz des Titels ist das schön fast alles, was dieses Buch an "voodoo" zu bieten hat. Max Mingus wird als Detektiv engagiert, den verschwundenen Enkel einer mächtigen Familie in Haiti wieder zu finden. Er ist fremd auf der Insel, weiß nicht wem er vertrauen kann und wie er den Jungen wirklich finden kann. In der Folge geht es um Kidnapping, Kinderhandel, das Ausnutzen von Aberglauben und Religion, aber auch um eine Familientragödie, ausgelöst durch einen selbstherrlichen Patriarchen. Das Buch ist spannend geschrieben, man erlebt so manch eine Wandlung der Protagonisten und kann ihre Motive und Beweggründe gut nachfolziehen. Das ermöglicht es dem Leser, mit zu raten ohne dass der Roman zu vorhersehbar oder das Ende konstruiert wirkt. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.

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  • Haiti-Hardboiled mit Flair

    Voodoo

    Stefan83

    21. November 2011 um 07:57

    Um es gleich vorneweg zu sagen: Wer bei dem reißerischen Titel "Voodoo" an Mystery- und Okkult-Elemente denkt, dem sei gleich gesagt, dass er so gut wie nichts von dem in Nick Stones Debütroman vorfinden wird. Auch der Klappentext, der einen reißerischen, blutigen Plot im Stile eines Grangé erwarten lässt, führt in die Irre und macht einmal mehr die Unfähigkeit gewisser Verlage deutlich, ein Buch auch passend zum Inhalt richtig zu vermarkten. Und "Voodoo" hätte eine bessere Werbung durchaus verdient gehabt. Autor Nick Stone, dessen Mutter selbst aus Haiti stammt, hat mit diesem erstklassig recherchierten Buch nicht nur einen beeindruckenden Erstling vorgelegt, sondern gleichzeitig die Milieustudie eines der ärmsten Länder der Welt gezeichnet, welche den Finger tief in die Wunde der westlichen Haltung des Wegschauens legt. Hier wird eine Geschichte erzählt und nicht, wie so oft bei vergleichbaren Werken, einfach abgehandelt. "Voodoo" überzeugt von Seite eins an mit einem erfrisch eigenständigen Stil, knallharter, schonungsloser Sprache und einem Protagonisten, zu dem man, trotz eines mittlerweile austauschbaren Lebenslaufs (Frau gestorben, Alkohohlprobleme, gestürzter Held), auf Anhieb eine gefühlsmäßige Verbindung herstellt. Woran das liegt? Max Mingus ist nicht das perfektionierte Gute, kurzum glaubhaft und echt. Überhaupt sind die moralischen Grenzen in Voodoo" teilweise bis zur Unkenntlichkeit verschwommen, denn selbst das Böse hat hier viele Facetten. So ist es nicht verwunderlich, dass man plötzlich die Verhaltensweisen eines Drogenbarons nachvollziehen und im selben Moment für eine Gruppe indischer UN-Truppen nichts als Verachtung empfinden kann. Besagte Szene hat mich übrigens bei der Lektüre im Sessel winden lassen, so plastisch hat Stone sie geschildert. Obwohl das Buch mit mehr als 600 Seiten durchaus an Umfang hat, ist jede einzelne Seite derart inhaltsreich, dass sich Langeweile partout nicht einstellen will. Dies ist bewundernswert, zumal "Voodoo" nicht im eigentlichen Sinne eines Thrillers spannend ist. Stone findet vielmehr Worte, die es unmöglich machen den Blick auch nur eine Sekunde von den Seiten zu wenden. Allein die bildreiche Sprache hat mich streckenweise derart in den Bann gezogen, dass ich meinte die haitianische Sonne, die Hitze des Asphalts spüren zu können. Das Ende bietet dann (ich fühlte mich an Deaver erinnert) noch ein, zwei Wendungen, die zusätzlich für Gänsehaut beim Leser sorgen. Insgesamt ist "Voodoo" samt Autor Nick Stone für mich die Entdeckung des Jahres 2007 in diesem Genre. Ein exotischer, realistischer, bwegender Thriller mit viel Tiefgang und einer Message, der die erhaltenen Auszeichnungen mehr als verdient hat. Auf den zweiten Band, welcher zeitlich vor Voodoo" angesiedelt ist, darf gespannt gewartet werden.

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  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    Pashtun Valley Leader Commander

    19. August 2011 um 11:04

    Lockendes Fernes Schwarzes Haiti -oder- black meat and stupid white men Schade um das schöne Geld!!!! Der obligatorische private Eye mit Alkoholproblem und in unserem speziellen Fall wegen eines einem Dreifachmord an Jugendlichen vorbestraft (und verbüsst) philosophiert sich pseudoexistentialistisch durch das Haiti der neunziger Jahre um ein vor Jahren entführtes Kind wiederzufinden. Neben der Pinguingeschichte (weißer Mann und schwarze Frau) werden eigentlich alles Klischees bedient, die wir über das Haiti der Ära Babydoc mit uns herumschleppen. Immer wieder wird die Frage nach dem Sinn staatlicher Ordnung am Beispiel der haitianischen Elendssiedlungen gespiegelt. Vodoo kommat eher am Rande vor und ist die Blaupause für eine -durch unseren netten guten Bullen sic- verhinderte Massenvergewaltigung.... Kurz und (un)gut: So stelle ich mir einen Debutroman von Jean Christophe Grange auf Viagra und Poppers vor. @ausserdem gibt es auf Seite 250 einen Satzfehler, schämt Euch Lektoren!

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  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    vormi

    10. June 2011 um 16:10

    Ein sehr interessantes und spannendes Buch, leider etwas wenig Informationen zu der Religion Voodoo, dafür sehr viele Einzelheiten über Haiti und das Leben dort.
    Die Story hat mir ganz gut gefallen, hatte aber auch seine Längen.

  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    Sonoris

    24. January 2011 um 22:26

    Nach ca. 100 Seiten abgebrochen! Verbrechererjagd, Gewalt und Voodoo darauf scheint der Autor einen Schwerpunkt gelegt zu haben, was mir zu wenig ist. Hinzu kommt, dass mich weder Haiti noch Voodoo interessieren. Da der Autor die Geschichte aber weitestgehend - zumindest auf den ersten 100 Seiten - spannend aufgebaut hat, möchte ich nicht nur einen Stern vergeben, dass wird dem Buch bestimmt nicht gerecht. Darum gebe ich mal zwei Sterne.

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  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    Janitoria

    01. November 2010 um 20:43

    Man erfährt viel über Haiti, das Leben und die Leute dort und das hat mir gut gefallen. Ich finde keineswegs, dass die Suche nach dem Jungen in den Hintergrund gerät. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und nicht immer nur gut oder böse, es gibt auch Zwischenstufen. Ein paar Stellen waren mir dann aber doch etwas zu langgezogen, da hätte man ein bisschen kürzen können.

  • Rezension zu "Voodoo" von Nick Stone

    Voodoo

    Haferkeks

    15. October 2010 um 16:19

    Spannende Gesichte, die einem den Schauplatz sehr bildhaft vorstellen lässt.

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