Nicolas Scheerbarth Chaser

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Inhaltsangabe zu „Chaser“ von Nicolas Scheerbarth

Nackte Frauen. Eine wilde Jagd durch den Wald. Im Jahr 2096 so alltäglich wie heute eine Swingerparty. Manche Frauen zahlen sogar dafür. Mars-Kosmonautinnen zum Beispiel. Aber wer jagt eigentlich wen? Dieses erotische eBook widmet Nicolas Scheerbarth übrigens einer ganz besonderen Frau, der Frau, mit der er Träume teilt: "Hoffentlich tanzen die Aliens noch oft für uns!" Eine grandiose Vision, im eBook Format, von unserer sexuellen Zukunft in erotischer Literatur, für meine Freunde erotischer Geschichten mit starken Frauen! - GiADA

Schach. Schachmatt?

— EvyHeart
EvyHeart
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    Chaser
    EvyHeart

    EvyHeart

    11. August 2016 um 14:59

    Kurze Erotik-Geschichten können schief gehen - oft schaffen es Autoren inmitten des Tatendrangs nicht, die Geschichte auszufüllen oder es fehlt eine interessante Komponente. Scheerbarth geht einen anderen Weg - er legt den Schwerpunkt nicht auf Gefühle, sondern auf die Gesellschaft.Im Jahre 2096 bezahlen nackte Frauen, um sich von (angezogenen) Männern durch ein Gebiet "jagen" zu lassen und später Sex zu haben. Damit werden zwei Klischees widerlegt: dass sich Frauen gern von Männern benutzen lassen und dass Männer sich überlegen fühlen, indem sie für Frauen bezahlen. Denn eine "Chase" läuft annähernd gewaltfrei, das Fangen der Beute wird nur verbal angezeigt. Scheerbarth lässt seinen Ich-Erzähler beschreiben, welche Probleme Mann bei dieser Jagd haben kann.Die Atmosphäre ist sehr dicht und der kommentierende Erzähler zieht den Leser ins Geschehen. Er wirkt kumpelhaft, aber nicht übertrieben. Ausgenommen eine Vorausdeutung bei einer Teil-Geschichte.Der Nachteil ist, dass man auf der ersten Seite von den Begriffen überwältigt wird und sich erst langsam hineinfindet. Scheerbarth entwirft sehr durchdacht, wie sich die Jagden entwickelten und keine Information ist zuviel.Schwerpunkt der Geschichte ist eine Jagd, die anders ausgeht, als es die Chaser vermuten. Sie wird im Rückblick geschildert und nimmt ca. die Hälfte der Geschichte ein. Ich merkte, dass es besonders am Anfang um die Fascetten einer Jagd geht, während später der emotionale Aspekt angetastet wird.Emotionen habe ich in diesem Buch nur wenig gespürt. Besonders am Ende merkte ich, dass das eine Grenze ist, die nicht überschritten wird, die mir aber fehlte. Aber es gibt Bewunderung. Das trifft auf viele Figuren in Scheerbarths Werken zu: Sie celebrieren das weibliche Geschlecht, genießen es/sie in allen Formen und Farben, sind ihnen manchmal sogar ein Stück ausgeliefert. Aber sie ergreifen selten die Initiative. Wenn ich mich als Leserin in die Figuren fallen lassen, fühle ich mich oft als Beobachter.Ich finde es schade, dass Männer sich an den Frauen erfreuen, aber nicht erklärt wird, wie sehr die Frauen die Männer genießen. Auch wenn das in dieser Geschichte angedeutet wird.Bezüge zu anderen Werken gibt es auch - das SenseNet aus "Taken by Berlin" und "Dreamer" wird erwähnt, außerdem gibt es weibliche und androgyne Frauen, einige Hauttöne und Mastrubationsszenen.Fazit: Ich habe mich in dieser Geschichte sehr wohlgefühlt, weil sie klar ausgerichtet ist. Die Welt ist interessant und der Akt füllt nur die sehr deutliche Konturen aus. Auch wenn die Akte ausführlich geschildert werden, eignet sich diese Geschichte eher für die Straßenbahn als die Bettdecke. Spaß hat man damit trotzdem :-)

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