Wie das Licht von einem erloschenen Stern

von Nicole Boyle Rodtnes 
4,4 Sterne bei97 Bewertungen
Wie das Licht von einem erloschenen Stern
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Einfach eine faszienierende Geschichte, sehr realistisch

SarahDenises avatar

Die Geschichte von Vega hat mich tief berührt und zeigt, dass ein einziger Moment alles verändern kann!

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Inhaltsangabe zu "Wie das Licht von einem erloschenen Stern"

Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Sturz in den Pool nicht mehr sprechen, lesen und schreiben kann. Diagnose: Aphasie. Doch war es wirklich ihr eigenes Verschulden? Oder wurde sie absichtlich geschubst? Vega fühlt sich von ihren Freunden völlig unverstanden und ist entsetzlich einsam. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet, und sie gemeinsam die fehlenden Puzzlestücke in Vegas Erinnerung zusammensetzen …

Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407749130
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:243 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:10.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    SarahDenises avatar
    SarahDenisevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte von Vega hat mich tief berührt und zeigt, dass ein einziger Moment alles verändern kann!
    Wenn ein Unfall dein Leben verändert...

    In „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ lernen wir Vega kennen. Vega steht kurz vor ihrem Abitur, hat einen tollen Freund und eine super beste Freundin. Also ist alles perfekt, bis auf den einen Abend auf dem Sommerfest. Vega rutscht aus und fällt rückwärts in den nicht vollständig gefüllten Pool und ihr Leben nimmt einen anderen Lauf als geplant....

    Vega verletzt sich schwer und muss mehrmals wieder belebt werden, als sie im Krankenhaus zum Glück aufwacht ist jedoch alles anders. Sie versteht die Leute um sich gar nicht und sprechen kann sie auch nicht. Die Diagnose: Aphasie. Nach und nach kann Vega die Leute um sich zwar wieder verstehen, aber sie muss wieder lernen zu sprechen, lesen und schreiben.

    Somit beginnt ein Kampf für Vega, denn sie will wieder normal sein. Allerdings klappt dies nicht so, wie es sollte und nachdem mit ihrem Freund, ihrer besten Freunden und ihrer Familie auch nicht alles gut läuft ist sie froh Theo kennen gelernt zu haben.

    Theo ist ein Junge, den sie aus einem Workshop zum Thema Aphasie kennen gelernt hat und er versteht sie endlich, wie kein anderer, denn er hat auch Aphasie.

    Allerdings macht Theo mehr Fortschritte und Vega fühlt sich eingeschüchtert und dann sind da noch Vega´s Träume... Hatte sie wirklich nur einen Unfall oder wurde sie geschubst?

    Keiner glaubt ihr....

    Dieses Buch hat mich wirklich berührt und ich habe es innerhalb von einem Tag gelesen. Die Autorin schafft es die Emotionen so gut zu beschreiben, dass man das Gefühl hat neben Vega zu stehen und ihr helfen zu wollen. Die Krankheit Aphasie war mir vorher nicht wirklich bekannt, aber ich stelle es mir schrecklich vor, von einem Tag auf den anderen, mich nicht mehr ausdrücken zu können. Sowas sollte keiner erleben.

    Aber in „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ wird nicht nur die traurige Seite dieser Krankheit gezeigt, sondern auch die von einer starken Vega und einer süßen, sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte. Einerseits hatte man Tränchen in den Augen und andererseits musste man schmunzeln.

    Ein sehr schönes Buch für zwischendurch!


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    laraantonias avatar
    laraantoniavor einem Jahr
    Konnte mich nicht überzeugen

    Meine Meinung
    Vega hatte einen Unfall, bei dem sie sich ihren Kopf angeschlagen hat. Die Folge: sie kann weder sprechen, noch lesen oder schreiben. Sie traut sich kaum noch aus dem Haus und hat nur noch ihren Freund und ihre beste Freundin, die auch nicht ganz wissen, wie sie mit Vega umgehen sollen. Doch war es wirklich ein Unfall?


    Vega kann nicht mehr sprechen und versucht es auch kaum und hat sowieso keine Lust mehr an irgendetwas. Sie hat eine schreckliche negative Zustimmung, keine Lust auf irgendwas und ist traurig, was natürlich nachvollziehbar ist. Allerdings ist diese Lustlosigkeit der Protagoniston sehr anstrengend zu lesen.


    Der Roman ist nämlich in der Ich-Perspektive aus Vegas Sicht verfasst worden. Der Schreibstil ist ganz okay, aber diese pessimistische Gedanken dauerhaft lesen zu müssen, hat mich selbst total runtergezogen.


    Die Handlung ist ganz okay, wenn auch kaum vorhanden. Ständig geht es nur um irgendwelche Feste, ihren Freund der sie nicht mehr so anguckt wie früher und ihre Mutter, die sie zu irgendwelchen Therapien drängt. Einzig spannend ist das Ende, was eine echt interessante Wendung mit sich zieht, aber ansonsten fehlte mir da etwas.


    Fazit
    Leider kein Buch, welches ich groß empfehlen könnte.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor einem Jahr
    So schnell kann es gehen ...

    Gebundene Ausgabe: 243 Seiten
    Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 2 (29. April 2016)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3407821041
    empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
    Originaltitel: Hul i hovedet
    Preis: 14,95€
    auch als E-Book erhältlich

    So schnell kann es gehen …

    Inhalt:
    Nach einem Unfall kann sich die 17-jährige Vega nicht mehr daran erinnern, was genau passiert ist. Sie hat eine Verletzung des Gehirns davongetragen mit der Folge, dass sie nicht mehr sprechen kann. Dies muss sie erst mühsam wieder lernen. Doch warum träumt sie, dass sie nicht einfach gestolpert ist, sondern dass jemand sie geschubst hat? Als sie ihrer Familie von ihrem fürchterlichen Verdacht erzählt, wird sie nicht für voll genommen.

    Meine Meinung:
    Bei diesem Buch habe ich den „Fehler“ gemacht, den Klappentext zu lesen und dadurch etwas ganz anderes zu erwarten als ich dann bekam. Für mich hörte sich das eher nach einem Krimi an. Tatsächlich geht das Buch aber doch in eine andere Richtung. Zwar will Vega wirklich herausfinden, was passiert ist, doch das ist nicht die Hauptsache in diesem Jugendbuch.

    Viel mehr werden Vegas Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen, mit anderen zu kommunzieren und dabei nicht den Mut zu verlieren, wenn ihr Mund nur Kauderwelsch oder „Wörterschlamm“, wie sie es nennt, produziert, thematisiert. Ihre Einsamkeit, ihr Ausgeschlossensein aus ihrem Freundeskreis spielen ebenso eine große Rolle wie das Gefühl, ihrer Familie zur Last zu fallen.

    Erst als Vega bei einem Workshop zum Thema Aphasie den ebenfalls betroffenen Theo kennenlernt, geht es für sie aufwärts. Es entspinnt sich eine zarte und ganz wunderbare Liebesgeschichte zwischen den beiden. Theo kennt Vegas Probleme aus eigener Erfahrung und kann sich dadurch gut auf sie einlasen und ihr Mut machen.

    Der Schreibstil ist recht einfach, was zwar gut zu Vegas problematischem Umgang mit Sprache passt – sie kann zunächst nur einzelne Wörter aussprechen, später dann sehr einfache Sätze – zum Lesen für mich aber etwas eintönig war.

    Jedes Kapitel beginnt mit einem kursiv gedruckten Teil von 1-2 Seiten, in dem Vega sich an die Zeit nach dem Unfall erinnert und sich so langsam bis zur Gegenwart vorarbeitet. Die Rückblenden und die Erzählung in der Gegenwart greifen wie Zahnräder ineinander und ergeben schließlich zusammen die komplette Geschichte. Das ist sehr schön gemacht. Leider ist aber einiges leicht vorhersehbar. Hier hat es die Autorin mit den „versteckten“ Hinweisen einfach zu gut gemeint. 😉

    Trotzdem ist es ein schönes Jugendbuch, das sich mit einigen wichtigen Themen wie Leben mit Handicap, Freundschaft, erste Liebe und Verzeihen befasst.

    ★★★★☆



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    lilstar88s avatar
    lilstar88vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Muss jeder mal gelesen haben
    Ein wunderschönes Leseerlebnis mit Nachdenk-Faktor

    Nicole Boyle Rodtnes hat in „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“, mit Aphasie eine interessante Thematik gewählt, über die man in unserer Gesellschaft leider viel zu wenig weiß. In den rund 200 Seiten (e-book) erfährt man wie das Leben der 17-jährigen Vega vor und nach ihrem Unfall verläuft. Seit sie vor sechs Monaten rückwärts in ein halb volles Schwimmbecken gefallen ist, muss sie von Neuem lernen, wie man spricht, schreibt und liest. Durch den Sturz wurde ihr Sprachzentrum beschädigt und das gerade im Teenageralter, mit dem ersten Freund und sehr viel Redebedarf.

    Die Autorin bringt durch Vegas innere Monologe dem Leser näher, wie man sich fühlt, wenn von heut auf morgen einem die Sprache fehlt. Wie verzweifelnd es sein kann, wenn Buchstaben plötzlich nur noch wirre Zeichen sind und man im Kopf zwar klar alles denken kann, es aber auf den Weg zum Mund einmal alles durchgewürfelt wird und wie frustrierend es sein kann, wenn man nicht mehr, einfach so, verstanden wird.

    Zu Beginn jedes Kapitels erhält man kleine bruchstückhafte Einblicke um die Zeit kurz vor und nach ihrem Sturz. Mit ihrem fesselnden, prägnanten Schreibstil schafft es die Autorin, auf eine so ergreifende Art und Weise den Leser am Schmerz und der Verzweiflung, der eins so lebensfrohen Vega teilhaben zu lassen. In ihrer Gegenwart stellt Nicole Boyle Rodtnes die Gedanken und Gefühle ihrer Hauptprotagonistin, wie auch die Handlungen der Personen in ihrer Umgebung so realistisch dar, das es einem schwerfallen mag, diese Geschichte als fiktiv einzustufen. Gerade der Charakter von Vega ist sehr authentisch und hat mir sehr gut gefallen. Wie sie sich weigert auf Fremde zuzugehen und sie doch erkennen muss, dass Ihr gerade diese Fremden helfen können. Wie Theo, der zum Schluss kein Fremder mehr ist.

    Einen kleinen Kick in diesem Roman bekommt man durch Vegas Spekulation, dass sie nicht einfach ausgerutscht ist. Doch erwartet nicht zu viel. Auch zu ihrem Liebesleben möchte ich nicht näher eingehen, denn der Hauptfokus liegt auf Vega und wie sie mit ihrer Aphasie umzugehen lernt.

    Ich habe „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ als Lektüre für zwischendurch begonnen und es hat mich regelrecht geflasht. Diese ergreifende Geschichte hat mir bewusst gemacht, wie schnell einem so etwas selbst passieren kann und auch, dass sich wohl die wenigsten im Vorfeld mit Aphasie beschäftigen und nicht erst wenn es einen selbst, oder im direkten Umfeld passiert.
    Ein absolut wunderschönes Leseerlebnis, nur zu empfehlen.

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    EnysBookss avatar
    EnysBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Herzschmerz...oh Herzschmerz... So ein berührendes Buch!
    Wunderschön, herzzerreissend und lässt einen einmal die ganze Gefühlspalette durchgehen.

    In diesem Buch geht es um Vega, die durch einen Unfall ohnmächtig im Wasser ertrunken ist und drei Mal wiederbelebt wurde. Doch die Schäden sind angerichtet.
    Vega's Sprachzentrum ist zerstört und sie muss neu lernen, zu sprechen, zu lesen und zu verstehen.
    Das zerstört ihr Leben. Nur ihre beste Freundin Ida und ihr fester Freund Johan bleiben ihr noch. Doch da bekommt sie träume davon, dass sie nicht selbst gefallen ist und alle halten sie für verrückt...


    Das Cover fand ich atemberaubend schön, vom ersten Moment an. Es packt einen, hat schöne Farben und Federn und der Titel umrandet die Ecke so, dass es das Bild perfekt frei lässt. Erst ganz spät erfährt man, was das Bild genau mit dem Buch zu tun hat. Es ist sehr gut gewählt und etwas was ich verraten darf ist wahrscheindlich, dass die zwei gleichen Gesichter auf dem Cover darauf hinweisen, wie Vega's Leben in VOR und NACH dem Unfall geteilt wurde, genau so wie sie selbst.

    Der Schreibstil hat mich von der ersten Seite her mitgerissen und ich konnte einfach nicht aufhören. Nicht nur ist es Packend geschrieben, sondern man fühlt richtig mit.
    Es macht einen während des Buches traurig, glücklich, verliebt, verletzt. Lässt einen unmengen fühlen, was nicht jedes Buch vermag und das ist ein grosser Punkt für dieses Buch. Die Charaktere sind genau so ausgearbeitet, wie es wichtig ist. Nur, ich selbst hätte gerne eine fortsetzung, weil es doch noch einige Fragen gibt, die unbeantwortet blieben.

    Meine Meinung:

    Top Buch, top Gefühle, top Cover. Ich finde es toll! Und mit den rund 240 Seiten obtimal für zwischendurch.

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    leselurchs avatar
    leselurchvor 2 Jahren
    Hochemotional, bewegend und bedrückend


    *Worum geht's?*
    Vega leidet unter Aphasie. Seit sie während einer Party in den Pool gestürzt und sich dabei den Kopf angeschlagen hat, hat sie die Worte verloren. Sie kann weder lesen noch schreiben, und auch das Sprechen fällt ihr schwer: Ständig fallen ihr die falschen Worte aus dem Mund. Dabei will Vega unbedingt sprechen. Über die Nacht des Unfalls und die Träume, die sie seither nicht zur Ruhe kommen lassen. Vega vermutet, geschubst worden zu sein. Aber warum? Als sie während eines Workshops Theo kennenlernt, fasst Vega endlich wieder Mut. Zusammen mit ihm macht sie sich auf Spurensuche - und findet mehr und mehr zurück ins Leben.

    *Meine Meinung:*
    »Wie kurz war denn ihr Rock?«, frage ich. Oder genauer gesagt, ich glaube, das gefragt zu haben, aber das Runzeln auf Idas Stirn sagt mir, dass etwas anderes aus meinem Mund gekommen ist.
    »Wie kost war das Fest?«, wiederhole ich, und jetzt höre auch ich, dass es nicht richtig war.
    (S. 12+13)

    Wie fühlt es sich an, wenn man von heute auf morgen seine Sprache verliert? Wenn aus Buchstaben plötzlich wirre Zeichen werden und den eigenen Namen zu schreiben schwieriger wird als eine mathematische Gleichung zu lösen? In „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ beschäftigt sich Autorin Nicole Boyle Rødtnes mit eben diesen Fragen, denn ihre Protagonistin Vega leidet seit einem schweren Unfall unter der Krankheit Aphasie. Mit hartem Training ist es Betroffenen in manchen Fällen möglich, das Sprechen wieder zu erlernen, doch Vegas Therapeutin ist nach ihrer letzten Einschätzung nicht allzu hoffnungsvoll. An dieser Stelle setzt der Roman an.

    Jedes Kapitel wird zunächst mit einer kleinen Erinnerung eingeleitet, in der Vega den Unfall und die Zeit im Krankenhaus Revue passieren lässt. Bruchstückhaft, aber hochemotional schildern diese kleinen Szenen, wie grauenerregend diese Momente für das junge Mädchen gewesen sind. Die Schmerzen, die Verzweiflung, als im Krankenhaus keine ganzen Worte, sondern nur sinnloses Gebrabbel aus ihrem Mund kommt, stellt die Autorin mit ihrem prägnanten Schreibstil so deutlich und ergreifend dar, dass man beim Lesen eine Gänsehaut bekommt. Und je mehr Vega herausfindet, je mehr Erinnerungen zurückkehren, desto kribbeliger wird das Leseerlebnis.

    In der Gegenwart geht es dramatisch weiter. Zu Beginn des Buches kann Vega kaum mehr als ihre Grundbedürfnisse ausdrücken. Das vor dem Unfall so lebensfrohe und lustige Mädchen, das mit ihrer besten Freundin herumgealbert und mit ihrem festen Freund die Liebe in vollen Zügen genossen hat, zieht sich mehr und mehr zurück. Während Ida weiterhin versucht, für Vega da zu sein, stellt die Aphasie Johan und sie vor große Probleme. Nicole Boyle Rødtnes beschreibt sehr authentisch und realistisch, wie die Jugendlichen mit der Krankheit umgehen. Sie schafft es nicht nur, Vegas Gedanken und Gefühle realitätsnah darzustellen, sondern auch ihre Bekannten und Verwandten so handeln zu lassen, als würde man keine fiktive Geschichte, sondern eine Autobiografie lesen. Und teilweise stimmt das ja auch: In ihrem Nachwort erklärt Nicole Boyle Rødtnes, dass es ihr aus persönlichen Gründen ein großes Anliegen war, dieses Buch zu schreiben. Ihr Herzblut spürt man in jedem Wort.

    Der Roman nimmt eine entscheidende Wendung, als Vega beschließt, an einem Workshop mit anderen von Aphasie betroffenen Jugendlichen teilzunehmen. Dort lernt sie Theo kennen, einen Jungen in ihrem Alter, der sich die Krankheit unter ähnlichen Umständen zugezogen hat. Die beiden Patienten haben sofort einen Draht zueinander, können ungezwungen miteinander auf ihre eigene Weise kommunizieren, und endlich wieder sie selbst – und keine Opfer! – sein. Ihre Beziehung zu Theo wirft Vega allerdings vor ganz neue Probleme, die wie selbstverständlichen ihren Weg in die Handlung finden. In „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ wirkt nichts aufgesetzt, gespielt oder unnatürlich, im Gegenteil: Der Roman besticht mit seiner Realitätsnähe und geht unter die Haut.

    Etwas enttäuscht hat mich zunächst, dass die Bedeutung von Vegas Träumen sehr schnell offensichtlich wurde. Immer und immer wieder spielt Vegas Traum, während der Party in den Pool geschubst worden zu sein, eine tragende und äußerst belastende Rolle. Sie hat schwer mit diesem Verdacht zu kämpfen, den sie mit niemandem außer Theo teilen kann, und dies setzt Nicole Boyle Rødtnes auch gelungen um. Aufmerksame Leser werden sehr früh schon eine Theorie entwickeln können, die sich mit jedem Hinweis stärker festigt und schlussendlich eine spektakuläre Enthüllung verhindert. 

    Diese Enttäuschung verfliegt mit der letzten Seite des Buches aber sehr schnell. Man schlägt „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ mit einem sehr positiven Gefühl zu und wird sich schnell bewusst: Es ging hier gar nicht um den großen Plot-Twist oder um ein gut gehütetes Geheimnis. Der Fokus liegt ganz klar auf Vega und ihrer Art und Weise, mit der Aphasie umzugehen, mit ihr leben zu lernen und niemals den Mut und die Hoffnung zu verlieren. Die Spurensuche war bloß ein gut in Szene gesetzter Handlungsstrang, der zwischen den Buchdeckeln für das richtige Tempo und den Pageturner-Faktor sorgt. Und das ist Nicole Boyle Rødtnes bestens gelungen!

    *Fazit:*
    „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ von Nicole Boyle Rødtnes ist ein ergreifend ehrliches Buch über ein Thema, mit dem sich wohl die wenigsten schon beschäftigt haben: Aphasie. Die Autorin erzählt von der 17-jährigen Vega, die nach dem Verlust der Sprache hart darum gekämpft, zurück ins Leben zu finden. Wie fühlt es sich an, weder lesen, schreiben noch sprechen zu können? Was bedeutet die Krankheit für einen selbst und für seine Verwandten und Freunde, für seine Liebe? Wohin mit all der Wut, der Angst und der Trauer, wenn man für sie keine Worte mehr findet? Nicole Boyle Rødtnes nimmt sich in dieser Fragen mit viel Gefühl und noch mehr Authentizität an, sodass man sich zwischen den Buchdeckeln auf eine hochemotionale, bewegende und bedrückende Geschichte gefasst machen muss. Für mich ein außergewöhnliches Must-Read, das nicht nur gelesen werden will, sondern auch gelesen werden muss! Für „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“ vergebe ich 5 Lurche.

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    Book_loverinvor 2 Jahren
    Wie das Licht von einem erloschenen Stern

    Meinung:
    Das Buch „Wie das Licht von einem erloschenen Stern" hat mich vom Cover, so wie vom Inhalt vollkommen überzeugt.
    Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gepackt, und ich fande es teilweise sehr traurig.
    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, und auch die Einteilung der Kapitel war perfekt.


    Inhalt:

    Vega ist ein siebzigjähriges Mädchen, das ein ganz normales Leben führt, bis sie auf einer Party einen Unfall hat. Sie ist in ein nur halb mit Wasser gefülltes Schwimmbecken gefallen, und hat sich am Boden den Kopf aufgeschlagen. Doch für sie ist nichts mehr so wie früher, denn sie hat Aphasie. Das bedeutet das sie nicht mehr sprechen kann.
    Sie muss es von Grund auf neu lernen, doch dabei treten einige Probleme auf. Daraufhin schickt ihre Mutter sie in eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aphasie, dort lernt sie Theo kennen. Sie Freunden sich an, und helfen sich gegenseitig wieder sprechen zu lernen. Doch plötzlich träumt Vega von ihrem Unfall, und alles ändert sich für sie.
    Was haben diese Träume auf sich?
    Zusammen mit Theo kommt Vega dem Geheimnis immer näher und trifft auf unglaubliche Neuigkeiten.


    Empfehlung:

    Meines Erachtens kann ich nichts negatives über dieses Buch berichten, da es mich total gepackt hat, und mir sehr viel Spaß beim lesen bereitet hat.
    Ich würde dieses Buch ab einer Altersklasse von 12 Jahren empfehlen.

    Bewertung:
    5/5 🌟🌟🌟🌟🌟

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    MrsBookaholicas avatar
    MrsBookaholicavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Buch!
    Ein Buch, dass einen nicht mehr loslässt

    Um was geht es in dem Buch?

    Vega hatte einen schrecklichen Unfall. Bei einer Feier stürzte sie in einen halb vollen Pool. Im Krankenhaus angekommen hörte sie die schreckliche Diagnose. Aphasie. Lesen, schreiben und sprechen fällt ihr nicht nur schwer, es stellt sie vor eine fast unüberbrückbare Hürde. Ihr Teenagerleben ändert sich in nur einer Nacht und aus einer beliebten Schülerin wird ein stummer Außenseiter. Ihr kommen Zweifel ob ihr Unfall ein Unfall war oder ob sie jemand mit Absicht in den Pool gestoßen hat.Bei ihren Freunden kann sie auch keinen Halt finden, da sie mit der Krankheit nicht klar kommen. Vega fühlt sich missverstanden und unnütz. Sie zieht sich immer mehr und mehr zurück bis sie Theo trifft, der ebenfalls unter Aphasie leidet. Gemeinsam stärken sie sich und sie merken schnell, dass man nicht immer Worte braucht.


    Wie gefällt mir das Cover?


    Wunderschön, ich finde es atemberaubend schön. Großes Lob an den Gestalter. Es erinnert mich ein kleines bisschen an das Filmplakat von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Die Pfauenfedern fand ich super süß und nachdem ich das Buch gelesen habe verstehe ich den Zusammenhang. Wirklich sehr gelungen.


    Wie lautet der erste Satz?

    " Woran ich mich am besten erinnere, ist das Gefühl zu ertrinken"


    Was ist meine Meinung zu dem Buch?

    Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Das Buch ist toll! Noch nie zuvor habe ich ein Buch mit der Thematik gelesen. Es hat mich sofort in den Bann gezogen, da ich es so spannend fand. Man lernt mit Vega das gesamte Buch über. Es fällt mir durch den Schreibstil leicht alle Gefühle von Vega mitzuempfinden. Sie ist mir von Anfang an sympatisch gewesen, ich empfand anfänglich Mitleid mit ihr, doch als sich in der Geschichte herausstellte, dass sie dies nicht möchte, habe ich es abgelegt. Ich entdeckte neue Facetten an Vega, die ich wohl möglich übersehen hätte wenn ich auch auf den "Mitleidszug" gesprungen wäre und meine Haltestelle nicht gefunden hätte und ausgestiegen wäre. Vega wird unglaublich stark und intelligent beschrieben. Auch das die Geschichte in Dänemark spielt empfinde ich als gelungene Abwechslung. Alles in allem hat das Buch (das um ehrlich zu sein ein reiner Coverkauf bzw. Geburtstagswunsch war) meine Erwartungen um längen übertroffen.


    Ich bin ein Mensch ich rede unglaublich gerne und auch viel, manchmal könnte ich mich stundenlang über belanglose Themen unterhalten. Viele meiner Freunde haben mir bereits gesagt, dass sie das sehr an mir schätzen, da man bei mir nicht sonderlich aufpassen muss worüber man redet, selbst wenn es z.B. schon das zehnte Mal das Thema auf den Tisch kommt. Das fand ich bisher immer gut doch seit dem Buch hat sich etwas in meiner Denkweise getan. Reden, schreiben wie ich es jetzt mache oder lesen gehört zu unserem Leben und wir nehmen das viel zu selbstverständlich. Wir können es schließlich einfach. Doch so einfach ist es gar nicht. Wir haben alles Jahrelang geübt bis es zu unserem Alltag wurde, bis wir es als selbstverständlich empfanden und plötzlich nichts davon mehr zu können. Das stelle ich mir als sehr frustrierend vor. Ich bin ehrlich ich wüsste nicht wie ich damit umgehen würde, wenn ich plötzlich mich nicht mehr ausdrücken könnte, nicht mehr schreiben oder gar lesen. Ich glaube für mich würde eine Welt zusammenbrechen.

    Die Autorin hat mir vor Augen geführt wie unglaublich schnell das gehen könnte. Mein Freund und ich haben eines Nachts wach gelegen und über alles mögliche geredet, wie schon viele Nächte zuvor, doch diesmal habe ich das belanglose Reden anders empfunden. Es bedeutete mir die Welt ihm meine Gedanken sagen zu können und auf seine Antworten wiederum zu antworten. Ich habe seit dem Buch ein neues Bewusstsein. Es hat mir die Augen geöffnet, dass man nichts auf der Welt als selbstverständlich erachten sollte und deshalb bin ich unendlich froh dieses Buch gelesen zu haben.

    Wer ist mein Lieblingscharakter?

    Ich glaube am liebsten habe ich Theo, er bemüht sich sehr um Vega und versucht sie auf andere Gedanken zu bringen.


    Gibt es einen Bookboyfriend?

    Nein, diesmal gibt es keinen.

    Das Buch in drei Worten:

    Aphasie, Spannung, Liebe


    Mein Fazit:

    Nettes Buch für Zwischendurch mit einer sehr interessanten Thematik, die ich zuvor noch nie bei einem anderen Buch entdeckt habe.

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    JaninesLeselounges avatar
    JaninesLeseloungevor 2 Jahren
    Viel zu wenig beachtetes Buch, wie ich finde


    Meinung

    Bei diesem Buch weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, denn es ist eines dieser Bücher, die einem im Kopf noch eine kleine Zeit lang nachhallen, bevor man sich in etwas neues stürzen kann. Ich fand es sehr bewegend und tiefgängig. Auch wenn man sich zunächst fragt, 240 Seiten, kann man darauf denn eine Krankheit wie diese auch glaubhaft illustrieren?

    Ich sage, man kann. Es gab keine einzige Stelle in dem Buch, die ich unauthentisch fand. Möglicherweise liegt das daran, dass die Autorin selbst im Nachwort berichtet, in ihrer Familie gäbe es ebenfalls einen Fall von Aphasie. Sie hat gut recherchiert und sie konnte das Innenleben ihrer Charaktere sehr glaubhaft rüberbringen und genau das hat mir sehr gefallen.

    Man konnte mit Vega und Theo mitfühlen, da man immer wusste was sie denken, auch wenn sie es nicht aussprechen konnten. Aber auch die Handlungen der Nebencharaktere fand ich sehr einleuchtend und authentisch, auch wenn sie einem als Leser nicht immer in den Kram passen und sauer aufstoßen lassen.

    Am Ende gibt es sogar eine kleine Wende, die sich auch erst kurz vorher so andeutet, wirklich gut gemacht.

    Huch, das ist eine sehr kurze Rezension, aber ich will den Nachhall, den dieses Buch auf mich hatte nicht kaputtschreiben. Es ist einfach eine tolle Geschichte, emotional, glaubhaft, nah und die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie.


    Fazit

    Ich würde nicht sagen, dass es besser ist als "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", beide haben ihren ganz eigenen Charme und ihre ganz eigene Aussage, aber wenn ich ehrlich bin, mochte ich das hier lieber. Für mich ein bisher zu wenig beachtetes Buch und ein kleiner Geheimtipp, also: Lesen!

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    Katzyjas avatar
    Katzyjavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr ergreifend
    Wie das Licht

    Meine Zusammenfassung

    Vega ist ein 17 Jähriges Mädchen mit ganz normalen Teenieproblemen, bis sie auf einer Party einen Unfall hat.Sie ist in ein Schwimmbecken gestürzt, das nur halb gefüllt war und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Nach einer schlimmen Hirnblutung und dem ertrinken hat sie es trotzdem geschafft zu überleben.Doch für sie ist nichts wie früher. Sie hat Aphasie, das bedeutet das sie nicht mehr richtig sprechen kann. Sie muss es von Grund auf neu lernen, und das ist nicht so einfach, denn ihr Kopf und ihr Mund arbeiten nicht immer zusammen.Für Vega ist das alles so furchtbar, das sie sich von der Öffentlichkeit zurückzieht und in einem Sumpf aus Traurigkeit flieht.Ihre Mutter gibt sich größte Mühe das Vega Fortschritte mit dem Sprechen macht und meldet sie bei einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aphasie an. Dort lernt Vega Theo kennen, mit ihm freundet sie sich an.Langsam scheint ja alles wieder Bergauf zu gehen, aber dann hat Vega immer wieder die Träume von ihrem Unfall, nun will sie herrausfinden, was diese zu bedeuten haben. Vielleicht war es doch kein Unfall?

    Bewertung

    Das Cover dieses Buches hat mich so angesprochen das ich es mir holen musste.Die Geschichte um Vega ist sehr emotional und nicht aus der Luft gegriffen. Sowas kann schnell mal passieren. Ich habe oft mit ihr gefühlt und wurde traurig wenn ich mir vorgestellt habe selbst betroffen zu sein.Wenn man sich aufgrund einer Krankheit oder einem Unfall verändert, sieht man erst, wer seine wirklichen Freunde sind. Vega musste die Erkenntnis machen, das sie davon anscheinend nicht so viele hatte. Das ist traurig, ich kann mir das nicht vorstellen, denn eigentlich hatte Vega verdammtes Glück, ich meine sie hatte schlimme Hirnblutungen und war mehrmals Tod! 
    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, man konnte gut folgen und sich hineinversetzen. Ich hatte das Buch schnell durch da es mich mitreißen konnte.Die Altersempfehlung ab 14 finde ich auch sehr passend. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Ich denke es würde sich auch gut als Schullektüre machen, da es aufmerksam macht. Ein fesselnder und wahrer Lesegenuss.

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