Nicolas Vanier

 4.1 Sterne bei 93 Bewertungen
Autor von Das Schneekind, Gold unter dem Schnee und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Nicolas Vanier

Nicolas Vanier, 1962 im Senegal geboren, ist wie sein Vorbild Jack London Abenteurer und Schriftsteller zugleich. Als Erster überwand er nur mit dem Hundeschlitten eine 8 600 Kilometer lange Strecke durch Alaska und Kanada. Ein Jahr zog er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in die Wildnis der Rocky Mountains, dokumentiert in dem Bestseller »Das Schneekind«. Zwischen seinen Expeditionen lebt Nicolas Vanier als Züchter von Schlittenhunden mit seiner Familie in der Sologne. Bei Malik erschien zuletzt »Mit meinen Hunden«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Nicolas Vanier

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Das Schneekind (ISBN:9783492970778)

Das Schneekind

 (49)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Gold unter dem Schnee (ISBN:9783492248655)

Gold unter dem Schnee

 (12)
Erschienen am 01.02.2008
Cover des Buches Die weiße Odyssee (ISBN:9783492234672)

Die weiße Odyssee

 (9)
Erschienen am 01.12.2001
Cover des Buches Der weiße Sturm (ISBN:9783492243117)

Der weiße Sturm

 (5)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Abenteuer Yukon Quest (ISBN:9783492404907)

Abenteuer Yukon Quest

 (4)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Der Sohn der Schneewüste (ISBN:9783492240123)

Der Sohn der Schneewüste

 (3)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Abenteuer in der Schneewüste (ISBN:9783896602381)

Abenteuer in der Schneewüste

 (2)
Erschienen am 01.10.2004
Cover des Buches Zeit der Wölfe (ISBN:9783492404495)

Zeit der Wölfe

 (2)
Erschienen am 13.08.2012

Neue Rezensionen zu Nicolas Vanier

Neu
S

Rezension zu "Abenteuer Yukon Quest" von Nicolas Vanier

Unmenschlich, unhundlich und wahnsinnig kalt
Starbucksvor 2 Jahren

Von den großen Schlittenhunderennen Iditarod und Yukon Quest hat bestimmt jeder schon gehört und war vielleicht über die wahnsinnige Länge dieser Rennen erstaunt. Was aber wirklich dort passiert und wie streng die Regularien sind, ist den Meisten sicher unbekannt. In „Yukon Quest – Mit meinen Schlittenhunden 1600 Kilometer durch Kanada und Alaska“ nimmt der Franzose Nicolas Vanier den Leser mit auf seine Reise, auf sein Rennen. Und dieses wird hier spannender dargestellt als jeder Krimi.

Zum Inhalt: Der französische Musher Nicolas Vanier nimmt 2015 mit seinen „kleinen Hunden“ am Yukon Quest teil. Dies ist bei Weitem nicht sein erstes Rennen, aber er ist keiner von den ganz professionellen Mushern, die einen Kennel mit 50 Hunden und mehr haben. Nicolas dagegen geht das Rennen mit viel Liebe zu seinen Hunden und viel Warmherzigkeit an. In Rückblicken und Erklärungen erfährt der Leser außerdem viel über außergewöhnliche Situationen und andere Rennen, über die Regularien, Unfälle, das Mushern, etc.

Das Buch ist extrem spannend. Leider weiß der Leser aus der Siegerliste im Buch, welchen Platz Nicolas belegen wird, aber das hätte man sonst auch aus dem Internet erfahren können. So weiß man schon, worauf das Rennen hinausläuft. Erklärungen, Zeichnungen und ein Glossar sorgen dafür, dass der Leser hier gut folgen kann. Echte Fotos direkt vom Rennen sind eine große Bereicherung.

Während des Lesens fühlt man sich, als ob man dabei sein darf. Nur ist es auf der Couch etwas wärmer. Man fühlt mit Nicolas, leidet mit Nicolas, friert mit Nicolas (na ja, ein bisschen). Rückblicke und Einschübe sind dabei eine Bereicherung und kein bisschen störend. Tatsächlich ist man hier auf jedem der 1600 km dabei.

Sosehr ich dieses Buch nur loben kann, sosehr muss ich dieses Rennen selbst verurteilen. Die Hunde rennen für ihre Leben gern und sind oft auch gar nicht zu bremsen (es sind eher reine Rennmaschinen, keine Hunde mehr), aber die Regularien sind so streng, dass dieses Rennen mit Sport und Sportlichkeit nichts mehr zu tun hat. Mit wenigen Veränderungen könnte man hier vieles doch erleichtern, ohne dem Rennen seine Schärfe und Schwierigkeit zu nehmen. So schlafen die Musher z.B. oft nur zwei Stunden und fallen hin und wieder auch vor Müdigkeit vom Schlitten. Aber einmal unten, sind die Hunde weg, die ja nicht zu bremsen sind. Zum Glück kann man den Musher heute dann per GPS orten und vielleicht vor dem Erfrieren retten. Feste überprüfte Schlafenszeiten an allen Kontrollposten könnte hier schon Abhilfe schaffen.

Man merkt, ich könnte hier noch ewig weiter über dieses Buch und eher noch über dieses Rennen schreiben. Das Buch hatte ich fast in einem Rutsch durchgelesen, und es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nicht zuletzt, weil auch der Autor ein so sympathischer Sportler und Mensch ist. Die anderen Bücher von Nicolas Vanier stehen nun auch auf meiner Liste!

Kommentieren0
3
Teilen

Rezension zu "Gold unter dem Schnee" von Nicolas Vanier

Unglaubwürdiger Protagonist und hanebüchene Abenteuer, aber schöne Landschaftsbeschreibungen
Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Jahren

Interessant an diesem Buch war, dass ich ein ungefähres Gefühl für die Erlebnisse und das entbehrungsreiche Leben der Goldsucher 1897 am Klondike erhielt. Ergänzt mit den idyllischen Ansichten der verschneiten Landschaft, der schneebedeckten Berge und der Umgang mit den Schlittenhunden war dies das Beste an der Geschichte. Diese Passagen waren leider zu kurz, hier hätte der Autor sich für meinen Geschmack mehr ausleben dürfen, wie ich das von „Das Schneekind“ her kannte.

Mehr Raum nahm der Hauptprotagonist Matt für sich ein, der mir leider überhaupt nicht sympathisch wurde. Matt hätte einen interessanten Abenteurer abgeben können, leider war er in diesem Buch sehr einfältig, unreif und arrogant geschildert. Er meinte immer alles besser zu wissen. Die Beschreibung seiner Affären und dem Sex waren entwürdigend und ordinär. Von Liebe, von der da gesprochen wurde, habe ich nichts gemerkt. Seine Abenteuer auf dem Schiff und in der Wildnis waren einfach „hanebüchen“ unglaubwürdig. Dies nahm sogar im letzten Drittel des Buches noch zu, und am liebsten hätte ich das Buch abgebrochen, wenn die Lebensumstände im tiefsten Winter nicht so anschaulich geschildert worden wären. Wohlgemerkt, die Landschaft ohne den Protagonisten. Der Schluss war einfach nur schrecklich verdreht und an den Haaren herbeigezogen, so dass ich mich noch mehr geärgert habe, das Buch überhaupt bis zum Ende gelesen zu haben.  

 

Alles in allem: Selbst die wundervollen Beschreibungen der Natur retten diese Geschichte nicht. Das Thema ist faszinierend, die Umsetzung grotten-schlecht. Der Erzählstil ist primitiv und die Abenteuer des mir unsympathischen Protagonisten absolut unglaubwürdig.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Das Schneekind" von Nicolas Vanier

Leicht und spannend zu lesen, viele Naturbeschreibungen und Erfahrungen in der Wildnis
Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Jahren

Ein Buch, durch Zufall in meiner Stadtbücherei entdeckt, vom Cover, Titel und Inhalt begeistert und sofort mitgenommen.

Die Erfahrungen, die der Autor und seine Familie auf dieser besonderen Reise erlebt, sind sehr spannend und interessant geschildert. Ich hatte den Eindruck, direkt dabei zu sein. Gerade am Anfang der wochenlange Regen oder die Stechmückenplagen waren sehr eindrücklich. Überhaupt die Beschreibungen, wie seine 2-jährige Tochter Montaine diese Reise erlebt, fand ich sehr schön geschrieben. Wie sie die Vogelstimmen nachahmt und die Vogelarten-Namen nachplappert, wie sie die Ruhe erlebt, die Kälte, den Regen ... und sich doch sehr geborgen fühlt.

 

Der Autor schreibt viel über die Flora und Fauna dieser Region. Die Textpassagen über die Grizzlys und Braunbären waren sehr spannend. Auch der Beginn der Reise auf unwegsamen und undurchdringlichen Pfaden mit den schwer bepackten Pferden … man hat richtig mitgefühlt. Als nicht so umgänglich empfand ich die Art, wie der Autor mit den Pferden umging, aber vielleicht muss man in der Wildnis härter sein? Auch konnte ich nicht nachvollziehen, wieso er die Pferde nur locker anband und sie dann jeden Morgen ein bis zwei Stunden suchen und einfangen musste! Das war doch schon irgendwie nervig.

 

Ganz anders dagegen sein Verhältnis mit dem Hund Otchum. Da ist wirklich von einer Mensch-Tierfreundschaft die Rede, wenn nicht sogar darüber hinaus. Otchum ist ein Familienmitglied.

 

Auf der Hälfte der Strecke plant die Familie längeren Aufenthalt und bauen sich eine Holzhütte. Hier warten sie auf den Winter und auf eisige Temperaturen, so dass die Flüsse zufrieren. Als dann nach langem Warten endlich die Temperatur fällt, es schneit, kommt der Hundeschlitten zum Einsatz. Montaine ist von der ersten Übungs- und Erkundungsfahrt mit dem Schlitten nicht begeistert. Sie müssen noch warten, denn auch die Temperaturen machen ihnen einen Strich durch die Rechnung. Als es dann endlich weitergeht, nur mit den Schlitten und den Hunden, stoßen sie auf ein Hindernis nach dem anderen.

 

Einiges war mir dann aber zu wenig ausführlich beschrieben und vielleicht auch nicht so ganz glaubwürdig. Zum Beispiel bricht der Autor während der Weiterfahrt mit dem Schlitten in einen Fluss ein. Bei minus 38 Grad. Dies wird so geschildet, dass er sich schnell umzieht und dann geht es gleich wieder weiter. Mir kam das irgendwie unglaubwürdig vor. Hätten sie nicht Rast und Feuer machen müssen?

 

Es gibt einen Film zu diesem Buch, den der Autor selber während der Reise gedreht hat: „L`Enfant des neiges“. Soweit ich weiß, aber leider nur in französischer Sprache. Dennoch bin ich sehr neugierig und könnte mir vorstellen, diesen Film zu kaufen.

 

Ansonsten findet der interessierte Leser vorne im Buch eine kleine Landkarte. Hier kann man die Reise nachverfolgen. Den Teil mit den Pferden und den Teil mit den Hunden und dem Schlitten. Zudem gibt es noch viele Fotos, die diese Reise sehr anschaulich machen und ich hätte noch noch mehr davon anschauen können.

 

Fazit:

Das Buch lässt sich leicht und spannend lesen. Es gibt sehr viele wunderschöne Naturbeschreibungen aus der Wildnis, besonders die Wildblumenwiesen fand ich herrlich. Vor allem die persönlichen Erfahrungen  wurden sehr eindrücklich geschildert. Das Buch hat mich noch einige Zeit nach dem Lesen beschäftigt und ich finde das Thema so interessant, dass ich jetzt auch noch andere Bücher von Nicolas Vanier lesen will.

 

Lieblingsbuch!

 

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 129 Bibliotheken

auf 13 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks