Nicolas Dickner Die sechs Freiheitsgrade

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Inhaltsangabe zu „Die sechs Freiheitsgrade“ von Nicolas Dickner

»Willkommen auf Domaine Bordeur« verkündet der Schriftzug auf dem Schild, bevor ihn jemand in »Willkommen auf Domaine Boredom – Hauptstadt der Langeweile« geändert hat. Aus diesem verlorenen Trailerpark im Süden Québecs nahe der US-amerikanischen Grenze will die fünfzehnjährige hochbegabte Tüftlerin Lisa ausbrechen. Éric ist der Einzige, der sie versteht. Doch wegen seiner chronischen Platzangst hat der junge Hacker das Haus seit Jahren nicht verlassen und lebt stattdessen in den digitalen Welten des World Wide Web. Gemeinsam schmieden sie einen tollkühnen Plan, der Lisa auf die ungewöhnlichste Weltreise seit Jules Verne schickt. Dabei spielt ein mysteriöser Container, der wie von Geisterhand auftaucht und wieder verschwindet, eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Kreditkartenbetrügerin Jay wird Lisas Fährte aufnehmen. Ein globales Gesellschaftsspiel beginnt, bei dem es um das höchste und meistbedrohte Gut geht: die Freiheit.

Tolles Buch.

— jamal_tuschick

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    Die sechs Freiheitsgrade

    jamal_tuschick

    14. September 2017 um 05:12

    Wikipedia sagt: „Ein Körper mit Bewegungsfreiheit in sechs Freiheitsgraden kann seine Position, durch Translation entlang der drei lotrechten Achsen vor/zurück, rauf/runter und links/rechts kombiniert mit Veränderungen der Orientierung durch Rotationen um die drei lotrechten Achsen (Roll-Nick-Gier-Winkel), bezeichnet als rollen (Rotation um die Längsachse), nicken (Rotation um die Querachse) und gieren (Rotation um die Gierachse), frei verändern.“ Die „Domaine Bordeur“ ist ein Schauplatz organisierter Randständigkeit. Sie liegt so dicht an der kanadischen Grenze zu den Vereinigten Staaten, das manche Bordeur für eine verballhornende Abweichung von Border halten. Andere assoziieren damit hochtrabende Langeweile: „Domaine Boredom“. Den Elendszipfel der Provinz Québec schmückt die fünfzehnjährige Elisabeth Routier-Savoie, genannt Lisa, mit der Grazie einer Hoffnungsvollen. In der Schilderung ihrer häuslichen Verhältnisse versickert die „deprimierende Vorläufigkeit“ und das „transitorische Wesen“ eines Trailerparks. Lisa existiert bis auf Weiteres in einer Welt der angeschlagenen Dinge und Leute. Ihr Einfallsreichtum gleicht vieles aus, sie erkennt sogar das Potential ihres Vaters Robert, der bis zum Umfallen arbeitet - und sein Werkzeug verehrt. Das sind Instrumente, wie sie schon lange nicht mehr gebaut werden. Josée, seine geschiedene Frau und Lisas Mutter, erliegt ihren Manien in Huntingdon – einer britischen Gründung zur Abwehr US-amerikanischer Übergriffe im frühen 19. Jahrhundert. Nach dem Ende des Industriezeitalters passiert da gar nichts mehr. Man rechnet Huntingdon zu den Randerscheinungen von Montreal. Eine Internet Bewertung stellt fest: „There is a very nice little park overlooking the Chateaugay river. It is a very nice place to have picnic, and you can get all the supplies that you need at the IGA supermarket in town.” Lisas Liebe gehört Érik Le Blanc, man versteht das Verhältnis richtig als pubertäre Genieverbindung. - Als eine Allianz von Zukunftsinformationsträger*innen, in der Konspiration und Subversion gymnastische Funktionen haben. Tochter und Vater misten ein Fledermausheim aus, in dem sich reiche Leute vor langer Zeit ruiniert haben. Damals gab es in der Gegend nur ein mit waldläuferischen Aktivitäten verknüpftes Saisongeschäft. Fast alles war vorübergehend, allein ein paar Häuser standen fest. Sie wurden nach einer „chinesischen Fiskaloffensive“ dem Verfall überlassen. Der besessene Renovierer Robert entdeckt einen Hohlraum, Lisa zwängt sich schmächtig in eine Enklave handgeschmiedeter Nägel. Porzellanisolatoren halten Kabel. Versteinerter Mäusekot hügelt auf Konsumartikel der John Glenn Ära. Jemand, der längst tot sein könnte, hat ein Life-Magazin aufgeschlagen liegengelassen. Irgendetwas unterbrach 1962 seine Lektüre eines Artikels mit dem Titel: „Die sechs Freiheitsgrade“. In der Zwischenzeit verbüßt die Informationsbrigantin Jay eine Strafe in der Divison C der Bundespolizei als Datenanalystin für Wirtschaftsbetrug. Sie war Vertraute des mexikanischen Großverbrechers Horacio Guzman. Ihr Spezialgebiet ist die „geklonte Kreditkarte“. Zu ihrer Aufsicht bereit stehen Mahesh Chandratreya Gariépy und Laura Wissenberg aus der Abteilung „Grenzpolizeiliche Ermittlungen“. Mahesh sucht schon den Geistercontainer „Zulu Papa – PZIU 12002 7“.

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