Der englische Botaniker

von Nicole C. Vosseler 
4,1 Sterne bei25 Bewertungen
Der englische Botaniker
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
Kathrin_Schroeders avatar

Charmantes Buch über Botanik und das alte China

Kritisch (2):
kreszenzs avatar

Für botanisch Interessierte empfehlenswert, mir war es zu langwierig...

Alle 25 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der englische Botaniker"

London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen.

„Eine gelungene Mischung aus Exotik und Realismus, die die Entwicklungen des 19. Jahrhunderts widerspiegelt.“

BÜCHER Magazin

„Spannend.“

bella

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959672597
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:500 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:05.11.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne13
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    S
    Streifivor 6 Monaten
    China im 19. Jahrhundert

    In diesem Buch begleiten wir Robert Fortune ins China des Jahres 1843. Er lässt seine Frau Jane und seine beiden Kinder in England zurück, um in China neue Pflanzen zu entdecken und diese nach England zu schicken. Anfangs erweist sich diese Reise sehr mühselig, spricht Fortune doch kein chinesisch und sein Führer Wang hat meistens ganz andere Ansichten von der Gestaltung des Tages als er selbst. Eines Tages wird Fortune überfallen und dabei von der Kämpferin Lian gerettet. Kurz darauf trifft er sie andernorts wieder und sie schliesst sich ihm und Wang an, bringt ihm die Sprache bei und lehrt ihn die Grundzüge des Kämpfens. Bei einem Besuch eines Klosters erhält Fortune von den Mönchen Teepflanzen als Geschenk. Dieser Besuch weckt ihn ihm das Verlangen, das Geheimnis des Tees genauer zu erforschen und so werden aus dem geplanten Jahr zwei Jahre in China.

    Das Buch ist aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Einmal aus Fortunes, dann aus Lians in der Ich-form und zusätzlich noch Janes Sicht in England.
    Dazwischen werden immer wieder Briefe an Jane und die Aufzeichnungen Robert Fortunes zitiert.

    Überall ist immer wieder ungläubiges Staunen sichtbar. Fortune staunt über das ihm unbekannte und manchmal auch geheimnisvolle China. Lian staunt wiederum, dass Fortune so anders als die anderen westlichen Barbaren ist. Und Jane wiederum lernt in England durch die Beschäftigung bei Fortunes Mentor die Geheimnisse der Botanik kennen.
    Schön war auch die Veränderungen an allen zu beobachten. Fortune und Lian kommen sich näher und Jane wird zu einer selbständigen Frau, die unabhängig von ihrem Mann ein erfülltes Leben lebt.

    Nicole C. Vosseler bringt dieses Staunen ganz wunderbar in ihrem Buch unter. Wir dürfen hier ein China erleben, dass es so heute nicht mehr gibt. Toll beschrieben sind die unterschiedlichen Pflanzen, denen wir hier begegnen. Einige davon sind uns aus unseren eigenen Gärten bekannt, bei vielen, wie z.B. der Weigelien, ist es uns gar nicht bewusst, dass ihr Ursprung im fernen China liegt.

    Am Ende hätte ich gerne noch mehr über die Fortunes erfahren, wie sich Robert und Jane wieder zusammengerauft haben , nach dieser Reise, die beide so verändert hat. Leider wird das am Ende nur kurz angedeutet.

    Alles in allem war es aber ein ganz wunderbares Buch, das auch mich hat Staunen lassen. Von daher eine volle Leseempfehlung von mir.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    katzenminzes avatar
    katzenminzevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine exotische Reise in die Ferne, gefühlvoll erzählt mit leisen Tönen. Leider erst ab der Hälfte wirklich spannend.
    Leise Töne, ferne Welten

    Leise Töne, ferne Welten

    Der junge Botaniker Robert Fortune hat sich aus ärmlichen Verhältnissen zum Leiter der Treibhäuser der Horticultural Society of London hochgearbeitet. Auf seinen Posten ist er stolz, ebenso auf seine Frau, sein kleines Cottage und seine zwei Kinder. Doch er will mehr. Seine Leidenschaft gilt den Pflanzen und sein Traum ist es, sich in der Botanik einen Namen zu machen. Etwas Neues zu entdecken, das sich im besten Fall auch finanziell niederschlägt. So reist er ins ferne China, dessen Boden Fremde erst seit kurzem betreten dürfen.

    Mich hat die Geschichte erst mit der Zeit gepackt. Zu lange dümpelt es vor sich hin, ohne das wirklich viel passiert. Fast in der kompletten ersten Hälfte des Romans reist Robert zu der einen oder anderen Stadt und ist begeistert von der Pflanzenwelt dort. Auf diesen Reisen lernt er auch Lian kennen. Die junge Frau ist eine Jianghu – eine freie Schwertkämpferin, die allein durch China reist, sich der Gerechtigkeit verpflichtet hat und dem Volksglauben nach Glück bringen soll. Robert und Lian nähern sich nur zaghaft an. Doch sind beide fasziniert von der Fremdartigkeit des andern.

    Ab der Hälfte etwa, hat es mir dann auch sehr gut gefallen. Hier kommt Schwung in die Geschichte! Roberts Pläne nehmen Form an, gleichzeitig ist er sich seinen Gefühlen nicht mehr sicher, wir erfahren mehr über Lians wirklich interessante Vergangenheit und die Beschreibungen Chinas werden packender und faszinierender, je weiter man ins Landesinnere eindringt. Besonders wie Lian die verschiedenen Völker beschreibt war toll - ihre spezielle Kleidung oder ihr spezielles Handwerk, die Region in der sie leben. Fast schade, dass Robert selbst Anfangs so sehr auf die Pflanzen konzentriert war. Gegen mehr „Lokalkolorit“ in Form von Menschen, Speisen oder Städten hätte ich auch zu Beginn des Buches nichts einzuwenden gehabt.

    Roberts Frau Jane, die allein mit zwei kleinen Kindern in einer noch fremden Stadt auf seine Rückkehr wartet, kommt in kurzen, kursiv gedruckten Abschnitten zu Wort. Erst eher Nebensache, mausert sich die Geschichte der „Daheimgebliebenen“ im zweiten Teil des Buches zu einer durchaus interessanten. Schade, dass das erst so spät passierte. Jane ist ein toller Charakter: Bodenständig, stark, eigenständig, zweifelnd, zunehmend emanzipiert, intelligent und leidenschaftlich hätte sie für mich gerne mehr im Fokus stehen dürfen.

    Robert Fortunes Beziehung zur verschlossenen Lian ist sehr schön beschreiben. Sie scheint ihn genauso zu faszinieren und zu verzaubern wie das Land selbst. Und auch seine sanfte, ruhige Art lässt sie, die immer auf der Flucht zu sein scheint, mehr und mehr Vertrauen fassen. Allerdings führt der Klappentext hier einmal mehr in die Irre. Lian lehrt Robert keinesfalls „Planzen und Tee zu kategorisieren“. Als Botaniker kann er das weitaus besser selbst. Eher lernt sie von ihm die Pflanzen zu schätzen und ist ihm eine kundige Führerin. Doch die Pflanzen, die Robert am liebsten nach England exportieren würde – Pfingstrosen und Tee - sind den Chinesen heilig und werden unter keinen Umständen an „fremdländische Barbaren“ verkauft. War seine Reise also umsonst?

    Wer eine ruhige Geschichte lesen möchte, Pflanzen mag und fremde Länder, wer ein bisschen geduldig ist und leise Töne schätzt, der kann hier durchaus zugreifen. Ich hätte mir vor allem zu Beginn eine straffere Handlung gewünscht. Trotzdem ließen sich die 500 Seiten schnell und flüssig lesen. Lust auf eine Reise ins Unbekannte, auf Exotik, auf hohe Berge an deren Gipfeln alte Klöster kleben, auf sanft geschwungene Reisfelder, auf unfassbare Weite und bunte Blütenmeere macht die Geschichte allemal.

    - 3,5 Sterne -

    Kommentare: 1
    14
    Teilen
    Kathrin_Schroeders avatar
    Kathrin_Schroedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Charmantes Buch über Botanik und das alte China
    Historischer Roman im alten China

    Rezension Nicole C. Vosseler, Der englische Botaniker, Erscheinungsdatum 08.04.2017
    Gelesen dank Netgalley als ebook (kindle) im März 2018
    Genre: Historischer Roman
    Der Vor- oder auch Nachteil eines Ereaders ist, dass man sich Bücher aussucht, hochlädt und dann anhand Titel oder Cover entscheidet, in welcher Reihenfolge man sie liest. Zusammenfassung/Klappentext usw. sind weniger präsent als bei gedruckten Büchern und nur aufgrund des Titels und des Covers verspürte ich eher weniger Lust dieses Buch als erstes anzufangen.
    Doch die Geschichte entpuppte sich als wesentlich mitreißender und packender, wesentlich stimmiger für mich, als der naturkundliche erste Eindruck versprach.
    Seit ich mich erinnere bin ich ein großer China-Fan, sowohl auf der Ebene der Unterhaltungslektüre, als auch geschichtlich und aktuell. Botanik hingegen ist ein Gebiet, dem ich eher sehr lose verbunden bin. Ich befinde mich auf der Stufe: Kann Bäume von Blumen unterscheiden.

    Die Geschichte eines englischen Botanikers, der zu Wissenschaftszwecken ins alte China reist und dort den Geheimnissen der Pflanzen, insbesondere des Tees auf die Spur kommen soll, ist für mich daher auf den ersten Blick nicht in allen Dimensionen interessant.
    Dennoch oder gerade deshalb hat mich dieses Buch in seinen Bann geschlagen. Es ist eine Erzählung aus im Wesentlichen 3 Perspektiven. Robert Fortune, der verschrobene warmherzige Botaniker, der den Geheimnissen der chinesischen Pflanzenwelt und der chinesischen Kultur auf seine eigene Art näher kommt. Lian, chinesische Schwertkämpferin und freie Frau der Straße, deren Schicksal sich auf besondere Weise mit dem fremden Teufel verbindet und wieder löst.
    Zuletzt Roberts Frau, mit zwei Kindern in England zurückgeblieben, sucht und findet ihren eigenen Platz innerhalb der englischen Gesellschaft in Abwesenheit und in Erwartung der Rückkehr ihres Mannes.
    Alle Personen wirken in sich stimmig, passen in die eigene Zeit und Kultur und entwickeln sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Verhaltensweisen sind gut nachvollziehbar und entziehen sich gleichzeitig jeder Wertung. Die Erfahrungen in China, historische Zusammenhänge, Stimmungen und Entwicklungen gestalten sich nachvollziehbar ohne sie zu sehr in die Denkweise des Westens zu übertragen oder zu exotisch zu überhöhen.
    Details der Botanik fließen reichlich, aber nicht übermäßig in die Geschichte ein und obwohl die Geschichte rund und abgeschlossen ist, hätte sie gerne noch länger sein dürfen.
    Ich habe es genossen die Geschichte zu lesen, die historische Einordnung der Person Robert Fortunes wird im Nachwort gut präzisiert. Die Konflikte im Umfeld des Teeanbaus und ihre Konsequenzen für China und Großbritannien werden angerissen und konturieren den Spannungsbogen.
    Das Buch ist liebevoll gestaltet, auch im ebook sind die verschiedenen Erzählstimmen optisch voneinander abgegrenzt.
    Zitate aus dem Reisetagebuch und Informationen zu einzelnen Pflanzen rahmen die Geschichte ein.
    Ein rundum gelungenes Lesevergnügen.
    #DerenglischeBotaniker #Netgalley.de

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 10 Monaten
    Der englische Botaniker

    Schon nach wenigen Seiten war klar – das ist ein Buch für mich! Dicht und sehr atmosphärisch erzählt, hat mich die Autorin direkt in eine andere Welt entführt, in die ich gerne versunken bin und aus der ich nur schwer wieder auftauchen konnte.

    Es ist eine ruhige Geschichte und man sollte nicht erwarten, dass die Geschichte durch Action und Spannung trumpft. Es ist vielmehr eine eindringliche und sehr intensive Geschichte, in der vor allem drei ganz unterschiedliche Charaktere den Reiz ausmachen. Im Mittelpunkt der Mitte des 19. Jahrhunderts spielenden Geschichte steht der Botaniker Robert Fortune, der nach China reist, um das Geheimnis des Tees zu lüften. Während er anfangs noch viel an seine Frau Jane denkt, die er in England zurückgelassen hat, ändert sich das im Lauf seiner Reise, auf der er das Schwertmädchen Lian kennenlernt, die sich der kleinen Expedition anschließt.

    Alle drei Charaktere mochte ich sehr gerne – so unterschiedlich sie auch waren, richtig in Herz geschlossen habe ich aber Jane, die zwar die kleinste Rolle spielt, dafür aber eine tolle Entwicklung durchmacht und große Stärke und Kraft beweist, in dem sie sich von einer braven Hausfrau zu einer eigenständigen, reflektierenden und selbstbewussten Dame entwickelt. Ich mochte ihr Beharrlichkeit und ihren Mut – und das zu einer Zeit, in der genau das bei Frauen nicht gewünscht war. Ihr Mann Robert wirkt dagegen die ganz Zeit etwas sperrig und unbeholfen – so liebevoll und zärtlich er zu den Pflanzen ist, so ungelenk scheint er im Umgang mit den Menschen. Im Laufe der Geschichte aber lernt man ihn auch von einer anderen Seite kennen – und er muss eine „chinesische Haut“ in sich entdecken. Wirkt er auch etwas tollpatschig, hat er doch das Herz am rechten Fleck und ich habe ihn auf seiner Reise gerne begleitet. Das Schwertmädchen Lian hat mich ebenfalls sehr beeindruckt – anfangs konnte ich nicht so recht einordnen, was es mit ihr auf sich hat, aber auch ihre Geschichte erfährt man im Laufe der Reise und es gibt interessante Einblicke nicht nur in Lians Leben, sondern auch in die Geschichte Chinas.

    Es war vor allem der Schreibstil, der mich sofort eingefangen hat – poetisch und voller Wärme, atmosphärisch dicht und mit vielen wunderschönen Beschreibungen und Gedanken bin ich regelrecht in ihm versunken. Interessant ist auch die Form der Erzählung – mal gibt es Briefe, mal Tagebucheinträge, dann wieder Kapitel, die aus Sicht Roberts erzählt werden und Kapitel, in denen Lian als Ich-Erzählerin zu Wort kommt. Dieser Wechsel der Erzählweisen ist sehr gelungen und hat so viele verschiedene Facetten der unterschiedlichen Charaktere aufgezeigt.

    Letztlich ist das Buch eine Hommage – es geht um die Liebe zu den Pflanzen und um die Liebe zwischen den Menschen. Eine leise, aber sehr emotionale Liebesgeschichte voller Gefühl und Poesie, zauberhaft und berührend. Lediglich an einigen Stellen waren mir die Beschreibungen der Pflanzen mit all ihren verschiedenen Namen zu ausführlich, dafür ziehe ich einen halben Stern ab. Insgesamt aber hat mich die Geschichte wirklich überzeugen können und hallt immer noch nach – 4,5 von 5 Sternen für dieses wundervolle und bezaubernde Buch voller Leidenschaft und Liebe.

    Mein Fazit
    Schon nach wenigen Seiten hat mich die Autorin mit ihrem wundervollen Schreibstil in eine andere Welt entführt, die nicht nur von Pflanzen, sondern vor allem auch von den exzellent ausgearbeiteten Figuren lebt – eine leise Geschichte, die berührt und die bei mir immer noch nachhallt. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 10 Monaten
    Der englische Botaniker


    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Lesezirkels avatar
    Lesezirkelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für Blumenliebhaber und Botaniker interessant!
    Für Blumenliebhaber und Botaniker interessant!

    Wer Blumen liebt und sich dafür interessiert ist dieses Buch mit Verbindung einer Liebesgeschichte total interessant. Das Buch hat 500 Seiten und ist im HarperCollinsVerlag erschienen.

    Autorin:

    Am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich Nicole C. Vosseler ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt "Südwinde" wurde hochgelobt; 2007 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstler in der Sparte Literatur verliehen. "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

    Ihre Bücher wurden bisher in acht Sprachen übersetzt.

    Inhaltsangabe/Klappentext:

    London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen.

    Fazit:

    Wer ein Botanik oder Blumen Fan ist, wird dieses Buch lieben. Es ist gefühlvoll mit viel Liebe zu Blumen beschrieben worden. Man bekommt einen tollen Einblick in die Botanikwelt. Ich bin leider kein so Blumenfan und fand es daher auch mal langweilig. Aber das hat nichts mit der Qualität des Buches zu tun. Dazu eine Geschichte über Liebe und Sehnsucht, macht das Buch für den Leser noch interessanter.

    Der Schreibstil ist locker und flüssig. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal die Erzählform und einmal aus der ICH Perspektive. Robert Furtune reisst für einen Auftrag nach China um einige Pflanzen nach Hause zu holen. Dafür verlässt er Frau und Kinder. Auf seiner Reise lernt er einige Menschen kennen. Menschen die ihm sehr nahe kommen, wie nahe genau müsst ihr selber lesen.

    Es wird spannend und gefährlich werden. Man kann richtig in die Welt von China eintauchen. Was wird er erleben? Was wird seine Frau zu Hause erleben, gibt es für die beiden Hoffnung, kommt er zurück? Fragen über Fragen! Toll war auch der Briefwechsel zwichen Robert und Jane, Worte der Verzweiflung und der Sehnsucht. Man merkt wieviel Gefühle in den beschreibungen steckt.

    Ein Buch für echte Blumen Fans!







    Kommentieren0
    9
    Teilen
    baronessas avatar
    baronessavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.
    Im Reich der Mitte

    „Vorsicht Spoiler!“

    Robert Fortune hatte eine Mission. Im Auftrag der Horticultural Society of London sollte er Samen und Pflanzen sammeln, die für England interessant und vielleicht noch unbekannt waren. Deswegen fuhr Robert auf dem Schiff nach China, einem Abenteuer entgegen, für das er nicht geschaffen war. Er war aus England noch nie herausgekommen und jetzt sollte er ein Jahr in einem fremden Land verbringen, dessen Sprache er nicht verstand. Aber der Ahnung auf fremde Blüten machte ihn frohen Mutes, denn das war seine Welt, davon verstand er etwas. Bedauerlich war nur der Umstand, dass seine Frau und Kinder auf ihn verzichten mussten. In China erwartete ihn Wang, der seine Sprache verstand und ihn begleitete. „Fremder Teufel“ so nannten ihn die Chinesen. Einerseits hatten sie Respekt, aber auch Hassgefühl gegen die Fremden im Land. Bei einem Überfall wurde er von einer jungen Frau gerettet, denn sie konnte ihr Schwert besser führen, als ein Mann. Von da an beobachtete die junge Frau ihn aus der Ferne. Robert durchstreifte die Gegend, immer darauf bedacht, seltene Pflanzen zu finden. In einem Kloster bekam er ein Geschenk – Teepflanzen. Robert wollte gern alles über die Erzeugung von Tee wissen. Aber sein Jahr war um und er musste nach England zurück. Schließlich verlängerte Robert seinen Aufenthalt in China. Er brach mit seinen eigenen Regeln, denn er verliebte sich in Lian.

     

    „Zwei Seelen, von den Göttern bei der Geburt mit einem roten Faden verbunden, der niemals durchtrennt werden konnte. „

     

     

    Meine Meinung:

    Das ist eine kurze Zusammenfassung, denn es passiert natürlich viel mehr.

     

    Als ich den Klappentext gelesen habe, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. China und Schwertkunst ist nicht mein Lieblingsthema. Deswegen war ich erstaunt, dass sich die Geschichte so interessant ergeben hat. Die Protagonisten sind glaubwürdig und verständlich, ebenso deren Charaktere. Die Handlung ist nachvollziehbar, denn die Autorin hat die Grenze zwischen Tatsachen und Dichtung gut verknüpft. Es gibt Auszüge aus den Reiseberichten von Robert Fortune, die in dieser Geschichte eingearbeitet wurden. Ebenso werden Pflanzen definiert.

     

    Die Perspektiven wechseln, sodass die Erscheinungsform sich verändert. Die Stellung der Frau wird ebenso beschrieben, wie die Anstrengung um Selbstbestätigung. Gerade bei Roberts Frau Jane kommt das gut zum Vorschein. Ihre Betrachtungsweise ist in Kursivschrift dargestellt.

    Aber auch Lian, die sich nicht in die Zwänge der Gesellschaft einordnet.

     

    Es ist kein Reisebericht, aber auch kein sentimentaler Liebesroman. Die Szenerie ist authentisch, sodass man eine gute Vorstellungskraft hat. Man muss bedenken, dass eine Erforschung früher viel aufwendiger war, sehr gefahrenreich

     

    Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, ist ereignisreich und reizvoll. Der Titel passt, ebenso das Cover.

     

    Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Buch überrascht hat. Mir hat die Geschichte gut gefallen, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.

     

     

     

    Fazit:

    Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    zauberblumes avatar
    zauberblumevor einem Jahr
    Eine abenteuerliche Reise nach China

    In ihrem neuesten Werk "Der englische Botaniker" entführt und die Bestsellerautorin Nicole C. Vosseler nach China. Hier dürfen wir den englischen Botaniker Robert Fortune auf einer abenteuerlichen und zum Teil auch gefährlichen Reise begleiten.

    Die Geschichte: Fortune wird von der Horticultural Society in London im Jahr 1843 auserkoren, nach China zu fahren und sich auf die Suche nach seltenen Pflanzen zu machen. Sein Auftrag ist sehr umfangreich. Er soll auch Erkenntnisse und Neuerungen aus dem Landschaftsbau nach London bringen. Und so begibt er sich an Bord der Emu, er bekommt einen spärlichen Lohn. In London lässt Robert seine Frau Jane uns eine Kinder zurück. Völlig unbedacht macht er sich mit sienem Begleiter Wang auf die Suche nach seltenen Pflanzen und gerät des öfterenen in große Gefahr. Außerdem lernt er das Schwertmädchen Lian kennen. Eines weiß Fortune ganz sicher, dass am Ende der Reise nichts mehr so sein wird, wie es vorher war.

    Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich immer noch in China, streife mit Robert durch die Wälder, freue mich beim Anblick seltener Pflanzen und bin enttäuscht, wenn ich mal wieder über den Tisch gezogen werde. Ich bin völlig in die Geschichte um den Botaniker eingetaucht, dafür hat auch der besondere Schreibstil der Autorin gesorgt. Es ist alles so wunderbar beschrieben, ich habe die seltenen Pflanzen und die Dörfer und Städte, allen voran Shanghai vor meinem inneren Auge. Und dann ist da Roberts Begleiter Wang, der ihn auf seiner Suche begleitet hat. Für mich ist Robert viel zu unbekümmert an die Sache herangegangen. Und dann ist er Lian begegnet, diese Beziehung umgibt ein gewisser Zauber. Robert ist ja völlig  in der neuen Welt aufgegangen, sein Zuhause und seine Frau Jane sind in weite Ferne gerückt. Es war sehr interessant auch Janes Gesichtspunkt und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit kennenzulernen und auch ihre Angst, wie es sein wird, wenn Robert nach Jahren wieder nach Hause zurückkehrt. Denn mittlerweile haben sich alle verändert. Und kann jeder mit dieser veränderten Lebensweise umgehen? Robert hat nun wirklich alles erreicht, Ruhm, Anerkennung, doch bleibt nicht immer eine gewisse Leere?

    Ein wunderbares Buch, das mir die Augen geöffent hat und mir das Reich der Mitte nähergebracht hat. Ich habe die Geschichte von Anfang bis zum Ende sehr genossen. Das Cover finde ich auch wunderschön, verbreitet zwar eine gewisse Melancholie, passt aber wunderbar zum Buch. Gerne vergebe ich für diese abenteuerliche Reise 5 Sterne.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbares Buch! Bei dem Schreibstil mag man einfach nur versinken ♥
    Hier bin ich regelrecht zwischen den Seiten versunken ♥

    Mich hat das Cover vom ersten Moment an für sich eingenommen. Eigentlich ist es ja recht unscheinbar und trotzdem - die Farben find ich irgendwie toll und hab mir dann auch einige Rezensionen dazu durchgelesen; was soll ich sagen: meine Neugier war geweckt!

    Der Klappentext hat mich etwas in die Irre geführt, ich ging davon aus, dass man erstmal in London auf die Charaktere und Hintergründe eingeführt wird. Doch die Autorin macht das viel geschickter!
    Robert Fortune ist schon auf dem Weg nach China und aus seiner Sichtweise erfährt man alles über ihn - erst sehr verhalten, aber dann immer tiefgehender. Dabei wechselt sich die Erzählung mit Lian ab, dem Schwertmädchen, das zufällig seinen Weg kreuzt und aus der Ich-Perspektive einen ganz anderen Blickwinkel zeigt.
    Besonders gekonnt sind die Gedanken von Roberts Frau Jane, die immer wieder zwischendurch einfließen und die Veränderung zum Tragen bringt, die sich durch die lange Trennung nicht vermeiden lässt.

    Am Kapitelanfang erfährt man, wo sich Robert Fortune gerade aufhält, auch die Pflanzen die er findet werden sehr akribisch geschrieben und mit lateinischen Namen untermalt - aber ich fand es noch im zumutbaren Bereich, auch wenn auch weniger gereicht hätte.
    Ansonsten bin ich in dem Schreibstil regelrecht versunken! So unglaublich bildhaft, sanft und doch eindringlich, dass ich das Buch wirklich kaum aus der Hand legen konnte. Die Handlung an sich, wie er auf der Suche nach Pflanzen ist, gibt an sich nicht viel her: wenn nicht diese großartige Charakterstudie von diesen drei Figuren wäre!

    Robert ist an sich ein glücklich verheirateter Mann, der seine Frau und seine beiden Kinder über alles liebt. Er ist zielstrebig, hält sich an Regeln und seine Verlässlichkeit ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Die Reise aber verändert ihn und mit seiner ruhigen, bedächtigen Art wandelt er sich immer mehr in einen Entdecker, der auch vor Risiken und Abenteuer nicht zurückschreckt. Das alles aber immer in einer ganz besonders intensiven Atmosphäre, in einer gemessenen Weise, die mich total in den Bann gezogen hat.

    "Wenn ich das hier sehe ... dann bin ich einfach zufrieden. Zufrieden, dies zu erleben. Etwas dazuzulernen, jeden einzelnen Tag. Einfach ... zu sein." S. 246

    Auch Lian ist eine ganz besondere Persönlichkeit, die mich total fasziniert hat. Die historischen Zusammenhänge sind hier von großer Bedeutung, gerade wenn es um die weibliche Rolle in Asien geht und zeigt sehr behutsam wie eindringlich, wie stark sie innerlich ist. Wie sehr sie dagegen kämpfen musste und es immer noch tut, um ihren eigenen Weg zu finden.

    "Begegnete ich anderen Menschen auf meinem Weg, überfiel mich Scheu, umso mehr, je verlassener die Gegend war. Die Scheu eines Menschen, der das Alleinsein liebt. Dessen Zuhause die Einsamkeit ist." S. 46

    Und natürlich Jane, Roberts Frau, die in weiter Ferne ebenfalls versucht, sich den neuen Umständen anzupassen. Ihr Part ist hier eher gering und dennoch nicht unbedeutend und gerade diese kurzen Abschnitte haben ein gelungenes Bild gezeichnet.

    Eingehüllt in die Vergangenheit Chinas geht es um die Freiheit, um den Mut sich einer völlig neuen Welt zu öffnen, Veränderungen zu wagen und sich selbst neu zu entdecken. Dabei ist es auch noch gespickt mit kleinen Weisheiten, die großes Aussagen und viel bewirken können - wenn man sich einen Moment Zeit nimmt, um sich damit auseinander zu setzen.
    Ein farbenprächtiges Sinnbild der damaligen Zeit, eine Hommage an die Natur und die Tiefe der Gefühle, die man in sich trägt. Momente zum Innehalten und sich treiben lassen in einer ausladenden Kulisse und zwei Weggefährten, deren Schicksal zu einer tiefgreifenden Entscheidung führen wird.

    Unerwähnt lassen möchte ich nicht Wang, den Führer von Robert, der mich mit seiner hochtrabenden, ereifernden Art köstlich amüsiert hat!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    LunasLeseeckes avatar
    LunasLeseeckevor einem Jahr
    Ein zauberhafter Roman über die blumigen Weiten Chinas

    Robert Fortune stammt aus einfachen Verhältnissen, doch dank seiner Liebe zu Pflanzen und seiner Beharrlichkeit hat er sich eine gute Position erarbeitet und wird schließlich sogar von der Horticultural Society of London nach China geschickt, dass kürzlich seine Grenzen geöffnet hat. Dort soll er die Pflanzenvielfalt Chinas für, vor allem schöne Blumen, finden und nach England bringen. Für diese Aufgabe lässt er sogar seine Frau und seine beiden kleinen Kinder in England zurück. Begleitet wird Robert auf seinem Weg von dem schrulligen Chinesen Wang, der ihm als Übersetzter dient. Und schließlich trifft er auch auf das Schwertmädchen Lian, die als freie Kriegerin durch China zieht und der Gerechtigkeit Zusammen entdecken sie die botanische Vielfalt Chinas.

    Die Struktur des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es gab immer wieder kleine Briefwechsel zwischen Robert und seiner Frau oder der Horticultural Society, sowie Auszüge aus Robert Fortunes Aufzeichnungen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Robert und Lian erzählt, doch gelegentlich gibt es auch Szenen, die bei Roberts Frau Jane spielen. Obwohl diese sehr selten waren, so muss ich doch sagen, dass sich Jane den Platz als mein Lieblingscharakter verdient hat. Sie ist eine praktisch denkende Frau, die mir mit ihrer selbständigen Art und ihrer Unabhängigkeit einfach sehr gut gefallen hat.

    Neben Jane mochte ich auch die anderen Charaktere. Robert Fortune ist ein beständiger und gutmütiger Riese. Seine Leidenschaft für Pflanzen war einnehmend. Und die mutige und unabhängige Lian mochte ich natürlich sowieso. Aber auch der wirklich schrullige Wang mit seinem Faible für Essen und seinem witzigen Dialekt war einfach klasse. Vor allem ein paar wirklich witzige Wortspiele konnten mich sehr gut amüsieren.

    Die Geschichte war schön und konnte mich berühren. Die Charaktere haben sie schön getragen und ich mochte die Beschreibungen der Botanik, die Details über den Tee und die chinesische Kultur, die uns hier so unglaublich anders und fremd erscheint. Außerdem ist der Schreibstil von Nicole C. Vosseler einfach zauberhaft und sie schafft es immer wieder, die schönsten Bilder vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen.

    Fazit

    “Der englische Botaniker“ ist ein schöner Roman der mich mit tollen Charakteren und einer schönen Story überzeugen konnte. Vor allem die Sprache machen ihn dabei zu einem wahren Lesegenuss.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks