Die sechs Freiheitsgrade

von Nicolas Dickner 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Die sechs Freiheitsgrade
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Ein mysteriöser Container, Ermittlungen der Bundespolizei und Langeweile in Kanada — eine kuriose Mischung, die aber funktioniert!

J

Tolles Buch.

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Inhaltsangabe zu "Die sechs Freiheitsgrade"

»Willkommen auf Domaine Bordeur« verkündet der Schriftzug auf dem Schild, bevor ihn jemand in »Willkommen auf Domaine Boredom – Hauptstadt der Langeweile« geändert hat. Aus diesem verlorenen Trailerpark im Süden Québecs nahe der US-amerikanischen Grenze will die fünfzehnjährige hochbegabte Tüftlerin Lisa ausbrechen. Éric ist der Einzige, der sie versteht. Doch wegen seiner chronischen Platzangst hat der junge Hacker das Haus seit Jahren nicht verlassen und lebt stattdessen in den digitalen Welten des World Wide Web. Gemeinsam schmieden sie einen tollkühnen Plan, der Lisa auf die ungewöhnlichste Weltreise seit Jules Verne schickt. Dabei spielt ein mysteriöser Container, der wie von Geisterhand auftaucht und wieder verschwindet, eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Kreditkartenbetrügerin Jay wird Lisas Fährte aufnehmen. Ein globales Gesellschaftsspiel beginnt, bei dem es um das höchste und meistbedrohte Gut geht: die Freiheit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783627002398
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Frankfurter Verlagsanstalt
Erscheinungsdatum:30.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein mysteriöser Container, Ermittlungen der Bundespolizei und Langeweile in Kanada — eine kuriose Mischung, die aber funktioniert!
    Rezension: Die sechs Freiheitsgrade

    Als „Die sechs Freiheitsgrade“, der neue Roman von Nicolas Dickner, bei mir einzog, wusste ich noch nicht, worauf ich mich eingelassen hatte. Der Klappentext roch jedenfalls nach Abenteuer! Lisa und Éric wohnen schon immer im Trailerpark „Domaine Bordedom“, wie ein Graffito verlauten lässt, und leben beide ihr eigenes, kleines Leben. Lisa versucht immer wieder den agoraphoben Éric aus dem Haus zu locken und überlegt sich ständig neue Dinge, die zu erledigen sind — in der Natur. Doch Éric hängt viel lieber vor seinem Computer und programmiert und hackt sich durch die Weltgeschichte (von seinem Schreibtisch aus). Doch als Érics Mutter sich neu verliebt und er mit ihr nach Kopenhagen zieht, bleibt Lisa zurück. Zunächst kann sie ihr Fernweh verbergen, denn gemeinsam mit ihrem Vater Robert bringt sie alte Häuser wieder auf Vordermann – ein Knochenjob. Als Lisa einige Zeit später nach Montreal zieht, um zu studieren, beginnt die Gesundheit ihres Vaters, nicht mehr mitzuspielen. Er wird immer vergesslicher, mauert regelmäßig sein Werkzeug versehentlich ein und scheint ohne fremde Hilfe nicht mehr klarzukommen. Lisa ist gezwungen, zu pendeln, während Éric sich in Kopenhagen ein kleines Firmenimperium aufgebaut hat. Und dann kommt Lisa eine Idee, die sie weit hinaus in die Welt und raus aus ihrem festgefahrenen Leben herauskatapultiert…


    Klingt bereits spannend? Gut! Denn das ist nur der eine Handlungstrang!  Auf der anderen Seite verfolgen wir Jays Geschichte, die nach einigen Identitätsdiebstählen bei der Bundespolizei für Wirtschaftsbetrug arbeiten muss, bis ihre Strafe abgelaufen ist. Dort verfolgt sie unter anderem oder vielmehr besonders „Papa Zulu“, einem Container, der quer durch die Welt reist und sobald er irgendwo auftaucht, auch schon wieder verschwunden zu sein scheint. Jays Ermittlungen führen sie zur Domaine Bordeur…


    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de

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    J
    jamal_tuschickvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch.
    Prähistorische Pumps

    Wikipedia sagt: „Ein Körper mit Bewegungsfreiheit in sechs Freiheitsgraden kann seine Position, durch Translation entlang der drei lotrechten Achsen vor/zurück, rauf/runter und links/rechts kombiniert mit Veränderungen der Orientierung durch Rotationen um die drei lotrechten Achsen (Roll-Nick-Gier-Winkel), bezeichnet als rollen (Rotation um die Längsachse), nicken (Rotation um die Querachse) und gieren (Rotation um die Gierachse), frei verändern.“

    Die „Domaine Bordeur“ ist ein Schauplatz organisierter Randständigkeit. Sie liegt so dicht an der kanadischen Grenze zu den Vereinigten Staaten, das manche Bordeur für eine verballhornende Abweichung von Border halten. Andere assoziieren damit hochtrabende Langeweile: „Domaine Boredom“. Den Elendszipfel der Provinz Québec schmückt die fünfzehnjährige Elisabeth Routier-Savoie, genannt Lisa, mit der Grazie einer Hoffnungsvollen. In der Schilderung ihrer häuslichen Verhältnisse versickert die „deprimierende Vorläufigkeit“ und das „transitorische Wesen“ eines Trailerparks.
    Lisa existiert bis auf Weiteres in einer Welt der angeschlagenen Dinge und Leute. Ihr Einfallsreichtum gleicht vieles aus, sie erkennt sogar das Potential ihres Vaters Robert, der bis zum Umfallen arbeitet - und sein Werkzeug verehrt. Das sind Instrumente, wie sie schon lange nicht mehr gebaut werden. Josée, seine geschiedene Frau und Lisas Mutter, erliegt ihren Manien in Huntingdon – einer britischen Gründung zur Abwehr US-amerikanischer Übergriffe im frühen 19. Jahrhundert. Nach dem Ende des Industriezeitalters passiert da gar nichts mehr. Man rechnet Huntingdon zu den Randerscheinungen von Montreal. Eine Internet Bewertung stellt fest: „There is a very nice little park overlooking the Chateaugay river. It is a very nice place to have picnic, and you can get all the supplies that you need at the IGA supermarket in town.”
    Lisas Liebe gehört Érik Le Blanc, man versteht das Verhältnis richtig als pubertäre Genieverbindung. - Als eine Allianz von Zukunftsinformationsträger*innen, in der Konspiration und Subversion gymnastische Funktionen haben.
    Tochter und Vater misten ein Fledermausheim aus, in dem sich reiche Leute vor langer Zeit ruiniert haben. Damals gab es in der Gegend nur ein mit waldläuferischen Aktivitäten verknüpftes Saisongeschäft. Fast alles war vorübergehend, allein ein paar Häuser standen fest. Sie wurden nach einer „chinesischen Fiskaloffensive“ dem Verfall überlassen. Der besessene Renovierer Robert entdeckt einen Hohlraum, Lisa zwängt sich schmächtig in eine Enklave handgeschmiedeter Nägel. Porzellanisolatoren halten Kabel. Versteinerter Mäusekot hügelt auf Konsumartikel der John Glenn Ära. Jemand, der längst tot sein könnte, hat ein Life-Magazin aufgeschlagen liegengelassen. Irgendetwas unterbrach 1962 seine Lektüre eines Artikels mit dem Titel: „Die sechs Freiheitsgrade“.
    In der Zwischenzeit verbüßt die Informationsbrigantin Jay eine Strafe in der Divison C der Bundespolizei als Datenanalystin für Wirtschaftsbetrug. Sie war Vertraute des mexikanischen Großverbrechers Horacio Guzman. Ihr Spezialgebiet ist die „geklonte Kreditkarte“. Zu ihrer Aufsicht bereit stehen Mahesh Chandratreya Gariépy und Laura Wissenberg aus der Abteilung „Grenzpolizeiliche Ermittlungen“. Mahesh sucht schon den Geistercontainer „Zulu Papa – PZIU 12002 7“.

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