Nicolas Remin

 4.1 Sterne bei 174 Bewertungen
Autorin von Schnee in Venedig, Venezianische Verlobung und weiteren Büchern.
Nicolas Remin

Lebenslauf von Nicolas Remin

Nicolas Remin ist ein 1948 in Berlin geborener deutscher Schriftsteller. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der FU Berlin und in Santa Barbara/ Kalifornien. Danach arbeitete Remin als Synchronautor und Synchronregisseur. Erst im Jahre 2001 veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman "Schnee in Venedig". Alle seine bisher erschienen Romane spielen im Venedig des 19. Jahrhunderts um Commissario Tron, der diverse Mordfälle klären muss.

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Sophies Tagebuch
Erscheint am 23.10.2018 als Hardcover bei ROWOHLT Kindler.

Alle Bücher von Nicolas Remin

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Nicolas ReminSchnee in Venedig
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Schnee in Venedig
Schnee in Venedig
 (57)
Erschienen am 01.09.2009
Nicolas ReminVenezianische Verlobung
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Venezianische Verlobung
Venezianische Verlobung
 (36)
Erschienen am 01.09.2009
Nicolas ReminGondeln aus Glas
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Gondeln aus Glas
Gondeln aus Glas
 (29)
Erschienen am 01.09.2009
Nicolas ReminDie Masken von San Marco
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Die Masken von San Marco
Die Masken von San Marco
 (17)
Erschienen am 01.09.2009
Nicolas ReminRequiem am Rialto
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Requiem am Rialto
Requiem am Rialto
 (16)
Erschienen am 03.01.2011
Nicolas ReminDie letzte Lagune
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Die letzte Lagune
Die letzte Lagune
 (10)
Erschienen am 01.06.2012
Nicolas ReminSophies Tagebuch
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Sophies Tagebuch
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 (0)
Erschienen am 23.10.2018
Nicolas ReminGondeln aus Glas: Commissario Trons dritter Fall
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Gondeln aus Glas: Commissario Trons dritter Fall

Neue Rezensionen zu Nicolas Remin

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Rezension zu "Die Masken von San Marco" von Nicolas Remin

Tod dem Kaiser!
Zeitensandvor 5 Jahren

Venedig brodelt vor Aufregung. Der Kaiser und die Kaiserin werden auf eine Stippvisite die Stadt besuchen. Aber nicht alle Bewohner des Veneto sind begeistert. Die nationalen Stimme, die eine Verbindung zu dem Grimaldibündnis lieber sehen würden, werden immer lauter. Dem gegenüber steht der starre Apparat des kaiserlichen Militärs und die unterschätzte venezianische Polizei, die dem Kaiser verpflichtet sind.


Die höchsten Militärs planen ein vorgetäuschtes Attentat auf den Kaiser, um ihn als strahlenden unverletzten Held dar zustellen und um die unfähige Militärpolizei bloß zu stellen. Commissario Tron soll nämlich die "Verschwörung" rechtzeitig aufdecken. Keiner ahnt jedoch von den wahren Plänen der Attentäter, die den Kaiser am liebsten tot sehen würden.


Schon von Anfang an weiss der Leser von dem geplanten Attentat auf den Kaiser und begleitet Commissario Tron dabei, wie er sich Stück für Stück von dem Fall erarbeitet. Teilweise fand ich es aber etwas verwirrend die möglichen - leider ja falschen - Schlüsse des Commissarios mit dem wirklichen Plan der Militärs und dann auch noch tatsächlichen Wirklichkeit zu vergleichen und den Überblick zu behalten. Streckenweise war es daher etwas langwierig die Geschichte zu lesen, da man schon drei Schritte weiter war. Eine rechte Spannung wollte leider nicht aufkommen.


Am spannendsten fand ich noch die Nebengeschichte um den Grafen Königsegg, der die Kette der Kaiserin stiehlt, um seine Spielschulden zu begleichen und der dann bei Hundekämpfen landet und einen Kampfhund mit in den kaiserlichen Haushalt bringt.


Die Figur des Commissarios wirkt in diesem Band sehr behebig und mehr der Dekadenz verfallen, als es mir in dem Roman "Die letzte Lagune" erschienen ist. Alle weiter führenden Hinweise für seinen Fall werden ihm mehr oder weniger zugespielt und von seinem brillianten kriminalistischen Geist merkt man nicht viel.


Der eigentliche Coup des Romans besteht darin, dass Commissario Tron als Retter des Kaisers in dessen Nähe gerückt wird und sich dieses besondere Verhältnis zwischen dem Commissario und der Kaiserin entwickelt.


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L

Rezension zu "Venezianische Verlobung" von Nicolas Remin

Hochzeitsstress und kaiserliche Verdächtige vor venezianischer Kulisse
Lesemanievor 5 Jahren

Commissario Tron hat es auch im zweiten Buch nicht viel leichter als im ersten. Seine Mutter beglückt ihn nach wie vor mit wohlgemeinten Ratschlägen und versucht außerdem, ihn in die Planung des jährlichen Maskenballes mit einzubeziehen. Und dann ist da noch die Tatsache zu beachten, dass der Commissario seine Eheschließung mit der schönen und steinreichen Principessa di Montalcino plant.

Wie dumm, dass ausgerechnet jetzt eine Frauenleiche entdeckt wird, um die er sich zu kümmern hat. Besonders pikant wird dieser Mord dadurch, dass es sich bei der jungen Frau um die Geliebte des Erzherzogs Maximilian handelt. Der hat sich gerade erst bereit erklärt, Kaiser von Mexiko zu werden, und als in schneller Folge weitere Morde die Lagunenstadt erschüttern, wird klar, dass jemand diesen Plan vereiteln möchte.

Tron zerreisst es schier zwischen seinen privaten und beruflichen Aufgaben. Erschwerend kommt noch hinzu, dass er, aus altem Adel stammend, sich plötzlich mit den Geschäftsideen der Principessa herumschlagen muss, die ihre ganz eigenen Pläne hat, um der Familie Tron mit modernen Mitteln zu altem Glanz zu verhelfen. 


Einen Lichtblick erhascht Tron in Gestalt des Waisenmädchens Angelina Zolli, die den Mörder gesehen hat, und so hoffentlich dem Morden ein Ende bereiten kann – allerdings muss sie dafür erst lernen, der Polizei zu vertrauen und sich nicht selbst in Gefahr zu begeben.

Remin bleibt in diesem zweiten Fall um Alvise Tron in Hochform. Das Buch wartet mit spritzigen Dialogen und einigen unvorhergesehenen Wendungen auf, die über kleine Längen hinwegtrösten. Besonderes Highlight ist die sich anbahnende Beziehung zwischen Trons Mutter, der Contessa, und ihrer Schwiegertochter in spe, der Principessa. Allein diese Aussicht mach Lust auf noch mehr Tron.

Diese Rezension wurde auch auf lesemanie.com veröffentlicht.

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L

Rezension zu "Schnee in Venedig" von Nicolas Remin

Venedig-Krimi mit Knobelspaß und Suchtpotenzial
Lesemanievor 5 Jahren

Alvise Tron hat es nicht leicht: im heimatlichen Palazzo regnet es durchs kaputte Dach, seine Mutter liegt ihm damit in den Ohren, endlich eine geeignete Frau zu finden, und dann wird ihm auch noch unter einem fadenscheinigen Vorwand der Fall entzogen, an dem er gerade ermittelt. An seiner statt schaltet sich die österreichische Militärpolizei ein. Die ist nervös, denn schließlich befindet sich die Kaiserin Elisabeth in der Lagunenstadt.

Das Leben könnte also besser laufen für Commissario Tron, als es im Frühjahr 1862 der Fall ist. Er lässt sich von den Umständen jedoch nicht entmutigen. Mit leisem, trockenem Humor und einem gesunden Dickkopf ermittelt er auf eigene Faust weiter, um herauszufinden, wer hinter dem Mord an Hofrat Hummelhauser steckt. Und was hat es mit seiner Begleiterin auf sich, die ebenfalls ermordet wurde? Die junge Frau, die scheinbar vom kaiserlichen Hofrat am Hafen aufgelesen worden ist, weist Bissspuren auf, und ist offenbar erwürgt worden, während der kaiserliche Beamte erschossen wurde. Wie passt das zusammen? Diese Frage lässt Tron nicht los. Dabei lässt er sich weder von seinem prätentiösen Vorgesetzten noch von der kaiserlichen Militärpolizei aus der Ruhe bringen. Was ihn wirklich durcheinander bringt, sind zwei Frauen. Da ist zum einen die Kaiserin, die großes Interesse an der Lösung des Falles hat, und welcher der verarmte Comte sympathisch ist. Zum anderen ist da die Principessa di Montalcino, deren blonden Haare und grünen Augen dem Commissario den Atem rauben. 

Insgesamt ein schön-spannender Krimi. Hier trieft kein Blut – es kommt viel mehr auf die Irrungen und Wirrungen an in diesem Fall. In Agatha-Christie-Manier kann der Leser bis zum Schluss mit raten, während ganz nebenbei das Venedig des späten neunzehnten Jahrhunderts zum Leben erweckt wird. Die Spannungen zwischen den Habsburger Herrschern und den Einheimischen werden ebenso lebendig dargestellt, wie der verarmte Adel, der mit vereinten Kräften versucht, sich seinen alten Prunk zu bewahren.

Remin hat einen liebenswürdigen venezianischen Ermittler erschaffen, und umschifft gleichzeitig zwei Fallen: Rivalität zu Brunetti und Sisi-Kitsch. Die Figur des Commissarios ist nämlich originell genug um sich nicht mit dem berühmten Kollegen messen zu müssen. So können sich Brunetti-Fans und „Nicht-Fans“ gleichermaßen mit ihm anfreunden. Und obwohl Kaiserin Elisabeth eine durchaus tragende Rolle zukommt, dominiert sie das Buch nicht, und Remin beweist genug historisches Geschick und Fingerspitzengefühl, um sie eben nicht als „Sissi“ (mit zwei S) darzustellen. 


Diese Rezension wurde auch auf lesemanie.com veröffentlicht.

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