Nicola Förg Scheunenfest

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Inhaltsangabe zu „Scheunenfest“ von Nicola Förg

Düster ragt das Skelett einer abgebrannten Scheune in den Himmel über dem Ammertal. Bei den Aufräumarbeiten werden darin die verkohlten Leichen zweier Frauen gefunden. Wurden die beiden Opfer eines tragischen Unfalls, oder hat jemand versucht, die Spuren eines Verbrechens zu verschleiern? Ein neuer verzwickter Fall für Irmi Mangold und Kathi Reindl.

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  • Was macht die Katze im Silo?

    Scheunenfest
    abuelita

    abuelita

    19. August 2014 um 19:32

    Ein großer Brand in Unterammergau – und im alten Silo findet man zwei tote Frauen und später eine tote Katze. Wollte die eine Frau- vermutlich die Pflegerin des alten Bauern-Ehepaars-die Katze retten, ist ohnmächtig geworden (im Silo entstehen hochgiftige Gase…) und war es das Schicksal der zweiten jungen Frau, die vermutlich helfen wollte, auch zu sterben? Wer sind die Frauen ? War es ein Unfall oder Mord - - - oder war alles ganz anders? In der Bauernfamilie will keiner etwas wissen und eine Phosphorbombe in der Tenne gibt noch zusätzliche Rätsel auf. Kati ruft Irmi, die zur Zeit in Norwegen Urlaub macht, zu Hilfe…. Nun, endlich mal wieder Spannung und ein Ermittler-Duo, das so gegensätzlich ist und sich doch so gut ergänzt. Allerdings war es ein wenig schwierig, sich daran zu erinnern, warum Irmi diese Auszeit überhaupt braucht – wer „Platzhirsch“ nicht gelesen hat, versteht vermutlich nicht ganz, warum es nicht anders ging. In meinen Augen wäre es besser gewesen, die zwei anderen Themen zu beschränken, und hier mehr – im Rückblick – zu erzählen. Überhaupt die, wie jetzt wohl weiterhin üblich, zusätzlich ernsten Themen - auch in diesem Buch nun wieder. Gut, eines leuchtet mir ja noch ein - die ausländischen Pflegekräfte und all die damit verbundenen Probleme. Aber musste denn auch wirklich noch jede Menge Geschichte mit ins Buch? Nicht nur von Oberbayern dieses Mal - nein auch nach Norwegen und in den 2. Weltkrieg reist der Leser mit der Autorin. Das war mir zu viel – ich wollte wissen, wie es im Kriminalfall weitergeht und nicht lange, oft gequält in die Länge gezogene Szenen über die damalige Zeit lesen. Sinnvoll finde ich das jedenfalls nicht; es geht zu Kosten des eigentlichen Falles. Dieser ist, wie gesagt, schon spannend, aber am Ende auch ziemlich konstruiert. Es ist – ja, einfach zu viel geworden. Sicher, Frau Förg hat es geschafft, das Ganze letztendlich noch „rund“ zu machen und zusammen zu führen, aber überzeugt hat mich das nicht…. Und Irmi und Kati, beide ganz „soft“, aus lauter Ehrfurcht vor all dem, was vor vielen, vielen Jahren war – das „passte“ alles nicht mehr so richtig. Wie gesagt, ohne diese langen geschichtlichen Abhandlungen, mit etwas mehr Pep und Augenmerk eben nur auf ein Thema (Pflege) kann ich mir vorstellen, dass dieser Krimi wieder mal DER Knaller geworden wäre. So aber….bleibt es bei 4 Sternchen von meiner Seite aus….

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  • Scheunenfest

    Scheunenfest
    Klusi

    Klusi

    10. August 2014 um 21:48

    Nach einem Scheunenbrand in Unterammergau werden im angrenzenden Silo des Anwesens zwei verbrannte Frauenleichen gefunden. Kathi Reindl von der Mordkommission Garmisch, die sich mit dem Fall befasst, stellt sehr bald fest, dass die beiden Frauen bereits tot waren, als der Brand ausbrach. Handelt es sich um einen Unfall, wollten die beiden Frauen eine Katze retten und wurden Opfer der gefährlichen Gase im Silo oder war es doppelter Mord? Kathi ruft ihre Kollegin Irmi Mangold zur Hilfe, die sich gerade eine Auszeit genommen hatte, um die schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten, die sie bei ihrem letzten Mordfall machen musste. Nun ist Irmis alter Elan wieder da, und sie stürzt sich sofort in die Ermittlungen. Untersuchungen bringen zutage, dass es sich bei der einen Toten um die junge Rumänin Ionella handelt, die als Pflegekraft für das alte Ehepaar gesorgt hat, dem der betroffene Bauernhof gehört. Das zweite Opfer stellt sich als die norwegische Studentin Runa heraus, die mit Ionella befreundet war. Während der Vernehmungen der Familie, der das Anwesen gehört, treffen die beiden Ermittlerinnen und ihr Team auf ganz verschiedene Charaktere, die zum Teil sehr ablehnend reagieren, als sie nach Ionella befragt werden. Der Fall wirft viele Fragen auf. Was hatten die beiden Frauen in dem Silo zu suchen und wer hätte einen Grund gehabt Ionella und ihre Freundin umzubringen? „Scheunenfest“ ist bereits der sechste Fall für das erfolgreiche Ermittlerteam um Irmi Mangold und Kathi Reindl. Ich habe noch nicht alle gelesen, sondern die Serie erst mit dem vorherigen Band „Platzhirsch“ kennengelernt, wobei ich jedoch die beiden Protagonistinnen gleich ins Herz geschlossen habe. Die Bücher der Serie von Nicola Förg werden als „Regionalkrimis“ eingeordnet, und auf dem Cover, das den Eindruck verstärkt, steht auch ganz groß „Alpenkrimi“. Wer hier jedoch urige Hüttengaudi mit kauzigen Ermittlern erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen, denn Nicola Förgs Krimis spielen zwar im Alpenland, aber sie haben durchaus einen ernsten Hintergrund. Wie bereits im vorherigen Band, gibt es auch diesmal wieder historische Verknüpfungen zum Fall, und auch in ihrem neuen Krimi bringt die Autorin ihren Lesern ein Schicksal nahe, das auf „Altlasten“ der Geschichte beruht, in diesem Fall führt die Spur zurück zur Zeit des zweiten Weltkriegs, als viele deutsche Soldaten als Besatzer in Norwegen eingesetzt waren. Auch über Norwegens benachteiligte Bevölkerungsgruppe der Samen erfährt man so einiges. Die Autorin untergräbt die vielfach propagierte und gepriesene „Landlust“ und rückt das Bild von der ländlichen Idylle zurecht, das sich vielfach in den Köpfen festgesetzt hat, denn trotz der malerischen Landschaft ist auch in der Alpenregion nicht alles eitel Sonnenschein. Nicola Förg schildert Szenen aus dem Alltag und beschreibt die Situation der Bauern, die nicht so rosig ist, wie Hochglanzmagazine uns gerne glauben lassen. Sie zeichnet sehr facettenreich eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Charaktere, da gibt es die Stillen, die Perfekten, die Gutmenschen, die Urigen, die Aufrührerischen und die Ungehobelten, halt wie auch im wirklichen Leben. In einer realistischen, glaubhaften Kulisse hat sie wieder einen packenden Fall für ihre beiden sympathischen Heldinnen des Alltags geschaffen, der fast bis zuletzt Fragen offen lässt und den Leser kräftig ins Grübeln bringt.

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  • Viel Geschichte - wenig Krimi

    Scheunenfest
    KyraCade

    KyraCade

    04. August 2014 um 17:14

    Es brennt! Was anfänglich nach einem normalen Silobrand aussieht, wird schnell zu einem Fall für die Kripo, denn in der Asche werden die Leichen von zwei jungen Frauen und einer Katze entdeckt. Die Identifizierung der Leichen ist schwerer als gedacht und plötzlich finden sich die beiden Ermittlerinnen Irmi und Kathi in einem familiären Intrigenspiel wieder. Nach ihrem letzten Fall im "Platzhirsch" braucht Irmi Mangold eine lange Auszeit. Leider erfährt der Leser diesen Zusammenhang aber kaum und hat auch ein wenig Probleme, alles auf die Reihe zu bekommen, was er an rudimentären Informationen bekommt. Wer den Vorgänger nicht gelesen hat, versteht überhaupt nicht, was so schlimm war, dass die abgebrühte Kommissarin plötzlich die Einsamkeit Norwegens sucht - und wer das Buch kennt, muss auch ein bisschen selbst die Geschichte erzählen, die sich zwischen beiden Bänden zuträgt. Das ist schade, denn so verliert man den Anschluss und wird sofort auf eine Schwäche des Buches aufmerksam gemacht. Natürlich ist es nicht üblich für Förg, das Seelenleben und die Phasen zwischen den einzelnen Fällen der Ermittler ausführlich zu beschreiben. Jedoch fehlt es hier einfach an Zusammenhang und an der Verbindung zwischen beiden Büchern, was sehr schade ist. Vielleicht muss Förg sich kurz halten, doch der ein oder andere fortführende Satz hätte dem Buch sehr gut getan. Wie immer erfährt man viel Geschichtliches, dieses Mal nicht nur aus Oberbayern, sondern auch Norwegen und der Leser wird mitgenommen auf eine Reise in die Kälte und den Zweiten Weltkrieg. Ob diese Reise allerdings so stimmig ist, muss jeder für sich entscheiden. Manches geht in diesem Buch viel zu schnell und erscheint eher ein Zwang zu sein, ganz viel Wissen in ein kleines, unschuldiges Buch zu quetschen, auch wenn es gar nicht so richtig hineinpassen mag. So sind manche Ausflüge in die Historie in Dialoge eingebaut, die dadurch fast schon sinnlos erscheinen und Szenen unschön in die Länge ziehen. Spannend ist der eigentliche Kriminalfall schon, auch wenn der zu ruckartig und ohne viel Liebe erzählt wird. Eher langweilig plätschert er dahin und wird zwischendurch mal wieder aufgegriffen, wenn Irmi Mangold gerade nicht durch die Welt reist oder etwas aus der Vergangenheit dieser Welt erzählt. Nein, ganz trist kommt das Buch nicht daher und sicherlich ist "Scheunenfest" auch ein netter, aber leider auch etwas seichter Lesespaß. Er eignet sich vielmehr dazu, einen kleinen geschichtlichen Teil zu erfahren, das Oberbayerische noch ein Stück näher kennenzulernen und schön verpackt in der Bauern-Idylle einen Mord aufgeklärt zu bekommen. Ganz niedermachen möchte ich Förg aber nicht. Ihre Bücher haben einen gewissen Kultstatus und haben vor allem auch Charme, bringen das Ländliche gut rüber und sind literarischer Urlaub in Oberbayern. "Scheunenfest" enthält zwar nur wenige bayerische Sätze und auch fehlen diese typischen Ausdrücke und Redewendungen, die dem Ganzen noch mehr Lokalkolorit verleihen würden. Für Förg-Fans ein absolutes Muss, für Alpenkrimi-Leser ein deutliches Kann. Wer keine spannende Ermittlungsarbeit erwartet und gerne auf eher spielerische Weise Geschichte erfahren möchte, der hat  auf jeden Fall das richtige Buch in der Hand!

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  • Der achte Fall von Mangold/Reindl

    Scheunenfest
    numinala

    numinala

    05. July 2014 um 20:30

    Rezension Nachdem die Feuerwehr den Brand auf dem Hof des Altbauern Schmid  gelöscht hat, finden sie zwei verbrannte Leichen im Silo.Wie sich herausstellt  handelt es sich um die rümänische Pflegekraft Ionella, die sich im Wechsel  mit anderen Frauen aus Rumänien um die alten Schmids kümmerte,  weil keiner in der Familie dafür die Zeit, die Kraft oder die Muse hatte.  Bei der zweiten Leiche handelt es sich nicht, wie zunächst angenommen um eine  befreundete Pflegerin, sondern um ein norwegisches Au-Pair Mädchen. Alles könnte auf einen Unfall hindeuten - die beiden Frauen hatten versucht eine Katze zu retten, die ins Silo gelaufen war und alle drei wurden von den Dämpfen bewußtlos und starben. Allerdings hätte die Katze dann keinen eingeschlagenen Schädel .... Das Ermittlerduo Irmi Mangold und  Kathi Reindl machen sich mit ihrem Team an die Arbeit. Die Familie Schmid entpuppt sich nicht unbedingt als nett. Ging es darum  die alten Leute ins Pflegeheim abzuschieben um den Hof und das Land schnellstens zu verkaufen. Oder ging der sexuelle Übergriff des Enkels  an einer 'billigen Rumänin' diesmal schief.In was für Geschäfte  sind die Schmids verwickelt ? Eine Phosphorbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die in der Scheune lag, hatteden Brand beschleunigt. Der alte Schmid war damals in Norwegen stationiert ... Das norwegische Au-Pair Mädchen hatte interessanten E-mail Kontakt in die Heimat. Wäre das zu weit hergeholt ? Fazit Ein guter Kriminalroman mit ernsten Themen im Hintergrund. Da während der Ermittlung auch eine Reise nach Norwegen ansteht und Irmi Mangold  dort vorher eine Zeit zur Erholung verbracht hatte, erfährt man nicht nur viel über die Geschichte Bayerns, sondern auch über Norwegen und die Zeit des zweiten Weltkrieges. Dies ist der achte Fall von Mangold/Reindl - mein erster, aber man kommt problemlos in die Geschichte hinein - ein gut zu lesendes Buch ohne Blut und fiese Einzelheiten.  Viele Grüße von der Numi

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  • Leserunde zu "Scheunenfest" von Nicola Förg

    Scheunenfest
    Tinkers

    Tinkers

    Am 7. Mai starte ich hier eine Leserunde zu "Scheunenfest".

    Zum Welttag des Buches 2014 verloste ich das Buch auf meinem Blog tinkersbuchwelt.blogspot.de und werde es nun hier mit meiner Gewinnerin selinavo lesen.

    Aber auch andere, die das Buch bereits haben, dürfen gerne mitdiskutieren!!!

    • 10
  • Mittelmäßiges Scheunenfest mit guten Hintergrundinformationen

    Scheunenfest
    Selinavo

    Selinavo

    Das Buch handelt von Irmi und Kathi, die bei der Polizei arbeiten und einen Fall in Bayern aufdecken müssen. In einer abgebrannten Scheune werden zwei Frauenleichen gefunden, woraufhin sich die Frage stellt, ob es Mord oder ein Unfall war. "Scheunenfest" hat zwischendurch ganz nette Passagen. Besonders steht dort das Thema Toleranz und Globalisierung ganz weit im Vordergrund, was ein sehr wichtiges Thema ist, damit verbunden natürlich auch der 2. Weltkrieg. Ein treffendes Zitat möchte ich von Seite 118 dabei erwähnen: "Früher stand da Karl-Heinz oder Günni, dann Ali oder Enzo und heute liest man Wladimir und Piotr, oder? Und wir sind längst auf Arbeitskräfte aus dem Osten angewiesen, und dann muss man sich so einen Schmarrn anhören wie bei der Familie Schmid - dass die Ausländer nichts taugen, nur klauen, kein Deutsch können." Auch wurde beim Buch sehr gut an Hintergrundwissen recherchiert. Allein die ganze Verbindung von Norwegen und Deutschland im 2. Weltkrieg - sehr gut! Auch wurde Bezug auf das sozialdemokratische Wohlfahrtssystem Norwegens und das konservative Wohlfahrtssystem Deutschlands bezug genommen - sehr gut! Allerdings die Geschichte an sich war zwischendurch verwirrend und an einigen Stellen unrealistisch - meiner Meinung nach! Der Schluss war abgehackt, nachdem der Fall gelöst wurde. Es wirkte, als ob das Buch schnell abgeschlossen werden müsste. Viele offene Fragen gab es für mich noch. Das war mein erster Alpenkrimi und ich werde definitiv noch einen zweiten lesen, dann kann ich auch Vergleiche anstellen! :)

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    • 2
    Arun

    Arun

    27. May 2014 um 00:29
  • Der sechste Fall für die oberbayrischen Ermittlerinnen Irmi Mangold und Kathi Reichl

    Scheunenfest
    Girdie

    Girdie

    „Scheunenfest“ von Nicola Förg ist der nun bereits sechste Fall für die Kommissarin Kathi Reindl und ihrer Vorgesetzten Irmi Mangold. Doch zuerst sieht es so aus, als ob Kathi den neuen Fall allein mit ihrer Kollegin Andrea aufklären muss, denn Irmi macht Urlaub im Norden Norwegens. Hier macht sie eine Auszeit von ihrem letzten Fall, der ihr psychisch sehr zugesetzt hat. Doch als Kathi Irmi anruft, erwacht schnell wieder deren Kriminalistensinn. In Unterammergau ist eine Tenne abgebrannt. Im darin befindlichen alten Holzhochsilo werden zwei Frauenleichen gefunden und, wie sich später herausstellt, auch eine tote Katze. Gerät man in Bodennähe des Silos, stirbt man schon nach kurzer Zeit an den Gärgasen. Eine der toten Frauen war Pflegerin des alten Bauern und seiner Frau, denen der Hof gehört. Für Kathi und der aus dem Urlaub zurückgekehrten Irmi stellt sich nicht nur die Frage danach, welche Identität die zweite Tote hat, sondern ob die Frauen versehentlich ins Silo gerieten oder hineingestoßen wurden. Weitere Fragen wirft eine Phosporbombe auf, wie sie im zweiten Weltkrieg verwendet wurde, die in der Tenne platziert war. In der Familie des Bauern begegnen den beiden Ermittlerinnen Hass und Missgunst. Und erst nach mühsamer Kleinarbeit kommen sie einem alten Familiengeheimnis auf die Spur, das eventuell zur Aufklärung des Falls beitragen könnte. Ich habe bisher noch keinen Krimi dieser Ermittlerinnen-Reihe gelesen. Doch die Autorin hat entsprechend fehlendes Vorwissen geschickt in den Roman eingebaut, so dass sich für mich letztlich ein rundes Gesamtbild ergeben hat. Von Beginn an merkt man, dass die beiden Vermittlerinnen vertraut im Umgang miteinander sind. Sie ergänzen sich in ihren Eigenschaften sehr gut. Irmi ist die etwas Ältere der beiden und eine typische Dorfbewohnerin. Sie ist geschieden, kinderlos und wohnt zusammen mit ihrem Bruder. Sie kann gut mit anpacken und bringt in ihre Ermittlungsarbeit nicht nur das Wissen über die örtlichen Gepflogenheiten, sondern auch Kenntnisse über handwerkliche Tätigkeiten mit. Kathi ist dagegen ein leicht aufbrausender Typ. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ist oftmals erschreckend ehrlich, jedoch nicht nachtragend. Zum Glück weiß Irmi Kathis Temperament stets schnell abzukühlen. Neben der Liebe zur Heimat fühlt man durch die begeisterte Beschreibung der Landschaft und so mancher norwegischer Eigenheit in diesem Krimi auch ein Faible der Autorin zu Norwegen. Doch unterbrochen wird die Schwärmerei durch viel ernstere Themen, die sich bei der Aufklärung des Falls ergeben. Die Autorin hat dazu sehr gut recherchiert. Feindlichkeiten, die sich aus der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, sei es durch örtliche Verbundenheit oder im größeren Maß ethnisch, werden hier angesprochen. Einen kritischen Blick wirft sie aber auch auf die Probleme junger Osteuropäerinnen, die als Pflegerinnen auf Zeit nach Deutschland kommen. Trotz der ernsten Hintergründe war der Krimi sehr unterhaltsam und vom Schreibstil her mühelos zu lesen. Eingeflochtene Wortwechsel im bayrischen Dialekt wirkten auflockernd. Dank einiger unerwarteter Wendungen konnte auch die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten werden. Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen und ich empfehle das Buch gerne an Leser von guten Krimis weiter.

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    • 2
    Arun

    Arun

    08. May 2014 um 23:31
  • Buchverlosung zu "Scheunenfest" von Nicola Förg

    Scheunenfest
    Tinkers

    Tinkers

    Ich verlose am Welttag des Buches 3 Bücher auf meinem Blog tinkersbuchwelt.blogspot.de  Das zweite ist: "Scheunenfest" von Nicola Förg Meldet Euch einfach hier, auf meiner Facebookseite oder auf meinem Blog, wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt. Einzige Bedingung: Gewinner/in und ich lesen das Buch zeitgleich (zeitliche Absprache dann in Ruhe) und wir besprechen es in einer gemeinsamen Leserunde oder per Mail. Viel Glück!!!

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    • 20
  • Lehrreich, spannend und humorvoll

    Scheunenfest
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    04. April 2014 um 15:40

    INHALT "In der Brandruine einer Scheune werden in Unterammergau die Leichen zweier junger Frauen entdeckt. Die Rumänin Ionella hatte das alte Ehepaar gepflegt, dem der Bauernhof gehört. Ihre Freundin, eine junge Norwegerin, war als Au-pair in Deutschland. Ein Unfall? Fest steht jedenfalls, dass sie schon tot waren, als der Stadel Feuer fing. Und die Brandstelle hält noch eine weitere Überraschung für Irmi und Kathi bereit: In der Scheune lagerte eine Phosphorbombe! Die könnte den Brand ausgelöst haben, aber nun will sie natürlich niemandem mehr gehören. Sind die beiden Frauen einer Verkettung unglücklicher Umstände zum Opfer gefallen? Die Schafe und Ziegen waren gerade an diesem Tag nicht im Stadel, obwohl es draußen gestürmt und geschneit hat – wollte jemand einen Doppelmord vertuschen, aber die Tiere verschonen?"Quelle Pendo MEINE MEINUNG Ein humorvoller Krimi, der in den Alpen spielt. Eine recht moppelige Katze vorne auf dem Cover. Wie kann ich da widerstehen? Von Nicola Förg kannte ich bisher Platzhirsch, das ich im letzten Jahr etwa zur gleichen Zeit wie jetzt gelesen habe.  Schon damals hat mir die Vermischung von Kriminalroman, Humor und geschichtlichen Fakten gut gefallen. In Scheunenfest treffen wir wieder auf das Ermittlerduo Irmo Mangold und Kathi Reindl. Neben dem spannenden Kriminalfall, der mir dieses Mal bessere gefallen hat als bei Platzhirsch(ich habe länger für die Auflösung gebraucht als beim Vorgänger), geht es um das Problem der Pflegehilfe in Deutschland. Vor allem geht es um ausländische Pflegekräfte, darum, wie sie leben (müssen) und wie es in Deutschland ohne sie aussehen würde.  Auch historische Fakten, wie etwa die Rolle Norwegens im zweiten Weltkrieg, wurden mit eingebaut. Nicola Förg hat einen schönen Mittelweg gefunden, die geschichtlichen Fakten mit dem Kriminalfall zu verbinden und trotzdem den recht heiteren Ton beizubehalten, den man von den Mangold und Reindl Fällen kennt. Die Recherchearbeit überzeugt und die Orte, in denen die Geschichte spielt, sind sehr ausführlich und detailliert beschrieben.  Scheunenfest ist ein spannender, interessanter, regionaler Alpenkrimi.   4 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1 Punkt ~*~ Pendo ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-86612-344-1 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ März 2014 ~*~

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  • Spannend und unterhaltsam

    Scheunenfest
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    02. April 2014 um 01:31

    In Unterammergau brennt es. Eine große Scheune steht in hellen Flammen, und die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften haben Mühe, das Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus zu verhindern. Die Scheune brennt völlig nieder. Dabei ist der Brand nicht einmal das Schlimmste. Bei den Aufräumarbeiten werden die verkohlten Leichen zweier Frauen entdeckt. Hat die Familie des Hofeigentümers etwas damit zu tun? Sympathisch sind die Familienmitglieder jedenfalls nicht. Und schnell stellt sich heraus, dass die Rumänin Ionella, die als Pflegerin der Hofeigentümer auf dem Hof war und dort wie eine Sklavin behandelt wurde, eine der Toten ist. Aber wer ist das andere Opfer? Vielleicht eine Norwegerin, die mit Ionella befreundet war? Sind die Frauen einem Unfall zum Opfer gefallen oder war es Mord? Irmi kommt vorzeitig von ihrem Norwegenaufenthalt zurück, um Kathi bei diesem Fall helfen zu können. Das ist auch bitter nötig, denn Kathi macht aus ihrer Abneigung gegen die Familie Schmid kein Hehl. Aber ganz so einfach ist der Fall nicht. Eine überraschende Spur führt nach Norwegen und tief in die Vergangenheit. Nicola Förg ist erneut ein spannender Krimi gelungen, bei dem politische Themen in die Handlung integriert werden, was mir an dieser Reihe besonders gefällt. In diesem Band geht es um das Problem der Pflege. Ohne – billige – Kräfte aus Osteuropa wäre der Pflegebedarf in Deutschland schon lange nicht mehr zu decken. Und unter welchen Bedingungen manche dieser Frauen arbeiten müssen, wird im Buch erschreckend realistisch aufgezeigt. Das zweite große Thema des Buches ist die Besetzung Norwegens durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Darüber ist hierzulande immer noch viel zu wenig bekannt; umso größer ist das Verdienst der Autorin, dieses Kapitel der deutschen Geschichte in einen Krimi einzubauen. Trotz der ernsten Themen liest sich auch dieser Band der Reihe gewohnt unterhaltsam. Die Protagonistinnen Irmi und Kathi werden mir immer sympathischer.

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