Nickolas Butler Shotgun Lovesongs

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Inhaltsangabe zu „Shotgun Lovesongs“ von Nickolas Butler

Ein warmherziger, mitreißender Roman Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.

...und dazu noch Bon Iver hören...besser geht's kaum! Für mich DAS Buch über Freundschaft.

— LeGrandGris
LeGrandGris

Authentische Figuren und eine Handlung, die den Leser in den mittleren Westen entführt.

— FrauSchafski
FrauSchafski

Der amerikanische Traum von Freundschaften, ein herausragendes Buch; ein starkes Debüt!

— Callso
Callso

Ein Roman der sanften Töne voller Wehmut, Liebe, Freude und Traurigkeit. Ein Ode an Wisconsin und die Freundschaft. Einzigartig berührend

— chuma
chuma

Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Toller Schreibstil, tolle Charaktere. Gern mehr von Nickolas Butler.

— SarahMehn
SarahMehn

Herzensgute Protagonisten und eine Geschichte, die mit amerikanischem Flair zu überzeugen weiß!

— bookexperiences
bookexperiences

Eine schöne Gschichte über Freundschaft

— Cambridge
Cambridge

Toller Roman über die Freundschaft undviel mehr. Auch wenn als langatmig beschrieben, nimmt es an Fahrt & an Tiefgründigkeit schnell auf.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Etwas schwacher Roman doch der Sinn für Freundschaft bringt dem Buch von mir 4 Sterne ein.

— lifeoflena
lifeoflena

Leider nicht mein Fall...langatmig und öde

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

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  • Das Wichtigste ist die Freundschaft

    Shotgun Lovesongs
    serendipity3012

    serendipity3012

    14. January 2017 um 09:26

    Das Wichtigste ist die Freundschaft Nickolas Butlers Roman „Shotgun Lovesongs“ erzählt von fünf Freunden aus dem Mittleren Westen in den USA, die sich seit ihrer Kindheit kennen und deren Lebenswege sie immer wieder einmal trennen und zusammenführen. Lee ist ein berühmter Musiker, der inzwischen sehr reich ist, der aber trotzdem seine Wurzeln nie vergisst. Henry und Beth sind schon seit einigen Jahren verheiratet, haben sich sehr jung füreinander entschieden, wenn es auch eine Zeit gab, in der es hätte anders kommen können. Kip heiratet zu Beginn des Romans und überwirft sich mit Lee, und Ronny ist seit einem Unfall gehandicapt, kann sich aber immer auf Lee und Henry verlassen.Nickolas Butler lässt die Geschichte der Freunde reihum aus ihrer jeweiligen Sicht erzählen, was, wenn es gut gemacht ist, stets dazu beiträgt, dass ein Roman lebendig und interessant wird, da sich die Figuren gegenseitig aus verschiedenen Blickwinkeln charakterisieren und man als Leser stets mit neuen Aspekten konfrontiert wird, die oftmals auch die eigene Sicht ein wenig verschieben. Das ist auch hier der Fall. „Shotgun Lovesongs“ liest sich unterhaltsam, aber auch etwas zu glatt, es ist eine schnelle Lektüre, außerdem hält der Roman auch auf sprachlicher Ebene keine Finessen parat. Butler erzählt direkt und schnörkellos, was keinesfalls schlecht sein muss; leider passte die von mir etwas beliebig empfundene Sprache aber auch zu den teilweise banalen Gedanken und Erkenntnissen der Figuren, die oftmals als bedeutender hingestellt wurden, als sie es eigentlich waren.Dabei sind die Charaktere recht gut ausgearbeitet, man sieht bei der Lektüre Menschen vor sich, die überzeugen und die es durchaus so geben könnte. Dennoch fehlt ihnen und somit dem ganzen Roman Tiefe, ja, leider habe ich die Geschichte zumindest teilweise als belanglos empfunden.Wie Butler aber mit seiner Geschichte zeigt, dass Freundschaft das Wichtigste ist und dass es sich lohnt, um sie zu kämpfen, das hat mir sehr gefallen. Mit jenen, die man schon sehr lange kennt, mit denen man aufgewachsen ist, kann die Bindung sehr stark sein. Diese Freundschaften haben oft eine ganz besondere Qualität. Durch Leland, den berühmten Musiker, erfährt der Leser außerdem von der Bedeutung, die ein Ort haben kann und somit die eigenen Wurzeln, die Heimat, aus der man in die Welt hinausgezogen ist.Letztendlich lässt mich „Shotgun Lovesongs“ zwiegespalten zurück: Die Charaktere, die auf der einen Seite zu überzeugen wissen, plappern andererseits zuweilen. Die wörtliche Rede ist dabei oft sehr umgangssprachlich und betont locker, was auf mich eher gezwungen und unecht wirkte. Im Laufe des Romans geht die Geschichte immer mehr in eine Richtung und konzentriert sich auf einen einzigen Aspekt, so dass der Rest etwas in den Hintergrund rückt. Man kann sich natürlich dafür entscheiden, Schlaglichter zu werfen, ich aber hätte mir gewünscht, dass auch die anderen Figuren, die hier etwas kurz kommen, noch mehr Platz in der Geschichte erhalten hätten, dass ihr Leben noch etwas mehr ausgeleuchtet worden wäre. Wie immer ist das Geschmacksache. Mich hat „Shotgun Lovesongs“ leider enttäuscht. 

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  • ... wie eine Reise in den mittleren Westen

    Shotgun Lovesongs
    FrauSchafski

    FrauSchafski

    14. November 2016 um 20:58

    Ihr wolltet immer schon einmal in den mittleren Westen der USA reisen, die unendlich scheinenden Landschaften bewundern und mitten im Nirgendwo in einer Kleinstadt stranden, wo Kojote und Reh sich gute Nacht sagen? Dann könnt ihr das direkt von eurer Leseecke aus - mit Nicolas Butlers Roman. Auf eurer Reise werdet ihr viele liebenswerte, aber auch eigensinnige Charaktere kennenlernen, die alle eins gemeinsam haben: Eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat und den Menschen, mit denen sie aufgewachsen sind. Da ist Ronny, der ehemalige Rodeoheld, der nach einem Unfall und übermäßigem Alkoholgenuss nun ein geradezu langweiliges Leben führt. Und da ist Henry, der tüchtige Farmer, liebevolle Ehemann und Vater, der von Tag bis Nacht schuftet, um seine Familie übers Wasser zu halten. Dann ist da noch Lee, ein Indie-Countrysänger, der den musikalischen Durchbruch geschafft hat, dadurch aber einsam und verbittert wurde. Außerdem gibt es noch Kip, der es durch Aktiengeschäfte zu einigem Ansehen und finanziellem Wohlstand gebracht hat. Und schließlich ist da noch Beth, die Frau inmitten dieser eng befreundeten Männer. Alle Figuren erzählen die gemeinsame Geschichte abwechselnd aus ihrer jeigenen Perspektive, sodass sich wie in einem Kaleidoskop aus Rückblenden und Gegenwartsschilderungen ein großes Gesamtbild von Leben, Werten und Menschen in dieser Region der USA ergibt. Fazit: Eine authenische, mit viel Liebe zum beschreibenden Detail verfasste Studie des mittleren Westens, seiner Bewohner und des täglichen Lebens. Die melancholische Grundstimmung und die Längen, die ausführliche Beschreibungen mit sich bringen, ist sicher nicht für jede Leselaune geeignet. Aber das schmälert zumindest nicht das realistische Bild, das der Autor beim Leser von seiner eigenen Heimat hinterlässt.

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  • Halloween-Lesemarathon mit LovelyBooks vom 28.10. - 01.11.2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Schaurig-schöne Lesestunden mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Unser letzter gemeinsamer Lesemarathon ist schon eine ganze Weile her, deswegen wird es nun höchste Zeit, sich einmal wieder ein paar Tage am Stück explizit Zeit zum Lesen zu nehmen. Und die kommenden Feiertage eignen sich dafür doch perfekt, findet ihr nicht auch? Wenn draußen Herbststürme das Laub von den Bäumen fegen und die Straßen sich in ein buntes Blättermeer verwandeln, können wir es uns drinnen mit einem guten Buch gemütlich machen. Oder vielleicht sogar mit zwei guten Büchern. Oder drei! ;) Und alle, die gern Halloween feiern, finden sicherlich auch bei allen den vielen "Süßes, sonst gibts Saures!"-Rufen Zeit, sich mit einem guten Buch in eine gruselige Stimmung zu versetzen!Deswegen: Macht euch bereit für 5 schaurig-schöne Lesetage mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 28.10. bis 01.11.2016 möchten wir uns Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 5 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 5 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon gehen wir wieder gemeinsam für den Lesemarathon in die Startlöcher. Wir freuen uns auf viele aufregende, romantische, fantastische, magische, lustige – und am allerwichtigsten – wunderschöne Lesestunden mit euch!P.S.: Sagt auch gern bei unserer Facebook Veranstaltung zu und ladet eure Freunde ein! Je mehr mitlesen, desto besser wird es! https://www.facebook.com/events/1099059300211150/

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    • 2132
  • Eine starke Story über Freundschaft, Liebe und das Auf-und-Ab bei Beziehungen

    Shotgun Lovesongs
    Callso

    Callso

    24. October 2016 um 14:42

    Es gibt so Bücher, da fühlt man sich schon auf der ersten Seite pudelwohl. Da ist man sofort warm mit den Charakteren und der Schreibweise des Autors. "Shot gun love songs" ist so ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt hat. Tolle Story, fein ausgearbeitete Protagonisten. Das alles ergibt eine sehr authentische und realistische Kleinstadtgeschichte, immer wieder mit den winzigen Nuancen eines erfolgreichen Rockstars, der aus der Großstadt häufiger in das so friedliche Fleckchen Kleinstadt flieht.Henry, der liebenswerte Farmer, Beth, seine charmante Ehefrau, Ronny, ein ehemaliger Rodeoreiter und Ex-Alkoholiker, Kip, der furchtlose Geschäftsmann und Lee, der als Rockmusiker eine steile Karriere gemacht hat. Sie alle geben dem Buch so viel Nährboden, so dass feien Anekdoten sprießen und diese zu einer beachtlichen und gelungenen Story greifen.Es geht um Freundschaften, überwiegend Männerfreundschaften. Da mit Beth dann doch eine Frau mitschwingt, kommt es zu Spannungen. Und es geht um Zufriedeneheit, um die Suche nach dem Glück, die manchmal eben auch in der Liebe endet. Es geht um das Heranwachsen in der Kleinstadt und um die großen Gefühle im Zusammenleben. So entstehen aus langjähriger Harmonie dann Spannungen, die im Streit münden...Autor Nickolas Butler hat in seinem ersten Roman viele Emotionen verpackt, die jedoch nie kitschig daherkommen.Ein softer Männer-Roman oder eine Roman, bei dem Frauen lernen können, wie Männer im Allgemeinen so ticken. Mal beherzt, mal laut polternd, mal mit Alkohol betäubt und manchmal auch ganz sanft. Trotz der überwiegend leisen Töne ein kraftvolles Werk. Ein Buch, das aufgrund der Intensität, nachwirkt. Viele starke Szenen, die länger im Gedächtnis bleiben. Der US-Roman ist für mich ein 5-Sterne Volltreffer, zudem ganz klar einer der positiven Überraschungen in meinem Bücherjahr 2016.

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  • "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler

    Shotgun Lovesongs
    JayLaFleur

    JayLaFleur

    23. August 2016 um 13:58

    Inhalt In „Shotgun Lovesongs“ wird die Geschichte von fünf Freunden erzählt, die sich bereits aus Kindertagen kennen. Die Freunde Henry, Lee, Kip, Ronny und Beth kommen alle aus der kleinen Stadt Little Wing im Norden der USA. Henry und Beth sind ein glücklich verheiratetes Ehepaar mit zwei Kindern, die ihren Unterhalt mit einer Farm verdienen. Lee ist ein gefeierter Star, ein Musiker, der um die ganze Welt reist und große Erfolge feiert. Ronny ist nach einer erfolgreichen Karriere als Rodeo-Reiter in eine Sucht verfallen und hatte daraufhin einen schweren Unfall. Kip ist in eine Großstadt gezogen, in der er ein sehr gutes Gespür für die Börse an den Tag legt. Aber wie es manchmal leider so ist, wenn man älter wird: man verliert die Freunde aus den Augen. Jedoch finden alle fünf Freunde im Verlauf der Geschichte wieder zueinander. Kip hat sich dazu entschlossen, mit seiner Frau wieder in seine Heimatstadt zu ziehen, da er dort ein größeres Projekt geplant hat. Zu Anfang weiß Kip allerdings nicht, dass dieses Projekt Schaden anrichten könnte… Lee ist hin und wieder in Little Wing. Zwischen seinen Welttourneen ist er gerne in der Kleinstadt, da er in seinem Haus zur Ruhe kommen kann. Er ist sehr gut mit Henry und Beth befreundet. Ronny ist nach seinem Unfall in Little Wing geblieben. Dort findet er bei seinen Freunden Halt, um nicht wieder in seine Sucht zu rutschen. Henry und Beth sind ihr ganzes Leben in ihrer Heimatstadt geblieben. Im Verlauf des Buches finden alle Freunde wieder zueinander, mit Höhen und Tiefen. Sie helfen sich gegenseitig und unterstützen sich, wo es geht. Allerdings werden die Freundschaften auch auf harte Proben gestellt. Es kommen Dinge aus der Vergangenheit ans Licht, die vielleicht besser ungesagt und auch ungeschehen geblieben wären…  Fazit In „Shotgun Lovesongs“ werden die Landschaften, die Natur, sehr schön beschrieben. Hierfür hat der Autor ein wundervolles Gespür, die richtigen Worte zu finden - beispielsweise beschreibt Nickolas Butler einen wunderschönen Sonnenuntergang, den ich ganz genau vor meinem inneren Auge sehen konnte. Jedoch war meiner Meinung nach das Buch sehr langatmig. Ich hatte das Gefühl, dass viel um den heißen Brei herumgeredet wurde. Es wurde keine richtige Spannung aufgebaut, sodass ich unbedingt die nächsten Seiten lesen wollte. Alles in allem war ich sehr froh, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe, denn es hat mich - salopp gesagt - gelangweilt. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Wer nicht auf Tiefgründigkeit in einem Buch besteht und gerne liest, wie Landschaften aussehen, der hat mit diesem Buch einen Volltreffer gelandet. „Shotgun Lovesongs“ gebe ich zwei von fünf Sternen. Diese uns weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: bookish_jay.blogspot.de

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  • Der LovelyBooks Lesesommer 2016

    Lesesommer
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    In guter alter Tradition starten wir auch in diesem Jahr wieder in die sommerliche Jahreszeit mit unserem großen LovelyBooks Lesesommer! Ihr dürft euch dieses Mal wieder auf spannende Aufgaben und viele tolle Buchtipps freuen. Jede Woche findet ihr auf unserer Aktionsseite eine neue Verlosung mit großartigen Büchern für die Sommerzeit.Erneut möchten wir mit euch 10 Wochen lang über fesselnde Sommerlektüren diskutieren, Fotos austauschen und neue Bücher entdecken. Wir werden euch im Laufe des Lesesommers verschiedene Aufgaben stellen, die ihr bis zum 7. August in beliebiger Reihenfolge bearbeiten könnt. Für jede Aufgabe könnt ihr Punkte sammeln – bei einigen Aufgaben gibt es auch Extra-Punkte zu ergattern. Auf unserer Übersichtsseite findet ihr außerdem jede Woche neue Buchtipps und könnt sommerliche Buchpakete gewinnen!Wer bis zum Ende des Lesesommers am 7. August die meisten Punkte gesammelt hat, der gewinnt eine literarische Wochenendreise nach Verona (Anreise und 2x Übernachtung inkl. Frühstück)! Dort könnt ihr auf den literarischen Spuren von Romeo und Julia wandeln!Außerdem gibt es für die Plätze 2 - 5 je ein schönes Buchpaket mit neuem Lesestoff. Zusätzlich verlosen wir noch unter allen Teilnehmern 5 weitere Buchpakete unabhängig von der erreichten Punktezahl.Wenn ihr teilnehmen möchtet, dann meldet euch gleich hier im Thema "Ich bin dabei!" an und stellt euch gerne ein bisschen vor. Wer noch überlegt, ob er mitmachen möchte, der kann gern auch später noch einsteigen!Wenn ihr über Twitter, Instagram oder Facebook über den Lesesommer berichtet, darüber plaudert oder Fotos teilt, freuen wir uns, wenn ihr den Hashtag #LBlesesommer verwendet!Wir freuen uns auf viele sommerliche Buchtipps, sonnige Lesestunden – egal ob im Urlaub am Strand oder daheim auf dem Balkon – und natürlich aufs Lesen wundervoller Bücher!P.S.: Alle Blogger unter euch dürfen sehr gern die Grafik, die ihr hier oben im Thema findet, in ihrem Blog verwenden, falls ihr zur Aktion einen Blogbeitrag schreiben möchtet!

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    • 4591
  • Herzensgute Protagonisten und eine Geschichte, die mit amerikanischem Flair zu überzeugen weiß!

    Shotgun Lovesongs
    bookexperiences

    bookexperiences

    01. May 2016 um 18:24

    Was ist Freundschaft? Für diesen Begriff eine konkrete Definition zu finden ist gar nicht so leicht. Jeder Mensch hat eine Vorstellung davon, geprägt von individuellen Erfahrungen und dem, was man von klein auf vorgelebt bekommt. Eine ebenso interessante Frage ist die nach der eigenen Heimat. Wo fühlt man sich zu Hause und wieso? Nickolas Butler verbindet diese beiden Themen und lässt hierdurch eine sehr warmherzige Geschichte entstehen. Im Zentrum von Shotgun Lovesongs stehen fünf Freunde, die zusammen in einer typisch amerikanischen Kleinstadt aufgewachsen sind. Ein gemütliches, verschlafenes Städtchen, in dem jeder jeden kennt. Sie teilen wichtige Erinnerungen miteinander und gemeinsam erlebte Ereignisse. Trotz allem kommt es wie es kommen muss. Ihre Wege verlaufen in unterschiedliche, teilweise entgegengesetzte, Richtungen. Da ist beispielsweise Lee, der sein Herz seit jeher an die Musik verloren und es irgendwann zu großer Prominenz geschafft hat. Und Kip, den es zunächst auch raus in die weite Welt zog, der aber eines Tages überraschend zurückkehrt. Zu ihnen gehört genauso aber auch Ronny, der nie große Ansprüche stellte und sein Herz am rechten Fleck trägt. Sowie Henry und Beth, die mit Hilfe der Landwirtschaft alles daran setzen ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Diese fünf Menschen wirken manchmal gegensätzlich und jeder hängt insgeheim seinen eigenen Träumen nach. Neben den Kindheitserinnerungen, die sie verbindet, haben sie aber vor allem eines gemeinsam. Sie sind alle unglaublich warmherzig. Bei dem einen ist es offensichtlicher als bei dem anderen. Und doch ist es so. Henry ist mir mit seiner Bodenständigkeit und der unerschöpflichen Ehrlichkeit besonders stark in Erinnerung geblieben. Darüber hinaus gibt es Protagonisten, die eine auffallend positive Entwicklung durchlaufen und nach all den Jahren gewissermaßen zu sich selbst finden. Nickolas Butler ist selbst in Wisconsin aufgewachsen und lebt in der Nähe des Handlungsortes. Er weiß also genau wie sich dieses ländliche Leben anfühlt und was damit oft einhergeht. Wie schwer es sein kann sich gegen die Vorzüge der Großstadt zu behaupten. Und wie essentiell es für viele Familien ist, sich mittels Landwirtschaft über Wasser zu halten. Was mir an Shotgun Lovesongs jedoch bei weitem am besten gefallen hat, war das außergewöhnlich starke Gefühl von Verbundenheit. Der Zusammenhalt, der zwar manchmal nicht so unerschütterlich ist wie man vermutet, aber dennoch nie ganz verloren geht.

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  • Wohlfühlbuch

    Shotgun Lovesongs
    Cambridge

    Cambridge

    07. April 2016 um 10:35

    Der Klappentext beschreibt den Inhalt im Grunde umfassend. Denn viel passiert nicht in diesem Buch. Und trotzdem ist es keine Sekunde langweilig. Es liest sich wie warmer Honig. Jeder der 5 Freunde kommt zu Wort und schildert die Dinge aus seiner Sicht. Henry, Kip, Lee, Beth und Ronny sind zusammen in der kleinen Stadt Little Wing in Wisconsin aufgewachsen. Sie waren schon immer Freunde. In der Stadt kennt jeder jeden. Es ist ein Ort fast zu schön um wahr zu sein. Es gibt keine Missgunst, keinen Neid, alle lieben sich. Jeder wünscht sich so einen Ort, solche Freunde. Auch wenn alles sehr amerikanisch ist, sehr geschönt, ist man doch gerne da in diesem idealen Ort, mit diesen Menschen, die so bedingungslos füreinander da sind. Was wie der größte Kitsch klingt, ist einfach ein Wohlfühlbuch, so wie man sein Leben vielleicht selber gerne hätte. Nette Menschen, gute Freunde fürs Leben. Eine schöne Geschichte, flüssig erzählt. Der Autor drückt alle Knöpfe beim Leser und ich habe mich gerne hineinziehen lassen in diese Welt.Lee hat es geschafft, er ist ein gefeierter Rockstar. Trotzdem zieht es ihn immer wieder zurück in seine Heimatstadt, zu seinen Freunden, bei denen er einfach er selbst sein kann. Kip ist ein wenig eigen, er strebt ebenfalls nach höherem, aber weil er trotzdem die Anerkennung seiner Jugendfreunde sucht, kauft er die alte Mühle und übernimmt sich finanziell total bei der Renovierung. Auch seine Ehe läuft nicht gut, seine Frau möchte Kinder, aber er glaubt, das er dafür ein zu schlechter Mensch ist. Herny und Beth sind das ideale Paar. Sie waren schon immer zusammen. Naja, fast immer. Es gab da eine Zeit in ihrer Jugend, da versuchten sie, andere Leute kennen zulernen. Und in dieser Zeit warf Beth ein Auge auf Lee. Das wiederum holt die beiden 10 Jahre später wieder ein. Aber wir wären ja nicht in dieser gnadenlos harmonischen Kleinstadt, wenn nicht alles gut ausgehen würde."Shotgun Lovesongs" ist reines Zuckerwerk. Aber das ist Kuchen auch und trotzdem mag man Kuchen. Und auch ich, kein großer Kuchenesser, mochte dieses Buch, einfach weil es sich so gut weglesen ließt, eine so warme und wohlige Atmosphäre schuf, alles so ideal und vertrauenswürdig war. Der Autor ist gut darin, die Kleinstadt und ihre Bewohner zum Leben zu erwecken. Fast möchte ich selber in so eine kleine amerikanische Stadt ziehen (wenn ich denn glauben würde, das es so eine gibt). Aber so hatte ich einfach ein paar schöne Stunden mit einem netten Wohlfühlbuch, das ich persönlich für zu idealisiert halte, aber dennoch für eine gute Geschichte. So müssen Bücher einfach auch mal sein. Schön und unterhaltend und mich als Leser in eine andere Welt entführend.             

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  • Das alltägliche Drama des Lebens in Wisconsin

    Shotgun Lovesongs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. March 2016 um 10:03

    Little Wing – eine Kleinstadt in Wisconsin, in der Nähe von Eau Claire. Heimat des Autors Nickolas Butler und Schauplatz seines Debüt – und Bestsellerromans „Shotgun Lovesongs“. Fünf Freunde, auf der Suche nach sich selbst, dem Zusammenhalt und der Verbundenheit von früher. Ein Roman über Sehnsucht, Träume, Heimat, Freundschaft und Liebe.Worum es geht? Schwierig zusammenzufassen, wenn die Handlung im Grunde genommen nicht vorhanden ist, denn viel mehr geht es um die vielseitigen und emotionalen Charaktere, deren Gedanken und Absichten. Die eigentliche Handlung ist dabei nebensächlich, wenn nicht beinahe irrelevant, da es bis auf einige wenige einschlägige Ereignisse nur träge und mühsam in Little Wing zugeht. „Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Little Wing im Norden Wisconsins. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar und haben ihren Heimatort nie verlassen. Sie kämpfen um ihre Farm und unterstützen ihren Freund Ronny, der nach einem schweren Unfall vom Rodeo Star zum Alkoholiker wurde. Kip war als Rohstoffmakler in Chicago erfolgreich. Nach seiner Hochzeit will er in seiner alten Heimat neu beginnen, findet dort aber nur schwer Halt. Lee hat ein Album aufgenommen – Shotgun Lovesongs – und wurde damit zu einem international gefeierten Star. Auch ihn zieht es zurück nach Little Wing, zu seinem besten Freund Henry und dessen Frau Beth, mit der ihn mehr als nur eine Freundschaft verbindet. In einem unvorsichtigem Moment setzt er alles aufs Spiel. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.“Der ebenfalls aus Wisconsin stammende Autor, Nickolas Butler, war mir vorher gänzlich unbekannt, jetzt kann ich es kaum erwarten weitere Werke des Künstlers zu lesen. Zunächst war ich skeptisch und hatte keine hohe Erwartungen an den Tag gelegt, verzaubert hat er mich dann von der ersten Seite an. Vor allem weil die Geschichte nicht nur das Herz berührt, sondern in Erinnerung bleibt und einem auf dem eigenem weiterem Lebensweg ständig im Hinterkopf begleiten wird.Ich habe mich viel umgehört und auch zahlreiche andere Rezensionen gelesen, bevor ich mich überwinden konnte, selbst ein paar Worte zu diesem Roman zu formulieren. Ich habe Respekt und ziehe den Hut vor Herrn Butler und bedanke mich dafür, dass er es geschafft hat, in unserer modernen und schon sehr vielschichtigen Welt etwas neues, tiefgründiges, aber doch so simples zu produzieren.Oft habe ich lesen dürfen, das Buch hätte nicht reizen können, man hätte es nur noch weglegen und nicht weiter damit beschäftigen, geschweige denn aufhalten lassen wollen. Die Handlung sei träge, langweilig und nicht im Entferntesten interessant – dies stimmt, wenn man es konkrekt betrachtet. Auf einer anderen abstrakteren Ebene findet eine ganze Menge statt. Fragestellungen werden in den Raum geworfen, Gefühle werden ergründet und angezweifelt, Ansichten werden geteilt, aber auch revidiert und die große Thematik des eigenen Seins und Handelns steht im Mittelpunkt. Die Liebe stellt ein zentrales Motiv der Lektüre dar – sei es die Liebe zur Heimat, dem Land, zur Familie, den Freunden oder seinem Geliebtem. Als roter Faden ziehen sich die verschiedenen tiefgründigen und zum Nachdenken anregenden Aspekte durch das Werk und veranlassen den Leser dazu, sein eigenes Leben zu reflektieren. Bin ich glücklich und zufrieden mit meiner momentanen Situationen? Sollte ich das Risiko eingehen oder alles beim Alten belassen? Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Habe ich meine Träume und Ziele vielleicht sogar schon aus den Augen verloren? Der Roman ist nicht für gemütliche Tage zwischendurch: Eine gewisse Melancholie umhüllt das Werk und unterstreicht die Gedankengänge der einzelnen Figuren.Das Buch wird in verschiedenen Kapiteln aus den jeweiligen Perspektiven der Charaktere erzählt. Auch hierbei wird kritisiert, dass sich die stilistische Erzählweisen der Charaktere stark ähneln und nicht immer eindeutig klar ist, wer gerade berichtet. Für Unsicherheiten gab es keinen Grund, selbst wenn: Zu Beginn jedes Kapitels steht der Anfangsbuchstabe des Erzählers – eine sehr origenelle und unkomplizierte Lösung.Die Figuren sind alle auf ihre Art und Weise individuell und besonders, man schließt sie mal mehr, mal weniger ins Herz. Schnell ist man ein Teil der eingeschworenen Clique und hat das Gefühl am Geschehen hautnah beteiligt zu sein.Ronny – der einstige erfolgreiche Rodeoreiter, der quer durchs ganze Land gereist ist, kehrt nach einem schweren Unfall und langjähriger Alkoholabhängigkeit zurück in seine Heimatstadt Wisconsin. Von da an wird er mit Samthandschuhen angefasst und wie eine sensible, kranke Person behandelt, der man nicht zu viel Verantwortung in die Hand legen sollte. Und ernst genommen wird er erst recht nicht. Er hatte alles und hat ebenso alles wieder verloren – ein Neubeginn steht an. Ein Neuanfang in einem Ort, an dem ihm niemand so recht etwas zutraut. Ronny wird von allen Seiten bemuttert, beschützt und er lebt in einer kleinen Seifenblase, die nicht platzen darf. Da er nicht mehr arbeiten kann, unterstützt ihn Lee, sein engster Gefährte, finanziell und darüber hinaus. Die Bewohner und seine Freunde achten penibel darauf, dass er nie wieder Alkohol zwischen die Finger oder gar zwischen die Lippen bekommt, zu groß ist der Angst, dass er wieder abhängig wird. Er erinnert mich sehr an ein kleines Kind, das noch lernen muss zu laufen, dabei hat er das gar nicht mehr nötig. Er muss lediglich wieder aufstehen und sein Blick gen Zukunft richten. Ronny hat sehr viel Potential – auch wenn seine Erzählweise sehr einfach ist und ihn manchmal sogar nicht so intellektuell wie die anderen Figuren wirken lässt. „Das Trinken wurde seine Geliebte, sein Wiegenlied, seine Nadel und sein Kopfkissen.“ (S.30)Kip – der aufstrebende Rohstoffmakler in Chicago, kehrt mit der Liebe seines Lebens und einer groß geplanten Hochzeit zurück nach Wisconsin mit der Aussicht auf ein bodenständiges und weniger turbulentes Leben. Seine Frau tut sich schwer mit der Umstellung und die ein oder andere Krise folgt. Kip ist durch und durch Geschäftsmann und wenig emotional behaftet. Diese Tatsache zeigt sich insbesondere dadurch, dass obwohl seine Frau von Anfang an klargestellt hat, dass sie gerne Kinder hätte, er dies abwinkt und sich ihre Wünsche nicht zu Herzen nimmt. Ein fataler Fehler, den er auch sehr bald bereut. In der Zwischenzeit verstrickt sich der unsympathische und naive Unternehmer mit der Sanierung und den dabei anstehenden Kosten einer alten Mühle im Dorf. Von allen Charakteren gefiel mir Kip am Wenigsten, obwohl er zum Ende hin freundlicher und gar herzlicher ist, als ich mir das je hätte vorstellen können. Er beweist einen guten Willen und realisiert, dass gute Freunde im Leben eine wichtige und große Rolle spielen. „Und doch liebten wir das alles auch. Wir liebten es Kleinstadtkönige zu sein, auf diesen maroden Türmen zu stehen, auf unsere Zukunft hinauszuschauen, nach etwas Ausschau zu halten – vielleicht nach Glück, vielleicht nach Liebe, vielleicht nach Ruhm.“ (S. 84)Henry ist der gutmütigste und aufrichtigste Mann, den ich je in einem Buch kennengelernt habe. Er hat Little Wing nie verlassen und ist seit unzähligen Jahren mit seiner Frau Beth verheiratet. Er nimmt seine Arbeit als Farmer sehr ernst und steckt sein ganzes Herzblut in seine Wirtschaft. Obwohl Henry so ein toller Mann und Vater ist, zweifelt Beth zwischenzeitlich an ihren Gefühlen und stellt sich vor, wie es mit einem anderen Mann wäre, kommt jedoch zu dem Schluss, dass sie mit Henry die richtige Wahl getroffen hat. Henry ist der nüchternste und realistischster Erzähler dieser Geschichte und spiegelt dies auch in seiner direkten und prägnanten Erzähltechnik wieder. Henry wächst mit seinen Aufgaben und mit jeder Situation, die er im Laufe des Buches bewältigen muss – das Ergebnis ist eine schöne Verwandlung und Entwicklung. „Das alles war es wert, jeder einzelne Moment. Jeder Streit, all die Jahre kindischen Herumexperimentierens, der gelegentliche Schmerz und Kummer, das immer leere Konto, all die gebrauchten, uralten Wagen, mit denen wir durch die Gegend fuhren. So lange mit einem anderen Menschen gelebt zu haben, mit einer anderen Person, mit diesem Mann, und gesehen zu haben, wie er sich verändert, wie er innerlich wächst. Zu sehen, wie er ein noch anständigerer und geduldigerer, ein noch stärkerer und fähigerer Mensch wird – zu sehen, wie sehr er unsere Kinder liebt, wie er sich begeistert mit ihnen auf der Erde wälzt oder sie in aller Öffentlichkeit küsst, ohne dass es ihm irgendwie peinlich wäre. Abends seine Stimme zu hören, wie er ihnen vorliest oder ihnen von seinem eigenem Vater erzählt, wie er war, als er noch lebte, oder wie ich als Mädchen war oder als Teenager oder als junge Frau. Zu hören, wie er ihnen erklärt, warum diese Gegend, in der wir leben, etwas ganz Besonderes ist.“ (S. 381)Beth, ach Beth. Seit Jahren mit dem Farmer Henry verheiratet, hat auch sie niemals Wisconsin verlassen. Weshalb mag sich jetzt der Leser fragen. Erst hatte sie es mit der Liebe zu tun ( typisches Liebesdreieck!), war hin und her gerissen, schmiegte sich dann an Henrys Seite und stürzte sich mit ihm und mit voller Kraft in das Farmer- und Familienleben. Auf der Strecke blieben dabei das Reisen und das Weltentdecken – zwar ist sie also im Gegensatz zu den anderen nicht viel herumgekommen, weiß ihr einfaches Leben aber umso mehr zu schätzen. Beth ist eine sehr gefühlvolle Person, gerade in der Liebe und ist nicht die typische selbstbewusste weibliche Heldin. Sie selbst ist oft unsicher und alles andere als selbstbewusst, obwohl sie dafür gar keinen Grund hat, schließlich ist sie allem Anschein und den Beschreibungen der Figuren nach, die umwerfendste und dazu die perfekte (Ehe)Frau. Beth machte auf mich einen sehr herzlichen, liebevollen und netten Eindruck und ich konnte mich gut in ihre Situation hineinversetzen, auch wenn ich ihr manchmal gerne, auf deutsch gesagt, einen Tritt in den Hintern gegeben hätte, damit sie aus ihrer kleinen Welt hinausblickt. „Das Kleid war aus Seide, aber es fühlte sich eher an wie eine Teil meies Körpers – als hätte man auf jede einzelne Kurve, jeden Muskel, jeden Knochen meines Leibes dunkle Farben aufgetragen, so dass ich nicht mehr nackt war, nicht einmal mehr eine Figur zu haben schien, sondern zur verkörperten Versuchung geworden war.“ (S. 121, in New York zu Lee´s Hochzeit)Lee, eigentlich Leland genannt, ist erfolgreicher Musiker und das Binde- und wichtigste Glied in der Clique und der gesamten Geschichte. Er hat sich vom Tellerwäscher zum Millionär hochgearbeitet und ist ein Vorzeigemodell diesen Weges, auch wenn ihn der Erfolg auf Dauer nicht glücklich macht. Begleitet von einer ständigen Einsamkeit, verloren in Gedanken und seinem Leben, kehrt er nach Little Wing zurück auf der Suche nach einem höheren Sinn. Lee ist der tiefsinnigste Charakter in diesem Roman und wirft eine ordentliche Portion an Fragen auf, die bis zuletzt nicht alle beantwortet werden. Betonen tut Nickolas Butler diese Emotionalität und Tiefgründigkeit mit vielen lyrischen Metaphern. Es scheint, als sehe, verstünde und fühle Lee die Welt nur durch seine Musik. Eine sehr eingeschränkte, aber bewusst gefühlvoll gewählte Ausdrucksweise. „Seine Stimme schien nur noch aus Zigarettenqualm zu bestehen und klang so rauh wie die Straßen, die er asphaltierte.“ (S.397)Für diesen bezaubernden Roman gibt es von mir eine ganz klare Kaufempfehlung! „Nickolas Butler hat mir mit seiner selten zu findenden Ehrlichkeit und einer wunderschönen, unaufgeregten Liebesgeschichte das Herz gebrochen.“ Matthew Quick, Autor von >>Silver Linings<<

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  • netter Roman

    Shotgun Lovesongs
    lifeoflena

    lifeoflena

    30. December 2015 um 16:46

    Das Buch Shotgun Lovesongs ist mir im Internet immer wieder aufgefallen. Mir gefällt das schlichte typografische Cover sehr gut, von dem Autor hatte ich bis dahin noch nichts gehört. Das erste Kapitel wird aus der ich- Perspektive erzählt, was anfangs etwas verwirrend ist, weil man gar nicht weiß, wer "ich" überhaupt ist. Doch mich persönlich hat das angesporen weiter zu lesen, um herauszufinden wer das ist. Im Laufe des Romans stellt man dann auch fest, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen geschrieben ist. Dies fand ich sehr auflockernd und abwechselnd für das Buch. Der Schreibstil ist schon etwas komplexer und nicht so flüssig wie in anderen Büchern. Aber das hat mich nicht gestört. Die Idee des Romans an sich finde ich sehr schön. Denn wer kennt es nicht, dass sich Freundschaften manchmal ausseinander leben aber man versucht daran festzuhalten. Gerade die wechselnden Perspektiven zeigen, wie die Freunde sich selber sehen, und wie sie gesehen werden. Trotzdem ist der Roman an vielen Stellen ziemlich langweilig und zieht sich. Wer sich nicht expliziet für so ein Genre interessiert legt das Buch warscheinlich schnell aus der Hand. Ich finde Shotgun Lovesongs regt sehr zum nachdenken an. Man lernt die Protagonisten sehr gut kennen, was mir gut gefallen hat denn so konnte man sich genau vorstellen wie sie sind. Der Sinn von Freundschaft wurde hier sehr gut beschrieben und man konnte es auch nachvollziehen. Denn trotz ihrer unterschiedlichen Lebensansichten- und Arten hielten sie an der Freundschaft fest. Ich fand es interessant, dass die einzelnen Personen sich so anders sahen, wie ihre Freunde sich sahen. So fand Henry zum Beispiel, dass er ein einfacher Farmer ist der es kaum zu etwas gebracht hat. Und seine Freunde haben ihn eigentlich beneidet, fanden er hat alles was man zum leben braucht. Dies verdeutlicht, dass man manchmal mit dem zufrieden sein sollte, mit dem was man hat. Des weiteren wurden teilweise Klischees aus dem Weg geräumt. Denn der berühmte Rockstar ist nicht so glücklich und erfüllt wie alle anderen denken. Oder die Modepuppe Felicia nicht so oberflächlich wie sie auf dem ersten Blick scheint. Es ist ein Buch für das Leben und es geht um ein Geschenk, was nicht jeder im Leben bekommt: nämlich die bedingungslose Freundschaft.

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  • Leider nicht mein Fall...langatmig und öde

    Shotgun Lovesongs
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    27. December 2015 um 00:03

    Klappentext Die große Kunst zu leben Fünf Freunde aus einer Klein stadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt. Erster Satz Wir luden ihn zu unseren Hochzeiten ein. Meinung Puh...also irgendwie hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Fünf Freunde, die sich schon aus Jugendtagen kennen, leben in einer kleinen Stadt in den USA. Das Bild ist geprägt von Farmen, die so weitläufig sind, dass der nächste Nachbar kilometerweit entfernt ist. Auch wenn sie das Leben etwas auseinandergezerrt hat, finden sie doch immer wieder zusammen. Die Geschichte wird immer wieder aus den verschiedenen Blickwinklen erzählt. Um den Überblick zu behalten, steht über jedem Kapitel der Anfangsbuchstabe der jeweiligen Person. Das ist absolut positiv um die Geschichte und Gefühlswelt aus der jeweiligen Sicht zu erleben, ist aber dann und wann etwas langweilig, weil man die Grundzüge schon kennt und quasi dasselbe nochmal vorgekaut bekommt. Und hier liegt auch einer der Knackpunkte. Insgesamt ist das Buch ziemlich langatmig und dadurch recht öde. Irgendwie passiert nicht wirklich viel und es plätschert so ziemlich alles einfach vor sich hin. Es ist schön zu lesen, wie heimatverbunden und freundschaftlich loyal diese Freunde sind, aber mir persönlich reicht das leider nicht aus um mich zu fesseln. Fazit Ein Buch, dass leider überhaupt nicht mein Geschmack war und mich nicht fesseln konnte. Allerdings kann man die Liebe des Autors zu diesem Roman wirklich rauslesen. Da wurde viel Zeit und Herzblut investiert. Vielen Menschen gefällt dieses Buch extrem gut - mir leider nicht. Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog. http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Zu alltäglich

    Shotgun Lovesongs
    Wassollichlesen

    Wassollichlesen

    05. October 2015 um 18:00

    Als ich das erste Mal im Radio von "Shotgun Lovesongs" gehört habe, wollte ich das Buch eigentlich gar nicht lesen. Das war 2014 und der Inhalt hat mich gar nicht interessiert. Vor kurzem bin ich aber irgendwie wieder auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich entschieden, es nun doch zu lesen. Die Story klingt ja auch ganz cool: 5 Jugendfreunde aus einem kleinen Dorf irgendwo im Nirgendwo in den USA gehen durch Dick und Dünn und irgendwann trennen sich die gemeinsamen Wege. Wie in "Die Leiche" (später verfilmt als "Stand by me" mit River Phoenix) von Stephen King. So spielt das Leben, auch hier. Aber insgeheim wünschen sich alle nichts sehnlicher, als in ihrem kleinem Heimatdorf glücklich zu werden. Das hat man alles schon mal irgendwo gelesen oder gehört. Ein bisschen rührselig und melodramatisch. "Shotgun Lovesongs" erzählt die Geschichte der Freunde aus allen verschiedenen Blickwinkeln und fortlaufend. Das gibt dem Plot ein bisschen Abwechslung. Die ganze Erzählweise ist auch sehr alltäglich. Das gefällt mir, es ist nicht zu abgedreht, sondern ganz normal und so bekommen wir es als Leser auch mit Alltagsproblemen und Konflikten zu tun, die jeder von uns schon einmal erlebt hat oder eben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mal erleben könnte. Ein hoher Identifizierungsgrad mit den Protagonisten ist so ebenfalls recht wahrscheinlich. Aber auf der anderen Seite ist genau das auch...hmm...langweilig. Ich habe das Buch gelesen und gelesen und gelesen und mehr nicht. Es hat sich sehr gezogen und war wirklich langatmig und eben langweilig. Hier und da, besonders zum Ende hin, wird es zwar mal spannend aber unterm Strich ist mir das Buch zu ruhig. Fazit "Shotgun Lovesongs" erzählt von Freundschaft, Sehnsucht, Liebe und dem "Was-wäre-wenn?". Also ganz alltäglichen Themen. Um mich richtig fesseln zu können, hat es mir zu sehr an Schwung und Pep gefehlt. 

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  • Eine Hommage an die Freundschaft!

    Shotgun Lovesongs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2015 um 21:48

    Ronny, Kip, Lee, Henry und Beth waren einst die besten Freunde, doch das Leben hat sie in unterschiedliche Richtungen geführt. Ronny wurde erfolgreicher Rodeo-Reiter und reiste durch Amerika, Kip Rohstoff-Makler in Chicago und Lee ein gefeierter Rock-Star mit seinem Album "Shotgun Lovesongs" - nur Henry und Beth sind in dem Städtchen Little Wing in Wisconsin geblieben, haben geheiratet und betreiben seit jeher eine Farm. Eine Reihe Schicksalsschläge und die Sehnsucht, die alte Verbundenheit wieder zu spüren, führt die fünf Freunde erneut zusammen. Alte Konflikte brechen auf und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. "Jeder von uns hat sie doch, oder? Diese Songs, die unauslöschlich die Meilensteine unseres Lebens markieren? Songs, die unsere tiefsten Gefühle wecken und uns daran erinnern, wer wir eigentlich sind ... Nur die besten und emotional ansprechendsten Romane sind dazu auch in der Lage. Nickolas Butlers Shotgun Lovesongs ist einer davon." Minneapolis Star Tribune Genauso fühlt sich die Geschichte an - der Autor schreibt von der ersten Seite an so gefühlvoll, er beschreibt alles so bildlich, dass man es direkt vor sich sieht. Man nimmt daher ganz unbewusst am Leben der Protagonisten teil und will nicht, dass das jemals endet. Es geht vor allem um Freundschaft und wie hart es ist sie zu bewahren ("....wir beiden hatten das Gefühl -ohne dass einer von uns es laut ausgesprochen hätte-, dass nun, nach mehr als dreißig Jahren, unsere Kindheit endgültig zu Ende gegangen war. Dass die verlässlichen, unkomplizierten Freundschaften, die unsere Jugendjahre geprägt hatten, nun auseinander brachen." Seite 348). Und auch von Liebe wird gesprochen, nicht kitschig, sondern ehrlich, wie sie sein kann und dass das vielleicht nicht immer reicht. Am Ende fällt es mir schwer in Worte zu fassen, was diesen Roman so besonders macht. Es ist wohl einfach dieses Gefühl während des Lesens, dass mich an genau den richtigen Stellen gerührt und zum Schmunzeln gebracht hat. Eine Geschichte, die so lesenswert ist, wie das Leben selbst.

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  • Heimatliebe und wahre Freundschaft

    Shotgun Lovesongs
    Ninni89

    Ninni89

    23. August 2015 um 21:00

    Er safte mir, dass er mich liebe. Henry. Mit achtzehn Jahren. Das alles war es wert, jeder einzelne Moment, all die Jahre kindischen Herumexperimentierens, der gelegentliche Schmerz und Kummer, das immer leere Konto, all die gebrauchten, uralten Wagen, mit denen wir durch die Gegend fuhren. So lange mit einem anderen Menschen gelebt zu haben, mit einer anderen Person, mit diesem Mann, und gesehen zu haben, wie er sich verändert, wie er innerlich wächst. [...] Ihn auf einem unserer Traktoren sitzen zu sehen, im letzten orangeroten Licht des Tages. Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Beth und Henry sind verheiratet und auch in der Schule schon ein paar gewesen. Kip, Ronny und Lee wollen den Schritt zur Familie erst noch wagen, doch sie müssen feststellen, dass das Eheleben oder überhaupt das Leben in der amerikanischen Kleinstadt auf dem Land gar nicht so einfach ist. Vor allem dann nicht, wenn man wie Lee ein berühmter Musiker ist, der mit dem Album Shotgun Lovesongs Karriere gemacht hat. Ein Album, das sein Leben in Little Wing, Wisconsin, beschreibt und den Liebeskummer verarbeitet, den er empfand, als Beth schließlich Henry heiratete. Seit diesem Tag ist Lee nicht mehr der selbe. Erst die bald folgende Scheidung von seiner New Yorker Ehefrau führt ihn zurück in die Heimat und zwingt ihn dazu Henry endlich von der Vergangenheit zu erzählen, auch wenn er damit vielleicht die Ehe der beiden gefährdet. Kip und Ronny hingegen müssen sich mit anderen Problemen auseinandersetzen. Der eine will nicht Vater werden, der andere hat plötzlich diese Verantwortung zu tragen und das, obwohl er selbst seit einem Unfall beim Rodeo geistig zurückgeblieben ist. Doch die fünf wären schließlich keine Freunde seit Kindertagen, wenn sie nicht irgendwie zusammenhalten würde, auch wenn sie feststellen müssen, dass dieser Zusammenhalt über die Jahre hinweg sehr gelitten hat. Schließlich sind es drei Hochzeiten, zwei Scheidungen, ein Beinschuss und Lieder von der Liebe, die sie alle wieder zusammen führen, auch wenn es nie mehr sein wird wie zuvor. Zuerst möchte ich an dieser Stelle dem Randomhouse Bloggerportal, Heyne und der zuständigen Pressereferentin Irmi Keis für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars danken. Aufgefallen ist mir das Buch vorher auf einigen anderen Blogs und der Titel hat mich direkt angesprochen. Vom Cover her hätte man meiner Meinung nach tatsächlich mehr rausholen können. Das englische Cover passt zum Beispiel wirklich sehr schön zur Geschichte und zeigt die Kleinstadt auf dem Land und vermittelt so gleich auch ein bisschen vom Gefühl, das man beim Lesen des Buches bekommt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der fünf Protagonisten erzählt und als Leser erhält man so sehr schön Einblick in die unterschiedliche Gedankenwelt der Figuren. So ist es auch recht leicht sich in alle hineinzuversetzen und Zugang zur Geschichte zu finden. Jeder Charakter erhält so individuell Zeit sich zu formen und zu präsentieren. Man erfährt viel über die einzelnen Macken und Eigenarten der Fünf und erhält die Chance ihr Handeln nachzuvollziehen. Die individuellen Eigenarten der Protagonisten werden auch sehr schön im Hörbuch hervorgehoben. Dort sind die Figuren mit unterschiedlichen Sprechern versehen worden, die auch sehr charakteristisch gewählt wurden und die Eigenschaften der jeweiligen Person sehr schön unterstreichen. Innerhalb der Kapitel gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der Fünf. Zuerst mag diese Art des Erzählens etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch mit der Zeit liest sich die Geschichte so sehr gut und die Rückblenden sind stets auch zielführend für das, was in der Gegenwart des Kapitels gerade passiert. Sie klären Situationen und Beziehungen auf und erklären die kleinen Lücken, die sonst vielleicht nicht unbedingt gleich zu erschließen wären. Die Rückblenden sind wichtig, um das ganze Beziehungsgeflecht des Buches verstehen und nachvollziehen zu können und sorgen zugleich dafür, dass man sich als Leser sehr gut in das Geschehen eingebunden fühlt. Der Autor erzählt seine Geschichte sehr lebensnah, was besonders für mich ein Pluspunkt war. die fünf Protagonisten sind sehr ausgeglichen und jeder hat seine Ecken und Kanten, die vor allem durch das Leben geschliffen wurden. Es ist traurig und fröhlich, hat Höhen und Tiefen und zeigt worauf es im Leben ankommt: Freundschaft und Heimat. Letzteres ist ein großes Thema des Buches. Durch die anschaulichen Beschreibungen von Little Wing bekommt auch der Leser ein sehr gutes Gefühl von der Gegend und kriegt durch die Charaktere deren Heimatverbundenheit auch besonders mit. Das wird auch vom englischen Cover sehr schön unterstützt und geht dem deutschen Cover meiner Meinung nach verloren. Auf einen Spannungshöhepunkt oder rasante Handlung wird man in diesem Buch aber wohl doch vergeblich warten. Es ist eine lineare Handlung, die lediglich die Höhen und Tiefen des Lebens aufnimmt, aber keine sonderliche Spannungskurve verfolgt. Immer wieder gibt es Stellen, die mich nicht wirklich dazu bewegt haben weiter zu lesen, doch auch nach längerer Pause kann man schnell wieder in die Handlung finden und noch immer alles verstehen. Der Autor schreibt zwar keine sachliche Erzählung, doch er schafft es auch die durchaus verworrenen Beziehungsverstrickungen nicht zu dramatisch oder überemotional zu präsentieren. Letztlich bildet der Schreibstil und der Umfang der Kapitel eine gute Möglichkeit immer mal wieder in das Buch einzusteigen und es nach und nach zu lesen. Es empfiehlt sich also durchaus auch für nebenbei, wenngleich die Botschaft am Ende den Leser durchaus auch noch über die Seiten des Buches hinaus beschäftigen kann. Insgesamt ist Shotgun Lovesongs eine schöne Geschichte über wahre Freundschaft und die Geborgenheit, die Heimat auszulösen vermag. Eine Erzählung, die sich gut für das Lesen nebenbei eignet und die man nicht unbedingt verschlingen muss, die einen am Ende aber doch durchaus nachdenklich stimmen kann und vor allem zeigt wie das Leben so spielen kann. Aussehen: ♥♥♥  Charaktere: ♥♥♥♥  Spannung: ♥♥♥  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥  Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥♥  Schreibstil: ♥♥♥♥

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