Nicolas Bouvier Die Erfahrung der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Erfahrung der Welt“ von Nicolas Bouvier

1963 erschien "L'Usage du monde" ("Die Erfahrung der Welt"), das Erstlingswerk des Genfer Schriftstellers und Fotografen Nicolas Bouvier. Das Buch gehört heute zu den Klassikern der modernen Reiseliteratur. Der Text ist das Ergebnis einer fast zweijährigen Reise, die Nicolas Bouvier mit dem Maler Thierry Vernet 1953/54 unternahm. Die beiden Freunde fahren mit einem Fiat Topolino "in sehr gemächlichem Tempo" via Balkan, Türkei und Iran nach Afghanistan. Sie nehmen sich viel Zeit für die Entdeckung eines sowohl archaisch wie surreal anmutenden Kulturraums, wobei ihre Erfahrungen und Begegnungen mitunter an ein tragikomisches Welttheater erinnern. So wie sich dieses "langsame Reisen" an die Fremde herantastet, erkundet der Autor geduldig die Welt der Sprache, indem er den Reichtum der Dinge mit demjenigen der Worte zu verbinden versucht. Dabei entstehen atmosphärisch eindringliche Beschreibungen und farbige Porträts, durchdrungen von einem melancholischen Humor. Dieser Ausgabe beigegeben sind auch Fotografien, die während der Fahrt entstanden. Ihre ungewöhnliche Qualität macht das Buch von Nicolas Bouvier - eine Art schweizerischer Bruce Chatwin - zusätzlich zu einem Ereignis.

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  • Als das Reisen noch ein Abenteuer war

    Die Erfahrung der Welt

    lector

    13. October 2017 um 18:27

    Als das Reisen noch mehr war als Tourismus - die Lektüre lohnt! Nicht umsonst ist das Buch - mindestens im französischsprachigen Raum - Kultt

  • Rezension zu "Die Erfahrung der Welt" von Nicolas Bouvier

    Die Erfahrung der Welt

    Liisa

    07. May 2007 um 02:09

    »Die Erfahrung der Welt« von Nicolas Bouvier zählt zur klassischen Reiseliteratur. Höchste Zeit also, es endlich mal zu lesen. In diesem Buch sind die Reiseerinnerungen und -erlebnisse des ersten Teils der großen Asienreise festgehalten, die Nicolas Bouvier 1953/54 zusammen mit seinem Freund, dem Maler Thierry Vernet, unternahm. Mit einem kleinen Fiat Topolino ging es von Genf aus über Jugoslawien, die Türkei, Iran und Pakistan nach Afghanistan. Nicolas Bouvier entpuppt sich als ein genauer Beobachter, unterhaltsamer Erzähler und aufrichtiger Berichterstatter. Nicht umsonst hat dieses Buch ihn zu einem der Kultautoren unter den Reisenden und Reiseschriftstellern gemacht. Mir hat gefallen, dass er nicht einfach Höhepunkt an Höhepunkt reiht, sondern nüchtern von den Strapazen, den Hindernissen und Widerständen die sie auf dieser Reise überwinden mussten berichtet. Umso stärker wirken dann die Dinge, die für die beiden Reisenden »Höhepunkte« werden. Zum Beispiel endlich einmal wieder richtig schlafen können, mit einem Dach über dem Kopf. Oder ausreichend trinken zu können, nachdem sie tagelang durch die Wüste unterwegs waren. Es sind häufig die kleinen, scheinbar so unscheinbaren Dinge oder Begegnungen am Wegesrand, die die tiefsten Eindrücke hinterlassen. Beim Lesen beschlich mich eine gewisse Melancholie, weil hier von einer Art des Reisens berichtet wird, die es so heute, in einer Zeit der Billigflieger und in einer Welt, die bis fast in die hintersten Winkel erschlossen und zumindest medial, häufig aber auch touristisch, ausgeleuchtet sind, wohl kaum noch gibt. Und die Reisenden, die heute noch zu solchen persönlichen Strapazen und Opfern wie Reisende früherer Zeiten, zu denen auch Bouvier noch zählt, bereit wären, die dürften auch immer weniger werden. Doch Bouvier berichtet nicht nur, sondern er reflektiert und philosophiert manchmal geradezu, was den ganzen Bericht noch abrundet. Schön, dass in der Mitte des Buches einige Fotografien, die während der Reise gemacht wurden abgedruckt sind. Am Ende des Buches dann noch ein Essay über die Poesie des Reisens und Nicolas Bouvier von Gérald Froidevaux. Der Herausgeber Roger Perret hat eine kurze Biographie über Nicolas Bouvier geschrieben, die ebenfalls am Ende des Buches zu finden ist. Bibliographie, einige Worte der Übersetzerin Regular Renschler, einige Worte zur Edition und des Dankes, schließlich noch eine Karte die den im Buch beschriebenen Reiseverlauf nachzeichnet. Direkt im Anschluss an den eigentlichen Reisebericht, folgen eineinhalb Seiten Anmerkungen, die der Leser aber allzu leicht übersehen bzw. überblättern kann, wenn er nicht weiß, dass sie vorhanden sind. Ich persönlich hätte es sinnvoller gefunden, diese Anmerkungen gleich auf den jeweiligen Seiten unten zu drucken. So habe ich mich mehrfach darüber »geärgert«, das zwar im Text hochgestellte Fußnoten-Nummern zu finden waren, aber eben keine Anmerkungen (ich habe sogar mehrmals hinten nachgeschaut, bin aber immer woanders im umfangreichen Anhang gelandet und habe erst ganz am Schluss festgestellt, dass die entsprechenden Fußnoten bzw. Anmerkungen doch abgedruckt sind. Da war es dann aber natürlich schon etwas spät.

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