Nicolas Fargues

 2.9 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Nicht so schlimm, Die Rolle meines Lebens und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nicolas Fargues

Nicolas Fargues wurde 1972 geboren und ist ein französischer Autor. Er wuchs in Kamerun, im Libanon und auf Korsika auf. Fargues studierte Literaturwissenschaft an der Sorbonne Universität. Er arbeitet seit 1998 als Schriftsteller, Herausgeber und Journalist. Fargues veröffentlichte 2006 seinen ersten Roman «Nicht so schlimm» wurde in seinem Heimatland von der Presse gefeiert, der Roman stand monatelang auf der französischen Bestsellerliste und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Familie in Paris.

Alle Bücher von Nicolas Fargues

Nicht so schlimm

Nicht so schlimm

 (43)
Erschienen am 02.01.2009
Die Rolle meines Lebens

Die Rolle meines Lebens

 (3)
Erschienen am 03.01.2011
Tu verras

Tu verras

 (0)
Erschienen am 01.11.2012
Le roman de l' été

Le roman de l' été

 (0)
Erschienen am 16.05.2011
J Etais Derriere Toi

J Etais Derriere Toi

 (0)
Erschienen am 30.08.2007

Neue Rezensionen zu Nicolas Fargues

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Rezension zu "Die Rolle meines Lebens" von Nicolas Fargues

Eine Identitätssuche
Hamlets_Erbinvor 2 Jahren

"Indem die Weißen den Rassismus verteufeln, führen sie einen Kampf gegen sich selbst, nicht gegen den Rassismus." (S.82)

Inhalt: Wir folgen dem Schauspieler Antoine Mac Pola, der gerade durch den Film "White Stuff" eine Art von Semiprominenz erreicht hat. Im Verlaufe der Handlung nimmt er an einer Diskussion zum Thema Film in einem Lycee teil, versucht, seinen Liebeskummer zu bekämpfen, hat ein Vorsprechen in Anwesenheit der berühmten Alienor Champlain, von der er sofort fasziniert ist, und besucht seinen Vater, der einen Herzanfall erlitten hat, auf den Concordinen. All diese Ereignisse dienen ihm dazu, sich mit seiner Identität auseinander zu setzen.

Meinung: Mit französischen Romanen habe ich oftmals meine Schwierigkeiten. Mag es an der Übersetzung liegen oder an einem speziell französischen Stil, oft habe ich den Eindruck, dass sprachlich alles derartig holpert, dass ein vernünftiger Lesefluss nur unter erheblichen Anstrengungen meinerseits zustande kommen kann. 
Der vorliegende Roman hat es mir sprachlich mal wieder nicht leicht gemacht. Sätze, die sich über halbe Seiten erstrecken, entsprechen nicht unbedingt meiner Vorstellung von effizientem Sprachgebrauch. Allerdings kam die überbordende Länge der Sätze dem Lesefluss zugute, der sich im Gegensatz zu anderen französischen Romanen erfreulicherweise bereits nach kurzer Zeit einstellte und auch wenig holprige Elemente enthielt. Zudem machte die Länge der Sätze inhaltlich Sinn, wird der Roman doch von exzessiven Monologen bzw. Selbstreflexionen getragen, die die Denkprozesse des Protagonisten Mac Pola widerspiegeln.
Thematisch ist die Geschichte durchaus interessant, weil sie in der Lage ist, Denkanstöße zu liefern - es geht um Rassismus, um die Schwierigkeiten zwischen zwei Welten aufzuwachsen und zu keiner wirklich zu gehören, um das menschliche Ego und seine Sucht nach Ruhm und Anerkennung und um die letztendliche Einsamkeit des Individuums. Die Figur des Schauspielers und Ich-Erzählers Mac Pola ist dabei zwar nicht sympathisch, aber komplex genug, um das Interesse des Lesers zu fesseln.
Ich habe den Roman mit Gewinn gelesen.

"Ich dachte mir, in Würde altern, das hieße vor allem, nicht zu sehr darunter zu leiden, dass man nicht mehr jung ist." (S.181)

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B

Rezension zu "Nicht so schlimm" von Nicolas Fargues

Rezension zu "Nicht so schlimm" von Nicolas Fargues
Buecherwuermchen88vor 6 Jahren

Sie sind jung und gut aussehend, sie haben zwei bezaubernde Kinder, Erfolg im Beruf – und eine gewaltige Ehekrise. Auf jede erdenkliche Weise machen sie sich das Leben zur Hölle. Da liegt das Tagebuch mit den ausführlichen Berichten über außereheliche Abenteuer offen herum, da schwört man beim Leben der Kinder – und lügt. Und die wichtigste Kampfregel: nichts, aber auch gar nichts jemals verzeihen. Bis er schließlich Alice trifft, die ihm im Restaurant ihre Telefonnummer zusteckt und so etwas wie Liebe wieder möglich zu sein scheint. Doch um welchen Preis? Nicolas Fargues, Mitte dreißig, hat den Liebesroman seiner Generation geschrieben: schonungslos, einfühlsam, temporeich, leidenschaftlich.

Puh, also ganz ehrlich? Ich konnte mit diesem Buch garnichts anfangen. Der Schreibstil war überhaupt nicht mein Gebiet, die Story viiiiel zu lang gezogen. Das Buch hat "nur" 187 Seiten, die ich nicht mal bis zur Hälfte gelesen habe, da es mir wirklich in kurzer Zeit angestrengt und gelangweilt hatte. Habe es zweimal versucht mit diesem Buch, ein drittes mal wird es nicht geben. Schade, da die Story eigentlich sehr vielversprechend klang.

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Rezension zu "Nicht so schlimm" von Nicolas Fargues

Rezension zu "Nicht so schlimm" von Nicolas Fargues
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Das Buch von Nicolas Fargues war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste und wurde in insgesamt 11 Sprachen übersetzt. Es wird beworben als „ein wirklich großer Liebesroman für Männer – und alle, die wissen wollen, wie Männer ticken.“ (Jan Weiler auf der Rückseite des Buchs), in dem es um das Liebesleben eines Franzosen geht.
Er, dreißig Jahre alt, weiß, ist seiner Frau treu ergeben, obwohl ihm – so wie er schreibt – fast alle Frauen zu Füßen liegen. Bis auf ein Mal, wo er sich mit einer Sängerin einlässt und er seine Frau betrügt, was ihm im Nachhinein scheinbar mehr als nur leid tut. Sie, farbig, Afrikanerin, zahlt es ihm heim und das nicht nur, indem sie sich mit einem Mobalesen vergnügt. Leidtragend sind vermutlich nur die beiden, gemeinsamen Kinder, die jedoch vom Hauptcharakter nur am Rande erwähnt werden. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Versöhnung mit seiner Frau; welche Rolle die Kinder in seinem Leben spielen, bleibt unklar.
Doch dann trifft der Hauptcharakter während eines Besuchs bei seinen Eltern in Italien auf die junge, attraktive Alice, die so anders als seine Frau Alexandrine ist und der Don Juan in ihm erwacht.

Das Buch ist so geschrieben worden, als würde der Hauptcharakter mir seine Geschichte persönlich erzählen, als würde alles einfach so aus ihm heraus sprudeln, so wie es ihm in den Kopf kommt. Gespickt wird dies mit rhetorischen Fragen wie „Denn an so was sind ja schließlich immer die Typen schuld, stimmt's?“ oder „Ich weiß ja auch, dass mein Gerede dem einen oder anderen, den ich in letzter Zeit vollgequatscht habe, irgendwann lästig wurde, dir zum Beispiel, oder?“, die ich am Liebsten einfach mit „Ja“ beantworten, aufstehen und gehen bzw. einfach das Buch zur Seite legen möchte. Doch das gehört sich nicht und so lese ich das Buch durch, hangel mich durch den in Blocksatz gedruckten Text, verheddere mich in den Bandwurmsätzen (der längste Satz geht über eine Seite!) und suche vergebens den nächsten Absatz, um eine Lesepause zu machen.

Es ist jetzt schon eine geraume Weile her, dass ich das Buch gelesen habe und ich weiß - ehrlich gesagt – immer noch nicht, was ich davon halten soll. Da ist dieser Mann, der seine scheinbar glückliche Ehe auf Spiel setzt, indem er mit einer anderen Frau ins Bett geht und dann mit den Folgen nicht klar kommt. Statt wirklich zu lieben, leidet er – auch dann noch, als er scheinbar die Frau seiner Träume in Italien trifft. Anstatt endlich mal eine Entscheidung zu treffen, und diese durchzuziehen, wird er immer wieder wankelmütig und es bleibt lange Zeit offen, ob er zu seiner neuen Liebe steht oder ob er bei seiner Frau bleiben soll – die beiden Kinder lässt er völlig außen vor. Es wirkt alles in allem recht unfertig und unvollständig auf mich. Durch die Ich-Perspektive fehlte mir persönlich die Sicht von Alexandrine, die sicherlich viele Verhaltensweisen der beiden Eheleute erklären würde, aber so wirkt das Ganze auf mich etwas überzogen und unwirklich. Für mich als Frau ist dies kein Buch, was mir erklärt, wie Männer ticken, aber vielleicht sehen männliche Leser das ja anders?

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Gespräche aus der Community

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L
An alle lese(un)freudigen Männer: Lest "Die Rolle meines Lebens" von Nicolas Fargues"! Das hat mir meine Freundin geschenkt, und ich habe es echt genossen, obwohl ich ansonsten nicht der buchbesessendste Mann bin. Jetzt suche ich weitere Romane, die Männern auf jeden Fall Spaß machen, kann mir da jemand was empfehlen???
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