Nicolas Giacobone

 3.4 Sterne bei 18 Bewertungen

Lebenslauf von Nicolas Giacobone

Nicolás Giacobone, geboren 1975 in Buenos Aires, schrieb die Drehbücher für Filme wie »Biutiful« und »Birdman«. Für Letzteren wurde er 2015 mit einem Golden Globe sowie dem Oscar in der Kategorie »Bestes Originaldrehbuch« ausgezeichnet. »Das geschwärzte Notizbuch« ist sein erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nicolas Giacobone

Cover des Buches Das geschwärzte Notizbuch9783453271999

Das geschwärzte Notizbuch

 (18)
Erschienen am 25.11.2019

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Rezension zu "Das geschwärzte Notizbuch" von Nicolas Giacobone

Genau wie erwartet und trotzdem irritierend
Antonellavor 3 Monaten

Selten habe ich mich mit einem Buch so schwergetan. Ein wunderschönes Cover, ein toller Einband. Dreihundert Seiten in wirklich großer Schrift. Der Inhalt entspricht genau dem Klappentext, der mich so angesprochen hat. Und trotzdem habe ich vier Wochen für dieses Buch gebraucht, in denen ich zwischen Begeisterung und Anstrengung hin und her geschwankt bin...

Der Roman wird ausschließlich aus der Perspektive des Drehbuchautoren Pablo erzählt. Seit mehr als fünf Jahren hält der Regisseur Santiago Salvatierra ihn im Keller seines Hauses gefangen. In dieser Zeit sind bereits zwei Drehbücher sehr erfolgreich verfilmt worden, doch das reicht dem manisch-genialen Regisseur nicht. Jetzt verlangt Santiago das ultimative Drehbuch für den weltbesten Film. Völlig isoliert in seinem Verlies arbeitet Pablo nach einem ritualisierten Plan, der keinerlei Abweichungen zulässt. Doch mit dem zunehmendem Druck Santiagos kommt er nicht zurecht. Er blockiert, verliert sich in Wahnvorstellungen, hat Versagensängste.

Eine strenge zeitliche Abfolge gibt Nicolas Giacobone in diesem Roman nicht vor, man folgt der Gedankenwelt des 45jährigen Pablos, der sich mal mit seinen ersten Schreibversuchen in der Wohnung seiner Mutter, dann wieder mit dem besten Aufbau des nächsten Aktes auseindersetzt. Genau das ist das faszinierende, aber auch sehr ermüdende an diesem Buch. Man hat ständig das Gefühl, den sprunghaften Gedanken dieses Mannes zu folgen. Interessant, erwähnenswert, langweilig , banal, abstoßend... 

Mal lustig, dann tieftraurig. 

Die Beatles werde ich in Zukunft sicher ein wenig aufmerksamer hören, einige Schauspieler eine Weile etwas anders betrachten.

Ich glaube nicht, dass ich dieses Buch ein zweites Mal lesen werde oder es jemandem schenken möchte. Aber vergessen werde ich es auch nicht. Ich habe genau das bekommen, was ich mir vorgestellt habe, aber eigentlich auch wieder nicht. Vielleicht ist es das, was ein gutes Buch ausmacht.

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Rezension zu "Das geschwärzte Notizbuch" von Nicolas Giacobone

Titel und Cover täuschen
trifolium88vor 3 Monaten

In diesem Buch geht es um die ungewöhnliche Beziehung zwischen einem unbekannten Drehbuchautor und einem bekannten Regisseur. Der Drehbuchautor (der Ich-Erzähler) wird vom Regisseur jahrelang in einem Keller festgehalten, wo er ihm Drehbücher schreiben muss, die dem Regisseur zum Ruhm verhelfen sollen. Neben diesen beiden Figuren gibt es eine dritte Figur, die des Dienstmädchens. Die unterschiedlichen Charaktere hat der Autor gut zum Ausdruck gebracht.
Während des Schreibprozesses erfahren wir vom Drehbuchautor, was es heißt, zu schreiben: Was macht die Kunst, das Schreiben aus? Wie ist das Verhältnis zwischen dem Künstler und seinem Werk? Wie viel von dem, was einem Künstler vorschwebt, erreicht den Empfänger? Welchen Stellenwert hat die Kunst heute in unserer digitalisierten Gegenwart? Die Behandlung dieser Fragen fand ich am interessantesten. Ansonsten konnte ich dem Buch nicht viel abgewinnen. Mir haben unter anderem die Poetik und die Spannung gefehlt.
Anfangs fand ich die Idee sehr originell, doch letztendliche musste ich mich quälen, es zu Ende zu lesen. Vor allem von dem geschwärzten Notizbuch habe ich viel mehr erwartet, aber darin schreibt der Protagonist nur am Anfang der Geschichte, danach benutzt er hauptsächlich einen Laptop. Die Geschichte endet, als der Akku leer geht. Für mich ein unbefriedigendes und unoriginelles Ende, zumal einige Fragen unbeantwortet bleiben. Ich hatte angenommen, dass da etwas mehr Magie hinter dem geschwärzten Notizbuch steckt. Der Titel und das wunderschöne Cover sind leider nur „leere Luft“.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich weder über den Autor, die meisten Filme, Drehbuchautoren, noch über die Regisseure nur wenig bis gar nichts weiß. Zusammenhänge konnte ich daher wahrscheinlich nicht herstellen und das Buch verlor schnell seinen Reiz für mich. Ich verstehe, wenn andere, die am Thema interessiert sind, dem Buch viel mehr abgewinnen können.

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B

Rezension zu "Das geschwärzte Notizbuch" von Nicolas Giacobone

interessante Erzählweise
Buecheraktevor 4 Monaten

Das Buch ist definitiv anders. Giacobone bringt einige Film- und Drehbuch Bezüge in das Buch ein entsprechend ist das Buch gerade für Cineasten ein sehr ansprechend, aber auch für andere ist es geeignet, da man auch ohne Vorkenntnisse in Bezug auf Film die Geschichte versteht. Der Hauptprotagonist ist Pablo und der Regisseur Santiago sind grundverschieden, der eine ein absoluter Phlegmatiker dessen hauptsächliche Leidenschaft das Schreiben ist und der andere ein größenwahnsinniger der alle anderen Menschen als reine Werkzeuge sieht. Die Beziehung dieser beiden Figuren ist sehr interessant, Pablo selbst hinterfragt regelmäßig sein eigenes Verhalten. Er fragt sich generell sehr viel. Als Leser folgt man seinen Gedankengängen und da diese sind sehr sprunghaft. Gleichzeitig gibt es viele Wiederholungen, welche die Monotonie von Pablos Leben im Keller spürbar machen. Interessanterweise haben mich diese Wiederholungen zwischenzeitlich etwas genervt, mich aber gleichzeitig mürbe gemacht so, dass ich mir in gewisser Weise Pablos Phlegmatismus angeeignet habe und einfach weiter gelesen habe. Auch wenn dies jetzt negativ klingt ist es so nicht gemeint. Erst durch dieses „mürbe machen“ konnte ich mich in einer mir fremden Art mit Pablo identifizieren und habe dadurch seine im Buch stattfindende Abrechnung mit der Welt, die eigentlich keine Abrechnung ist, sich aber für mich so anfühlte, besser nachvollziehen können. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, ich habe mich entschieden einen Stern abzuziehen, da es doch ein wenig anstrengend für mich war es zu lesen und ich leider auf einige für mich wichtige Fragen leider keine Antwort bekommen habe.

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