Nick Thacker

 4,6 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor*in von DER AMAZONAS-CODE, DER ENIGMA-VIRUS und weiteren Büchern.

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Neue Rezensionen zu Nick Thacker

Welches Artefakt denn nun?

Eine rasante Story rund um das Mysterium Atlantis und sein unschätzbares Wissen, was wohl doch nicht verloren scheint.


Inhalt:

Harvey Bennett und sein CSO-Team erreicht ein Hilferuf von Sarah Lindgren. Eine Archäologin, die sich in der Fachwelt aber erst noch einen Namen machen muss. – Während sie auf Feldforschung war, wurde ihr Vater entführt und sie befürchtet, dass das noch nicht alles gewesen ist und eine wesentlich größere Sache dahinter steht.

Harvey Bennett und sein Team machen sich an die Ermittlungen, die sie auf die Spuren des sagenumwobenen Atlantis und seiner Bewohner führen. Allerdings stellt sich dieses Atlantis nicht als das viel gepriesene Paradies dar, sondern als eine Gegend bei Santorin, der berühmen griechischen Insel.

Als auch Sarah während der Untersuchungen entführt wird, begibt sich das Team nach Ägypten, landet bei seinen Ermittlungen unter der Sphinx und in der Welt einer extremistischen Gruppierung, die von einer Frau angeführt wird, deren Großvater ein großer Nazi war. – Die Experimente mit dem Gas gehen weiter, bringen aber nicht den gewünschten Erfolg für die Frau.


Mein Leseerlebnis:

Dieses Buch hat gleich zu Anfang erst einmal mit einem wirklich sehr seltsamen Anschlag auf eine Museumseröffnung begonnen. Gleich von Anfang an wurden mir Namen um die Ohren geschmissen, die ich vorher mit noch überhaupt keinem der bisherigen Charaktere in Zusammenhang bringen konnte. – Ging ja auch nicht, da das alles Personen waren, die gerade auf diesem Empfang im Museum zu besuch waren und von denen ich somit das erste Mal etwas hörte. – So unbekannt mir diese Personen aber auch waren, so war von Anfang an ein Unterton in der Handlung, der mich auf noch größere Ereignisse hoffen liesen.

Dann ging es aber erst einmal zu einer Archäologin, von der mir die ganze Zeit nicht ganz klar war, ob sie nun schon einen Abschluss hatte, oder ob sie ihn erst noch machen musste. Klar war jedenfalls, dass sie durch ihren bekannten Vater mächtig unter Zugzwang stand und irgendwelche brillanten Forschungsergebnisse vorlegen wollte und musste. – Dazu kam es aber nicht, denn da wurde ihr Vater entführt.

Völlig zusammenhanglos konnte man dann den Geschehnissen rund um den Vater folgen, der in eine unterirdische Kammer verschleppt wurde, wo er zwar als gefangener angesehen wurde, es jedoch noch vergleichsweise gut hatte.

Die Frau, welche hier wohl das Sagen hatte, schien mir jedenfalls nicht ganz dicht. Die ganze Zeit führte sie an wehrlosen Menschen irgendwelche Prüfungen durch, von denen sie sich etwas erhoffte, was aber die ganze Zeit nicht so wirklich klar war und wirklich erst zum Ende aufgeklärt wurde.

Harvey Bennett und sein Team kommen recht spät in die Handlung und sind vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie können die Bitte der Archäologin vom Anfang nicht wirklich ablehnen, weil diese für gerade ein Teammitglied alles andere als eine Fremde ist. Allerdings wurde die Handlung mit Beginn der Ermittlungen für mich dann doch ziemlich abstrus und verwirrend. Ich habe die ganze Zeit überlegt, was denn genau jetzt das atlantische Artefakt sein soll, von dem im Titel die Rede ist. Und wo und was genau Atlantis denn nun ist.

In jedem Fall führt die Handlung dann nach Ägypten zum Giseh-Platou, wo unter der Sphinx ein Hohlraum ist, von dem man wohl weiß, dessen genaue Erforschung man wohl aber unbedingt verhindern will. Außerdem hat sich inzwischen auch ein ziemlich zwielichtiger Typ von Interpol eingemischt und es ist nicht wirklich klar, welche Absichten der Typ denn nun hat.

So interessant die Story auch hätte sein können, hat sich mich in diesem Fall nicht wirklich zu einhundert Prozent gekriegt. Dazu hätte es, meiner Meinung nach, mehr Erklärungen bedeutet, was es denn nun genau mit dieser wahnsinnig wirkenden Frau auf sich hat und was das für eine Glocke sein soll, von der hier ständig die Rede war. - Ja, zum Schluss wurde da wirklich einiges noch aufgeklärt, aber da war es für mich leider schon zu spät. Die Handlung hatte ihre Faszination für mich leider verloren und ich habe wirklich nur noch gelesen, um sagen zu können, dass ich das gelesen habe.


Fazit:

Eine faszinierende Grundstory mit einer wirklich interessanten Theorie, was unter der Sphinx sein könnte. – Fakt ist ja mal, dass weder ihre Bedeutung noch ob etwas in oder unter ihr ist, bis heute nicht wirklich geklärt ist. Das Geschehen unter diesem monumentalen Bauwerk konnte ich mir jedenfalls in Teilen wirklich sehr gut vorstellen.

Die Dinge mit der Prüfung und dem Gas in den Gaskammern zu einschlägigen Zeiten in Verbindung zu bringen, fand ich dann jetzt doch ziemlich makaber. Da hätte man einiges mit einer genaueren Erklärung innerhalb der Handlung herausholen können.

Bennett und sein Team legen die gewohnte Action an den Tag und ziehen ihr Ding durch. Sie geraten durch Interpol wohl ziemlich in Bedrängnis, was man aber ebenfalls besser hätte herausarbeiten können. Somit haben sich für mich hier lediglich sinnlose Kampfszenen vor meinem geistigen Auge abgespielt.

Alles in allem konnte mich das Buch nicht so wirklich abholen. Da habe ich von Bennett schon weitaus bessere Bücher gehabt. Ich möchte aber hier anerkennen, dass geschichtliche Ereignisse hier stellenweise in einen ziemlich interessanten anderen Zusammenhang gebracht worden sind.


Ich kann dieses Buch nicht wirklich zu hundert Prozent empfehlen. Nick Thacker hat schon weitaus bessere Bennett-Bücher abgeliefert als dieses hier. Allerdings könnte man das Buch auch außerhalb der chronologischen Reihenfolge lesen, weil jede Story für sich ein abgeschlossener Auftrag ist und alles Nötige noch einmal erklärt wird.

Sind nachwachsende Gliedmaßen das Paradies?

Spannend, kurzweilig und sehr unterhaltsam. – Schlag auf Schlag in Richtung Finale.


Inhalt: Ein zurückgezogen und isoliert lebender Eingeborenenstamm wird grausam gefangen genommen und verschleppt. Niemand bleibt übrig.

Harvey Bennett und seine Verlobte befinden sich im Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff. Diese Ruhe wird aber jäh unterbrochen, als ein Kollege auf dem Schiff auftaucht und die beiden davon informiert, dass sie einen Einsatz in einer Ferienanlage mitten im Atlantik haben. – Nach einem vorehelichen Ehestreit macht sich die Truppe auf den Weg in dieses Resort.

Ein schwimmendes Hotel, mitten auf dem Atlantik. Darunter, verborgen vor den Augen der Gäste, finden fortschrittliche und unheimliche Experimente an genau den Menschen statt, die entführt worden sind, ohne dass sie jemand vermisst hat. – Das Hotel und der Hotelbesitzer stellen sich als eine tödliche Falle für die Teilnehmer des Kommandos heraus und Ben und seine Freunde müssen sich aus einer wirklich lebensgefährlichen Lage befreien.

Die Forschungen, welche hier durchgeführt werden, stellen Fluch und Segen für die Menschheit da. Wie wäre es, wenn man verlorene Gliedmaßen einfach nachwachsen lassen könnte. Das würde Möglichkeiten in der Medizin eröffnen, die wirklich nicht von schlechten Eltern sind. Fakt ist aber, dass die Forschungen dazu alles andere als menschenwürdig sind. -Hier muss eingeschritten werden.


Mein Leseerlebnis:

Schon der Einstieg in das Buch ist dahingehend spannend, da der Leser quasi in dem Moment dabei ist, wie ein Junge von anderen Menschen entführt wird. Die Situation ist deswegen so verwirrend, weil von Anfang an klar ist, dass dieser Junge, aus dessen Sicht das alles erzählt ist, kein normaler Junge in den USA ist. Man merkt deutlich, dass er in einer sehr eigenen Lebensgemeinschaft lebt und die ganze Situation definitiv nicht „normal“ ist.

Und schon schwenkt die Handlung auf Harvey Bennett und seine Verlobte um, die gerade auf einem Kreuzfahrtschiff etwas Urlaub machen. – Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir Harvey nicht auf so einem gediegenen Luxusdampfer vorstellen. Dafür ist er mir nicht als der Typ erschienen, der so etwas genießt. Und es wird schnell klar, dass er sich für seine Verlobte stark zusammenreißt. – Der Streit, der bei Abruf zum nächsten Einsatz entsteht, war für mich in jedem Fall hochgradig nachvollziehbar.

Der Einsatz selber entpuppt sich zu einer hochgradig interessanten Mischung aus Faszination und Unglauben. Die Hotelanlage, das Konzept und der Luxus waren für mich schon irgendwie faszinierend. Ich mache als Hotelier scheinbar normalen, aber zahlungskräftigen Kunden die unterseeische Welt sichtbar. Ich sorge dafür, dass sie etwas lernen können, wenn sie wollen, gleichzeitig aber auch den Luxus eins All Inclusive-Urlaubs genießen können.

Es wäre aber kein Bennett-Roman, wenn an der Sache nicht auch irgendetwas faul wäre. Und genau das taucht auf, als die Damen ins Labor vordringen, weil sie sich über einen seltsamen Besuch eines Mannes an ihrem Hotelzimmer näher informieren wollen. Es tauchen wirklich grausame Menschenexperimente aus der Versenkung auf. Es wird klar, warum die „Probanden“ am Anfang als Subjekte bezeichnet werden. Es wird klar, warum gerade die Menschen entführt worden sind, die enführt wurden und es wird klar, warum die Forschung im Verborgenen stattfinden muss. Eine jede Ethikkommission würde hier alles einreisen, was nicht nied- und nagelfest ist.

Die Handlung schraubt sich zu einem hochgradig spanenden und lebensgefährlichen Finale hoch, in dem es noch einmal um alles geht. Dazugestoßene Charaktere, die irgendwie dazu gehörten, müssen ihr Leben lassen und doch ist am Ende nicht klar, ob jetzt hier das Genie oder der Wahnsinn gewonnen haben.


Fazit:

Den Zusammenhang zum „Paradiesschlüssel“ habe ich hier leider nicht gefunden. Es sei denn, man fasst es als das Paradies auf, dass entfernte Gliedmaßen nachwachsen können und somit keine Prothese mehr von Nöten ist.

Die Handlung war von Anfang an spannend und hat mich wirklich gut fesseln können. Es war schlau, nicht gleich mit der kompletten Breitseite raus zu kommen, was in diesem actiongeladenen Thriller so alles noch ans Tageslicht kommen sollte. – In jedem Fall war dieser Band von Thema her mal greifbarer für mich, als der vierte Band dieser Reihe. Hier war ich fasziniert, habe mich von Anfang an gefragt, was die Entführung sollte und wie das alles zusammenhängt.

Die Charakere, die ich bisher schon kannte, sind ihrem Stil und ihren Überzeugungen auf jeden Fall treu geblieben und haben so ein recht rundes Gesamtbild abgegeben.


Ich kann allen Thrillerfans dieses Buch nur wärmstens an Herz legen. Auch wenn es Teil einer Reihe ist, kann man es auch sehr gut außerhalb der chronologischen Reihenfolge lesen. Das macht dem Inhalt nichts und auch an Unterhaltungswert geht nichts verloren.

Wer war Thomas Jefferson wirklich?

Eine gefährliche Jagd nach einem Geheimnis, gegen eine gefährliche und menschenverachtende Organisation.


Inhalt: Ein historischer Mord, der die Welt erschüttert hat und jetzt, 200 Jahr später wieder brandaktuell wird. Eine Gruppe, die seinerzeit nur im Kleinen und Verborgenen wirkte, wächst jetzt zu einem mächtigen und nicht zu unterschätzenden Gegner heran und droht die Menschheit in den Untergang zu bringen.

Harvey Bennett ist inzwischen verlobt, lässt seine kleine Hütte im Wald zu einem Hauptquartier für sich und seine Mitstreiter ausbauen und fühlt sich dabei nicht immer so wohl. Gemeinsam mit seiner Verlobten und seinen neuen Verbündeten macht er sich auf den Weg, ein gefährliches Geheimnis zu finden, um es zu wahren.

Die Gegner stellen ihnen nach, kidnappen die Verlobte und denken, sie haben so ein Druckmittel für eine Erpressung. Bennett hingegen ist nicht mehr allein und somit können sie den Fall auch lösen und zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen.


Fazit: Dieses Buch ist der 4. Band der Reihe mit Harvey Bennett und macht aber, gegen den dritten Band, einen gewaltigen Sprung im Dasein von Bennett. – Wahren im dritten Band noch Zurückgezogenheit und Ruhe das Kredo des Protagonisten, so hat er sich jetzt doch auf eine Zusammenarbeit mit einer nicht sehr kleinen Organisation eingelassen. – Mich persönlich haben die Gegebenheiten zum Anfang etwas verwirrt, weil einem auch gleich eine ganze Menge Namen um die Ohren geschmissen werden, die mir bis dato dann aber auch nicht mehr geläufig waren.

Der Prolog hätte mir sicherlich etwas gegeben, wenn ich gewusst hätte, dass die hier ermordete Person historisch bedeutend für Amerika ist bzw. war. - So war ich in dem Game aber nicht wirklich drin und habe den Mord dann eben Mord sein lassen. Eine Story braucht einen Aufhänger und hier war es eben besagter Mord.

Ich bin schwer bis gar nicht in die Handlung rein gekommen, da es wirklich sehr lang gedauert hat, bis hier mal, was wirklich losgegangen ist und dann haben auch zu viele Personen mitgemischt, als dass ich irgendetwas verstanden hätte.

Ich habe mitbekommen, dass wir hier zwei Handlungsstränge haben, die sich ab einem gewissen Punkt zueinander vereinigen sollten. Ich habe auch mitbekommen, dass die einen die Protagonisten, die anderen die Antagonisten waren. - Das war es dann aber auch schon wieder.  – Der Rest war eine für mich sehr undurchsichtige Jagd nach irgendetwas, was ich nicht so recht zuordnen konnte. Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die eine Pflanze oder einen Pflanzensamen gesucht, der eine Superdroge hätte werden können. Aber am Ende benutzen diese Antagonisten diese Droge doch aber schon. Wie passt das denn bitte zusammen?

Die Handlung kam zu irgendeinem Ende und zwischendrin gab es eine fiese Entführung. Harvey Bennett ist in diesem Moment vom harten Kerl zum erpressbaren Weichei mutiert und hat mich eigentlich nur noch gelangweilt.


Ich bin nur sehr schwer rein gekommen und habe dann ewig an dem Buch festgehangen. Eigentlich hätte ich es im Dezember noch beenden sollen, aber aus meiner sich ankündigenden Leseflaute wurde dann eben eine ausgewachsene, die mich komplett ausgebremst hat und so dafür gesorgt hat, dass ich dann auch mal ein paar Tage gar nicht gelesen habe.

Die Story selber war auf eine Weise interessant, auf die andere dann aber auch wieder nicht. Dieses Geheimnis, welches hier nicht näher erklärt wurde und sich dann als Pflanze oder Samen herausgestellt hat, hat mich durch das Buch gezogen und am Ende wusste ich dann doch nicht so wirklich, ob sie die Pflanze nun hatten oder nicht.

Die Handlung hat sehr lang gebraucht, bis sie in die Pötte gekommen ist und endlich mal etwas passiert ist. Das hat dazu geführt, dass ich fast auch schon abgebrochen hätte, wenn es dann nicht endlich mal losgegangen wäre.

Irgendwie war dieser vierte Band der Reihe so, als wenn der Autor noch einmal irgendwie von vorne hätte anfangen wollen und der Start ist nicht so wirklich geglückt, weil vieles vielleicht mal besser hätte erklärt werden müssen. Ich war nicht wirklich begeistert, hatte keine Bilder im Kopf, als ich es gelesen habe und war dann dem entsprechend schon auch irgendwie enttäuscht.


Dieses Buch kann ich nicht wirklich ruhigen Gewissens empfehlen. Man kann sagen, dass mich Nick Thacker hier wirklich enttäuscht zurückgelassen hat. Er kann das auf jeden Fall besser, als er es hier gezeigt hat.

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