Nicole C. Vosseler Der englische Botaniker

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Inhaltsangabe zu „Der englische Botaniker“ von Nicole C. Vosseler

London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen. „Nicole Vosseler überzeugt mit ihren literarischen Talenten.“ Süddeutsche Zeitung

Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.

— baronessa
baronessa

Wunderbares Buch! Bei dem Schreibstil mag man einfach nur versinken ♥

— Aleshanee
Aleshanee

Der englische Botaniker ist ein Lieblingsbuch mit Rückgrat! Ich bin begeistert! Ein Buch, das gibt.

— SABO
SABO

Dieser wundervolle Roman ist ein Erlebnis für alle Sinne!

— Klusi
Klusi

Für botanisch Interessierte empfehlenswert, mir war es zu langwierig...

— kreszenz
kreszenz

Mir fehlte der Pepp.... das gewisse Etwas

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Ein wunderbares Kopfkino, das den Leser nach China ins 19. Jahrhundert versetzt.

— Tanzmaus
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  • Im Reich der Mitte

    Der englische Botaniker
    baronessa

    baronessa

    20. September 2017 um 17:00

    „Vorsicht Spoiler!“ Robert Fortune hatte eine Mission. Im Auftrag der Horticultural Society of London sollte er Samen und Pflanzen sammeln, die für England interessant und vielleicht noch unbekannt waren. Deswegen fuhr Robert auf dem Schiff nach China, einem Abenteuer entgegen, für das er nicht geschaffen war. Er war aus England noch nie herausgekommen und jetzt sollte er ein Jahr in einem fremden Land verbringen, dessen Sprache er nicht verstand. Aber der Ahnung auf fremde Blüten machte ihn frohen Mutes, denn das war seine Welt, davon verstand er etwas. Bedauerlich war nur der Umstand, dass seine Frau und Kinder auf ihn verzichten mussten. In China erwartete ihn Wang, der seine Sprache verstand und ihn begleitete. „Fremder Teufel“ so nannten ihn die Chinesen. Einerseits hatten sie Respekt, aber auch Hassgefühl gegen die Fremden im Land. Bei einem Überfall wurde er von einer jungen Frau gerettet, denn sie konnte ihr Schwert besser führen, als ein Mann. Von da an beobachtete die junge Frau ihn aus der Ferne. Robert durchstreifte die Gegend, immer darauf bedacht, seltene Pflanzen zu finden. In einem Kloster bekam er ein Geschenk – Teepflanzen. Robert wollte gern alles über die Erzeugung von Tee wissen. Aber sein Jahr war um und er musste nach England zurück. Schließlich verlängerte Robert seinen Aufenthalt in China. Er brach mit seinen eigenen Regeln, denn er verliebte sich in Lian.   „Zwei Seelen, von den Göttern bei der Geburt mit einem roten Faden verbunden, der niemals durchtrennt werden konnte. „     Meine Meinung: Das ist eine kurze Zusammenfassung, denn es passiert natürlich viel mehr.   Als ich den Klappentext gelesen habe, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. China und Schwertkunst ist nicht mein Lieblingsthema. Deswegen war ich erstaunt, dass sich die Geschichte so interessant ergeben hat. Die Protagonisten sind glaubwürdig und verständlich, ebenso deren Charaktere. Die Handlung ist nachvollziehbar, denn die Autorin hat die Grenze zwischen Tatsachen und Dichtung gut verknüpft. Es gibt Auszüge aus den Reiseberichten von Robert Fortune, die in dieser Geschichte eingearbeitet wurden. Ebenso werden Pflanzen definiert.   Die Perspektiven wechseln, sodass die Erscheinungsform sich verändert. Die Stellung der Frau wird ebenso beschrieben, wie die Anstrengung um Selbstbestätigung. Gerade bei Roberts Frau Jane kommt das gut zum Vorschein. Ihre Betrachtungsweise ist in Kursivschrift dargestellt. Aber auch Lian, die sich nicht in die Zwänge der Gesellschaft einordnet.   Es ist kein Reisebericht, aber auch kein sentimentaler Liebesroman. Die Szenerie ist authentisch, sodass man eine gute Vorstellungskraft hat. Man muss bedenken, dass eine Erforschung früher viel aufwendiger war, sehr gefahrenreich   Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, ist ereignisreich und reizvoll. Der Titel passt, ebenso das Cover.   Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Buch überrascht hat. Mir hat die Geschichte gut gefallen, deswegen gibt es auch 5 Sterne von mir.       Fazit: Hier ist Abenteuer und Exotik, aber gleichzeitig auch Wissenschaft in faszinierenden Eindrücken umgesetzt.

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  • Eine abenteuerliche Reise nach China

    Der englische Botaniker
    zauberblume

    zauberblume

    03. August 2017 um 18:44

    In ihrem neuesten Werk "Der englische Botaniker" entführt und die Bestsellerautorin Nicole C. Vosseler nach China. Hier dürfen wir den englischen Botaniker Robert Fortune auf einer abenteuerlichen und zum Teil auch gefährlichen Reise begleiten.Die Geschichte: Fortune wird von der Horticultural Society in London im Jahr 1843 auserkoren, nach China zu fahren und sich auf die Suche nach seltenen Pflanzen zu machen. Sein Auftrag ist sehr umfangreich. Er soll auch Erkenntnisse und Neuerungen aus dem Landschaftsbau nach London bringen. Und so begibt er sich an Bord der Emu, er bekommt einen spärlichen Lohn. In London lässt Robert seine Frau Jane uns eine Kinder zurück. Völlig unbedacht macht er sich mit sienem Begleiter Wang auf die Suche nach seltenen Pflanzen und gerät des öfterenen in große Gefahr. Außerdem lernt er das Schwertmädchen Lian kennen. Eines weiß Fortune ganz sicher, dass am Ende der Reise nichts mehr so sein wird, wie es vorher war.Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich immer noch in China, streife mit Robert durch die Wälder, freue mich beim Anblick seltener Pflanzen und bin enttäuscht, wenn ich mal wieder über den Tisch gezogen werde. Ich bin völlig in die Geschichte um den Botaniker eingetaucht, dafür hat auch der besondere Schreibstil der Autorin gesorgt. Es ist alles so wunderbar beschrieben, ich habe die seltenen Pflanzen und die Dörfer und Städte, allen voran Shanghai vor meinem inneren Auge. Und dann ist da Roberts Begleiter Wang, der ihn auf seiner Suche begleitet hat. Für mich ist Robert viel zu unbekümmert an die Sache herangegangen. Und dann ist er Lian begegnet, diese Beziehung umgibt ein gewisser Zauber. Robert ist ja völlig  in der neuen Welt aufgegangen, sein Zuhause und seine Frau Jane sind in weite Ferne gerückt. Es war sehr interessant auch Janes Gesichtspunkt und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit kennenzulernen und auch ihre Angst, wie es sein wird, wenn Robert nach Jahren wieder nach Hause zurückkehrt. Denn mittlerweile haben sich alle verändert. Und kann jeder mit dieser veränderten Lebensweise umgehen? Robert hat nun wirklich alles erreicht, Ruhm, Anerkennung, doch bleibt nicht immer eine gewisse Leere?Ein wunderbares Buch, das mir die Augen geöffent hat und mir das Reich der Mitte nähergebracht hat. Ich habe die Geschichte von Anfang bis zum Ende sehr genossen. Das Cover finde ich auch wunderschön, verbreitet zwar eine gewisse Melancholie, passt aber wunderbar zum Buch. Gerne vergebe ich für diese abenteuerliche Reise 5 Sterne.

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  • Hier bin ich regelrecht zwischen den Seiten versunken ♥

    Der englische Botaniker
    Aleshanee

    Aleshanee

    29. July 2017 um 07:26

    Mich hat das Cover vom ersten Moment an für sich eingenommen. Eigentlich ist es ja recht unscheinbar und trotzdem - die Farben find ich irgendwie toll und hab mir dann auch einige Rezensionen dazu durchgelesen; was soll ich sagen: meine Neugier war geweckt!Der Klappentext hat mich etwas in die Irre geführt, ich ging davon aus, dass man erstmal in London auf die Charaktere und Hintergründe eingeführt wird. Doch die Autorin macht das viel geschickter!Robert Fortune ist schon auf dem Weg nach China und aus seiner Sichtweise erfährt man alles über ihn - erst sehr verhalten, aber dann immer tiefgehender. Dabei wechselt sich die Erzählung mit Lian ab, dem Schwertmädchen, das zufällig seinen Weg kreuzt und aus der Ich-Perspektive einen ganz anderen Blickwinkel zeigt. Besonders gekonnt sind die Gedanken von Roberts Frau Jane, die immer wieder zwischendurch einfließen und die Veränderung zum Tragen bringt, die sich durch die lange Trennung nicht vermeiden lässt.Am Kapitelanfang erfährt man, wo sich Robert Fortune gerade aufhält, auch die Pflanzen die er findet werden sehr akribisch geschrieben und mit lateinischen Namen untermalt - aber ich fand es noch im zumutbaren Bereich, auch wenn auch weniger gereicht hätte. Ansonsten bin ich in dem Schreibstil regelrecht versunken! So unglaublich bildhaft, sanft und doch eindringlich, dass ich das Buch wirklich kaum aus der Hand legen konnte. Die Handlung an sich, wie er auf der Suche nach Pflanzen ist, gibt an sich nicht viel her: wenn nicht diese großartige Charakterstudie von diesen drei Figuren wäre! Robert ist an sich ein glücklich verheirateter Mann, der seine Frau und seine beiden Kinder über alles liebt. Er ist zielstrebig, hält sich an Regeln und seine Verlässlichkeit ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Die Reise aber verändert ihn und mit seiner ruhigen, bedächtigen Art wandelt er sich immer mehr in einen Entdecker, der auch vor Risiken und Abenteuer nicht zurückschreckt. Das alles aber immer in einer ganz besonders intensiven Atmosphäre, in einer gemessenen Weise, die mich total in den Bann gezogen hat. "Wenn ich das hier sehe ... dann bin ich einfach zufrieden. Zufrieden, dies zu erleben. Etwas dazuzulernen, jeden einzelnen Tag. Einfach ... zu sein." S. 246Auch Lian ist eine ganz besondere Persönlichkeit, die mich total fasziniert hat. Die historischen Zusammenhänge sind hier von großer Bedeutung, gerade wenn es um die weibliche Rolle in Asien geht und zeigt sehr behutsam wie eindringlich, wie stark sie innerlich ist. Wie sehr sie dagegen kämpfen musste und es immer noch tut, um ihren eigenen Weg zu finden."Begegnete ich anderen Menschen auf meinem Weg, überfiel mich Scheu, umso mehr, je verlassener die Gegend war. Die Scheu eines Menschen, der das Alleinsein liebt. Dessen Zuhause die Einsamkeit ist." S. 46 Und natürlich Jane, Roberts Frau, die in weiter Ferne ebenfalls versucht, sich den neuen Umständen anzupassen. Ihr Part ist hier eher gering und dennoch nicht unbedeutend und gerade diese kurzen Abschnitte haben ein gelungenes Bild gezeichnet.Eingehüllt in die Vergangenheit Chinas geht es um die Freiheit, um den Mut sich einer völlig neuen Welt zu öffnen, Veränderungen zu wagen und sich selbst neu zu entdecken. Dabei ist es auch noch gespickt mit kleinen Weisheiten, die großes Aussagen und viel bewirken können - wenn man sich einen Moment Zeit nimmt, um sich damit auseinander zu setzen. Ein farbenprächtiges Sinnbild der damaligen Zeit, eine Hommage an die Natur und die Tiefe der Gefühle, die man in sich trägt. Momente zum Innehalten und sich treiben lassen in einer ausladenden Kulisse und zwei Weggefährten, deren Schicksal zu einer tiefgreifenden Entscheidung führen wird. Unerwähnt lassen möchte ich nicht Wang, den Führer von Robert, der mich mit seiner hochtrabenden, ereifernden Art köstlich amüsiert hat!© AleshaneeWeltenwanderer

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  • Ein zauberhafter Roman über die blumigen Weiten Chinas

    Der englische Botaniker
    LunasLeseecke

    LunasLeseecke

    26. June 2017 um 23:58

    Robert Fortune stammt aus einfachen Verhältnissen, doch dank seiner Liebe zu Pflanzen und seiner Beharrlichkeit hat er sich eine gute Position erarbeitet und wird schließlich sogar von der Horticultural Society of London nach China geschickt, dass kürzlich seine Grenzen geöffnet hat. Dort soll er die Pflanzenvielfalt Chinas für, vor allem schöne Blumen, finden und nach England bringen. Für diese Aufgabe lässt er sogar seine Frau und seine beiden kleinen Kinder in England zurück. Begleitet wird Robert auf seinem Weg von dem schrulligen Chinesen Wang, der ihm als Übersetzter dient. Und schließlich trifft er auch auf das Schwertmädchen Lian, die als freie Kriegerin durch China zieht und der Gerechtigkeit Zusammen entdecken sie die botanische Vielfalt Chinas.Die Struktur des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es gab immer wieder kleine Briefwechsel zwischen Robert und seiner Frau oder der Horticultural Society, sowie Auszüge aus Robert Fortunes Aufzeichnungen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Robert und Lian erzählt, doch gelegentlich gibt es auch Szenen, die bei Roberts Frau Jane spielen. Obwohl diese sehr selten waren, so muss ich doch sagen, dass sich Jane den Platz als mein Lieblingscharakter verdient hat. Sie ist eine praktisch denkende Frau, die mir mit ihrer selbständigen Art und ihrer Unabhängigkeit einfach sehr gut gefallen hat.Neben Jane mochte ich auch die anderen Charaktere. Robert Fortune ist ein beständiger und gutmütiger Riese. Seine Leidenschaft für Pflanzen war einnehmend. Und die mutige und unabhängige Lian mochte ich natürlich sowieso. Aber auch der wirklich schrullige Wang mit seinem Faible für Essen und seinem witzigen Dialekt war einfach klasse. Vor allem ein paar wirklich witzige Wortspiele konnten mich sehr gut amüsieren.Die Geschichte war schön und konnte mich berühren. Die Charaktere haben sie schön getragen und ich mochte die Beschreibungen der Botanik, die Details über den Tee und die chinesische Kultur, die uns hier so unglaublich anders und fremd erscheint. Außerdem ist der Schreibstil von Nicole C. Vosseler einfach zauberhaft und sie schafft es immer wieder, die schönsten Bilder vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen.Fazit“Der englische Botaniker“ ist ein schöner Roman der mich mit tollen Charakteren und einer schönen Story überzeugen konnte. Vor allem die Sprache machen ihn dabei zu einem wahren Lesegenuss.

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  • Grünes Gold

    Der englische Botaniker
    SABO

    SABO

    25. June 2017 um 19:41

    Nicole C. Vosseler - Der englische Botaniker - HarperCollins England/China, Mitte des 19. JahrhundertsDer englische Botaniker Robert Fortune bricht im Auftrag der "Horticultural Society" nach China auf, um eine "grüne" Wunsch-Liste zu erfüllen, sprich bestimmte Pflanzen zu finden, zu sammeln, sie zu klassifizieren und in die Heimat zu verschiffen.Für Robert Fortune ein Glücksfall, doch seine junge Ehefrau sieht darin eher eine zweifelhafte Ehre, denn es wird eine sehr lange Zeit dauern, bis er sie und seine kleinen Kinder wieder in die Arme schließen wird. Allein ein Briefwechsel dauert 8 Monate und so harrt Jane Fortune der Jahreszeiten.Aus einem Auftrag, wird eine Mission. Es ist, als hätte Chinas Flora nur auf Fortune gewartet, um den leidenschaftlichen Botaniker in Erstaunen zu versetzen.Wie ein stolzer Pfau zeigt China ihre exotische Natur, schlägt über blühende Felder sein Rad, um mit seinem Farbenspiel Roberts Sinne zu berauschen.Chinas Pflanzenpracht ist wie ein Moloch, der Robert Fortune verschluckt.So auch die vielen Gefahren, die in einem fremden Land auf einen naiven Engländers lauern. Das "British Empire" welches als Feind angesehen wird, verallgemeinert die seichte Sympathie des chinesischen Volkes für die europäischen Barbaren, durch ihre abscheulichen Taten, zu recht. Die Reise in das Reich der Mitte, ist für Robert Fortune eine Reise ins Ungewisse, er ist der Sprache nicht mächtig und weiß sich nicht zu orientieren. Dafür hat er den pfiffigen Wang angeheuert, er navigiert und fühlt sich beflissen, Robert auf seine schelmische Art zu unterhalten, doch als sie in einen Hinterhalt geraten, hat Robert sein Leben nur der Kampfeskunst der Schwertkämpferin Lian zu verdanken. Lian steht in ihrer Eigenschaft als Jianghu im Dienste der Gerechtigkeit.Lian ist wie das Zitat eines Unbekannten:"Der Wind gibt mir Raum, denn ohne Freiheit kann ich nicht lieben"Eine verstörende Einsicht für den Barbaren und die Schwertkämpferin.Wegzugehen bedarf nicht viel des Mutes, zu bleiben und sich seinen Gefühlen zu stellen, wird für Robert und Lian zur Herausforderung.Robert Fortune befindet sich auf einer gefährlichen Mission.Die Leidenschaft und die Liebe zu Blumen sitzt tief und aus dem Mann mit dem zarten Gemüt, wird ein beinahe verwegener Abenteurer. Das magische Trio hat ein Ziel: Der Ort in den Wolken, der Chinas beste Teepflanzen beherbergt.Englands Kulturgut Nr 1, der Tee, wurde hart umkämpft, gesüßt mit Blut und Tränen. Lian, Wang, Robert Fortune und auch Jane Fortune sind ein Teil davon geworden.Nicole C. Vosseler schickt ihre Leser mal wieder auf seelische Entdeckungsreise: Abenteuer, Ruhe und Frieden, Gegensätze, spannende Historie, Drama und Liebe und ein tiefer Seufzer nach der letzten Seite. "Hach"Unweigerlich verliebt man sich in die liebevoll gezeichneten Charaktere.Der englische Botaniker ist ein Lieblingsbuch mit Rückgrat!Ich bin begeistert! Ein Buch, das gibt.

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  • Der englische Botaniker

    Der englische Botaniker
    Klusi

    Klusi

    22. June 2017 um 17:23

    Der englische Botaniker, von dem dieser Roman handelt, ist kein geringerer als Robert Fortune, der 1843, im Auftrag der Royal Horticultural Society, China bereiste, um seltene Pflanzen, insbesondere wundervolle Päonien und den kostbaren Tee, nach Europa zu bringen.In England lässt er seine Frau Jane und zwei Kinder zurück, als er zu diesem großen Abenteuer aufbricht. Anfangs hat Robert Fortune große Schwierigkeiten, sich in diesem fernen Land zurecht zu finden und die Mentalität der Menschen zu verstehen, die so ganz anders ist als in seiner Heimat. Bald lernt er das Schwertmädchen Lian kennen und ist fasziniert von dieser geheimnisvollen jungen Frau, die ihm das Leben rettet. In Gesprächen nähern sie sich an, und Fortune erhält durch Lian ein völlig neues Verständnis von China vermittelt. Durch sie beginnt er, die Menschen dieses Landes und ihre Einstellung besser zu verstehen. Aber auch Lian gewinnt, durch die Gesellschaft des ernsten, sanftmütigen Botanikers, unerwartet ganz neue Erkenntnisse über die westlichen „Barbaren“. Beide profitieren von der Gesellschaft des jeweils anderen; Lian und Fortune scheinen mit einem unsichtbaren, starken Band verbunden. Hoch oben in den Bergen, wo der beste Tee wächst, öffnen sie sich gegenseitig ihre Seele und ihr Herz.Der Roman ist vor einem realen Hintergrund erschaffen, denn Robert Fortune und seine Frau Jane haben tatsächlich gelebt. Der schottische Gärtner und Pflanzenforscher unternahm einige Reisen in das Reich der Mitte, und wir haben ihm viele wundervolle Pflanzen zu verdanken, die für uns heute selbstverständlich sind, die aber erst der Forschungsreisende aus China mitgebracht hat. Durch Fortunes Schmuggel von Teepflanzen nach Indien verlor China damals sein Monopol, und wir können heute die Tees aus einer Vielfalt von Anbaugebieten verschiedener Länder genießen.Lian dagegen ist ein fiktiver Charakter, eine starke junge Frau, die zugleich etwas Ätherisches, Geheimnisvolles an sich hat. Zeitweise schließt sie sich der kleinen Reisegesellschaft um Robert Fortune an, um dazwischen immer wieder ohne Abschied zu verschwinden. Auch bei Fortunes sonstigen Erlebnissen hat die Autorin ihrer Phantasie freien Lauf gelassen. Aus einer gelungenen Mischung von wahren und fiktiven Elementen ist ein wundervoller Roman entstanden, den ich mit großem Genuss gelesen habe.Es ist eine eher ruhige und zugleich eindrucksvolle Geschichte, passend zu der immer ein wenig unergründlichen Atmosphäre, die das Land für seine Besucher bereit hält und auch zu Fortunes Charakter. Der Forscher erscheint zeitweise in sich gekehrt und lebt in seiner eigenen Welt - der Welt der Pflanzen. Ihre Gesellschaft ist ihm meist genug, bis er Lian kennenlernt. Sie ist eine Kämpferin für Gerechtigkeit, die sich für die Hilflosen und Benachteiligten einsetzt. Wie sich die Protagonisten erst zaghaft und langsam annähern, ist wundervoll in Worte gefasst. Nicole C. Vosseler erzählt hier eine bittersüße Liebesgeschichte, die zu Herzen geht und zum Träumen einlädt. Aber das ist nur die eine Seite des Romans, denn da ist nicht nur der einsame Mann, weit entfernt von seiner Familie, der sich von Lians Ausstrahlung fesseln lässt, sonder da gibt es ja auch noch die andre Seite, Robert Fortune, den Biologen und Forscher. Im Roman haben wir Leser die Gelegenheit, einiges über seine Arbeit zu erfahren. Es fallen viele lateinische Bezeichnungen zur Flora des Landes, doch die traumhaften Blüten, die dahinter stehen, werden in so poetischer Weise beschrieben, dass man automatisch ins Schwärmen gerät, zumindest wenn man sich, so wie ich, gerne ein wenig näher mit dem interessanten Thema Botanik befasst. Neben Robert Fortune kommen auch immer wieder die beiden starken Frauen zu Wort, die im wahren und im fiktiven Leben des Protagonisten eine wichtige Rolle spielen. Da ist einmal Jane, seine Ehefrau, die mit den gemeinsamen Kindern in England zurück bleibt und auf seine Rückkehr wartet, die nach und nach aber auch eigene Wege beschreitet, an der Zeit des Alleinseins wächst, erstarkt und für sich das Beste daraus macht.Und dann ist da das geheimnisvolle Schwertmädchen, einerseits stark und mutig, aber auch mit geheimen Träumen und Wünschen - Lian, die sich Fortune auch von ihrer schwachen, verletzlichen Seite zeigt und ihm eine völlig neue Welt und eine andere Sichtweise eröffnet.„Der englische Botaniker“ ist ein vielschichtiger Roman, der mich in mehrfacher Hinsicht begeistern konnte. Einerseits zeigen Teile der Handlung sehr realistisch die besondere Situation in China auf, die zur damaligen Zeit herrschte. So manches, was hier beschrieben ist, bringt einen auf den Boden der Tatsachen zurück, beispielsweise wenn man über die Ausmaße und Ursachen des Opiumhandels erfährt oder von der erschütternden Tradition der Lotosfüße liest. Auch meinem Wissensdurst wurde Rechnung getragen, denn ich habe sehr viel Neues erfahren und gestaunt, welche Pflanzen, die uns heute so vertraut sind, wir Robert Fortune verdanken, diesem ruhigen, sachlichen Wissenschaftler, der eine Vielfalt pflanzlicher Schönheiten im fernen Osten gefunden und nach Europa gebracht hat. Besonders hat mich auch die Geschichte des Tees fasziniert, über die man im Roman so einiges erfährt.Es ist eine Geschichte, die alle Sinne anspricht und zum Träumen einlädt. Der Schreibstil ist sprachgewaltig und von zarter Poesie, einfach wunderschön. Mich haben die traumhaften Schilderungen des Landes, der Menschen und der Flora gefangen genommen und die teils symbolhaften Darstellungen zum Nachdenken gebracht. Manches hat die Autorin bewusst offen gelassen, damit man als Leser die Geschichte weiterspinnen kann. Immer, wenn ich nun eine der im Buch erwähnten Pflanzen sehe oder eine Tasse chinesischen Tee genieße, werde ich wieder an diesen wundervollen Roman erinnert und lasse meine Gedanken zu den Protagonisten schweifen.

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  • Gefährliche Expedition ins Reich der Mitte

    Der englische Botaniker
    UlrikeG-K

    UlrikeG-K

    17. June 2017 um 19:15

    Der aus Schottland stammende Botaniker Robert Fortune wird im Jahre 1843 von der englischen Horticultural Society mit minimaler Ausstattung aber klarem Auftrag nach China geschickt!Er soll in Europa noch nicht heimische Pflanzen suchen, beschreiben und nach England schicken.Besonderen Wert legt die Society dabei auf die Päonie - und die Teepflanze, die nach Fortunes Expedition ihren Siegeszug in die ganze Welt antreten wird.Die Reise gestaltet sich nicht nur abenteuerlich sondern auch sehr gefährlich - denn es ist streng verboten, die Teepflanze aus China zu exportieren.Dass es ihm dennoch gelingt, verdankt der Botaniker, der übrigens den realen Robert Fortune zum Vorbild hat, nicht zuletzt den Menschen, die ihm in dem unbekannten, exotischen Land zur Seite stehen und die ihn darüberhinaus viel lehren über das Land, seine Bewohner und in nicht geringem Maße auch über das Leben und über sich selbst.Als veränderter Mensch wird er nach England zurückkehren....Dieser wunderschöne Roman voller Zartheit und Poesie mit seinen unvergesslichen Charakteren hat mich, je weiter ich las, immer stärker in seinen Bann gezogen. Er hat mich auf eine Weise berührt, wie kaum ein Buch vorher. Und wenn ich mich frage, warum das so ist, komme ich zu dem Schluss, dass dies vor allem der Sprache zu verdanken ist, mit der sich Nicole Vosseler direkt in mein Herz schreibt, mit der sie ein Land malt, das von geradezu märchenhafter Schönheit ist, Personen erschafft, die man nicht mehr loslassen möchte, die nachklingen und die mich noch lange begleiten werden!Die Sprache mutet an wie die Seide Chinas - zart, transparent, alle Sinne umschmeichelnd, die Seele streichelnd!Demgegenüber steht die harte Realität Chinas als auch Englands Mitte des 19. Jahrhunderts, die die Autorin kenntnisreich und klar umreißt, stehen unbarmherzige Konventionen hier wie dort, die gerade den Frauen einen Platz zuweisen, die keinerlei selbstständiges Denken und Handeln gestatten und die kaum jemand zu durchbrechen wagte.Die beiden weiblichen Protagonistinnen des Romans aber tun genau das! Da ist einmal Roberts Frau Jane in England, die während der Abwesenheit ihres Mannes, mit ihren beiden kleinen Kindern allein auf sich gestellt, zu einem selbstbestimmten Leben findet, ohne jedoch jemals von ihrer Loyalität dem fernen Ehemann gegenüber abzuweichen.Und in China ist es das freiheitsliebende Schwertmädchen Lian, das sich einem grausamen, von den Traditionen vorherbestimmten Schicksal widersetzt hat und geflüchtet ist, und das nun ganz alleine durch die Lande zieht und die so gewonnene Unabhängigkeit trotz aller Einsamkeit nie mehr aufgeben wird.Mit den Augen der beiden mutigen, dem Leser Respekt und Bewunderung einflößenden Frauen, aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, genauso wie aus dem des Botanikers, der zwischen beiden Frauen steht, lässt die Autorin die Handlung ihres Romans sich entwickeln und voranschreiten, wodurch sie ihre Leser tief in die drei Hauptfiguren, ihre Gedanken, Erwartungen, Hoffnungen, inneren Konflikte und Zwiespälte hineinblicken und dadurch besser verstehen lässt.So ist ein unvergleichliches, tiefgründiges Buch von hoher Qualität entstanden, an dem anspruchsvolle Leser und Liebhaber historischer Romane nicht vorübergehen sollten!

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  • Ein Lesegenuss

    Der englische Botaniker
    gagamaus

    gagamaus

    16. June 2017 um 09:33

    1843 reist „Der englische Botaniker“ Robert Fortune im Auftrag der Horticultural Society of London für ein Jahr nach China, welches sich gerade erst westlichen Einflüssen zu öffnen beginnt, um dort „Samen und Pflanzen dekorativer oder nützlicher Art“ zu sammeln und wenn möglich nach England zu schicken. Zurück lässt er seine Frau Jane und die beiden kleinen Kinder, und noch weiß der pragmatische und etwas menschenscheue Mann nicht, auf welches Abenteuer er sich hier eingelassen hat.China, seine Menschen und seine Pflanzenwelt, sind von einer überwältigenden Vielfalt und Fremdartigkeit, die aus jeder Pore dieses Buches auf den Leser und auf den anfangs etwas unbeholfenen Engländer einstürmen. Umso mehr er über Land und Leute erfährt, umso näher ihm emotional sein Begleiter Wang kommt und er die überraschende Bekanntschaft mit der Schwertkämpferin Lian vertieft, umso mehr verändert sich Roberts Bild von China. Sein Herz und sein Verstand öffnen sich auf dieser Reise, die viel länger dauern soll, als ursprünglich geplant. Am Ende wird aus dem kühlen, etwas sperrigen Briten ein mutiger weltoffener Abenteurer, der aus den asiatischen Weltanschauungen, dem fernöstlichen Lebensstil und der Herzlichkeit und Wärme der Chinesen viel mehr mitnimmt als nur Samen und Pflanzensetzlinge.Die Intensität der Geschichte wird dadurch erhöht, dass nicht nur Robert Fortune eine eigene Stimme im Buch erhält, sondern abwechselnd auch die Chinesin Lian und die Engländerin Jane zu Wort kommen. So erfährt man zum einen sehr viel über das exotisch und fremdartig anmutende China, über die politische Situation, Kultur und Lebensweise. Aber auch das Leben der Frauen und ihre Stellung in der männlich dominierten europäischen Welt des 19.ten Jahrhunderts werden beschrieben und durch die Entwicklung der daheim gebliebenen Ehefrau reflektiert. Gerade die Perspektiven der Frauen sind es, die diesem Buch einen eigenen emotionalen Ton verleihen. Das Buch hat dem Leser so einiges zu bieten. Die Entdeckung eines fremden Landes, mit einem gewaltigen Potpourri an Pflanzen, die einst aus dem fernen China zu uns nach Europa kamen. Und der reale Fortune hat tausende davon beschrieben, bestimmt, benannt und mitgebracht. Schön fand ich hier, dass Nicole Vosseler Auszüge aus Originalbriefen mit in die Geschichte einfließen lässt und im Nachwort kurz beschreibt, was Robert alles geleistet hat. Man bekommt Wissen und Anekdoten davon, was damals auf dieser ersten Reise wirklich passiert ist. Man bekommt mehr als eine Liebesgeschichte – und auch die Liebe, die Robert für seine Arbeit empfindet ist spürbar und nachvollziehbar. Die Hauptdarsteller und auch die Nebendarsteller – allen voran der kongeniale Wang – wachsen einem schnell ans Herz und man verfolgt mit Interesse und ein bisschen Rührung ihrer Entwicklung und Veränderung. Erwähnt werden muss auch noch der Schreibstil. Das Buch kann man nicht überstürzt und hastig lesen – auch wenn die Spannung manchmal dazu drängt. Die Sprache verlangt nach Zeit und Muße und weckt den Wunsch danach, immer wieder inne zu halten, den Worten nachzuspüren und das Gelesene zu überdenken und wirken zu lassen. Ein nachhaltiger Lesegenuss den ich nur wärmstens jedem ans Herz legen kann.

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    • 4
  • Für botanisch Interessierte empfehlenswert, mir war es zu langwierig...

    Der englische Botaniker
    kreszenz

    kreszenz

    29. May 2017 um 12:30

    1843, kurz nach dem Ersten Opiumkrieg zwischen England und China, reist der Gärtner Robert Fortune im Auftrag der Horticultural Society nach China um dort bestimmte Pflanzen zu sammeln und nach unentdeckten Pflanzen zu forschen. Zurück lässt er seine Frau Jane mitsamt Tochter und frischgeborenem Sohn. Jane ist anfangs überhaupt nicht begeistert von der Aussicht, ein Jahr ohne ihren Robert zu sein, da sie durch einen kürzlich erfolgtem Umzug nicht auf Unterstützung durch ihre Familie rechnen kann. Allerdings erhofft sie sich durch seinen Forschungserfolg Aufstiegsmöglichkeiten für die Kinder und lässt ihn schweren Herzens doch ziehen. In China angekommen stößt Robert bald auf Lian, eine umherziehende Schwertkämpferin, die ihn beschützt und zugleich bei seinen Forschungen hilft. Durch Lian lernt er nicht nur die chinesische Kultur besser zu verstehen, sie bringt auch sein bisheriges Leben und Denken gehörig durcheinander. Für mich war der Einstieg in die Handlung ein bisschen holprig. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht Roberts (in der auktorialen Perspektive), aus der Sicht Lians (in der personalen Perspektive) und aus der Sicht Janes (teils in beiden Perspektiven). Hinzu kommen noch diverse Briefe Roberts und Janes, sowie der Horticultural Society und Tagebucheinträge. Obwohl ich dieser Art des Erzählens sonst nicht abgeneigt bin, wollte der Funke in diesem Fall aber einfach nicht überspringen. Dabei gelingt es der Autorin ansonsten sehr gut, die chinesische Geschichte und Kultur interessant und nicht zu aufdringlich in die Storyline einfließen zu lassen. Diese Abschnitte haben mir wirklich gefallen. Leider bin ich aber auf dem Gebiet exotischer Pflanzen nicht wirklich bewandert, so dass mich die seitenweisen Begeisterungsstürme für Pflanzen nicht mitreißen konnten. Für botanisch Interessierte ist das Buch aber auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Mein Leseeindruck

    Der englische Botaniker
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    27. May 2017 um 08:46

     Das Cover hätte mich in der Buchhandlung nicht wirklich angesprochen. Ob es an der Farbgestaltung lag? War mir diese zu blass? Oder war das weiß der Schrift zu überlagert? Ich weiß es nicht. Es war lediglich der Titel der mich angesprochen hatte.  Da der erste Satz (laut Forschung) über Gefallen oder Missfallen entscheidet, möchte ich ihn nicht unerwähnt lassen: Geschichten keimen aus Körnchen von Tatsachen. Kommen wir zum Inhalt: Was als erstes auffällt ist, dass es scheinbar keine getrennte Kapitel gibt. So hatte ich zumindest anfangs den Eindruck. Aber dann: Herbstanemone. Also wurde doch unterteilt Na ja, irgendwie zumindest. Dann tritt auch schon Robert Fortune in Erscheinung. Er soll im weit entfernten China nach seltenen Pflanzen Ausschau halten und sie in die westliche Welt bringen. Das dieses jedoch nicht so ganz einfach ist und auch Gefahren mit sich bringt, wird immer deutlicher. Aber auch Freundschaften werden geknüpft und zuhause....? Ja, zuhause wartet die Familie. 🌿 🌺 🌷 🌻 🌿 Sehr langsam und bedacht führt die Autorin ihre Leser in den Ort, die Zeit und die Handlung ein. Keine aufregenden Sätze, keine schnellen Handlungen. Teilweise wurden jedoch innerhalb des Kapitels die Sichtweisen mehrerer Protagonisten aufgezeigt, so dass ich mehrmals gar nicht mehr wusste, auf wen sich die Handlung bzw. die Gedanken beziehen. Hier wären einzelne Kapitel vielleicht doch ratsamer gewesen. Oder zumindest ein kurzer Hinweis, um welchen Protagonisten es sich nun handelt. So wäre mir manche Verwirrung und Irritation erspart geblieben. Ein wenig gestört habe ich mich auch an den doch sehr langatmigen Erklärungen der lateinischen Blumennamen. Ich habe mich teilweise gefragt, ob ich möglicherweise aus Versehen zu einem Fachbuch für Botanik gegriffen hätte. Aber nein, es steht Roman darauf. Puh, somit hieß es für mich oft die Zähne zusammenbeissen und weiter lesen. Und die Story zog sich weiter und weiter. Ja, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die Geschichte sehr trocken war. Leider! Die Protagonisten waren gut und ausreichend charakterisiert, jedoch fehlte mir eindeutig das gewisse Etwas in der Geschichte. Fazit: Ja, was soll ich sagen?! Der Roman konnte mich leider nicht überzeugen. So gut und ausführlich auch alles geschildert wurde, so antriebsloser wurde meine Leseenergie. Die Story plätscherte so dahin, ohne große Ambitionen den Leser mit sich zu reißen. Es war einfach ein Roman. Punkt.

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  • Ein Botaniker erforscht China

    Der englische Botaniker
    ejtnaj

    ejtnaj

    04. May 2017 um 14:43

    Im Jahre 1843 wird der Gärtner Robert Fortune von der Horticultural Society nach China geschickt. Sofort ist Fortune fasziniert von der Landschaft und natürlich auch von der Flora des Landes. Er sammelt Pflanzen und benennt diese um diese dann getrocknet oder eingepflanzt nach England zu verschiffen. Auf einer seiner Touren trifft er auf die Schwertkämpferin Lian, irgendwie fasziniert ihn dieses Mädchen und mit ihrer Hilfe kann er nun noch mehr Pflanzen kategorisieren. Aber nicht nur neue Pflanzen lehrt im Lian, nein sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen. Dann lernt Fortune den Tee bzw. seine Pflanzen kennen und dies fasziniert Fortune so, dass er wirklich alles darüber lernen möchte. Für mich ist dies nicht der erste Roman den ich von der Autorin Nicole C. Vosseler gelesen habe. Da ich sehr gerne historische Romane lese und sich der Klappentext auch interessant angelesen hat, war ich gespannt wie mir dieser Roman wohl gefallen würde. Vorab kann ich schon mal sagen, dass mich der Roman nicht vollständig überzeugen konnte. Der Einstieg ins Buch ist mir nicht so leicht gefallen und es hat auch relativ lange gedauert bis ich richtig in der Handlung drin war. Ich persönlich fand den Erzählstil den die Autorin gewählt hat recht trocken und so musste ich immer wieder Pausen machen damit ich das gelesene besser aufnehmen konnte. Der Hauptteil der Geschichte wurde aus der Sichtweise von Robert Fortune erzählt, aber auch Lian hatte einen eigenen Erzählstrang und auch Jane die Zuhausegebliebene Ehefrau von Fortune kam zu Wort. Gut gefallen hat mir hier, dass wirklich jede Person eine eigene Schrifttype hatten, wobei die von Robert und Lian sich doch recht stark ähnelten und mich dies doch immer wieder verwirrt hat beim Lesen. Zwar gab es die Wechsel immer nur zu Beginn eines neuen Kapitels, doch wenn man nicht genau hingeschaut hat, hat man den Wechsel auch schnell verpasst da es hier wirklich nur Nuancen sind. Womit einige Leser vielleicht auch Probleme haben könnten, sind die Notizbucheinträge von Fortune da sie im Gegenteil zum restlichen Text um einige Schriftgrößen kleiner waren. Die Handlung an sich war sehr gut aufgebaut und man hatte keinerlei Probleme dieser als Leser folgen zu können. Für mich persönlich war nur das eine oder andere einfach zu ausführlich beschrieben, so dass es mir einfach zu viel wurde gerade auch im Vergleich zum Schluss der recht schnell abgehandelt worden ist so als ob hier die Seitenzahl nicht mehr gereicht hätte. Die vielen verschiedenen Figuren des Romans waren alle mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens gut vorstellen konnte, wobei ich mir bei einem Roman von knapp 500 Seiten schon ein Personenregister gewünscht hätte. Auch die Handlungsorte empfand ich als gut beschrieben, man konnte sie sich gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Hier allerdings wäre es vor allem bei der Reiseroute von Fortune wünschenswert gewesen wenn es eine Landkarte im Einband des Buches gegeben hätte um diese verfolgen zu können, auch gerade bei diesem recht hohen Preis für das Hardcover hätte ich dies wirklich erwartet auch als Dienst am Leser. Wie schon vorhin geschrieben konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen und ich habe mich bei der Punktevergabe recht schwer getan und habe mich nun für 4 von 5 Sternen entschlossen.

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  • "... aber Poeten waren auch noch nie Botaniker."

    Der englische Botaniker
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    27. April 2017 um 17:23

    Als der Botaniker Robert Fortune den Auftrag erhält, 1843 nach China zu reisen, um dort die Pflanzenwelt, vor allem die dekorativen Pflanzen zu katalogisieren und seltene Exemplare nach England zu bringen, ahnt er noch nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird. Fern seiner Familie, soll er ein Jahr lang so viele Daten und Proben wie möglich sammeln. Doch seine Reise stößt immer wieder auf Hindernisse, Misstrauen und Ablehnung. Bisweilen kommt es sogar zu Übergriffen, so dass Robert Fortune nicht nur bei unbekannten schweren Krankheiten um sein Leben fürchten muss. Dann aber lernt er die Kämpferin Lian kennen, die ihm unbekannte Pflanzen zeigt und ihm den Zugang zu unbekannten Gärten der Chinesen öffnet. Aber da ist noch mehr, was sich zwischen diesen beiden Menschen öffnet …   Lange musste ich auf den neuen Roman von Nicole C. Vosseler warten. Mit diesem Buch jedoch hat mich vollends überrascht. Anders als ihre bisherigen Bücher, taucht die Autorin in die Botanik Chinas ein, weckt den Zauber eines fernen Landes und zeitgleich die Lust auf fremde Pflanzen und Kulturen.   Zwar ist das Buch ein Roman, doch ich empfinde auch als Entdeckungsbuch, was nicht zuletzt das Layout verursacht. Die Geschichte wird vor allem aus den Perspektiven mit wechselnden Schriftbild von Robert Fortune und Lian erzählt. Aber auch seine Frau Jane darf immer wieder mal zu Wort kommen. Dazwischen gibt es Briefe, Anweisungen, die Robert von seinem Arbeitgeber erhält, aber auch Hinweise und Erklärungen zu Pflanzen, was für mich den besonderen Reiz zu einem Entdeckungsbuch ausmachte.   Der gewohnt schöne Schreibstil von Nicole C. Vosseler hatte mich auch dieses Mal wieder gepackt gehabt und so durfte ich bald schon eintauche in die schönen Beschreibungen der Umgebung, der Pflanzen und nicht zuletzt der beiden Protagonisten, die immer plastischer, sympathischer und greifbarer wurden.   Nicole C. Vossler schafft mit diesem Buch wieder ein wunderbares Kopfkino, das den Leser nach China ins 19. Jahrhundert versetzt. Sie lässt ihn teilhaben an der Schönheit der Gebiete, nimmt ihn mit durch Täler und Hügel Chinas und lässt ihn den Duft der, damals noch exotischen, heute meist bekannten Blumen riechen.   Fazit: Abenteuerlich beginnt das Buch und wird dann schnell zu einem Roman, bei dem man Abtauchen, genießen, hoffen, bangen und mitfiebern kann, während man die Schönheit der Landschaft und den Duft der Exotik einatmet.

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  • Eine Liebesgeschichte in China

    Der englische Botaniker
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    24. April 2017 um 10:40

    London, 1843: Robert Fortune, der englische Botaniker, erhält von der Horticultural Society den Auftrag, für ein Jahr nach China zu reisen und dort fremde Pflanzen zu entdecken und diese sowie vor allem Tee nach England zu bringen. Fortunes Frau Jane ist nicht begeistert von der geplanten Reise ihres Mannes, aber sie lässt ihn gehen. Doch seine Aufgabe erweist sich schwieriger als Gedacht. Die Menschen sind misstrauisch und betrachten ihn als „fremden Teufel“. Auch sein Führer Wang ist ihm keine große Hilfe. Doch dann rettet ihn das Schwertmädchen Lian aus einer bedrohlichen Lage. Sie verschafft ihm den Zugang, der Fortune zuvor verschlossen war. Diese Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Wir lernen Roberts und Lians Sicht kennen, aber auch zwischendurch die Gedanken von Roberts Frau. Der Schreibstil ist gut zu lesen und sehr bildhaft. Dadurch konnte ich mir die Landschaften gut vorstellen, aber es war mir streckenweise etwas zu langatmig. Fortune ist ein nicht gerade zugänglicher Mensch. Es hat mich verwundert, dass er diese Reise gewagt hat, denn er war für mich kein Abenteurertyp. Aber Lian gelingt es, seine Gefühle durcheinander zu bringen und zwar so heftig, dass aus dem geplanten einen Jahr dann ein Aufenthalt von drei Jahren wird. Sein Denken und Fühlen verändert sich. Lian ist eine interessante Persönlichkeit, die ich gerne mochte. Sie kämpft für andere und ist verschwunden, bevor sich jemand bedanken kann. Leid tat mir allerdings Fortunes Frau, die daheim in England auf ihren Mann wartete und mit der Ungewissheit, ob er jemals zurückkommt, fertig werden musste.   Ich fand es schön, in eine fremde Kultur einzutauchen und dennoch hat mich das Buch nicht so gepackt, wie ich es erwartet hatte. Ein gut recherchierter historischer Roman.  

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  • Der englische Botaniker

    Der englische Botaniker
    vormi

    vormi

    23. April 2017 um 15:21

    London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee.Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Kinder auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte.In einer Zeit, in der es gerade erst einen Krieg mit England gegeben hat und in der das Misstrauen zwischen den beiden Kulturen noch sehr groß ist.Erst nachdem er das Schwertmädchen Lian kennengelernt hat, ergibt sich für Robert über sie endlich ein Zugang zur Sprache und den Gebräuchen des fremden und ungewöhnlichen Landes.Ich bin mittlerweile eigentlich ein Fan der Autorin. Und zwar mag ich sowohl ihre historischen Bücher, als auch das Fantasy-Buch "In dieser ganz besonderen Nacht" hat mich nachhaltig beeindruckt.Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich ihr neuestes Buch im Rahmen des amazon Vine Programms angeboten bekommen habe.Und umso entsetzter war ich, da ich mit diesem Buch echt Schwierigkeiten hatte.Die ersten Seiten gingen wir erwartet sehr gut los und haben sich flott weggelesen.Da habe ich die langatmige Schreibweise noch ignoriert und mir mit der Einführung in die Botanik erklärt.Die Mischung aus guten Erklärungen zu den Blumen und teilweise nur einen lateinischen Namen serviert zu bekommen, hat mich zwar irritiert aber noch nicht wirklich gestört.Aber dann kam eine lange Durststrecke und ich bin mit dem Buch kaum noch von der Stelle gekommen.Und schon bemerkt man kleinere Ungereimtheiten noch eher als bei einer flüssigeren Schreibweise.Da ich selber seit mehr als zwei Jahrzehnten einen großen Garten habe und mittlerweile auch schon viele Namen aus der Pflanzenwelt kenne, habe ich mich immer mehr an den lateinischen Namen gestört. Da hätte man doch mal eben in allen Fällen einheitlich die gebräuchliche deutsche Bezeichnung erwähnen können. Das wäre für mich sehr viel anschaulicher gewesen.Überhaupt habe ich das Verhältnis zwischen einerseits langatmigen Erklärungen, aber andererseits wurde vieles nur angedeutet, als nicht ausgewogen erachtet.Entweder bleibt man unwissend oder man muss viel googeln.Ich will hier in diesem Fall nicht von der Hand weisen, dass es evt an mir lag, warum ich so schlecht in das Buch reingekommen bin. Vielleicht hatte ich völlig andere Ansprüche oder Erwartungen. Umso unverständlicher, da mir der Schreibstil ja bisher sehr lag und gut gefallen hat.Deshalb gebe ich 3 Sterne und werde das Buch in ein paar Monaten nochmal in Angriff nehmen.Vielleicht läuft es dann ja besser...

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  • Toller Histo-Roman

    Der englische Botaniker
    brauchnix

    brauchnix

    23. April 2017 um 13:44

    Zu diesem Buch habe ich gegriffen ohne wirklich zu wissen, um was es genau geht, denn ich mag die Autorin einfach gerne und wurde noch nie enttäuscht. So ging es mir auch diesmal.„Der englische Botaniker“ Robert Fortune (was für ein sinnträchtiger Name) begibt sich auf eine Reise ans andere Ende seiner ihm bekannten Welt, nach China. Dort möchte er versuchen die Fauna und Flora aber vor allem die damals so wertvollen Teepflänzchen zu erforschen und wenn möglich ein paar in die Heimat mitnehmen. Ein Jahr soll dieses Unternehmen dauern und er lässt Frau und Kind dafür zurück. Aus wechselnden Perspektive erfahren wir nicht nur einiges über die Botanik, über Teepflanzen, über die Mentalität der Chinesen und ihren Wunsch, die Teepflanzen vor den unflätigen Europäern zu schützen. Auch das Gefühlsleben des Forschers, welches heftig durcheinander gewirbelt wird und die Innenwelten einer jungen Chinesin, die Fortune Einblicke in dieses fremde Land gewährt, werden beschrieben und entfalten vor dem geneigten Leser eine spannende und interessante Geschichte die ohne Kitsch aber doch mit einer Portion Gefühlen daherkommt. Vor allem die Abschnitte mit seiner Frau haben mich ein bisschen an die Geschichten über andere Forscherehefrauen wie z.B. die von Captain Cook erinnert, die ein hartes und undankbares Los zu Hause hatten.Vosseler schreibt in verschiedenen Genres und schafft es dabei hervorragend ihren Schreibstil anzupassen. Mir sind ihre historischen Bücher - wie dieses hier - die liebsten. Und deshalb kann ich diesen hervorragenden Roman nur allen empfehlen, die sich für Asien, fremde Kulturen, historische Bücher - und gute Unterhaltung ganz allgemein - interessieren.

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