Niclas Seydack

 3,6 Sterne bei 99 Bewertungen
Autor*in von Geile Zeit.

Lebenslauf

Niclas Seydack, geboren 1990 an der Ostsee, arbeitet als freier Reporter in München, vor allem für Die Zeit, den Spiegel und das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Er ist Mitautor des Bestsellers Corona – Geschichte eines angekündigten Sterbens (2020) und Teil des Rechercheteams, mit dem Dirk Rossmann seine Klima-Thriller schreibt. Er lebt in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Niclas Seydack

Cover des Buches Geile Zeit (ISBN: 9783608502602)

Geile Zeit

(99)
Erschienen am 13.07.2024

Neue Rezensionen zu Niclas Seydack

Cover des Buches Geile Zeit (ISBN: 9783608502602)
Theblackswans avatar

Rezension zu "Geile Zeit" von Niclas Seydack

Theblackswan
Ja...und nu?

Wer ein Loblied und einen Walk Down Mwmory Lane der Millenials erwartet, wird von diesem Buch bestimmt enttäuscht.

Ja, vor allem in der ersten Hälfte bringt und Niclas noch ein paar nostalgische Momente, die einen schmunzeln lassen. In der zweiten Hälfte ist es dann aver vor allem jammern und eine poor us Mentalität, die bestimmt alle Generationen an den Tag legen. Was am Ende des Tages gefehlt hat war ein gutes Konzept und ein roter Faden, der alles miteinander verbindet.

Was mir gar nicht gefallen hat war der Schreibstil. Er hat sich weder über die Alterssprunge sehr verändert, noch war er sehr unterhaltsam. Für mich hat er sich leider etwas holprig gelesen.

Cover des Buches Geile Zeit (ISBN: 9783608502602)
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Rezension zu "Geile Zeit" von Niclas Seydack

MelB2508
Ziemlich deprimierendes Sachbuch für melancholische Nostalgiker

Geile Zeit, der Titel des Buches, beschreibt autobiographisch anhand von eigenen Erlebnissen und bekannten Vorfällen, die er erlebt hat, die Kindheit und Jugend und das frühe Erwachsenenleben des Autoren, der 1990 geboren wurde. Meine jüngste Schwester ist etwa in seinem Alter, ich bin etwa 11 Jahre alter, daher ist die Zeit und das, was er beschreibt, durchaus nachvollziehbar für mich. Natürlich habe ich auch 9/11 erlebt, die Katastrophe in Fukushima, Lenas Eurovision Sieg, das Fußballsommermärchen 2006 usw. 

Die nostalgischen Stellen sind im Grunde die, die mir am besten gefallen haben. Als es dann in die Zeit nach dem Abi geht und Studium, unbezahlte Praktika und Corona thematisiert werden, begann ich allerdings ungeduldig zu werden. Der Autor fängt mehr und mehr an, zu jammern und sich selbst und seine ganze Generation zu bemitleiden. Einziger Hoffnungsschimmer am Schluss des Buches stellt, nachdem er die älteren Generationen allesamt verteufelt hat, in seinen Augen die Generation der um 2000 geborenen Menschen dar (zu denen meine Kinder gehören). Mich hat das Buch am Ende etwas zu sehr runter gezogen und ich war froh, als es endlich (zum Glück nach nur etwas mehr als 200 Seiten) durch war. Weiterempfehlen kann ich es bedingt Menschen, die in seinem Alter sind und einiges wiedererkennen werden und sich vielleicht gerne daran erinnern wollen. Aber das geht auch, wenn man einfach Youtube Videos schaut und es geht schneller und zieht nicht so runter... 

Cover des Buches Geile Zeit (ISBN: 9783608502602)
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Rezension zu "Geile Zeit" von Niclas Seydack

Steff05
Anders als erwartet

Dieses Buch hat nur begrenzt mit von der Zeit schön gezeichneter Nostalgie zu tun. Vielmehr zeigt es das an offiziellen Begebenheiten angelehnte Aufwachsen des Autors und wirkt mehr autobiografisch als allgemeingültig und negativer als ich es erwartet hatte.

Der Titel „Geile Zeit“ soll ironisch aufgefasst werden und steht für eine sich ändernde Welt ins Negative und ein Schwinden der damaligen Sicherheit und Geborgenheit. Als Wendepunkt des zuvor sorglosen Lebens wurde 9/11 gesetzt und ist gleichzeitig Beginn der im Buch thematisierten Abwärtsspirale. Dem möchte ich auch gar nicht widersprechen, doch war mir die Betrachtung dieser Zeit dann doch etwas zu einseitig. Wo sind die kleinen Erinnerungen, die schönen und wertvollen, die uns unsere Kindheit trotz alledem genießen ließen? War unsere Kindheit denn wirklich so trist?

Gelesen habe ich dieses Buch dennoch recht gern. Die Sichtweise des Autors war interessant und viele, der im Buch beschriebenen Vorkommnisse auch mir noch deutlich in Erinnerung. Eine persönlich Erkenntnis konnte ich für mich daraus jedoch nicht ziehen.

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