Nicolas Hoffmann Selbstfürsorge für Therapeuten und Berater

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Inhaltsangabe zu „Selbstfürsorge für Therapeuten und Berater“ von Nicolas Hoffmann

Therapie und Beratung erfordern vor allem die Berücksichtigung der Interessen der Patienten. In diesem Buch finden Therapeuten und Berater umfassende Hilfe zu einer zusätzlichen eigenen Selbstfürsorge – und zwar so, dass sie in der Situation anders agieren können. 10 % der Psychotherapeuten leiden an diagnostizierbaren psychischen Störungen. Sobald sie sich treffen, tauchen die Themen berufliche Überlastung, schwierige Patienten, Stress bei der Arbeit und Sinnkrise auf: Dieses Buch zeigt Maßnahmen, wie man als Therapeut und Berater • Depressive aushält, • Aggressive in die Schranken verweist, • Nicht-Motivierte bewegt, • Narzissten daran hindert, die Regie in der Therapie zu übernehmen … Bei ihren Psychohygiene-Vorschlägen zur Abhilfe gehen die Autoren weit über das hinaus, was im Allgemeinen zu Burnout und Work-Life-Balance empfohlen wird. Therapeuten und Berater finden eine Vielzahl von Möglichkeiten, das eigene Befinden während der Therapie zu regulieren und ihre Gesundheit zu schützen. Die jeweiligen Ansätze sind psychologisch fundiert, und viele davon enthalten Elemente aus der Verhaltenstherapie.

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  • Rezension zu "Selbstfürsorge für Therapeuten und Berater" von Nicolas Hoffmann

    Selbstfürsorge für Therapeuten und Berater

    michael_lehmann-pape

    02. November 2012 um 10:33

    Schutz vor möglichen negativen Folgen der eigenen Arbeit Auch wenn es eine überspitze Formulierung ist, aber durchaus kann der Praxisraum zu Zeiten zur „Arena“ werden. Da, wo überflutendes Patientenverhalten im Raume steht, zum Beispiel. Überhöhte Ansprüche, suizidales Patientenverhalten, tief ambivalente Patienten, um nur ein paar der vielen Beispiele dieses speziellen Kapitels im Buch zu benennen. Ein Buch, mit dem Hoffmann und Hofman durchaus gelungen die „andere“ Seite in Therapie und Beratung in den Blick nehmen. Den Therapeuten und Berater und dessen möglichst bester Fürsorge auch für sich selbst, letztendlich, um überhaupt seiner Arbeit dauerhaft gut und hilfreich nachgehen zu können. Gut gelöst in diesem Zusammenhang ist alleine schon, dass Hoffmann und Hofmann auf Basics therapeutischer Kompetenzen als ein wichtige Grundlage für eine „Selbstwirksamkeitserwartung“ verweisen und als Reflektionsmöglichkeit des eigenen „Zustandes“ auch noch einmal verständlich und klar grundlegende therapeutische Haltungen und Kompetenzen benennen. Vor allem die Selbstbeschränkung im Anspruch, der eigene Humor und die Kompetenz, die „Vogelperspektive“ einzunehmen sind hier noch einmal hervorgehoben zu benennen, um eine wirksame Selbstfürsorge zu beachten. All dies beruht auf der Basis von Studien, die bezeugen, dass „die psychische Verfassung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten nicht gerade als ideal bezeichnet werden kann“. So setzen sich die Autoren das Ziel, den und die Leser zu befähigen, auch für sich selbst tätig zu sein. Inhaltlich verweisen Hoffmann und Hofmann auf eine Vielzahl von Möglichkeiten und Ansätzen, die als Instrumente genutzt werden können, das eigene Befinden während der therapeutischen Arbeit zu regulieren und die damit die eigene Gesundheit zu schützen. Zunächst führen die Autoren hierzu grundlegend ein in das, was unter Belastungssituationen zu verstehen ist und wieweit in der Psychotherapie die „Selbstfürsorge“ bereits Thema geworden ist (u.a. als „dritte Ebene psychotherapeutischen Verhaltens), wie Hoffmann und Hofmann auch in Bezug auf den eigenen Leib, die Bewegung, den Rhythmus, den Raum, den Blick des andern, die Zeit, sowie im Blick auf Anspruch, Aktivität und „Schriftkram“ den Rahmen des therapeutischen Arbeitens abschreiten und hier schon den ein oder andern Verweis auf mögliche Störungen geben. Wie dann dysfunktionlae Verhaltensweisen des Therapeuten selbst aussehen können und welche Wege zu ihrer Veränderung beschritten werden können, ist dann inhaltlich breites Thema, genauso, wie der mögliche Umgang mit konfliktträchtigem Patientenverhalten. Statt empathischer Reaktion körperliche Gegenbewegungen, die Aufarbeitung eigener Angst im Umgang mit suizidalen Patienten, physische Unterbrechungshandlungen bei ständiger „Flutung“, vielfach sind die methodischen Anregungen, die Hoffmann und Hofmann „aus der Praxis für die Praxis“ geben. Überlegungen und Hinweise, die durchaus umgehend umsetzbar sind. Hofmann und Hofmann legen ein hilfreiches, gut strukturiertes und praxisnahes Buch vor, das dem Therapeuten für und mit sich selbst in seiner Arbeit hilfreiche Instrumente an die Hand gibt, destruktive Abläufe und Entwicklungen in sich selbst und in Therapiesituationen zu erkennen und auch mit einfachen Mitteln den nötigen Abstand zur Reflektion zu gewinnen. Eine Reflektion, die ebenso durch das Buch angeregt wird, wie noch einmal Basics von Patentenverhalten und eigner Haltung angesprochen werden.

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