Nicol Ljubic Meeresstille

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Inhaltsangabe zu „Meeresstille“ von Nicol Ljubic

Wie viele Seiten hat die Wahrheit?Robert, ein junger Deutscher mit kroatischen Wurzeln, liebt Ana, eine serbische Studentin. Ihre Beziehung droht zu zerbrechen, als Anas Vater in Den Haag vor Gericht steht. Robert kann die Anklage nicht in Einklang bringen mit dem Bild, das Ana von ihrem Vater gezeichnet hat. Ausgerechnet dieser gutmütige Mann und anerkannte Shakespeare-Experte soll ein Kriegsverbrecher sein? Er will die Wahrheit wissen und fährt nach Den Haag.

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  • Trist und grau

    Meeresstille

    sanrafael

    22. August 2014 um 08:50

    Robert verfolgt in Den Haag den Prozess gegen Zlatko Simic, den Vater seiner Freundin Ana. Simic wird Beteiligung an Massenmord vorgeworfen. Während der Anklage sitzt Robert im Zuschauerraum, betrachtet Ana’s Vater durch eine Glasscheibe und hört die einzelnen Zeugenaussagen. Immer wieder fallen ihm Szenen mit Ana ein, am Frühstückstisch, im Bett – wie sie von ihrem Vater erzählt. Robert selbst, in Deutschland geboren (Vater Kroate), hat sich nie mit seinen Wurzeln beschäftigt. Dennoch versucht er Ana zu verstehen, will wissen was mit ihrer Familie passiert ist.   Ein Buch, trist und grau. Die Story springt von einem Satz zum anderen zwischen dem Gericht in Den Haag, und dem Leben von Ana und Robert in Berlin.

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  • Rezension zu "Meeresstille" von Nicol Ljubic

    Meeresstille

    Anit1995

    01. February 2012 um 22:17

    Das Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. Man muss sich aber sehr konzentrieren, da man in diesem Buch zwischen Vergangenheit und Jetzt hin und her springt. In diesem Buch gehtes darum, dass ein kroatischer Verbrecher in Den Haag vor Gericht steht und ein deutscher namens Robert sich diesen Prozess ansieht. Dann aber heruasbekommt das sie beide miteinander mehr verbindet als gedacht. Und Robert begibt sich auf die Suche nach seinen kroatischen Wurzeln.

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  • Rezension zu "Meeresstille" von Nicol Ljubic

    Meeresstille

    Clari

    15. June 2010 um 12:18

    Liebe zwischen Krieg und Frieden! Der Titel des Romans „Meeresstille“ verheißt Wind, Sand, Sterne und Ruhe bei leisem Meeresrauschen. Im Zentrum einer Betrachtung zwischen Krieg und Frieden stehen Ana und Robert. Etwa im Jahre 2006 studiert Ana in Berlin,als sie Robert kennen lernt, der an der Universität an seiner Dissertation schreibt. Er wurde in Berlin als Deutscher geboren und kennt nicht einmal die Heimat seiner Vorfahren, die in Kroatien lag. Ana hingegen stammt aus Visegrad, einem Örtchen im Osten von Bosnien-Herzegowina. Dort hat der Krieg nach dem Zerfall des Bundesstaates Jugoslawien mit verheerenden Auswirkungen auf die Bevölkerung der Muslime getobt. Ehemalige Nachbarn wurden zu Feinden, und zu Tausenden wurden Muslime von serbischen Milizen verfolgt und auf grausame Weise umgebracht. Im extremen Kontrast zu liebevollen Szenen am Meer und zu den Begegnungen zwischen den zwei Liebenden findet ein Kriegsverbrecherprozess in Den Haag statt. Simic steht vor Gericht: ein hoch gebildeter und angesehener Professor für Anglistik muss sich vor Gericht verantworten. Er ist Serbe und ihm wird die Beteiligung an einem Massaker gegen Muslime vorgeworfen. Als Prozessbeobachter ist Robert in Den Haag und seine Gedanken wandern immer wieder zu Ana. Was hat sie im jenem barbarischen Krieg erlebt? Warum spricht sie nie über ihre Erlebnisse? Nachdenklich und stimmig sind die Reflexionen von Robert, der die Zusammenhänge zwischen Ana, dem Angeklagten Simic und dem Bosnienkrieg nicht recht erkennen kann. Er ist auf Vermutungen angewiesen, die der Leser mit ihm teilt. In dem Roman arbeitet Nicol Ljubic die Verknüpfungen zwischen Krieg, Schuld und Sühne heraus und beleuchtet die Verletzungen der Seele, die den Opfern und den Angehörigen auf der einen wie auf der anderen Seite zugefügt wurden. Hervorragend lässt der Autor die Seiten verschwimmen, so dass zunächst unklar bleibt, bei wem Schuld zu suchen ist, wer sühnen muss, und wer auf welche Weise und wie betroffen ist. In seinem Roman wird die Thematik „ Krieg“ auf eine Weise dargelegt, dass sich jeder fragt: gibt es überhaupt einen gerechten Krieg? Jede Seite sieht nur die eigenen Rechte, und verblendet schaut ein jeder nur aus der eigenen Richtung auf das Kriegsgeschehen. Ganz unbestimmt wird über eine Moral verhandelt, die den Spannungsbogen der Erzählung bestimmt. Der Leser muss selber Stellung beziehen, wie der Krieg und die Schuld eines einzelnen zu beurteilen ist. Nicol Ljubic ist ein großartiger Erzähler, der diffizile moralische Fragen stellt und zu Antworten herausfordert. Robert, aus dessen Sicht berichtet wird, ist feinfühlig und bemüht, Klarheit zu finden in einem diffusen Rollenspiel, mit der die Seiten - und Sichtwechsel angezeigt werden. Ljubics Stil wechselt von der subjektiven und leidenschaftlichen zur distanzierten Darstellung einzelner Protagonisten. Der Perspektivwechsel ist gewollt und künstlerisch gelungen. Poetische und friedliche Beschreibungen einer schönen und heilen Landschaft und grausame menschliche Kriegshandlungen könnten schärfer nicht herausgekehrt werden. Ein hoch zu lobender subtiler Roman ist hier entstanden, der zudem noch mit seiner fein gesponnenen, poetischen Sprache bestrickt. Nicol Ljubic lebt in Berlin und hat mehrfache Auszeichnungen für seine Reportagen erhalten.

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