Nicolas Scheerbarth Fluss der Lust - Ballett eines endlosen Traums

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Inhaltsangabe zu „Fluss der Lust - Ballett eines endlosen Traums“ von Nicolas Scheerbarth

A b g e f a h r e n! Grenzen sprengende Extremfantasie in der erotischen Geschichte, nah an der Persiflage. Dies ist die erotische Geschichte, weswegen der Papst glaubt, dass es den Teufel gibt. 10 weibliche Körper, ein Mann: Eine überschäumende Orgie mit grandioser Regie in erotischer Literatur. Ich dachte bei „Ballett eines endlosen Traums???“ Ist der irre? Und ja: Nicolas Scheerbarth ist irre. Aber definitiv ein Genie der erotischen Literatur. Sein „Ballett“ der erotischen Literatur ist perfekt choreografiert, er behält immer den Überblick über alle seine Akteurinnen und ihre Körperteile. Und endlos ist dieser Traum der erotischen Geschichte wirklich, wie Du erst am Ende des erotischen eBooks erkennen wirst. Das ist ein pornografisches Kunstwerk der erotischen Literatur, das wirklich provoziert. - GiADA

Ungewöhnliche Story, aber mit Leidenschaft

— EvyHeart
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    Fluss der Lust - Ballett eines endlosen Traums

    EvyHeart

    26. June 2014 um 12:13

    Die Geschichte ist sehr außergewöhlich, denn das Thema 'Fluss' zeigt sich hier in vielen Facetten - da wäre zunächst einmal die Struktur: es gibt keine Einleitung und kein Ende, es gibt nur drei Punkte. Es gibt keine Spannungskurven, höchstens kleine Hügel und Täler, aber es ist eine sehr gleichmäßige Orgie. Viele Menschen (lt. Nachwort 10) haben abwechselnd miteinander Sex und erstaunlicherweise wird man dem nie überdrüssig; ich weiß nicht, woran das liegt, aber ich denke, dass man, wenn keine Spannungskurve da ist, auch keine Erwartungen hat - man muss sich nicht fragen, wie gut der Autor den Weg zum Unausweichlichen meistert, spätestens nach zwei Seiten ist klar, dass es nur sexuelle, aber keine dramaturgischen Höhepunkte gibt. Interessant ist auch, dass es zwar einen Mann gibt, die tragende Rolle aber die Frauen spielen - nicht für den Mann, sondern mit ihm; natürlich wird das Klischee, dass sich die Frauen nur sexuelle anziehend finden, nicht widerlegt, aber man hat nicht das Gefühl, dass es um eine Machtdemonstration geht. Im Fluss auch, weil es um Körperflüssigkeiten jeglicher Art geht - Ejakulat, Milch und - besonders gern - Urin. Ich fand es schade, dass die Hemmschwelle nicht aufgezeigt wurde, gerade weil es mich abstößt - aber für Menschen, die das gern haben, ist das gut :D Interessant war auch, dass auf Klischees angespielt wurde, diese aber in der Orgie abgemildert werden - Schwangere und Mutter-Tochter-Spielchen. Obwohl ich mich frage, was eine Schwangere in so einem Treiben zu tun hat... Sprachlich war es gut: Vulgäres wird nur sparsam eingesetzt, manche Wortwiederholung ist drin und am Anfang gleich ein Fehler, das darf nich sein :D Ein Balett wird, auch wenn es eine Handlung hat, getanzt, nicht gespielt. Des Weiteren hat das Wort 'anorektisch' einen negativen Beigeschmackt - hier haben Magersüchtige Spaß und ob man das hier vermitteln sollte? Und auch wenn es fachlich korrekt ist, assoziiere ich 'ejakulieren' mit Männern - bei Frauen finde ich das komisch :D Außerdem haben mich die Wertungen, Kommentare des Erzählers, die ab dem zweiten Drittel auftauchen, in denen die Charakter der Protagonisten aufblitzen - sie haben Langeweile, sie wollen beteiligt werden... ich hatte das Gefühl, in meiner Fantasie gestört zu werden :D Was mich aber fasziniert ist, dass es nie langweilig war; man macht sich schon Gedanken, ob eine Story über so lange Zeit gehalten werden kann - und das tut sie. Und das werde ich mitnehmen. Inhaltich war es nichts, aber gestalterisch ziemlich gut :D Und ich habe selten die Überblick verloren, das war gut :D

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