Nicolas Fougerousse

 3.4 Sterne bei 49 Bewertungen

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Die Verseflüsterin

Die Verseflüsterin

 (49)
Erschienen am 13.02.2017

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Rezension zu "Die Verseflüsterin" von Nicolas Fougerousse

Eine, die Gedichte auf Bergspitzen schreibt!
MargareteRosenvor 2 Jahren

"Eine, die Gedichte auf Bergspitzen schreibt!" (Übersetzung des französischen Titels) wäre vielleicht ein besserer Titel als "Die Verseflüsterin"
Dieser sehr aufmerksamkeitsheischende Titel ist knapp an der Geschichte vorbei gewählt worden. Denn er hat mir das Verstehen der Vorgänge schwer gemacht und mich zeitweise sehr vom Geschehen abgelenkt.

Die Geschichte an sich ist sehr verschachtelt. Wir erleben verschiedene Zeitstränge mit verschiedenen Personen. Öfter mußte ich mich wirklich konzentrieren und sehen, wo ich denn gerade bin.

Auch befindet sich hinter der offenen Aufforderung "Höre auf Deine Gefühle!", womit die Geschichte beginnt, nicht ein einfaches Eso-Werk, dass einem schnelle Ratschläge, verpackt in einer schönen Geschichte, vermitteln will, sondern gleich mehrere Lebensgeschichten und sich daraus entwickelnden Lebensweisheiten, die erzählt werden möchten.

Sehr schön und passend sind die Zitate auf der ersten Seite. Verwirrend dann die nachfolgenden Seiten mit ihren Ausschnitten aus verschiedenen Zeitebenen. So kommt beim Leser eine Ahnung von Geheimnis, einem unsagbaren Geheimnis, auf.

Der Protagonist Markus führt uns durch seine Erlebniswelt und läßt uns an seiner Veränderung teilhaben. Langsam erfahren wir als Leser mehr als er von den verwobenen Lebenssträngen. Das Geheimnis, dass sich ihm offenbaren muß, nahm mich immer mehr in seinen Bann. Doch es kam noch stärker als erwartet. Ein zweites Geheimnis, das hinter dem ersten sich versteckt, kommt ebenfalls ans Licht. Erst jetzt kann Leuterung geschehen.

Auch Markus, als nicht unmittelbar Betroffener, kann nun endlich ein gutes und sinnvolles Leben leben.

Die Geschichte kommt mit kraftvollen Worten und leisen Tönen daher. Ganz langsam entwickelt sie sich, so dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Es ist eine ganz besondere und ganz unerwartete Geschichte mit spitituellem Einschlag. Wer sich berühren lassen möchte und neugierig und offen bleibt, für den ist das Buch genau richtig.

Es ist eine leisere und sanftere Variante des Buches "Die Hütte", das ja im Moment mal wieder in aller Munde ist.

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Rezension zu "Die Verseflüsterin" von Nicolas Fougerousse

Lebensratgeber oder Roman?
Jashrinvor 2 Jahren

Alles fängt damit an, dass Marcus hinter der Windschutzscheibe einen Zettel findet mit dem Ratschlag auf seine Gefühle zu hören. Es folgen weitere Botschaften und Marcus ist verwirrt. Einerseits helfen sie ihm, tatsächlich etwas in seinem Leben zu ändern, andrerseits fragt er sich, wer der rätselhafte Absender ist. Seine Frau Isabelle bestreitet dahinter zu stecken. Kann es vielleicht seine neue Bekanntschaft Angelo sein? Und was bezweckt der Urheber eigentlich?

„Die Verseflüsterin“ ist ein ungewöhnliches Buch. Einerseits erzählt es die Geschichte von Marcus und den geheimnisvollen Botschaften, andrerseits geht es um Angelo und abseits der eigentlichen Handlung zeigt das Buch viele verschiedene Möglichkeiten wie der Mensch mit sich selbst und seiner Umgebung in Einklang kommen kann, um ein bewussteres und gesünderes Leben zu führen. So probiert es Marcus zum Beispiel mit Yoga oder liest entsprechende Bücher wie “Die vier Versprechen“ von Don Miguel Ruiz. Manche Dinge, wie zum Beispiel die genannten Versprechen klingen in meinen Ohren durchaus ansprechend und auch der ein oder andere Gedanke des Buches wäre es sicher wert, umgesetzt zu werden oder auf ihn zu achten. Dennoch gab es auch immer wieder Szenen, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte, die für mich teils eher befremdlich waren.

Die Geschichte ist in drei Teile unterteilt und während es sich im ersten Teil vor allem um Marcus und seinen Versuch geht, ein harmonischeres und bewussteres Leben zu führen, so verschiebt sich der Fokus in den beiden anderen Teilen und die Geschichte hat mich mehr und mehr verloren. Sie wurde immer konstruierter und ich fand das Geschehen beziehungsweise den Umgang mit einigen Dingen eher sehr zweifelhaft. Eigentlich hat mich ab etwa der Hälfte nur der teils sehr schöne, poetische Schreibstil am Lesen gehalten.

Mein Fazit: Auf Grund der schönen Sprache und den teils sehr schönen Gedanken und Lebensweisheiten gibt es von mir 2,5 Sterne. Die Geschichte im Ganzen konnte mich leider nicht überzeugen und ich weiß immer noch nicht, ob das Buch nun ein Lebensratgeber oder ein Roman sein soll. Schade.

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Rezension zu "Die Verseflüsterin" von Nicolas Fougerousse

Ich bin verwirrt und überrascht
LadyIceTeavor 2 Jahren


Hör auf deine Gefühle! – Diese Botschaft entdeckt Marcus eines Tages an seiner Windschutzscheibe, als er sich gerade anschickt, ins Büro zu fahren. Was ein desillusionierter Tag wie jeder andere hätte werden sollen, ist der Startschuss zu einem Abenteuer der ganz besonderen Art: Wer mag ihm diese Botschaft geschickt haben? Ganz sicher jemand, der ihn und seine Gewohnheiten kennt. Seine Frau Isabelle vielleicht? Sein Chef? Oder gar ein völlig Unbekannter? War es vielleicht der eigenartige Typ, den er da zufällig kennengelernt hat? Eines ist sicher: Dieser Augenblick verändert das Leben von Marcus mehr, als er sich je hätte träumen lassen.

Zu diesem Buch fällt mir nicht einmal ein eigener Klappentext ein. Es fällt mir sehr schwer, eine passende Umschreibung meiner Eindrücke zu treffen.
Ich habe einen Roman erwartet, der vielleicht in Richtung Cecelia Ahern geht. Der die Wandlung eines Menschen und der die bedingungslose Liebe, Vergebung und die Tiefe der menschlichen Seele innerhalb einer Geschichte anspricht und verarbeitet.
Ich habe einen Roman erwartet, der mich berührt und mit auf ein Abenteuer nimmt.
Bekommen habe ich nur einen Teil davon.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte und behandelt all diese Themen, doch ganz anders als ich erwartet habe. Ich bin mir nicht mal sicher, ob dieses Buch wirklich ein reiner Roman ist. Denn, besonders in der ersten Hälfte wirkt dieses Buch eher wie ein getarnter Lebensratgeber. Wie ein Ratgeber, für einen Weg zu sich selbst zu und zur Selbstliebe, versteckt hinter Marcus Erlebnissen.
Der Teil hat mir am besten gefallen, obwohl ich etwas völlig Anderes erwartet habe. Die Gedankenansätze werden mit viel Gefühl vermittelt und nicht aufgedrängt. Einiges hat mich davon bewegt und wird mich hoffentlich noch ein Stück begleiten.
Ab der Mitte des Buchs wird es jedoch für mich verwirrend. Plötzlich ändert sich die Art des Buchs und auch der Inhalt der Geschichte. Es geht zwar immer noch um Vergebung und Liebe aber nicht mehr Anregend wie im ersten Teil sondern eher beklemmend. Ab hier habe ich mich wirklich gefragt, was dieses Buch mir eigentlich vermitteln soll.
Ich hatte das Gefühl, als hätte der Autor sich plötzlich überlegt doch einen Roman zu schreiben und keinen versteckten Ratgeber.
Es ist wirklich schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen, denn ich bin immer noch verwirrt und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Ich denke, da muss man sich sein eigenes Bild von machen.
Das Buch hat aber definitiv ein paar anregende Gedanken und einen schönen Schreibstil. Wenn auch einen verwirrenden Handlungsverlauf und eine unklare Gesamtaussage.

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