Nicole C. Vosseler Die Farben der Erinnerung

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Inhaltsangabe zu „Die Farben der Erinnerung“ von Nicole C. Vosseler

Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …

Ein wundervolles Buch mit vielen Facetten, die sich erst auf den zweiten oder dritten Blick offenbaren.

— Klusi

Anspruchsvoller historischer/-Liebes- und Literaturroman, der etwas Geduld braucht & spannend zu lesen ist! 4*

— SigiLovesBooks

fesselnde Geschichte in einem für mich neuen Genre

— Hollysbuchblog

unnahbarer Schreibstil, der die detailreichen und durchaus interessanten Informationen kaputt macht

— Gudrun67

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  • Herzogin der Farben

    Die Farben der Erinnerung

    SABO

    18. January 2018 um 20:47

    Nicole C. Vosseler - Die Farben der ErinnerungNew York/ FlorenzAls Gemma 4 Jahre alt war, verliert sie in einer einzigen Nacht ihr Zuhause und ihre Eltern. Die Brandursache blieb wegen fehlenden Verdachts ungeklärt, die italienischen Behörden legten den Fall ad acta.30 Jahre später:New York City, der Pool der "Stadtneurotiker" lässt Gemmas Trauma nicht verhungern und ein Psychiater füttert ihre Neurosen. Wie perfekt für einen Woody Allen, doch das Drama reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus und ist so tief und unergründlich wie der East-River.Gemmas Leben muß in geregelten Bahnen verlaufen und sprüht nicht gerade soziale Funken, ihre Beziehungschronik nicht erwähnenswert. So pendelt sie zwischen zwei sicheren Rückzugsorten, ihrer Wohnung und ihrem Arbeitsplatz, einer großen Bibliothek, der Publik Library.  Ein Schild aus Stille und Frieden. Doch gibt es das?Eines Tages bekommt Gemma seltsame E-Mails, es sind Gedichte."Ihr Herz war - wie soll ich´s sagen - zu leicht zu erfreuen,zu leicht beeindruckt;sie liebte, worauf ihr Auge fielund ihr Blick schweifte weit umher."Der Name des Absenders ist ihr wohlbekannt, sie selbst hat ihn vor 30 Jahren abgelegt. Da muss sich jemand einen sehr schlechten Scherz erlauben, ist es doch der Name ihre toten Vaters.Nachdem Gemma die Replik eines uralten Perlenohrrings in ihrer Post findet, kontaktiert sie einen Literatur-Professor in Oxford.Es muss ewas mit ihrer Vergangenheit zu tun haben. Ihre Neugier und nie gestillte Sehnsucht nach Familie, wiegt noch mehr, als die Panik, die eine gute Bekannte ist. Sie nimmt all ihren Mut zusammen, und nimmt den nächsten Flug nach London. In Professor Ryland-Bancroft spiegeln sich verwandte Ängste, die beiden verstehen einander nach wenigen Worten.Die Dichter-Zeilen entstammen der "Last Duchess" von Robert Browning, welcher ein bekannter Poet der viktorianischen Epoche war. Ein Gemälde der "Dame in Grün", der ungeküssten Braut aus dem 16.Jahrhundert inspirierte ihn dazu.Von besagter Dame geht eine surreale Faszination aus, sie ist der rote Faden, ist Seele und Gewissen des Romans.Lucrezia ist für mich der Ausgangs- und Angelpunkt, die Brücke zwischen den Welten, ihr Geist befeuert das Buch und es lenkt seine Leser. Es ist, als hätte sie immer gewusst, dass ihr eines Tages Gerechtigkeit widerfährt. (Als das Buch zu Ende war, die Hand die letzte Seite umschlug, da war es gleich einem letzten  Atemzug.)Zwei Fremde gehen auf eine atemberaubende Spurensuche, die bis zu den Medici und ins viktorianische Zeitalter führt. Sie bereisen Europa und Amerika, nicht ahnend das sie verfolgt werden. Gemmas Psyche ist wie ein verlassener Bahnhof, die Abteile verstaubt, die Geleise ins Nichts führend. Doch die geheimnisvolle Post ändert alles und Gemma wächst über sich hinaus.Auch Sisley hat zu kämpfen, denn der Professor fühlt sich außerhalb der altehrwürdigen College-Mauern höchst unwohl. Die Begegnung der beiden Phobiker ist schicksalsträchtig und liefert humorvolle Szenen. (Siehe, die zwei gebuchten Einzelzimmer, die sich als ein Doppelzimmer herausstellen..)Ein kleiner Stein wird zum großen Fels. Es ist zum Mitfiebern und man wünscht den Gefährten viel Erfolg und ein gutes "Schuhwerk": Die beiden sind wie Ritter, denen der Panzer, der sie schützen soll, im Weg ist. Es ist ein wunderbares Leseerlebnis, wie die "Rüstung" von Tag zu Tag leichter wird.Spannend wie ein Krimi, gefühlvoll wie ein Liebesroman und poetisch wie ein klassisches Drama. Dieser Roman wurde mit viel Liebe zum Detail geschrieben,gut recherchiert und fiktioniert.Mit Herzblut geschrieben - weitergereicht an Leser - die noch träumen und schwelgen können.Nicole Vosseler steht für genussvolles Lesen.

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  • Literarisches Vexierbild

    Die Farben der Erinnerung

    SigiLovesBooks

    14. January 2018 um 13:40

    Gemma, die Hauptprotagonistin, durchlebt als kleines Mädchen den Brand ihres Elternhauses; der Vater, ein Wissenschaftler, der für ein Jahr in Italien lebte, rettete seine Tochter aus den Flammen - und kehrt nicht mehr zurück, als er die Mutter Gemmas ebenfalls retten will...30 Jahre später: So verwundert es nicht, dass Gemma, die bei der Großmutter aufwuchs, ihren Job in der Map Division der Public Library in New York, einer der feuersichersten Orte der Welt, sehr mag. Eines Tages erhält sie eine E-Mail mit dem Namen ihres Vaters und Zeilen aus einem Gedicht von Robert Browning: Es folgen weitere: Was hat es mit diesen Zeilen auf sich und wer ist der Absender? Hilfesuchend wendet Gemma sich an Sisley, einen Professor für Geschichte mit dem Schwerpunkt italienische Renaissance. Sie macht sich, aus ihrer sicheren Komfortzone heraus, in der alles ihrer strengen Kontrolle unterliegt, auf den Weg nach Oxford...Sisley, seinerseits ein hochbegabter, genialer Wissenschaftler, ist an der Enthüllung der Gedichtzeilen sehr interessiert - und auch an Gemma und ihrer Geschichte: Langsam öffnen sich zwei Menschen, die eher "Solitäre" sind und "nicht gut in Beziehungen" und reisen, sich in ihren Eigenheiten und Eigenwilligkeiten sehr gut ergänzend bzw. ausgleichend, nach Deutschland, um im Städel Museum das Bild der "Dame in Grün" in Augenschein zu nehmen; an den Ort des Brandes in Italien und an weitere Stationen dieser literarischen Schnitzeljagd, die immer wieder auf das Bildnis des unbekannten Malers der Dame in Grün hinweist - und schließlich am Ende des Romans schlüssige Informationen zu den Hintergründen liefert. Die sehr spannend zu lesende Reise der beiden Hauptprotagonisten liefert reichlich Spannung, die sich langsam zuspitzt: So führt ihr Weg auch in die USA, nach Texas und San Francisco sowie nach Hawaii. Doch auf derselben Fährte ist noch eine weitere Person, die sich seit Langem an Gemmas Fersen geheftet hat....Der Roman ist anspruchsvoll, da hier drei verschiedene Erzählstränge miteinander verwoben sind und damit drei Zeitebenen: Es ist von der Serenissima zu lesen, die an einen machthungrigen Herzog zwangsverheiratet wurde und nicht nur unglücklich ist (16. Jhd.); von dem Dichterpaar Robert Browning und Elizabeth Barrett-Browning (19. Jhd.) und schließlich von Gemma und Sisley in der Gegenwart, die ein altes Familiengeheimnis aufdecken und eine lebensgefährliche Reise unternehmen. Bringt die Autorin schon durch die sich stets abwechselnden Erzählperspektiven dieser drei Ebenen viel Spannung in den Roman ein, dessen Hintergründe und Verflechtungen jedoch "erlesen" werden müssen und dem Leser etwas Geduld abverlangen, so ist der Showdown vor sturmumtoster, düsterer Kulisse schon einen Vergleich mit Dan Brown wert: Der über sich selbst hinauswachsende Sisley wird mir hier in sehr positiver Erinnerung bleiben, wie mir persönlich die literarische Schnitzeljagd mit Gemma und Sisley am meisten Lesevergnügen bereitete.Nach der Reise der beiden in die Vergangenheit, ins Dichterleben von Robert Browning und die Spurensuche um die unglückliche Serenissima haben  "die alten Landkarten des Lebens" keine Gültigkeit mehr für Gemma, sie müssen vergrößert und neu angelegt werden: Die Darstellung der Besonderheiten und Eigenwilligkeiten der beiden Charaktere (Gemma und Sisley) fand ich vollends gelungen und könnte mir durchaus vorstellen, dass die beiden noch mehr ungelöste Rätsel miteinander lösen. Ein Roman, der sehr spannend ist, teils mit historischen Fakten in die Zeit der Medicis und ins 19. Jhd. aufwartet und auf drei Zeitebenen spielt; daher den geneigten Leser wirklich herausfordert.Mir hat er gut gefallen und ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

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  • Die Farben der Erinnerung

    Die Farben der Erinnerung

    Klusi

    11. January 2018 um 12:25

    Gemma war noch ein kleines Mädchen, als sie ihre Eltern bei einem verheerenden Brand verlor. Die traumatischen Erlebnisse von damals verfolgen sie auch drei Jahrzehnte später noch bis in ihre Träume. Ihr Vater, Professor für italienische Renaissance, hatte damals wohl etwas sehr Wichtiges entdeckt, das ihm und seiner Familie zum Verhängnis wurde.Plötzlich erhält Gemma mehrere rätselhafte Mails, mit Bruchstücken von Gedichten aus Robert Brownings Feder. Auch ein Schmuckstück erreicht sie von einem anonymen Absender, und so beschließt sie, den versteckten und in gewisser Weise beunruhigenden Hinweisen nachzugehen.Bei ihrer Suche nach dem Sinn der anonymen Botschaften wendet sie sich an den Oxford-Professor Sisley Ryland-Bancroft. Nach kurzem Zögern beschließt dieser, ihr zu helfen, denn irgend etwas an der verletzlichen jungen Frau und ihrer Geschichte berührt ihn zutiefst.Gemeinsam machen sie sich auf eine lange Reise, die ungeahnte Gefahren und so manche Überraschung mit sich bringt.Der Roman spielt auf drei Zeitebenen. Die Rahmenhandlung bildet dabei Gemmas Geschichte, die passenderweise im Präsens erzählt wird. Dazwischen findet man Abschnitte, die ins 19. Jahrhundert, zu dem Dichterehepaar Elizabeth Barrett und Robert Browning, entführen. Weitere Passagen erzählen die anrührende Geschichte von Lucrezia di Cosimo de’ Medici. Diese sind aus der Ich-Perspektive der jungen Lucrezia geschrieben. Bei den beiden historischen Handlungssträngen hat man anfangs den Eindruck, sie hätten recht wenig mit dem aktuellen Geschehen um Gemma zu tun. Es lohnt sich jedoch, hier ein wenig Geduld aufzubringen und sich darauf einzulassen, denn erst nach und nach fügt sich eines zum anderen, bis sich zuletzt alle Puzzleteile passgenau zusammensetzen und ein fertiges Gesamtbild ergeben. Es sind so viele Details in der Geschichte versteckt, die sich erst auf den zweiten oder gar dritten Blick erschließen!Mit Gemma und Sisley hat der Roman zwei außergewöhnliche, interessante Charaktere, die einerseits so verschieden wirken und doch die selbe Sprache sprechen. Es sind zwei richtige „Anti-Helden“, die im Lauf ihrer Reise in Situationen geraten, die sie an ihre Grenzen bringen, die sie aber gerade miteinander bestehen können, weil sie gegenseitig ein tiefes Verständnis aufbringen. Bildhaft und wunderschön ist die Sprache der Autorin, und die Protagonisten sind so farbig und lebendig dargestellt, dass es ein Leichtes ist, sie und ihre Beweggründe zu verstehen und mit ihnen zu fühlen. Überhaupt spielen Bilder und Farben in der Handlung eine tiefgreifende Rolle, und es hat mir viel Freude gemacht, ein Gemälde bis in seine Details zu erschließen. Dies ist ein Buch, das sich lohnt, mehrfach zu lesen, denn erst nach und nach wird man alle Facetten und Zusammenhänge erkennen und so manche Metapher entdecken. Darüber hinaus zeichnet sich der Roman durch plastische, farbenprächtige Schilderungen der besuchten Schauplätze aus, was das Lesen zum Genuss macht. 

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  • Ist Grün die Farbe der Erinnerung?

    Die Farben der Erinnerung

    kessi

    08. January 2018 um 18:14

    " Die Farben der Erinnerung" von Nicole C. Vosseler ist eine spannende Jagd in die Vergangenheit die ein wenig an Dan Browns Bücher erinnern. Also sehr vielversprechend in der Handlung.Gemma hat vor fast dreißig Jahren ihre Eltern auf tragische Weise verloren. Seit dem ist ihr Leben von Zwängen geprägt. Nur durch einen durch strukturierten  Tagesablauf schafft sie es ihren Alltag zu bewältigen. Als sie  von einem unbekannten Absender mehrere E-Mails bekommt, in denen es um versteckte Hinweise geht, gerät ihr Leben aus den Fugen.Nachdem sie  Dr. Sisley Ryland-Bancroftvon in Oxford kontaktiert hat und dieser sich bereit erklärt, ihr zu helfen, beginnt für beiden eine Cach-Tour. Es geht quer durch Europa und weiter bis nach Amerika. Stück für Stück versuchen sie das Puzzle zusammen zu fügen.  Durch drei unterschiedliche Zeitebenen kommen sie des Rätsels Lösung immer näher. Doch wer hat Gemma die Hinweise geschickt? Gemmas Vater,  Clifford Bernstein, Professor für Geschichte am Vassar College mit Schwerpunkt auf der italienischen Renaissance, ist vor  dreißig Jahren bei seinen Nachforschungen auf etwas gestoßen. Um was es sich handelt können Gemma und Sisley lange Zeit nur erahnen. Erschwerend kommt hinzu, dass es noch jemanden gibt,  der auf der Fährte nach dem Verlorenem ist und so bleibt es nicht aus, dass ihre Reise immer gefährlicher wird.Meine Meinung:Dies war mein erstes Buch von Nicole C. Vosseler und ich bin sehr erstaunt über den anspruchsvollen Schreibstil gewesen.  Es ist zu merken mit wieviel Leidenschaft die Autorin die Geschichte von Gemma und Sisley zu Papier gebracht hat. Die beiden Hauptprotagonisten sind zwei Aussenseiter, die gerade wegen ihres " anders sein", mehr und mehr zueinander finden.  Jeder hat für den anderen mehr Verständnis als sie aus ihrem normalen Umfeld bekommen würden. Dadurch können sie sich in vielen Bereichen ergänzen. Und genau das hat sie mir so sympathisch gemacht. Die eine,  der anderen beiden Zeitebenen führt den Leser in die Zeit des Dichterehepaar Elizabeth Barrett und Robert Browning im 19. Jahrhunderts.  Und in der anderen geht es um Lucrezia, die Dame in grün.Für mich ein gelungener Roman mit vielen Überraschungen und sehr gut recherchierten historischen Hintergrundwissen, welches mich oft hat staunen lassen.

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  • Grün ist die Hoffnung

    Die Farben der Erinnerung

    Dreamworx

    07. January 2018 um 15:12

    Gemma arbeitet in der New York Library. Bei einem Aufenthalt in Italien, wo ihr Vater als Professor für italienische Renaissance forschte, hat sie als kleines Kind ihre Eltern verloren und wurde von ihrer Großmutter aufgezogen. Seit dem schlimmen Schicksalsschlag leidet Gemma noch heute unter Alpträumen und lebt aufgrund ihrer Ticks sehr zurückgezogen. Eines Tages erhält sie einen anonymen Brief, der einen handgemachten Ohrring und einige Gedichtzeilen enthält, die von Robert Browing stammen. Aufgrund dieser Zeilen setzt sich Gemma mit dem englischen Spezialisten für Browning in Verbindung, Professor Sisley Bancroft. Gemma reist nach England, um sich mit ihm zu treffen. Sisley bietet Gemma an, gemeinsam Nachforschungen anzustellen. Die Reise führt die beiden von Frankfurt über Florenz über Waco in den USA nach Hawaii – überall erhalten sie neue Hinweise auf ein Geheimnis, das es zu ergründen gilt und das mit der „Frau in Grün“ zusammenhängt, einem Gemälde im Frankfurter Museum. Doch jemand ist ihnen bereits auf den Fersen, der die gleichen Spuren verfolgt. Werden Gemma und Sisley das Geheimnis ergründen?Nicole C. Vosseler hat mit ihrem Buch „Die Farben der Erinnerung“ einen sehr fesselnden teils historischen Roman vorgelegt, in dem es nicht nur um gut gehütete Geheimnisse, sondern auch um eine familiäre Tragödie geht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, bildgewaltig und packend. Schnell taucht der Leser ein in die spannende Welt der Literatur und Kunst, die hier von der Autorin auf meisterliche Weise miteinander verbunden werden. Die Geschichte wird anhand von drei Zeitebenen erzählt, die jeweils eine andere Perspektive bieten. Der Hauptteil der Handlung berichtet von Gemma und der gegenwärtigen Suche, eine Zeitebene gibt dem Leser Einblick in das Leben des Schriftstellerehepaars Robert und Elizabeth Barrett Brownings, eine andere erzählt vom kurzen Leben und Schicksal der jungen Lucrezia di Cosimo de‘ Medici. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven erhält der Leser einen Rundumblick der Geschichte, dabei lässt die Autorin ihm genügend Raum für eigene Spekulationen und Schlussfolgerungen, um auf die Spur des Geheimnisses zu kommen. Durch geschickte Wendungen wird der Leser immer wieder überrascht und zum Umdenken animiert. Gleichzeitig malt die Autorin während der Handlung mit ihren Worten wunderbare Bilder, die gleich einem Kinofilm vor dem inneren Auge des Lesers ablaufen und es wirken lassen, als wäre er mit den Protagonisten gemeinsam auf der Jagd nach dem Unbekannten.Die Charaktere sind sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Sie ergänzen sich durch ihre individuellen Eigenheiten auf wunderbare Weise und geben einem das Gefühl, sie persönlich kennenlernen zu wollen. Gemma ist eine Frau, die schon als kleines Kind einen sehr harten Schicksalsschlag verkraften musste. Seitdem lebt sie sehr zurückgezogen, denn sie hat über die Jahre Eigenheiten und Ängste entwickelt, die es ihr schwer machen, anderen Menschen näher zu kommen. Sie hat ihrem Leben eine gewisse Struktur gegeben, um im Alltag zu bestehen, was für Außenstehende eher als seltsam eingestuft wird. Gemma ist überaus misstrauisch, aber auch eine mutige und sympathische Protagonistin, der man gerne folgt und die man im Verlauf der Geschichte immer besser versteht. Sisley ist ein ebenso ein besonderer Mensch. Er hat den Ruf eines Genies und ist bei seinen Studenten sehr beliebt. Gleichzeitig hat auch er Schwierigkeiten, die Menschen näher an sich heranzulassen. Er wirkt eher schüchtern, doch wenn es um sein Fachgebiet geht, kommt er aus sich heraus. Sisley ist hilfsbereit und besitzt ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, gleichzeitig hat er das Herz am rechten Fleck. Auch die anderen Protagonisten lassen das Leserherz mit ihren „Auftritten“ höher schlagen, steigern sie doch die Spannung in der Suche um das Geheimnis zusätzlich.„Die Farben der Erinnerung“ ist eine geheimnisvolle Jagd, bei dem der Leser nicht nur dazu aufgefordert wird, an der Entschlüsselung eines Geheimnisses mitzuwirken, sondern auch die Entwicklung der Charaktere hautnah miterleben darf. Durch die regelrechte Schnitzeljagd über mehrere Kontinente bekommt der Leser nicht nur eine Einführung der Gemäldeinterpretation, sondern erfährt viele kleine Details über das Leben der Brownings. Dieser Roman ist ein absolutes Highlight und wird viele begeistern, die Geheimnisse und Spannung lieben und auch die Verbindung zur Vergangenheit schätzen. Nicole C. Vosseler hat hier ein Meisterwerk abgeliefert, wie es besser nicht geht – Chapeau! Absolute Leseempfehlung für ein Highlight, das man, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen kann!

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  • spannende Schnitzeljagd

    Die Farben der Erinnerung

    gagamaus

    06. January 2018 um 13:55

    Als Gemma ein kleines Kind war, sind ihre Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen. Der Vater, Professor mit Spezialgebiet für die italienische Renaissance, war einer kleinen historischen Sensation auf der Spur. Jetzt, nach 30 Jahren, erhält Gemma seltsame E-Mails mit versteckten Hinweisen und sie beschließt, nach Europa zu reisen um Antwort auf all ihre Fragen zu finden. Ihre Suche beginnt in England, wo sie in dem jungen Oxford-Professor Sisley eine verwandte Seele findet, der sich kurzentschlossen anbietet, ihr zu helfen.Überraschend musste ich feststellen, dass Nicole Vosselers neues Buch ein bisschen an Dan Browns Bücher erinnert, denn in „Die Farben der Erinnerung“ kommt es alsbald zu einer Schnitzeljagd, bei der vor allem kunsthistorische und literarische Werke die Hinweise liefern, die Sisley und Gemma über Italien zurück in die USA und einmal quer durchs Land führen. Sie landen schließlich in Hawaii zu einem spannenden Showdown und einer großen Auflösung aller Rätsel.Passend zu den drei unterschiedlichen Zeitebenen und dem kulturellen Hintergrund der Protagonisten ist der Schreibstil anspruchsvoll und intensiv und besticht durch schöne Metaphern und stimmungsvolle Beschreibungen von Menschen und Gefühlen. Vor allem Gemma und Sisley sind es, die einem schnell ans Herz wachsen. Beide sind auf ihre Art ungewöhnlich, ja fast schrullig, und haben zur inneren Stabilität Rituale und Gewohnheiten angenommen, die es ihnen etwas schwermachen, sich aus dem routinierten Alltag hinaus in das Abenteuer einer ungeplanten Entdeckungsreise zu begeben. Herzerwärmend ist es zu lesen, wie die beiden sich gegenseitig stützen und ihre Phantasie befeuern. Das Wachsen einer zarten innigen Zuneigung zwischen den beiden zu beobachten macht mindestens so viel Spaß, wie der Jagd nach der Wahrheit zu folgen.  Im Nachhinein betrachtet ist das Cover dieses Buches für mich fast etwas irreführend, denn es handelt sich keineswegs um eine profane Liebesgeschichte sondern hat, ganz im Gegenteil, viel mehr von einem Thriller. Die gelegentlichen Sprünge in die Vergangenheit sind kurz und vor allem, um die Storyline in der Gegenwart zu untermauern. Ein sehr gelungenes Buch, in welchem Nicole Vosseler ihr literarischen Talent ausspielen und mit einigen überraschenden Wendungen und starken Charakteren überzeugen kann.

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  • fesselnde Geschichte in einem für mich neuen Genre

    Die Farben der Erinnerung

    Hollysbuchblog

    28. December 2017 um 14:10

    Klappentext:Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte …Meine Meinung:Ich konnte von Beginn an sofort mit Gemma mitfühlen, es muss unheimlich schlimm sein als Kind seine Eltern bei einem so traumatischem Ereigniss zu verlieren. Der daraus folgenden Kontrollzwang ist für mich mehr als verständlich. Als sie die anonyme Post bekommt habe ich erstmal ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte richtig reinzukommen. Das kann auch zum Teil daran liegen, das dieses teils historische Genre für mich bislang ungelesen war.Dennoch hat mich die Geschichte schnell gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wollte ständig wissen, wo Gemma und Sisley nun hinreisen um das Geheimnis rund um das Gemälde der "grünen Dame" aufzulösen.Zwischendurch sind Kapitel aus dem Jahr 1854/55, die passend Geschichten zur Gegenwart erzählen.Ich gebe dem Buch 4/5 Sternen, da ich diese Kapitel nicht komplett verstanden habe.Der Schreibstil von Nicole C. Vosseler hat mich sehr beeindruckt, sodass ich mir auch andere Bücher von ihr aus anderen Genres genauer anschauen werde.Fazit:Mein Ausflug in das Historische/Familiengeschichte-Genre hat mir sehr gut gefallen und mir gezeigt, dass ich öfters jetzt auch mal in diese Richtung zu Büchern greifen werde.

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  • unnahbarer Schreibstil, der die detailreichen und durchaus interessanten Informationen kaputt macht

    Die Farben der Erinnerung

    Gudrun67

    28. December 2017 um 12:18

    Das Cover, in Sepia gehalten, das durch geschickt in Szene gesetzte Farbpunkte unterbrochen wird, ist mir sofort ins Auge gestochen. Nachdem ich mir dann einen Einblick in die Beschreibung und die Leseprobe verschafft habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Leider waren diese dann wirklich viel zu hoch gegriffen. Aber, ich dachte mir, etwas Einlesezeit und dann bin ich mitten im Geschehen. Da mich jedoch der Schreibstil nicht fesseln konnte, hat sich das ebenfalls als Trugschluß herausgestellt.Der Schreibstil ist eher eine Ansammlung von hintereinander aufgereihten Ereignissen. Obwohl die Autorin sehr viele interessante Informationen zu Land und Leuten eingebracht hat, dies sowohl zu Geschehnissen und Eigenheiten von früheren Zeiten wie auch von der jetzigen Zeit, wirkte dies durch fehlenden Zugang zum Inhalt auf mich sehr langatmig und ich habe daran das Interesse verloren. Das geschieht mir, gerade wenn es um gutes Informationsmaterial geht, wirklich selten, aber hier war es dann langweilig und ermüdend. Genauso hat es sich mit der Darstellung der Charaktere verhalten. Diese wurden zwar durchaus detailreich beschrieben. Ja, beschrieben ist das richtige Wort hierfür, denn ich konnte mir zwar deshalb deren Gedanken und Reaktionen vorstellen, jedoch keinerlei Zugang, weder positiven noch negativen, zu diesen Personen aufbauen.Die Spannung, die durch die Vorkommnisse eventuell entstehen hätte können, konnte aufgrund der vorgenannten Gründe nicht aufkommen. Auf mich wirkte dieses Buch düster und schwermütig und hat mich vollauf enttäuscht. Mein Fazit: unnahbarer Schreibstil, der die detailreichen und durchaus interessanten Informationen kaputt macht

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