Nicolaus Bornhorn

 4,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor*in von Das Hotelzimmer, ÜberBlendung und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Nicolaus Bornhorn 11.7. 1950 Geburt in Dinklage, Südoldenburg, Niedersachsen - Okt. 1968 Jugendlager der Olympischen Spiele, Mexico - 1991 - 94 Marseille. Photographien, Frottagen, Gipsabdrücke und Texte im und über den Marseiller Hafen - 1992 Lesereise durch Deutschland mit dem Buch: "Eine Liebe zu Frankreich" - 2000 Reise nach Goa, Indien; Reise nach Santiago de Cuba und Havanna. Seitdem: freier Autor, Übersetzer und Fotograf

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Hotelzimmer (ISBN: 9783982638201)

Das Hotelzimmer

Neu erschienen am 31.05.2024 als Taschenbuch bei edition lichtblick GbR.

Alle Bücher von Nicolaus Bornhorn

Cover des Buches Am Äquator (ISBN: 9783757863319)

Am Äquator

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Erschienen am 18.08.2023
Cover des Buches Das Hotelzimmer (ISBN: 9783982638201)

Das Hotelzimmer

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Erschienen am 31.05.2024
Cover des Buches Die Rückseite des Planeten (ISBN: 9783756815999)

Die Rückseite des Planeten

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Erschienen am 08.11.2022
Cover des Buches ÜberBlendung (ISBN: 9783753425832)

ÜberBlendung

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Erschienen am 29.11.2023
Cover des Buches Vater und Sohn (ISBN: 9783751970990)

Vater und Sohn

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Erschienen am 07.08.2020

Neue Rezensionen zu Nicolaus Bornhorn

Cover des Buches Gedanken dichten (ISBN: 9783518422618)
W

Rezension zu "Gedanken dichten" von George Steiner

Rezension zu "Gedanken dichten" von George Steiner
WinfriedStanzickvor 12 Jahren

In seinem 2006 ebenfalls bei Suhrkamp erschienen Buch "Warum Denken traurig macht" hatte der in Paris geborene und in Oxford lehrenden Literaturwissenschaftler George Steiner mit einer kühnen kosmischen Perspektive aufgewartet, die zugleich eine metaphysische ist; im Fokus aber stand, aus solcher Perspektive rückbetrachtet, die einzelne menschliche Existenz. Von dieser wurde behauptet, dass ihr eine gewisse, unentrinnbare Traurigkeit anhafte, die wiederum der trübe Grund sei, aus dem Bewusstsein und Erkenntnis Kraft schöpften. Das Kosmische daran ist der Vergleich mit jener Hintergrundstrahlung, wie sie die Radioteloskope der Astronomen als Echo des großen Urknalls empfangen, mit dem das Universum, einer gültigen Theorie zufolge, entstanden sein soll. Mit anderen Worten: Der Ursprung des Alls und die unzerstörbare Melancholie allen Lebens sind nut zwei Seiten derselben Medaille.

Das Buch zeugte damals von unabhängigem Denken in bester Tradition und wurde trotz aller Vergeblichkeit nie zynisch oder gar hoffnungslos. Genau diese Geisteshaltung scheint auch in dem hier vorliegenden langen Essay durch, den Suhrkamp unter dem Titel "Gedanken dichten" veröffentlicht hat. In gewisser Weise ist es unter dem Fokus des Zusammenhangs zwischen dem Denken und dem Dichten, eine Art Fortsetzung der im Frühjahr 2011 unter dem Titel „Im Raum der Stille“ bei Suhrkamp veröffentlichten Auswahl von George Steiners brillanten Essays, die er über einen langen Zeitraum immer wieder im "New Yorker" veröffentlicht hat.

Lesefrüchte sind das auf hohem Niveau, hier wie dort. Immer wieder geht es Steiner darum, das Geheimnis, das Wunder und auch die Abgründe künstlerischer Schöpfung auszuloten und zu beschreiben. Dabei leitet ihn immer seine Überzeugung:
"Ich bin misstrauisch gegenüber Theorien: Die Kunst der Lektüre, das ist die Kunst des Zuhörens und des Staunens. Die Kunst einer konzentrierten und präzisen Hinwendung."

In einer Zeit, in der selbst unter gebildeten Menschen diese Fähigkeit immer schneller abzunehmen scheint, ist auch das vorliegende Buch ein Lehrstück unabhängigen Denkens.

Cover des Buches Im Raum der Stille (ISBN: 9783518422311)
W

Rezension zu "Im Raum der Stille" von George Steiner

Rezension zu "Im Raum der Stille" von George Steiner
WinfriedStanzickvor 13 Jahren

In seinem 2006 ebenfalls bei Suhrkamp erschienen Buch „Warum Denken traurig macht“ hatte der in Paris geborene und in Oxford lehrenden Literaturwissenschaftler George Steiner mit einer kühnen kosmischen Perspektive aufgewartet, die zugleich eine metaphysische ist; im Fokus aber stand, aus solcher Perspektive rückbetrachtet, die einzelne menschliche Existenz. Von dieser wurde behauptet, dass ihr eine gewisse, unentrinnbare Traurigkeit anhafte, die wiederum der trübe Grund sei, aus dem Bewusstsein und Erkenntnis Kraft schöpften. Das Kosmische daran ist der Vergleich mit jener Hintergrundstrahlung, wie sie die Radioteloskope der Astronomen als Echo des großen Urknalls empfangen, mit dem das Universum, einer gültigen Theorie zufolge, entstanden sein soll. Mit anderen Worten: Der Ursprung des Alls und die unzerstörbare Melancholie allen Lebens sind nut zwei Seiten derselben Medaille.

Das Buch zeugte damals von unabhängigem Denken in bester Tradition und wurde trotz aller Vergeblichkeit nie zynisch oder gar hoffnungslos. Genau diese Geisteshaltung scheint auch in den hier vorliegenden „Lektüren“ durch, die Suhrkamp unter dem Titel „Im Raum der Stille“ veröffentlicht hat. Es ist eine Auswahl von George Steiners brillanten Essays, die er über einen langen Zeitraum immer wieder im „New Yorker“ veröffentlicht hat.

Lesefrüchte sind das auf hohem Niveau über Autoren, die zum großen Teil zu der berühmten „Suhrkamp-Kultur“ gehören, Brecht, Walter Benjamin, Gershom Scholem, Paul Celan, Hermann Broch und viele andere. Immer wieder geht es Steiner darum, das Geheimnis, das Wunder und auch die Abgründe künstlerischer Schöpfung auszuloten und zu beschreiben. Dabei leitet ihn immer seine Überzeugung:
„Ich bin mißtrauisch gegenüber Theorien: Die Kunst der Lektüre, das ist die Kunst des Zuhörens und des Staunens. Die Kunst einer konzentrierten und präzisen Hinwendung.“

In einer Zeit, in der selbst unter gebildeten Menschen diese Fähigkeit immer schneller abzunehmen scheint, sind diese Essays Lehrstücke unabhängigen Denkens.

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