Nicola Förg Scharfe Hunde

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Inhaltsangabe zu „Scharfe Hunde“ von Nicola Förg

Was haben der renitente Besitzer einer Outdoor-Agentur, ein holländischer Camping-Urlauber und eine begüterte Werdenfelser Oma miteinander zu tun? Erst einmal nichts, außer dass sie alle an einer Eisenhut-Vergiftung starben. Drei Suizide? Drei Morde? Doch bevor das Kommissarinnenduo Irmi Mangold und Kathi Reindl in die Ermittlungen eintauchen kann, stürzt vor dem Farchanter Tunnel ein ungarischer Lkw um. Heraus purzeln unzählige Käfige mit sehr jungen Hundewelpen. Der Fahrer schweigt. Merkwürdig ist jedoch, dass im Fahrerhaus die Adresse der verstorbenen Werdenfelser Oma entdeckt wird. Irmi und ihre Kollegin tauchen ein in ein Milieu, das dem der Waffenschmuggler und Drogenhändler in nichts nachsteht, denn es geht um unermesslich viel Geld …

In ihrem neuen Roman prangert die Autorin die Machenschaften der Hundemafia an, die leider nur allzu real sind.

— Klusi
Klusi

Trauriges Thema, aber in der Umsetzung nicht sonderlich spannend

— Bibliomarie
Bibliomarie

Unterhaltsamer Krimi aus dem Werdenfels mit traurigen Hunde-Schicksalen.

— stzemp
stzemp

Ernstes Thema, netter Krimi, doch eine Meinung muss jeder selbst haben

— KyraCade
KyraCade

Kurzweilig

— Muschel
Muschel

Trauriges Hintergrundszenario, hat mich nicht so begeistert wie der Vorgängerband, aber trotzdem sehr lesenswert.

— sommerlese
sommerlese

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  • Scharfe Hunde

    Scharfe Hunde
    Klusi

    Klusi

    06. August 2017 um 23:52

    Diesmal geht es in den Ermittlungen gleich um drei Tote, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenhängen, aber die Verstorbenen haben alle die gleiche Todesursache. Kein leichter Fall für Irmi Mangold und Kathi Reindl! Die beiden Ermittlerinnen sind mir inzwischen schon richtig ans Herz gewachsen, wenn ich auch Kathis forsche Art, vor allem ihrer Kollegin Andrea gegenüber, nicht gerade liebenswert finde. Andrea leistet gute Arbeit, aber manchmal denkt sie schneller als sie redet oder ist so in Gedanken, dass sie vergisst, ihre angefangenen Sätze zu beenden, und das nervt Kathi ungemein. Das Geplänkel unter Kollegen ist jedoch insgesamt amüsant. Aber zurück zum eigentlichen Fall, den die Komissarinnen hier bearbeiten. Während sie noch rätseln, was es mit den drei Toten auf sich hat und wie sie zusammenhängen könnten, wird ein ungarischer Laster gemeldet. Dieser ist gekippt und transportierte eine gar jämmerliche Ladung. Er hat jede Menge ganz junger Hunde an Bord, die zum Teil in einem schlimmen Zustand sind. Die Autorin ist engagierte Natur- und Tierschützerin, und sie liefert hier nicht nur einen exzellenten und spannenden Krimi, sondern sie prangert in diesem auch die kriminellen Machenschaften der Hundemafia an. Dies entspringt, im Gegensatz zur Handlung des Romans, leider nicht ihrer Phantasie, sondern ist bittere Realität. Die Angelegenheit geht nicht nur Kathi an die Nieren, sondern auch ich, als Leser, hatte gewaltig zu schlucken, wenn es um das Schicksal der kleinen Hunde ging, die viel zu früh von der Mutter getrennt wurden und eine ungewisse Reise antreten müssen, die viele von ihnen nicht überleben. Diejenigen, die den Transport überstehen, landen krank und verstört bei ihren neuen Besitzern, die beunruhigt und ratlos sind, wenn die erste Euphorie über das ach so niedliche Fellbündel verflogen ist.Da sich die Autorin bei der Tragödie um die kleinen Hunde kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern Klartext redet, möchte ich diejenigen vorwarnen, die ein Problem damit haben, wenn Tiere in einem Roman leiden müssen. „Scharfe Hunde“ ist bereits der achte Alpenkrimi mit den Ermittlerinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl. Wer jedoch beim Begriff „Alpenkrimi“ einen humorigen Regionalkrimi erwartet, wird hier enttäuscht, denn Nicola Förgs Spezialität ist es, in ihren Geschichten wahre Missstände im Bereich Naturschutz aufzudecken. Somit beschränken sich ihre Krimis nie auf „unterhaltsam“. Das sind sie zwar auch, keine Frage! Aber sie haben daneben sehr viel Insiderwissen zu speziellen, brisanten Themen zu bieten. Nebenbei geht es diesmal auch noch um eine All-Inklusive-Ferienkarte und ihre Auswirkungen auf den Tourismus im Allgäu.Wie man es von der Autorin kennt, ist auch ihr neuer Roman wieder randvoll gepackt mit Spannung, Scharfsinn, Emotionen und brisanten Infos.

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  • Armer Hund

    Scharfe Hunde
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    02. July 2017 um 13:38

    Irmi Mangold und Kollegin Kathi Reindl – die immer wie eine Bulldogge auf Speed agiert – bearbeiten einen Mord mit Pflanzengift, das Opfer hat sich vehement mit dem allmächtigen Werdenfelser Touristikverband angelegt. Dorthin führen auch erste Spuren. Genug Gelegenheit für Exkurse gegen „Geiz ist geil“-Vertreter, Anzugträger und das alles mit erhobenen Zeigefinger und einer Besserwisser-Attitüde, was mir schon im ersten Drittel immer mal wieder unangenehm aufgefallen ist. Der Krimi nimmt dann mit einem Zufallstreffer Fahrt auf, ein LKW verunglückt, die Ladung sind Dutzende illegal eingeschmuggelte Welpen aus osteuropäischen Qualzüchtungen. Irmi findet einige Querverbindungen zu der sonst so honorig wirkenden Dame aus dem Touristikverband und sieht sich mit den schlimmen, skrupellosen Machenschaften der Tiermafia konfrontiert. Nachdem ich einige Jahre keinen neuen Krimi der Autorin mehr gelesen hatte, bin ich auf diesen „Alpenkrimi“ neugierig geworden. Aber schon nach einigen Dutzend Seiten war mir wieder deutlich warum Nicola Förg nicht mehr ganz oben auf meiner Liste stand. Sie bringt viele wichtige Themen und ihre persönliche Weltanschauung mit ein, was legitim ist. Aber wie gesagt, geraten ihr diese Szenen manchmal sehr penetrant und belehrend. Wenn sie dann auch darüber vergisst einen spannenden Plot aufzubauen, sich mit holzschnittartigen beschriebenen Figuren und schlichten Dialogen begnügt, leidet das Lesevergnügen erheblich. Gerade bei den Personen hätte mir eine differenzierte Charakterisierung besser gefallen. Ich denke da besonders an die Tourismusexpertin Mann. Insgesamt hat mich der Krimi nicht recht fesseln und überzeugen können.

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  • Ein unbequemes Thema

    Scharfe Hunde
    abuelita

    abuelita

    28. April 2017 um 13:11

    Ein unbequemes Thema für viele Menschen, die  meinen, dass Tierschutz doch längst nicht sooooo wichtig ist. Ich finde die Geschichte/n von Nicola Förg seriös recherchiert und dass es eben hier immer wieder auch um Tiere geht – das finde ich persönlich gut. Die Autorin engagiert sich nun mal sehr dafür und was liegt dann näher, als auch darüber zu schreiben; vor allem, da sie sich sehr gut auskennt in dieser Materie.Allerdings kommen „die Deutschen“ im allgemeinen nun hier auch mal nicht ganz so gut weg; das ist für jeden, der Tiere liebt und sich für sie auch einsetzt, aber tatsächlich nachvollziehbar - na ja, für mich mal auf jeden Fall. Gut, aber hier geht es im Großen und Ganzen um den illegalen Handel mit Hunden und was damit alles zusammenhängt – ein großes Thema für einen kleinen Krimi und es sprengt auch fast den Rahmen. Dummerweise hat der Verlag das dann auch noch als Alpenkrimi tituliert; das wiederum passt hier aber nicht so richtig.Irmi Mangold, die nach wie vor sehr sympathische Kommissarin und ihre Kollegin Kathi Reindl, der genaue Gegensatz, haben viel zu tun, denn schliesslich ermitteln sie dieses Mal gleich in drei Morden, die aber, wie sich nach und nach herausstellt, alle zusammenhängen. Mehr sage ich nicht dazu. Die zwei Frauen sind sehr verschieden, ergänzen sich aber gut und mir gefällt vor allem die poltrige Kathi, der auch mal der Kragen platzt. In einer eher Ausnahmesituation allerdings wär ich lieber mit der sanften Irmi zusammen….Die Geschichte ist bedrückend und fesselnd, man liest und liest immer weiter, weil man endlich wissen will, wer hinter all diesem ganzen Elend steckt. Aber manches Mal blitzen auch Szenen auf, die zeigen, was die Autorin alles kann – da entstanden Bilder vor meinen Augen - manche, die ich lieber nicht so genau sehen wollte, manche aber, die mich auch  intensiv berührten. Von meiner Seite aus eine klare Leseempfehlung !

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  • Scharfe Hunde

    Scharfe Hunde
    twentytwo

    twentytwo

    30. March 2017 um 16:44

    Irmi, die gemeinsam mit ihrem Freund Jens und anderen Bulldogfans ihren Sonntag beim Oldtimertreffen verbringt, hat ein komisches Gefühl als während der Schau einer der Fahrer plötzlich zusammenbricht und stirbt. Nachdem wenig später feststeht, dass es sich bei der Todesursache um Vergiftung handelt, beginnt Irmi zu recherchieren. Da Selbstmord mit ziemlicher Sicherheit auszuschließen ist, muss Irmi sich die Frage nach Täter und Motiv stellen. Als es zu zwei weiteren Todesfällen, die ebenfalls auf Vergiftung zurückzuführen sind, wird der Fall mehr als rätselhaft, denn die Opfer scheinen sich noch nicht einmal gekannt zu haben. Erst nachdem Irmi durch Zufall eine Verbindung zwischen illegalem Welpenhandel und einem der Opfer entdeckt, wird langsam klar welche weitreichende Sauerei hinter der ganzen Sache zu stecken scheint. Irmi die immer tiefer in die Materie eintaucht, ist entsetzt und sie befürchtet das Schlimmste. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Kathi versucht sie nicht nur weiteres Unheil zu verhindern, sondern auch den skrupellosen Tierhändlern das Handwerk zu legen.FazitEine Story, die mit vielen Hintergrundinformationen zu illegalem Welpenhandel zum Nachdenken und Hinterfragen anregt, verpackt in einen eher behäbigen Kriminalfall der primär als Mittel zum Zweck dient.

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  • Ernstes Thema mit einem kleinen Aber

    Scharfe Hunde
    KyraCade

    KyraCade

    19. March 2017 um 15:26

    Eine tote Oma, ein toter niederländischer Tourist und ein toter Unternehmer. Was haben diese drei Personen miteinander zu tun? Und warum ist die CoolCard so verhasst, die doch eigentlich nur die Region beleben und Touristen anziehen soll? Irmi Mangold tappt im Dunkeln, bis sie auf einen Tiertransporter stößt und sich plötzlich mit der grausamen Realität des Hundewelpenhandels auseinandersetzen muss. Nicola Förg liebt Tiere über alles. Das wird nicht nur in jedem ihrer Romane deutlich, das merkt man auch, wenn man sie einmal persönlich auf einer Lesung erlebt. Eine lebensfrohe Frau, die sich den Tieren scheinbar näher fühlt als den Menschen - und ja, das macht sie sympathisch! Ihr neuer Alpenkrimi Scharfe Hunde beschäftigt sich mit einem Thema, das einem wirklich im Herzen wehtut: Hundewelpenhandel. Dabei hat Förg viel Recherche betrieben und sich auch entsprechend mit Tierschützern und Organisationen kurzgeschlossen. Hierbei geht es um mehr als um einen fiktiven Mord und ein Lesevergnügen, hierbei geht es um einen Aufschrei an uns alle: Tiere sind Lebewesen, die genauso fühlen wie wir Menschen! Zugegeben, es gibt Passagen im Buch, da möchte ich gerne mit ihr diskutieren, beispielsweise wenn es um Zoo Zajak in Duisburg geht, der von einigen verhasst, von anderen geliebt ist. Ich sehe ihn nicht als den bösen Tierquäler, als der er dargestellt wird, ganz im Gegenteil. Auch der moralische Zeigefinger nervt irgendwann. Förg hat sich auf "Geiz ist geil" eingeschossen und auf gefühlt jeder zweiten Seite wird das Thema aufgegriffen und verteufelt. Ach ja, und warum denn nicht mal eben über tausend Euro für einen Hund ausgeben? Hier kann und will ich der Autorin nicht folgen, denn das würde ich auch nicht einsehen. Die angebliche Schutzgebühr ist vielfach nichts als Geldmacherei. Es ist egal, ob ich einen Hund für zehn Euro oder für 1.000 Euro kaufe. Es ist nur wichtig, wo er herkommt, ob er gesund ist und es ihm gut geht.  Dass er nicht von Zuchtfarmen aus dem Osten stammt, krank, zu früh von der Mutter weggerissen mit dem einzigen Zweck, Geld zu machen. Sicherlich, und hier stimme ich absolut zu, muss man sich der Verantwortung für ein Tier, das man sich holt, vorher bewusst sein und sich auch fragen, ob man mit den Konsequenzen zurecht kommt: Tierarztkosten, Futter, Auslauf, was ist mit Urlaub etc. Außerdem ist ein Tier nicht perfekt. Es ist ein Lebewesen und liebenswert, weil es ist, wie es ist. Da stört keine Macke, kein kürzeres Bein, kein fehlender Zahn. Das Lebewesen ist kein perfektes Dekostück, das man sofort wieder wegschmeißen kann, wenn es nicht mehr zur Einrichtung passt. Diesen moralischen Zeigefinger muss man Förg zugestehen und hier spricht sie sicherlich vielen aus der Seele. Es ist das Hauptthema des neuen Buches und man muss sich bitte darauf einlassen. Der Krimiteil kommt aber auch nicht zu kurz, da man erst mal die Toten hat, dann einen Zusammenhang erkennen muss, es kommen noch einige Gefahren und Verwicklungen hinzu, die dann wirklich aus einem Roman einen Krimi machen. Scharfe Hunde ist der typische Förg-Stil, es geht also eigentlich um ein anderes Thema, der Mord ist nur das schmückende Beiwerk. Trotzdem ein wahrer Lesespaß, der einem schon mal Tränchen abringen kann, wenn man von den Tieren liest - auch wenn es für mich nichts Neues war und ich als Reptilienhalterin das Thema mit Schlangen sehr gut kenne. Scharfe Hunde ist der achte Band der Reihe um Kommissarin Mangold. Wieder ein ernstes Thema, das Nicola Förg hier aufgegriffen hat und im Schutze des Alpenkrimis der breiteren Masse zugänglich machen will. Ein ernstes Lesevergnügen.

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  • Wie immer unterhaltsam

    Scharfe Hunde
    Muschel

    Muschel

    16. March 2017 um 10:41

    Die Reihe um Irmi Mangold lese ich gerne, weil sie wunderbar unterhaelt und man nur so durch die Seiten fliegt. Auch dieser Band hat mir zwei entspannte Tage bereitet.

  • Geiz ist geil

    Scharfe Hunde
    sommerlese

    sommerlese

    08. March 2017 um 17:03

    Mit "Scharfe Hunde" hat Bestsellerautorin "Nicola Förg" einen weiteren Alpen-Krimi aus ihrer Heimat Garmisch geschrieben. Es ist der 8. Band ihrer Irmi Mangold-Reihe, die beim Pendo Verlag, zugehörig zum Piper Verlag erscheint. Bei einem Oldtimertreffen stirbt der Besitzer einer Outdoor-Agentur in seinem Traktor. Was anfangs noch nach Herzinfarkt aussieht, entpuppt sich schnell als Vergiftungsfall. Die Garmischer Kommissarin Irmi Mangold und ihre Kollegin Kathi Reindl ermitteln wieder. Kurz darauf gibt es noch weitere Todesfälle, ein holländischer Camper und eine alte Dame sterben ebenfalls an einem tödlichem Gift: Eisenhut. War dieses Gift mit Suizidabsichten genommen worden oder steckt hier mehr dahinter? Die Fälle weisen keinerlei Verbindungen auf und Irmi und Kathi tappen im Dunkeln.  Die vorliegenden Eisenhutvergiftungen führen die beiden unterschiedlichen Ermittlerinnen Irmi und Kathi in die Touristikbranche ihrer Allgäuer Heimat. Dort herrscht Zwist über eine Ferienkarte, die den Touristen kostenlose Zusatzleistungen ermöglicht. So wie der tote Gleitschirmflieger profitieren nicht alle in der Branche davon und so vermutet Irmi Mangold hier einen Zusammenhang mit den Toten. Zusätzlich bringt der Unfall eines ungarischen LKW die Spur auf einen florierenden Handel mit Hundewelpen. Wie üblich, bringt Nicola Förg in ihren Krimis ihre Liebe zur Natur und in diesem Fall am Beispiel von Hunden zum Ausdruck. Sie baut die kriminellen Hundewelpenhändler geschickt mit in ihren Krimi ein und zeigt die unschönen Machenschaften dieser skrupellosen Verbrecher. Denn Hundewelpen sind gefragter denn je, besonders Rassehunde will jeder haben, das treibt die Nachfrage und die Preise in die Höhe. Es gelingt Nicola Förg sehr stimmig, auf ihrer Suche nach Verdächtigen die Atmosphäre in Ungarn und die gastfreundliche Mentalität seiner Bewohner einzufangen. Aber auch die Probleme im Hotel- und Gaststättengewerbe werden deutlich gemacht. Besonders aussagekräftig ist hier der Konflikt zwischen den Befürwortern und Gegnern einer All-Inclusive-Ferienkarte dargestellt. Wie so typisch für Förgs Bücher, geht es ihr auch in "Scharfe Hunde" um einen fürsorglichen Umgang mit Tieren, in diesem Fall ist Irmi einem skandalösen Handel mit Hundewelpen auf die Schliche gekommen und was dort zum Gelderwerb geschieht, treibt nicht nur Hundehaltern die Tränen in die Augen, sondern gibt auch allen Hundelosen zu denken.Neben dieser belastenden Geschichte mit dem traurig stimmenden Hundehandel, ist der Krimi mit dem Privatleben von Irmi und Kathi unterhaltsam angereichert. Förg zeigt ihre menschlichen Sorgen und Nöte und bringt ebenso viel Verständnis für die anderen Charaktere des Buches auf. Viele Figuren hätten ein plausibles Motiv für den Tötungsvorgang gehabt. Da wundert es nicht, dass sich die Kommissarin schnell einer Fülle potentieller Verdächtiger gegenübersieht.Vom allgemeinen Handlungsverlauf her, gibt es einige Spannungseinbrüche zu beobachten. Manchmal plätschert es zu sehr vor sich her, um noch als Krimi gelten zu können. Dabei sind die Charaktere sehr interessant und mit hintergründiger Absicht so gewählt und so beschrieben. Auch die Dialoge sind mit etwas Humor gewürzt und wirken wie ihre Sprecher eben sind, launisch oder zickig, liebenswert oder verabscheuungswürdig. Mich hat vor allen Dingen das Ende dann noch versöhnt, diese Überraschung habe ich zwar erwartet, aber nicht in dieser speziellen Weise.Dieses Buch ist weniger ein Krimi, dafür aber mit großer Liebe zu den Tieren geschrieben und mit der Problematik unserer Zeit, der "Geiz ist geil-Haltung" angereichert. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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