Nicola Förg Hüttengaudi

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Inhaltsangabe zu „Hüttengaudi“ von Nicola Förg

Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich: Warum hat sie sich zu dieser Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen? Und dann steht sie vor einem Toten, der ihr bekannt vorkommt: ihrem Exmann Martin ... Währenddessen hat es Kollegin Kathi Reindl in Garmisch mit einem toten Liftmann zu tun, der zu Lebzeiten im Skiklub mitmischte. Ein Dorn im Auge war ihm die neue Skihütte, deren Wirte er so piesackte, dass sie verkaufen wollten. Zwei Mordfälle mit derselben Todesursache – nur Zufall?

Leider keine echte Gaudi auf der Hütten! Das kann Nicola Förg besser!

— sommerlese

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13 Stufen

Eines der wichtigsten Bücher des Jahres! Ohne zu bewerten erzählt Takano aus verschiedenen Blickwinkeln eine Geschichte über die Todesstrafe

DieLeserin

Die Prater-Morde

Machtspiele und Korruption, Drogen und Spekulation - die dunkle Seite Wiens

Bellis-Perennis

The Ending

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MelE

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  • ...Regionalkrimi....

    Hüttengaudi

    Lesebegeisterte

    01. July 2017 um 15:31

    Mein erstes Buch von dieser Autorin und schon bei den ersten paar gelesenen Seiten war ich mir sicher, nicht das letzte Buch von dieser Autorin. Spannende Handlung und lustige Dialoge.

  • Keine Gaudi auf der Hütten

    Hüttengaudi

    sommerlese

    05. January 2017 um 20:07

    "*Hüttengaudi*" ist der dritte Teil der Alpen-Krimi-Reihe von "*Nicola Förg*", der 2012 im "*Piper Verlag*" erschien. Irmgard Mangold, Kommissarin bei der Mordkommission, wird von ihrer Nachbarin zu einer heilsamen Schrothkur in Oberstaufen überredet. Als Irmi gerade die Anwendung eines Ganzkörperwickels über sich ergehen lässt, stirbt in der Nachbarkabine ein Mann. Er ist ausgerechnet Irmis Ex-Mann Martin Maurer. Auch in Murnau gibt es einen Toten, der die Kripo auf den Plan ruft. Beide Toten sind durch eine Insulinspritze gestorben. Wie für Nicola Förg üblich, geht es auch in diesem Krimi unter Verwendung von Mundart um Lokalpolitik und sie lässt auch hier wieder Informationen einfließen, die den Leser aufklären und unterhalten sollen. So bringt sie z. B. den Begriff des Stroafns ins Spiel. Dort werden gefällte Holzstämme mit Pferdekraft aus dem Wald gezogen, die Beschädigung des Bodens ist viel geringer als bei der Verwendung von Motorkraft. Interessant finde ich auch die Erklärung zu den Dexter Kühen und über die allergische Reaktion auf den Riesen-Bärenklau. Gerade wegen der eingestreuten Infos lese ich Förgs Bücher besonders gerne. Die Krimihandlung lässt allerdings bei Hüttengaudi eine grundlegende Spannung vermissen. Nur allzu schleppend entwickelt sich der Plot, die Charaktere und deren Darstellung stehen hier eher im Fokus. So wird Irmis Ex-Ehe näher beleuchtet, bei der ihr Ex Martin nicht gut wegkommt. Allgemein stehen hier die Frauen ihren "Mann", sind starke Persönlichkeiten und werden nur vorteilhaft dargestellt. Die Männerwelt kommt in diesem Band eher schlecht davon. Auch wenn ich das kriminalistische Frauenduo Irmi und Kathi gern verfolgt haben, hat mich die Ermittlungsarbeit nicht mitgerissen. Lange ist unklar, worin der verbindende Faktor der beiden Getöteten liegt. Es ging irgendwie nicht richtig voran bei der Aufklärung, während sich am Ende die Motive fast schon überschlagen. Dass Irmi als Kommissarin überhaupt diesen Fall übernehmen darf, erscheint mir auch völlig unlogisch. Hier muss man eigentlich ihre Befangenheit annehmen. Insgesamt hat mir der Lokalkolorit durch die Darstellung der Schauplätze gut gefallen. Beim Dialekt habe ich Verständnisprobleme gehabt und auch der Spannungsbogen verlief ohne großen Höhen. Dieser Krimi lebt vom Lokalkolorit, seinen informativen Inhalten und dem Frauenduo Irmi und Kathi. Mein Favorit dieser Reihe ist eindeutig Fall Nr. 7 "Das stille Gift".

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    • 3
  • Mangold & Reindl III

    Hüttengaudi

    haTikva

    02. October 2016 um 13:26

    Irgendwann überfällt einen immer die Vergangenheit… Irmgard Mangold, Kommissarin bei der Mordkommission, ist eigentlich im Urlaub, oder wie man eine Schrothkur auch immer nennen mag. Als ein Mord passiert! Sie ist gezwungener Maßen bei dieser Kur, als sie in kürzester Zeit zwei Todesfälle aus dieser Bredouille holen. Dabei geschah einer davon ganz in ihrer Nähe und versetzt sie mit einem Schlag in ihre Vergangenheit zurück. Nachdem ihre Kollegen im heimischen Gewässer ebenfalls einen Toten sichten, ist es mit dem „Urlaub“ vorbei und Irmi entkommt der Pein des Hungerns. Was auf den ersten Blick als purer Zufall aussieht, denn beide Opfer sind in verschiedenen Landkreisen ermordet worden, erweist sich mit der Zeit ganz anders… Bei diesem dritten Teil der Serie um Kommissarin Mangold, dauerte es leider ca. die Hälfte des Buches, bis es endlich etwas spannend wurde. Nachdem es gut anfing, die beiden Leichen entdeckt wurden und es eigentlich mit den Ermittlungen losging, ließ es allerdings schnell wieder nach. Durch den Tod eines Opfers schwelgte Irmi viel in der Vergangenheit und bemitleidete sich teilweise selbst ziemlich heftig. Gepaart mit null Hinweisen, die der Polizei eine Durststrecke ergaben, ging es einfach nicht voran in dem Krimi. Erst nach schätzungsweise der Hälfte des Buches kam endlich wieder Leben in die Geschichte und es tat sich was in dem Fall. Nachdem sich die ersten Hypothesen als falsch erwiesen, ging es dann Schlag auf Schlag in die richtige Richtung und es wurde zunehmend spannender. Auf einmal war die Melancholie, die sich über der Geschichte wie ein feiner Nebel gebildet hatte, wie weggeblasen und die Ermittlerinnen konnten sich plötzlich vor Motiven nicht mehr retten. Doch auch nachdem die Verbindung zwischen den zwei Toten zu Tage kam, ließ sich die Autorin mit dem wahren Motiv und dessen Auflösung dann etwas Zeit und spannte mich damit auf den letzten Seiten regelrecht auf die Folter. Das war wiederum genial! Fazit: Wieder einmal ein toller Krimi aus Förgs Feder, jedoch hat es bei diesem Band leider zu lange gedauert, bis etwas spannendes passierte. Daher kann ich diesem Krimi nur drei von fünf Sternen verpassen.

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  • Garmisch-Krimi mit bewährtem Ermittlerteam

    Hüttengaudi

    Stephanus

    30. April 2013 um 09:08

    Im neuen Fall von Kommissarin Irmi Mangold und ihrem Team ereignet sich während einer Schrothkur von Irmi und ihrer Freundin in Oberstaufen ein Mord. Der Tote ist ausgerechnet Irmis Ex-Mann Martin Maurer. Gleichzeitig wird in Garmisch ebenfalls ein Toter gefunden. Im Lauf der Ermittlungen zeigt sich eine deutliche Verbindung zwischen den beiden Fällen und einem tragischen Verkehrsunfall. Durch viele Verstrickungen kämpfen sich auch dieses Mal wieder die Ermittler und Irmi hat auch mit eigenen Erinnerungen an Martin Maurer schwer zu kämpfen. Die überraschende Lösung des Falls bringt ein sehr versöhnliches Ende. Die Handlung beginnt dieses Mal mit zwei Morden und war am Anfang sehr spannend zu lesen, aber auch immer wieder aufgelockert durch die Einblick in Irmis längst vergangener Ehe mit Martin. Ab dem ersten Drittel des Buches fand ich die Spannung etwas leidend und die Handlung schleppte sich irgendwie so dahin. Erst in den letzten Kapiteln nahm dann die Handlung wieder Fahrt auf. Das Buch ist sicher nicht der beste Fall des Ermittlerteams, aber trotzdem bietet es kurzweilige Unterhaltung.  

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  • Rezension zu "Hüttengaudi" von Nicola Förg

    Hüttengaudi

    mabuerele

    28. January 2012 um 17:37

    Kommissarin Irmi lässt sich von ihrer Nachbarin zu einer Schrothkur überreden. Wenig essen und zeitig geweckt werden, um in kalte Tücher gewickelt den Morgen zu erwarten. Doch dann liegt in en kalten Tüchern ein Toter – ausgerechnet Irmis Geschiedener. Doch auch bei Garmisch gibt es einen Toten, ein guter Grund für Irmi der Schrothkur zu entfliehen. Es handelt sich um einen gut gemachten Alpenkrimi. Das Buch ist spannend geschrieben. Irmi nimmt mich als Leser mit auf ihren Ermittlungswegen. Dabei scheint alles klar, als Irmi feststellt, dass sie mit den Ergebnissen doch nicht zufrieden ist. Mit dem Tod ihres Exmannes brechen alte Wunden auf. Irmi wird mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie nie vollständig aufgearbeitet hat. Das lähmt anfangs ihren Tatendrang. Doch das Buch ist nicht nur Krimi. Die Geschichte spielt nahe an der Realität. Jugendleben und Koma-Saufen werden thematisiert, die Verlogenheit der Erwachsenenwelt zu diesem Thema deutlich. Natürlich bedient der Roman auch das eine oder andere Klischee. Man möchte ja gern Touristen, aber müssen es unbedingt Russen sein? Die Autorin hat geschickt mit dem Lokalkolorit gespielt. Ihre Kenntnisse von Land und Leuten blitzen immer wieder auf. Eine Prise Humor lockert die Handlung auf, so wenn Irmi das Essen zur Kur beschreibt: „…Süppchen, das wenig mehr war als gewürztes Wasser…“ Sehr emotional dagegen sind die Stellen, wo Irmi sich entscheiden muss, ihren Hund einschläfern zu lassen. Der Autorin ist es ausgezeichnet gelungen, den inneren Kampf, die Szene des Abschiednehmens und die Trauer in Worten auszudrücken. Dabei wirkt die Darstellung nicht sentimental, sondern wird so wiedergegeben, wie sie sich täglich irgendwo in Deutschland abspielt. Die eigentliche Ermittlungsarbeit kommt nicht trocken daher. Zum einen sorgen die verschiedenen Charaktere der Frauen in Irmis Team für Abwechslung. Zum anderen wird deutlich, dass der Beruf auch im zwischenmenschlichen seine Schattenseiten hat. Man muss manchmal gegen Leute ermitteln, die man mag. Sehr schön finde ich, dass sich Irmi auch zurücknehmen kann und nicht immer die Chefin hervorkehrt. Wer Regionalkrimis mag, ist hier richtig. Das Buch finde ich rundherum gelungen. Natürlich kann man über Irmis Entscheidung unterschiedlicher Meinung sein. Sie musste abwägen zwischen Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

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  • Rezension zu "Hüttengaudi" von Nicola Förg

    Hüttengaudi

    R-E-R

    24. July 2011 um 13:15

    Irmi Mangold wird von ihrer Nachbarin zu einer Schrothkur überredet. Die Kriminalkommissarin aus Garmisch-Partenkirchen hat so gar keine Lust auf diese Art des gesunden Lebens. Am dritten Morgen wird sie, gerade frisch “gewickelt” in ihrer Kabine entschlummert, durch den durchdringenden Schrei der Therapeutin unsanft geweckt. Der Patient in der Nachbarkabine liegt tot in seinem feuchten Umschlag. Es ist Irmis geschiedener Mann Martin Maurer. Die Umstände seines Todes sind mehr als fragwürdig. Irmi beginnt zu ermitteln obwohl sie nicht zuständig ist. Mit ihrer Kollegin Kathi stößt sie auf einen zweiten Toten. Den Bauern Xaver Fischer. Beide sind kurz nacheinander auf die gleiche Weise umgekommen, ohne das auf den ersten Blick ein Zusammenhang besteht. “Hüttengaudi” ist der dritte Fall mit der Ermittlerin Irmi Mangold. Eine Alpen-Krimi Reihe von Nicola Förg. Angesiedelt in der Gegend in und um Garmisch-Partenkirchen. Die Kommissarin ist Anfang fünfzig und lebt mit ihrem Bruder auf dem alten Bauernhof der Eltern, den der Bruder bewirtschaftet. Mangold ist eine bodenständige Frau, naturverbunden, tierlieb und menschenfreundlich. Ihr zur Seite steht ein Team aus drei Kollegen. Die zweite Kommissarin Kathi, der träge Polizist Sailer und die Novizin Andrea. Gemeinsam löst dieses bunte Quartett die Fälle auf eine ganz besonders charmante Art. Nicht immer professionell nach Vorschrift aber auf jeden Fall Ur- Bayerisch. Was mir besonders an der Serie gefällt ist die Art wie Nicola Förg schreibt. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass die Ideen dieser Autorin nur so übersprudeln. Sie hat so viel zu sagen, über ihre Heimat, die Menschen die darin leben und deren Probleme. Es scheint als reiche der Platz nicht um alles darzulegen, was ihr wichtig wäre. Außerdem hat sie die besondere Gabe, große Wahrheiten klein und einfach auszudrücken. “Irmi war irgendwie peinlich berührt. Sie mochten so einen Seelenstriptease von Fremden nicht und wusste doch tief drinnen, dass das ein Teil ihres Jobs war. Frauen waren einfach so, redeten über Emotionen wie Männer über Fußballergebnisse. Sie konnten trauern und schreien wie Klageweiber, leiden, zerbrechen und mit Selbstmord drohen und am nächsten Tag mit neuer Frisur und grandios hohen Stiefeln weitergehen.” Es sind diese Stellen, die Nicola Förg Krimis zu etwas besonderem machen. Diese klaren Formulierungen, die in einem Satz ein ganzes Universum erklären. Das Wesen der Frau, den Sinn des Todes, die Kraft der Liebe und das Wunder des Lebens. Mag es auch ebenso viele Stellen geben, an denen man Kritik äußern kann. Nach der Lektüre geht es einem immer ein Stückchen besser. Den Satz den die Autorin einer ihrer Figuren am Ende in den Mund legt, spricht mir daher ganz aus dem Herzen: “Die Welt wäre reicher, wenn es mehr von Ihrer Sorte gäbe Frau Mangold.” In diesem Sinne wünsche ich mir noch viele Fälle mit Irmi Mangold.

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  • Rezension zu "Hüttengaudi" von Nicola Förg

    Hüttengaudi

    abuelita

    10. April 2011 um 18:41

    Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich: Warum hat sie sich nur von ihrer Nachbarin zu dieser albernen Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen? Und dann steht sie am Urlaubsort plötzlich vor einem Toten, der ihr mehr als bekannt vorkommt: ihrem Exmann Martin Maurer ... Als Kollegin Kathy in Garmisch ebenfalls einen Toten findet, der auf die gleiche ungewöhnliche Art gestorben ist, ist das eine gute Ausrede, die Schrothkur abzubrechen und die Ermittlungen zu leiten. Mittlerweile mag ich die Reihe um diese beiden Frauen wesentlich lieber als die anderen Bände von Nicola Förg. So hat mich auch dieser Krimi mit seinen vielen Verwicklungen, den unzähligen Verdächtigen, der unwirschen Kathi und den Problemen von Irmi, deren Ermittlungen dieses Mal, da sie emotional beteiligt ist, nicht ganz so einfach sind, doch sehr gefesselt. Zudem erfährt man, wie in fast allen Bänden von Frau Förg, einiges über die Hintergründe; hier: dass z.B. eine Skihütte in den Alpen eine „Lizenz zum Gelddrucken“ auch sein kann… Folgerichtig, nach all den vielen Verstrickungen und Handlungsfäden, führt das Buch dann zu einem sinnvollen, wenn auch sehr überraschendem und doch auch versöhnlichem Ende.

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  • Rezension zu "Hüttengaudi" von Nicola Förg

    Hüttengaudi

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. April 2011 um 21:23

    Schrothkur? Kommissarin Irmi Mangold traut ihren Ohren nicht, als ihre Nachbarin Lissi das vorschlägt. Sie ist eine gestandene Frau, älteren Semesters und würde auch gerne das ein oder andere Pfund verlieren, aber muss es gleich so radikal sein? Kurzerhand geht es nach Oberstaufen, dem Mekka der nassen Tücher und Wickel, wo man sich von heißen Brühen ernährt, die durchsichtiger nicht sein könnten. Irmi will sich gerade an diese Zustände gewöhnen, als sie morgens vermummt und fest verschnürt, einen Schrei der Packerin, so nennt man die Dame, welche die Kurgäste einhüllt, hört. Lauthals gibt sie bekannt, dass sie von der Polizei sei, wird befreit und eilt so zum Geschehen. Doch dort kommt jede Hilfe zu spät und als sie erkennt, um wen es sich bei dem Toten handelt, ist ihr nicht nur von der fehlenden Nahrung flau im Magen, sie hat auch weder eine Erklärung für sich selbst, noch für den vor Ort zuständigen Polizisten. Ihre junge Kollegin Kathi Reindl mit ihrer Assistentin Andrea beschäftigt daheim in Murnau fast zeitgleich eine Leiche an einem Bergsee. Irmi bricht den „Urlaub“ ab, um die Kolleginnen daheim zu unterstützen. Nach den vorliegenden Obduktionsergebnissen in beiden Fällen, muss Irmi sich fragen, ob es sich hier wirklich nur um Zufälle in ihrem engeren Umfeld handelt. Nicola Förg behandelt in ihrem neuen Krimi HÜTTENGAUDI wieder einmal sehr lokalpolitische Themen, sowie Ärgernisse und lässt viel Ironie und Witz mit einfließen. Die Personen leben allesamt von einer sehr bildlichen Charakter-Beschreibung und so entwickelt man schnell eine gewisse Empathie für die Protagonisten. Spannung steht hier nicht unbedingt im Vordergrund, obwohl es Leichen, verdächtige Personen und Ermittlungsarbeit gibt. Die Autorin schafft es eher durch ihren Schreibstil und mit ihrer Sichtweise einen Kriminalroman wiederzugeben, der neugierig macht und einen der Erzählung gebannt folgen lässt. Einige schwäbische Ausdrücke und Kommentare dürfen natürlich nicht fehlen, spiegeln sie doch die örtlichen Gegebenheiten und den Humor wieder. Das kriminalistische Frauenduo Irmi und Kathi durchlebt seinen dritten Fall und so unterschiedlich die beiden auch körperlich, menschlich und in ihrer Arbeitsweise sind, so gut ergänzen sie sich. Nicola Förg ist hier ein humorvoller und interessant dargestellter Krimi gelungen, nicht dramatisch, aber einfach und gut. Sauber herausgearbeitet sind die verschiedenen einzelnen Handlungsstränge und Nebenschauplätze, die am Ende ein sehr schlüssiges Bild abgeben und keine Fragen offen lassen. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und freue mich auf weitere Fortsetzungen. Besonders gefällt mir, wie die Autorin die Personen, ihre Hintergründe und ihr Leben beschreibt. Hier wird niemand überzeichnet oder abwegig dargestellt, eher hat man das Gefühl seine eigenen Nachbarn oder Bekannten wiederzutreffen, vorausgesetzt man wohnt auf dem Land. Doch auch für Stadtmenschen dürfte es keine Schwierigkeit sondern ein Mordsvergnügen sein, sich in der Idylle zurechtzufinden und hier eine kriminalistische, wenn auch beschaulichere Abwechslung zu erfahren. Das Cover ist auch diesmal sehr passend und ländlich gewählt. Fazit: Gelungen, aber es darf in der Zukunft auch gerne noch etwas spannender werden.

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  • Rezension zu "Hüttengaudi" von Nicola Förg

    Hüttengaudi

    Gospelsinger

    30. March 2011 um 14:21

    So eine Schnapsidee! Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich, dass sie sich von ihrer Nachbarin zu dieser blöden Schrothkur in Oberstaufen hat überreden lassen. Entspannend findet sie diese Quälerei nicht, erst recht nicht, als im Nebenraum ein Toter gefunden wird. Ausgerechnet ihr Exmann Martin Maurer liegt da tot im angeblich so gesunden Ganzkörperwickel. Als ihre Kollegin Kathi Reindl in Garmisch ebenfalls einen Toten findet, der auf die gleiche ungewöhnliche Art gestorben ist, hat Irmi eine prima Ausrede, die Schrothkur abzubrechen und stattdessen die Ermittlungen zu leiten. Verdächtige gibt es zuhauf, denn beide Tote haben sich nicht gerade beliebt gemacht durch ihre Pläne und Geschäftspraktiken. Tradition und Moderne liefern sich bittere Kämpfe in den vermeintlich idyllischen Bergdörfern. Für Irmi wird es schwierig, den Fall aufzuklären. Zu viele unverarbeitete Emotionen kommen da hoch, besonders weil ihr Exmann sie wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Daneben muss sie auch noch den Zickenkrieg zwischen ihren Mitarbeiterinnen Kathi und Andrea aushalten und den Tod ihres Hundes verkraften. Kein Wunder, dass unter diesen Umständen die eigentlich geplante gesunde Ernährung der Nervennahrung und dem Genussessen weichen muss… Dies war der erste Roman der Reihe mit Irmi Mangold, den ich gelesen habe, aber ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten, mich einzufinden. Die Mischung aus spannender Krimihandlung, authentischen Charakteren und einem genau richtigen Grad an Lokalkolorit ist Nicola Förg hervorragend gelungen. Die Krimihandlung wartet mit überraschenden Wendungen und einem glaubwürdigen Ende auf, die Charaktere sind mir sehr sympathisch, und das Lokalkolorit macht mir Lust, diese Gegend endlich wieder einmal zu durchwandern. Ich habe dieses lebendig und unterhaltsam geschriebene Buch an einem Abend verschlungen und bin schon gespannt auf die Fortsetzung dieser Reihe.

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