Nicola Upson

 4 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor*in von Mit dem Schnee kommt der Tod, Experte in Sachen Mord und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Nicola Upson wurde 1970 in Suffolk, England, geboren und studierte Anglistik in Cambridge. Bekannt wurde sie mit ihrer Josephine-Tey-Krimireihe. Mit dem Schnee kommt der Tod war nominiert für den CWA Historical Dagger Prize (2021). Wer stirbt an Weihnachten? wurde in Großbritannien in kürzester Zeit zum Bestseller. Nicola Upson lebt in Cambridge und Cornwall. 

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Wer stirbt an Weihnachten? (ISBN: 9783036951898)

Wer stirbt an Weihnachten?

Erscheint am 14.09.2026 als Gebundenes Buch bei Kein & Aber.

Alle Bücher von Nicola Upson

Cover des Buches Mit dem Schnee kommt der Tod (ISBN: 9783036950112)

Mit dem Schnee kommt der Tod

(44)
Erschienen am 13.10.2023
Cover des Buches Experte in Sachen Mord (ISBN: 9783036950136)

Experte in Sachen Mord

(27)
Erschienen am 13.10.2023
Cover des Buches Dorf unter Verdacht (ISBN: 9783036950129)

Dorf unter Verdacht

(14)
Erschienen am 13.10.2023
Cover des Buches Wenn die Masken fallen (ISBN: 9783036950266)

Wenn die Masken fallen

(10)
Erschienen am 16.05.2024
Cover des Buches Drehbuch des Todes (ISBN: 9783036950310)

Drehbuch des Todes

(8)
Erschienen am 16.05.2024
Cover des Buches Die Schatten alter Sünden (ISBN: 9783036950488)

Die Schatten alter Sünden

(5)
Erschienen am 10.10.2024
Cover des Buches Tödliche Sommerfrische (ISBN: 9783036950495)

Tödliche Sommerfrische

(3)
Erschienen am 10.10.2024
Cover des Buches Ein unheilvolles Vermächtnis (ISBN: 9783036950693)

Ein unheilvolles Vermächtnis

(0)
Erscheint am 09.11.2026

Neue Rezensionen zu Nicola Upson

Cover des Buches Tödliche Sommerfrische (ISBN: 9783036950495)
Ms_Violins avatar

Rezension zu "Tödliche Sommerfrische" von Nicola Upson

Ms_Violin
Hier habe ich mich über zu viele Dinge ärgern müssen

Es hätte so schön sein können: Im Sommer 1936 möchte Josephine Tey mit Freunden im Urlaubsort Portmeirion in Wales ihren vierzigsten Geburtstag feiern. Gleichzeitig bemüht sich der berühmte Alfred Hitchcock um die Filmrechte an ihrem Roman Klippen des Todes. Doch durch den Mord an einer Hollywood-Ikone geraten die Feierlichkeiten vollkommen aus dem Ruder. Eine brutale Mordserie nimmt ihren Lauf.


Was ich an der Reihe ja mag, ist dass es hier kein starres Erzählmuster gibt. Beim letzten Mal haben wir uns der Handlung angenähert über ein Buch, welches Josephine gerade schrieb, während wir dieses Mal einige Jahre nach den eigentlichen Geschehnissen - und sogar nach Josephines Tod - ansetzen.
Zwar erfahren wir so schon, die Anzahl der Opfer, die uns erwarten werden und auch wie diese zu Tode kommen werden, aber viele wichtige Fakten werden uns natürlich noch nicht verraten, sondern nur so viele, um uns so richtig gespannt zu machen auf die Geschehnisse in Portmeirion 1936.
Besonders die Andeutung, dass damals wohl die falsche Person verantwortlich gemacht wurde für die Verbrechen, hat natürlich sofort mein Interesse wecken können. Vor allem da Archie, dem 1954 - kurz vor seiner Pensionierung - neue Erkenntnisse zuteil werden, sofort zugibt, dass er mit den damaligen Ermittlungen nicht ganz zufrieden war.
Ich war also gespannt zu erfahren, was sich tatsächlich zugetragen hat und warum er schon damals möglicherweise Zweifel hatte.

Was ich an der Reihe immer etwas schwierig finde, sind die fiktionalisierten Versionen echter Menschen. Mit Josephine Tey habe ich mich mittlerweile arrangiert, wobei es auch hilfreich ist, dass dieser Name eigentlich nur eines ihrer Pseudonyms war und sie mir zuvor gar nicht bekannt war. Ich hatte also gar kein Bild von ihr im Kopf.
Dieses Mal spielen aber auch noch die Hitchcocks eine nicht unerhebliche Rolle in diesem Buch.
So ganz weiß ich wirklich nicht, was das immer soll.

Ein paar Probleme hatte ich auch damit, dass uns hier eine recht große Anzahl neuer Figuren vorgestellt wird, die alle irgendwie mit den Hitchcocks oder dem Ort (oder beiden) in Verbindung stehen.
Es hat eine Weile gedauert bis ich wusste, wer wer sein soll. 

Allerdings hatte ich für die Einordnung auch (leider) wirklich extrem viel Zeit.
Obwohl wir ja schon im ersten Kapitel erfahren, wieviele Opfer es geben wird und etwas über die Umstände ihres Todes, vergehen über zweihundert Seiten bis die Morde tatsächlich geschehen und zwar im sage und schreibe VIERTEN Teil des Buches.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich leider auch schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wer die Opfer sein würden und wen man verantwortlich halten würde und so kam es dann auch.
Allerdings musste uns vorher noch mal in aller Grausamkeit und Brutalität genau beschrieben werden, wie die Frauen getötet wurden, was sie dabei fühlten und schließlich auch, wie sie aufgefunden worden sind.
Diese überaus detailreichen Todesszenen und auch die Beschreibungen des Auffindens der ersten beiden Leichen hätte ich wirklich nicht gebraucht.

Zunächst übernimmt dann Archie die - im absoluten Schnelldurchlauf durchgeführten - Ermittlungen, da es einige Zeit dauert bis die zuständigen Dienststellen kontaktiert werden können und dorthin kommen können und da Archie nun mal vor Ort ist, beginnt er schon einmal die Fakten zusammenzutragen.
Der später eintreffende Inspektor ist allerdings über seine Einmischung nicht sonderlich erfreut, was er ihm auch deutlich zeigt und drängt ihn schnell aus den Ermittlungen.
Zu dem Zeitpunkt ist relativ ersichtlich, wer für diese Verbrechen verantwortlich gemacht werden soll und obwohl Archie gerne noch ein paar offene Fragen geklärt hätte, lässt er sich darauf ein.
Eine Tatsache, die ihn 1954 nachdem er neue Erkenntnisse zu diesem Fall erhält, natürlich umso mehr wurmt, weswegen er sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch mal auf den Weg macht, in der Hoffnung die letzten Fragen klären zu können.

Obwohl sich in diesem Teil so viel um Josephine dreht, spielt sie bei den Ermittlungen kaum eine Rolle. Sie ist in einigen Punkten eine wichtige Zeugin, ist ansonsten aber hauptsächlich mit ihrer Dreiecksbeziehung beschäftigt, die mich wirklich irritiert hat, da Lydia wohl nur ahnt, dass sie Teil einer Dreiecksbeziehung ist und Marta und Josephine einfach ewig brauchen, um sich auszusprechen, sich aber ständig gegenseitig ihre Liebe beschwören.

Das war alles teilweise so extrem langatmig erzählt, dass ich trotz des wirklich flüssigen Schreibstils einfach zwischendurch sehr genervt war.
Vor allem von der extremen Vermischung von Fakten und Fiktion, die mich hier wirklich ständig irritiert hat.
Noch mehr gestört hat mich aber die Art und Weise wie hier über einige Dinge gesprochen wurde, wie Vergewaltigung (auch in der Ehe) oder eine seltsame Überhöhung von Mutterschaft (selbst wenn die Mütter, die hier als Beispiel herangeführt worden sind, in Wahrheit teilweise komplett entgegen diesem angeblichen Idealbild gehandelt haben).


Fazit: Wegen des flüssigen und eigentlich sehr einnehmenden Schreibstils und dem wirklich einladenden Beginn würde ich wahnsinnig gerne höher bewerten, aber am Ende haben mich zu viele Punkte gestört. Allen voran die Art und Weise wie hier mit den weiblichen Opfern umgegangen wurde, während der fälschlicherweise beschuldigte Mörder - der im Übrigen trotzdem noch ein Vergewaltiger war - von Archie auch noch Mitleid bekam als knapp zwei Jahrzehnte später klar wurde, dass er die Morde gar nicht begangen hat.
Auch dass es so lange gedauert hat bis es zum ersten Mord kommt, war nicht hilfreich, da ich mir zu diesem Zeitpunkt schon sehr genau den weiteren Verlauf (wer wird Opfer und wer wird fälschlicherweise beschuldigt) ausmalen konnte.
Die Ermittlungen liefen dann dementsprechend im Schnelldurchlauf ab und als sich dann noch ganz zum Schluss herausstellt, dass auch bei der endgültigen Aufklärung Alfred Hitchcock seine Finger im Spiel hatte, war ich wirklich genervt.
Es war mir diesmal einfach eine zu extreme Vermischung von Fakten und Fiktion, die mir auf diese Art einfach nicht gefällt. 

Cover des Buches Mit dem Schnee kommt der Tod (ISBN: 9783036950112)
Eliza08s avatar

Rezension zu "Mit dem Schnee kommt der Tod" von Nicola Upson

Eliza08
Rätselraten mit ähnlichen Charakteren und britischem Flair

Ein Krimi, der Anklänge an einen Agatha-Christie-Roman hat, dessen Charakterzeichnung jedoch leider etwas blass bleibt. Josephine Tey, die Krimiautorin, verbringt gemeinsam mit ihrer Freundin Marta, einer Drehbuchautorin, sowie dem Detective Archie Penrose die Weihnachtstage auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung auf der kleinen Insel St Michael’s Mount. Als ein schrecklicher Mord geschieht, sind alle Teilnehmenden der Veranstaltung auf der Insel schockiert. Nahezu jeder oder jede könnte der Täter sein. 

Das Setting hat die Autorin gut gewählt. Die Insel mit dem Burganwesen überzeugt durch ihr weihnachtliches Flair. Der flüssige Schreibstil sorgt für ein angenehmes Lesegefühl, die Spannung ist gut dosiert und wird langsam gesteigert. 

Der Hauptkritikpunkt des Romans liegt jedoch in der Ausgestaltung der Figuren. Die beiden Hauptprotagonistinnen wirkten auf mich etwas austauschbar, und mir fehlte stellenweise die charakterliche Tiefe. Josephine Tey und Marta handeln sehr ähnlich, hier hätte ich mir deutlich mehr Differenzierung und Abwechslung gewünscht. 

Der Krimi an sich bietet durch die verschiedenen Verdächtigungen dennoch ein gelungenes Rätselraten. Insgesamt ist es ein Kriminalroman mit einer guten Story und einem durchaus interessanten Setting, dessen Charaktere jedoch schwächer ausgearbeitet sind. Mit kleinen Abstrichen ist dieses Buch nicht nur im Winter gut zu lesen.  

Cover des Buches Mit dem Schnee kommt der Tod (ISBN: 9783036950112)
Nicola89s avatar

Rezension zu "Mit dem Schnee kommt der Tod" von Nicola Upson

Nicola89
Christmas Crime

Auf der kleinen Insel St Michael’s Mount verbringen Krimiautorin Josephine Tey und Detective Chief Inspector Archie Penrose in illustrer Runde und mit Marlene Dietrich als Ehrengast ihre Weihnachtstage. Die festliche Stimmung schlägt jedoch schnell um, nach zwei Morden scheint jede und jeder verdächtig – dass die Insel auch noch durch Schneesturm und Flut vom Festland abgeschnitten ist, macht die Angst der Gäste nicht kleiner.

"Mit dem Schnee kommt der Tod" ist zwar bereits der 6. Teil der Reihe und ich kenne die anderen Bände auch nicht, aber das ist auch gar nicht notwendig. Ich hatte nicht das Gefühl, irgendwas wichtiges verpasst zu haben.

Die Geschichte beginnt mit einem Kapitel über einen Kriminalfall aus dem Jahr 1920 und macht danach einen Sprung ins Jahr 1938. Mir war bis zum letzten Drittel des Buches nicht klar, wie die Fälle miteinander in Verbindung stehen könnten.

Da sich nur eine begrenzte Zahl von Personen zum Weihmachtsfest auf der Burg befinden und zumindest bei einem Mord sofort klar ist, dass der/die Täter/in aus diesem Kreis stammt, erinnert die Geschichte gleich an den Stil von Mord im Orientexpress oder Knives out. Die Personen blieben in meinen Augen aber teilweise etwas zu blass. 

Ich vergebe für diesen cozy Weihnachts-Krimi 3,5 Sterne.

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