Alles außer gewöhnlich

von Nicolaia Rips 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Alles außer gewöhnlich
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Isaoperas avatar

Vom Grundsatz her originell und auch an einigen Stellen amüsant, aber insgesamt für mich zu viel Fiktion, zu überspitzt,bin nicht begeistert

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Inhaltsangabe zu "Alles außer gewöhnlich"

Weil ihre weltfremden Künstler-Eltern 2005 ins legendäre Chelsea Hotel in New York ziehen, wächst Nicolaia Rips auf inmitten von Bohemiens, Callgirls und Spinnern. Ständig werden auf den Zimmern Partys gefeiert, krumme Dinger gedreht, phantastische Geschichten als lautere Wahrheit verkauft. Mittendrin die kleine Nicolaia, die als Maskottchen gehütet wird. Das ist interessant – aber auch eine Herausforderung. Mit wundervoller Komik und viel Humor erzählt Rips in ihrem Erlebnisbericht, wie sie die Normalität zu meistern lernte und sich ihren Platz im fast normalen Anderssein erkämpfte. Es ist ein Abgesang auf die Demimonde des Chelsea – und die mitreißende Geschichte einer außergewöhnlichen Kindheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783312010189
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Nagel & Kimche
Erscheinungsdatum:20.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Claris avatar
    Clarivor einem Jahr
    Eine Kindheit in ungebundener Freiheit und Sorglosigkeit!

    Wenn es etwas gibt, das umwerfend komisch und apart zu lesen ist, dann dieses Buch mit den Erinnerungen an ihre Kindheit von Nicolaia Rips!
    Sie wuchs in dem legendären Hotel Chelsea in New York City auf. Ihre Eltern lebten in diesem Hotel. Sie waren Lebenskünstler: der Vater ein vermögender Lebemann, die Mutter Malerin und Weltenbummlerin. Als die Mutter nach acht Jahren Ehe schwanger wurde, konnte sich der Vater damit nicht abfinden. Die Mutter begab sich daraufhin zunächst auf eine Weltreise, um nach der Geburt der Tochter mit Mann in Italien einzukehren.
    Nach einigen Zwischenstationen trafen die Eltern mit ihrer Tochter erneut im Hotel Chelsea ein. Das Mädchen wuchs zwischen all’ dem wandernden Volk in der Lobby des Hotels auf. Eine gewöhnliche Kindheit war das nicht! Sie spielte mit den Erwachsenen, bekam hie’ und da Geschichten vom Vater vorgelesen, blieb aber im Allgemeinen sich selbst überlassen. Von skurrilen Gestalten umgeben, Fixern, Musikern und Dichtern, Tänzern, Schwulen und Theaterleuten, genoss sie ein von Konventionen unbeschwertes Dasein. Als sie zur Schule kam, fand sie ihre erste Freundin. Diese war die längste Zeit ihre Freundin gewesen, als Nicolaia bei einem Geburtstagsfest für deren Vater einen Poolunfall mit zunächst ernsten Folgen verursachte.
    Nicolaia Rips hat als Ergebnis ihres skurrilen Werdegangs eine umwerfend komische Diktion, mit der sie über ihre Erinnerungen schreibt. Sie wirkt unberührt und eher amüsiert über die einzelnen Stationen ihrer Kindheit und Jugend. Nichts vermag sie zu erschüttern, ja fast lakonisch berichtet sie auch über die Dinge, die anderen vielleicht Kummer bereiten würden wie z.B. die Aufkündigung der Freundschaft durch ihre erste Freundin Greta. Eine gewisse Naivität in der Wahrnehmung ihrer Umwelt gibt der Erzählung den Glanz des Außergewöhnlichen.
    Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit teilt sich dem Leser mit, und man amüsiert sich unweigerlich. Gleichen doch die Erlebnisse teilweise so genannten Slapsticks mit darüber hinaus ausufernden fantastischen Kostümfesten. Eine Kindheit mit derartigen Freiheiten und Erfahrungen vermag fast den Neid jener zu erregen, die sich herkömmlichen Forderungen nach Leistung, ordentlichem Benehmen und Strebsamkeit gegenübersehen.
    Man folgt den Lebenserinnerungen bis zum Ende der Schulzeit, denn auch über ihre Mitschüler vermag die Autorin die drolligsten Geschichten zum Besten zu geben.
    Der Rahmen dieses ungewöhnlichen Daseins wird lebhaft vermittelt und man wünschte sich, einmal selber den Fuß in das legendäre Hotel Chelsea gesetzt zu haben. Hier verkehrten die bekannten Größen aus dem Pop und Kulturbetrieb des vergangenen Jahrhunderts wie Bob Dylan, Arthur Miller, Andy Warhol und so viele andere mehr!
    Die Atmosphäre an dem Kultort ist unmittelbar nachzuempfinden: Räumlichkeiten mit überbordendem Interieur, Bilder, Fotos, alte Holzböden und verrauchte Tapeten geben dem Ganzen einen Hauch von Dekadenz und voluminösen Lebensrausch. Herrlich und erheiternd ist dieser nette Roman mit den wahren Erinnerungen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu lesen!

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    Isaoperas avatar
    Isaoperavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vom Grundsatz her originell und auch an einigen Stellen amüsant, aber insgesamt für mich zu viel Fiktion, zu überspitzt,bin nicht begeistert
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    J
    Jonellavor 6 Monaten

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    Pressestimmen

    Aufwachsen im Chelsea Hotel: "Das Hotel, in dem ich ohne Aufsehen morgens um vier mit einem Zwerg, einem Bären und vier Frauen aufs Zimmer gehen kann." Leonard Cohen

    "Voller New Yorker Ellbogen ist dieser Lebensreport einer erst 18-Jährigen, voller Kraft und Ausdauer, dabei zugleich ein Fest des herrlichen Künstlerlebens mitten in Manhattan." Britta Heidemann, WAZ, 18.02.17
    "Nicolaia will Outsidern ein Gesicht geben (…). Sie selbst ist der schönste Beweis dafür." FRIDAY Magazine, 03.03.17
    "Tolles Debüt über eine Jugend im Hotel!" ELLE, März 2017
    "Humorvoll, direkt, selbstironisch." Cosmopolitan, Mai 2017
    "Nicolaia Rips erzählt ihre jugendlichen Leiden aus ironischer Distanz – und das ist gut so. Es wird nicht gejammert, sondern es werden sehr komische Geschichten vom Leiden erzählt." Wolfgang Bortlik, 20 Minuten, 18.04.17
    "Ein wunderbar unterhaltsames und berührendes Memoire!" DONNA, April 2017
    "Wer sollte es lesen? Alle, die sich ab und zu anders als die anderen fühlen – und darin keine Schwäche sehen wollen. Außerdem schärft das Buch den Blick für den Alltag. Schön!" MYSELF, Mai 2017
    "'Alles außer gewöhnlich' liefert keinen Promi-Klatsch, vielmehr ist es eine Sozialstudie aus der Sicht eines Teenagers über einen Haufen freiwilliger Außenseiter, die die Idee des Hedonismus so hoch halten, dass sie ihren eigenen Verfall nicht bemerken." NEON, 03.04.17
    "Eine Coming-of-Age-Geschichte, vollgepackt mit schrägen Vögeln und Selbstironie. Das Beste daran: Sie ist wahr." emotion, April 2017

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