Nicolas Remin

 4.1 Sterne bei 188 Bewertungen
Autorin von Schnee in Venedig, Venezianische Verlobung und weiteren Büchern.
Nicolas Remin

Lebenslauf von Nicolas Remin

Nicolas Remin ist ein 1948 in Berlin geborener deutscher Schriftsteller. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der FU Berlin und in Santa Barbara/ Kalifornien. Danach arbeitete Remin als Synchronautor und Synchronregisseur. Erst im Jahre 2001 veröffentlichte er seinen ersten historischen Roman "Schnee in Venedig". Alle seine bisher erschienen Romane spielen im Venedig des 19. Jahrhunderts um Commissario Tron, der diverse Mordfälle klären muss.

Alle Bücher von Nicolas Remin

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Schnee in Venedig

Schnee in Venedig

 (57)
Erschienen am 01.09.2009
Venezianische Verlobung

Venezianische Verlobung

 (36)
Erschienen am 01.09.2009
Gondeln aus Glas

Gondeln aus Glas

 (29)
Erschienen am 01.09.2009
Die Masken von San Marco

Die Masken von San Marco

 (17)
Erschienen am 01.09.2009
Requiem am Rialto

Requiem am Rialto

 (16)
Erschienen am 03.01.2011
Sophies Tagebuch

Sophies Tagebuch

 (14)
Erschienen am 23.10.2018
Die letzte Lagune

Die letzte Lagune

 (10)
Erschienen am 01.06.2012
Sophies Tagebuch

Sophies Tagebuch

 (0)
Erscheint am 17.12.2019

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Rezension zu "Sophies Tagebuch" von Nicolas Remin

Ich bin begeistert
Hope23506vor 3 Monaten


INHALT:
Es ist die Zeit des Mauerfalls und Erika, eine etwas versnobte Lehrerin, erfährt, daß sich ihr Vater das Leben genommen hat. Ein besonders gutes Verhältnis hatten die Beiden nie, aber Erika ist doch sehr schockiert, dass ihr Vater freiwillig aus dem Leben scheidet. Der Nachlass von ihrem Vater gibt ihr dann einige Rätsel auf. Sie findet ein Tagebuch ihrer Mutter Sophie aus der Zeit des zweiten Weltkrieges und beginnt zu lesen. Dabei erfährt sie Dinge über ihre Eltern, die sie nie für möglich gehalten hätte. Die Beiden haben im Krieg einem Juden Unterschlupf gewährt und diese Hilfsbereitschaft bringt auch noch jetzt, Jahrzehnte später, Erikas Leben völlig durcheinander.
MEINE MEINUNG:

Der Klappentext sagt jetzt nicht soviel über den Inhalt aus und umso gespannter war ich auf diesen Roman. Und ich muss sagen, das Buch hat mich überrollt und sprachlos gemacht. Was für eine Geschichte, welch ein Aufbau, welch eine Aussage und welch ein Setting. Der Autor hat zwei so grosse geschichtliche Ereignisse sehr gut miteinander verknüpft, sie mir so nahe gebracht uns sie so anschaulich und bildhaft in eine Familiengeschichte verpackt. Er schildert die Ereignisse von Sophie in den Tagebucheinträgen so besonders und auch so anders. Er gibt ihr eine völlig andere Denkweise über den Krieg und ein andere Herangegensweise an die Dinge. Das hat mir sehr gut gut gefallen und hat Sophie und das ganze Buch zu etwas besonderem gemacht. Besonders deutlich wird die Entwicklung und Wandlung von Erika hervogehoben, immer auch in Verbindung mit der Vergangenheit. Durch die Tagebucheinträge, die sehr fesselnd und spannend sind, ist das Buch so interessant und lässt sich sehr gut lesen. Auch fand ich die Differenz von Erika zu ihrer Mutter sehr gut herausgearbeitet und man erkennt trotzdem die innige Liebe zu Sophie, obwohl sie viele andere Ansichten hatte.
FAZIT:
Lest dieses Buch. Mich hat es umgehauen und konnte mich begeistern. Es ist ein Geheimtip, denn der Klappentext verrät nicht, was in für eine wahnsinnig tolle Geschichte dahintersteckt. Eine Leseempfehlung von mir.

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Rezension zu "Sophies Tagebuch" von Nicolas Remin

Spannend ja, aber mir fehlt das gewisse Etwas
Monika58097vor 5 Monaten

Während des Unterrichts erfährt die Französisch-Lehrerein Erika zur Linde Ende der 80er Jahre vom plötzlichen Tod ihres Vaters Ulrich. Der Mann, der ihr immer irgendwie fern geblieben ist, hat sich an seinem Schreibtisch erschossen. Ob der Brief aus Amerika etwas damit zu tun hat, den er ein paar Tage zuvor erhalten hat? 

Als Erika die Unterlagen ihres Vaters sortiert, findet sie ein Tagebuch ihrer Mutter Sophie. Hier hat die Mutter alles aufgeschrieben, was ihr zu Zeiten des Nationalsozialismus wichtig schien - was ihr  persönlich wichtig schien. Während der Ehemann in den Krieg musste, hat sie deren Freund Felix Auerbach, einem Juden, verbotenerweise Obdach gegeben. Ständige Bombenabwürfe haben Sophie und Felix sich näher kommen lassen, doch kann sie Felix wirklich retten? 

Während sich Erika zur Linde durch das Tagebuch ihrer Mutter arbeitet, beginnen in Ostberlin die Unruhen. Berlin steht kurz vor dem Mauerfall. Und dann kündet sich Paul Singer aus Amerika an, der Mann, dem Ulrich zur Linde kurz vor seinem Tod geschrieben hat.

"Sophies Tagebuch" - ein sehr spannendes Buch, obwohl es in der Mitte auch einige mit Sicherheit vermeidbare Längen gegeben hat. Leider konnte ich mir die einzelnen Figuren nicht wirklich vorstellen, eine Tatsache, die mich persönlich stört. Die Figuren blieben blass, trotz der außergewöhnlichen Rollen, die sie gespielt haben. 

Gut kommt heraus, wie sich Sophie zum Beispiel eher gedankenlos der Partei anschließt, weil sie ihrem Job als Journalistin nachgehen möchte. Und warum ist Felix Auerbach nicht ausgereist? Möglichkeiten dazu hatte er genug. Mir erscheint es etwas zu naiv, das wirklich nur der Liebe wegen getan zu haben. Auch er muss sich der tatsächlichen Gefahren bewusst gewesen sein. 

Gefragt habe ich  mich auch, warum der zweite Erzählstrang ausgerechnet ins Berlin zu Zeiten des Mauerfalls gelegt wurde? Der Mauerfall, die ganzen politischen Umwälzungen in Ostberlin, in der DDR, bleiben zweitrangig, werden nur eher nebenbei erwähnt. 

"Sophies Tagebuch" - eine sicherlich spannende Geschichte; mir persönlich fehlt  jedoch das gewisse Etwas.

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Rezension zu "Sophies Tagebuch" von Nicolas Remin

Jahreshighlight 2018
gedankenbuechereivor 5 Monaten

MEINE MEINUNG:
Anfangs lernen wir Erika zur Linde kennen. Sie verkörpert wohl das, was wir „Mauerblümchen“ nennen würden, denn sie hat sich nie wirklich was aus Äußerlichkeiten gemacht, trägt eine dicke Brille, schminkt sich nicht und kleidet sich eher praktisch. Sie ist um die vierzig als ihr Vater Selbstmord begeht, ihr Vater, zu dem sie nie eine tiefe Bindung aufbauen konnte. Der Leser steigt direkt in das Geschehen ein, es gibt keine große Einführung, nur einen Prolog, der ein kleines bisschen eine Ahnung aufkeimen lässt, die im Laufe des Romans noch von Bedeutung sein wird.

Beim Durchstöbern des Nachlasses stößt Erika dann auf die Tagebücher ihrer Mutter Sophie und sie beginnt damit diese zu lesen und die Geschichte ihrer Mutter zu erkunden. Die praktischdenkende und rationale Erika ist dabei eine sehr interessante Persönlichkeit, eine Einzelgängerin, eher unterkühlt und emotionslos. In Verbindung mit der Geschichte ihrer Mutter fand ich diese Charakterzüge aber sehr passend. Erika wirkt immer sehr unnahbar, was aber super zur Geschichte passt.

Die Geschichte ist ebenso nüchtern geschildert, ist aber dennoch sehr interessant zu verfolgen. Der Leser erfährt sehr viel über den Zweiten Weltkrieg, die Zustände und das Leben zu dieser Zeit. Dabei wird diese Geschichte aus der Sicht von Sophie erzählt, einer sehr naiven und leichtgläubigen Persönlichkeit. Sie selbst war Parteimitglied und ich hatte den Eindruck, der Krieg würde sie nicht allzu sehr kümmern. Vielmehr interessiert sie Felix Auerbach, ein Jude und Freund ihres Mannes, den sie versteckt hält. Die Geschichte zeigt somit auch einen typischen Charakter, der demonstriert, wie die Menschen damals teilweise die Augen verschlossen haben und sich manipulieren ließen. Denn genau so geht auch Sophie durch diese Zeit.

Es hat zwar ein wenig gedauert bis die Geschichte in Gang kam, aber es hat sich definitiv gelohnt dran zu bleiben. Das ist wohl auch Nicolas Remins Schreibstil zu verschulden, der mich letztendlich an das Buch fesseln konnte. Man bleibt perfekt im Lesefluss und die Perspektivenwechsel und kurzen Kapitel erhalten die Spannung. Insgesamt hat der Roman einen sehr informativen Charakter, den ich auch sehr abwechslungsreich fand.

Auch die Protagonistin Erika ist mir immer sympathischer geworden, die macht einen Wandel durch, auch wenn ich nicht so ganz verstehen konnte, wie sich dieser begründet. Gegen Ende wirkt sie nicht mehr ganz zu emotionslos wie zu Beginn, sie macht sich während der Lektüre der Tagebücher immer mehr Gedanken um sich selbst, um ihr Aussehen und Auftreten. Sie wird selbstbewusster und auch dieser Wandel hat mir sehr gut gefallen.

FAZIT:
Im Großen und Ganzen war dieser Roman tatsächlich mal etwas anderes. Die Geschichte und Geheimnisse die ans Tageslicht kommen, hielten ein paar gute Wendungen bereit und der Schreibstil war hervorragend. Viele historische Aspekte wurden in diesem Roman spannend verpackt und es hat Spaß gemacht, war aber zugleich auch sehr bedrückend, da man immer vor Augen hatte, dass die Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich der traurigen Realität entsprach.

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